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Die Heidelbergerin

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Beschreibung

Die Heidelbergerin - ist ein großartiges Buch, das uns in die faszinierende Welt der Stadt Heidelberg entführt und uns die Geschichten von ihren einzigartigen Bewohnerinnen erzählt. "Die typische Heidelbergerin ist [...] verliebt in das Leben, sie liebt die Altstadt und den Neckar. Man erfährt in dem Buch nicht nur, wie die Heidelbergerinnen ticken, sondern auch jede Menge über die älteste Universitätsstadt Deutschlands." (Leser*innenstimme) Tauche ein in die wunderbare Welt der Heidelbergerin. Lerne uns kennen und die Stadt lieben!

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Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Zum Buchprojekt: Das Buch ist komplett werbefrei, unabhängig und nachhaltig produziert. Wir haben uns bewusst für die Print-on-Demand-Option entschieden, mit dem entscheidenden Vorteil, nur so viele Bücher zu drucken, wie tatsächlich bestellt werden. DIE HEIDELBERGERIN ist ein Herzensprojekt von Heidelbergerinnen für dich – ganz egal, ob du hier oder auf der anderen Seite der Welt lebst! Die hier aufgegriffenen Themen basieren alle auf eigenen Beobachtungen, subjektiven Erfahrungen, stundenlangen Gesprächen und sicherlich auch auf dem ein oder anderen Gläschen Wein. Mit den teils sehr unterschiedlichen Inhalten wollen wir niemandem "zu nahe treten". Die Storys haben lediglich den Charakter einer anekdotischen Evidenz. Und unsere Leserinnen sind nicht ausschließlich weiblich (auch wenn dies auf den ersten Blick so scheint)! Unsere Freunde, Ehemänner, Kumpels und Arbeitskollegen tragen ebenso zu den Inhalten bei - ist doch klar. Ohne sie hätten wir doch gar nicht so viel zu erzählen!

"Heidelberg, ein lebendes Gemälde, das sich mit den Jahreszeiten wandelt und doch seinen Charme bewahrt. Ein Spaziergang durch seine Straßen gleicht dem Blättern in einem Bilderbuch, dessen Seiten mit purem Leben gefüllt sind."

Die Heidelbergerin

INHALT

Auf ein kurzes Wort

Faktencheck Heidelberg

Bekanntes aus und über Heidelberg

So heißt die typische Heidelbergerin

Wie lebt es sich auf der „Insel der Glückseligen“?

Stadtteile und ihre Besonderheiten

Was man vielleicht nur als Einwohner*in kennt – Geheimtipps

Ständig Besuch

Die ewige Studentin

Auf dem Weg zur Philosophie

Das 1x1 des freien Denkens

Diese Bücher muss man kennen

Unsere liebste Freizeitbeschäftigung

Wohnen, einrichten, leben

Unser Outfit

Einkaufen

Fit sein & fit bleiben

Wellness

Die Haare schön

Am Wochenende

Liebesleben

Nebenjob

Musikliebe

Raus aus Heidelberg – wenn wir Fernweh kriegen

Essen & Essgewohnheiten

Müsli – Ewiges Studi-Frühstück

Butterbrot – das herrlich einfache Abendessen

Flammkuchen (nach Elsässer Art)

Quiche (Lorraine)

Dampfnudeln

Berühmte Heidelberger*innen, die man kennen muss

Diesen Typen musst Du kennen

Die Eltern – ein Verhältnis besonderer Art

Ausgehen & das Leben feiern

Unsere Drogen

Die etwas andere Party

Die perfekte Hochzeit

Die Suche nach dem perfekten Job

Weitere Literaturempfehlungen

Auf ein kurzes Wort

Es ist ein lauer Sommerabend im August 2020, meine Lieben. Und was gibt es Schöneres, als sich mit den besten Freundinnen zu treffen, nachdem der erste Corona-Lockdown überstanden ist? Die Flasche Rotwein ist geöffnet, die Gläser klirren, und wir sitzen endlich wieder beieinander – bereit, über all das zu plaudern, was sich in den letzten Wochen und Monaten angestaut hat. Aber hey, vergesst nicht die guten alten Zeiten! Erinnert ihr euch noch an die lustige Gartenparty beim Philosophieprofessor, als er seine Lieblingsgedichte vortrug und wir plötzlich von Glühwürmchen umgeben waren? Das was magisch! Oder die legendäre Russendisko am Karlstor, wo wir die Nächte durchtanzten und mit Wladimir Kaminer ins Mikrofon grölten? Und ich werde die Rede des Dalai-Lama im Kongresshaus nie vergessen. Seine Weisheit hat uns alle erleuchtet. Und ganz ehrlich, Mädels, der Glühwein während der Mittagspausen – den vergessen wir nie! Der war unsere kleine Auszeit vom Alltag. Ohne ihn hätten wir „Harmonielehre“ oder „Die Romanisierung Süditaliens“ wohl nicht überstanden.

Tolle Sachen haben wir hier erlebt. Wir wollen auch an all die schönen Dinge denken, die wir bald wieder tun können: Reisen, Tanzen, im Café sitzen und Freunde treffen. Wie schön das Leben in Heidelberg doch ist. Das müssen wir eigentlich schriftlich festhalten!

Gesagt, getan... Schnell wurde aus unseren Plaudereien jenes abends ein Blog, und aus dem Blog ein Buch. Den Blog gibt es heute zwar nicht mehr, aber das Buch hältst du gerade in deinen Händen. Wir haben all unsere Erfahrungen, Tipps und Geschichten aufgeschrieben, die wir mit Heidelberg verbinden und mit dir teilen möchten. Du erfährst von uns zum Beispiel, in welchem Stadtteil es sich zu leben lohnt, wo man heute noch ausgehen kann oder auch, welchen Berufen wir nach dem geisteswissenschaftlichen Studium nachgehen. Erfahre, was die typische Heidelbergerin gerne liest, isst und shoppt. Lerne uns kennen und unsere Stadt lieben!

Also schnapp dir eine Tasse Tee, mach es dir bequem und tauche ein in die Welt der Heidelbergerin. Das Buch zeigt dir auf wunderschöne Weise, dass das Leben hier alles andere als langweilig ist. Es steckt voller Abenteuer, Freude, Liebe und Freundschaft. Und am Ende des Tages sind wir alle zusammen, egal ob du hier in Heidelberg bist oder irgendwo auf der anderen Seite der Welt lebst. Heidelberg ist ein Lebensgefühl und darüber geht es in diesem Buch.

Also, auf geht's. Tauche ein in unsere Welt,

Faktencheck Heidelberg

Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Die Stadt Heidelberg existiert seit mehr als 820 Jahren, zumindest wurde sie als solche 1196 erstmals urkundlich erwähnt. Aber wir wissen alle, dass diese Region schon viel früher von unseren Vorfahren bewohnt wurde. Das beweist auch der imposante Fund von menschlichen Überresten in Mauer bei Heidelberg. Ein 600.000 Jahre altes Skelett, das als Homo heidelbergensis in die Geschichtsbücher eingegangen ist und den berühmtesten Heidelberger darstellt.

Zweihundert Jahre nach der Gründung der Stadt wurde die Universität errichtet. Die Ruprecht-Karls-Universität, die älteste Uni Deutschlands. In den Anfängen hatte man nur die Wahl zwischen Medizin, Jura und Theologie. Aber heute haben wir die Qual der Wahl. Mit über 180 Studienfächern an zwölf verschiedenen Fakultäten können wir uns den Schwerpunkt aussuchen, der uns am meisten interessiert. Und das Beste daran ist, dass wir sogar interdisziplinär studieren können. Ein wahrer Luxus, nicht wahr? Wie wäre es also mit Fächern wie Assyriologie, Cultural Heritage, Gräzistik, Semitistik oder Matter of Life?

Seit ihrer Gründung wächst die Stadt Heidelberg ununterbrochen. Hier leben heute etwa 160.000 Menschen, von denen ein Viertel Studierende sind. Und weißt du was? Jeder Fünfte von ihnen kommt sogar aus dem Ausland! Diese Stadt pulsiert vor jugendlicher Energie, denn fast 40% der Einwohnerinnen und Einwohner sind unter 30 Jahre alt. Das ist doch der perfekte Nährboden für aufregende Abenteuer und unvergessliche Erlebnisse, oder etwa nicht?

Aber Heidelberg hat noch so viel mehr zu bieten, hier dreht sich alles um Dienstleistung. Von den rund 120.000 Jobs in der Stadt entfallen fast 90% auf den Dienstleistungssektor. Das bedeutet, dass es für Studis hier ein Leichtes ist, sich ein bisschen Taschengeld dazu zu verdienen. Ob in der Gastronomie, im Tourismus oder im Verkauf - die Möglichkeiten sind schier endlos!

Doch Heidelberg wäre nicht Heidelberg, wenn es nicht auch vom Tourismus leben würde. Jährlich strömen zwölf Millionen Gäste in diese pulsierende Stadt am Neckar. Und weißt du, wen man besonders oft durch die Straßen flanieren sieht? Asiatische und arabische Gruppen! Vor allem die arabischen Besucherinnen und Besucher sind bekannt für ihren Medizintourismus. Es handelt sich hierbei um wohlhabende Familien, nicht selten mit königlichem Flair, die sich in deutschen medizinischen Hochburgen wie Heidelberg behandeln lassen. Und sie kommen nie alleine, oh nein! Die ganze Familie ist mit von der Partie, um die besten medizinischen Behandlungen zu genießen.

Es gab eine Zeit, da waren auch Amerikanerinnen und Amerikaner hier in Heidelberg allgegenwärtig. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) haben sie diese Region besetzt und geprägt wie kaum jemand anderes: Eine eigene US-Klinik, eigene Kirchen und sogar eine amerikanische High-School wurden hier etabliert. Sie brachten uns Jazz, Kaugummis, Cheeseburger und diesen coolen, lässigen Lifestyle. Aber wir müssen auch ehrlich sein - ihre Siedlungen waren gut bewacht und für die gewöhnlichen Heidelbergerinnen und Heidelberger kaum zugänglich. Man sprach von "Little America". Doch am Wochenende mischten sie sich unters Volk. Die Amerikaner wussten, wie man richtig Party macht! Dank ihnen eröffneten zahlreiche Clubs, in denen die Nächte zum Tag wurden. Und ja, da gab es auch so manche Liebesgeschichte zwischen US-Soldaten und den bezaubernden Heidelbergerinnen. Doch nach 70 Jahren, vor gar nicht allzu langer Zeit, hieß es endgültig "Goodbye Heidelberg"!

Das Leben in Heidelberg hat seinen Preis, meine Liebe. Wir reden hier von etwa 730 Euro pro Monat, die jeder Student und jede Studentin auf dem Konto haben sollte, um sich das Nötigste leisten zu können. Oh ja, das Leben hier ist definitiv kein Schnäppchen. Vor allem die Mieten gehören zu den höchsten in ganz Deutschland. Wenn man Pech hat und kein Studentenwohnheimplatz bekommen hat, bleibt einem oft nichts anderes übrig, als in eine WG zu ziehen, bei älteren Herrschaften in Untermiete zu leben oder gleich bei Mama und Papa zu bleiben (aber mal ehrlich, das ist keine Option. Wer will sich schon bei den Vermietern für die nächtlichen Eskapaden rechtfertigen oder seine Unterwäsche immer noch von Mutti waschen lassen?). Nein, wenn möglich, streben wir nach Freiheit und mischen uns unter das aufregende junge Volk.

Bekanntes aus und über Heidelberg

Es gibt so viele Wege, Heidelberg, seine Menschen und die einzigartige Lebensweise kennenzulernen. Heidelberg ist viel mehr als nur die Alte Brücke, die Schlossruine oder die längste Einkaufsstraße Deutschlands. Die Stadt selbst ist eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für internationale Filme, Bücher und Theaterstücke. Wenn du also Heidelberg von einer anderen Perspektive aus erleben möchtest, dann schaue dir nicht nur die ARD-Fernsehfilmreihe "Hotel Heidelberg" an. Tauche ein in die Seiten von Bernhard Schlinks "Der Vorleser" oder schau dir den spannenden Medizin-Thriller "Anatomie" mit Franka Potente an.

Und hey, am besten aber du machst dich selbst auf den Weg und erkundigst die weniger bekannten Orte und Plätze: wandere abseits der üblichen Touristenpfade und besuche mal die Heidelberger Brauerei im Stadtteil Pfaffengrund. Erahre dort, warum Bier früher nur von September bis Mai gebraut wurde. Oder wie wäre es mit einer kleinen Erfrischung aus dem nahegelegenen Eppelheim? Dort steht die riesige Capri Sun Fabrik am Stadtrand, besser bekannt als Capri Sonne. Capri Sonne (so hieß das Erfrischungsgetränk früher) war das Kultgetränk in unserer Schulzeit. Erinnerst du dich noch an die Geschmacksrichtungen Orange oder Kirsche? Welche war deine Lieblingssorte?

In Wieblingen, nur einen Katzensprung entfernt, gibt es noch eine weitere Erinnerung an unsere Kindheit. Kannst du dich noch an die ersten Schreibversuche mit einem gelben, roten oder blauen Lamy-Füllfederhalter erinnern? Es begann alles im Jahr 1930, als Herr Josef Lamy (ja, so hieß er wirklich) hier in Heidelberg-Wieblingen seine eigene Füllfederhalter-Fabrik gründete. Leider ist er vor einigen Jahr verstorben, aber sein Lamy gehört immer noch zu den bekanntesten Marken der Welt. Es gibt noch so viel Spannendes zu entdecken!

Im Neuenheimer Feld findest du den weltberühmten Springer Verlag. Dieser Wissenschaftsverlag ist führend in der Fachliteratur und bietet über 300.000 Fachbücher und fast 3.000 Zeitschriften an. Im Studium jedenfalls haben wir viele dieser Bücher und Magazine gelesen. Zwei Ortschaften weiter, in Weinheim, gibt es noch zwei weitere bemerkenswerte Verlage: der Beltz Verlag, bekannt für sein Wissenschaftsmagazin "Psychologie Heute", und der Wiley-VCH Verlag, der humorvolle Ratgeber wie "Für Dummies" veröffentlicht. Vielleicht gibt´s ja bald Heidelberg für Dummies, was meinst Du?

Wie wäre es mit einem sportlichen Ausflug zur alla hopp! - Anlage in Kirchheim? Die Anlage erstreckt sich über 13.600 Quadratmeter und bietet jede Menge Möglichkeiten zum Aktivsein. Und der Hockenheimring, nur 20 Kilometer von Heidelberg entfernt, ist für den Formel-1-Rennsport bekannt. Hier hat Niki Lauda im Jahr 1977 den Großen Preis von Deutschland gewonnen. Wenn der Wind richtig steht, kann man während eines Rennens sogar die Motoren bis in die Heidelberger Innenstadt hören. Der Ring wird auch als Teststrecke für Mercedes genutzt und war früher Schauplatz des Musikfestivals Rock'n'Heim.

Und wenn du Lust auf ein erfrischendes Bad in der Nähe des Zentrums hast, dann musst du nicht unbedingt ins Thermalbad oder ins Waldschwimmbad gehen - oder einfach in den Neckar springen. Fahre einfach ein Stück weiter Richtung Ketsch. Hinter den Ketscher Rheininseln befindet sich das Insel-Camping-Paradies Kollersee - ein echter Geheimtipp unter den Einheimischen. Generell ist diese Ecke entlang des Rheins wie ein kleiner Urlaub vor der eigenen Haustür.

Auf dem Weg von Heidelberg nach Ketsch kannst du einen kurzen Stopp in Schwetzingen machen - nicht nur wegen des weltberühmten Schlossgartens, sondern auch, weil dort der Hauptsitz von Decathlon ist. Hast du schon einmal von Decathlon gehört? Es ist kein "Zehnkampf" im herkömmlichen Sinne, sondern ein europaweit expandierendes Sportgeschäft mit über 70 verschiedenen Sportarten im Angebot. Wer weiß, vielleicht brauchst du noch die ein oder andere Ausrüstung für deine Abenteuer am Rheinufer. Los geht´s!

So heißt die typische Heidelbergerin

Oh là là! In der Welt der Heidelbergerinnen pulsiert ein Hauch von französischem Flair und Eleganz. Die Namen, die sie tragen, verleihen dem Stadtbild ein Gefühl von Eleganz, Charme und Verführung: Sie heißen Annette, Charlotte und Annemarie. Und an jeder Straßenecke begegnet man einer Luise, Sophie, Laura und Isabelle. Und wer kennt nicht mindestens eine Elisabeth, Charlotte oder Christine? Diese französischen Namen gehören einfach in diese Stadt.

Warum aber ist das so, was denkt du? Man liebt die Nachbarn und ihren unverwechselbaren Lebensstil, genannt Savoir vivre