Notärztin Andrea Bergen 1541 - Kathi Sommerfeld - E-Book

Notärztin Andrea Bergen 1541 E-Book

Kathi Sommerfeld

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Beschreibung

Plattenepithelkarzinom! Seit der erschütternden Diagnose im Elisabeth-Krankenhaus kreist dieses eine Wort unaufhörlich in Nils’ Kopf. Nur die sofortige Entfernung des Zungentumors kann sein Leben retten. Doch für Nils, der als Sänger gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere steht, ist der Eingriff unvorstellbar - niemand kann ihm garantieren, dass seine Stimme danach noch dieselbe ist, ja, dass er überhaupt jemals wieder singen kann! Gegen den Rat der Ärzte - und trotz der verzweifelten Bitten seiner großen Liebe Jennifer - verlässt er panisch die Klinik. Was kaum jemand weiß: Hinter seiner Weigerung steckt eine tief verwurzelte Angst aus der Vergangenheit. Erst als es zu einer dramatischen Blutung kommt, steht Nils vor einer Entscheidung, die über alles entscheidet: für die Hoffnung, gegen die Angst - für das Leben ¬...

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Seitenzahl: 119

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhalt

Cover

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Melodie des Lebens

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Impressum

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsbeginn

Impressum

Melodie des Lebens

»Tritt aus den Schatten, suche das Licht,

das Leben spielt da draußen, es wartet nicht.

Scheint dir der Weg zu lang, geh bloß den ersten Schritt;

den Rest laufen wir Hand in Hand – und mit Hoffnung im Gepäck ...«

Als die letzten Takte des Liebeslieds von Nils Nolden im Radio verklungen sind, rinnen mir Tränen die Wangen hinunter. Normalerweise neige ich ja nicht zu Sentimentalitäten, doch Nils' Stimme und vor allem seine Worte haben mich tief bewegt. Denn es sind Worte, die er leider für sein eigenes Leben nicht umsetzen kann: Vehement hat er es abgelehnt, sich den Zungentumor, an dem er leidet, operativ entfernen zu lassen, und stattdessen das Krankenhaus fluchtartig verlassen. Zu groß ist seine Angst, nach dem Eingriff nicht mehr singen zu können. Doch ohne Operation wird Nils Nolden sterben!

Aber sein Song hat mich nun auf eine Idee gebracht. Denn da gibt es jemanden, der den schweren Weg, der vor Nils liegt, unbedingt mit ihm gehen möchte: Hand in Hand, mit Hoffnung im Gepäck – und mit Liebe ... Hoffentlich geht er mit!

»Geht es dir nicht gut, mein Schatz?«

Besorgt fuhr Jennifer mit einer Hand über Nils' blasse Wange, die sich merkwürdig kühl anfühlte. Selbst hier, hinter der Bühne, waren die Jubelrufe des Publikums, das den Sänger zu einem letzten Lied animieren wollte, noch dumpf zu hören.

Sie wusste, dass dieser Auftritt etwas ganz Besonderes für Nils war, denn trotz seiner langjährigen Berufserfahrung hatte ihn vorher das Lampenfieber gepackt. Aber die Show war ein voller Erfolg geworden. Das Publikum hatte an diesem Abend, dem ersten Auftritt seiner Tour, tosend applaudiert und mehrere Zugaben gefordert. Das neue Album schien bei den Fans gut anzukommen.

Nils nickte und schenkte ihr ein gequältes Lächeln. »Ja, alles in Ordnung. Mir schwirrt bloß der Kopf, jetzt, da die Nervosität nachlässt.«

»Das sind bestimmt die Nachwehen von dem Trubel heute. Du brauchst ein bisschen Zeit, um runterzukommen. Wir könnten ja gleich noch etwas trinken gehen, oder wir schauen bei dir oder bei mir ganz gemütlich einen Film«, schlug sie vor. Sie griff nach seiner Hand und drückte seine Finger, was er kurz, aber lasch erwiderte.

Wie gern hätte Jennifer noch ein paar Minuten mit Nils allein gehabt, um seinen Erfolg zu feiern und ihm zu sagen, wie stolz sie auf ihn war. Doch daraus wurde nichts, denn in diesem Moment schwang die Tür zum Backstage-Bereich auf, und Hanno platzte herein.

Hanno, Nils' Manager, der von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht hatte, wie wenig er sie leiden konnte. Dabei hatte sie ihm nie etwas getan; aber seiner Meinung nach schadete es jedem Star, neben dem Beruf noch ein Privatleben zu haben. Ihrer Meinung nach hingegen war ein geregeltes Privatleben so ziemlich das Einzige, was viele Berühmtheiten davon abhielt, völlig den Bezug zur Realität zu verlieren.

Natürlich hatte sie gewusst, dass es Herausforderungen mit sich bringen würde, eine Beziehung mit einem Sänger zu führen, der nach jahrelanger harter Arbeit gerade dabei war, in seiner Karriere durchzustarten. Noch dazu, weil sie erst seit knapp sechs Monaten ein Paar waren. Aber sie versuchte, Verständnis zu zeigen und Nils zu unterstützen, wo sie konnte. Nur sah Hanno das offensichtlich anders.

Zielstrebig lief der Manager an ihr vorbei, streifte im Gehen seine Lederjacke ab und warf sie auf einen Stuhl in der Ecke. Dann stellte er sich hinter den abgenutzten Polstersessel, auf dem Nils ein Moment lang verschnaufte, umfasste mit beiden Händen die Schultern seines Schützlings und schüttelte ihn kurz. »Du hast das heute nicht schlecht gemacht, Junge, aber es gibt noch Luft nach oben. Am besten, wir besprechen gleich die Setlist für deine nächsten Auftritte.«

Jennifer unterdrückte ein Seufzen. »Eigentlich haben wir heute Abend noch etwas vor«, setzte sie an. Doch ehe sie weitersprechen konnte, schüttelte Hanno unwirsch den Kopf.

»Kann das nicht noch warten? Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Was meinst du dazu, Nils?«

Verärgert suchte Jennifer den Blick ihres Freundes. Als sie Nils betrachtete, wurde ihr angst und bange. Er starrte ins Leere, so als stünde er völlig neben sich. Das gefiel ihr ganz und gar nicht.

»Bitte streitet nicht«, brachte er leise hervor und drückte sich aus dem Sessel hoch. »Ich gehe mal kurz ins Bad, mir kaltes Wasser ins Gesicht schöpfen. Irgendwie fühle ich mich nicht ...« Der Rest seines Satzes blieb ungesagt, denn Nils verstummte plötzlich. Kraftlos sackte er zu Boden.

Jennifer versuchte noch, ihn festzuhalten, aber er war zu schwer. Und auch Hanno reagierte nicht schnell genug – Nils' Körper schlug mit einem dumpfen Geräusch auf dem harten Dielenboden des Backstage-Bereichs auf. Panik erfasste Jennifer. Verzweifelt ging sie in die Knie und hob seinen Kopf an. »Mein Gott, Nils! Kannst du mich hören? Sag doch etwas.«

Sie klopfte ihm auf die Wange und versuchte krampfhaft, sich an das zu erinnern, was sie in ihrem letzten Erste-Hilfe-Kurs gelernt hatte, der allerdings schon ein paar Jahre zurücklag. Sie musste Nils in die stabile Seitenlage bringen, oder? Vielleicht sollte sie ihm einen kalten Waschlappen auf die Stirn legen? Oder seine Beine hochlagern, Puls und Atmung überprüfen? Ihre Gedanken kreisten, und sie fühlte sich wie benebelt.

»Ein Arzt«, rief sie aus, »er braucht einen Arzt, schnell!«

Ihre Worte rissen Hanno offenbar aus seiner Schockstarre. Sie nahm noch wahr, wie die Tür des Backstage-Bereichs mit einem lauten Knall zufiel, dann übernahm ihr Instinkt, und sie verlor jegliches Zeitgefühl. Jennifer schob Nils ein Kissen unter den Kopf, legte seine Beine auf einem Stuhl ab und versuchte, seinen Puls zu fühlen, obwohl ihr eigener Herzschlag überlaut in ihren Ohren dröhnte. Dann entschied sie sich um und brachte ihn in die stabile Seitenlage.

Unentwegt redete sie auf Nils ein, rief immer wieder seinen Namen und betete gleichzeitig, dass er aufwachen würde. Dass er unversehrt wieder aufwachen würde, dass er ganz der Alte sein würde und sie später über diesen kleinen Zwischenfall lachen konnten. Aber ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass diese Hoffnung vergebens war.

***

»Ach, es tut gut, nach der Arbeit ein bisschen rauszukommen.« Lore Keller grinste bis über beide Ohren, ihre Wangen waren gerötet, und noch immer wiegte sie sich im Takt des letzten Liedes hin und her. »Es wurde wirklich Zeit, dass ich mal etwas anderes sehe als immer nur das Krankenhaus.«

»Ich sage dir schon lange, dass es nicht schadet, in der Freizeit ab und zu den Kittel abzulegen«, neckte Andrea Bergen ihre langjährige Freundin und Kollegin.

Lore seufzte. »Und wie immer hast du damit recht, meine Liebe. Aber das ist leichter gesagt als getan, das weißt du ja selbst. Die Arbeit verfolgt einen auf Schritt und Tritt. Zum Glück ist hier so viel los, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist, auf jemanden aus dem Kollegium oder auf Patientinnen und Patienten zu treffen. Wie dem auch sei, lass uns das auf jeden Fall wiederholen!«

»Von mir aus sehr gerne.« Andrea legte Lore eine Hand auf die Schulter und versuchte, ihnen einen Weg in Richtung der Garderobe zu bahnen, was bei dem Gedränge in den vordersten Reihen an der Bühne nicht ganz einfach war.

»Ein Arzt! Ist hier jemand Arzt?« Eine aufgeregte, vor Panik quietschende Männerstimme durchdrang das Gemurmel des Publikums.

Andrea spürte, dass der Blick ihrer Kollegin einen Moment lang auf ihr ruhte. Instinktiv drehte sie sich nach der Stimme um. Sie erblickte einen braun gebrannten Mann um die fünfzig mit schütterem hellblonden Haar, der auf der Bühne stand und hektisch mit den Armen wedelte. »Wir haben einen Notfall im Backstage-Bereich. Kommen Sie schnell!«

Sie bedeutete ihm mit einer Geste, dass sie schon unterwegs zu ihm war, und zwängte sich zusammen mit Lore durch die Menge.

»Bitte lassen Sie meine Kollegin und mich durch, ich bin Notärztin«, forderte sie.

Glücklicherweise waren die meisten Fans bereits nach draußen geströmt, und der Rest machte ihnen bereitwillig Platz. Zusammen mit Lore folgte Andrea dem Fremden in den Backstage-Bereich. Was sie dort erblickte, hatte sie in ihrer Laufbahn so oder so ähnlich schon oft gesehen: Auf dem Boden lag ein junger Mann, der offenbar bewusstlos war. Neben ihm kniete eine Frau und rief verzweifelt seinen Namen.

In solchen Fällen galt es, zunächst Atmung und Puls zu überprüfen. Wenn der Patient nicht ansprechbar war und keine Anzeichen für einen Kreislauf zeigte, musste schnellstmöglich mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Denn an und für sich war eine Ohnmacht zwar nicht ungewöhnlich oder zwangsläufig gefährlich, aber bei einem Kreislaufstillstand wurde das Gehirn mit Sauerstoff unterversorgt, was in kürzester Zeit zu bleibenden Schäden und dann zum Tod führte.

»Ich bin Andrea Bergen, Notärztin«, stellte sie sich knapp der jungen Frau vor. »Ist er gestürzt?«

Die junge Frau nickte. »Ja, er ist von dem Sessel dort aufgestanden und dann umgekippt.«

»Wie lange ist das her?«

Ratlos sah die Frau von ihr zu Lore, die inzwischen die Vitalparameter des Mannes überprüfte, und wieder zurück. »Zwei Minuten ... oder drei? Ich weiß es nicht genau«, gestand sie mit zitternder Stimme.

»Es ist gut, dass Sie ihn in die stabile Seitenlage gebracht haben.« Andrea drehte sich mit fragendem Blick zu Lore um.

»Der Puls ist ein wenig schwach, aber er atmet. Wahrscheinlich nur ein Kreislaufkollaps durch Stress oder Flüssigkeitsmangel.«

Andrea nickte, froh darüber, dass ihre Kollegin und sie so ein eingespieltes Team waren.

»Je...Jenny?« Der dunkelhaarige Mann schlug die Augen auf und blinzelte Andrea verwirrt an.

»Ich bin hier, mein Schatz«, erwiderte die junge Frau. »Du bist kurz ohnmächtig geworden, deshalb sind hier zwei Ärztinnen bei uns.«

»Haben Sie Schmerzen?«, fragte Andrea. »Sie sind auf den Kopf gestürzt.«

»Ich weiß es nicht«, brachte er mit belegter Stimme hervor, »es geht mir aber gut. Ich bin nur ... ein bisschen erschöpft.«

»Sie sollten etwas trinken und noch einen Moment liegen bleiben. Stehen Sie erst auf, wenn Sie sich wirklich wieder gut fühlen. Und da Sie möglicherweise auf den Kopf gestürzt sind, sollten Sie zur Beobachtung besser für eine Nacht mit ins Krankenhaus kommen. Manchmal weisen Ohnmachtsanfälle auf eine unentdeckte Herzrhythmusstörung oder andere Erkrankungen hin. Sicher ist sicher.«

Doch bevor der junge Mann antworten konnte, mischte sich derjenige ein, der sie hergeführt und das Geschehen bisher schweigend beobachtet hatte.

»Entschuldigung, aber ich bin Hanno Körner, sein Manager. Nils, du gehst nirgendwohin. In zwei Tagen steht der nächste Auftritt an, so lange muss das noch warten. Wenn es also nur daran lag, dass du ein bisschen zu wenig getrunken hast, dann ...«

Weiter kam er nicht, denn Lore Keller warf ihm einen warnenden Blick zu. Andrea kannte diesen Blick gut und wusste, dass das nichts Gutes verhieß – zumindest nicht für diesen geifernden Hanno Körner, denn wenn es um das Wohl ihrer Patienten ging, kämpfte Lore wie eine Löwin.

»Moment mal, wer waren Sie noch gleich?« Die Ärztin fixierte den Mann mit strengem Blick.

»Ich bin Hanno Körner, der Manager von Nils Nolden.«

»Schön und gut.« Lore tastete über ihr T-Shirt, so als hätte sie vergessen, dass sie keinen Arztkittel trug, und als wollte sie Stift und Notizblock aus der Brusttasche ziehen. »Solange Sie allerdings nicht auch sein Arzt sind, schlage ich vor, Sie behalten Ihre gut gemeinten Ratschläge für sich.« Mit diesen knappen Worten wandte Lore sich wieder an Nils. »Und für Sie hoffe ich, dass Sie auf den Rat meiner Kollegin, die Notärztin ist, hören. Mit seiner Gesundheit sollte man nicht spielen, und wenn ein junger, gesunder Mann wie sie aus dem Nichts einfach umgekippt, ist das äußerst besorgniserregend. Bitte lassen Sie das ärztlich abklären.«

Es war nicht zu übersehen, dass der junge Mann mit sich rang. Schließlich ließ Nils den Kopf hängen. »Ich habe in der nächsten Zeit so viele Auftritte, ich kann es mir nicht leisten, länger auszufallen.«

Andrea half ihm, aufzustehen und sich wieder in den Sessel zu setzen. »Wenn Sie über Nacht dableiben, können wir schon einige Untersuchungen vornehmen. Das Elisabeth-Krankenhaus ist bestens ausgestattet. Es geht ja erst mal nur um eine Nacht. Und die können Sie doch sicher zum Wohle Ihrer Gesundheit erübrigen?« Sie bedachte Nils mit einem mütterlichen Blick, der ihr schon manches Mal bei besonders sturen Patienten geholfen hatte. »Am besten, Sie kommen jetzt gleich mit. Ich kann einen Rettungswagen rufen, aber wenn es Ihnen besser geht, dürfen Sie natürlich auch im privaten Pkw fahren.«

»Ich bringe dich, das ist gar kein Problem, schaltete sich die junge Frau mit den schulterlangen hellbraunen Haaren ein.

Andrea betrachtete sie jetzt genauer; irgendwie kam sie ihr bekannt vor. Da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen: Das war Jennifer Quast aus Ihrer Lieblingsbuchhandlung.

»Frau Quast!«, rief sie aus. »Entschuldigen Sie, ich war so in die Arbeit vertieft, dass ich Sie gar nicht erkannt habe.« Sie erinnerte sich daran, dass die junge Buchhändlerin ihr schon häufiger Kriminalromane für ihre Schwiegermutter empfohlen hatte. »Von dem letzten Krimi war Hilde wieder ganz begeistert, ich muss unbedingt bald noch einmal vorbeischauen.«

»Machen Sie das«, murmelte Jennifer und errötete sichtlich.

»Aber jetzt kümmern wir uns erst mal darum, dass Herr Nolden möglichst bald wieder auf die Beine kommt«, mischte Lore sich ein. »Ich rufe in der Klinik an und warne die Kollegen vor. Können Sie in einer halben Stunde dort sein?«

Andrea kannte diesen Tonfall ihrer Freundin gut und wusste, dass diese als Frage getarnten Worte in Wirklichkeit eine dringende Aufforderung waren.

***

Die weiß gestrichenen Zimmerwände kamen Nils erdrückend vor, obwohl sein Einzelzimmer recht geräumig und modern eingerichtet war. Er bildete sich ein, den Geruch von Desinfektionsmittel in der Luft ausmachen zu können und in der Ferne das Piepsen medizinischer Monitore zu vernehmen.

Es war leichter gewesen, das alles zu ertragen, solange Jennifer noch an seinem Bett gesessen hatte. Aber weil die Besuchszeit längst vorbei war, hatte die Stationsschwester, die sich als Marion vorgestellt hatte, sie schließlich gebeten, am nächsten Tag wiederzukommen.

Obwohl Jennifer wusste, was damals mit seinem Vater geschehen war, hatte sie keine Ahnung, wie sehr es Nils zusetzte, hier eingesperrt zu sein. Und das war auch besser so, denn er sprach nicht gern über seine Angst vor Arztpraxen und Krankenhäusern.