Was, wenn die Wirklichkeit nicht einfach geschieht – sondern entsteht? In "Der kleine Mönch – Das Quantenfeld" begegnet der Junge Mönch einer der tiefsten und zugleich unbequemsten Fragen seines Weges: Formt das Bewusstsein die Welt – oder sind wir nur Spielball der Umstände? In ruhigen, klaren Gesprächen mit seinem Lehrer erkundet er, was hinter dem steckt, was wir Realität nennen. Er lernt, dass Gedanken keine harmlosen Begleiter sind. Dass innere Bilder Spuren hinterlassen. Und dass Entscheidungen – selbst die kleinen – mehr Gewicht haben, als wir glauben. Der Lehrer spricht nicht in Theorien. Er spricht in Bildern, Fragen und einfachen Wahrheiten. Und immer wieder wird deutlich: Das Quantenfeld ist keine abstrakte Idee, sondern eine Metapher für Verantwortung. Für die Erkenntnis, dass wir nicht Opfer des Lebens sind – sondern Mitgestalter. Der kleine Mönch erkennt, wie Angst, Zweifel und alte Überzeugungen die Wahrnehmung verengen. Und wie Klarheit, Präsenz und innere Ausrichtung neue Möglichkeiten öffnen. Nicht durch Magie. Nicht durch Wunschdenken. Sondern durch bewusste Haltung. Dieses Buch ist keine Physikvorlesung. Es ist eine Einladung, die eigene Rolle im Leben neu zu betrachten. Nicht als jemand, der wartet. Sondern als jemand, der wirkt. "Der kleine Mönch – Das Quantenfeld" erzählt in stiller, poetischer Form von Bewusstsein, Entscheidung und der Kraft, die entsteht, wenn ein Mensch beginnt, Verantwortung für sein inneres Bild der Welt zu übernehmen. Denn vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis nicht, wie das Universum funktioniert – sondern wie du selbst darin stehst.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 63
Veröffentlichungsjahr: 2026
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Der kleine Mönch – Das Quantenfeld
Der kleine Mönch lächelt und setzt sich neben dich.
„Du glaubst, die Welt besteht aus Dingen“, sagt er leise. „Aus Steinen. Aus Bäumen. Aus dir. Aber das ist nur, was deine Augen sehen.“
Er nimmt ein Blatt vom Boden und lässt es fallen.
„Unter allem, was ist, liegt etwas, das man nicht sehen kann – aber alles bewegt. Ein Feld. Ein Meer aus Möglich-keiten. Manche nennen es das Quantenfeld. Andere nennen es Gott. Wieder andere nennen es einfach Leben.“
Er schaut dich an, als würde er dich schon sehr lange ken-nen.
„In diesem Feld ist alles schon da. Jede Möglichkeit. Jeder Weg. Jede Entscheidung. Nicht als fertiges Schicksal – sondern als Einladung.“
Der kleine Mönch tippt dir leicht auf die Brust.
„Du bist nicht getrennt davon. Du bist darin. Und es ist in dir. Deine Gedanken, deine Gefühle, deine Entscheidungen sind wie Steine, die du in dieses Feld wirfst. Sie ziehen Kreise. Sie verändern, was zu dir zurückkommt.“
Er lächelt.
„Das Quantenfeld ist kein Zauber. Es ist Beziehung. Zwi-schen dir und dem Leben. Zwischen innen und außen. Zwi-schen dem, was du bist – und dem, was du wirst.“
Dann steht er auf und sagt:
„Die wichtigste Frage ist nicht, was möglich ist. Sondern: Wer bist du, wenn du wählst? “
Inhaltsverzeichnis
Der kleine Mönch – Das Quantenfeld
Prolog
Der kleine Mönch und das unsichtbare Meer
Teil I – Sehen
1. Der kleine Mönch setzt sich neben mich 2. Was du siehst, ist nicht alles
3. Der kleine Mönch und das Feld hinter den Dingen 4. Warum die Welt mehr ist als Materie 5. Der kleine Mönch erklärt mir: Alles ist Beziehung 6. Das Unsichtbare, das alles bewegt
Teil II – Verstehen
7. Der kleine Mönch und die Sprache der Möglichkei-ten
8. Warum nichts fest ist – und alles offen 9. Gedanken sind keine Dinge – aber sie wirken 10. Der kleine Mönch und die Kreise im Feld 11. Über Beobachter, Wahl und Wirklichkeit 12. Warum dein Inneres die Welt berührt 13. Der kleine Mönch und das Geheimnis der Resonanz 14. Angst, Hoffnung und das Feld der Erwartungen
Teil III – Gehen
15. Der kleine Mönch und die Kunst, bewusst zu wäh-len
16. Warum du nicht erschaffst, sondern antwortest 17. Der kleine Mönch und die Würde der Entscheidung 18. Über Vertrauen, Zweifel und den Mut, offen zu sein 19. Der kleine Mönch sagt: Du bist nicht getrennt 20. Leben im Feld – nicht gegen es
Teil IV – Erinnern
21. Der kleine Mönch und die Rückkehr zur Einfach-heit
22. Was bleibt, wenn man aufhört zu kontrollieren 23. Der kleine Mönch und der stille Frieden 24. Du warst nie außerhalb des Feldes 25. Der kleine Mönch und das einfache weiter gehen
Epilog
Der kleine Mönch und die letzte Frage
Nachwort
Der Weg geht weiter
Prolog: Der kleine Mönch und das un-
sichtbare Meer
Ich saß auf einer Bank und sah auf das Wasser. Es war früh, oder spät – ich weiß es nicht mehr genau. Der Him-mel hatte diese Farbe, die weder Tag noch Nacht ist. Sla-ven lag zu meinen Füßen, den Kopf auf den Pfoten, wach, aber ruhig. So, wie nur er ruhig sein kann: aufmerksam, ohne etwas zu wollen.
Das Meer vor mir war glatt. Zu glatt. Als hätte jemand die Welt für einen Moment angehalten.
„Du suchst es wieder“, sagte eine Stimme neben mir.
Ich hatte ihn nicht kommen sehen. Der kleine Mönch saß einfach da. Wie immer. Nicht alt. Nicht jung. Nicht wirk-lich ein Kind. Nicht wirklich ein Lehrer. Eher wie eine Er-innerung, die laufen gelernt hat.
„Was suche ich?“, fragte ich.
Er zeigte auf das Wasser. „Das, was du nicht sehen kannst.“
Ich sah nur Wellen. Licht. Himmel. Weite.
„Das ist nur Wasser“, sagte ich.
Der kleine Mönch lächelte. Dieses ruhige Lächeln, das nichts erklärt und doch alles in Frage stellt.
„Wenn du auf eine Welle zeigst und sagst: Das ist das Meer – verwechselst du die Form mit dem Ganzen.“
Slaven hob kurz den Kopf. Sah den Mönch an. Sah mich an. Legte sich wieder hin. Als hätte er verstanden.
„Die meisten Menschen“, sagte der kleine Mönch, „glau-ben nur an das, was sie anfassen können. An Dinge. An Formen. An Namen. Aber sie leben in etwas, das sie nie anschauen.“
„Und was ist das?“, fragte ich.
Er nahm einen kleinen Stein und warf ihn ins Wasser. Die Kreise breiteten sich aus. Einer wurde zwei. Zwei wurden viele. Dann war die Oberfläche wieder still.
„Du hast den Stein gesehen“, sagte er. „Du hast die Kreise gesehen. Aber nicht das, was sie trägt.“
Ich schwieg.
„Das Meer ist nicht die Welle“, sagte er leise. „Und du bist nicht nur dein Körper. Nicht nur deine Geschichte. Nicht nur das, was dir passiert ist.“
Ich sah in die Weite. Irgendwo dort draußen ging die Son-ne auf oder unter. Ich wusste nicht, was von beidem es war. Vielleicht beides.
„Und dieses… Meer?“, fragte ich. „Wie nennst du es?“
Der kleine Mönch sah mich an. Lange. Freundlich. Ernst.
„Manche nennen es das Quantenfeld. Manche nennen es Bewusstsein. Manche nennen es Gott. Manche nennen es gar nichts – und leben trotzdem darin.“
„Und du?“, fragte ich.
Er zuckte leicht mit den Schultern.
„Ich nenne es das, worin alles geschieht.“
Der Wind ging durch Slavéns Fell. Er rückte ein Stück nä-her an mein Bein.
„Warum erzählst du mir das?“, fragte ich.
Der kleine Mönch stand auf.
„Weil du längst darin schwimmst“, sagte er. „Aber immer noch glaubst, du stehst am Ufer.“
Dann ging er den Weg entlang, den man nur sieht, wenn man nicht versucht, ihn zu kontrollieren.
Ich blieb sitzen. Und zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich nicht das Gefühl, allein zu sein.
Nicht, weil jemand da war.
Sondern weil ich spürte, dass ich nie getrennt gewesen war.
Kapitel 1 - Der kleine Mönch setzt sich ne-
ben mich
Er kam nicht wie jemand, der ankommt. Er war einfach da. Ich saß wieder einmal irgendwo. Auf einer Bank am Rand eines Weges, der nicht wichtig genug war, um einen Na-men zu haben. Slaven lag neben mir, halb schlafend, halb wach – in diesem Zustand, in dem er alles mitbekommt, aber nichts bewertet.
Der kleine Mönch setzte sich neben mich, als hätte er hier schon immer gesessen.
„Du bist müde“, sagte er.
Ich wollte widersprechen. Aber ich tat es nicht.
„Nicht im Körper“, fügte er hinzu. „Im Inneren.“
Das traf genauer, als mir lieb war.
Ich sah auf meine Hände. Sie sahen aus wie immer. Und doch fühlte es sich an, als hätten sie zu viel getragen.
„Ich dachte, ich hätte das hinter mir“, sagte ich.
Der kleine Mönch sah mich ruhig an. „Man hat nie etwas hinter sich. Man trägt es – oder man lässt es.“
Slaven bewegte sich, legte den Kopf auf meinen Fuß. Ein-fach so. Ohne Grund.
„Du willst verstehen, wie das Leben funktioniert“, sagte der kleine Mönch. „Aber du fragst die falsche Stelle.“
„Welche wäre die richtige?“, fragte ich.
Er tippte mir leicht an die Brust. „Die, die schon da war, bevor du angefangen hast zu erklären.“
Ich schwieg.
„Das Quantenfeld“, sagte er, „ist kein Ort. Es ist kein Ding. Es ist der Raum, in dem alles geschieht. Auch du.“
„Das klingt groß“, sagte ich.
Er lächelte. „Das ist es auch. Aber nicht kompliziert.“
Wir saßen eine Weile da. Ohne Eile. Ohne Ziel.
„Du glaubst, du bewegst dich durch die Welt“, sagte der kleine Mönch. „Aber in Wahrheit bewegt sich die Welt durch dich.“
