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Der Friedhof! Ein Ort der Ruhe? Weit gefehlt! Lesen sie, was sich die Bewohner der Ruhestätten zu erzählen haben. Welche Probleme sie wälzen und was für sie wichtig ist. Für den normal Sterblichen, wie für den Prominenten! Amüsantes und Nachdenkliches!
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Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Hans Werner Vogelwiesche
Ohlsdorfer Gespräche
Worüber das Jenseits spricht!
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
Kapitel 2
Impressum neobooks
„Hey Leute sacht ma, soll das hier das Happy End sein?“ „Das glaub ich nu nich! Das ist doch Leute verarschen! Da wurde doch nur Dünnschiss gefaselt! Diese geistigen Tiefflieger! Diese
Bastarde haben uns veräppelt. Und das seit 2000 Jahren. Das fass ich nich! Und ihr ward so doof und seid drauf reingefallen. Ich lach mich schlapp. Ha, ha, ha, ha, ich kann nich mehr!
Was kommt als nächstes? Der Hummel mit nem Wassereimer? Oder Henry Vahl mit der Kabel. Ich spinne doch nich etwa.
„Wo bleibt denn nu das Ambrosia. Oder wie das Zeug heißt. Ich kannte das unter Johnny Walker Black Label!“
„Nix is wahr. Alles nur erstunken und erlogen. Von vorne bis hinten getürkt der ganze Schiet!“
„Mann o Mann hab ich die Schnauze voll!“ „Alle auf den Scheiterhaufen!“
„Die Luft ist auch echt beschissen und das Licht ist ein einziges gefunzel!“
„Eine Unverschämtheit und dafür hab ich mein ganzes Leben Kirchensteuer bezahlt. Das kann ich nich fassen!“
„Das kann doch nich alles gewesen sein!“
„Wahrscheinlich isses die Hölle. Ja, das kann nur die Hölle sein. Da fehlt ja nur noch der Chef!“
„Kennt hier einer den Chef?“
„Hat scho ma einer inne Hölle gekackt?“
„Nich!“
„Dann wird’s aber Zeit!“
„Rüdiger.“, hörte man eine ruhige Stimme. „Mach doch endlich die Augen zu und schlafe. Jeden Abend das gleiche Theater.
Das hält ja kein Mensch aus!“
„Ok, ok! Ich mein ja nur!“
„Hat von euch jemand den Pizzaservice bestellt?“ Ein kollektives Nein folgte. „Dann war das doch wieder der Gärtner!“, sagte Emil.
„Der lebt aber auch nicht gerade gesund. Ich glaube, das ist schon die dritte Pizza diese Woche!“
„Wenn der das Laub rächt oder den Rasen mäht schnauft er wie ein Ochse vor dem Karren!“, kicherte Susanne.
„Du hast Vergleiche!“, meinte Linda.
„Na, aber es stimmt doch!“, bestätigte Susanne.
„Was interessiert euch das eigentlich?“, keifte Anne dazwischen.
„Seid doch froh, dass der Mann die Anlage so schön ordentlich hält. Sein Handwerk versteht er nämlich. Wenn wir Besuch bekommen, sind alle immer ganz begeistert und wir sind ganz stolz!“
„Ja, das stimmt schon. Trotzdem sieht es fürchterlich aus, wie seine Arbeitshose über der Wampe spannt!“, schickte Susanne hinterher.
„Wusstet ihr eigentlich, dass Witta Pohl auch hier ist?“, sagte Anne mit wichtiger Mine.
„Nein! Sag woher weißt du das?“, fragte Linda neugierig.
„Ich hatte es gehört, als sich zwei Arbeiter über sie
unterhielten. Sie hat ihren Platz wohl an der Mittelallee!“
„Da befindet sich so eine prominente Person in unserer Nähe
und wir erfahren nichts davon!“ echauffierte sich Linda.
„Steht da nicht auch der kleine Elefant neben der Bank?“,
erkundigte sich Emil.
„Keine Ahnung ich war in der Gegend noch nicht!“, sagte Linda etwas missmutig.
„Ach, als Mutter Drombusch ist sie doch unvergesslich!“ schwärmte Anne. „Mit dem Dicken. Wie heißt er noch?“
„Günther Strack!“, sagte Emil mehr als lässig.
„Da kommt der Gärtner wieder angewalzt!“, lästerte Susanne.
„Der hat doch tatsächlich Salamischeiben auf seinen Arbeitsklamotten hängen!“
„Pizza Salami!“, konstatierte Emil.
„He Leute, ich habe mitbekommen, dass er dem Pizzaboten nicht mal ein Trinkgeld gegeben hat!“, verkündete lauthals Fritz um sich sofort wieder zurück zu ziehen.
„Ein unmöglicher Geizknochen!“, wütete Susanne.
„Ach lass doch gut sein!“, sagte Linda. „das nächste mal bekommt er von uns etwas mehr Trinkgeld!“
Kannst du mir sagen, wann du das letzte mal eine Pizza bestellt hast?“, wollte Anne von Linda wissen.
Linda reagierte nicht. Sie blickte starr an die Decke und
verhielt sich ruhig.
„Wir sollten Frau Pohl einen Besuch abstatten und uns für die
Jahrelange, gute Unterhaltung bedanken!“, meinte Emil.
„Sollen wir alle auf einmal gehen oder nacheinander?“, fragte Susanne betont doof wirkend.
„Ist ja schon gut!“, kam es im Chor von den anderen.
Eine ganze Weile sagte keiner ein Wort. Alles war ruhig. Nur
der schwere Gang des Gärtners war zu hören und vor allen Dingen zu spüren.
„Trampeltier!“, sagte Linda.
„Hat noch jemand einen absurden Vorschlag zu machen?“ ,wollte Susanne wissen.
„
