Desires of a Rebel Girl - Piper Rayne - E-Book

Desires of a Rebel Girl E-Book

Piper Rayne

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Beschreibung

Band 6 der Romance-Serie von USA Today Bestseller-Autorin Piper Rayne

Verliebt in den Produzenten

Phoenix Bailey hat seit der Highschool nur einen Traum: Sie möchte Sängerin werden. Als der berühmte Musikproduzent Griffin nach Lake Starlight zieht, kann sie ihr Glück kaum fassen. Sie nutzt die Chance, sich zu bewerben, und bekommt eine Zusage. Was sie dabei jedoch überhört hat: Griffin ist auf der Suche nach einer Nanny für seinen Sohn und nicht nach einem neuen Talent. Phoenix beginnt als Babysitterin und versucht, Griffin von ihren Gesangsfähigkeiten zu überzeugen. Aber je enger die beiden zusammenarbeiten, desto näher kommen sie sich. Und es fällt ihnen immer schwerer, Berufliches von Privatem zu trennen ...

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Seitenzahl: 364

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Desires of a Rebel Girl

Die Autorin

Piper Rayne ist das Pseudonym zweier USA Today-Bestseller-Autorinnen. Mehr als alles andere lieben sie sexy Helden, unkonventionelle Heldinnen, die sie selbst zum Lachen bringen, und viel heiße Action. Und sie hoffen, du liebst das auch.

Das Buch

Wenn ein berühmter Musikproduzent nach Lake Starlight zieht, kann das kein Zufall sein. Es ist ein Zeichen des Universums, dass Griffin Thorne mich und meine Stimme entdecken soll. Was ich alles tun würde, um dem Universum auf die Sprünge zu helfen? Eine ganze Menge, muss ich gestehen:1. Vielleicht habe ich mitbekommen, dass er eine Nanny sucht. Was soll ich sagen? Mein Bruder kann nichts für sich behalten.2. Möglicherweise habe ich so getan, als ob ich Erfahrungen mit Kindern hätte. Hey, auf die Nichten und Neffen aufzupassen, zählt doch, oder? Jedenfalls sagt das Grandma Dori.3. Nachdem ich den Job bekommen habe, habe ich dafür gesorgt, dass er mich rein zufällig singen hört. Manchmal muss man eben etwas tiefer in die Trickkiste greifen.4. Womit ich nicht gerechnet habe: Ich habe mich in ihn verliebt …

Piper Rayne

Desires of a Rebel Girl

Roman

Aus dem Amerikanischen von Cherokee Moon Agnew

Forever by Ullsteinforever.ullstein.de

Deutsche Erstausgabe im Ullstein Taschenbuch1. Auflage September 2021© für die deutsche Ausgabe Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2021Die amerikanische Originalausgabe erschien 2019 unter dem Titel: Confessions of a Naughty Nanny© 2020 by Piper RayneUmschlaggestaltung: zero-media.net, MünchenTitelabbildung: © FinePic®, MünchenUnterschriftfoto © privatE-Book Konvertierung powered by pepyrus.com ISBN 978-3-95818-629-3

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Inhalt

Die Autorin / Das Buch

Titelseite

Impressum

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Kapitel 30

Kapitel 31

Kapitel 32

Kapitel 33

Kapitel 34

Kapitel 35

Kapitel 36

Epilog

Und zum Schluss noch ein wenig Einhorngeschwafel …

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Cover

Titelseite

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 1

PHOENIX

»Hat er gerade in der Nase gebohrt?«, fragt Sedona.

»Japp. Willkommen in Romes Leben.«

»Igitt, wie ekelhaft.«

Dion zieht den Finger aus der Nase und inspiziert den Popel. Langsam öffnet er den Mund.

»Phoenix, halt ihn auf.« Dion steckt seinen Finger in den Mund.

»Dann muss ich ja seinen Finger berühren«, erwidere ich.

»Du kannst nicht zulassen, dass unser Neffe Popel isst.«

Sedona ist Savannah unheimlich ähnlich. Ich glaube, sie teilen sich sogar eine Pinterest-Seite zum Thema »Organisieren«.

»Doch, kann ich. Habe ich schon mehr als einmal gemacht.«

Meine Verbitterung ist mir deutlich anzuhören, denn im Gegensatz zu mir lebt meine Zwillingsschwester ihren Traum. Ich gebe zu, dass ich durchaus ein wenig stur sein kann.

»Wie oft muss ich mich noch dafür entschuldigen, dass ich es nicht zur Geburtstagsparty eines Zweijährigen geschafft habe?«, fragt Sedona verärgert.

Jetzt habe ich das Gefühl, eine beschissene Schwester zu sein, weil ich nicht vor Freude auf und ab hüpfe, schließlich ist sie drauf und dran, ihren College-Abschluss zu machen. Mit dem Englischdiplom, das sie schon immer wollte.

Ich will gerade etwas erwidern, als Grandma Dori ihr Gesicht vor das iPad schiebt.

»Hi, Grandma«, begrüßt Sedona sie bereits zum fünften Mal heute, dabei hatten wir noch nicht mal Kuchen.

»Diese Technik.« Grandma Dori schüttelt den Kopf. »Du siehst müde aus, Liebes. Nickerchen sind etwas Großartiges, aber nie länger als fünfzehn Minuten.« Sie wedelt mit dem Zeigefinger.

»Vielleicht hält Jamison sie nachts wach«, bemerke ich.

Grandma Dori sieht mich an und hebt die grauen Augenbrauen.

»Hör auf, Phoenix. So ist es nicht, Gram. Mach dir keine Sorgen.«

Sedona ist ziemlich gut darin, Gerüchte, sie sei keine Jungfrau mehr, schnell zu zerstreuen. Unsere Familie wäre schockiert, zu erfahren, dass sie ihre Jungfräulichkeit lange vor mir verloren hat. Ich kann mir richtig vorstellen, wie sie nach Luft schnappen und die Hände vor die Münder schlagen würden. »Doch nicht unsere perfekte Sedona!« Aber ich? Ich bin das schwarze Schaf. Die schlechte Erbse im Topf. Oder wie auch immer ihr die Person nennen wollt, die anders ist als der Rest der Familie.

»Lass dir nichts vormachen, Grandma. Ich habe gehört, Jamison hat ihr zum Geburtstag einen Dreier geschenkt.«

»Phoenix!«

Sedona schreit so laut, dass sich alle Partygäste zu uns umdrehen. Doch keiner fragt, warum Sedonas Wangen so gerötet sind. Sie gehen einfach davon aus, dass ich der Grund dafür bin.

Um ehrlich zu sein, schätze ich, Jamison hat ihr eine Kette geschenkt. Mit einem Herzanhänger mit seinem Foto darin. Irgendwas total Klischeehaftes.

»Ich mache nur Spaß«, sage ich.

Grandma Dori verpasst mir einen Klaps auf den Hinterkopf. »Was soll ich bloß mit dir machen?«

Ich zucke mit den Schultern und schiebe mir noch eine von den Garnelenpasteten, die Rome zubereitet hat, in den Mund.

»Wie ist das Essen?«, fragt Sedona, nachdem Grandma Dori zu Juno gegangen ist, um sich mit ihr zu unterhalten.

»Lecker wie immer.«

Sie stöhnt. »Ich habe nur noch eine Tüte alter Doritos.«

»Warum besorgt dir Jamison nichts zu essen?« Ich kann nicht mal bis zwei zählen, bevor sie sich für ihn eine Entschuldigung einfallen lässt.

»Er ist in Chicago.«

»Und macht dort was?«

»Profifußball spielen.« Sie verdreht die Augen und atmet genervt aus. »Ich sollte jetzt besser Schluss machen. Ich muss noch für die Abschlussprüfung lernen.«

Ich rolle ebenfalls die Augen.

»Es gibt Kuchen!«, ruft Rome, und Harley betritt mit einem riesigen Dinosaurierkuchen den Raum.

»Hast du diese Dinger in allen Farben?«, fragt Denver und berührt das Tragetuch, in dem Phoebe sitzt und sich an Romes Brust schmiegt. Sie ist erst fünf Monate alt, aber schon jetzt das exakte Ebenbild ihrer großen Schwester Calista.

Dion hüpft auf und ab und steckt den Finger in den Kuchen.

»Wie gut, dass ich nichts von diesem Kuchen abbekomme«, bemerkt Sedona.

»Die andere Seite ist noch gut«, erwidere ich und begutachte den Teil, den Dion noch nicht kontaminiert hat. Ich denke darüber nach, meine Depression mit dieser schokoladigen Köstlichkeit zu betäuben, denn in meinem Leben geht einfach nichts voran.

»Ich vermisse Sweet Suga.« Sedona seufzt. Würde ich jetzt auf das iPad blicken, würde ich bestimmt einen Sabberfaden sehen. Wenigstens eine Sache, die ich habe und sie nicht. Ich kriege Kuchen von ihrer Lieblingsbäckerei.

»Aber nach deinen Abschlussprüfungen kommst du zurück, oder?«, frage ich.

»Ähm … ja.«

»Für immer?«

Ihr Schweigen bringt mich dazu, wieder auf das iPad zu sehen. Sofort bemerke ich das Zögern in ihren Augen.

»Sedona.« Ich presse fest die Kiefer aufeinander. Ich wusste, dass sie ihre Pläne für Jamison ändern würde, sobald sie wieder zusammen sind.

»Na ja, Jamison hat mich gefragt, ob ich bei ihm einziehe.«

»Er hat was?«

Austin unterbricht uns. »Hey, Mädels. Habt ihr was dagegen, eurem Neffen ein Geburtstagsständchen zu singen?«

Ich drehe das iPad wieder so, dass Sedona die anderen sieht, während sich Wut in mir breitmacht. Ich singe das »Happy Birthday« so leise mit, dass mich die anderen bei Weitem übertönen. Ich halte den Blick auf Dion gerichtet. Er lächelt so breit, dass man meinen könnte, er wäre von allen Paw Patrol-Figuren umringt.

Ich denke an den Tag, als er geboren wurde. Ich erhielt die Textnachricht von Harley direkt nach einem Auftritt, der mir nur zwanzig Dollar eingebracht hatte, weil die Bar so leer war. Sie schrieb uns allen, sie läge nun in den Wehen. Mein Handy explodierte förmlich, als ich die schäbige Bar verließ, in der man mich wie eine Karaokesängerin und nicht wie eine professionelle Musikerin behandelt hatte.

Ich sandte die obligatorischen Glückwünsche und ein trauriges Emoji, weil ich nicht dabei sein konnte. Und ich meinte es auch so. Ich liebe meine Nichten und meinen Neffen, auch wenn sie Rome das Leben manchmal ganz schön zur Hölle machen. Ich fand es urkomisch, als Calista letztes Jahr so besessen von »Baby Shark« war. Doch während meine Familie in Lake Starlight so glücklich war, lag mein Traum in L.A. auf dem Sterbebett.

Die zwanzig Dollar in meiner Tasche halfen mir auch nicht, meine Miete zu bezahlen. Savannah und Austin hatten mir im ersten Jahr unter die Arme gegriffen, doch danach musste ich auf eigenen Beinen stehen. Als der Räumungsbefehl an meiner Tür hing und mein Konto im Minus war, benutzte ich die Kreditkarte, die sie mir für Notfälle gegeben hatten, und buchte ein Ticket zurück nach Alaska.

Jetzt wohne ich mit Denver und Cleo in Savannahs Haus, ohne Miete zu bezahlen. Ich wechsle von Job zu Job. Jedes meiner Familienmitglieder gibt mir eine Chance, aber eigentlich will ich nur Sängerin werden. Eine berühmte Sängerin.

»Phoenix«, flüstert Sedona. Zögerlich drehe ich das iPad wieder zu mir. »Ich komme nach dem Abschluss nach Hause. Versprochen.«

Ich nicke. Ich vermisse meine Zwillingsschwester wie verrückt, aber sie soll sich nicht ihre Zukunft ruinieren, nur weil ich keine habe. »Nein, wirst du nicht. Du wirst mit Jamison zusammenziehen.«

Sie lächelt ein wenig und sieht mich so durchdringend an, dass ich in meinem Sessel hin- und herrutsche. »Du weißt, dass es irgendwann passieren wird, richtig? Eines Tages. Morgen oder in fünf Jahren. Du bist zum Singen bestimmt.«

Meine restliche Familie ist der Meinung, dass ich meine Chance hatte und mir nun einen normalen Job suchen muss. Nur Sedona nicht.

»Zieh bei uns ein. New York braucht Sängerinnen. Ich weiß, dass du den ganzen Popstars nacheiferst, aber New York bietet auch viele Möglichkeiten.«

Ich kaue auf meinem Fingernagel herum. Das bietet sie mir an, seit ich wieder nach Lake Starlight gezogen bin. Aber es ist schwierig, es noch mal zu probieren, wenn die Gefahr, zu scheitern, so viel höher ist als die Wahrscheinlichkeit, es tatsächlich zu schaffen. Und ich will meiner Schwester, die noch nicht mal ihren College-Abschluss hat, nicht auf der Tasche liegen. Es reicht schon, dass ich bei meiner älteren, erfolgreichen Schwester schnorren muss.

»Hey, Sedona. Wir sehen uns in ein paar Wochen!« Juno reicht mir einen Teller mit Kuchen. »Ich werde uns Tickets für eine Broadway-Show besorgen.«

»Oh, okay!«, erwidert Sedona.

Nur ein paar von uns werden für ihre Abschlussfeier nach New York fliegen. Dank unseres reichen Schwagers Wyatt – und seines Whitmore-Status – reisen wir in einem Privatjet.

»Mean Girls läuft«, sagt Sedona.

Junos Augen beginnen zu leuchten. Großartig. Noch etwas, wofür ich Geld brauchen werde.

»Von welcher Seite des Kuchens kommt dieses Stück?«, frage ich.

Juno sieht mich stirnrunzelnd an. »Was spielt das für eine Rolle?«

»Ich will es einfach wissen.«

»Keine Ahnung. Bist du etwa gegen die rechte Kuchenhälfte allergisch?« Juno sieht Sedona kopfschüttelnd an, und Sedona verdreht die Augen.

»Wir werden so viel Spaß haben.« Sedona zählt auf, was wir alles unternehmen könnten, und betont, dass sie dringend ein wenig Spaß brauche, jetzt, da Jamison wegen seiner Fußballkarriere so oft unterwegs ist.

Dann schnappe ich Denvers und Kingstons Unterhaltung auf.

»Griffin Thorne, der Musikproduzent?«, fragt Denver, als wäre Kingston ein Idiot, weil er nicht weiß, von wem Denver spricht. Und irgendwie ist er das auch. »Erinnerst du dich noch an meinen Flugzeugabsturz?«

Kingston nickt und nimmt sich ein zweites Stück Kuchen. Er hat ja keine Ahnung, welche Überraschung in der Glasur auf ihn warten könnte.

»Er zieht hierher. Hat gerade ein Haus gebaut. Er ist auf der Suche nach einer Nanny. Kennst du jemanden aus deiner alten Klasse, der sich vielleicht eignen würde?«, fragt Denver.

Nachdem mir Denver letzte Woche auf Cleos Geburtstagsparty erzählt hat, dass Griffin eine Nanny braucht, habe ich versucht, die Agentur herauszufinden, die für ihn sucht, aber keine gibt Kundeninformationen heraus – aus Datenschutzgründen. Dank meiner wenigen Kontakte, die ich noch aus meiner Highschool-Zeit habe, habe ich sein Haus gefunden. Doch obwohl ich es vier Nächte hintereinander ausspioniert habe, war von Griffin weit und breit nichts zu sehen.

»Hörst du mir überhaupt zu?«, fragt Sedona.

Wenn ich Denver nicht einfach um seine Nummer bitte, werde ich Griffin niemals kontaktieren können. Und wenn ich ihn frage, gibt er Griffin wahrscheinlich ein Foto von mir und sagt: »Ruf sofort die Polizei, wenn du dieses Mädchen siehst.« So groß ist seine Angst, dass ich ihn blamiere.

»Ich könnte doch als Nanny arbeiten, oder?«, frage ich Sedona.

»Magst du Kinder?«

Ich blicke zu Dion, dessen ganzes Gesicht mit grüner Glasur beschmiert ist, die Hände in den Haaren. Ich verziehe den Mund. Harley kommt mit einem feuchten Tuch auf ihn zu, doch er rennt weg und beschmiert die Wände ihres neuen Hauses mit der Glasur. Vielleicht sind Jungs anstrengender als Mädchen.

Calista schiebt ihre Puppe in einem Kinderwagen umher. Immer wieder bleibt sie stehen, um sie richtig zuzudecken oder ihr die Flasche zu geben. Sie ist so süß. Dann schnappt sie sich ein Sofakissen, steckt es unter ihr Shirt und tätschelt sich den Bauch, als wäre sie schwanger. Der ganze Raum lacht – und sie fängt an zu weinen.

Okay, das ist kein gutes Zeichen. Ich bin nicht gut darin, ein Kind sauber zu halten oder mit seinen Gefühlsausbrüchen umzugehen. Doch die kleine Phoebe schläft friedlich in ihrem Tragetuch und schmiegt sich an Rome. So zufrieden und still. Mit ihr würde ich klarkommen.

»Ja, sicher. Ich mag Kinder genug, um Nanny zu sein«, erwidere ich schließlich.

»Sie bohren sich in der Nase und essen ihre Popel. Sie rasten ohne Grund aus. Und falls du denkst, das süße Baby auf Romes Arm wird nachts nicht mehrmals wach, weil es gewickelt, gefüttert oder getröstet werden will, liegst du komplett falsch. Das ist harte Arbeit.«

Sedona kennt mich von allen am besten. Mir gefällt es nicht, dass sie genau das ausspricht, was ich befürchte. Aber wer weiß. Vielleicht ist Griffins Sohn hochbegabt. Er könnte total schlau sein und nur in seinem Zimmer sitzen und mit diesen naturwissenschaftlichen Baukästen spielen. Um so ein Kind könnte ich mich ohne Probleme kümmern.

Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich ihm ganz zufällig über den Weg laufen kann.

»Ich weiß, dass es harte Arbeit ist, aber mir bleibt keine andere Wahl. Hast du gehört, was Denver gesagt hat? Griffin Thorne, der bekannte Musikproduzent, sucht eine Nanny.«

Sie wird bleich und schüttelt den Kopf. »Tu es nicht. Das geht nicht gut.«

»Wie schaffe ich es nur, ihm rein zufällig zu begegnen?« Ihren Einspruch ignoriere ich einfach.

Nach zweiundzwanzig Jahren ist sie das gewohnt. »Geh irgendwohin, wo Kids abhängen. Parks, Eisdielen, Zoos.«

Ich liebe Sedona. »Ich wirke wie ein Freak, wenn ich allein im Park abhänge.«

»Ich halte das Ganze sowieso für eine schlechte Idee.«

»Okay, Leute.« Rome klatscht in die Hände, und alle werden still. »Harley und ich werden endlich heiraten. Aber wir brauchen großartige Onkel und Tanten, die in der Zwischenzeit auf die Kinder aufpassen. Wer hat Lust, ein wenig Zeit mit seinen Nichten und seinem Neffen zu verbringen? Wir bleiben nicht lange weg, schließlich muss ich mich um das Restaurant kümmern. Nur für ein langes Wochenende. Höchstens fünf Tage.«

»Tu es nicht, Phoenix«, sagt Sedona durch zusammengepresste Zähne.

Ich hebe die Hand. »Ich übernehme das.«

Sedona seufzt.

Alle sehen mich an, als würden sie auf die Auflösung des Scherzes warten. Flehend schaut sich Rome um, ob sich sonst noch jemand meldet.

»Kommt schon.« Ich stehe vom Sessel auf. »Mit drei Kindern komme ich locker klar.«

»Vielleicht können wir die Verantwortung ein wenig aufteilen«, meint Holly. »Tagsüber müssen Austin und ich zwar arbeiten, aber nachts können wir übernehmen.«

»Das ist doch lächerlich«, murmle ich.

»Phoenix, mach mal lauter«, bittet Sedona. Ich stelle das iPad auf höchste Lautstärke. »Hört mal zu, Leute. Gebt Phoenix eine Chance. Sie hat es verdient. Die Kids lieben sie. Sie wird es schon schaffen.«

Als hätten wir es einstudiert, rennt meine süße Nichte auf mich zu und reckt die Arme nach oben. Ich hebe sie hoch.

Harley sieht Rome an, und er nickt. »Okay, Phoenix. Aber ich sage es dir schon jetzt. Wehe, du gehst nicht ans Telefon, wenn ich anrufe. Und ich will, dass du mir jeden Tag Fotos schickst.«

»Deal.«

Ich schaue Sedona dankbar an, und sie lächelt.

Problem Nummer eins ist gelöst. Jetzt muss ich nur noch Griffin Thorne treffen, damit er sieht, dass ich die perfekte Nanny bin. Das kann doch nicht so schwer sein. So groß ist Lake Starlight nun auch wieder nicht.

Kapitel 2

GRIFFIN

Maverick sitzt auf dem Rücksitz des brandneuen SUV, mit dem wir vor einer Stunde den Parkplatz verlassen haben. Unsere Sachen kommen erst in zwei Wochen, weshalb ich eine Suite im Glacier Point gemietet habe. Es scheint das beste Resort der Stadt zu sein.

»Willkommen in Lake Starlight. Dein neues Zuhause – du weißt es nur noch nicht«, liest Maverick abfällig das Willkommensschild unserer neuen Heimat.

Von der Veränderung ist er alles andere als begeistert. Ja, ich habe es ihm erst in allerletzter Sekunde gesagt, aber manchmal sind drastische Maßnahmen eben nötig, wenn man im Leben einen Wendepunkt erreicht hat.

Mein Blick fällt auf die Laptoptasche auf dem Beifahrersitz. Darin befindet sich die Zeitschrift mit dem Artikel, der mir die Augen geöffnet hat. Ein Raffzahn? Ich bin kein verdammter Raffzahn.

»Mach mal lauter, Dad«, fordert Maverick.

Ich stöhne. Tyler Vaughns Stimme klingt durch die Lautsprecher. Maverick singt den mittelmäßigen Text mit, der weder Gefühle noch irgendeine Wahrheit transportiert. Früher brachte ein Song dem Künstler noch Heilung. Er bedeutete etwas. Da hatten die Texte noch etwas Rohes, das einen tief im Inneren berührte. Aber was erwartet man, wenn man versucht, aus einer Youtube-Bekanntheit einen Star zu machen?

Tylers Song besteht vielleicht aus gerade mal zehn Wörtern. Und ich schäme mich, dass mein Name damit in Verbindung gebracht wird. Maverick hat mich das letzte Mal so angesehen, als wäre ich sein großes Vorbild, als ich ihm Tyler vorgestellt habe. Was für ein schlechter Vater bin ich eigentlich? Ich habe meinem Sohn nicht mal die wahre Kraft der Musik gezeigt. Wenn sie einem direkt aus der Seele spricht.

Man sagt, es gebe Künstler, die deine Karriere verändern. Tyler Vaughn hat meine Karriere verändert – aber nicht zum Guten. Er hat einen Song, den ich hasse, unter Nennung meines Namens veröffentlicht. Danach hat er den Song gestohlen, den wir noch nicht vollendet hatten, und ihn rausgebracht, ohne mich zu erwähnen.

Ich hätte in L.A. bleiben können. Es gibt genügend Künstler, die mit mir ein Album produzieren wollen. Ich könnte mich von dem beschissenen Artikel erholen, den irgendein Schulabgänger, der sich für unheimlich wortgewandt hält, über mich geschrieben hat. Ich könnte noch größer werden. Stärker. Aber dieser Artikel hat mehr getroffen als nur mein Ego. Er war ein Weckruf, der mich hinterfragen ließ, welche Richtung meine Karriere eingeschlagen hat.

Ich versuche, nicht auf den Song zu achten, und sauge stattdessen die neue Stadt in mich auf, die ich im Laufe der letzten Jahre ein paarmal besucht habe. Bisher hat Maverick noch nicht viel Zeit in der Innenstadt verbracht, also parke ich vor einer Bäckerei. Etwas Süßes wird ihn bestimmt ein wenig aufmuntern.

»Warum halten wir an?«, fragt er.

»Ich will dir die Innenstadt zeigen.« Ich schalte den Motor aus, und Tyler Vaughn verstummt. Unweigerlich muss ich grinsen, als ich aus dem Truck steige.

»Müssen wir das machen?«, jammert Maverick.

Ich schlage die Tür zu und öffne die Hintertür. »Komm schon. Du musst unser neues Zuhause kennenlernen. Die Kultur. Die Leute.«

»Und was passiert als Nächstes? Willst du, dass ich mich auf einen Baumstamm setze und warte, bis ein Elch vorbeikommt?« Er öffnet den Sicherheitsgurt und schiebt sein Handy in die Hosentasche.

»Komm schon. Sei ein bisschen offener.«

»Mom sagt, das sei nur eine deiner Phasen.« Er springt aus dem Truck und sieht sich um. »Es ist kalt.« Er zieht die Arme aus seinen Ärmeln und schlingt sie unter dem Pullover um seinen Körper.

»Ich habe dir gesagt, dass du ein Sweatshirt anziehen sollst.«

»In L.A. sind jetzt sechsundzwanzig Grad.«

Ich wuschle ihm durchs Haar. »Wir sind aber nicht mehr in Los Angeles. Je schneller du dich an deine neue Heimat gewöhnst, desto glücklicher wirst du sein.«

»Mom sagt, sie nimmt mich wieder mit nach L.A., sobald sie zurückkommt.«

Ich nicke, erwidere jedoch nichts. Maggie kann man ungefähr so viel Glauben schenken wie den Wahlversprechen eines Politikers. Sie meint es gut, und ihre Liebe zu Maverick stelle ich überhaupt nicht infrage. Aber ihre Schauspielkarriere steht nun mal an erster Stelle. So einfach ist das. Ich brauche aber gar nicht groß zu reden, denn vor einem halben Jahr stand Karriere für mich auch an erster Stelle. Leider ist Maverick es gewohnt, dass wir oft weg sind und ihm alles kaufen, was er haben will, nur um ihn glücklich zu machen. Doch das wird sich jetzt ändern.

Als ich die Tür zur Bäckerei aufdrücke, erklingt eine Glocke. Die Verkäuferin kommt aus einem Hinterzimmer und tritt hinter die Theke.

»Boah, sieh dir das mal alles an, Maverick.« Ich deute auf die Auslage, die vor süßen Stückchen beinahe überquillt.

Doch die verzierten Kekse und die bunt dekorierten Cupcakes scheinen Maverick nicht zu beeindrucken.

»Willkommen bei Sweet Suga«, begrüßt uns die Dame und wartet geduldig.

»Danke. Sieh mal, hier gibt es sogar welche mit Cookies and Cream.« Ich deute auf die Cupcakes.

»Die mag ich nicht«, erwidert Maverick und geht ein paar Schritte weiter. »Donuts?«

Sie lächelt höflich. »Tut mir leid, aber die sind bereits ausverkauft.«

»Ausverkauft?« Er verzieht das Gesicht und sieht mich an, als wollte er fragen: Wo zum Teufel sind wir hier gelandet?

»Ich backe morgens nur eine bestimmte Menge. Und ich will nicht angeben, aber sie verkaufen sich ziemlich schnell«, erklärt sie.

»Und Sie backen keine nach?«, fragt Maverick.

Die Dame ist nett. Sie lässt den Blick zwischen Maverick und mir hin- und herwandern. »Nein. Die meiste Zeit bin ich allein hier. Ich stehe morgens sehr früh auf und backe, so viel ich kann. Würde ich mehr backen, wüsste ich nicht, ob sich alles verkaufen würde.«

Ich nicke langsam. Das verstehe ich. Doch Maverick sieht mich mit gehobener Augenbraue an. Er hat keine Ahnung, was Verzicht bedeutet. Was es bedeutet, das Geld nicht zum Fenster hinauszuwerfen.

»Welche Donuts verkaufen sich am besten?«, fragt er.

»Tja.« Kurz denkt sie nach. »Ich würde sagen, die mit allem. Was ziemlich lustig ist, weil ich alle Teigsorten zusammenmixe. Schokolade, Erdbeere, Vanille, Orange, Marmor. Und dann werden die Donuts glasiert. Und einmal im Monat gibt es in Kooperation mit Wok For U einen Grüntee-Donut. Der ist auch sehr beliebt.«

Maverick sieht mich an, und ich nicke.

»Dann kommen wir morgen noch mal vorbei«, sage ich zu der Dame.

»Ich bin sicher, ihr werdet nicht enttäuscht sein. Gibt es denn irgendwas, das ihr heute gern probieren würdet?«

Ich sehe Maverick an. Jetzt begutachtet er die Auslage ein wenig genauer. Wahrscheinlich denkt er sich, dass eine Bäckerei, die keine Donuts mehr hat, die beste der Stadt sein muss. Bestimmt will er bei seinen Freunden in L.A. damit angeben, was mir mal wieder zeigt, dass es ein langer Weg sein wird, aus ihm wieder ein normales achtjähriges Kind zu machen.

Als sich Maverick für einen Cupcake mit Cookies and Cream entscheidet, sage ich nichts. Es ist besser, das Thema sein zu lassen. Er weiß es. Ich weiß es. Es ist nicht nötig, ihn darauf hinzuweisen, dass er sich eben schwierig verhalten hat.

»Bitte schön. Und denkt daran. Wenn etwas ausverkauft ist, ist es ausverkauft.« Lächelnd reicht sie Maverick die Schachtel.

Ich lege einen Fünfdollarschein auf den Tresen und sage ihr, dass es so stimmt. »Ich nehme an, man kann sich nichts zurücklegen lassen?«, frage ich, denn ich hatte nicht geplant, morgen wegen eines Donuts besonders früh aufzustehen.

»Ich bin übrigens Greta.« Sie streckt die Hand über die Theke und ignoriert meine Frage. Oder sie hat sie beantwortet, indem sie sie nicht beantwortet hat.

»Ich bin …«

»Griffin Thorne. Ich weiß.«

Ich schüttle ihre Hand. »Ach ja?«

»Denver Bailey.« Sie hebt die Schultern, als wollte sie sagen: Sie wissen ja, wie das ist. »Weil er Ihnen das Leben gerettet hat.«

Ich nicke. Natürlich. »Ja, richtig.«

»Ich habe Gerüchte gehört, dass Sie nach Lake Starlight ziehen. Aber wusste noch nicht von …«

Ich lege die Hand auf Mavericks Rücken. »Maverick.«

»Maverick«, wiederholt sie mit einem herzlichen Lächeln. »Schön, euch kennenzulernen. Ich bin sicher, ihr werdet Lake Starlight lieben.«

Hinter uns ertönt die Türglocke.

»Greta! Hilfe! Wir brauchen dringend Zucker.«

Ich drehe mich um. Es ist eine Frau mit einem kleinen Jungen an der Hand, einem Baby in einem Tragetuch und einem Mädchen, das bereits die Süßigkeiten bestaunt und die Arme auf der Glasscheibe ausgebreitet hat, als wollte es die gesamte Theke umarmen.

»Hi, Phoenix«, sagt Greta.

Mein Blick wandert wieder zu der dunkelhaarigen Frau. Sie ist hübsch. Und noch ziemlich jung. Viel jünger als ich. Und sie wirkt erschöpft. Als würde sie in einem Wrestling-Ring stehen und ihren Gegner darum bitten, den Kampf endlich zu beenden.

Dann dreht sie den Kopf in meine Richtung. Sie blinzelt ein paarmal und reißt die Augen auf. Schnell zupft sie das Tragetuch zurecht, hockt sich neben den Jungen und leckt sich den Finger, um sein Gesicht zu säubern. Als das nichts bringt, hebt sie den Saum ihres Shirts und gewährt mir einen Blick auf ihre nackte Haut. Sie hat ein Tattoo entlang ihrer Rippen. Irgendein Spruch. Ich kneife die Augen zusammen, kann ihn aber trotzdem nicht lesen.

»Kekse.« Das älteste Kind seufzt und drückt den Mund auf die Scheibe.

»Calista, hast du eine Ahnung, wie viele Leute diese Scheibe heute schon angefasst haben?«, fragt die Frau namens Phoenix.

»Bitte entschuldigen Sie mich«, sagt Greta zu mir, umrundet die Theke und hält den Kindern zwei in Wachspapier eingewickelte Kekse entgegen. »Calista. Dion.«

Das kleine Mädchen lässt von der Scheibe ab und greift nach einem der Kekse. »Danke, Miss Greta.«

Der Junge reißt sich von der Frau los. Für drei Kinder sieht sie viel zu jung aus.

»Warte, Dion«, sagt sie und wirft mir einen verstohlenen Blick zu. Wahrscheinlich erkennt sie mich. Wie Greta.

»Nein.« Er will davonrennen, doch sie bekommt seinen Kragen zu fassen.

Maverick und ich beobachten die Szene, als wären sie bezahlte Schauspieler.

»Dion«, zischt sie durch zusammengepresste Zähne.

»Keks!« Als er ihr entwischt, verliert sie das Gleichgewicht und fällt nach hinten. Sie umklammert das Baby, das vor ihrer Brust hängt, und landet auf ihrem Hintern.

Doch sie steht nicht auf. Sie sitzt einfach da und beobachtet, wie ihre Kinder die Kekse verspeisen und mit Greta plaudern.

»Moment.« Ich gehe auf sie zu und strecke meine Hand aus. Sie starrt mich an, als hätte ich mich eben erst materialisiert. Tief Luft holend, legt sie ihre Hand in meine, und ich ziehe sie vorsichtig hoch.

»Danke«, murmelt sie.

»Gern geschehen. Alles in Ordnung? Auch mit dem Baby?«

Sie streichelt dem Baby den Rücken. »Oh, sie würde selbst einen Orkan verschlafen.«

»Sie haben ja wirklich alle Hände voll zu tun. Ich bin übrigens Griffin.«

»Phoenix«, erwidert sie.

»Wie heißt du?« Mit dem Jungen im Schlepptau geht das kleine Mädchen auf Maverick zu.

»Maverick«, antwortet er und setzt sich auf einen Stuhl, denn er kann unmöglich länger als fünf Minuten stehen.

Ich richte meinen Fokus wieder auf die Brünette und mustere sie. Sind das wirklich ihre Kinder? Das kann nicht sein, dafür ist sie viel zu jung.

»Sind das alles Ihre?«, frage ich schließlich. Ich suche verzweifelt nach einer Nanny für Maverick. Denver hat sich auch schon umgehört, doch bisher erfolglos. Ich würde Maverick nur ungern bei einer Fremden lassen, aber falls diese Frau die Nanny und nicht die Mutter der Kinder ist, arbeitet sie vielleicht für eine Agentur hier in der Stadt.

»Meine Güte, nein.« Bevor ich noch etwas sagen kann, fügt sie hinzu: »Ich bin die Nanny.«

Ich nicke. Perfekt. »Ich dachte mir schon, dass Sie ein wenig zu jung sind für drei Kinder.«

Sie scheint beleidigt zu sein, denn sie runzelt leicht die Stirn. »So jung bin ich nun auch wieder nicht. Ich meine, ich habe auch schon ein bisschen Lebenserfahrung. Ich kann trinken und rauchen, wenn ich will.«

Ich lache leise. »Ich wollte Sie nicht beleidigen.«

Als ich höre, wie ein Stuhl über den Fußboden gerückt wird, werfe ich den Kindern einen Blick zu. Maverick und Calista sitzen an einem Tisch, Dion auf Mavericks Schoß, das Gesicht förmlich an seins gedrückt.

»Oh, ich bin nicht beleidigt. Ich wollte damit nur sagen, dass ich nicht so jung bin.«

»Okay, verstanden.«

Kurz stehen wir schweigend da und beobachten die Kids.

»Sind Sie in einer Agentur?«

Sie schweigt.

»Ich frage nur, weil ein Kumpel versucht, eine Nanny für mich zu finden, doch langsam stehe ich unter Zeitdruck. Ich dachte, dass ich über eine Agentur vielleicht mehr Glück hätte.«

Sie blinzelt. »Na ja …« Wieder sieht sie zu den Kindern. »Ich kann es machen.«

Ich verlagere das Gewicht auf die Fersen. Sie hat dunkle Augenringe. Sie sieht k. o. aus. Maverick kann sich zwar selbst den Hintern abwischen, aber manchmal kann er echt anstrengend sein. »Ich glaube, Sie haben schon genug zu tun.«

Ihr Kopf schnellt nach oben. »Oh nein. Ihre Eltern kommen in zwei Tagen nach Hause. Dann ist mein Job erledigt.«

Ich nicke. »Dann könnten Sie also auch nachts bleiben?«

Sie fährt sich mit der Zunge über die Unterlippe und lässt den Blick über meinen Körper schweifen.

Scheiße. Ich klinge wie ein Perverser. »Ich meine, falls ich Sie mal bräuchte.«

»Auf jeden Fall. Nachts ist kein Problem.«

»Super. Dann würde ich noch einen Background-Check machen …«

Während ich die Schritte aufzähle, die ich unternehmen werde, um sicherzugehen, dass ich keine Kriminelle engagiere, wird sie immer bleicher. Als die Türglocke ertönt, drehen wir uns um.

»Juhu!« Calista rennt auf die Dame an der Tür zu, und die nimmt sie auf den Arm.

»Hey, meine Kleine«, sagt die Frau.

»Kann ich dein Handy haben?«, fragt Calista mit zuckersüßer Stimme.

Ohne etwas zu erwidern, gibt sie Calista einen Kuss auf die Wange, stellt sie auf den Boden und reicht ihr das Smartphone. Es erklingt »Rotten to the Core« von diesem Descendants-Film, und das Mädchen beginnt zu tanzen. Ich kenne den Song nur, weil ein Freund von mir geholfen hat, die Filmmusik zu produzieren.

»Wie war es heute? Ich komme direkt von der Schule. Austin hat noch Baseball …« Als mich die Dame schließlich bemerkt, hört sie auf zu reden. »Oh … hi.«

»Hi. Ich bin Griffin.« Ich strecke ihr die Hand entgegen.

Die Frau sieht zuerst Phoenix an und dann mich. »Hi. Holly Ba …«

»Würden Sie uns bitte einen Moment entschuldigen?«, fragt Phoenix, packt die Dame am Oberarm und zerrt sie in den Flur, der zu den Toiletten führt.

»Hey, Holly, ich habe für Myles und Daisy Leckerli gebacken.« Doch Greta bekommt keine Antwort, denn die zwei Frauen sind nicht mehr da.

Maverick starrt das kleine Mädchen an, das durch die Bäckerei tanzt. Vielleicht ist es an der Zeit, von hier zu verschwinden.

Kapitel 3

PHOENIX

»Du hast ihn gefunden. Vielleicht solltest du eine Ausbildung zur Privatdetektivin machen oder so.« Holly späht den Flur hinab.

Griffin steht direkt im Durchgang.

»Pssst«, mache ich, denn ich will nicht, dass er uns hört.

»Gib mir das Baby«, sagt Holly. »Ich lasse die Kinder die Bälle beim Baseballtraining aufsammeln, damit sie müde werden.«

Ich hebe Phoebe aus dem Tragetuch. Holly befreit mich daraus und bindet es sich um. Bis sie ihr eigenes Baby haben wird, wird sie bereits Profi sein.

»Das war reiner Zufall. Ich hätte nicht damit gerechnet, ihm hier zu begegnen. Ansonsten hätte ich heute Morgen geduscht und mir die Zähne geputzt. Gestern habe ich Calista ein schönes Kleid angezogen, Dion war komplett sauber, und Phoebe hatte eine hübsche Schleife im Haar. Ausgerechnet heute schläft Phoebe nur, Calista ist aufgedreht vom Zucker, und Dion sieht total schmuddelig aus.«

Holly widerspricht mir nicht. Wenn sie mir die drei morgens übergibt, sind sie noch ordentlich, sauber und glücklich. Und wenn ich sie ihr zurückgebe, sind sie dreckig, übellaunig und tragen Klamotten, die nicht mehr zusammenpassen.

»Worüber habt ihr euch unterhalten, als ich hereingekommen bin?«

Ich lächle. »Er hat mich gefragt, ob ich Nanny bin.«

»Jackpot«, freut sich Holly. Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich sie liebe? Sie versteht mich. »Und? Wird er dich einstellen?«

»Als du reingekommen bist, meinte er, er müsse einen Background-Check machen.«

Sie verzieht das Gesicht, während wir Phoebe in das Tragetuch binden. Kurz fängt das Baby an zu jammern, beruhigt sich jedoch schnell, als Holly ihm den Hintern tätschelt.

»Ja. Ich glaube, ich habe das Ganze nicht richtig durchdacht, denn er wird sowieso herausfinden, dass ich eine Bailey bin. Und dann erfährt Denver davon. Und dann …«

Wieder späht sie den Flur hinab. Griffin winkt, und wir winken zurück.

»Es wirkt ziemlich verdächtig, dass wir uns hier im Flur verstecken«, raunt Holly.

»Legst du ein gutes Wort für mich ein? Vielleicht verzichtet er auf einen Check, wenn die Rektorin der Highschool bestätigt, dass ich in Ordnung bin.«

Sie atmet lange aus. »Phoenix …«

Ich verstehe schon. Sie ist Rektorin. Sie will nichts tun, was moralisch verwerflich sein könnte. Aber einen Versuch ist es trotzdem wert.

»Bitte? Es ist ja nicht so, als wäre ich ein schlechter Mensch. Ich werde gut auf seinen Sohn aufpassen.«

Holly streichelt Phoebe den Rücken und wiegt sich hin und her. »Ich will nicht lügen.«

»Aber du lügst doch nicht. Ich arbeite gerade für Rome und Harley als Nanny.«

Sie schenkt mir einen Blick, der mir sagt, dass ich die Wahrheit gerade ein wenig überdehne. »Lass dir lieber schnell etwas einfallen, er unterhält sich mit Greta.«

Ich schaue den Flur hinab. Sie hat recht.

»Sie wird ihm verraten, wer du bist.«

»Verdammt.« Ich stürme zurück in den Verkaufsraum. »Griffin.«

Er dreht sich zu mir um. »Hey, ich hatte ja keine Ahnung, dass Sie eine Bailey sind. Ich kenne Denver. Aber das wissen Sie bestimmt, nach dem, was vor ein paar Jahren passiert ist.«

»Greta, ich hätte gern vier Cookies. Zwei Dinosaurier und zwei Sonnenblumen.« Holly mischt sich nicht in das Gespräch ein. Anscheinend hat sie es wirklich ernst gemeint, als sie meinte, sie wolle nicht lügen.

»Ja, Denver ist mein Bruder.«

Holly bleibt auf Abstand. »Dion, Calista, wir müssen jetzt los. Ihr dürft dem Coach heute helfen, nach dem Training die Bälle einzusammeln.«

»Juhu!« Dion fällt vom Stuhl.

Als er unversehrt aufsteht, seufzt Holly erleichtert.

»Das ist großartig«, erwidert Griffin. »Denver ist ein guter Kerl.«

Ich nicke.

»Kommen Sie. Ich stelle Ihnen Maverick vor.«

»Danke, Greta.« Holly nimmt die Tüte entgegen und wendet sich den Kindern zu. »Sagt Tan … Phoenix auf Wiedersehen. Ihr seht sie dann morgen wieder.«

Dion und Calista umarmen mich.

»Holst du sie wieder um sieben ab?«, fragt sie, die Hand bereits am Türgriff.

»Japp.«

»Schön, Sie kennenzulernen, Holly …« Griffin wartet darauf, dass sie ihm ihren Nachnamen nennt.

Sie winkt. »Ebenso.« Keine Ahnung, ob sie Phoebe gezwickt hat, aber das Timing ist perfekt, denn in dem Moment fängt die Kleine an zu zappeln. »Muss los. Willkommen in Lake Starlight.«

Holly schiebt die Kinder förmlich zur Tür hinaus. Sie will zwar nicht für mich lügen, aber wenigstens ist sie bereit, Griffin Information vorzuenthalten. Das reicht mir.

»Jetzt hat sie alle Hände voll zu tun«, bemerkt Griffin lächelnd.

Er ist wirklich attraktiv. In echt sieht er sogar noch besser aus als im Fernsehen oder in Zeitschriften. Sein dunkles schulterlanges Haar wird zu den Spitzen hin heller. Es ist voll und glänzend. Seine dunkelbraunen Augen wirken ein wenig mysteriös, aber trotzdem herzlich.

»Oh ja«, erwidere ich.

»Das ist Maverick.« Griffin streckt die Hand aus, doch der Junge macht keine Anstalten, aufzustehen oder vom Handy aufzublicken. »Maverick?«

Der Junge seufzt übertrieben. Wie ich früher. Okay, das mache ich immer noch. Dann schiebt er das Handy in die Hosentasche und stellt sich neben seinen Dad, vermeidet jedoch weiterhin den Blickkontakt.

»Das ist Phoenix Bailey. Sie ist Denvers Schwester.«

Maverick nickt.

»Hi, Maverick«, sage ich breit grinsend, denn schließlich muss ich meine innere Nanny zum Vorschein bringen.

»Hi.«

»Wir wohnen gerade im Glacier Point. Vielleicht könnten wir uns morgen zum Kaffee treffen. Dann können Sie die Bewerbung ausfüllen und …«

In dem Moment ertönt wieder die Türklingel. Ich halte die Luft an, denn früher oder später taucht bestimmt Denver hier auf. Dann wird er sofort hinausposaunen, dass ich gar nicht auf Kinder aufpassen kann.

»Griffin Thorne. Ich habe gehört, Sie ziehen nach Lake Starlight.« Grandma Dori betritt die Bäckerei, dicht gefolgt von Ethel. Anscheinend kommen sie frisch vom Friseur, denn sie sind top gestylt, und Grandma Doris blaues Haar leuchtet noch ein bisschen mehr als sonst.

Er dreht sich um und streckt ihr die Hand entgegen. »Hallo.«

»Dori Bailey. Denvers Großmutter.« Sie schüttelt seine Hand. »Und das ist Ethel.«

Ethel winkt, deutet auf ihr Hörgerät und geht auf die andere Seite des Ladens, um sonst wem von ihrem Termin bei der Fußpflege zu erzählen.

»Schön, Sie kennenzulernen. Vielleicht treffe ich heute die ganze Bailey-Familie.«

Grandma sieht mich an und hakt sich bei mir unter. »Oh, Sie haben schon unsere stets zuverlässige Phoenix getroffen. Sie ist die Beste. Wen haben Sie sonst noch kennengelernt?«

Sie tätschelt meine Hand. Ich bemühe mich, zu lächeln, obwohl sie mir erst vor ein paar Wochen gesagt hat, dass sie keine Ahnung hat, was sie mit mir anstellen soll.

Griffin lächelt. »Nur Phoenix.«

Dann hat er also nicht realisiert, dass Holly auch eine Bailey ist. Sehr gut.

»Und wer bist du?« Grandma Dori beugt sich so weit wie möglich hinunter und sieht Maverick an.

Griffin stößt ihn mit dem Ellbogen an, und Maverick hat Mühe, das Gleichgewicht zu halten.

»Maverick«, murmelt er.

»Maverick. Wie Tom Cruise?«, fragt Grandma Dori.

»Was?«, fragt Maverick verächtlich.

Der Junge kennt doch sicherlich Top Gun, oder?

»So heißt der Pilot, den Tom Cruise in Top Gun spielt«, erklärt Griffin und lächelt uns an, als wollte er sagen: Kinder, nicht wahr?

»Ihr müsst unbedingt mal mit zu Savannah kommen. Wir machen regelmäßig Achtziger-Filmabende«, sagt Grandma Dori.

Maverick sieht seinen Vater an. Griffin nickt lächelnd.

Selbst ich weiß, dass der Junge für diesen Film noch zu jung ist.

»Schätzchen, was führt dich zu Sweet Suga? Ethel und ich kamen gerade von Clip and Dish und haben gesehen, dass du dich mit unserem neuen Mitbürger unterhältst. Also dachten wir, wir schauen mal vorbei.«

»Ich habe auf Calista, Dion und Phoebe aufgepasst. Jetzt sind sie bei Holly.« Ich versuche, ihr mit meinem Blick zu verstehen zu geben, dass sie mich nicht verraten soll.

»Phoenix macht das so toll mit den Kindern. Ich meine, ja, es wäre einfacher, wenn sie nicht so dicht nacheinander gekommen wären, aber sie lieben Phoenix.«

Griffin lächelt mich an. Seine Zähne sind so weiß. So gerade. So verführerisch. Und wenn er lächelt, hat er diese Lachfältchen, die etwas ganz Verrücktes mit mir anstellen. Verdammt, meine Körpermitte schreit förmlich danach, die Stelle als Nanny sausen zu lassen und stattdessen mit ihm ins Bett zu steigen.

Nein, nein, nein. Ich werde mich nicht von meinem Ziel abbringen lassen. Ich lüge nur aus einem einzigen Grund. Ich will, dass Griffin sieht, wie talentiert ich bin, und mich zum Star macht.

»Hoffentlich werden die Kinder nicht sauer, wenn ich ihnen Phoenix stehle«, sagt er.

Grandma sieht mich mit großen Augen an. »Oh, Sie sollten sie sich lieber schnappen, bevor es ein anderer tut. Sie ist in Lake Starlight heiß begehrt.«

Danke, Grandma, dass du ihm nicht erzählst, dass du mich höchstpersönlich gefeuert hast.

»Wirklich? Ich wollte eigentlich eine Bewerbung und einen Background-Check, aber …«

»Einen Background-Check? Meine Güte.« Sie berührt meinen Arm. »Sie sind nicht mehr in Los Angeles. Das hier ist Lake Starlight. Und Phoenix ist eine Bailey.« Dann senkt sie die Stimme. »Ich bin das Familienoberhaupt. Ich würde Ihnen niemals raten, meine Enkelin zu engagieren, wenn ich nicht wüsste, dass sie perfekt für Sie ist. Sie können mir vertrauen. Nicht wahr, Ethel?«

»Das stimmt. Gerade eben hat jemand im Friseursalon nach Phoenix gefragt.«

Was haben die zwei gemacht? Die Szene geprobt, bevor sie in die Bäckerei gekommen sind?

»Hm, ich hatte Denver doch gebeten, sich für mich umzuhören. Er hat Phoenix nie erwähnt.«

Grandma winkt ab und verdreht die Augen. »Oh, er ist ja so vergesslich neuerdings. Hat nur noch Augen für Cleo. Sie wissen ja, wie das ist, wenn man frisch verliebt ist.«

Überraschenderweise nickt Griffin, als wüsste er es tatsächlich. Ich habe diesen Mann gegoogelt. Abgesehen von seiner Frau hatte er keine feste Beziehung. Klar, es gab Gerüchte, aber selbst ich weiß, dass die meistens nicht stimmen.

»Ich werde Maverick morgen in der Schule anmelden. Und ich muss dringend mit der Renovierung des Hauses anfangen, wenn wir jemals einziehen wollen. Vielleicht können wir uns morgen zum Kaffee treffen, um über das Gehalt zu sprechen?«

»Warum so lange warten?« Grandma Dori zerrt mich zu einem der Tische, zieht einen Stuhl zurück und schiebt ihn unter meinen Hintern. »Redet doch jetzt. Wir gehen solange mit Maverick in den Park. Sie können ihn vom Fenster aus sehen. Direkt neben der Bücherei.«

Griffin blickt in die Richtung, in die Grandma Dori deutet, und nickt.

Maverick macht zwar keine Freudensprünge, widerspricht aber auch nicht.

»Das wäre großartig«, meint Griffin.

»Sie haben bestimmt eine Million Dinge zu erledigen. Eine Nanny zu finden, sollte oberste Priorität haben.« Ethel hebt den Zeigefinger, als hätte sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Dori zieht auch für Griffin einen Stuhl zurück. Er setzt sich und fährt sich durch das lange Haar. Hoffentlich habe ich keinen Sabber am Kinn. Er ist einfach umwerfend. Warum um alles in der Welt sollte ihn seine Frau mit seinem hässlichen Geschäftspartner betrügen?

Bevor ich einen klaren Gedanken fassen kann, sind die drei zur Tür hinaus – und ich bin mit Griffin allein. Mit Griffin Thorne. Ich hatte einen Plan. Ich wollte ihm so vieles sagen. Doch stattdessen verkrampfe ich mich und sitze schweigend da.

Er beißt sich auf die Unterlippe. »Darauf war ich jetzt nicht vorbereitet.«

Ich lache nervös.

»Fühlen Sie sich unwohl in meiner Gegenwart?«, fragt er.

»Nein«, erwidere ich schnell. Aber die Wahrheit ist: Ja, ich fühle mich unwohl. Verdammt. Er ist Griffin Thorne. Er hat mit den Größten im Business zusammengearbeitet. Natürlich macht er mich nervös.

»Sie wissen bestimmt, was ich früher gemacht habe?«

»Früher?«

Er holt tief Luft. »In L.A. war ich Musikproduzent, aber das ist jetzt Vergangenheit. Trotzdem brauche ich jemanden, der auf Maverick aufpasst, während ich am Haus arbeite. Ich werde vieles selbst machen. Und wenn ich fertig bin, weiß ich hoffentlich, was ich ab jetzt aus meinem Leben machen will.«

»Was?« Meine Stimme ist nur ein Flüstern, doch er hört mich trotzdem.

Er nickt langsam. »Ich habe beschlossen, aufzuhören. Wahrscheinlich verfolgen Sie die Musikszene nicht, aber …«