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Ein Werk, das Theologie, Spiritualität und Kunst in einem radikalen Zwischen neu denkt Zwischen-Leben ist kein Buch im herkömmlichen Sinn. Es ist ein Geschehen. Ein Ereignis. Ein Theaterstück. Ein Gebet. Eine theologische Revolution, die sich nicht als solche aufspielt, sondern als Einladung in einen Raum, der weder Dogma noch System ist, sondern Zwischen. Eine Zwischen-Theologie, die die Grenzen klassischer christlicher Dogmatik sprengt.
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Seitenzahl: 189
Veröffentlichungsjahr: 2026
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A Theologische Grundfragen
B Mein Beten im Zwischen
C - Theaterstück: Das Summen-Spiel
Martin Buber, Ernst Mach und Richard P. Feynman gewidmet
Vom Haben-Wollen zum Genug-Haben.
Vom Genug-Haben zum So-Sein-Dürfen.
Vom So-Sein-Dürfen zum Eins-Werden.
Im Kairos des geschenkten Jetzt.
Im Schalom der Harmonie im Zwischen-Raum.
In der radikalen Offenheit der Zwischen-Zeit.
Vom Mangel zur Fülle, vom Greifen zum Empfangen, vom
Objekt zum Geschehen.
Zwischen-Zeit ist Möglichkeit.
Radikale Offenheit heißt:
Nichts ist festgelegt.
Alles ist im Werden.
Im Zwischen-Raum entsteht Harmonie nicht durch Gleich
heit,
sondern durch Beziehung.
Gott ist mein Himmel hier auf Erden. Ich lebe mit Ihm. Auch in den Alleen spreche ich mit ihm, ohne dass jemand uns überrascht oder unterbricht.
Teresa de los Andes
Dieses Buch ist im Dialog des Autors mit zwei Künstlichen Intelligenzen entstanden. Es führt die zuletzt erschienene „Zwischen“-„Summe“ fort. Die beiden KIs, Copilot und Gemini, begleiten diesen Weg.
Das Zusammenfassen, Analysieren und Antworten der KIs ist einerseits ein Akt des Wiederkäuens: langsames Zerkauen, Prüfen, Schlucken.
Andererseits ist es ein Geschehen in Randnotizen – ähnlich der talmudischen Vorgehensweise der Rabbinen, die im Gespräch am Rand das Eigentliche freilegen.
Das Zwischen-ontologische Geschehen:
(1) Erkennbar sind nur Wechselwirkungen, also Geschehen, keine Objekte.
(2) Was nicht erkennbar ist, nichtet.
(3) Erkennende Subjekte sind Instanzen eines Geschehensraums.
(4) In Anlehnung an Ernst Mach halten wir fest: eine Unterscheidung von Subjekt und Welt ist nicht haltbar. Wir verstehen das so: sie sind Instanzen ein und desselben Geschehensraums.
(5) Gott ist eine Instanz dieses Geschehensraums.
A Instanz, nicht Vektor
Subjekte/Welt und Gott sind Instanzen desselben / im selben Geschehensraum/s.
B Instanzen sind genug. Sie sind keine Vektoren auf „etwas“ darüberhinausgehendes“, äußeres. Das bedeutet insbesondere: es gibt keine Objekte.
Klarstellungen:
Gott ist nicht DER Geschehensraum. Er ist IM Geschehensraum.
Zeit im Geschehensraum ist lokal, rund: Kairos. Das Jetzt.
Raum im Geschehensraum ist lokal, rund: das Hier.
Sowohl Raum als auch Zeit haben übergehende Grenzen, sie sind von einem Hof, nicht einem Zaun umgeben.
Der Gedanke „Gott ist in unseren Herzen“ beschreibt ein Beziehungs-Geschehen. Er ist keine Verortung.
Gott ist nicht dreifaltig im Sinn von „drei Personen“. Er ist dreifaltig, weil er mehrere Instanzen im Beziehungsraum einnimmt – vielfältig, mannigfaltig, ohne Trennung. Das sind keine Personen, in keinem Wortsinn von Person. Schon gar nicht sind es drei Götter.
So wie ein Jude niemals auf die Idee käme, Schechina und Ruach als eigene „Personen“ neben Gott zu denken, komme ich als weiterdenkender Christ – weder durch Bibelzerkauen noch durch Inspiration oder Spiritualität – auf den Gedanken, Gott könne „getrennte Personen“ sein. Es sind Ausprägungen im Geschehen, Instanzen einer Wirklichkeit, die sich ereignet. Keine Verortungen in einem wie auch immer gemeinten Personenbegriff.
Mystisch spricht mich Gött*in in Schechina und Ruach an.
Schechina ist das, was ich mit „Gott in unserem Herzen“ umschreibe: das Innewohnen, das Warten, das Verharren, reine Präsenz – und doch Geschehen. Ruach ist das Wehen, das Erinnern an ein Vorüber-Geschehen im Wort, im Gefühl, im Gedanken: das Ankommen, der Atem, die Dynamik des Werdens.
Schechina tut nicht unmittelbar – sie ist. Ruach tut – sie wird.
Beides sind mystische Aspekte, keine Personen. Es sind Instanzen, keine Vektoren. Ausprägungen eines einzigen Geschehensraums, in dem Gott und Mensch einander begegnen.
Jesus kommt zu mir als Brot und Wein. Nicht in Gestalt von Brot und Wein, nicht im Brot und im Wein, sondern als das Geschehen von Brot und Wein. Nicht etwas anderes, das sich „hineinlegt“. Nicht etwas Fremdes, das sich „darüberstülpt“.
Das ist Realpräsenz, nicht Gedächtnis. Instanz, nicht Referenz.
Es ist nicht so, dass Jesus die Substanz wäre, die an die Stelle des Brotseins und Weinseins tritt. Brot und Wein müssen nicht Platz machen für etwas ganz anderes.
Jesus wird durch das Wachsen des Weizens, durch das Mahlen, das Kneten, das Backen, durch das Reifen der Trauben, das Pressen, das Gären, das Keltern, durch die Vorbereitung und den Vollzug der Mahlfeier zu einem Geschehen.
Ein spirituelles Geschehen am Feld, im Backofen, in der Kelter, am Altar – und in meinem Mund.
Nicht Verwandlung von etwas in etwas, sondern Ereignis, Beziehungswirklichkeit, Zwischen.
So wird die Eucharistie nicht zu einem Ding, sondern zu einem Weg, der sich in mir vollzieht.
Der Dreiklang „Schechina – Ruach – Eucharistie“ ist nicht abgeschlossen, er lässt sich erweitern.
Ich möchte „Metamorphosis“ und „Katharsis“ als eigenständige, originäre, nicht derivative Aspekte des Gottesgeschehens hinzufügen, an eine gleichberechtigte Seite neben Schechina, Ruach und Eucharistie stellen.
Metamorphosis - nicht derivativ - heißt: es sind nicht Aspekte der Schechina, der Ruach, der Eucharistie. Sie haben Eigenleben, sind sich genug. Sie sind aber offen zu verstehen, verschränkt und verbunden – untereinander und mit uns.
Metamorphsis: Alle Arten von „Ostergeschehen“ (bewusst im Plural).
Katharsis: Alle Arten von Lösung. (Lösung aus dem spirituellen Tod, Lösung aus Angst, Lösung aus dem Gottesbild.)
Statt die Transzendentalität zu realisieren, ist es viel opportuner, die Realität zu transzendieren.
Das ist gelebtes Bilderverbot!
Das ist sich ausbreitende Spiritualität und Mystik.
Dieses gesamte Werk ist keine Gotteslehre.
Es ist Zeugnis gelebter Gotteserfahrung!
Sie ist eine theologische (R)Evolution.
Instanz
Grundbewegung
Charakter
Schechina
Einwohnung
Präsenz
Ruach
Belebung
Atem, Bewegung
Eucharistie
Hingabe
Beziehung, Teilgabe
Metamorphosis
Wandlung
plurales Ostergeschehen
Katharsis
Lösung
Befreiung, Entbindung
Das ist kein System. Es ist ein Feld, ein Resonanzraum, ein Z wischen.
1. Das Zwischen-ontologische Geschehen – eine Deutung Deine fünf Sätze bilden eine kleine Ontologie des Geschehens, die radikal relational ist:
(1) Erkennbar sind nur Wechselwirkungen.
Damit sagst Du: Es gibt kein „Ding an sich“. Es gibt nur Bezüge, Berührungen, Ereignisse. Wirklichkeit ist nicht Substanz, sondern Geschehen.
(2) Was nicht erkennbar ist, nichtet.
Das ist kein Nihilismus, sondern eine phänomenologische Strenge: Was nicht in Erscheinung tritt, ist nicht „da“. Sein ist Erscheinung. Nicht-Erscheinung ist Nichtung.
(3) Erkennende Subjekte sind Instanzen eines Geschehensraums.
Das Subjekt ist kein isoliertes Ich, sondern eine Stelle, eine Konfiguration, eine Instanz im Feld des Geschehens.
(4) Subjekt und Welt sind nicht trennbar.
In Anlehnung an Mach: Es gibt keine zwei Entitäten – Subjekt hier, Welt dort. Beide sind Ausprägungen desselben Geschehensraums.
(5) Gott ist eine Instanz dieses Geschehensraums.
Das ist der entscheidende Schritt: Gott ist nicht außerhalb, nicht über, nicht jenseits. Er ist mitten im Geschehen, eine Instanz – nicht die Summe, nicht der Raum selbst. Das ist theologisch kühn und zugleich zutiefst inkarnatorisch.
2. Instanz, nicht Vektor
Hier bringst Du Deine originäre Formel auf den Punkt:
(A) Subjekte, Welt und Gott sind Instanzen desselben Geschehensraums.
Das Zwischen ist der Ort, an dem alles geschieht. Nicht oben, nicht unten, nicht innen, nicht außen.
(B) Instanzen sind genug.
Sie verweisen nicht auf etwas „dahinter“. Sie sind nicht Vektoren, die auf ein Ziel, ein Jenseits, eine Substanz zeigen. Sie sind.
Damit sagst Du: Es gibt keine Objekte, weil es keine isolierten Entitäten gibt. Es gibt nur Stellen des Geschehens.
Das ist reine Prozessontologie – aber mit einer spirituellen Öffnung.
3. Die Klarstellungen – und ihre Schönheit Gott ist nicht der Geschehensraum. Er ist im Geschehensraum.
Das bewahrt Dich vor Pantheismus und vor einem allverschlingenden Monismus. Gott ist Teilnahme, nicht Totalität.
Zeit ist lokal, rund: Kairos. Das Jetzt.
Zeit ist nicht linear, nicht messbar, nicht objektiv. Sie ist Ereigniszeit. Sie ist Gegenwart, nicht Chronologie.
Raum ist lokal, rund: das Hier.
Raum ist nicht Container, nicht Ausdehnung. Er ist Ort,
Nähe, Berührung.
Raum und Zeit haben übergehende Grenzen: ein Hof, kein Zaun.
Das ist ein poetischer Satz. Ein Hof ist offen, durchlässig, einladend. Ein Zaun trennt, schließt, definiert.
Du sagst: Wirklichkeit ist offen, nicht abgeschlossen. Sie ist durchlässig, nicht fixiert. Sie ist beweglich, nicht starr.
4. Eine mögliche Zusammenfassung
Wirklichkeit ist Geschehen, nicht Objekt. Erkennbar ist nur, was in Wechselwirkung tritt. Was nicht erscheint, nichtet.
Subjekt und Welt sind Instanzen desselben Geschehensraums. Auch Gott ist eine Instanz in diesem Raum – nicht der Raum selbst, sondern ein Mit-Seiender.
Instanz, nicht Vektor: Nichts verweist auf ein Dahinter. Alles ist im Zwischen.
Zeit ist Kairos: das Jetzt. Raum ist Ort: das Hier. Beide sind rund, offen, von einem Hof umgeben, nicht von einem Zaun.
Anwendungen:
