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Es ist der Atemzug der Erinnerung einer großen Liebe, die du gabst in grenzenloser Weise. Ja, es war eine wunderbare Reise durch die Jahre, durch die Tage. Groß war der Augenblick ohne die letzte Frage nach dem Wohin und dem Warum. Das Leben geht in Zügen, im Zählen der Züge tust du dir schwer, besonders bei rasendem Herzen, wenn die Liebe dir weitere Schmerzen gibt, dass du die Orientierung verlierst und dir die Sicht und Sinne entgleiten und du verstört dastehst in den Zwischenzeiten. Was kommen wird, du hast es geahnt, es nimmt deine Kräfte und drückt dich zu Boden, als gäb es den Wald, den jungen, zu roden, der doch erst im Wachsen ist mit seinen Stämmen, den dünnen mit den zarten Rinden und den Wurzelästen, die zu greifen beginnen in einem Boden, der dir freundlich entgegenblickt. Es bleibt dabei, der letzte Atemzug, er ist für dich. Mein letzter Lidschlag wird dich mit dem Mantel der Freude und Sehnsucht umhängen. Übersieh, dass er abgetragen ist und die Flicken des Schmerzes und der Einsamkeit an den Ärmeln hat. Was neu entstehen kann, das ist etwas ganz anderes, dessen Namen keiner kennt, und dessen Form aus dem Ungeformten keiner ahnt und keiner zeichnet. So ist's, und so wird's bleiben: Die Idee ist groß und mächtig, gegen sie kommen wir nicht an, doch weit werden wir auf ihr getragen. Es ist ein Flug, der auch nach uns kein Ende nimmt. Zieh den Splitter aus meinem Atem und halt ihn fest, binde die Fessel von deinem Atem los, dass wir etwas von der Freiheit in den Lungen atmen und schmecken. Es ist die Trauernde um den Schweigenden, den einst Tapferen und frohen Helfer, den Freund der Kinder und der Alten. Er wird uns fehlen auf den Feldern der Saaten und Ernten, auf den Plätzen und Straßen des einfachen Lebens. Nun liegt die Sprache vollendet oder unvollendet im Gegangenen, als schlafe sie der Ewigkeit zu im Schweigenden mit dem guten Herz, der nun stumm die Vergangenheit in die Zukunft trägt und an eine Rückkehr zur Erde nicht mehr denkt. Vorstellbar ist, dass der Freund der Kinder und der Alten aus dem Raum der großen Freiheit herab beobachtet, um was sich die Menschen hier unten verständlich und unverständlich und oft gegensätzlich bemühen.
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Helmut Lauschke
Grenze und Wortdurchbruch
Reflexionen
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Der letzte Atemzug
Die schweren langen Rohre
Wenn du und nur du allein
Zieh den Splitter
Wenn die Körbe
Der Felgenring
Sie rutschen auf den Knien
Dunkle Ringschatten
Kreuz des Südens
Vergänglichkeit
Im keimigen Fluoreszieren
O Stein der Tränen
Keuchend, namenlos
Gelöst sind Münder
Lass die Träne tropfen
Weich wogt
Auch das Licht
Finger
Alles
Vom Wind herübergeweht
Wortbrösel
Aus dem Lidschlag
Was Nächte
Im winkenden Gehen
Es bleibt
Ob Quelle oder Mühle
Augenblicke
Gegittert
Was hebt an
Im Gedränge
Dornen
Hände
Ohne die Anstrengung
Es ist das Großmaß
Sie begehen die Stille
Ob Kathedralen
Atme und türme dich auf
Aus dem Tageholz
Erst wenn du uferlos schwimmst
Im Brechwinkel
Im Scherbenton
All die Geschichten
Es sind Eulen
Tief im Grau
Das Gras
Die Wände
Ihr
Mitternachtsziffern
Die Straße
Anderes
Die Ebene
Augenlider
Pass auf
Es war
Panta rhei
Steinwut
Was sich verzweigt
Herzen
Sonntagmorgens
Stille Stürme
Das vereiste Meer
Der Faden
Liebe über Fluss und Meer
An Markierungen
Flächenschichtig
Aus dem Schnee
Gläser über Uhrzeigern
Das Gesäß
Katzen
Am Ende
Über
Skepsis
Im Hauch
La Terre d’origine
Wem es um den Ertrag geht
Der Mund
Das Land bricht in Stücke
Das Halten der Kälte
In jedem Kindergesicht
So fremd
Die Jahre des Sozialismus
Dort, wo sich Steine
Hinter den Augen
Wo dein Auge
Mit den Händen fasst du
Baumstümpfe
Traumlos
Über die Rundungen
Ich durchschreite das Haus
Das kleine Zimmer
Du strahlst das Zeichen
Rabenschnäbel krächzen
Am verschwenderischen Brunnen
Wenn das Menschliche
Windet das Seil
Über den Dünen rast der Schrei
Hinter den hohen Buchenbäumen
Aus dem oberen Fach
Dort
Damals
Wer wird uns
Aus dem Wolkenmeer
Weit schreitet
Elffingerschatten
Kurz vorm Morgen
Mit der Auferstehung
Es ist das alte Lachen
Das Verhängnis des Glaubens
Die Tür ist nicht verschlossen
Da steht einer
Wenn einige der Leuchtziffern flackern
Wer den Ozean verrudert
Du musst weder aufs Feuer
Vieles verzieht sich im Atem
Unter zerbrochenen Krücken
Im Verschollensein
Es gibt viele Sonnen
Gedicht
Das Hinaustreten aus dem Haus
Der Stein
Bis in die schattigen Winkel
Dem schlafenden Namen
Aus dem Rindenblut
Ich stieg in den Brunnen
Brunnenschacht
Das alles ist für die Katz
Die Jahre, die Worte
Impressum neobooks
Grenze und Wortdurchbruch
Reflexionen
Es ist der Atemzug der Erinnerung einer großen Liebe, die du gabst in grenzenloser Weise. Ja, es war eine wunderbare Reise durch die Jahre, durch die Tage. Groß war der Augenblick ohne die letzte Frage nach dem Wohin und dem Warum.
Das Leben geht in Zügen, im Zählen der Züge tust du dir schwer, besonders bei rasendem Herzen, wenn die Liebe dir weitere Schmerzen gibt, dass du die Orientierung verlierst und dir die Sicht und Sinne entgleiten und du verstört dastehst in den Zwischenzeiten.
Was kommen wird, du hast es geahnt, es nimmt deine Kräfte und drückt dich zu Boden, als gäb es den Wald, den jungen, zu roden, der doch erst im Wachsen ist mit seinen Stämmen, den dünnen mit den zarten Rinden und den Wurzelästen, die zu greifen beginnen in einem Boden, der dir freundlich entgegenblickt.
Es bleibt dabei, der letzte Atemzug, er ist für dich. Mein letzter Lidschlag wird dich mit dem Mantel der Freude und Sehnsucht umhängen. Übersieh, dass er abgetragen ist und die Flicken des Schmerzes und der Einsamkeit an den Ärmeln hat.
sind aus Stahl und haben dicke Wände, sie sind hochgedreht, nach oben gerichtet, als zielten sie auf den dunklen Punkt im Himmel, einen der vielen herumschwirrenden Punkte in der Grenzenlosigkeit der Freiheit.
Die Geschosse fliegen, während es unter dem zeitlosen Feucht gammelt und schimmelt und sich von Tag zu Tag streckt und dehnt. Die Münder nach oben gähnen und nach unten kauen sie, solange es zu kauen gibt.
Es kracht und donnert und schlägt frenetisch, dass die zerfurchte alte Hand mit dem bisschen Reis zittert und die dünne Haut vor Schreck reißt. Die Hand ist wie tausend andere Hände hochgestreckt, als kleben sie an Wänden. Die alte Hand umfasst den verwaschenen Stein, der das Gestern in die Zukunft trägt.
dich in mich vergräbst wie in einen Stein, weil außen abstirbt, was tief innen im Kern noch lebt, dann wird aus mir nichts anderes werden als der willenlose Rest, der übrig bleibt und bis zur letzten Stumpfheit abzugreifen ist.
Was neu entstehen kann, das ist etwas ganz anderes, dessen Namen keiner kennt, und dessen Form aus dem Ungeformten keiner ahnt und keiner zeichnet.
So ist’s, und so wird’s bleiben: Die Idee ist groß und mächtig, gegen sie kommen wir nicht an, doch weit werden wir auf ihr getragen. Es ist ein Flug, der auch nach uns kein Ende nimmt.
aus meinem Atem und halt ihn fest, binde die Fessel von deinem Atem los, dass wir etwas von der Freiheit in den Lungen atmen und schmecken.
Es ist die Trauernde um den Schweigenden, den einst Tapferen und frohen Helfer, den Freund der Kinder und der Alten. Er wird uns fehlen auf den Feldern der Saaten und Ernten, auf den Plätzen und Straßen des einfachen Lebens.
Seine Worte waren: Freuet euch der Natur, die als unser aller Mutter uns beschenkt. Sie tut es reichlich und auf wunderbarste Weise, weil sie uns als ihre Kinder durchs Leben führt, ihre schöne Hand uns entgegenstreckt und uns hebt und trägt und tröstet.
Nun liegt die Sprache vollendet oder unvollendet im Gegangenen, als schlafe sie der Ewigkeit zu im Schweigenden mit dem guten Herz, der nun stumm die Vergangenheit in die Zukunft trägt und an eine Rückkehr zur Erde nicht mehr denkt. Vorstellbar ist, dass der Freund der Kinder und der Alten aus dem Raum der großen Freiheit herab beobachtet, um was sich die Menschen hier unten verständlich und unverständlich und oft gegensätzlich bemühen.
Dem geöffneten Mund liegt das Wort auf der Zunge, es braucht die Atmung mit der Luft, die das Wort bewegt, um hörbar zu werden. Das staunt den Mund zur Sprachlosigkeit hin, wenn die Offenheit im Offenstand dazu in der Lage ist.
