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So steht der Soldat und hält Wache. Am Mahnmal brennt das Feuer. Groß ist die Devise der Freiheit und Gerechtigkeit. Doch größer sind die Versuche, sie zu missbrauchen. Nicht allen schmeckt die Gleichheit gleich. Die Suppe kocht und brodelt, und das Freuer brennt. Der Verdacht der Ungleichheit ist den Hälsen anzusehen. Neben den vielen Dünnhälsen, manche mit den eingefallenen Wangen in ihren Gesichtern, gibt es die aufgequollenen Rundköpfe auf den breiten Kurzhälsen. Es sind die Brüllhälse, die die großen Worte zu den Dünnhälsen hinausposaunen. Die Menschen glauben, den Teufel zu kennen, doch sie kennen ihn nicht. Im Ansatz ist die Sache mit der Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gut. Aber dann kommen die Menschen mit dem schiefen Hang, die sich noch gleicher nennen. In der Hölle ist der Teufel los, und der Herr geht gern spazieren; und: Der Teufel kann sich auf die Schrift berufen. Mit der Übernahme, beziehungsweise mit dem Stehen zur Verantwortung, für das Geschehene und der Entschuldigung für die begangenen Fehler wird der Boden zur Versöhnung gelegt. Das braucht die im Aufbau befindliche Nation, auch wenn die Aufarbeitung der Vergangenheit mit Schmerzen für alle Seiten verbunden ist. Mit dem politischen Lippenbekenntnis ohne Aufarbeitung der Fakten wird es mit der Versöhnung nicht gelingen. Die Philosophie streckt die Denkasymptoten tief in die Zeitlosigkeit hinein, 'wirft die Angelschnur' weit in den 'Ozean der Gedanken' und baut Brücken, die über die Zeit eines Menschenalters hinausreichen. Sie beleuchtet unter sich ändernden Einfalls- und Ausfallswinkeln das Sein, in dem der Mensch denkend bei 'Wind und Wetter' vor dem Ozean der ruhenden Gedanken steht. Der Mensch betrachtet die Weiten und Tiefen im Sonnenauf- und Sonnenuntergang und folgt im Geist den aufbrandenden und abebbenden Wellengängen.
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Seitenzahl: 30
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Helmut Lauschke
Aus Randnotizen
Mündigkeit und die Bedenken
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Weil es um den Menschen geht
Zerrbild
Wer und Was
Sinai
Zerrissen
Was und wie du es sagst
Mutter
Steh!
Ein Toter liegt vor der Tür
Aufprall
Rußfuß auf die Straße, Schluss muss mit dem Morden sein
Die Hand
Existenz
Das Ei auszubrüten
Gesucht
Dein ist der Tag, die Nacht und die Zeit
Traum
Es gibt die Armut und die Magerkeit
Von der Sprache des Bösen
Von Häusern mit dem fehlenden Dach
Schuld und Entschulden
Denkasymptoten
Versöhnung
Mutters Füße
Impressum neobooks
Mündigkeit und die Bedenken
Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen. Alles das, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück. Bewahre dir vor allem deine Selbstachtung!Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.Das Schönste ist Harmonie. (Pythagoras von Samos, 570-500 v.Chr.)
Wenn du Menschen aus dem Morast des Elends ziehst, dann tue es unauffällig und mit innerster Anteilnahme, damit du nicht hinter deinem Rücken mit bösen Worten bis zu den Tiefen des Herzens gekränkt und gefoltert wirst und mit dem Fußtritt der unverbesserlichen Rohheit in den übelst stinkenden Morast aufschreiender Erbärmlichkeit hineingestoßen wirst, aus dem du dich nicht befreien kannst, weil das die Absicht der triumphierenden Bosheit ist.
Ich sag es dir, weil ich bis zum Hals in diesen Niederungen steckte und ich das Leben einem mageren Mütterchen verdanke, die ihre beiden Söhne in den jauchigen Sumpf steigen ließ, um mich mit dem Letzten der Atmung aus der Fäulnis herauszuheben und mich aus der Todesaura der beißenden Gerüche zu befrein. Du bist noch naiv, so lass es dir sagen: Der Mensch wird zum Untier, wenn es darum geht, Menschen zu quälen und im Sumpf zu ersticken.
Weil so bösartig Tiere nicht sind, unterliegt der Mensch dem Untier, und ist süchtig, sein Teufelswerk noch qualvoller zu gestalten. So nehmen Hässlichkeiten Gestalten an, wie man sie nicht abscheulicher nachzeichnen oder sonstwie auf Zeitungsrändern skizzieren kann.
Das alles, weil du in die Not anderer siehst und einen Menschen aus dem Morast des Elends ziehst, das dir selbst zustoßen kann, weil grundsätzlich mit der Hilfe anderer nicht zu rechnen ist und du dich dem Überfall von hinten in Worten und Tritten aussetzt.
Du kannst es nicht verhindern, dass sich die Dinge verzerren und verzerrt verknäulen, denn nichts ist glatt, und das glatt Gekämmte ist die Täuschung, was von den Problemen kommt, die damals wie jetzt nicht gelöst wurden.
Fest verknäult zum ambossharten Knoten sind die Dinge der Armut, der auch mit dem Hammer nicht zu zerschlagen ist. Auf diesem Amboss springt der Hammer auf und ab, als würde sich das schmiederne Eisenstück vom beachtlichen Gewicht erschrecken, dass der Knoten der Armut noch härter ist.
Da hat ein höherer Meister in der Schmiedekunst den schwereren Hammer auf das glühende Eisen auf dem größeren Amboss geschlagen, dass der Aufschlagkampf Hammer gegen Hammer für die Armut entschieden wurde.
Wer ich bin? Da beginnt doch früh das Ballspiel mit dem Rätselraten. Was ich bin? Da steht doch schon säulenfester die Einbildung gegen Tatsache. Auffällig ist da, dass die Einbildung freundliche und zumindest freundlichere Worte mit den Erhöhungen bringt, die der Tatsache nicht selten widerspricht und den Erniedrigungen im Was ein heftiges Kreuzfeuer entzündet.
