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Manchmal kommt man einfach nicht damit klar, dass das Leben gut ist wie es ist. Und dann kommen diese Gedanken ans Ausbrechen und Rebellieren, wie ein Kurzschluss im Gehirn. So ergeht es Pierre. Die Sonne scheint, das Leben ist schön, aber irgendwie kann er es nicht genießen.
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Seitenzahl: 16
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Katia Weber
Uneigentlich
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Alles gut, eigentlich
Impressum neobooks
Am 14. Juli 2012 beschloss Pierre, sein Leben zu ändern.
Er betrachtete das Riesenrad am Strand, das sich langsam, aber beständig drehte. Die weiß glänzende Farbe auf den Metallstreben und –stangen schien das Licht der Mittagssonne geradewegs in den Himmel zurückzuschleudern. Da Feiertag war, wimmelte es nur so von Menschen. Um ihn herum schrien und heulten kleine Kinder mit bunten Strandhüten oder schlugen mit bunten Plastikschaufeln nach ihren Geschwistern, Mütter cremten scheinbar beliebige Rücken ein, pubertierende Mädchen lachten hysterisch, um die Aufmerksamkeit pickeliger, aber total cooler Jungs auf sich zu ziehen und ein Mann pries billige Sonnenbrillen und Ringe zu Schleuderpreisen an.
Pierre fixierte seine großen Füße mit den schwarz gekräuselten Haaren auf den Zehen, hinter denen, keine zehn Meter entfernt, das Mittelmeer begann und sich bis zum Horizont erstreckte. Das Wasser war dunkelblau mit ein paar türkisgrünen Flecken in Strandnähe und sehr klar, beinahe durchsichtig. In der Nähe tanzte eine Plastiktüte auf den flachen Wellen. Die leichte Brise wehte ihm den Geruch von verschiedenen Sorten Sonnenmilch in die Nase und eine Ecke seines Handtuchs klappte immer wieder um, nur, um ihn zu ärgern, das war klar.
