Taekwondo - Clint Sharp - E-Book

Taekwondo E-Book

Clint Sharp

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Beschreibung

Meistern Sie die Kunst des Taekwondo und profitieren Sie von den positiven Veränderungen, die Sie dadurch erzielen können!  Fangen Sie gerade erst mit dem Taekwondo an? Wissen Sie nicht, wo Sie anfangen sollen? Möchten Sie sich verbessern und die wichtigsten Bewegungen, Techniken und Grundsätze des Sports beherrschen lernen? Suchen Sie nach einer Möglichkeit, Ihr Leben durch eine Verbesserung Ihrer körperlichen Kampfkunstfähigkeiten zu verändern? Dann sind Sie hier genau richtig! Dieses Handbuch führt Sie an alles Wesentliche, was Sie über den Ursprung des Sports und dessen Grundprinzipien wissen müssen, heran und behandelt Themen, die alles von den alten Techniken aus dem Koreakrieg bis hin zu den moderneren Varianten des Taekwondo abdecken. In diesem Buch erfahren Sie alles über die Grundlagen des Sports und bilden sich dadurch eine solide Basis für Ihr Training. Gleichzeitig verbessern Sie so Ihre Leistungen und beschleunigen Ihre Lernerfolge. Mithilfe dieses Buchs lernen Sie: - die Grundlagen der koreanischen Kampfsportart zu beherrschen.  - das Taekwondo Gurtsystem kennen und erfahren, was Sie bei der Bewertung erwartet.  - die grundlegenden Bewegungen im Taekwondo zu meistern.  - wie Sie die Verbindung zwischen Meditation und Taekwondo meistern können.  - die verschiedenen Dehnübungen kennen, die Ihnen bei Ihrem Training helfen werden.  - die 24 wesentlichen Muster des Taekwondo zu beherrschen.  - die fünf Lehren des Taekwondo zu verinnerlichen.  - die verschiedenen Hand- und Fußtechniken im Taekwondo einzusetzen.  - die Kunst der Selbstverteidigung und des Durchbrechens von Angriffen zu meistern.  - Und vieles mehr!   Ganz gleich, ob Sie gerade erst mit diesem Sport anfangen oder ob Sie erst seit kurzem trainieren und noch immer Hilfe bei der Beherrschung der Grundlagen benötigen, werden Sie den Wert dieses leicht zu lesenden und umfassenden Handbuchs schnell schätzen lernen.   Klicken Sie also auf "In den Einkaufswagen" und entdecken Sie eine Art der Kampfkunst, die Ihr Leben für immer verändern wird! 

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Seitenzahl: 155

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Taekwondo

Ein umfassendes Handbuch zu den Techniken, Grundlagen und Prinzipien des Taekwondo für Anfänger, die diese Kampfkunst meistern möchten

Inhaltsverzeichnis

Titelseite

Taekwondo: Ein umfassendes Handbuch zu den Techniken, Grundlagen und Prinzipien des Taekwondo für Anfänger, die diese Kampfkunst meistern möchten

Kapitel 1: Eine kurze Geschichte des Taekwondo

Kapitel 2: Die ursprünglichen Meister des Taekwondo

Kapitel 3: Graduierung und das Taekwondo Gurtsystem

Kapitel 4: Grundlegende Bewegungen im Taekwondo

Kapitel 5: Meditation und Taekwondo

Kapitel 6: Die 24 Hauptmuster im Taekwondo

Kapitel 7: Die fünf Lehren des Taekwondo

Kapitel 8: Taekwondo Handbewegungen

Kapitel 9: Taekwondo Fußbewegungen

Kapitel 10: Selbstverteidigung im Taekwondo

Kapitel 11: Die Kunst des Angriffsdurchbrechens im Taekwondo

Kapitel 12: Dehnung und Trainingsroutinen

Kapitel 13: Die Taekwondo Gewohnheiten: Training, Disziplin und Einstellung

Fazit

Referenzen

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​Einleitung

Wie bei jeder anderen Sportart können die ersten Trainingseinheiten im Taekwondo für Anfänger entmutigend sein. Obwohl Taekwondo einige Ähnlichkeiten mit anderen Kampfsportarten aufweist, ist es in vielerlei Hinsicht bemerkenswert anders. Deshalb müssen Sie zunächst die Grundlagen kennenlernen, um sich so eine solide Basis für Ihr Training zu schaffen.

Die Geschichte der Kampfsportart Taekwondo erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte hinweg. Die frühen Vorläufer des Sports reichen über 2000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Taekwondo heißt übersetzt so viel wie „der Weg der Faust und des Fußes“ und ähnelt in diesem Sinne vielen anderen antiken Kampfkünsten, die schließlich in den 1940er und 1950er Jahren vereinheitlicht wurden.

Taekwondo ist eine Kontaktkampfsportart, aber kein unstrukturierter Freizeitsport. Es gibt klare Regeln und spezifische Techniken, an die man sich halten muss. Über die körperliche Komponente hinaus gibt es einzigartige Prinzipien und Grundsätze, die ebenfalls gelernt werden müssen. Taekwondo lehrt die Kämpfer des Weiteren eine verbesserte Disziplin und legt den Schwerpunkt sowohl auf die Entwicklung des Geistes als auch auf die Kräftigung des Körpers.

Taekwondo ist für jeden geeignet und bietet Ihnen eine großartige Möglichkeit, um zu häufiger zu trainieren, Ihre Kraft zu steigern, ausgezeichnete Führungsqualitäten zu entwickeln und Ihre Kampffähigkeiten zu verbessern. Möchten Sie mit dem Taekwondo Training anfangen und alle seine Vorteile genießen können? Dann lesen Sie weiter und lernen Sie die Grundlagen, Lehren und Techniken dieser alten Kampfkunst besser kennen.

​Kapitel 1: Eine kurze Geschichte des Taekwondo

Das Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart, die sich durch schnelle und kraftvolle Fußtritte auszeichnet. Der Name der Kunst bedeutet übersetzt so viel wie „der Weg des Fußes und der Faust“. Heutzutage ist das Taekwondo eine der bekanntesten Kampfsportarten und einer der am einfachsten zu erlernenden Kampfstile für Menschen jeden Alters weltweit.

Obwohl die ursprünglichen Formen der Kampfkünste, aus denen Taekwondo hervorgegangen ist, weit in die Vergangenheit zurückreichen, hat es in seiner heutigen Form lediglich eine sehr kurze Geschichte. Im Vergleich zu anderen asiatischen Kampfsportarten, wie beispielsweise Karate, ist es aber noch sehr jung.

Die Entwicklung des Taekwondo, wie wir es heute kennen, begann in den 1940er Jahren. Diese Form des Sportes entstand durch die gemeinsamen Bemühungen verschiedener Kampfsportler. Sie entstand aus einer Kombination aus älteren Stilen wie beispielsweise den chinesischen Kampfkünsten. Auch koreanische Kampfkünste wie etwa Taekkyeon, das sich auf dynamische Fußarbeit und Schläge konzentriert, Subak, dem Kampfkunstvorläufer von Taekkyeon, und Gwonbeop, die koreanische Version der chinesischen Kampfkünste hatten einen Einfluss.

​Alte Geschichte

Wie bereits erwähnt, hat Taekwondo, auch wenn es noch relativ jung ist, seine Wurzeln in den alten koreanischen Kampfkunstformen. Daher ist es unmöglich, über die Geschichte des Taekwondo zu sprechen, ohne kurz zu erläutern, wie diese älteren Kampfsportarten entstanden sind.

Der alten koreanischen Mythologie zufolge wurde die koreanische Nation 2333 v. Chr. von den Tangun oder Dangun (Gottkönigen) gegründet. Es gibt jedoch keine Aufzeichnungen über Kampfsportarten aus dieser Zeit. Die erste Erwähnung von Kampfkünsten ist mit der Ära der Drei Reiche verbunden. Unsere Taekwondo Geschichte beginnt daher mit der Gründung dieser drei Königreiche: Silla, Goguryeo und Baekje, im Jahr 57 v. Chr., 37 v. Chr. und. 18 v. Chr.

Während der Ära der Drei Reiche bat das Königreich Silla, das das kleinste der drei Reiche war, Baekje um Hilfe, um sich gegen Goguryeo und die Piraten zu verteidigen, die es terrorisierten. Das Baekje-Königreich verfügte über einen grundlegenden Kampfkunststil, den es den Silla-Soldaten beibrachte, um ihnen bei der Verteidigung ihres Königreichs zu helfen.

Chin Heung, der 24. König von Silla, steigerte die Popularität dieser Kampfkunst, indem er sie in das grundlegende militärische Trainingsprogramm mit einbezog. Er gründete eine Gruppe junger Kämpfer, die in diesen Kampfkünsten ausgebildet werden sollten. Diese Gruppe wurde unter dem Namen Hwa Rang Do, was übersetzt „Blühende Jugend“ bedeutet, bekannt.

Der Subak, die von dieser Gruppe von Soldaten praktizierte Kampfkunst, war einer der frühen Vorläufer des Taekwondo. Neben dem physischen Kampf lernten die Krieger auch den Umgang mit Waffen wie Schwertern, Bögen und Speeren. Die Subak-Praxis umfasste außerdem auch Lektionen in ethischen Regeln, die den Lehren der buddhistischen Mönche entsprachen. Dazu gehörten Selbstlosigkeit und die Hingabe, dem Königreich und seinem Volk zu dienen und einen vorbildlichen Lebensstil zu führen. Diese Prinzipien ähneln vielen der Lehren des Taekwondo, die auch heute noch verbreitet werden.

Die Truppen von Hwa Rang Do waren sehr erfolgreich bei ihren militärischen Eroberungen, und mit ihrer Hilfe besiegte das Königreich Silla seine Feinde. Dieser Sieg führte außerdem auch zur Vereinigung der drei getrennten Königreiche zu einem einzigen Königreich auf der koreanischen Halbinsel.

Im Jahr 936 n. Chr. gründete Wang Kon das Königreich Koryo, und der Subak (Handkampf) wurde zum dominanten Kampfstil. Er wurde nicht nur für den militärischen Kampf eingesetzt, sondern auch zur Selbstverteidigung und als Übungsform praktiziert.

Da die Kampfkunst schnell zu einem beliebten Zeitvertreib des Volkes wurde, genossen Männer, die die Kunst des Subak ausübten, weithin großen Respekt. Sie war bei den Bürgern der Koryo-Dynastie sehr beliebt, ähnlich wie American Football heute in den Vereinigten Staaten bekannt ist.

In dieser Zeit wurde Subak für mehr als nur zum militärischen Kampftraining eingesetzt. Auch dem einfachen Volk wurde dieser Kampfstil beigebracht, was seine Popularität weiter steigerte.

In den 1300er Jahren entwickelte sich aus dem Subak-Kampfkunststil das Taekkyeon, ein Kampfstil, bei dem gezielte Tritte im Vordergrund standen. Auch die Geschichte des Namens „Taekwondo“ ist mit der Kampfform Taekkyeon verbunden.

Während der Joseon-Dynastie (Yi-Dynastie), die von 1392 bis 1910 andauerte, wechselte das Militär des Landes seine philosophischen Ideale und ging vom Buddhismus zum Konfuzianismus über. Dadurch verloren Subak und Teakkyeon bei den Eliten und der herrschenden Klasse an Beliebtheit; beide wurden eine Zeit lang nur noch von den einfachen Leuten praktiziert.

​Japanische Besetzung

Die Japaner marschierten im Jahr 1909 in Korea ein und besetzten das Land bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945. Während dieser Zeit wurden alle Elemente der koreanischen Kultur unterdrückt und die japanische Regierung verbot alles, was mit dem koreanischen Erbe und seinen Kampfkunstformen verbunden war, einschließlich von Teakkyeon und Subak.

Während dieser Zeit wurden die japanischen und chinesischen Kampfkünste anstelle der traditionellen koreanischen Kampfkünste gelehrt. Infolge dieser Unterdrückung mussten viele Taekkyeon- und Subak-Meister untertauchen oder in andere Länder fliehen, um ihre Fähigkeiten weiter zu lehren und zu praktizieren.

​Modernes Taekwondo

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Die Ära des modernen Taekwondo begann nach dem Zweiten Weltkrieg, der die Befreiung der koreanischen Halbinsel zur Folge hatte. Die Koreaner waren nun erneut in der Lage, ihre traditionellen Kampfkünste zu praktizieren.

Nach 1945 wurden in Seoul, in Südkorea, mehrere neue Kampfkunstschulen eröffnet, um die alten Kampfstile Subak und Taekkyeon wiederzubeleben und zu unterrichten. All diese Kampfsportschulen behaupteten, „echte“ oder „traditionelle“ koreanische Kampfkunstmethoden unterrichten zu können. Diese Künste waren nicht nur vielfältig, sondern enthielten auch Elemente dessen, was sie während der japanischen Besatzung gelernt hatten, darunter unter anderem Kung Fu und Karatetechniken.

In den 1960er Jahren gab es neun namhafte Kampfkunstschulen (auch Kwans genannt), die jeweils einen etwas anderen Kampfstil praktizierten. Aber sie alle hatten einige Ähnlichkeiten mit den alten Künsten Subak und Taekkyeon.

Obwohl sich alle Stile in ihren Herangehensweisen unterscheiden und Merkmale ausländischer Kampfkünste enthalten, werden die vielen Arten von Kampfkunststilen, die in den Kwans praktiziert werden, manchmal mit dem Begriff „traditionelles Taekwondo“ beschrieben. Zu dieser Zeit entschied sich das südkoreanische Militär dazu, das traditionelle Taekkyeon zur offiziellen unbewaffneten Kampfkunstart des Landes zu ernennen, was seine Popularität stark erhöhte. Im Jahr 1952 fand der südkoreanische Präsident Syngman Rhee eine Taekkyeon-Demonstration des Militärs so beeindruckend, dass er diesen Kampfstil bei der Ausbildung aller Soldaten des Landes zur Pflicht machte. General Choi Hung-hi, damals Hauptmann, wurde mit der Aufgabe betraut, ein standardisiertes Trainingsprogramm zu entwickeln, das die alten Künste Subak und Taekkyeon zu ihren Wurzeln zurückführen sollte. Das bedeutete, dass die neun verschiedenen Kwans vereint werden konnten und ihre verschiedenen Techniken von allen Kung-Fu- und Karate-Einflüssen befreit wurden.

Die Meister der verschiedenen Kwans arbeiteten anschließend bis in das Jahr 1955 zusammen, um eine einzige gemeinsame koreanische Kampfkunststrategie zu entwickeln. Tae Soo Do war der ursprüngliche Name des neu gegründeten Stils - von dem koreanischen Wort Tae für „stampfen oder trampeln“, Soo für „Hand“ und Do für „Weg“ oder „Disziplin“.

General Choi Hong Hi schlug später vor, das Wort „Soo“ durch „Kwon“ zu ersetzen, was „Faust“ bedeutet. Damit war der Name Taekwondo geboren. Dieser einheitliche Name und die neu eingeführten Stile wurden von den verschiedenen Kwans, die diese Kunst lehrten, übernommen.

​Die Taekwondo Verbände

Einige Jahre später, im September 1961, wurde im Rahmen der Bemühungen, die Aktivitäten der verschiedenen Kwans weiter zu vereinheitlichen, offiziell die Koreanische Taekwondo Association gegründet. Die KTA wurde der Taekwondo Hauptverband für das ganze Land und wurde von keinem Geringeren als General Choi geleitet.

Taekwondo entwickelte sich durch den Einfluss des Generals auf entscheidende Art weiter. Meister der Kampfkunst wurden an eine Reihe von Orten auf der ganzen Welt geschickt, um die Lehren des Taekwondo zu verbreiten und das Ansehen des Landes auf diese Art zu fördern. Er legte außerdem den Grundstein für die Gründung einer neuen internationalen Organisation, der International Taekwondo Federation, die ihren Sitz in Südkorea haben sollte.

Als Leiter der KTA spielte General Choi bei der Entwicklung und Popularität des Kampfstils eine wichtige Rolle. Doch seine ehrgeizigen Bemühungen, das Taekwondo zu verbreiten, brachten ihn schließlich in Ungnade bei der koreanischen Bevölkerung und Regierung. Im Jahr 1966 schickte er eine Delegation von Taekwondo Lehrern in diplomatischer Mission nach Nordkorea. Das kam bei der südkoreanischen Regierung nicht gut an, da sich die beiden Länder derzeit im Krieg befanden; General Choi wurde daraufhin von seinem Posten enthoben.

Wütend verließ General Choi das Land und zog nach Toronto, Kanada. Von dort aus gründete er die International Taekwondo Federation und distanzierte sich 1972 von der KTA. Die International Taekwondo Federation konzentriert sich mehr auf den traditionellen Taekwondostil, der von General Choi weiterhin entwickelt und verfeinert wurde.

Die südkoreanische Regierung gründete ein Jahr nach der Gründung der ITF eine neue nationale Akademie für den Taekwondo Unterricht. Diese Akademie trug den Namen Kukkiwon. Auch die World Taekwondo Federation während dieser Zeit des Umbruchs gegründet. Zweck der WTF war es, Taekwondo auf internationaler Ebene zu fördern.

Der Stil und die Regeln des Taekwondo, die von der WTF übernommen wurden, sind als Kukkiwon-Stil oder WTF-Stil bekannt. Diese Version des Sportes entspricht dem olympischen Stil und ist mit dem Kampfstil internationaler Wettkämpfe identisch. Die Bemühungen der WTF führten dazu, dass Taekwondo als internationale Sportart anerkannt wurde. Derzeit ist Taekwondo neben Judo eine von nur zwei asiatischen Kampfsportarten, die bei den Olympischen Spielen vertreten sind. Im Jahr 2010 wurde es auch bei den Commonwealth Games als Sportart anerkannt.

​Taekwondo in Amerika

Jhoon Goo Rhee gründete im Jahr 1962 die erste Taekwondo Schule in Amerika, in Washington DC. Rhee wird oft als der Vater des amerikanischen Taekwondo bezeichnet, aber vor seiner Ankunft gab es bereits andere Meister des Sports im Land. Die ersten Taekwondo Meister kamen in den 1960er Jahren aus Korea in die Vereinigten Staaten, um die Kunst zu lehren. Sie traten dabei als Vertreter der damaligen KTA auf. Im Jahr 1963 wurde in den Vereinigten Staaten eine Taekwondo Demonstration durchgeführt, die allgemein positiv aufgenommen wurde und zur Gründung der Taekwondo Federation der Vereinigten Staaten unter der Aufsicht der Amateur Athletischen Union und der Taekwondo Union der Vereinigten Staaten führte. Die World Taekwondo Federation erkannte die Taekwondo Union der Vereinigten Staaten im Jahr 1984 als regulierende Organisation für Wettkämpfe in den Vereinigten Staaten an. Das Olympische Komitee der Vereinigten Staaten übernahm die Union 2004 aufgrund eines internen Problems, und der Sport wurde im folgenden Jahr mit dem Titel „USA Taekwondo“ umbenannt. Haeng Un Lee gründete 1969 die American Taekwondo Association, nachdem er 1968 General Choi getroffen hatte, um von ihm das traditionelle Taekwondo zu erlernen. Die Organisation hat ihren Sitz in Little Rock, in Arkansas, und besitzt über 350.000 Mitglieder, die den Sport regelmäßig betreiben. Der Songaham-Stil des Taekwondo ist derjenige, der von der ATA verwendet wird (er ist auch unter dem Namen „Pine Tree“ (Kiefernbaum) oder „Rock-Stil“ (Steinstil) bekannt). Bei diesem Ansatz werden die Schüler als Kiefernbaum bezeichnet, der von einem schwachen kleinen Schössling zu einem großen, prächtigen Baum mit felsenfesten Wurzeln heranwächst. Die ATA hat sehr strenge Anforderungen, und die Schulen, die Mitglied sind, sind verpflichtet, sich an das Geschäftsmodell der Vereinigung zu halten.  Die ATA wird wie ein Unternehmen geführt, mit einem CEO (der einen schwarzen Gürtel 9. Grades haben muss) und einem Vorstand von Entscheidungsträgern. 

WTF und Olympische Geschichte

Die World Taekwondo Federation ist seit 1973 mit verschiedenen Taekwondo Schulen in über 160 Ländern verbunden. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Kukkiwon, Seoul, Südkorea. Seit 1980 hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Organisation als offiziellen Hauptverband des Sports anerkannt. Nach Angaben auf der offiziellen Website der Organisation gibt es derzeit mehr als 5 Millionen WTF-zertifizierte Kämpfer, die im Besitz eines schwarzen Gürtels sind. Taekwondo debütierte bei den Olympischen Spielen von 1988 als Demonstrationssportart und erfreute sich 1992 erneut großer Beliebtheit. Bei den Olympischen Spielen im Jahre 2000 in Sydney, in Australien, wurde Taekwondo daraufhin offiziell als olympische Sportart anerkannt.

Die WTF-Praktiken und -Trainingsmethoden tendieren eher zu einer sportlichen Form des Taekwondo als die ITF-Stile, die sich mehr auf das traditionelle Taekwondo konzentrieren. Viele Meisterlehrer behaupten jedoch, dass bestimmte traditionelle Taekwondo Aspekte auch in den WTF-Trainingsprogrammen weiterhin vorhanden sind. Die World Taekwondo Federation sanktioniert und fördert internationale, nationale, regionale und lokale Taekwondo Turniere. Die WTF fördert den Sport auch in lokalen Gemeinschaften durch akademische Einrichtungen (derartige Institutionen werden auch Dojangs genannt), die Erwachsene und Kinder in den Kampfkünsten unterrichten, um so ihre Fitness und körperliche Gesundheit zu verbessern. Ihre Lehrmethoden sind mit den Hwa Rang Do Lehren vergleichbar, die Subak unter dem einfachen Volk verbreiteten.

​Kapitel 2: Die ursprünglichen Meister des Taekwondo

Die Pioniermeister des Taekwondo sind eine Gruppe von 12 südkoreanischen Kampfkunstlehrern. Diese Gruppe gründete in den 1960er Jahren die Korea Taekwondo Association (KTA) und ihre Mitglieder hatten auch in der Internationalen Taekwondo Federation (ITF) wichtige Rollen. Im Laufe der Zeit zogen die meisten Mitglieder der Gruppe nach Nordamerika, Australien und Europa. Der Titel „Pioniermeister“ bedeutet jedoch nicht, dass diese Personen die ersten KTA-Meister waren. Die KTA wurde von neun Männern gegründet, die alle jeweils ihre eigenen Kwans leiteten, eine andere Gruppe von Personen als die auf der Liste, die wir besprechen werden. Aber viele von ihnen übten die Kampfkunst unter anderen Namen aus, wie z.B. Kong Soo Do und Tae Soo Do, und weigerten sich, den Namen Taekwondo anzunehmen. Im Folgenden finden Sie eine Liste der ersten Männer, die den Namen Taekwondo einsetzten und aktiv für dessen Verbreitung warben.

 Choi Chang Keun

C. K. Choi wurde im Jahr 1940 in Korea geboren und begann sein Kampfkunsttraining um 1956 in der koreanischen Armee. Er begann 1964, in Malaysia Taekwondo zu unterrichten und zog später im Jahr 1970 nach Vancouver um. Er wurde 1981 zum 8. Dan und 2002 zum 9. Dan befördert, nachdem er im Jahr 1973 mit dem Grad des 7. Dan begonnen hatte. Bis heute lebt er noch immer in Vancouver.

 Choi Kwang Jo

K J Choi wurde im März 1942 in Daegu, in Korea, geboren und begann schon als Kind, die Kampfkünste zu trainieren. Choi lernte Hong Hi Choi während seiner Zeit in der südkoreanischen Armee kennen. Zwischen 1966 und 1967 unterrichtete er Schüler in Singapur, Malaysia, Indonesien und Hongkong in Taekwondo. Er wurde jedoch durch Verletzungen, die er sich beim Training zuzog, im Jahr 1970 dazu veranlasst, sich in den Vereinigten Staaten medizinisch behandeln zu lassen. Im Jahr 1987 gründete er daraufhin die Choi Kwang-Do Organisation und lebt bis heute in Atlanta. Er hat den Rang des 9. Dan in Choi Kwang-do.

 Han Cha Kyo

C. K. Han wurde im Jahr 1934 in Seoul, in Korea, geboren und trainierte unter nicht weniger als drei Meistern - Woon Kyu Um, Duk Sung Son und Tae Hi Nam. Im März 1959 war er der erste Pioniermeister, der Taekwondo außerhalb Koreas praktizierte, indem er nach Vietnam und Taiwan reiste. Nachdem er 1971 aus der südkoreanischen Armee ausgeschieden war, wanderte er in die Vereinigten Staaten aus und ließ sich schließlich in Chicago nieder. Im Jahr 1980 gründete er die Universale Taekwondo Stiftung und unterrichtete dort bis zu seinem Tod im Jahr 1996.

 Kim Jong Chan

Der im Jahr 1937 geborene J. C. Kim unterrichtete Taekwondo während der 1960er Jahre in Malaysia. Im Jahr 1979, reiste er nach Argentinien, nachdem er den Titel des 7. Dan erhalten hatte, um dort Taekwondo zu praktizieren und zu lehren. Chan wurde in einem Brief, der später im Black Belt Magazin im Juli 1985 veröffentlicht wurde, als Präsident des Welt Tukido Councils bezeichnet. Heute lebt er in Vancouver, Kanada.

 Kim Kwang II