Gloria - Die Tochter des Weihnachtsmannes - Christine Stutz - E-Book

Gloria - Die Tochter des Weihnachtsmannes E-Book

Christine Stutz

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Beschreibung

Gloria ist die Tochter des Weihnachtsmannes. Sie lebt glücklich im magischen Reich und hilft ihrem Vater jedes Jahr, bei der Bescherung der vielen Kinder. Bis sie sich verliebt. Ausgerechnet in Hendrik Gabler. Einem Mann, der Weihnachten hasst und alles mit Sarkasmus betrachtet. Er glaubt nicht an das Fest oder die Freude, die es jedes Jahr bringt. Als ehemaliges Waisenkond, ist er ohne Fantasie oder Optimismus. Doch Gloria ist entschlossen, den Mann,, dem ihr Herz gehört, zu bekehren. Gegen den Willen ihres Vaters, begibt Gloria sich zur Erde und versucht, das Herz des Mannes zu erweichen. Leider vergebens. Auch wenn sie beide Freunde werden, so verachtet, Hendrik auch weiterhin allles, dass mit Weihnachten zu tun hat. Tief betrübt, kehrt Gloria allein inn ihr magisches Reich zurück. Fest entschlossem, Hendrik zu vergessen. Doch das kann ihr Vater nicht zulassen. Denn seine Tochter leidet. Zeit, Hendrik Gabler seinen größten Wunsch zu erfüllen. Wird das den Mann erweichen?

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Gloria Die Tochter Des Weihnachtsmannes

TitelseiteVorgeschichteProlog1 Kapitel2 Kapitel3 Kapitel4 Kapitel5 Kapitel6 Kapitel7 Kapitel8 Kapitel9 Kapitel10 KapitelEpilogImpressum

Gloria

Die Tochter

Des

Weihnachtsmannes

Vorgeschichte

Vorgeschichte

Heute war der vierzehnte Februar. Valentinstag. Tag der Liebe und des bezeugten Glückes. Menschen auf der ganzen Welt zeigten sich, wie gern sie sich hatten. „Auch wenn du mich nicht kennst, Hendrik Gabler. Ich liebe dich“ flüsterte ich heiser und wischte eine Träne fort.

Ich stand am Fenster und sah dem Schnee zu, der friedlich und leise vor sich hin, auf die weiße Landschaft fiel. Ich schreckte aus meinen Gedanken. „Alles Gute zum Geburtstag, mein Kind“ sagte Vater und legte seinen Arm um mich. Er drückte mich fest an sich. Ich erwiderte den Druck und genoss seine Wärme. Mein Gesicht vergrub sich in den weißen Bart. So, wie ich es als Kind oft getan hatte. Wie sehr ich den Mann liebte, dachte ich lächelnd. Vater stupste mich sanft an. „Heute wirst du also Hunderteinundzwanzig Jahre alt, Kind. Ein stattliches Alter, Kind.“ Sagte Vater grinsend. Das ließ mich rot werden. Er nannte mich immer noch Kind, dachte ich. „Das musst du gerade sagen.“ Gab ich den Scherz zurück. Ich drehte mich wieder zum Fenster. Denn ich wusste, Vater war nicht nur hier, um mir zum Geburtstag zu gratulieren. Er war hier, um, mit mir über meinen Wunsch zu reden. Das machte Vater Sorgen.

„Weißt du noch, wie ich das erste Mal hier stand? Damals hast du mich aus dem armseligen Kinderheim geholt. Du hast mich hierhergebracht. Seitdem stehe ich gerne hier.“ Fragte ich meinen Vater lächelnd. Wieder schwelgte ich in Erinnerungen. Wie so oft letzte Zeit. Meine Kindheit, meine Jugend, alles war wieder präsent. Doch ich war kein Kind mehr.

Vater nickte und sah ebenfalls aus dem Fenster. „Ich erinnere mich gut, Kind. Damals warst du vier Jahre alt. Mutter wünschte sich so sehr ein kleines Mädchen. Nach vier Jungen, kein Wunder. Doch das war nicht so einfach. Ein Kind hier, muss besonders sein. Du weißt, ich meine, es braucht Zauberkraft. Ich erkundigte mich und fand dich. In dem elenden Waisenhaus. Das letzte kleine Mädchen mit Zauberkraft. Du warst schon damals so unwahrscheinlich klug. Und du besaßt die Kraft des Weihnachtssterns. Sehr ungewöhnlich für ein Menschenkind. Ich zeigte Mutter dein Foto und sie war hellauf begeistert. Ich durfte nicht ohne dich Heimkehren.“ Erklärte Vater schmunzelnd. Wir redeten um den eigentlichen Punkt herum. Vater wusste das.

„Hendrik ist der Mann, den ich liebe, Vater. Ich werde gehen, Vater. Ich habe lange genug gewartet. Bald könnte es zu spät sein. Ich will sehen, was werden kann.“ Brachte ich das Gespräch zum Grund unseres Hierseins. Vater seufzte und verzog das Gesicht. Ich hatte den Weihnachtsmann traurig gemacht, ging es mir durch den Kopf. Ausgerechnet den Weihnachtsmann. Fast musste ich darüber lachen.

Vater drehte sich zu mir und suchte meinen Blick. „Der Mann wird dir dein Herz brechen, Kind. Da bin ich mir sicher. Ich verfolge sein Leben schon die ganzen Jahre. Hendrik ist verbittert, sarkastisch und eiskalt, wenn es um seine Interessen geht. Ich weiß, dieser Hendrik hat dein Interesse geweckt. Aber er wird dir wehtun. Er wechselt ständig seine Freundinnen. Du magst ihn trotzdem, oder? Jetzt noch gefällt er dir gut. Doch überlege bitte. Er ist menschlich und altert. Du bist seit hundert Jahren, einundzwanzig.“ Vater hob die Hand und zeigte in seine riesige Werkstatt. „Es gibt hier mehr als genug hübsche Männer. Suche dir doch einen von denen aus. Wie es deine Brüder bei den Elfen taten.“ Sagte er dann dunkel. Ich dachte an meine vier Brüder, die sich alle samt in eine der Elfen verliebt hatten. Doch dann schüttelte ich den Kopf. „Nein danke Vater. Ich möchte die Menschenwelt kennenlernen. Und ich will wissen, was für ein Mann dieser Hendrik Gabler wirklich ist. Er ist bestimmt nicht so schlecht, wie du sagst.“ Sagte ich etwas rot anlaufend. Vater knurrte nur. „Ich weiß genau, was für ein Mann der Kerl ist, Gloria. Der Mann wechselt ständig die Freundinnen. Allein im letzten Jahr waren es sieben Frauen.“ Grollte Vater verstimmt. „Ich werde doch meine Tochter nicht zu so einem Idioten gehen lassen.“ Schimpfte er leise. „Hendrik ist voller Argwohn und Sarkasmus. Beleidigend und traut niemanden. Der Mann ist ein gefundenes Fressen für die Schatten, die überall Trübsal verbreiten.“ Setzte er leise hinzu. „Vielleicht gehört er schon zu denen. Es würde mich nicht wundern, wenn sie ihn schon übernommen haben.“ Schimpfte Vater.

Da waren sie wieder, die Schatten. Dunkle Wesen, die sich in Menschen festsetzten und ihnen ihre Lebens und Weihnachtsfreude raubten. Die sich von der Trauer und den Depressionen der Menschen ernährten.

Das durfte mich aber nicht aufhalten, dachte ich schwer. Ich würde gehen und versuchen, mein Glück zu finden. „Ich werde trotzdem gehen, Vater. Ich bin erwachsen, weißt du. Und vielleicht kann ich ja etwas von der Weihnachtsfreude dort unten an Hendrik verteilen.“ sagte ich und küsste ihn auf die mollige Wange. Vater liebte mich, dass wusste ich. Deswegen machte er sich große Sorgen. Ich war das einzige seiner Kinder, dem es zur Menschenwelt zog. Meine vier Brüder fühlten sich hier wohl und es reichte ihnen, einmal im Jahr diesen magischen Ort zu verlassen. Hier alterte man nicht, hier waren sie auf ewig glücklich mit ihren Frauen.

„Neun Monate, Kind. Neun Monate lassen wir dich gehen. Im Dezember musst du wieder hier sein. Wir brauchen dich und deine magische Kraft dringend. Vaters Kraft lässt immer mehr nach. Der Weihnachtsstern verliert an Macht, wenn du nicht da bist. Das ist gefährlich. Wir sind auf die Kraft deiner Brüder und von dir angewiesen.“ Mischte sich jetzt Mutter ein. Sie stand unvermutet hinter uns. Vater schwang herum. „Das war gegen unsere Abmachung, Maria. Wir wollten Gloria nicht gehen lassen.“ sagte Vater und ging. Er ging und ließ mich allein. Für ihn war das Thema erledigt.

Traurig sah ich dem alten Mann nach. Mutter kam und griff meine Hand. „Du musst Vater verstehen, Gloria. Er hat Angst um dich. Es ist da unten gefährlich.“ Sagte sie besorgt. „Die Schatten treiben sich auf der Erde herum, werden stärker und es glauben immer weniger Menschen das die Magie von Weihnachten. Doch ohne diese Magie stirbt unser Reich und wir damit auch. Ohne die Freude, die wir jedes Jahr verteilen, sind die Menschen den Schatten schutzlos ausgeliefert. Das müssen wir unbedingt verhindern. Wir müssen zusammenhalten.“ Sie strich mir das lange, goldene Haar zurück. Hier leuchte es glänzend. Ich fragte mich, wie meine Farbe in der realen Welt sein würde. „Vater will nur nicht, dass seine einzigartige Tochter an einen Windhund gerät. Und das ist der Mann, den du dir in den Kopf gesetzt hast. Lass mich raten, du hast deine Zauberkraft verwendet, um diese Ivonne auffliegen zu lassen, oder?“ fragte Mutter leicht streng. Sie schob mich zur Tür. Zeit, mich meiner Geburtstagsfeier zu stellen. Zum Glück sah sie nicht, wie ich rot anlief. Denn Mutter hatte voll ins Schwarze getroffen.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaa

Vater war nicht zu meinem Abschied erschienen. Zuviel Arbeit, so sagte er nur. Doch ich wusste es besser. Vater war wütend auf mich. Er glaubte, ich würde alles verraten, für das Weihnachten stand. Und das nur der Liebe wegen. Ich liebte meinen Vater, aber das hier würde er wohl nie verstehen, dachte ich traurig.

Mein Bruder Jens brachte mich nach New York. Er flog mich dorthin und half mir, eine kleine Wohnung zu finden. Für diese Wohnung waren sehr viele Bewerber, doch dank Jens „Einfluss“ wurde ich ausgewählt. Langsam gefiel mir unsere Kraft. Mit zwei Mal Augenzwinkern, war die Wohnung komplett eingerichtet. Der Vermieter staunte nicht schlecht, als er die letzten Papiere brachte.

Jens verschwand und das erste Mal seit über hiudert Jahren, war ich ganz auf mich allein gestellt. Ich ließ mich auf das große Bett fallen und schloss meine Augen. Morgen würde ich mich auf den Weg zum Gabler Verlag machen, dachte ich müde. Es wurde Zeit, dass Hendrik Gabler seine zukünftige Ehefrau kennenlernte.

Prolog

Prolog

Hendrik sah sich zufrieden in seinem Verlag um. Alles lief wunderbar. Die letzten Umsatzzahlen gaben Grund zur Freude. Das hatte er seiner Cheflektorin zu verdanken. Gloria war unglaublich. Ihre sanfte und doch starke Art, kam gut bei seinen Autoren an. Und auch ihn wickelte sie problemlos um den Finger, dachte Hendrik amüsiert. Manchmal hatte er den Verdacht, die Frau könnte zaubern. So gut, wie es immer lief. Kein Problem, dass sie nicht lösen konnte. Und das im Handumdrehen. Gerade diese Woche konnte sie eine vielversprechende Schriftstellerin für seinen Verlag gewinnen.

Hendrik sah kurz zu deren Büro. Gloria sah heute wieder zu Anbeißen aus, dachte Hendrik und schenkte sich schmunzelnd Kaffee ein. Seine eher schüchterne Kollegin machte nicht viel aus ihrem Aussehen. Ihre langen, dunkelblonden Haare flocht sie jeden Morgen zu einem Zopf. Manchmal machte sie sich aus zwei. Dann sah sie wie ein Lehrling aus. Dafür wurde sie oft gehalten, dachte Hendrik lächelnd. Das gab dann lustige Verwechslungen. Gloria war schlank, nicht so schlank wie es neuerdings Mode war, das gefiel ihm sehr. Er mochte diese dürren Frauen nicht, die ihr Essen scannten, um die Kalorien zu zählen. Er mochte Frauen mit gesundem Appetit. Beim Essen und beim Sex. Hendrik sah wieder kurz zu Gloria herüber. Die junge Frau trug gerne Stoffhosen und einen langen Pullover. Selbst wenn es angenehm warm war. Hendrik hatte Gloria noch nie in einem Kleid gesehen. Er überlegte, wie lange die Frau nun schon in seinem Büro arbeitete. Seit neun Monaten, dachte und konzentrierte seinen Blick auf etwas anderes, als Gloria sich zu ihm wandte. Sie sollte nicht merken, dass sie Hendriks Interesse geweckt hatte. Sie hatte hier alles im Griff und das war gut so. Sein Verlag lief glänzend, alles andere würde das Gefährden. Er sollte die Finger von ihr lassen, dachte er sarkastisch. Gloria war zu gut für sein verkorkstes Leben.

Er wandte sich ab und ging zurück in sein Büro. Besser, er ließ seine Finger von der reizenden Frau, dachte er jetzt ernst. Sie passte nicht in sein Jagd Schema. Nein, ganz und gar nicht. Und deswegen hatte er Gloria doch damals extra eingestellt. Weil sie seine Libido nicht gefährden würde. Damit der Verlag nicht wieder litt. Warum dachte er letzte Zeit so oft an Gloria, dachte er. Was war denn plötzlich mit ihm los. Hatte er denn nicht dazu gelernt?

Hendrik setzte sich in seinen bequemen Stuhl und lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück. Er erinnerte sich an Glorias Vorgängerin. Ivonne Milstone. Sehr schlank, sehr hübsch und sich dessen sehr bewusst. Die Frau hatte Hendrik den Kopf verdreht, ihr regelrecht verführt. Mit voller Absicht dachte er verbittert. Noch eher er reagieren konnte, war die Frau bei ihm eingezogen und schlief in seinem Bett. Etwas, dass Hendrik sonst nie zuließ. Er schlief grundsätzlich allein. Sex war okay, aber schlafen? Bitte schön getrennt. Ivonne hatte ihn regelrecht überrannt. Und je länger sie bei ihm wohnte, umso mehr schrumpfte sein Vermögen. Mit kleinen Beträgen fing es an. Geld, dass Hendrik rumliegen hatte. Für seine Putzfrau oder seiner langjährigen Haushälterin Lorna, die einkaufen ging. Das Geld war weg und Ivonne leugnete, es genommen zu haben. Doch wer sollte es sonst gewesen sein. Bestimmt nicht Lorna, seine Haushälterin. Die Frau sorgte seit Jahren liebevoll für ihn und genoss sein vollstes Vertrauen. Mit Lorna konnte er alles besprechen. Lorna hörte ihm zu, ließ ihn reden und urteilte nie über Hendrik. Nein, es konnte nur Ivonne gewesen sein. Das wusste er.

Ihre vielen Tränen, der nicht endenden Sex, ließen Hendrik weich und unvorsichtig werden. Er musste sich daran gewöhnen, eine Frau an seiner Seite zu haben, hatte er gedacht. Und es war doch normal, dass Geld das rumlag mal in der falschen Tasche landete. Ivonne war das nicht gewohnt und hatte alles falsch verstanden. Sie kam aus ärmlichen Verhältnissen und musste sich umgewöhnen. Und ihre unglaubliche Verrenkungskünste beim Sex entschädigte ihn für alles. Doch die Beträge wurden größer und auch einige Kunstgegenstände aus der Wohnung verschwanden. Ivonne hatte die Dreistigkeit, das Personal zu beschuldigen. Fast hätte Hendrik seine langjährigen Angestellten entlassen. So verliebt war er in Ivonne.

Zum Glück tauchte Mike auf, Hendriks Pflegebruder. Keine Ahnung, warum er ihn gerade zu dem Zeitpunkt besuchte. Sein Pflegebruder, der Privatdetektiv. Ivonne kannte Mike nicht und merkte nicht, wie der Mann sie beschattete und Informationen über sie einholte. Hendrik starrte die gegenüberliegende Wand an. Sein Bruder fand heraus, dass Ivonne verheiratet war und das Geld und die Wertgegenstände ihrem Mann brachte. Die Frau wohnte bei Hendrik, schlief mit ihm, um ihn auszunehmen und zu betrügen. Alles war ein abgekartetes Spiel gewesen. Ivonne war nichts weiter als eine Hure. Eine Hure, die Hendrik das Herz gebrochen hatte. Er hatte sie augenblicklich rausgeworfen. Aus der Wohnung und der Firma. Sein Argwohn, Misstrauen und sein Sarkasmus machten ihn hart gegen alle anderen Frauen.