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Faustina, eine wohlhabende Witwe, wohnt in einer Villa im Norden von Verona. Ihr Mann, ein erfolgreicher Architekt, starb vor drei Jahren. Sohn Fabio besucht ein Internat in Padua. Eines Abends erkennt Faustina in einer Fernsehreportage ihre große Jugendliebe Marco wieder. Marco ist Falkner in Polano, einem Dorf, unweit von Verona gelegen. Dieses Erlebnis erschreckt und erfreut Faustina gleichermaßen. In der folgenden Nacht hat Faustina einen bitteren Traum. Ihr Sohn Fabio sei schwer erkrankt. Nur der Sud aus der Leber von Marcos Falken könne ihn retten …Am nächsten Morgen aber lacht die Sonne und Faustina beschließt, zu Marco nach Polano zu fahren. Für beide wird das Wiedersehen zu einem aufwühlenden Ereignis. Marco ist Junggeselle geblieben und lebt abgeschieden und naturverbunden mit seinem Falken. Beim Abschied bittet Faustina Marco, sie in Verona zu besuchen. Wieder zu Hause, erhält Faustina die Nachricht vom Tod ihres Sohnes Fabio, der mit seiner Vespa verunglückt ist. Faustina ist geschockt. Sie lässt Marco rufen, der sofort zu ihr kommt und ihr beisteht. Nach der Beerdigung von Fabio verkauft Faustina ihren Besitz und zieht zu Marco nach Polano, wo beide ein ruhiges, zurückgezogenes Leben führen.
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Seitenzahl: 13
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Claus Utikal
Un sogno amaro
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Inhaltsverzeichnis
Titel
UN SOGNO AMARO
Impressum neobooks
Es dämmerte, als Faustina den Wagen einige hundert Meter von ihrer Villa entfernt halten ließ und sich von ihrem Chauffeur Beppe verabschiedete. Sie liebte es, am Abend durch die von prachtvoll im Laub stehenden Buchen gesäumte Allee zu gehen und die frische Luft tief einzuatmen.
Hier, am nördlichen Stadtrand von Verona, war von Hektik nichts zu spüren. Die lähmende Hitze, die in den Straßen der Stadt lag, wich einem leichten Wind, der sacht mit den Blättern der Bäume spielte.
Faustina schloß die Haustür auf. Sie wohnte allein in der geräumigen Villa seit ihr Mann, ein erfolgreicher Architekt, vor drei Jahren gestorben war. Er hinterließ ihr ein Vermögen, mit dem sie ohne Angst vor der Zukunft in Luxus leben konnte. Die Villa, die er selbst entworfen hatte und mit rotem Veroneser Marmor ausgestalten ließ, war sein ganzer Stolz. Er starb mit neunundsechzig Jahren. Damals war Faustina zweiundvierzig.
