Notärztin Andrea Bergen 1473 - Kathi Sommerfeld - E-Book

Notärztin Andrea Bergen 1473 E-Book

Kathi Sommerfeld

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Beschreibung

Leise huscht Jonas Brandt in Annikas Krankenzimmer. Verschwitzt und mit gerötetem Gesicht liegt sie da und schläft. Der Medizinstudent muss nicht erst Fieber messen, um zu wissen, dass Annikas Temperatur wieder sprunghaft angestiegen ist. Und nun sind auch noch diese besorgniserregenden Gewebeknoten hinzugekommen! Die Ärzte des Elisabeth-Krankenhauses stehen vor einem Rätsel. Die Behandlung kommt nicht voran - und Annika wird mit jedem Tag schwächer und schwächer!
Auch wenn die Ergebnisse der Tumor-Biopsie noch nicht vorliegen: Die Angst lässt Jonas nicht mehr los! Denn längst hat er sich rettungslos in Annika verliebt - in eine dem Tod geweihte junge Patientin! Wenn nicht noch in allerletzter Sekunde das Wunder geschieht, um das er verzweifelt betet ...

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Seitenzahl: 119

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhalt

Cover

Plötzlich Fieber

Vorschau

Impressum

Plötzlich Fieber

Mitternacht ist längst vorbei – und noch immer brüte ich über der Patientenakte von Annika Pfeiffer. Doch wo ich auch ansetze – mir will kein Grund für ihre ständigen Fieberschübe einfallen. Nichts in ihren Untersuchungsdaten gibt mir einen klaren Hinweis. Und nun sind auch noch die rätselhaften Gewebetumore dazugekommen! Die Stelle an ihrem Bein, die operiert wurde, will einfach nicht mehr heilen. Meine Kollegen sind wie ich ratlos, welche Erkrankung Annikas diffuse Symptome verursacht. Ich habe die schlimmsten Befürchtungen, wenn wir nicht bald die Ursache finden, denn Annikas Zustand verschlechtert sich von Tag zu Tag. Mittlerweile mussten wir sie auf die Intensivstation verlegen ...

Eine Frage, die unser Medizinstudent Jonas stellte, will mir nicht mehr aus dem Kopf gehen: »Könnte es die Autoimmunerkrankung EGPA sein?« Das wäre fatal. Aber ich will sichergehen ...

»Tim hat schon wieder meine Burg kaputtgemacht!«

Annika rieb sich die Schläfen, hinter denen es schmerzhaft pochte. Sie liebte ihre Arbeit als Erzieherin im Kindergarten Waldmäuse, und dass es dabei manchmal lauter zuging, war ganz normal. Aber heute konnte sie den Lärm kaum ertragen – schon den ganzen Vormittag über war ihr ein bisschen schwindelig, und jeder Knochen schmerzte. Ob sie sich wieder etwas eingefangen hatte?

»Nie lässt er mich mit den Bauklötzen spielen!«

»Sarah, schau mal ...« Annika wandte sich dem kleinen Schreihals zu. »Bestimmt möchte Tim nur mitspielen. Wie wär's, wenn ihr zusammen noch einen Graben um die Burg baut? Vielleicht leben ja sogar ein paar Krokodile darin.«

»Ja!«, rief Tim begeistert. »Oder Dinos.«

»Oder Dinos.« Annika strich dem Jungen behutsam über den Kopf und räusperte sich, um das kratzige Gefühl im Hals loszuwerden, aber es half nichts. Und auch das Schlucken tat weh. Bitte nicht schon wieder eine Erkältung, dachte sie. So kurz vor dem Sommerfest des Kindergartens konnte sie das ganz und gar nicht gebrauchen! Sie wollten doch noch einen Tanz mit den Mäusen einstudieren, der den stolzen Eltern beim Fest präsentiert werden sollte.

Schwerfällig stand sie auf, um sich ein Glas Wasser einzuschenken. Das kühle Getränk half zumindest ein bisschen, sich nicht mehr so matt zu fühlen. Annika strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, hielt dann aber erschrocken inne: Ihre Stirn glühte förmlich.

»Ist alles in Ordnung?«

Annika spürte die Hand ihrer Kollegin Hildegard auf ihrer Schulter. »Fühlst du dich nicht gut?«

»Nicht besonders«, gab sie zu und drehte sich um. »Ich glaube, ich werde schon wieder krank.«

Besorgt zog Hildegard die Stirn kraus. »Du siehst auch nicht gut aus.« Sie seufzte leise. »Geh nach Hause, meine Liebe. Es bringt doch niemandem etwas, wenn du dich quälst.«

Energisch schüttelte Annika den Kopf. »Aber das Sommerfest! Es ist noch so viel zu tun, und ich kann nicht schon wieder ...«

Doch Hildegards entschlossener Blick brachte sie zum Schweigen, noch bevor sie den Satz beenden konnte. Annikas Kollegin arbeitete schon seit vierzig Jahren im Kindergarten und strahlte eine natürliche Autorität aus. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, bekam sie es meist auch, weshalb ihr selten jemand widersprach.

»Eigentlich wollte ich noch die Dekoration für das Fest basteln ...«

Hildegard winkte ab. »Das kann auch noch einen Tag warten. Deine Gesundheit hingegen wartet nicht.«

»Na gut. Ich gehe nach Hause und ruhe mich aus.« Statt einer Umarmung warf Annika ihrer Kollegin nur einen Luftkuss zu, schließlich wollte sie niemanden anstecken.

Aber gerade, als sie sich umgedreht hatte, um ihre Jacke aus der Garderobe zu holen, zupfte jemand am Saum ihres Pullovers.

»Willst du dir unseren Wassergraben gar nicht mehr angucken?« Mit großen Augen sah Tim zu ihr auf.

Annika lächelte matt. »Ist er denn schon fertig?«

»Nein, aber ich beeile mich ganz doll und dann –«

»Es tut mir leid, Tim. Ich muss jetzt nach Hause gehen, weil ich krank bin. Weißt du, was? Lass doch die Burg einfach bis morgen stehen, dann schaue ich sie mir an.«

Tims Unterlippe schob sich zitternd ein Stück vor. »Na gut. Versprichst du mir, dass du ganz bald wiederkommst?«

Bei diesem Anblick zog sich Annikas Brustkorb wehmütig zusammen. Die Antwort lag ihr schon auf der Zunge, aber gleichzeitig versuchte sie, in Gedanken zusammenzuzählen, wie oft sie in den letzten Monaten bei der Arbeit gefehlt hatte. Zu oft jedenfalls. Allmählich machte sich die vage Befürchtung in ihr breit, dass doch etwas Ernstes dahinterstecken könnte. Andererseits war sie bis auf das Asthma, das sie seit Kindertagen begleitete, immer gesund gewesen.

»Ich verspreche es«, flüsterte sie und drehte sich eilig um, damit sie den enttäuschten Blick des Jungen nicht länger ertragen musste.

Als Annika nach Hause kam, nahm sie eine Schmerztablette und kochte sich einen Kamillentee, dann legte sie sich auf das Sofa. Ihr Kopf pochte noch immer, und diese eine Stelle an ihrem linken Unterschenkel, die schon seit Tagen schmerzte, kann ihr merkwürdig geschwollen vor. Ob sie sich neulich beim Sport übernommen hatte? Dabei hatte sie nur eine kleine Radtour am Fluss entlang unternommen. Annika stieß einen frustrierten Seufzer aus. Das konnte doch nicht wahr sein! Sie war gerade einmal siebenundzwanzig Jahre alt und ständig krank. Was stimmte bloß mit ihr nicht?

Wenigstens war sie jetzt zu Hause und hatte etwas Zeit, um sich zu erholen. Aber gerade, als sie den Fernseher einschalten wollte, klingelte es an der Tür. Wer konnte das denn sein? Sie erwartete niemanden. Mühsam stemmte sich Annika von der Couch hoch und öffnete. Draußen stand ihr Vater und lächelte sie erwartungsvoll an.

»Na, mein Engel, bist du bereit für unseren Einkaufsbummel?«

Annika schüttelte verdutzt den Kopf. »Das habe ich ja ganz vergessen. Ich fürchte, das müssen wir verschieben.« Prompt befiel sie ein schlechtes Gewissen. Kurt, ihr Vater, freute sich schon seit Wochen darauf, mit ihr ein neues Handy auszusuchen. Nach langer Überlegung hatte er sich endlich entschlossen, sich auch eines dieser »Smartphones« zu kaufen. Er sagte, so könnten sie leichter miteinander in Kontakt bleiben und sich auch ab und zu Fotos schicken.

Annika vermutete aber eher, dass das neu erwachte Interesse ihres Vaters an moderner Technik daher rührte, dass die meisten Mitglieder seines Skatklubs inzwischen ein modernes Telefon besaßen. Jedenfalls hatten sie den Kauf heute erledigen wollen – praktischerweise in Verbindung mit dem Wocheneinkauf.

Kurts Blick huschte fragend über ihr Gesicht, dann legte er die Stirn in besorgte Falten. »Was ist denn los? Geht es dir nicht gut? Du bist ja ganz blass.«

»Ich glaube, ich habe mir wieder etwas eingefangen. Können wir das irgendwann anders nachholen, Papa? Tut mir wirklich leid.«

»Jetzt entschuldigt sie sich auch noch! So ein Quatsch! Deine Gesundheit geht natürlich vor. Ich sage dir: Es ist die Arbeit, die dich krank macht, mein Engel. Immer diese kleinen Kinder mit ihren Schnoddernasen, da ist es ja kein Wunder, dass du dich ansteckst.«

»Aber Papa! Wie redest du denn über die süßen kleinen Schätze?«

»Ist ja schon gut.« Ihr Vater fuhr sich mit einer Hand durch das schüttere, weiße Haar, dann legte er ihr eine Hand auf die Schulter. »Jetzt gehst du erst mal wieder zurück aufs Sofa und ruhst dich aus. Das mit dem Handy kann noch warten, und deinen Wocheneinkauf bringe ich dir einfach mit.«

»Kommt gar nicht infrage«, protestierte Annika. »Du kannst die schweren Sachen doch nicht alleine tragen.«

»Ach, nein?« Kurz blitzte jetzt ein schelmisches Lächeln auf. »Ich bin sechzig Jahre alt, mein Engel, und habe bestimmt noch dreißig gute Jahre vor mir. Also hör auf deinen Vater und leg dich hin.«

»Na gut.« Annika gab ihm ein Küsschen auf die Wange.

»Brauchst du noch etwas Bestimmtes?«

»Vielleicht ein paar Lutschtabletten für den Hals und ein Mittel gegen das Fieber, falls du an einer Apotheke vorbeikommst. Mir ist schon wieder ganz heiß.«

»Natürlich, mein Engel. Und jetzt husch, husch ab ins Bett!«

Wehmütig sah Annika ihrem Vater dabei zu, wie er sich umdrehte und in seinen Wagen stieg, der am Straßenrand parkte. Sie schleppte sich wieder zum Sofa und deckte sich zu. Es fröstelte sie am ganzen Körper. Ob das Fieber noch weiter steigen würde? Hoffentlich nicht – wenn es ihr nicht bald besser ging, konnte sie sich das Sommerfest wohl abschminken. Mit einem traurigen Seufzen schloss Annika die Augen und dämmerte weg.

Sie erwachte, weil jemand die Wohnungstür aufschloss, gefolgt von lautem Poltern.

»Hallo, ich bin wieder da!«, dröhnte die tiefe Stimme ihres Vaters über den Flur. »Ich habe auch alles mitgebracht.«

Ruckartig setzte sich Annika auf, stolperte vom Sofa und eilte ihrem Vater entgegen. Er war gerade dabei, eine Getränkekiste in die Küche zu tragen.

»Das ist doch viel zu schwer für dich, Papa! Lass mich dir helfen.«

»Nein, du bist krank, mein Engel. Ich mache das, und du ruhst dich schön aus.«

Doch Annika ließ sich nicht beirren. Obwohl ihr Kopf immer noch schwirrte, schleppte sie sich in den Flur und griff nach der Getränkekiste. Widerwillig gab ihr Vater nach. Aber gerade, als sie das Wasser auf dem Küchentisch abstellen wollte, wurde ihr schwindlig. Die Kiste glitt ihr aus den Händen und donnerte mit lautem Krach zu Boden.

Annika bückte sich danach, im selben Augenblick wurde ihr Brustkorb schmerzhaft eng. Sie atmete ein, wieder und wieder, aber sie bekam keine Luft. Dieses Gefühl war ihr nur allzu vertraut. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie ihr Vater sich aus seiner Schockstarre löste und ihr das Asthmaspray von der Arbeitsplatte reichte.

Es war schon lange her, dass sie so einen schlimmen Anfall gehabt hatte. Mit zitternden Fingern setzte Annika den Inhalator an, aber auch nachdem sie einen Sprühstoß genommen hatte, wurde es nicht besser. Sie wusste, dass sie nicht hyperventilieren durfte, doch das Ausatmen fiel ihr immer schwerer, und der Druck in ihrem Brustkorb nahm zu. Panik stieg in ihr auf.

Auch ihr Vater schien bemerkt zu haben, dass etwas nicht stimmte. Sie spürte seine Hände auf ihren Schultern und wie er sie leicht schüttelte. »Annika! Was ist los? Wie kann ich dir helfen, was soll ich tun?«

Verzweifelt schüttelte Annika den Kopf. Es war ihr unmöglich zu sprechen.

Kurt reagierte sofort. Er nahm das Telefon vom Tischchen im Flur und wählte den Notruf. »Pfeiffer hier, meine Tochter leidet an Asthma und bekommt keine Luft mehr. Der Inhalator hilft auch nicht. Bitte, kommen Sie schnell!«

Ängstlich atmete Annika noch einen Sprühstoß ihres Medikaments ein. Die Enge in ihrer Brust ließ nicht nach. Es kostete Annika alle Kraft, sich nicht von der blanken Angst überwältigen zu lassen, aber sie wusste: Das würde alles nur noch schlimmer machen. Irgendwie musste sie die Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes überstehen. Das war ihre einzige Chance.

***

Gerade hatte Andrea Bergen noch mit Rettungssanitäter Jupp Diederichs darüber gescherzt, wie ruhig der Tag bisher verlaufen war – ganz im Gegensatz zu gestern, als sie eine ältere Dame mit einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung ins Krankenhaus eingeliefert hatten.

»Das nächste Mal bringen wir uns ein Kartenspiel mit«, sagte der Rettungssanitäter, aber in genau diesem Moment klingelte das Telefon. Die Einsatzzentrale meldete einen Notfall am Stadtrand. Binnen weniger Augenblicke saß Dr. Bergen neben Jupp im Rettungswagen, der sie mit Blaulicht und Martinshorn so schnell wie möglich durch den Feierabendverkehr manövrierte. Ewald Miehlke, der Rettungsassistent, klammerte sich bei der rasanten Fahrt am Haltegriff fest.

Als sie endlich ankamen, wurde die Tür der Erdgeschosswohnung bereits geöffnet, bevor sie überhaupt klingeln konnten. Ein aufgelöster älterer Herr stand im Türrahmen. »Gott sei Dank sind Sie da«, sagte er. »Meine Tochter ist im Wohnzimmer.«

Andrea Bergen eilte zu der Frau, die mit erhöhtem Oberkörper auf dem Sofa saß. Ihre Lippen waren bereits blau verfärbt. »Guten Tag, ich bin Dr. Bergen. Bleiben Sie bitte ruhig, Sie bekommen sofort zusätzlichen Sauerstoff.«

Eilig nahm die Notärztin die Sauerstoffmaske aus ihrem Arztkoffer und schloss sie an die Flasche an. Damit würde sie der Patientin schnell Linderung verschaffen. Als die Maske platziert war und die Frau einige tiefe Atemzüge gemacht hatte, redete Andrea Bergen weiter beruhigend auf sie ein. »Ihr Vater sagt, Sie haben bereits Ihr gewohntes Medikament mit dem Inhalator eingenommen, was aber wirkungslos war, daher werde ich Ihnen jetzt Kortison spritzen.«

Die Frau nickte, und Andrea zog das Medikament, von dem sie immer eine Ampulle im Notfallkoffer hatte, mit der Spritze auf.

»Ich mache jetzt den Arm frei.« Die Ärztin schob den Ärmel des Pullovers hoch und bemühte sich, trotz der angespannten Situation Ruhe auszustrahlen. Bei Atemnot war es wichtig, dass sich die Betroffenen nicht noch mehr in ihre Panik hineinsteigerten.

Nachdem sie die Spritze gesetzt hatte, entspannte sich das Gesicht der Frau ein wenig. Meist half es den Betroffenen schon zu wissen, dass überhaupt ein Arzt anwesend war. Sie redete der Frau beruhigend zu und legte eine Hand auf ihre Stirn. »Sie haben ja Fieber.«

Andrea wandte sich an den Vater, der reglos auf der Türschwelle zum Zimmer stand, während Ewald Miehlke erfolglos versuchte, ihn davon zu überzeugen, sich zu setzen. »Herr Pfeiffer, hat Ihre Tochter diese Anfälle öfter?«

»Ich ...« Der Vater fuhr sich angespannt durch das Haar. »Annika leidet schon seit ihrem vierten Lebensjahr an Asthma, aber so schlimm ist es sonst nie. Allerdings ist sie in letzter Zeit viel krank – sie arbeitet im Kindergarten. Und Sie wissen ja, wie leicht man sich dort anstecken kann. Annika bekommt dann immer hohes Fieber. Allein im letzten halben Jahr waren wir deshalb dreimal im Krankenhaus!«

Andrea nickte knapp. »Ich würde Ihre Tochter gern genauer untersuchen – um auszuschließen, dass doch mehr als ein harmloser Infekt dahintersteckt.« Sie wandte sich an Annika. »Frau Pfeiffer, es wäre besser, wenn Sie zur Beobachtung für ein paar Tage stationär aufgenommen würden.«

Annika nickte und stieß erleichtert die Luft aus. Das Kortison wirkte bereits. »In Ordnung«, hauchte sie kaum hörbar.

Jupp Diederichs wies den Vater an, Kleidung und die wichtigsten Dinge für seine Tochter zusammenzupacken.

»Natürlich«, stammelte Kurt Pfeiffer. »Das mache ich sofort. Hauptsache, Sie helfen meiner Annika! Und ich muss Rita anrufen!«

»Ist das Annikas Mutter?«, fragte Jupp Diederichs.

Der Vater nickte. »Mein Gott! Sie wird den Schreck ihres Lebens bekommen!«

»Eines nach dem anderen«, beschwichtigte ihn der Rettungssanitäter. »Wenn Sie die Versichertenkarte und den Impfausweis Ihrer Tochter für mich hätten, wäre das eine große Hilfe. Und dann fahren wir gemeinsam ins Krankenhaus. Ihre Frau kann direkt dorthin kommen.«

Kurt Pfeiffer zögerte, er schien seine Tochter auf keinen Fall allein lassen zu wollen.

»Es ist ein Glück, dass Sie so besonnen reagiert haben, Herr Pfeiffer. Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um Annika zu helfen, damit sich so eine Situation nicht wiederholt«, versicherte ihm Andrea.