Die Mutter über Erziehung - Die (d.i. Mira Alfassa) Mutter - E-Book

Die Mutter über Erziehung E-Book

Die (d.i. Mira Alfassa) Mutter

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Beschreibung

Aus Aufsätzen der Mutter über integrale Erziehung und ihre Grundaspekte: Erziehung des Körpers sowie vitale, mentale, seelische und spirituelle Erziehung.

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Veröffentlichungsjahr: 2015

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DIE MUTTER ÜBER ERZIEHUNG

SRI AUROBINDO

DIGITAL EDITION

SRI AUROBINDO BHAVAN

BERCHTESGADENER LAND

www.sriaurobindo.center

© Copyright 2024

AURO MEDIA

Verlag und Fachbuchhandel

Wilfried Schuh

Deutschland

www.auro.media

eBook Design

SRI AUROBINDO DIGITAL EDITION

Deutschland, Berchtesgaden

Die Mutter über Erziehung

2. Aufl. 2024

ISBN 978-3-937701-38-7

Titel der englischen Ausgabe:

On Education

Aus dem Französischen übertragen

von Medhananda und Agnidhan

Erste deutsche Ausgabe 1952

Zweite, neu bearbeitete Ausgabe 1976

Dritte Ausgabe 2009

© Fotos und Textauszüge Sri Aurobindos und der Mutter:

Sri Aurobindo Ashram Trust

Puducherry, Indien

Inhaltsverzeichnis

Titelseite

Copyright

Vorwort

Das Wissen vom Leben

Erziehung

Die Erziehung des Körpers

Die vitale Erziehung

Die mentale Erziehung

Die seelische und spirituelle Erziehung

Orientierungsmarken

Cover

Inhaltsverzeichnis

Start

Vorwort

Vorwort zur ersten Auflage

Die Mutter, mit diesem Namen wird in Indien eine ganz außergewöhnliche Frau geehrt, die ihr Leben nicht nur den Kindern Indiens, sondern der Erziehung aller geweiht hat.

Als der große indische Freiheitskämpfer, Dichter und Philosoph Sri Aurobindo, der sich schon 1910 aus dem politischen Leben nach Pondicherry zurückgezogen hatte, sich schließlich 1926 nur noch der innersten Seite seines Yoga widmen wollte, betraute er die Mutter mit der Leitung seines Ashrams, ihr so die höchste spirituelle Weihe und Ehre gebend, die in seiner Macht war zu vergeben. Unter ihren Händen wuchsen der Ashram und die Zahl seiner Schüler von Jahr zu Jahr. In unermüdlicher Arbeit schuf sie um den Ashram Wohn- und Werkstätten, Druckereien, landwirtschaftliche Musterbetriebe, Webereien, Sportplätze und Schulen – eine Erscheinung, wie wir sie nur aus dem frühen Mittelalter kennen, als die Klöster gleichzeitig Mittelpunkte spiritueller, intellektueller und handwerklicher Tätigkeit waren. Aus dem Kindergarten wurde Vorschule, aus der Vorschule Mittlere und Höhere Schule – unter ständiger Begegnung und Wechselwirkung des Besten, was Ost und West sich geben konnten. Auch ein Universitätszentrum wurde eröffnet, um das Erziehungswerk Sri Aurobindos und der Mutter auf akademischer Ebene weiterzuführen.

1968 gründete die Mutter eine internationale Stadt: Auroville, in der Nähe Pondicherrys, um den Kindern der Zukunft eine Umgebung zu bereiten, wo sie frei und universell aufwachsen können – ein Erziehungszentrum, das sein spirituelles Dasein Sri Aurobindo und sein materielles der Mutter verdankt.

Wenn die Mutter über Erziehung spricht, so tut sie dies nicht nur aus ihrer Erfahrung und auf Grund ihrer Erfolge als Lehrerin und Betreuerin von Hunderten von Kindern, sondern auch als spirituelle Beraterin, als Guru Tausender von Suchenden in der ganzen Welt auf dem schwierigen Weg des Yoga. Dass sie von all ihren Kindern mit göttlichen Ehren verehrt wird, kann nur den erstaunen, der nie dieser unbegrenzten Persönlichkeit, ihrer magnetischen Anziehungskraft, ihrer strahlenden Liebe und transzendentalen Kraft begegnet ist.

Vorwort zur zweiten Auflage

Die Mutter hat einmal von sich gesagt: „Seit Anbeginn der Erde, wo immer und wann immer die Möglichkeit bestand, einen Strahl des Bewusstseins zu offenbaren, da war ich.“ Im Jahr 1973 hat die Mutter ihren zeitlichen Körper verlassen und wieder ihren Ewigkeitszustand in der Einheit des Seins angenommen.

Die Übersetzer

Die Mutter

Das Wissen vom Leben

Sich kennenlernen und Meister seiner selbst werden.

Ein Leben ohne Ziel ist ein Leben ohne Freude. Habt alle ein Ziel, vergesst jedoch nicht, dass der Wert eures Lebens vom Wert eures Ziels abhängt.

Euer Ziel sei hoch und weit, edel und selbstlos, so wird euer Leben für euch und für die anderen wertvoll werden. Doch welches auch immer das Ideal sei, nach dem ihr strebt, ihr werdet es nur dann vollkommen verwirklichen, wenn ihr die Vollendung in euch selbst verwirklicht.

Der erste Schritt in dieser Arbeit der Selbstvollendung besteht darin, sich seiner selbst und der verschiedenen Ebenen seines Seins sowie ihrer zugehörigen Tätigkeiten bewusst zu werden. Wir müssen lernen, diese verschiedenen Ebenen voneinander zu unterscheiden, damit wir den Ursprung der Bewegungen, die in uns stattfinden, deutlich zu erkennen vermögen, die Quelle der Impulse, der Reaktionen und der verschiedenen Triebe, die uns zum Handeln antreiben. Es ist ein unermüdliches Studium, das viel Ausdauer und Aufrichtigkeit erfordert, denn die menschliche Natur, vor allem die mentale, hat die spontane Neigung, für alles, was wir denken, fühlen, sagen und tun eine Rechtfertigung zu finden. Nur wenn wir diese Bewegungen mit großer Sorgfalt beobachten, wenn wir sie sozusagen immer vor den Richterstuhl unseres höchsten Ideals stellen mit dem ehrlichen Willen, uns seinem Urteilsspruch zu unterwerfen, dürfen wir hoffen, in uns eine Urteilskraft zu erziehen, die sich nicht täuscht. Denn wenn wir wirklich Fortschritte machen wollen, wenn wir fähig werden wollen, die Wahrheit unseres Seins zu erkennen – das heißt, unsere eigentliche Aufgabe, das, was wir unsere Mission auf Erden nennen könnten –, dann müssen wir regelmäßig und unablässig all das von uns zurückweisen oder in uns ausmerzen, was mit der Wahrheit unseres Seins nicht in Einklang steht, was sich ihr entgegenstellt. Nur so können nach und nach alle Teile, alle Elemente unseres Wesens, zu einem harmonischen Ganzen um unseren seelischen Mittelpunkt angeordnet werden. Es ist viel Zeit erforderlich, um diese Arbeit der Vereinheitlichung auch nur annähernd zur Vollkommenheit zu bringen. So müssen wir uns, damit sie gelingen kann, mit Geduld und Ausdauer wappnen, entschlossen, unser Leben so weit zu verlängern, als es notwendig ist, um unser Unternehmen zu vollenden.

In derselben Zeit, in der wir dieser Arbeit der Reinigung und Vereinheitlichung nachgehen, müssen wir große Sorgfalt darauf verwenden, den äußeren und instrumentalen Teil unseres Wesens zu vervollkommnen. Wenn die höchste Wahrheit sich offenbaren wird, muss sie in uns einen Verstand vorfinden, der reich und geschmeidig genug ist, um der Idee, die sich ausdrücken will, eine Gedankenform geben zu können, die ihre Kraft und Klarheit bewahrt. Der Gedanke selbst muss, will er sich in Worte kleiden, eine genügend starke Ausdruckskraft in uns finden, damit unsere Worte ihn offenbaren und nicht entstellen. Und diese Form, in die wir die Wahrheit gehüllt haben, muss sich in all unseren Gefühlen, in unserem ganzen Willen, in all unseren Handlungen, in allen Bewegungen unseres Wesens offenbaren. Schließlich müssen diese Bewegungen selbst durch eine unablässige Anstrengung ihre höchste Vollendung erreichen.

All dies kann mit Hilfe einer vierfachen Disziplin erreicht werden, von der hier die großen Linien gegeben werden. Diese vier Seiten der Disziplin schließen sich gegenseitig nicht aus und können gleichzeitig verfolgt werden; dies ist sogar besser. Der Ausgangspunkt ist das, was man seelische Disziplin nennen könnte. Was wir hier mit seelisch bezeichnen, ist der psychologische Mittelpunkt unseres Wesens, der Sitz der höchsten Wahrheit unseres Seins in uns; es ist das in uns, was die Macht hat, diese Wahrheit zu erkennen und sie in Bewegung, zu setzen. Darum ist es außerordentlich wichtig, dass wir uns seiner Gegenwart in uns bewusst werden und uns auf diese Gegenwart konzentrieren, bis sie eine lebendige Tatsache für uns geworden ist und wir uns mit ihr identifizieren können.

Zu allen Zeiten sind in den verschiedenen Ländern viele Methoden empfohlen worden, um dieses Bewusstsein und schließlich diese Identifikation zu erreichen. Manche Methoden sind psychologisch, manche religiös und manche sogar mechanisch. Jeder muss sich die aussuchen, die am besten zu ihm passt; und wenn unser Sehnen glühend und inbrünstig, unser Wille ausdauernd und dynamisch ist, so können wir sicher sein, auf die eine oder andere Weise – äußerlich durch Lesen oder Belehrung, innerlich durch Sammlung und Andacht, durch Offenbarung und Erlebnis – die Hilfe zu bekommen, die wir brauchen, um das Ziel zu erreichen.

Eines nur ist ganz und gar unerlässlich: der Wille zu finden und zu verwirklichen. Diese Entdeckung und Verwirklichung müssen das Hauptanliegen unseres Lebens werden, die kostbare Perle, die man erwerben will, koste es, was es wolle. Was wir auch immer tun mögen, welches unsere Beschäftigung und unsere Tätigkeiten auch immer sein mögen – der Wille, die Wahrheit unseres Wesens zu finden und mit ihr eins zu werden, muss immer lebendig und gegenwärtig hinter allem stehen, was wir tun, was wir empfinden, was wir denken.

Wenn wir diese innere Entdeckung vervollständigen wollen, wird es gut sein, die mentale Entwicklung nicht zu vernachlässigen. Denn das denkende Werkzeug kann entweder gleichgültig oder eine große Hilfe oder aber ein sehr großes Hindernis sein. Das menschliche Denken ist ja, in seinem Naturzustande, immer begrenzt in seiner Sicht, beschränkt in seiner Auffassungsgabe, starr in seinen Meinungen. Es bedarf also einer unablässigen Anstrengung, um es zu vertiefen und geschmeidig zu machen. Daher wird es sehr notwendig, alle Dinge von so vielen Gesichtspunkten aus wie nur möglich zu betrachten. Dazu gibt es eine Übung, die das Denken flexibel macht und es erhöht. Sie besteht in folgendem: man stellt eine Behauptung auf, indem man sie klar formuliert. Dann stellt man ihr mit derselben Klarheit und Genauigkeit die Gegenbehauptung gegenüber, Sodann muss man durch aufmerksame Überlegung das Problem erweitern oder sich darüber erheben, bis man die Synthese gefunden hat, die die beiden Gegensätze in einer weiteren, höheren und umfassenderen Idee vereint.

Es lassen sich viele weitere Übungen derselben Art machen; manche haben einen förderlichen Einfluss auf den Charakter und so einen doppelten Vorteil: den, das Denken zu erziehen und den, eine Kontrolle über die Gefühle und ihre Auswirkungen zu bekommen. Man darf zum Beispiel niemals seinem Verstand erlauben, Dinge und Menschen zu beurteilen, denn das Denken ist kein Werkzeug der Erkenntnis; es ist ihm unmöglich, die Erkenntnis zu finden, aber es soll von ihr in Bewegung gesetzt werden. Die Erkenntnis gehört einem viel höheren Reiche an als dem des menschlichen Denkens, sie steht weit darüber, noch oberhalb der Ebene der reinen Ideen. Unser Denken muss schweigend lauschen können, um die Erkenntnis von oben zu empfangen und um sie auszudrücken; denn es ist ein Werkzeug der Formation, der Organisation und der Handlung. Und in diesen Funktionen hat es seinen vollen Wert und seinen wirklichen Nutzen.

Eine andere Gewohnheit, die für den Fortschritt des Bewusstseins sehr nützlich sein kann besteht darin, dass man sich niemals in seine eigene Auffassung einschließt, sich in seinen eigenen Standpunkt verbohrt, wenn man mit jemandem in irgendeinem Punkt nicht übereinstimmt, beispielsweise im Hinblick auf eine Entscheidung, die zu fällen oder ein Unternehmen, das zu beginnen ist. Im Gegenteil sollte man sich bemühen, den Standpunkt des anderen zu verstehen, sich an seine Stelle zu versetzen; und anstatt sich zu streiten oder gar handgreiflich zu werden, muss man eine Lösung finden, die beide Parteien in annehmbarer Weise befriedigt – es gibt immer eine Lösung für Menschen guten Willens.

Hier müssen wir auf die Disziplin des Vitalen zu sprechen kommen. Das vitale Wesen in uns ist der Sitz der Triebe und Wünsche, der Begeisterung und der Heftigkeit, der dynamischen Energie und der verzweifelten Depressionen, der Leidenschaften und der Auflehnung. Es kann alles in Bewegung setzen, aufbauen und verwirklichen, aber es kann auch alles zerstören und alles verderben. So ist es im menschlichen Wesen vielleicht der Teil, der am schwierigsten zu disziplinieren ist. Es ist eine langwierige Arbeit, die eine große Geduld und eine vollkommene Aufrichtigkeit erfordert, denn ohne Aufrichtigkeit vom ersten Schritt an wird man sich nur selbst täuschen, und jeder Versuch des Fortschritts wird vergeblich sein.

Mit der Mitarbeit des Vitalen scheint kein Erfolg unmöglich, keine Verwandlung undurchführbar. Doch die Schwierigkeit liegt darin, diese ständige Mitarbeit zu erhalten. Das Vitale ist ein guter Arbeiter, aber es sucht meistens seine eigene Befriedigung. Wenn diese ihm ganz oder teilweise entzogen wird, ärgert es sich, schmollt und streikt. Die Energie schwindet mehr oder weniger vollständig und macht dem Ekel an Dingen und Menschen Platz, der Entmutigung oder der Auflehnung, der Depression und der Unzufriedenheit. In diesen Augenblicken ist es gut, ruhig zu bleiben und von jeder Tätigkeit Abstand zu nehmen, denn es sind die Augenblicke, in denen man Dummheiten macht und in einem Moment Monate regelmäßiger Anstrengung und den daraus erwachsenen Fortschritt zunichte machen kann. Diese Krisen sind weniger langwierig und gefährlich bei denen, die genügend innige Beziehungen zu dem seelischen Teil ihres Wesens hergestellt haben, um die Flamme der Sehnsucht und das Bewusstsein des zu verwirklichenden Ideals in sich lebendig zu erhalten. Mit Hilfe dieses Bewusstseins können sie auf ihr Vitales einwirken, so wie man auf ein aufbegehrendes Kind einwirkt, mit Ruhe und Geduld, ihm die Wahrheit und das Licht zeigend, bemüht, es zu überzeugen und den guten Willen in ihm wieder zu erwecken, der für einen Augenblick verschleiert war. Dank dieses geduldigen Eingreifens kann jede Krise in einen neuen Fortschritt, in einen weiteren Schritt dem Ziel entgegen verwandelt werden. Die Fortschritte mögen langsam sein, die Rückfälle häufig; doch wenn man einen tapferen Willen behält, kann man sicher sein, eines Tages zu triumphieren und zu sehen, wie alle Schwierigkeiten vor dem strahlenden Glanz des Wahrheitsbewusstseins dahinschmelzen und verschwinden.

Schließlich ist es auch notwendig, durch eine vernünftige und einsichtige Körpererziehung unseren Körper kräftig und geschmeidig genug zu machen, damit er in dieser materiellen Welt ein geeignetes Werkzeug der Wahrheitskraft wird, die sich durch uns zum Ausdruck bringen will. Denn der Körper soll ja nicht regieren, sondern gehorchen, und seine wahre Natur ist es, ein gehorsamer und treuer Diener zu sein. Unglücklicherweise hat er im Hinblick auf seine Meister, das Mentale und das Vitale, selten die notwendige Unterscheidungskraft. Er gehorcht ihnen blindlings, sehr zum Schaden seines eigenen Wohlergehens. Das Mentale mit seinen Dogmen und seinen starren, willkürlichen Prinzipien, das Vitale mit seinen Leidenschaften, seinen Übertreibungen und Ausschweifungen können das natürliche Gleichgewicht des Körpers im Nu zerstören und in ihm Überarbeitung, Erschöpfung und Krankheit hervorrufen. Von dieser Tyrannei muss man ihn befreien, und das ist nur möglich durch das beständige Einssein mit dem seelischen Mittelpunkt des Wesens. Der Körper hat eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit und Ausdauer. Er ist zu viel mehr fähig, als man gewöhnlich glaubt. Wenn er, statt von unwissenden und despotischen Herren regiert zu werden, von der zentralen Wahrheit des Seins gelenkt wird, so wird man mit großer Verwunderung feststellen, was er alles zu leisten vermag. Ruhig und schweigend, stark und ausgeglichen, wird er in jeder Minute die geforderte Leistung vollbringen können, denn er wird gelernt haben, in der Tätigkeit selbst die Entspannung zu finden und durch die Berührung mit den universellen Kräften seine sinnvoll und bewusst ausgegebenen Energien zu erneuern. In einem solchen ausgeglichenen und gesunden Leben wird eine neue Harmonie sich in ihm offenbaren, die Harmonie höherer Ebenen widerspiegelnd, die ihm die Vollkommenheit der Proportionen und die ideale Formschönheit geben wird. Und diese Harmonie wird beständig reicher werden, denn die Wahrheit des Wesens ist nicht unveränderlich; sie ist die unaufhörliche Entfaltung einer wachsenden Vollkommenheit, die immer weiter und umfassender wird. Sobald der Körper gelernt haben wird, dieser harmonisierenden Bewegung zu folgen, wird es ihm gelingen, durch eine ununterbrochene Verwandlung der unerbittlichen Zersetzung und Zerstörung zu entgehen. Das unwiderrufliche Gesetz des Todes wird dann aufgehört haben zu gelten.

Wenn wir diesen Grad der Vollkommenheit, der unser Ziel ist, erreicht haben werden, können wir erkennen, dass die Wahrheit, die wir suchen, vier Hauptaspekte hat: Liebe, Wissen, Macht und Schönheit. Diese vier Eigenschaften der Wahrheit werden in unserem Sein spontan zum Ausdruck kommen. Die Seele wird der Träger der wahren und reinen Liebe sein, das Denken der Träger des unfehlbaren Wissens, das Vitale wird die unbesiegbare Kraft und Macht offenbaren, und der Körper wird zum Ausdruck einer vollendeten Schönheit und Harmonie.

Erziehung

Die Erziehung des Körpers

Die vitale Erziehung

Die mentale Erziehung

Die seelische und spirituelle Erziehung