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Kochen soll Vergnügen bereiten, die Kreativität anregen und letztendlich gut schmecken. Dieses kleine unterhaltsame Buch beinhaltet drei Themen, die alle irgendwie miteinander verwandt sind. Beeren, Früchte und Kräuter, meistens in der freien Natur geerntet, sind die Grundlage für meine Marmeladen, Chutneys und Pestos. Von Frühjahr bis Herbst kann in der Natur geerntete werden: Im Frühling sind es die Wildkräuter, Bärlauch und Erdbeeren. Im Sommer locken Kirschen, Mirabellen, Holunder, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Pflaumen und im Herbst werden Eberesche, Hagebutte und Schlehe geerntet. Gehen Sie mit offenen Augen durch Wald und Feld. Sie werden erstaunt sein, wie viel man in der Natur sammeln und daraus zubereiten kann. Verfeinet mit raffinierten Gewürzen kommt der Genuss auf den Tisch. Dieses Buch beginnt mit "Wissenswertes über Wildfrüchte, Obst, Kräuter und Gewürze". Kleine Gedichtchen und mystische Episoden ergänzen in unterhaltsamer Weise dieses Kochbuch. Selbstverständlich wird die Grundlage der Zubereitung von Marmelade, Gelee und Mus, Chutneys und Pesto ausführlich beschrieben, so dass die Zubereitung der liebevoll zusammengestellten Rezepte keine Schwierigkeiten bereitet. Ich freue mich, dass Sie den Spaziergang durch die Natur mit mir wagen und feine Köstlichkeiten zaubern.
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Seitenzahl: 68
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Sylvia Riemer
Sylvie kocht ......
Marmelade, Chutney, Pesto
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Meine Lieblingsmarmelade
Mein Lieblings-Chutney
Mein Lieblings-Pesto
Wissenswertes über Wildfrüchte, Obst und Gemüse
Wissenswertes über Gewürze
Wissenswertes über Gewürze
Marmeladen, Konfitüren, Gelees, Mus
Duftrosen-Gelee
Ebereschen-Marmelade
Hagebutten-Marmelade
Holunder-Brombeere-Chassis-Marmelade
Holunder-Schokoladen-Chili-Marmelade
Holunderblütengelee
Holunder-Kirsch-Marmelade
Rote Holunder-Marmelade gemixt mit Johannisbeeren und frischer Minze
Johannisbeer-Marmelade
Kirsch-Marmelade
Mirabellen-Marmelade
Omas Zwetschenmus
Schlehen-Brombeer-Marmelade
Schlehen-Marmelade
Schlehen-Marmelade die würzige
Chutneys
Apfel-Zwiebel-Chutney
Aprikosen-Chutney
Birnen-Chutney
Brombeer-Chutney
Ebereschen-Chutney
Himbeer-Chutney
Holunder-Chutney
Holunder-Cranberrie-Kirsch-Chutney
Mango-Chutney
Melonen-Chutney
Orangen-Chutney
Paprika-Tomaten-Chutney
Pflaumen-Chutney
Weintrauben-Chutney
Pesto’s
Bärlauch-Pesto der besonderen Art
Bärlauch-Kürbiskern-Pesto
Brombeerblätter-Pesto
Estragon-Salbei-Pesto
Grüne Soße Pesto
Minze-Zitronenmelisse-Pesto
Tomatenpesto
Wildkräuterpesto
Impressum neobooks
Mispel-Marmelade
Mispeln
Die Früchte sind unbehandelt nicht gerade wohlschmeckend, aber wenn man bis nach dem Frost mit der Ernte wartet, die Früchte einige Wochen lagern lässt und sie dann zu Marmelade verkocht oder Getränke damit zubereitet, entfaltet die Mispel ihre wahren Fähigkeiten. Der Genuss der Mispel fördert die Verdauung und lindert Entzündungen des Darms. Auch Arteriosklerose kann mit Mispelfrüchten behandelt werden.
Zutaten:
1 kg Mispeln - ich kaufe sie beim türkischen Gemüsehändler
500 gr. Gelierzucker 2:1
1 Vanillestange
1 Zimtstange
1 Sternanis
Zitronenschalenabrieb
Vorbereitung:
-Früchte vierteln, entkernen und die Haut abziehen
-Früchte in kleine Stückchen schneiden
-Vanilleschote auskratzen, Schale mitkochen lassen
-Gläser heiß ausspülen
Zubereitung:
-Früchte mit dem Gelierzucker mischen
-Vanilleschote, Zimt, Sternanis und Zitronenschalenabrieb (ca. 1/4 Zitrone) dazugeben
-Alles aufkochen und köcheln lassen
-Nach 4 min. die Gewürze entnehmen (Vanilleschotenschale, Zimtstange, Sternanis) und die Früchte passieren
-Noch einmal kurz aufkochen lassen und in heiß ausgespülte Gläser abfüllen
Holunder-Chutney
Holunderbeeren
Holunder- oder Fliederbeeren sind in ganz Europa heimisch. Die weiß blühenden Büsche wachsen an Waldrändern, Mauern und Zäunen. Die glänzend schwarzen Beeren, die an Dolden wachsen, lassen sich auf verschiedene Arten zubereiten, als Suppe, Saft, Gelee, Mus oder Chutney. Holunder ist reich an Vitaminen A, B und C.
Erntezeit August/September
Zutaten:
250 gr. Holunderbeeren
50 gr. Cranberries getrocknet, gehackt
75 gr. Aprikosen getrocknet, gehackt
75 gr. Datteln entsteint, gehackt
3 Scheiben Ingwer gehackt
1 Zwiebel gehackt
1/2 TL Zimt
1/2 TL Nelken Pulver
1/2 TL Piment-Pulver
1/4 TL Paprika Pulver scharf
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
Vorbereitung:
-Holunderbeeren putzen
-Cranberries hacken
-Aprikosen hacken
-Datteln entsteinen und hacken
-Ingwer hacken
-Zwiebel würfeln
Zubereitung:
-Alle Zutaten mischen und bei kleiner Hitze 1 Std. köcheln lassen
-Schraubgläser heiß ausspülen
-Die heiße Chutney-Masse in Gläser einfüllen und die verschraubten Gläser auf den Kopf stellen und etwas abkühlen lassen
Was passt dazu?
Dieses Chutney schmeckt köstlich zu Kassler, Wild, Lamm, Ente, Strauß und Rind
Grüne Soße Pesto
Was ist grüne Soße? – Hier ein kleines hessisches Gedicht, um die Hessen und ihre grüne Soße besser zu verstehen. In Ableitung daraus habe ich dieses Pesto kreiert – wie gesagt: ein Gedicht.
Warum ich dies in Vers’bericht? Gün’Soß- die is doch e Gedicht!
Man hört von allerlei Bekannte bestimmt auch allerlei Variante.
Wobei ich awwer gleich erläuter:
Mehr brauch zu Grün’Soß siwwe Kräuter.
Schnittlauch, Sauerampfer, Kresse, Petersilie net vergesse, Borasch, Kerbel, Pimpernelle
Des wärn glaab ich siwwe, gelle?
Wichtig is vor alle Dinge das Ganze klaagehackt zu bringe, gut zu mische-weis nur stimmt wenn die Mischung richtig kimmt.
Die Geschmackskomposition is e ganz alt Tradition.
Die Mischung war der erste Clou – es gehört noch mehr dazu!
-des Gelb von hartgekochte Eier streicht mer dorchs Sieb, verrührs mit Essig, Öl un Salz, em bissi Zucker ebenfalls.
Des Eiweiß hackt mer aach noch fei n gibt des in die Schissel rei.
Jetzt Kräuter, Soß, gehacktes Ei, verrührt zu eme dünne Brei.
Des is a Söß’che, was entzickt. Ganz Frankfort is dadruff verrickt!
Die Grün‘ Soß kimmt dann uff de Tisch zu Ochsefleisch, Kartoffel, Fisch.
Wer aamol hier Grün‘ Soß duht esse werd unser Frankfort nie vergesse.
Zutaten:
1 Päckchen grüne Soße oder die Kräuter einzeln kaufen. Die grüne Soße besteht aus:
Schnittlauch
Petersilie
Kresse
Kerbel
Sauerampfer
Pimpinelle
Borretsch
Sonnenblumenöl
Haselnüsse
1 EL Zitronenschalen Abrieb
Pfeffer
¼ TL Paprika scharf
Vorbereitung:
-Haselnüsse in einer Pfanne ohne Öl goldgelb rösten und mörsern
-Kräuter abspülen und putzen
Zubereitung:
-Kräuter in eine Küchenmaschine füllen und grob hacken
-Haselnüsse, Zitronenabrieb, Salz, Pfeffer und Paprika dazugeben und alles noch einmal in der Küchenmaschine mischen
Was passt dazu?
Dieses Pesto schmeckt wunderbar zu Eiern, Fleisch (z.B. gekochtes Rindfleisch) und Fisch. Auch im Salatdressing an frischem zarten Frühlingssalat ein Genuss.
Äpfel sind so alt wie die Menschheit und seit dem Sündenfall von Adam und Eva spielen sie eine recht zwielichtige Rolle in alten Mythologien. In der nordischen Mythologie waren sie Symbol des Lebens und ewiger Jugend. Der Apfel des Paris verursachte den trojanischen Krieg. Schneewittchen erstickte an einem Apfelstück und wer kennt nicht Wilhelm Tells berühmten Apfelschuss. Als „Reichsapfel“ war er Symbol kaiserlicher Herrschaft. Der Apfel enthält reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Er ist ein gutes Hausmittel gegen Karies, gerieben hilft er wirksam gegen Durchfall.
Der Aprikosenbaum ist von den Göttern gesegnet, er ist der Baum der Gesundheit. Die süß-säuerlichen Aprikosen sind etwas kleiner als Pfirsiche, rundlich bis länglich-oval mit glatter Schale oder samtig behaart. Schale und Fruchtfleisch sind kräftig gelb bis orange-gelb. Sie ist reich an Vitamin A und C. Man kann sie Rheumakranken als Kompott verabreichen und in frischem Zustand als Abführmittel verwenden.
Die Aprikose als Schönheitsmittel für die Haut: 1 Liter Aprikosensaft in die volle Badewanne gießen.
Ein großer arabischer Chirurg verwendete Aprikosen gegen Ohrenschmerzen und Hämorrhoiden.
Die Birne zählt zu den Rosengewächsen. Die prähistorische Bevölkerung sowie die Griechen und Römer kannten die Birne. Die Birne diente als Nachspeise, war aber auch wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Birnenmost und Birnenschnaps. Die Birne ist reich an Vitaminen, ihr Zucker bildet für Diabetiker nur eine geringe Gefahr. Ebenfalls verwendbar sind die Rinde, junge Zweige, die Knospen, Blätter und die Blüten des Birnbaumes. Die Pflanzenteile sind harntreibend, ein wenig abführend, beruhigend, senken leichtes Fieber und hohen Blutdruck. Blätter und Blüten helfen bei Harnverhalt und Blasensteinen.
Die Birne hat viele Verwendungsmöglichkeiten: roh gegessen, gekocht, Birnenkuchen, Birnenkompott, Birnen-Chutney. Alle anderen Teile müssen im Frühling gesammelt werden, wenn der Saft steigt und kurz bevor die Blüten aufblühen. Diese gesammelten Teile legt man zum Trocknen in den Schatten und kann sie für einen Aufguss oder Absud oder Hand- und Fußbäder verwenden.
Die Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Der stachelige Brombeerstrauch bietet kleinen Vögeln und Kaninchen, die vom Raubwild gehetzt werden, eine sichere Zuflucht. Unter dem Schutz des Brombeerstrauches wachsen kleine Bäume heran, ohne Pflanzenfressern zum Opfer zu fallen. Sobald sich die Bäumchen entwickelt haben, überlässt der Brombeerstrauch ihnen den Platz und siedelt sich woanders an. Er vermehrt sich durch Senker, das bedeutet, ein Zweig neigt sich herab, schlägt Wurzeln und daraus wächst ein neuer Brombeerstrauch.
Brombeeren wachsen in Wäldern, Waldlichtungen, Gebüschen an Wald und Feldrändern und Gärten. Sie werden gerne frisch gegessen, als Kuchenbelag und zu Marmelade, Gelee, Sorbet, Saft, Wein und Likör verarbeitet. Die frischen Früchte können außerdem durch Tiefkühlen konserviert werden. Wegen des angenehmen Geschmacks sind Brombeerblätter in vielen Tees enthalten. Die Früchte reifen zwischen August und Oktober. Brombeeren wirken gegen Verstopfung, fördern die Verdauung, bekämpfen Mund- und Halsentzündungen. Grüne Früchte helfen gegen Durchfall. Auch die Blätter, junge Triebe, Blüten und Wurzeln werden als Heilmittel eingesetzt. Im Mittelalter setzte die heilige Hildegard Brombeeren und Brombeerblätter für Husten, Halsschmerzen, Fieber, Migräne und Zahnschmerzen ein.
Chilis sind kleine, superscharfe Paprikas, die gerne in der südländischen Küche verwendet werden, um den Mahlzeiten die erwünschte Schärfe zu geben.
Diese Schärfe tropischer Gerichte hat auch wichtige medizinische Aspekte, denn dadurch werden Krankheitserreger abgetötet, die Verdauung gestärkt und der Stoffwechsel angeregt.
Äußerlich angewandt steigert Chili die Durchblutung und kann schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparates lindern.
Die Cranberrie ist eine Verwandte der Preiselbeere. Schon die amerikanischen Ureinwohner wussten, wie förderlich für die Gesundheit die Cranberries sind.
Roh schmecken die Cranberries sehr sauer, aber getrocknet oder gekocht ist die Cranberrie eine wohlschmeckende Frucht.
Ihre Heilwirkung ist enorm, denn sie soll nicht nur die Harnorgane günstig beeinflussen, sondern sogar den Alterungsprozess verlangsamen. Sie wirkt gegen Appetitlosigkeit, Durchfall, Fieber, Gicht, Nierenbeckenentzündung, Rheuma, Frühjahrsmüdigkeit, Magengeschwüre, Zwölffingerdarmgeschwüre Arteriosklerose, Angina pectoris und ist ein Anti-Aging-Mittel.
