Auf der Flucht mit meinem Boss - Christine Stutz - E-Book

Auf der Flucht mit meinem Boss E-Book

Christine Stutz

2,0

Beschreibung

Mein Name ist Kate Carter. Seit fünf Jahren arbeite ich nun schon für David Spencer, ohne dass der Mann mich als Frau auch nur wahrnimmt. Lieber spielt er mit seinen diversen Freundinnen in seinem Hobbyraum! Doch kaum bin ich mal eine Woche außer Lande, wird David wegen Mordes verhaftet!!!! Es gelingt ihm die Flucht. Nur ich weiß, wo er sich versteckt und finde ihn. Zusammen machen wir uns auf die Suche nach den wahren Mörder- gejagt von der Polizei. Dank meiner Familie und Freunde schaffen wir es, immer einen Schritt schneller zu sein, als die Polizei. Doch für wie lange noch?

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Auf der Flucht mit meinem Boss

TitelseiteImpressum

„Boss, ihr Termin um Zehn Uhr wartet“ sagte ich ungehalten in die Gegensprechanlage. Keine Antwort. Entschuldigend sah ich den älteren Mann an und wiederholte meine Ansage. Immer noch keine Reaktion meines Bosses. David Spencer war anscheinend zu beschäftigt, dachte ich wütend. Wiedermal!

„Entschuldigen sie mich bitte einen Moment. Ich werde sehen, warum Mister Spencer sie warten lässt.“ bat ich den netten Mann und stieg in den kleinen Fahrstuhl, der mich in das obere Apartment brachte. In der Spiegelwand überprüfte ich schnell den Sitz meiner hochgeschlossenen, weißen Bluse, des Knielangen Rocks und der dazu passenden Jacke. Der Haarknoten saß perfekt. Es gab nichts zu meckern. Ich sah okay aus.

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David saß mit einer jungen, sehr leicht bekleideten, Dame am Frühstückstisch. Jetzt reichte er ihr gerade einen weißen Umschlag. Verärgert schloss ich meine Augen. Ich wusste, er enthielt Geld für die letzte Nacht. Die Frau nahm den Umschlag und ließ ihn in ihrer Handtasche verschwinden. „Danke Mister S. Es war angenehm, wie immer“ sagte sie leicht heiser. Jetzt hatte sie mich entdeckt und kicherte unangebracht. Sie erhob sich und ließ mich ihre langen Beine sehen. Ihre Knöchel wiesen leichte, rote Ränder auf. Ich ahnte, was hier letzte Nacht passiert war. Ich wendete meinen Kopf und sah die Tür des Hobbyraums einen winzigen Spalt offen stehen. David Spencer hatte also heute Nacht mal wieder seinem Hobby gefrönt, dachte ich verärgert. Kein Wunder, dass er den Termin heute Morgen vergessen hatte,

„ Ihr schlechtes Gewissen ist hier aufgeschlagen.“ Sagte die junge Frau schmunzelnd und wies auf mich. „ Ich werde mich mal ankleiden und gehen. Die Arbeit ruft nach ihnen, Mister S.“ sagte die junge Frau jetzt und ging dicht an mir vorbei. Die schwere Wolke eines teuren Parfüms folgte ihr. Ich verzog angewidert mein Gesicht. Wie konnte David das nur ertragen, dachte ich verärgert. Dann riss ich mich zusammen. Es ging mich nichts an. „Mister Peters wartet seit 15 Minuten auf sie, Sir“ sagte ich streng. David nickte, wieder ganz knallharter Finanzboss. Er erhob sich und zog sich sein Jackett über. „Ich gehe, du wartest, bis Sandra gegangen ist.“ Ordnete er kurz an. Ich nickte. Wie immer dachte ich. Er spielte und ich durfte aufräumen. „Warten sie Sir“ sagte ich. Ich folgte David zum Fahrstuhl und zog seine Krawatte zurecht. „Fertig“ sagte ich betont heiter. Dann sah ich ihn im Fahrstuhl verschwinden. „Du dämliches Arschloch“ sagte ich tonlos hinter ihm her.

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„Kate ist heute ja sehr aggressiv“ dachte David amüsiert. Ob er endlich ihren empfindlichen Nerv getroffen hatte? Er hoffte es wirklich. Lange genug versuchte er es ja bereits.

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Ungeduldig wartete ich, bis die Frau wieder erschien. Überrascht sah sie mich an und zögerte. Sie suchte anscheinend David und war enttäuscht, dass der Mann nicht mehr hier war. Dann schniefte sie nur. Sie grinste mich an, als ich ihre leicht geröteten Handgelenke ansah. „Verurteilen sie nichts, was sie noch nicht ausprobiert haben, Mädchen. Ihr Boss ist ein Meister darin. Ich würde es auch ohne seine Belohnung machen“ Sie kam näher und flüsterte mir ins Ohr. „Verraten sie es ihm aber nicht, Süße. Auch ich muss leben.“ sagte sie. Sie warf ihr Haar in den Nacken und stolzierte zum Fahrstuhl. „Solche Art von Unterhaltung interessiert mich nicht. Ich habe andere Hobbys“ antwortete ich trocken. Ich sah ihr lange hinterher.

Dann zog mich die angelehnte Tür des Hobbyraums magisch an. Sie war wirklich gut versteckt. Niemand würde einen Raum hinter dieser Tür vermuten. Sie sah aus, wie ein, in der Wand eingelassenes, Regal. Eine sehr gute Tarnung. Nur David und ich wussten von diesem Raum. Ich wusste, Davids „Damen“ mussten immer Masken tragen, wenn er sie in den Raum führte. Das hatte er mir einmal erzählt. Nicht, dass ich danach gefragt hätte. Ich schnaufte, als ich mir das vorstellte. Jedenfalls war die Tür jetzt nicht verschlossen! David hatte anscheinend vergessen, sie zu schließen. Das musste ich noch tun. In einer Stunde kam die Haushilfe zum Saubermachen. Dann musste der Raum unbedingt abgeschlossen sein. Lisa würde ein ganz normales Regal abstauben.

Ich öffnete die Tür und ging zögernd durch den Raum. Ich betrachtete die Geräte und überlegte, wofür man diese wohl benutzen konnte. Einiges konnte ich mir zusammenreimen, vieles nicht. Ich war 26 Jahre alt. Ich war verlobt gewesen. Also Sex hatte ich schon gehabt. Prüde war ich auch nicht. Allerdings empfand ich nie dass dabei, was andere oft beschrieben, ich empfand einfach gar nichts. Außer Schmerzen. Ich seufzte leise. Also Erfahrung hatte ich, wenn auch schmerzhafte.

Aber wozu man eine kleine Sportbank, ein Reck benötigte, oder eine Auswahl an Gerten und Peitschen war mir nicht klar. Neugierig nahm ich einige Gerten in die Hand und ließ sie probeweise an mein Bein klatschen. Es tat weh, aber irgendwie war es auch erregend. Es erregte mich? Anscheinend war ich wirklich nicht normal, was Sex anging, überlegte ich und legte die Gerte schnell beiseite. Mein Blick fiel auf das riesige Bett. An allen vier Enden waren Schlaufen angebracht. Vorsichtig legte ich mich auf das Bett und streckte meine Arme und Beine aus. Ich stellte mir vor, wie es sein musste, dort gefesselt zu liegen, dem Partner auf verdei und Verderb ausgeliefert. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Was empfand eine Frau dabei? Fragte ich mich still. Bänder hingen von der Decke, an den Enden Handschellen. Ich erhob mich und zog an dem Band. Es war elastisch. Ich wusste, darin wurde die Frau eingebunden. Dann wurde sie hochgezogen und hing in der Luft. Was passierte dann mit ihr? Fragte ich mich still.

Im gesamten Raum hing der Geruch des teuren Parfüms. Lieber nicht daran denken, was David hier heute Nacht getrieben hatte. Angewidert schüttelte ich mich. Ich schloss meine Augen. Dann öffnete ich schnell ein kleines, verstecktes, Fenster und verließ den Raum. Ich schloss hinter mir sorgfältig ab. Ich steckte den Schlüssel ein und ging zum Fahrstuhl. Das hier, das in diesem Zimmer ging mich nichts an. Ich war nur die persönliche Assistentin von David Spencer!

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David saß in der Konferenz und sah nicht auf, als ich den großen Raum betrat. Er war in einen Bericht vertieft und steckte den Schlüssel schweigend ein. Ich seufzte still. Wann würde er mich eigentlich mal ansehen und merken, dass ich ein Wesen aus Fleisch und Blut war? Überlegte ich, als ich mir einen Stuhl heranzog.

„Hallo, Kate. Ich habe mich schon gefragt, wo David seinen Schatten gelassen hat“ flüsterte mir Erik zu. Ich lächelte und strich kurz über Eriks Hand. Diese kleine Bewegung ließ David aufsehen und seine Stirn runzeln. Doch er schwieg. „Hast du dir mein Angebot überlegt, Kate? Es steht noch“ flüsterte Erik wieder. Anscheinend zu laut, denn jetzt reagierte David. „Welches Angebot, Erik?“ fragte er laut über den Tisch. Jeder andere hier im Raum schwieg jetzt gespannt. Jeder wollte die Antwort von Erik nicht verpassen.

„Ich habe Kate gefragt, ob sie sich beruflich verändern möchte. Mein Angebot ist gut.“ Erik schmunzelte leicht und setzte einen Kuss auf meine linke Hand. „Außerdem mögen wir uns. Es wäre also eine lukrative Chance für Kate, mal was anderes zu machen.“ Setzte er galant hinzu.

Mein Boss zog ärgerlich seine Augenbrauen zusammen. „Solche Worte von einem Mann mit vier Ex-Frauen“ sagte David nur. Sein Blick schien mich zu durchbohren. Ich kannte den Blick, er wollte mich warnen. Dann räusperte er sich und begann, den Vertrag zu diskutieren, der vor uns allen lag. Er arbeitete, wie immer, jeden Punkt schnell und präzise ab. Dann war die Konferenz beendet und er entließ seine Direktoren.

„Sehen wir uns heute Abend, Kate?“ fragte Erik mich und ich wollte gerade nicken, als sich eine Hand schwer auf meine Schulter legte. „Heute Abend gehört Kate mir, Erik“ sagte David streng. Er drückte schmerzhaft meine Schulter, als ich aufbegehren wollte. Ich schwieg, es tat ziemlich weh. „Ich habe für uns einen Tisch zu um 20 Uhr reserviert.“ Sagte David lächelnd. Seine Hand streichelte jetzt die Schulter, die er eben noch gedrückt hatte. Es fühlte sich angenehm an. „Falls du es vergessen hast, Kate. Heute vor fünf Jahren bist du meine Sekretärin geworden. Das sollten wir feiern. Außerdem habe ich noch eine Überraschung für dich“ sagte er geheimnisvoll. David lächelte schmal, als ich freudig strahlte. Dann ging er und ließ mich mit Erik stehen. Ich zuckte mit den Schultern, als Erik leise fluchte. „Da habe ich natürlich keine Chance. Gegen den Mann kommt niemand an“ sagte Erik leise fluchend. Er ballte wütend seine Fäuste. Ich legte besänftigend meine Hand darauf. „Erik, es wäre doch nichts mit uns geworden. Ich hätte meinen Job hier nie aufgegeben, Und dass war ja deine Bedingung, oder?“ sagte ich leise, unsicher, zögernd. Doch mir war klar. Ich würde David freiwillig nie verlassen.

„Warum, Kate. Was hat David an sich, dass du ihm so treu ergeben bist! Hat er etwas in der Hand, mit dem er dich erpresst? Du tust alles für den Mann. Und er sieht nicht einmal, was für eine wunderschöne Frau du bist. Er ist ein Idiot!“ Jetzt war Erik lauter geworden, wütender. Er war voller Jähzorn und machte mir regelrecht Angst. Jetzt war ich froh, das Angebot abgelehnt zu haben. Schnell legte ich ihm die Hand auf dem Mund.

„Kate, wo ist die Denver- Akte!“ hörte ich Davids harte Stimme aus seinem Büro. Ich seufzte leise. Dann ließ ich Erik stehen und folgte der herrischen Stimme.

„Sie sollten vorsichtiger sein, David. Sie haben vergessen, den Hobbyraum abzuschließen. Heute ist Donnerstag. Lisa ist bestimmt schon beim Putzen“ sagte ich und gab David die gesuchte Akte. David hob seinen Kopf, sah mich einen Moment an und nickte dann. „Heute Abend führe ich dich aus, Kate. Wir feiern unser fünfjährigen Kennlerntag“ sagte er dann. „Danke, David“ sagte ich nur. Dann ging ich und ließ ihn allein. Ich fuhr ins obere Apartment, um nach Lisa zu sehen.

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Kate war also im Hobbyraum gewesen. Sehr gut. Hatte er ihre Neugierde geweckt? Das würde er bald überprüfen können. Sehen, ob seine Sekretärin so prüde war, wie sie sich immer gab

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„Guten Morgen, Kate“ rief Lisa mir zu, als ich den Fahrstuhl verließ. Sie war in der Küche zugange. Es roch herrlich nach Kaffee. Wie gut Lisa mich doch kannte, dachte ich amüsiert. Ich schenkte mir Kaffee ein und setzte mich auf das riesige Sofa im Wohnraum. Dann schloss ich meine Augen und legte meine Füße hoch. Zeit für eine kleine Pause.