16,99 €
Natürlich ist der Preis hoch.
Aber dieses Buch wird komischerweise immer aktueller.
Es kommt zwar kein Corona drin vor, so paranoid bin ich dann doch nicht, Aber die FDP.
Und das Volk.
Die Mehrheit, die Übernahme und so ganz nebenher noch ein Wunder.
Und die Liebe.
Oder ist das nicht das selbe???
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Seitenzahl: 813
Veröffentlichungsjahr: 2020
BODO
...ich war der Messias
von Olaf Dietrich
ISBN: 9783969175910
© 2020, Olaf Dietrich
Alle Rechte vorbehalten.
Autor:
Olaf Dietrich
Bauerbankstr. 29
50969 Köln
Mailto: [email protected]
Instagram: https://www.instagram.com/herrdietrich_offiziell/
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCRNO5wBpf4xKAjEcmY6rg2A/videos
Danke für Deine Aufmerksamkeit!
Coverfoto: Fietje.
Von Georg Frerich.
Mit freundlicher Unterstützung des NRW Landgestüts Warendorf.
Päädspimmeldesign by: Susanne Haas, Hamburg
1
Es ist ´n bisschen kühl, ohne Jacke, aber egal.
Und was soll ich auch machen.
Bodo Fritz ist halt ohne verdammte Jacke von uns gegangen.
Außerdem gibt es jetzt Wichtigeres zu tun.
Zum Beispiel erstmal nachdenken, sich sammeln, was essen, diesen dämlichen Kokskater loswerden, Kohle organisieren, und, und, und...
Ich krame also Bodos Perso aus seinem ranzigen Portemonnaie und checke die Adresse.
Lohsestrasse.
Na prima.
Zum Glück stecken da auch noch Zwanzig Euro.
Ich gehe um das Gebäude herum und frage den ersten Passanten nach dem Taxistand.
Wird´s doch geben hier.
Zumindest für die Lebenden, sprich Ärzte, Ausbeiner, Filettierer, Besucher und Opfer und so weiter.
Und siehe!
Also Lohsestrasse.
Im Norden der Stadt.
Der Zwanni reicht gerade so.
Ich probiere die Schlüssel aus, Erfolg und bin schon im zweiten Stock.
Die Bude ist so schmuddelig, wie erwartet.
Nachkriegsbau, kleiner Flur, zwei Zimmerchen nach Links, rechts Bad, rechts hinten Küche.
Grauer Teppichboden, lange nicht gesaugt und die Möbel..., na ja.
Das sogenannte Wohnzimmer sieht aber fast aus wie ganz früher bei mir.
Ich fläze mich aufs Sofa und atme einmal tief durch.
Ehrlich gesagt geht’s mir Scheiße.
Na ja, kein Wunder eigentlich.
Aber hey, da sollte ich nicht maulen, die Alternative wäre, well, Ihr wisst ja...
Nach fünf Minuten Durchchillen krieg´ ich langsam meine Bedürfnisse sortiert, stehe auf und checke mal die Küche.
Ah, ok, es ist alles da für ´ne kleine Pasta. Speck, Tomaten und so.
Ich koche, hab sogar ´ne Flasche billigen Rotwein gefunden, den ich dazu trinke.
Das beruhigt.
Der Arsch war wohl auch schon ein kleiner Alkoholiker.
Auf jeden Fall bin ich nach dem Essen, wohlgemerkt, es ist gerade mal Mittag, so breit und erledigt, dass ich geradewegs in das kleine Schlafzimmer torkle.
Auch hier isses oberschmuddelig, aber das ist mir so was von egal, dass ich einfach aufs Bett falle und das letzte, woran ich noch denke ist der Versuch, beim Atmen die Geruchssinne auszublenden.
2
Ich schwimme im Atlantik, es ist Mitternacht, irgendwann im Winter, schweinekalt und stürmisch.
Ich versuche zu schreien, nach Simone oder so, aber immer wenn ich den Mund öffne, schwappt eiskaltes Salzwasser hinein und erstickt jeden Versuch, so dass ich würgen und husten muss.
So geht das schon seit Stunden aber ich spüre keine Ermüdung der Muskeln.
Trotzdem muss das aufhören!!
Ich überlege fieberhaft, da fällt mir eine Spielfilmszene ein und ich überwinde mich, beim Einatmen einfach den Kopf UNTER Wasser zu halten...
Aah, geht doch!
Fühlt sich an wie´n tiefer Zug an ´nem Joint, macht richtig Spaß und vor allem:
Ich wache auf!
Schweißgebadet, aber heilfroh.
Draußen ist es hell.
Ich gucke auf die Uhr neben dem Bett, 9.41 steht da. Hmm...
Ich schmeiße den Kopf zurück aufs Kissen und atme erstmal durch.
Puh, das war hart.
Aber irgendwie verständlich, oder??
Und nicht jammern.
Die Alternative...
Ich stehe auf und gehe aufs Klo.
Wie kann man zwanzig Stunden schlafen, ohne zu Pissen... Wahnsinn.
Dementsprechend läuft´s.
Sein Schwanz sieht größer aus als meiner damals.
Ha, hab´ ich DAMALS gesagt??
Leck´ mich am Arsch.
Oh weia....
Kannste mal sehen, wie schnell der Mensch sich an neue Umstände gewöhnt.
Bringt mich auf ´ne Idee, aber dazu später.
Erstmal die Küche plündern.
Natürlich drängen sich beim Kaffee machen schon echte Zukunftsängste auf, aber ich zwinge mich, nur die Außenwelt wahrzunehmen und nicht gleich auf das Kopfkino hereinzufallen.
Die Filtermaschine läuft.
Natürlich hat der Doof keine Bialetti, geschweige denn Espresso und frisches Obst.
Aber im Kühlschrank finde ich Butter und nur leicht eingetrocknete Marmelade und in so ´nem Hängeregal steht sogar ein halbvolles Glas Nutella.
Na prima.
Brot, hm, wo war noch mal Brot.
Ich stöbere und finde in einer Art Schublade tatsächlich so ´ne schöne alte
Handkurbel-Brotschneide sowie einen Korb mit ziemlich altem Schwarzbrot.
Egal.
Schmeckt alles so lala und ich nehme das Zeug mit ´rüber ins, sagen wir mal, Wohnzimmer.
Immerhin Fernseher und Video gibt´s.
Satt.
Zurücklehnen.
Kippe.
Halt!
Kein Aschenbecher.
War unser Bodo etwa Nichtraucher.
Wie soll das denn gehen.
Koksen, saufen, aber nicht rauchen??
Unvorstellbar.
Aber scheinbar wahr, denn als ich die Bude durchsuche, finde ich nichts dergleichen.
Autsch!
Hmm, aber auch ohne Kippe werd´ ich ´n kleines bisschen geil.
Ich guck´ mal ´ rum.
Aha, er hat sogar noch Videos, hier, „Bodies in Heat“, schaumermal...
Kiste an, Film rein, Fernbedienung, aha, AV funktioniert sogar,
(Hey, der Mensch fliegt zum Mond, aber habt ihr schon mal erlebt, dass Fernsehen und so, auf Anhieb funktionieren??)
und los...
Tatsächlich, der neue Schwanz reagiert sofort.
Er ist unbeschnitten, so wie meiner war, dafür riecht er ein bisschen streng.
Well, fällt mir ein, wir haben ja auch noch nicht geduscht.
Später.
Der Film ist echt OK..
`Ne schlanke Brünette bläst wie der Teufel, sehr elegant irgendwie und sie spielt sehr überzeugend echtes Vergnügen.
Mir ziehe die Vorhaut einmal richtig feste ganz zurück und das Ding wird so hart, dass die Eichel glänzt.
Der ist sogar ein ganzes Stück größer als mein alter...
Dicker UND länger!
Was will man mehr??
Ein gutes Omen für die Zukunft.
Der Typ in dem Film hat auch ein ordentliches Rohr.
Sie nimmt es in beide Hände und leckt es von allen Seiten, bis sie es wieder ganz einsaugt und richtig lutscht.
Jetzt dreht er sie ´rum, dass sie auf dem Rücken liegt und drückt ihre Knie auseinander.
Aah, geil, sie ist nicht rasiert und hat einen wunderschönen Bär.
Der Kerl spreizt ihre Schenkel noch weiter auseinander und beugt sich herunter um sie zu lecken.
Wie schön ihre Möse ist!
Ich ziehe nur am Schaft die Vorhaut ein bisschen vor und zurück und lasse die Eichel komplett in Ruhe.
Gibt mir das Gefühl als würde ich mit der Spitze schon drinstecken.
Wow...
Als er ihre Schamlippen auseinanderzieht drückt sie ihren Rücken durch und hebt das Becken, um ihm die Möse richtig ins Gesicht zu drücken.
Uh, das kenn´ ich, das hat Simone auch immer....
Scheiße.
Stich ins Herz....
Mit Anlauf.
Scheiße!
Ich lasse mich zurücksinken auf die Couch, der Schwanz schlafft ab, das Kopfkino übernimmt...
Was für ein Chaos in mir.
Simone...
Wie schön sie war.
Sorry, ist...
Schließlich bin ICH ja tot.
Arno...
Ach, Mann.
Verzweiflung will sich breitmachen.
Ich atme.
Immerhin BIN ich noch Arno.
Also ICH.
Mit allem was dazugehört.
Auch mit meiner Liebe.
Boah, das zieht...
Ich weine, nein, schluchze, ...ach ich weiß nicht......
Durch die Tränen sehe ich, wie die Beiden sich gerade umdrehen und sie sein Gesicht reitet.
Simone hat das geliebt.
Ich schmecke sie, stoße meine Zunge tief in sie hinein und meine
Nase reibt ihren Kitzler und riecht ihr atemberaubendes Aroma.
Ich sage „Gib´ mir unseren Saft“, so gut es geht und sie kennt das schon und entspannt ihren Beckenboden.
Sie spreizt ihre Beine noch weiter, drückt mir fast die Zahnreihe aus dem
Oberkiefer und ich spüre, wie sie noch heftiger, noch tiefer atmet, so, wie wir´s gelernt haben und ich sauge, ganz fest, in glückseliger Erwartung bis sie anfängt zu schreien und ein Schwall meinen Mund füllt, den ich trinke und gierig sauge und schlucke und sie kontrahiert, schreit und spritzt immer weiter bis ich auch komme, mir literweise auf den Bauch spritze, fast bis ins Gesicht, wow, das neue Rohr tut´ s aber, und ich zucke und weine und zucke und irgendwann weine ich nur noch.
3
Ihr habt keine Ahnung, wie sich DAS anfühlt.
Ich stehe vor dem SPIEGEL.
Man trägt jetzt Sackgesicht.
Dunkelbraun ist je ´ne ganz schöne Haarfarbe aber irgendwie muss da was passieren.
Ich schüttle den Kopf und schneide ´n paar Grimassen, erinnere mich an die Nummer mit der Videokamera damals, seufz, in Hannover.
Ja, werd´ ich wieder so machen.
Aber erst später.
Erst dusche ich den neuen Körper, durchwühle die Schränke nach T-Shirt, Slip und Socken, frische Jeans und so, schon besser.
Geld.
Das nächste Thema.
Wenn ich Recht habe, ist Montag und die Bank ist auf.
Im Portemonnaie steckt eine Geldkarte der Kölner Bank, mit Unterschrift.
Muss ich üben.
Ich geh´ in die Küche, schmier´ mir noch´n Brot mit Nutella und übe auf einer alten Ausgabe des Express.
Den ich auch durchblättere, wobei ich aufs Horoskop stoße.
Was bin ICH eigentlich?
Perso ´raus, oh Schreck, 12. 12., ich bin Schütze!
Oh weia.
Eigentlich bin ich Fische, also war Arno.
Dagegen sind Schützen gefühllose Monster.
Zugegeben nicht unsympathisch, aber, obwohl, da fällt mir ein, ich bin ja immer noch ich, will sagen, der Typ, der diesen Schütze - Schlauch steuert, ist ja immer noch Fisch.
Ist ja ich...
Danke.
Puuh!
Beruhigender Gedanke.
Was steht da?
Samstag, 22. 8. Fische:
“Es kommen wichtige Veränderungen auf Sie zu. Unternehmen Sie nichts voreiliges, warten Sie einfach ab.
Dann wirft Sie nichts aus der Bahn! “
Spaßvogel!
Arschloch!
Wenn Du wüsstest! !
Ich klappe zu und übe weiter Unterschreiben.
Dann los.
Draußen ist es wunderbar warm, es ist eine kleine Seitenstrasse und ich frage am nächsten Kiosk, wo denn die angegebene Filiale sei.
„Sach, hässe dir dinge Ääpel jetz endjültisch fottjeblasen, Jung, oder wat is?? Hüürenz, für dinge Spässjer isset mir noh jet ze fröh!!“
Ah, kapiert, ich sag´ gar nichts und gehe um die Ecke.
Auf der Strasse frage ich dann einen normalen Passanten und der kann mir helfen.
„Da jehen se hä runger un dann links, dat is de Nüüsser Strooss, do sin de Banken un esu!
Ich bedanke mich auf Hochdeutsch, überlege was Bodo wohl für´n Akzent draufhatte und finde auf der Neusser Strasse schon bald die Bank.
Erstmal ´n Auszug.
Scheiße.
Minus 4oo Euro.
Schock.
Aber halt, da steht, Dispo: 2. 500. –
Schwein gehabt.
Ich geh´ an den ersten freien Schalter.
„Tach Herr Fritz, so früh heute??“
Ich überlege blitzschnell was ich in Sachen Akzent machen soll.
„Joo, Joo, aber kein Grund zur Sorje.“
Ich komm´ mir vor wie der schlechteste Stimmenimitator der Welt und außerdem krieg´ ich einen amtlichen Schweißausbruch.
„Wat kann isch dann für Sie tun??“
fragt mich der Dicke hinter´m Tresen und kuckt schon so komisch.
„Jeben se mir bitte Fünfhundert in Fuffzigern! “
„Da han se wohl övver et Wocheneng ene Kursus in Huuhdütsch belaat, wa?“
Sagt der Arsch, während er so´ n Zettelchen ausfüllt.
Wer schreibt, der bleibt.
Ich bin am Ende, versuche aber mit aller Kraft, mir nichts anmerken zu lassen.
„Nää, Nää. Is nur noch wat früh! “
„Dat jeläuben isch. Wenn se mir hä nochenz ungerschrieeve dääte! “
Jetzt kommt´s.
„Jerne! “
Ich nehm´ den Zettel und meine Hände zittern wie Espenlaub. Mit aller Konzentration
schaffe ich so was Ähnliches wie ´ne Unterschrift und drehe den Wisch mit randvoller Hose wieder zurück.
Ich gucke hoch und sehe ein feist grinsendes Gesicht.
„Danke! “
sagt es gerade und guckt auf den Zettel.
Und legt ihn in ein Fach.
Puuh!
Der Typ drückt auf seine Tastatur und die Kohle flattert hinter ihm irgendwo ´raus.
Ich streiche sie vom Tresen, wünsche gaanz schüchtern noch einen schönen Tag und versuche auf dem Weg hinaus nicht zu kollabieren.
Jetzt erstmal nach Hause, ´n frisches T-Shirt anziehen.
Auf dem Heimweg fallen mir an einem Kiosk die Schlagzeilen auf:
"Messias hingerichtet“ schreibt die BILD
"Warum Arno Leander??..." Die ZEIT
"Todesschüsse nach Ringfest“ titelt der EXPRESS
und so weiter.
Ich kaufe sie alle und trotte nach Hause, also, dahin...., ihr wisst schon.
„Wat is, Fijur??“
Ich dreh´ mich um, steht da ´n untersetzter Typ und grinst.
Ich kann nicht mehr, blockiere das logische Denken und lasse den Automat plappern.
... in erstaunlich gutem Kölsch, wie mir nebenher auffällt...
„Leckmischamarsch! Du Och so früh?? Boah, ey!!
Der Angesprochene wirkt sichtbar überrascht.
„Du solltest eijentlisch wissen, dat isch jeden Tach janz fröh schon he bin, Jung! “
Jetzt fällt mir auf, das er ´ne Are Uniform anhat und so´n Verkehrserfassungsding um den Hals trägt.
„Is ja juut! “
Scheiße.
„Scheiße, weißte. Ich bin am Samstag so abgestürzt... ich bin heute abend, ne, also gestern abend im Volksgarten wach geworden. Ne tierische Beule am Kopp und´n Mords Kater.
Und das schlimmste is, isch erinner´ mich an nix mehr. Meine Wohnung hab´
ich gerade noch gefunden, aber sonst...
Sag mir einfach noch mal wer DU bist!
Der Gnom schüttelt den Kopf.
„Du bes feedisch, Fritte, esch! “
„Kein´ Scheiss, ey, Ich hab´ echt keine Ahnung. Ich glaub´ ich muss echt mal zum Arzt.
Er guckt mich richtig an, scheint ein „Freund“ zu sein.
„Dat is en joode Idee, Jung! “
Er nickt und dreht sich weg, ich glaube er schüttelt seinen Kopf.
„Ey, kein´ Scheiß, sach doch mal! “
Der Typ dreht sich wieder um und ist giftig.
„Aah, isset jetzt esuwigg, wa? Jung, isch bin d´r Häns, verstehste!
Mir kenne uns noh von der Schull, do Jeck, un wenn Do nit uphürs ze kokse un all dat, dann biste all sellever schuld, Jung! Un Tschöss! ! “
Echte Anteilnahme.
Schön, so früh am Morgen
„Ach Häns, Du hast ja Recht.... Das war mir selber auch echt zuviel. Aber trotzdem Danke, ne..!“
Häns ist schon weg.
„Is joot, Jeck, un jank nam AAZ!!! “
... kommt es etwas lauter daher und er verschwindet um die Ecke.
Jetzt aber schnell heim.
Mir fällt auf, dass ich Häns gegenüber fast nur Hochdeutsch gesprochen habe und ich gerate in eine Meditation über mein weiteres Social Ingeneering.
Ich glaub´ die Show mit dem Gedächtnisverlust ist gar nicht so schlecht.
Die Rolle „Bodo“ ist viel zu umfangreich um das aus´m Stand hinzukriegen.
Mein kleiner Automat, also Ihr würdet Schutzengel sagen, hat mich mal wieder nicht im Stich gelassen und ist damit erwiesenermaßen nicht vom Körper abhängig sondern von der Person.
Oder nennen wir es Instinkt.
Oder Liebe.
Intuition.
Oder vielleicht Gott??
Ja, klar.
Gott!
DNA!!!!!
4
Die Zeitungen.
Ich bin völlig fertig.
Mal wieder...
Vor allem lerne ich, was eigentlich wirklich passiert ist.
Irgend ein angstgesteuertes Arschloch aus besten Kreisen steht in einer Garageneinfahrt mit ´ner Luger in der Hand und will mich umbringen.
Waum auch immer.
Schlechten Sex gehabt oder am Ende gar keinen?
Schlecht gekackt??
Vom Vater ´ne Watsch´n gekriegt...?
Und irgend ein anderes, wasweißdennich - gesteuertes Arschloch, kommt aus genau demselben Grund um die Ecke, erdrosselt erst den Jungen in der Einfahrt mit einer Garotte, erschießt dann mich und verschwindet
anschließend spurlos...
(...in einem schwarzen Alfa mit italienischer Nummer. A 4 Richtung Frankfurt.
Gianni Cazoletto, ich erinnere mich gern an diesen kurzen allwissenden Moment in dieser Nacht...)
Wie im schlechten Film.
Und das schlimmste:
All´ die Freunde sind völlig am Ende.
Aufgelöst in Trauer.
Ein bitteres Kompliment.
Mir kommen wieder die Tränen.
Was ´ne Scheißnummer.
Ich denke an Bri, Friedhelm, Rafael, Isa, an Dick und die Jungs,
Simone ...
und Paula,
meine Eltern, Fritzi und alle, Francine, oh Gott und ich heule hemmungslos.
Was kann ich tun?
Sie alle anrufen und sagen, Hey, ich lebe noch, sehe nur ganz anders aus??
Unmöglich.
Selbst wenn einer das glaubt.
In dem Moment wo er´s öffentlich sagt, wandert der doch in die Klappe.
Ich will nicht mehr.
Das wird am Besten sein.
Badewanne, Messer und zwar längs.
Und an allen vier Gliedmaßen.
.....Abgesehen davon, dass ich das niemals könnte.....
Ich heule immer noch.
Und blättere mit verheulten Augen noch durch die letzten Seiten des Kölner „Express" - Lokalteil.
„Leiche verschwunden“
„Aus den Kühlräumen der Universitäts-Pathologie ist scheinbar, durch den diensthabenden Zivildienstleistenden unbemerkt, eine frisch eingelieferte Leiche gleich wieder verschwunden.
Der Tote war kurz vor Beginn der Frühschicht eingeliefert worden, kurz vor dem Leichnam des nachts in der Lindenstrasse erschossenen Arno Leander.
Als der zuständige Pathologe den Leichnam untersuchen wollte, war dieser nicht mehr zugegen.
Hatte es sich wohl noch mal überlegt...”
Das hat er!
War ja klar, dass die mich vermissen würden.
Frage nur, ob die wissen wer ich war.
Ich lese die Bild und die Kölner Zeitungen noch mal genau durch.
Da.
„Unbekannte Leiche verschwunden“
Der Lokalteil der „Rundschau“.
„Ein zuvor auf dem Klinikgelände unter mysteriösen Umständen aufgefundener Toter ist scheinbar in der Aufregung um den ebenfalls eingelieferten Leichnam des „Messias“ Arno Leander aus den Kühlräumen der Uni-Kliniken verloren gegangen.
Ob der Unbekannte wirklich tot war und wie er aus dem bewachten Gebäude verschwinden konnte wird noch untersucht.”
Na super.
Der Unbekannte.
Das hätte sonst Ärger gegeben.
Stellt Euch vor, die Bullen stehen vor der Türe und fragen, was mir einfiele und ob ich nicht doch tot sei und so.
Hihi.
Na, Schwein gehabt.
Solange mich der betreffende Zivi nicht auf der Strasse erkennt ist ja alles dufte.
Wat´n Tach!
Ein Schreck jagt den nächsten.
Eigentlich will ich zur Beerdigung gehen.
Wenn ich ´rauskriege, wo die ist.
Hamburg oder Hannover.
Aber bei dem Gedanken daran alle meine Lieben am Grab heulen zu sehen und nichts machen zu können bekomme ich ernste Zweifel.
Trotzdem.
Irgendwie muss ich Kontakt aufnehmen.
Allein schon wegen dem Geld.
Gut drei Millionen Euro.
Was wird damit werden?
Wahrscheinlich erben es meine Eltern.
Wäre schon ok, aber noch schwerer dranzukommen.
Wenn ich da anrufe und sage, Hi, ich bin´s, Arno, kippen die tot um.
Fuck.
Thema vertagen.
Ich bin total müde.
Klappe die „Rundschau “ zu und gehe in mein Wohnzimmer auf´s Sofa.
Atme tief ein und aus, mit Seufzer, so wie ich´s von Petra gelernt habe.
Ach Pezzi...
Alles Scheiße.
Noch nicht mal zu Dir kann ich....
Ich erinnere mich an Deinen Geruch, Deine Lippen, dein Haar...
Werd´ schon wieder traurig.
Also noch ein tiefer Seufzer und vielleicht ein erlösendes Mittagsschläfchen.
5
Ich werde wach, weil es klingelt.
Hmmm?!
Reibe mir die Augen und gucke auf die Uhr.
Halb Vier.
Drei Stunden Tiefschlaf.
Hihi.
Wie´n Toter....:))
Ich reibe mir die Augen, stehe auf und gehe einfach zur Türe.
Zwei Typen.
„Tach Herr Fritz, Schäfer mein Name, Kripo Köln, und das ist mein Kollege, Kriminalhauptmeister Engel.
Wir hätten mal ein-, zwei Fragen.
Dürften wir kurz ´reinkommen?“
Ich hab´ keine Chance.
Ich gebe auf.
Besser isses.
Fliessen lassen!
„Ja, ja...“
murmele ich schlaftrunken.
„Haben wir sie geweckt, tut mir leid“
sagt der Größere von Beiden.
„Gehen wir doch in die Küche, ja, vorne rechts... “
stammele ich.
Man setzt sich um den Küchentisch, ich raffe schnell die ganzen Zeitungen zusammen und versuche währenddessen mein Hirn zu sortieren.
„Herr Fritz, wir haben ein kleines Problem. Hätten Sie die Güte, sich erstmal auszuweisen, bitte. “
Ich habe einen Geistesblitz.
„Wieso?“
frage ich, um noch ein bisschen Zeit zu gewinnen.
„Das kann ich Ihnen noch nicht sagen, bitte verstehen Sie. Dieser Ablauf ist teil unserer Ermittlungen. “
„Tja, ... “
stammele ich weiter,
„Das ist ein komischer Zufall.
Das hab´ ich nämlich alles verloren.
Oder ist geklaut worden.
Am Samstag, auf dem Neumarkt. “
...lüge ich,
„Hab´ ich erst heute Morgen bemerkt, als ich meine Scheckkarte gesucht habe. Die ist nämlich auch weg.
Die waren zusammen.
Also mit Führerschein und Perso.
Aber ich hab´hier noch ´ne Geldkarte von dieser Bank, vielleicht reicht das im Moment??“
Der kleinere, Engel mit Namen, schüttelt den Kopf.
„Schon gut, wir glauben Ihnen, dass Sie der Herr Fritz sind."
.....Und so lebendig.....
"Es ist nämlich so, dass jemand, mit Ihren Papieren am Mann, verstorben ist und wir überprüfen gerade diesen Vorgang. “
Hab´ ich dich!
„Ja super! “
strahle ich,
„Dann krieg´ ich sie ja wieder. Sehen sie, das Leben kann so gerecht sein... “
„Nein, nein...“
wiegelt der Große ab,
„Das Problem ist, sowohl der Mann als auch die Papiere sind wieder verschwunden. Vielleicht haben Sie das ja in der Zeitung schon gelesen. Und wir wollten nur überprüfen, ob Sie in Person damit zu tun haben."
„Ja, habe ich. Und DER hatte meine Papiere dabei??“
„Ja, scheint so. Das behauptet zumindest der Mann, der die Nachtschicht hatte. “
„Aber wie kann ein Toter verschwinden???“
Ich spiele wohl ganz gut, trotzdem hab´ ich die Hosen mal wieder gestrichen voll.
Das mit dem Bodo ist nichts für meine Nerven...
„Das ist der Punkt. Deshalb mussten wir natürlich hier mal vorbeikommen.
Sie selbst waren also nicht zufällig in der Nacht auf Sonntag irgendwie in der Uni-Klinik??"
Er guckt mich ganz direkt an.
Aber ich fühle mich schon gerettet...
„Und irgendwie tot, hihi.... “
Hoffentlich geht das gut...
„Nein, wirklich nicht. Ich war bei dem Konzert auf dem Neumarkt, echt geil, und anschließend bin ich ganz gemütlich zu Fuß nach Hause.
Wissen Sie, ich hatte ganz schön einen in der Lampe und bin dann irgendwo unterwegs noch mehr versackt.
Aber ganz schön lebendig und bin auch Morgens hier aufgewacht.
„Na, schön... “
murmelt der Kleine,
„Dann schauen wir mal weiter. Bitte entschuldigen Sie den Überfall, aber so was müssen wir natürlich zeitnah genau überprüfen. „
Die Zwei erheben sich und ich begleite sie zur Tür.
Schon im Treppenhaus dreht sich der Kleine noch mal um.
„Und Sie hatten nicht irgendwie einen Filmriss oder so was, also zuviel getrunken oder so?“
Allein, wie der „ oder so “ betont ist filmreif.
Wie im “Tatort“....
„Nee, nee! Ich war zwar blau, aber mein Bettchen finde ich immer! “
grinse ich.
„Gut. Und wie gesagt, ne!?“
„Kein Problem! Ich helfe gerne!! “
Die Beiden tapern die Treppe ´runter und ich schließe die Türe.
Lehne gegen die Wand und atme tief durch.
Scheißjob.
Bodo Fritz.
Wenn ihr mal sterbt, überlegt Euch genau, was ihr tut.
Den Quatsch hier kann ich nicht empfehlen.
Jedenfalls vorerst nicht.
Ich tappe zurück in die Küche, setze einen Kaffee auf und überlege nebenher, was ich alles kaufen muss, um hier wenigstens ein bisschen Lebensart ´reinzubringen.
Bis der Kaffee fertig ist, durchsuche ich diese Küche und schreibe einen Zettel.
Bialetti, neue Pfanne, Holzbrettchen, Obst, frische Kräuter, Knoblauch, Rotwein, Rosé, Bier...
Mann, ein Segen, dass die mich nicht dem Zivi zur Gegenüberstellung mitgenommen haben.
Wie erklärste so´ ne Wiedergeburt??
Olivenöl, Balsamico, eine Salatschleuder, ei ei ei,
Wo kaufen und wie transportieren???
Der Kaffee ist durch.
Schmeckt mies aber belebt ein bisschen.
Mir fällt auf, dass ich die ganze Zeit noch nicht geraucht habe und auch kein Verlangen verspüre.
Na, wenigstens ein Gutes...
Mit dem Kaffeebecher in der Hand durchstöbere ich jetzt das Wohnzimmer.
Gleichzeitig beschließe ich eine Aufräum- und Säuberungsaktion und suche in den Schubladen nach Sinnvollem, was zu behalten wäre.
Der Rest kommt weg.
Zumindest, wenn ich hier wohnen bleibe,
Und es sieht erstmal schwer danach aus.....
Irgendwo ganz unten finde ich eine interessante Mappe.
Konfirmationsschein, Abiturszeugnis, aha, immerhin 2 Komma 9,
Mietvertrag von einer GAG - Genossenschaft, Meldebestätigung, irgend ein Versicherungsschein und, oh Wunder, ein Kfz. – Brief.
Stimmt.
Da war ein Autoschlüssel an dem Schlüsselbund.
Und hier ist der Brief.
Na also.
Passat Kombi.
92er.
Oje.
Immerhin Zweilitermaschine.
Well...
K-GB-222, witzig, witzig....
Der Arsch.
Gleich mal suchen gehen.
Hoffentlich steht der hier irgendwo um die Ecke.
Sonst nächstes Problem.
Auf jeden Fall die Akte.
Schon mal sehr wichtig.
Weiter.
Ein Karton voll mit Fotos.
Später.
The Life of the Bodo.
Das Telefon klingelt.
Schnurlos.
Auf dem Tisch im Flur.
Rangehen???
Ich wage es.
Ein Typ.
„Ey, Fritte, was is?? Worüm jeiste nit annet Händi??
„Hab` ich verloren. Wie so fast alles. Wer ist denn da??
„Isch binnet, d´r Wollefjank. Erkennste ming Stimm nit mih, Jung?? Wat is loss??"
Ich bleibe bei der Nummer mit der Amnesie.
„Ja, ey, pass auf, ich bin am Samstag so abjestürzt, ich hab komplett Blackout. Hab´ mich schon beim Arzt angemeldet, für Morgen, aber ich schwör´ Dir ich weiß nix mehr.
Noch nicht mal wer DU bist.“
„Do spinns! “
„Nee, echt!“
„Dat jeläuben isch d´r nit. Hüür op!“
„Doch, ich schwör´s. Wie du hörst, hab´ ich sogar meinen Akzent vergessen. Der Typ hier unten am Kiosk hat gedacht, ich würd´ ihn verarschen. “
Cooler move!
„Do bis jeck. Ävver do häs de selleve Stimm, dat is wohr. Isch kannet ävver trotzdemm nit jeläuve. Un wat is met d´r Aabeet.? Küsste dann hügg??“
Arbeit??
Was mach´ ich denn??
"Was mach´ ich denn?“
"Do bes d´r Zappes vum Feez. Vier Daach de Woch. Hück naach zem Beijespill. “
"Ja super. Klar komm´ ich. Wo ist das denn?“
Der Typ lacht.
„Do määs misch feedisch, Jung. Dat is bei dir jeraad ümmet Eck. Jeck. Un do
küss ejentlisch jezz und määs op, verstehste. Ävver isch maachen dat, isch jank jlisch loss.
Un Do küss ävver och! Esüns kümm isch bei Disch, Jeck!!!“
„Ja, ja, ist ja gut! Ich mach´ mich gleich auf die Socken!“
„Dunn dat! Bess jlisch!“
Klack, weg isser.
Das kann ja lustig werden.
Ich.
In ´ner Kneipe.
Arbeiten, wo mich jeder kennt und ich keinen.
Voll auf Amnesie.
Na, Mahlzeit!
6
Es ist kurz nach Mitternacht in besagter Kneipe.
Eigentlich eher ´ne traditionelle Gaststätte, aber vor ein paar Jahren hat der Besitzer gewechselt und ebenso die Einrichtung.
Jetzt mehr stylish, mehr Cocktailbar.
Ein langer Tresen vor einer verspiegelten Wand, die auf gläsernen Regalböden dutzende Flaschen beherbergt.
Am Tresen sitzen noch vier Leute, der Rest der Kneipe ist schon leer.
Es war zum Glück nicht all zuviel los, so dass Wolli, wie man ihn nennt, mein neuer alter Freund, mir erstmal mitleidig Glauben geschenkt und dann alles noch mal von vorne erklärt hat.
Und weil ich nicht gaaanz doof bin hab´ ich´s auch ganz gut hingekriegt.
Jetzt sitzt Wolli mit Fried, Anni und Waltraud am Tresen
und wir trinken ein Feierabend – Kölsch.
Es schmeckt gut aber die Gläser sind zu klein.
Während ich alles putze,
die grösste Verzweiflung ist ausgeblieben, ......Meditation gewinnt.......,
reden die vier noch über Amnesie im allgemeinen und besonderen.
Waltraud ist Schauspielerin am Volkstheater, echte Kölsche und seit ´ner halben Stunde da,
Fried ist arbeitsloser Architekt, zu nett für´s große Geld und Anni ist scheinbar auch ´ne alte Bekannte von mir, zu Besuch von ihrer Finca auf Malle, wo sie mit ihrem Typen Ferien auf dem Bauernhof anbietet.
Scheinbar recht erfolgreich.
Sie ist zwar schon fünfzig, hat aber ´ne sehr sportliche Figur, groß, schlank und ziemlich amtliche Hängetitten die meinen Blick immer wieder einfordern.
Sie ist hier wegen irgendwelchem Amtskram und hat schon gute zehn Kölsch im Schädel.
Außerdem behauptet sie wir hätten damals schon mal und er wäre gerade groß genug für sie und so, Du weißt schon.
Aber nur kuscheln.
Is klar.
Und nich klammern, Bonoboboy!!!
Well, ich war damals nicht dabei, aber wenn ihr mich fragt....
Ich putze gerade die Kaffeemaschine als Waltraud und Fried sich verabschieden.
Ich kassiere die beiden ab und finde langsam Gefallen an diesem Job.
Und an der Tatsache, dass ich die ganze Aufregung von gestern und heute schon so ziemlich vergessen habe.
Ich zapfe noch drei zum sehen und nach dem Prosten verschränkt Anni ihre Arme so auf dem Tresen, dass ihre Teile auch ganz brav auf dem Holz zum Liegen kommen.
Wie zwei Hündchen.
Ich bin fasziniert.
„Haste Spaß??“
Erwischt. Ich grinse.
„Ja, Mutti lässt den Zwillingen gerne mal was Platz zum Spielen. Scheiß Büstenhalter sind mir immer zu eng oder schneiden an der Schulter ein. “
Sie grinst uns an, wir grinsen zurück.
„Kein Problem, Anni, auf die Freiheit!“
Worauf die Beiden wieder etwas in Bewegung kommen, als Mutti austrinkt und ich die Gläser kurz noch abspüle.
„So!“
Wolli erhebt sich.
„Isch bin alt fott. Dat mit der Tür han isch d´r jezeeisch un esüns semmer uns morjen. Ävver pünklisch, Fritte, pünklisch!“
„Is klar, Wolli. Versprochen. Hast ja gesehen, dass ich wie ein neuer Mensch bin. “
Wolli schüttelt im Gehen noch mal den Kopf.
„Hässe Rääsch. Tschö zusamme!“
Er geht durch die Schwingtüre.
Ich gucke Anni an.
„Und wir?“
„Och wennde noch zwei machst, auf die alten Tage, wär´ ich dabei. “
„Gut, aber ich mach´ gerade mal den Rollladen ´runter. “
Die Kneipe hat Rollläden rund rum und jetzt schliesse ich den letzten, die Türe.
Anni hat sich ´ne Kippe angemacht und ich zapfe noch zwei.
Und habe ´ne Idee:
„Sag mal, du hast nich zufällig was zu kiffen dabei??
„Du?? Kiffen?? Is ja ganz was neues. “
„Ja, irgendwie hab´ ich da jetzt Bock drauf. “
„Is ja geil. Fritte und Kiffen. Aber eigentlich ´ne gute Idee. “
Sie kramt Papers und ein kleines Döschen aus ihre Tasche und macht sich ans Werk.
„Aber nur wennde ´rumkommst und noch zwei mitbringst!“
„Klar!“
Ich zapfe und setze mich neben sie.
Sie macht einen kleinen Joint, fast pur, leckt an, dreht ihn rund, klopft ihn auf den Tresen und schiebt einen kleinen Pappfilter in das andere Ende.
„Voilà!“
Sie zündet ihn an, zieht kräftig und bläst mit einem Lächeln den Rauch wieder aus.
Gibt mir das Ding.
„Auf die alten Zeiten! Ha, Kiffen mit Fritte.... früher haste das nie gemacht. Das nenn´ ich mal ´ne amtliche Amnesie. Mit Kurve zum Besseren. Eigentlich musste die Mutti jetzt auch noch mal ficken, das haste ja wahrscheinlich auch vergessen.... “
Ich ziehe an dem Joint, wie gewohnt und kriege erstmal einen fürchterlichen Hustenanfall.
Und außerdem werde ich geil.
Und spüre meinen neuen Bodo.
Trinke erstmal.
Sie zieht wieder.
Und gibt ihn zurück.
Ich ziehe auch, diesmal vorsichtig.
Sehr lecker.
Und stark.
Glaube das reicht schon.
Gebe ihr das Ding mit einer entsprechenden Handbewegung zurück.
Sie beugt sich zu mir ´rüber, stützt sich schon mal mit der Rechten auf meinem Oberschenkel ab und guckt mich an.
„Na, was meinste?“
Ihre Titten schlenkern leicht unter ihrem schwarzen T-Shirt und ich sehe das Muster ihrer Nippel.
Was für Argumente.
Wortlos küsse ich sie und schiebe ihr meine Zunge ´rein.
Sie reagiert sofort.
Rutscht vom Stuhl, steht zwischen meinen Beinen und massiert meine Jeansbeule.
„Ah, der Gute. Hier zieh´ noch mal!“
Gibt mir den Spliff und trinkt, eine Hand immer noch an meinem Sack.
Ich ziehe todesmutig und drücke das Ding dann aus.
Trinke noch einen kleinen Schluck, hektisch, und züngele weiter.
Und meine Hände greifen in die Vollen.
WOW!
Feste...
Sie stöhnt auf.
Und beginnt meine Hose aufzumachen.
„Weißte, du hast einen der besten Schwänze überhaupt. Ich hab´ meinen Freddie ja lieb aber an deinen Schwanz hab´ ich mich immer wieder gerne erinnert. “
Ich kann grad nicht sprechen, denn sie hat beide Hände dran und er ist steinhart.
Ich ziehe ihr das Shirt über den Kopf und ihre Titten fallen mir fast auf die Knie.
Wow.
Die Haut ist noch ganz fest und sie hat bierdeckelgroße Höfe aus denen sich als ich wieder zu Kneten anfange sehr feste, große Nippel aufrichten wollen, echte Lutscher.
Wir atmen uns ins Gesicht, die Köpfe ganz dicht zusammen.
Sie mit beiden Händen an meinem Schwanz und ich an ihren Titten.
Geil!
„Göttlich!“
„Du sagst es... !“
Jetzt beugt sie sich ´runter und hat ihn sofort im Mund.
Ich musste die Titten loslassen, will aber nicht und sage:
„Nee, nee, komm!“
Sie richtet sich langsam auf und ich ziehe sie zu mir heran, dass ihre Dinger auf meiner geöffneten Jeans zu liegen kommen und mein Ding zwischen ihnen aufragt.
Groß und rot.
Ich presse ihr Fleisch zusammen und kneife in ihre Warzen, dass sie am ganzen Körper zusammenzuckt.
„Ahhh!“
Jetzt fange ich an ein bisschen zu stoßen und sie reckt mir ihren Brustkorb entgegen, irgendwann stehe ich auf dem Fußring meines Barhockers und ficke ihre Titten wie ein Berserker....
„Anni ich komme gleich... !“
stöhnt es aus mir heraus.
„Warte!“
Sie stellt sich auch gerade hin, nimmt ihre linke Brust in die volle Hand und schiebt mit der rechten meinen nassen Schwanz hin und her über ihren Sauger.
Ich mache noch ein, zwei Stöße aber dann ist es zuviel und mein Saft läuft literweise über ihre Brust, ihre Hand und tropft dann auf meine Jeans und auf den Boden....
Zum Schluss stülpt sie noch ihren Mund drüber und lutscht ihn sauber, während ich das Zeug in ihre Haut einmassiere und noch das von ihrer Hand und das, was noch nicht in die Jeans eingezogen ist.
Sie schmatzt, mein Schaft fällt ´raus und ich schmecke sofort mit meiner Zunge nach, küsse sie, so tief es geht und massiere weiter, knete und presse mit den Daumen ihre Schläuche.
Instinktiv rutsche ich mit meiner rechten in Ihre Hose, bin sofort im nassen Spalt und reibe kurz und kräftig ihre Klitoris.
Treffer.
Es dauert keine zwanzig Sekunden, bis...
„Ahh, Fritte, Du bist verrückt, Ja, komm, au ja! Ja! Komm jetzt, hoch und runter, Ja!
JA! JAAAA! Ahh !“
Sie zuck völlig epileptisch auf meiner Hand ´rum und ich ziehe ihren Kopf heran, als die erste Welle abklingt und reibe etwas leichter weiter.
Sie kommt gleich noch mal, nicht ganz so stark aber dafür werden ihre Geräusche zarter, weiblicher, bis sie bei ihrem dritten Orgasmus fast schon weint.
Ich hole meine Hand ´raus und nehme sie fest in den Arm.
Stille.
Dann hebt sie den Kopf.
„Fritte, Du bist verrückt!“
Ich küsse ihre Stirn, ein paar Schweißtropfen...
„Du aber auch!“
Und lächle. Sie lächelt zurück...
„Ich glaub´ Deine Amnesie war´n Lehrgang!“
„Du bist aber auch... puh!“
Wir lachen beide.
Und trinken das schale Bier aus.
„Darauf gibt´s noch zwei frische!“
schiebe meinen erschöpften Lümmel in die Hose zurück und gehe mit weichen Knien zum Zapfhahn.
Sie hat sich ´ne Kippe angemacht und das T-Shirt wieder übergezogen.
„Da müssen wir aber gleich noch mal beigehen!“ sagt sie.
Wir prosten uns zu.
Ich spüre eine gewisse Übereinstimmung.
7
Bei mir angekommen setzt sie sich auf´s Sofa und fängt an, noch einen zu bauen.
Ich stelle die mitgebrachten Beck´s in den Kühlschrank, bis auf zwei.
Mache sie auf und gehe ´rüber.
Anni hat schon die Hose ausgezogen.
Sieht irgendwie geil aus, in ´nem beigen Schlüpfer.
`Ne gestandene Frau, die halbnackt einen Joint dreht.
So schlecht kann die Welt gar nicht sein.
Ich stell´ die Biere ab und ziehe meine Buxe auch aus.
Sie kuckt hoch und grinst.
„Ach, Fritte, dass ich das noch mal erleben darf... “
Ich lasse mich neben sie fallen.
„Ja, ja... “
Was soll ich auch sagen??
„Erzähl doch mal, wie ich früher so war. Ok, Du bist ja immer die meiste Zeit weg, aber trotzdem.“
Sie guckt mit tiefem Blick, während ihre Zunge das Papier leckt.
„Das war also echt kein Joke, was??“
„Nee, echt nicht. “
Sie schüttelt lächelnd den Kopf und zündet den Spliff an.
Bläst aus.
„Eigentlich warste ´n Arschloch. Hochnäsig, Hecktisch und immer im Arsch von irgendwelchen blöden Kumpeln. Ich will nich wissen was ihr so alles ausgeheckt habt.
Und ´ne große Schnauze haste.
Gehabt.
Also heute war echt nichts mehr davon. Komisch...
Aber dein Schwanz war immer schon einfach der leckerste unter der Sonne. Irgendwann... hier!“
Sie hält mir den Joint hin. Ich ziehe, huste wieder, trotzdem lecker.
„Irgendwann hab´ ich mir gedacht, na mal gucken, was an den Sprüchen dran ist. Dann sind wir hierher und haben gevögelt. Du hast nur gerammelt wie ´n blöder und hinterher hab ich auf dem Klo ein kleines Krümelchen Koks gefunden. Voll-Asi.
Zieht alleine weg.
Ich bin dann abgehauen, aber... “
Sie zieht noch mal.
Hat schöne schlanke Hände.
Ohne Lack.
Sie lacht.
„Nee, das sag´ ich Dir später.... “
Ich bin wieder dran....
Der Subtext macht unseren Bodo wieder willig.
Ich ziehe noch mal, herrlich.
Das beste Aphrodisiakum der Welt.
Trinke, lehne mich nach links und ziehe sie mit.
„Moooment!“
Sie zieht noch zwei mal, trinkt auch, saugt quasi, stellt die Flasche weg und zieht sofort ihr Shirt aus.
Götterdämmerung.
Sie freut sich.
Sie küsst meine Brustwarze und drückt mit beiden Händen meinen Slip.
„Komm!“
Ich richte mich auf und streife ihn ab. Rot, halb geschwollen baumelt das Rohr.
Sie will losmachen aber ich drücke sie wieder in Rückenlage.
„Warte!“
Ich massiere ihren Schlitz durch den Schlüpfer hindurch, drehe mir ihren Kopf zurecht und küsse sie.
Sie geht mit.
Wird heiß.
Je fester ich arbeite um so mehr drückt sie ihr Kreuz durch, über die Sofalehne.
Ich küsse ihren Hals, sauge und beiße ihre Nippel, bis sie richtig ächzt, bedecke ihren noch ziemlich festen Bauch mit weiteren Küssen, bis ich angekommen bin und sie durch den dünnen Slip hindurch küsse und beiße.
Süßlich.
Ein bisschen Urin.
Nass.
Sie stöhnt.
Ich reisse ihr den Slip über die Schenkel und bin sofort wieder mit der Zunge da unten.
„Du... schmeckst.... aber... auch... klasse... !“
„AAAHHHH!“
Ich schiebe ihr Zeige und Mittelfinger ´rein, drehe die Hand ein wenig hin und her und lecke ihre Erbse.
Fester.
Dann spreize ich die beiden Finger.
Ich träume davon, ihr die ganze Faust ´reinzuschieben.
Abwarten.
Beim nächsten Mal...
Sie geht aber auch ab.
Träumt wahrscheinlich das selbe...
Dann kommt es:
„Fick mich, Bodo, komm jetzt, bitte.... !“
Ich hebe den Kopf, sie rutscht gleich wieder ´runter und greift nach mir.
Ich stehe auf und lasse sie ihn ein bisschen hartlutschen.
„Mmmmhhhh!“
Ich sehe, dass sie sich dabei reibt.
„Ok, komm !“
Sie lässt ihn aus, er ist knüppelhart.
Zieht sich die Knie hinter die Ohren.
„Ja... !“
Ich schiebe ihn über ihren kleinen roten Schamlippen ein bisschen auf und ab und dann ´rein.
Zuerst nur die Eichel.
Wie weich und warm sie ist.
Grandios!
Ich stoße ein bisschen, aber nicht tief.
Sie ist völlig gebannt.
Ich liebe dieses Bild.
Sie starrt auf ihre Möse, hängt, das Kreuz durchhängend und die Füße in der Luft im Sofa, ihre Titten hängen ihr fast bis zum Becken, sehen aber hammermäßig gut aus, wie sie sich wiegen im Rhythmus meiner Stöße.
Ich tease sie weiter.
Dann guckt sie hoch und sagt:
„Komm jetzt,.. bitte... !“
Sie ist so geil, dass sie gar nicht richtig lächeln kann...
„Meinste.... ??“
Ich bin aber auch scheiße....
„Fritte!... Komm jetzt... mach´ keinen Scheiß!!“
Sie ist richtig klatschnass.
Ich kann nicht mehr..
Und hacke los.
Sie wird verrückt.
Schreit.
Und ich stoße wie bescheuert.
Volle Kanne.
„Ja!... Ich komme.... ich komme !“
Sie drückt ihr Kreuz wieder durch, ich stütze mich auf der Lehne auf und starte den
Endspurt.
Anni sagt längst nichts mehr.
Blutunterlaufen starren ihre Augen auf die Action.
Ich sehe, dass sie die ganze Zeit kontrahiert.
Sie kriegt fast keine Luft, ihre Halsadern sind geschwollen und sie zieht ihre Knie
noch weiter auseinander.
„Komm jetzt... !“
Das war ihre Stimme.
Oder??
„Komm, spritz... !“
Und ich spüre es kommen...
Ziehe ihn ´raus, wie im Reflex, und wichse zu Ende.
Der Saft spritzt überallhin, noch ganz schön reichlich.
Die letzten Tropfen fallen auf ihre offenen Schamlippen.
Ich muss ihr jetzt den noch tropfenden Schwanz ´reinschieben.
Tue es, während sie sich das Sperma einmassiert.
Geil.
Suche ihren Mund.
Küsse sie.
Tief und lange, wohlig, während mein Schaft unter kleinen Zuckungen in ihr abschwillt.
Geil...
Um nicht zu sagen:
Schön!
Wir räkeln uns zur Seite, natürlich rutscht er dabei ´raus.
Leises oooooh.
Seufzen....
Und dann erstmal nichts mehr.
Bis ich irgendwann aufstehe und noch zwei Bier hole.
Sie hat sich ´ne Kippe angemacht.
