Die Wale von Atlantis - Christine Stutz - E-Book

Die Wale von Atlantis E-Book

Christine Stutz

5,0

Beschreibung

Die Meeresbiologin Sarah van Thelen ist mit einem Schiff auf den Weg zu ihren Eltern, als sie einem kleinen Jungen, der von seinem Vater über Bord des Luxusliners geworfen wird, das Leben retten will. Beherzt springt sie hinterher und gerät in die fantastische Welt von Atlantis und Bermuda . Dort lüftet sie das Geheimnis ihrer Herkunft und findet ihre Liebe.

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Die Wale von Atlantis

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Sarah

Die Wale von Atlantis

Die Meeresbiologin Sarah van Thelen ist auf den Weg zu ihren Eltern, als sie einem kleinen Jungen, der über Bord des Luxusliners geworfen wird, das Leben retten will.

Beherzt springt sie hinterher und gerät in die fantastische Welt von Atlantis.

Dort lüftet sie das Geheimnis ihrer Herkunft und findet ihre Liebe.

1.Kapitel

1.Kapitel

„Du bist doof!“ rief der kleine Junge. „Ich gehe nicht in das tiefe Wasser! Das werde ich nie im Leben machen! ° schrie er wütend. „Du kommst jetzt endlich zu mir ins Wasser. Verdammt mir wachsen schon Schwimmhäute!“ kam die dunkle Stimme aus dem Swimmingpool.

Sarah stand im Schatten des Vorderdecks und musste lächeln. Seit gut einer Stunde versuchte, ein allen Anschein nach genervter Vater, seinem etwa 6 jährigen Sohn dazu zu bewegen, vom Rand des Swimming Pools zu springen. Jetzt weinte der Junge auch noch herzzerreißend. Er war laut über das Deck zu hören.

Sarah verließ ihren angenehm schattigen Platz und gesellte sich zu dem Jungen. Er brauchte auf jeden Fall Hilfe. Ihr breiter Hut gewährleistete ihr wenigstens etwas Schutz vor der grellen Sonne. Sarah schluckte. Sonne war sehr ungesund für sie. „Was macht dir denn Angst, Josef? Es ist doch nur Wasser.“ fragte sie den kleinen Jungen. „Du kennst meinen Namen?“ fragte der kleine Junge sie erstaunt. Seine großen, grauen Augen schauten sie ängstlich an. Der Junge hatte unwahrscheinliche Ähnlichkeit mit dem großen Mann im Becken, der jetzt verärgert winkte.

Sarah musste wieder lächeln. „Dein Vater hat deinen Namen in der letzten Stunde oft genug gerufen“ sagte sie schmunzelnd. Ihr Blick ging zu dem Mann im Swimming Pool. Er schien unbedingt darauf zu bestehen, dass Josef sprang. Sarah hasste solche ehrgeizigen Eltern. Warum konnte der Mann seinen Sohn nicht in Ruhe lassen, dachte sie grimmig. „Ich kann nicht schwimmen, und soll es heute lernen. Dad sagt, es sei unbedingt nötig. Bis heute Nacht muss ich es können.“ Flüsterte Josef jetzt. Er schien sich deshalb zu schämen.

Liebevoll nahm Sarah seine Hand. Sie kannte das Gefühl der Angst sehr gut. Es gab für alles ein erstes Mal, dachte sie und nur der kleine Junge hier konnte bestimmen wann es soweit sein würde. Ihr Blick ging zum Pool. Nur der Mann dort unten schien es nicht zu begreifen. Und anstatt seinem Sohn Mut zu machen, drängte er ihn nur. Sie konnte seinen wütenden Blick bis hierher spüren. Es störte sie nicht. „Josef, nun mach schon, so schwer ist das nicht! Das kann doch jeder!“ rief er jetzt wieder. Der Mann begann, ihr auf die Nerven zu gehen. „Was hältst du davon, wenn wir zusammen springen. Ich halte deine Hand ganz fest und lasse auch nicht los. Egal was kommt, Josef.“ Bot sie dem, vor Angst zitternden Jungen an. Seine kleine Hand umfasste ihre fester. Vertrauensvoll blickte er sie aus großen Augen an. Dann nickte er tapfer.

Sarah warf ihren Hut aufs Deck. „Fertig?“ fragte sie den Jungen. Wieder ein Nicken. „Lass uns Anlauf nehmen“ sagte Sarah fröhlich.

Mit dem Jungen an der Hand sprang sie vom Beckenrand. Tief tauchten beide unter. Der Jungen klammerte sich ängstlich an sie. Doch Sarah tauchte sofort auf. Sie schwamm zum Mann und reichte ihm seinen Sohn. In einer Minute hatte sie mehr erreicht, als dieser sture Kerl in der letzten Stunde. „Vertrauen ist das Zauberwort“ sagte sie giftig zu ihm. Den wütenden Blick des Mannes ließ sie gelassen an sich abprallen. „Sie sind sein Vater“ sagte sie hart.

Er nickte. „Natürlich bin ich das.“ Antwortete er unwirsch. Sarah grinste. Das konnte er auch schlecht leugnen. „Dann benehmen sie sich gefälligst auch so“ sagte sie nur, dann tauchte sie tief unter und erreichte erst am anderen Beckenrand die Wasseroberfläche wieder. Ein Fehler, denn ihr Hut lag am anderen Ende. Und sie musste umgehend aus der Sonne. Sonne war gefährlich für ihre Haut. Doch sie hatte auch keine Lust, sich weiter mit dem Mann im Becken auseinander zusetzen. Er sah gut aus, keine Frage, doch seine Art, mit seinem Sohn umzugehen, brachte sie auf die Palme. Warum hatte er kein Verständnis für sein Kind. Sarah schluckte schwer. Die Sonne brannte erbarmungslos vom Wolkenlosen Himmel herab. Sie verfluchte ihre Idee, mit dem Schiff ,statt dem Flieger zu ihren Eltern zu reisen. Sie musste dringend in den Schatten.

Schnell flüchtete sie unter einen Sonnenschirm. Hier musste sie wohl ausharren, bis ein Kellner vorbei kommen würde und sie ihn um ihren Hut bitten konnte. Sarah fluchte leise. Direktes Sonnenlicht war schädlich für sie. Leider neigte sie bei greller Sonne zu Ohnmachtsanfällen und ihre Haut warf Blasen. Sie konnte sich jetzt ärgern, in den Pool gesprungen zu sein. Doch der kleine Josef hatte ihr so sehr leidgetan. Hoffentlich war der Ehrgeiz des Mannes endlich gestillt.

„Ihr Hut“ hörte sie jetzt eine tiefe Stimme sagen.

Sarah blinzelte ins Sonnenlicht und erkannte den Mann. Er stand mit ihrem Hut in der Hand vor ihr. „Und ihre Kontaktlinsen“ sagte er weiter. Er hielt seine andere Hand auf. „Sie sollten sie lieber umgehend wieder einsetzen. Ihre Augenfarbe erregt sonst Aufsehen.“ Sagte er leise. Seine Stimme klang warnend.

Es war Sarah nicht bewusst gewesen, dass sie ihre Kontaktlinsen verloren hatte. Wie konnte der Mann sie auf dem Grund des Beckens gefunden haben? Schweigend nahm sie ihm die Linsen aus der Hand und setzte sie ein. Dann nahm sie ihren Hut. „Ist ihr Ehrgeiz jetzt gestillt? Oder verlangen sie von Josef noch mehr Mutproben?“ fragte sie statt einem Dank. Der Mann schüttelte verwundert seinen Kopf. „Es ist wichtig, dass Josef die Angst vor dem Wasser verliert. Gerade sie sollten es doch wissen, sie kommen doch auch von dort.“ Sagte er leise. Es schien, als habe er Angst, belauscht zu werden. Fasziniert starrte er ihr in die Augen. Die Originalfarbe war einmalig. Und er musste es wissen.

Genervt setzte Sarah sich ihren Hut auf und trat unter dem Sonnenschirm hervor. Sie musste nun umgehend in ihre Kabine und unter die Dusche. Ihr Körper brauchte Wasser. „Wovon reden sie Mann! Ich komme aus Miami und dort will ich auch wieder hin“ sagte sie nur. Sie würde heute Abend noch mal aufs Deck gehen. Wenn die Sonne untergegangen war. Sie liebte das Meer. Das war schon immer so gewesen. Wahrscheinlich war sie deshalb mit dem Schiff unterwegs.

„Ihre Augen sagen mir etwas ganz anderes, als Miami“ hörte sie den Mann hinter sich rufen. Zweifelnd schüttelte Sarah den Kopf. Sie hatte keine Ahnung, wovon der Mann sprach, aber es war ihr auch egal. Nach Ende dieser Reise würden sich ihre Wege trennen. Sie würde ihn nie wiedersehen.

In ihrer Kabine zog sie die Vorhänge zu , um die Sonne auszusperren und stellte sich unter die Dusche. Das Chlorwasser des Swimmingpools brannte auf ihrer Haut. Sofort fühlte sie sich besser. Vor dem Spiegel nahm sie ihre Kontaktlinsen heraus, um sie zu reinigen. „Meine Augenfarbe sagt etwas anderes?“ Sarah grinste ihrem Spiegelbild zu. „Wovon redet der Kerl. Blödsinn.“ Flüsterte Sarah. Ihre Augen waren wirklich ungewöhnlich blau. Aquamarine- so in etwa ließ sich die Farbe beschreiben. Und sie hatte noch niemand sonst mit solch einer Farbe gesehen, aber was sollte das schon heißen. Irgendwo gab es bestimmt jemand, mit derselben Farbe. Wahrscheinlich auch nur ein Gen- Defekt. Sie streckte ihrem Spiegelbild die Zunge heraus. Ihre Augen waren das einzige außergewöhnliche an ihr, fand sie. Und gerade deswegen trug sie farbige Kontaktlinsen. Es nervte sie, immer wieder wegen ihrer außergewöhnlichen Augenfarbe angesprochen zu werden.

Dann legte sie sich aufs Bett. Sie würde am besten den Rest des Sonnentages verschlafen. In 2 Tagen legten sie In Miami an und dann konnte sie Heimkehren zu ihren Eltern. Sarah freute sich auf ihre Eltern. Sie kehrte gern Heim.

Dort war alles nach ihren Bedürfnissen hergerichtet. Große Rollos verdunkelten die Scheiben und es herrschte eine angenehme Kühle im Haus. Schon seit ihrer Kindheit litt sie unter der starken Sonnenallergie und ihre Eltern hatten schon damals daraufhin das Haus umgebaut. Dankbar dachte sie an ihre Eltern. Dann schlief sie ein.

2 Kapitel

2 Kapitel

Endlich war die Sonne untergegangen. Ein milder Wind wehte. Sarah lehnte an der Reling und genoss die nasse Luft, die vom Meer herüber kam. Ihre Haut entspannte sich. Bald würde sie wieder im Meer schwimmen können. Darauf freute sie sich besonders. Dort konnte sie sich Stundenlang aufhalten. Und die Stille unter Wasser genießen. Dort herrschte kein Lärm, keine Hektik. Sarah wusste, ihre Gabe, sich ohne zu atmen, stundenlang unter Wasser zu bewegen, war einmalig. Und ihr großes Geheimnis, welches selbst ihre Eltern nicht kannten. Sie seufzte. Auch wenn sie ihre Entdeckungstouren unter Wasser genoss, so wäre sie doch gerne normal. So wie andere Menschen.

„Es tut gut, oder?“ sagte eine Stimme hinter ihr. Der Mann, Josefs Vater, stand jetzt ebenfalls an der Reling und genoss den kühlen Wind. Sarah holte tief Luft. Sie wollte den Mann einfach ignorieren. Wenn sie nicht antwortete, verschwand er vielleicht. Er gefiel ihr, das spürte sie. Doch nach Ende der Reise würden sie ihn nicht wiedersehen. „Ich war auf der Suche nach ihnen. Ich ahnte, sie würden erst heute Abend ihre süße Nase wieder rausstrecken. Josef schläft“ sagte er jetzt wieder. „Ich soll sie noch grüßen. Das hat er mir aufgetragen.“ Erklärte der Mann ernsthaft.

Gegen ihren Willen musste Sarah lächeln. Der kleine Junge hatte es ihr angetan. Warum wusste sie selbst nicht. Seit er sie mit seinen großen Augen angeblickt hatte, ging er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Eine Frage brannte ihr noch auf den Lippen, die er ihr vielleicht beantworten konnte. „Sie haben meine Augenfarbe angesprochen. Das verstehe ich nicht. Was soll an meinen Augen unnormal sein.“ Fragte sie ihn jetzt unsicher, ob sie die Antwort hören wollte. Der Mann lächelte. Langsam drehte er ihren Kopf zu sich herum. „Ihre Augenfarbe verrät sie, Mädchen. Sie gehören zum Bermuda-Volk. Keine Frage bei ihrer Augenfarbe. Mir müssen sie nichts vormachen. Ich stamme von Atlantis. Mein Sohn und ich waren hier oben, um einen befreundeten Psychologen zu besuchen. Josef hat panische Angst vor dem Wasser. Ich hoffte, er könnte uns helfen. Leider vergebens, wie sie gemerkt haben sollten. Wir kommen nicht an Josef heran.“ Erklärte der Mann nun.

Überrascht riss Sarah sich von ihm los. „Bermuda, Atlantis. Sie waren wohl zu lange Im Pool heute! Sie müssen einen mächtigen Sonnenstich davon getragen haben heute. Sie reden wirres Zeug.“ Vorsichtig ging sie einige Schritte zurück. Der Mann begann, ihr Angst zu machen. „Ich bin Sarah van Thelen. Meine Eltern sind Samuel und Hanna van Thelen.“ Sagte Sarah streng. Noch ein paar Schritte und sie hatte die sichere Tür erreicht. In Gedanken maß sie die Entfernung. Dort drinnen war jede Menge andere Passagiere. Dort wäre sie in Sicherheit, überlegte Sarah panisch. „Hören sie, Sarah. Sie müssen mir nichts vormachen. Schon in dem Augenblick, als ich ihre Augenfarbe sah, wurde mir alles klar. Auch ihre Abneigung gegen das Sonnenlicht. Es passt alles zusammen. Was mich nur wundert ist, das ich noch nie zuvor von ihnen gehört habe. Schließlich sind sie eine der letzten Bermuda.“ Sagte er jetzt wieder. Wieder drehte er sich zum Meer und schloss die Augen. Eigentlich war sie die letzte, überlegte er jetzt. Wieder musste er an Josefs Mutter denken. „Und jetzt hören sie mir zu. Es reicht jetzt.“ sagte Sarah ärgerlich, „Ich verstehe ihre Art von Humor leider nicht.“ Der Kerl war verrückt. Sie musste wirklich um Josef fürchten. Das arme Kind hatte einen verrückten Vater. Gleich morgen früh würde sie mit dem Kapitän sprechen. Er musste den Mann zum Arzt schicken. „Mein Name ist wirklich Sarah van Thelen. Ich bin in Miami geboren worden und lebe dort noch immer mit meinen sehr liebevollen Eltern. Ich könnte ihnen gerne meine Geburtsurkunde zeigen. Aber das wäre jetzt zu lächerlich.“ Wieder ging sie einige Schritte Richtung Tür. Jetzt hatte der Mann sich umgedreht und grinste über ihren Versuch, die Tür zu erreichen. „Dann werden wir uns also nicht wiedersehen, Schade. Ich hoffte, sie würden uns heute Nacht begleiten.“ Sagte er dann grinsend.

„Man haben sie einen großen Schaden“ sagte Sarah. Dann rannte sie in den großen Saal. Befremdet schauten die Passagiere sie an. Der Mann brauchte dringend ärztliche Hilfe. Durch die große Panoramascheibe konnte sie ihn beobachten. Lachend stand er an der Reling und sah ihr nach. Sie schüttelte den Kopf. „Arroganter Idiot“ dachte sie.

Ein junger Mann forderte sie zum Tanzen auf und fast konnte sie den Mann da draußen vergessen. Sie kannte nicht einmal seinen Namen, fiel ihr jetzt ein. Aber sie konnte ihn den Kapitän morgen beschreiben, außerdem wusste sie, dass sein Sohn Josef hieß. Der junge Mann tanzte wirklich gut. Sarah entspannte sich etwas und beschloss den restlichen Abend zu genießen.

„Darf ich um diesen Tanz bitten?“ wurde Sarah gefragt. Hinter ihr stand der Mann und führte sie, ohne ihre Antwort abzuwarten, zur Tanzfläche. Er grinste und übersah Saras bösen Blick. „Wem wollen sie mit ihrer Geschichte beeindrucken, Mädchen. Sie kommen niemals aus Miami.“ Sagte er lächelnd. „Noch bevor ich ihre richtige Augenfarbe sah, sind sie mir wegen ihrer ständigen Sonnenflucht aufgefallen. Wie sie von Sonnenschirm zu Sonnenschirm gehüpft sind, war sehr lustig“ sagte er leise lachend.

Sarah seufzte leise auf. Er konnte gut tanzen, das musste sie ihm zugute halten. Außerdem passte er ausgezeichnet zu ihr. Mit seinen gut 1,90 überragte er sie noch, was bei ihren fast 1,80 Metern nur selten vorkam. Aber ansonsten ging er ihr fürchterlich auf die Nerven. „Es reicht, Mister. Ich bin es leid, mich immer wieder zu wiederholen.“ Sagte Sarah, Abrupt beendete sie den Tanz. „Es ist besser, wenn sich unsere Wege ab hier trennen.“ Sie wandte sich zur Tür und verschwand in ihre Kabine. Sollte sich der Kapitän Morgen damit befassen, beschloss Sarah besorgt.

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Wieder stand Sarah an der Reling. Es war spät in der Nacht. Jeder, außer dem wachhabenden Personal, schien zu schlafen. Sie jedoch, war nicht müde. Es war die einzige Tageszeit, in der sie sich ungehemmt draußen bewegen konnte. Schlafen konnte sie auch noch Tags über. Sie brauchte Bewegung. Langsam schritt sie an der Reling entlang und ließ sich die kalte Luft ins Gesicht wehen. Der Mann ging ihr nicht aus dem Kopf. Sie hatte ja selbst schuld. Was sprach sie ihn auch auf ihre Augenfarbe an. Aber ihre Neugierde war so groß gewesen, dachte Sarah.

Bermuda-Volk- er wollte sie wohl auf den Arm nehmen. OK-Sie durchquerten zwar gerade das Bermuda-Dreieck, und einige der Passagiere hatten schon ihre Bedenken geäußert, doch Sarah konnte darüber nur lachen. Sie glaubte nicht an solche Horrorgeschichten. Es gab für alles eine vernünftige Erklärung.