Liane- Die Zofe der entführten Prinzessin - Christine Stutz - E-Book

Liane- Die Zofe der entführten Prinzessin E-Book

Christine Stutz

5,0

Beschreibung

Liane ist die Zofe der Prinzessin Rubina von Maltatein. Zusammen mit der Prinzessin und sechs anderen Frauen, ist Liane unterwegs, als ihre Kutsche überfallen wird. Die Männer halten die Frauen für Huren und entführen sie auf die Burg von König Thore. Liane ist voller Furcht, denn sie ist noch Jungfrau. Der Baron Jonas, Ritter auf der Burg, wählt sich Liane, um sie mit auf sein Zimmer zu nehmen. Während seine Freunde sich amüsieren, muss Jonas feststellen, das Liane die Wahrheit gesagt hat, und wirklich noch Jungfrau ist. Während Jonas sich frustriert eine andere Frau sucht, gelingt Liane die Flucht. Jonas folgt ihr und rettet sie vor den Wölfen. Gerne würde der Mann Liane verführen und sie begatten, doch Liane wehrt sich. Denn ihre Jungfräulichkeit gehört nur ihrem zukünftigen Ehemann. Auch, wenn Jonas sie immer wieder erotisch verwöhnt, verweigert Liane sich ihm. Jonas muss einige Tage verreisen. Als er wieder kommt, ist Liane fort. König Rudolf hat sie, zusammen mit seiner Tochter und den anderen Frauen, weggeholt. Doch Jonas ist nicht bereit, Liane aufzugeben. Entschlossen entführt er sie ein weiteres Mal. Buch gehört zum Band- Rubina Entführung der widerspenstigen Prinzessin-

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Liane- Die Zofe der entführten Prinzessin

TitelseiteProlog1 Kapitel2 Kapitel3 Kapitel4 Kapitel5 Kapitel6 Kapitel7 Kapitel8 Kapitel9 Kapitel10 KapitelEpilogImpressum

Liane

Die Zofe der

Entführten Prinzessin

Prolog

Prolog

Müde saß ich in der Kutsche, neben mir, meine beste Freundin Rubina, Prinzessin von Maltstein. Wir waren auf dem Weg Nachhause. Die Prinzessin war lange genug unterwegs gewesen. Das sagte sie jedenfalls. Ich seufzte über Rubys Unvernunft.

Ihr Vater hatte sie auf Reisen geschickt, sich nach dem Tod ihres Mannes, einen neuen Partner zu suchen. Doch Rubina hatte keinen der vielen Könige oder Prinzen erhört. Fast ein Jahr waren wir unterwegs gewesen. Jetzt freuten wir uns alle auf Zuhause. Zwei Kutschen, voll mit jungen Frauen. Zofen, Hofdamen, Gesellschafterinnen. Ich lächelte zufrieden. Doch, auch ich freute mich, bald wieder im Schloss zu sein. Dann konnte ich nach meinem Großvater sehen. Ob es dem Mann gut ging? Ich hoffte es.

1 Kapitel

1 Kapitel

Die Kutsche fuhr langsam. Zu langsam für meinen Geschmack. Ich hatte Angst, und das gab ich auch gerne zu. Furchtsam sah ich Prinzessin Rubina an.

„Wir hätten deinem Vater eine Nachricht schicken sollen. Dann hätten wir wenigstens Wachen!“ sagte ich streng. Ich durfte so mit der Prinzessin reden. Prinzessin Rubina war meine Freundin. Das seit Kindertagen. Seit wir vor der Hütte meines Großvaters gesessen hatten. Ich duzte die Prinzessin. Es störte sie nicht. Ganz im Gegenteil. Prinzessin Rubina war eine wirkliche Freundin. „Das hätte mir zulange gedauert, Liane. Ich will Nachhause. Es reicht mir. Noch so einen dämlichen König ertrage ich nicht. Ich habe genug davon. Vater wird es verstehen. Vater versteht mich doch immer“ sagte die Prinzessin jetzt. Ich seufzte. Gegen Rubys eisernen Willen kam ich nicht an. Das war ich noch nie. Hoffentlich ging alles gut, dachte ich.

Immerhin fuhren wir jetzt, in dieser Stunde durch einen Wald, um den sich zwei Königreiche stritten. Rubinas Vater, König Maltstein beanspruchte den Wald ebenso, wie König Thore von Azzurra. Keiner der Männer wollte nachgeben. Ich erschauderte. Nicht auszudenken, wenn wir jetzt, hier, überrascht wurden. Ich war nicht so mutig wie meine Freundin Ruby. Sie nahm alles leicht, ich nicht. Mein Großvater hatte mich zur Vorsicht erzogen. Nun, Rubina von Azzurra war ja auch reich und vornehm. Sie konnte sich Leichtsinn leisten, dachte ich leicht tadelnd. Ich nicht. Ich musste auf mich aufpassen.

„Wir sind doch gleich raus aus dem Wald“ sagte jetzt Lady Romy, die Hofdame. Die Frau, die immer zu Ruby hielt, wollte mich beruhigen. Verärgert sah ich aus dem Fenster, zur Kutsche hinter uns. Dort saßen weitere Damen vom Hofstaat. Sehnsüchtig sah ich in den dichten Wald. Meine Heimat. Hier kannte ich mich aus. Hier war ich aufgewachsen. Dort, irgendwo mittendrin, stand Großvaters Hütte.

„Denkst du gerade an deinen Großvater? Es geht dem alten Schlitzohr gut, da bin ich sicher. Vater hätte mich benachrichtigt, wenn deinem Großvater etwas passiert wäre.“ Sagte Rubina und stieß mich liebevoll an. Sie ahnte meine Gedanken, so wie immer.

„Das hoffe ich, Ruby. Er ist meine einzige Familie. Ohne ihn bin ich ganz allein“ sagte ich traurig. „Nein, Liane, dann hast du immer noch mich. Unsere Freundschaft wird ewig halten.“ Versprach Rubina ernst. Sie drückte fest meine Hand. Ich erwiderte den Druck. Zufrieden, dass wir bald Zuhause waren. Ich freute mich auf Großvater. Immerhin war ich mit der Prinzessin ein Jahr lang fort gewesen.

Plötzlich hielten die Kutschen. Wie wurden von den Sitzen geworfen. Erschrocken schrie Ruby auf, als fünf, wild aussehende Männer, uns fast grob aus den Kutschen zerrten. Wir alle achte wurden vor den Kutschen aufgestellt. Wie Ware, die man begutachtete, dachte ich besorgt.

Wir fassten uns ängstlich an den Händen. Dann standen wir alle acht vor den Männern. „Kein Wort darüber, wer wir sind“ zischte Rubina uns allen zu. Wir verstanden. Es würde einen Skandal geben, wenn es publik wurde. Prinzessin Rubina von Maltstein, allein unterwegs. Ohne Wachen. Und überfallen. Nicht auszudenken, was die vornehme Gesellschaft daraus machen würde.

„Zwar kein Wild, aber auch kein schlechter Fang. Eine Ladung Weiber. Und das in meinem Wald. Also gehören sie mir“ sagte einer der Männer lachend. Er war anscheinend der Anführer. „Und eine schöner als die andere. Nein, kein schlechter Fang für einen Tag“ sagte er. Seine Männer lachten dreckig.

Einer der Männer, ein junger, muskulöser, Mann mit einem lagen Haarzopf, fixierte mich mit seinem Blick. So, als könne er nicht glauben, was er sah. Unbehaglich versuchte ich, mich hinter Rubina zu verstecken. Doch die Prinzessin ging einen Schritt nach vorn. „Der Wald gehört euch nicht, Kerl! Der Wald gehört König Rudolf!““ Sagte sie mutig. Ich wünschte, ich hätte so viel Mut. Doch ich zitterte nur und hoffte, das hier würde endlich enden. Wieder dieser Blick des Mannes, der jetzt ungehalten grunzte.

„Da irrst du dich, vorlautes Weib! Das ist mein Wald! Mit allem, was darin ist. Also auch euch acht hübschen Weibern hier!“ sagte der Mann gefährlich dunkel. Was für eine Arroganz, dachte ich wütend. Der Prinzessin schien es ähnlich zu ergehen, dachte ich, denn Ruby wurde noch wütender.

Sie drehte sich und hob ihr Bein. Sie traf das Schienbein des Mannes, der jetzt schmerzerfüllt aufschrie. „Der Wald gehört euch nicht! Und der alte König wusste das auch! Er war nicht so gierig, alles besitzen zu wollen!“ fauchte sie wütend. „Und wir Frauen sind niemanden Eigentum!“ schrie Ruby laut. Lautes Lachen der Männer war ihre Antwort.

„Ruby, beruhige dich. Die Männer sind nur frustriert, weil sie nichts gejagt haben. Die wollen uns nur ärgern.“ zischte ich ihr zu. Doch Ruby reagierte nicht.

„Ruby, beruhige dich bitte „Wir wollen doch nur ins Schloss. Also benimm dich, dann lassen uns die widerlichen Kerle bestimmt weiterfahren“ sagte ich leise, fast ängstlich. Die Hofdame Romy nickte zustimmend. „ Die wollen uns nichts tun. Die wollen uns doch nur ärgern.“ Sagte Romy streng. Doch sie wurde enttäuscht.

„Ganz im Gegenteil, meine Damen! Ich werde euch zu mir einladen. Ich denke, acht so schöne Frauen, werden uns in der Burg die Zeit vertreiben.“ Sagte der Mann grob. „Wir haben nicht oft Frauenbesuch.“ Er drehte sich zu seinen Männern herum. „Lasst uns unseren Fang zur Burg bringen! Ich möchte mir die Weiber genauer anschauen! Mal sehen, ob sie wirklich so hübsch sind, wie es den Anschein hat!“ befahl der Mann weiter. Er lachte mit seinen Männern um die Wette.

„Ihr seid ein widerlicher Schweinehund, Sir. Kein Wunder, dass ihr keinen Frauenbesuch habt!“ Ruby schrie empört auf. „Ihr seid ein wirklich widerlicher Schweinehund, Sir!“ Sie schrie empört auf. „Wir werden im Schloss erwartet! König Rudolf wird einen Krieg beginnen, wenn uns etwas passiert!“ schrie Ruby wütend. Ich seufzte leise. Dann sah ich meine Freundinnen beschwörend an. Der Kerl vor Ruby durfte nicht erfahren, dass Ruby König Rudolfs Tochter war. Das war zu gefährlich. Der Mann würde ihrem Vater gnadenlos erpressen, mit ihr als Geisel, konnte er alles verlangen. Das wusste ich genau. Die anderen Frauen verstanden und nickten unmerklich.

„Wenn es so ist, wird euer König wohl einiges springen lassen, um euch wiederzubekommen. Bis dahin seid ihr meine Gäste. Was nicht bedeute, dass wir keinen Spaß haben können.“ antworte der Mann grinsend. „Komm, diene mir, stures Weib“ Er griff Ruby und presste seinen Mund auf ihren. Dieser harte Kuss sollte Ruby in meine Schranken weisen, das spürte ich. Der Mann verlangte Gehorsam. Seine Männer lachten dreckig. Ruby öffnete ihren Mund, der Mann war schon siegessicher, da biss sie ihn heftig in die Lippe. Er schrie auf und stieß Ruby von sich. Jetzt lachten meine Freundinnen leise. Sie sahen, wie Blut über das Kinn des Mannes lief. Der Mann griff erneut nach Ruby. Er warf die Prinzessin über seine Schulter und trug sie zu seinem Pferd.

„Was jetzt, Hoheit!“ sagte einer seiner Männer. Er kam zum Mann, der Ruby rittlings über seinen Sattel warf. Sehr grob, es tat ihr bestimmt weh. Doch Ruby verkniff sich den Schmerzensschrei. „Bringt die Weiber in die Burg. Dann teilt sie unter euch auf. Sie können euch dienen. Etwas Arbeit wird ihnen nicht schaden!“ befahl der Mann hart. Grimmig schlug er Ruby auf den Hintern.

„Vergiss es Hohlkopf! Keine von uns wird für euch arbeiten! Und keine von uns wird die Beine breit machen für einen von euch Idioten!“ Ruby schrie wütend auf. „Das hast du nicht zu bestimmen, Weib“ Der Mann lachte amüsiert. Seine Hand klatschte erneut grob auf Rubys Po. Darauf hatte Ruby nur gewartet, denn dafür hatte er sie loslassen müssen. Ruby ließ sich vom Pferd fallen, landete auf ihren Beinen und rannte los, den Weg hinunter, über einen Graben, ab in den Wald. Dann war sie fort. Ich grinste. Ruby kannte den Wald fast so gut wie ich, dachte ich zufrieden.

„Verfluchtes Miststück!“ schrie der Mann auf. „Bringt die anderen Frauen in die Burg und passt auf sie auf.“ Er sprang vom Pferd und rannte Ruby hinterher.

„Ihr habt den König gehört! Ab mit euch in die Kutschen“ befahl nun ein anderer Mann. Wir seufzten und stiegen wieder in unsere Kutschen. „Was nun. Was hat Ruby nun wieder angestellt“ flüsterte Romy mir zu. Ihr Blick glitt zu einen der Männer, der auf seinem Pferd neben unserer Kutsche her ritt. „Das ist wieder mal typisch für unseren Wildfang“ sagte ich. Ich sah auf die andere Seite der Kutsche. Dort ritt der Mann, der mich die ganze Zeit mit seinen Blicken fixiert hatte. Anscheinend wollte er mich im Auge behalten, dachte ich finster. Doch da würde ich ihm einen Strich durch die Rechnung machen.

Ich zog die Vorhänge zu und begann, mein Kleid aufzuknöpfen. „Was hast du vor.“ Fragte Romy nervös. Sie zog schnell den Vorhang an ihrer Seite weiter zu. Ich sah die Angst in ihren Augen aufleuchten. „Jemand muss flüchten und König Rudolf informieren. Er muss wissen, dass dieser dämliche Thore uns entführt hat“ sagte ich grimmig. „Wir werden den Fluss überqueren müssen, wenn wir zur Burg fahren. Die Brücke ist zu eng, als das die Männer die Türen bewachen können“ sagte ich fest. Romy schluckte schwer. Sie ahnte, was ich vorhatte. Die Baronin, Rubys Hofdame, hatte uns beiden schon oft zum See begleitet. Sie wusste, wie gut ich schwimmen konnte. „Das ist aber sehr hoch“ flüsterte Romy leise. Ich zuckte nur mit den Schultern.

Endlich kam die Brücke in Sicht. Meine einzige Chance, dachte ich. Ich ließ das Fenster der Kutsche herunter. „Fenster zu“ befahl mir der langhaarige Mann. „Du kannst mich mal. Es ist stickig hier drin“ sagte ich unhöflich und streckte ihm die Zunge heraus. Plötzlich fühlte ich etwas Mut.

Der Mann grunzte und ließ sich zurückfallen. Die Brücke war wirklich zu eng. Ich lachte. Mein Plan schien aufzugehen. Ich setzte mich auf, reckte mich aus dem Fenster und, auf der Höhe der Brücke, ließ ich mich ins Wasser fallen. Mit einem lautem Platsch ging ich unter. Romy schrie panisch auf. Damit hatte selbst die Frau nicht gerechnet. Der Mann hinter uns schrie wutentbrannt auf. Er stoppte die hintere Kutsche, sprang von seinem Pferd und starrte auf das Wasser. Prustend tauchte ich wieder auf. Ich hob meine Hand, winkte und ließ mich mit der Strömung treiben. Fort von der Brücke. Fort von unseren Entführern. Ab in die Freiheit. Eine Frau weniger zum Aufteilen. „Verdammtes Weibsstück“ schrie der Mann voller Wut. Mit einem Sprung folgte er mir ins Wasser.

Damit hatte ich wieder nicht gerechnet. Panisch drehte ich mich und schwamm so schnell ich konnte zum Ufer. Doch der Mann war ein exzellenter Schwimmer. „Ich fange dich. Dann gehörst du mir! Nur mir!“ schrie der Mann. Mit schnellen, langen Zügen kam er hinter mir her. Wahnsinn, konnte der Kerl gut schwimmen. Ich gab den Versuch, das Ufer zu erreichen auf und ließ mich in der Strömung treiben, um Kraft zu sparen. Ich konnte sehen, wie sich die Kutschen wieder in Bewegung setzten. Meine Freundinnen fuhren davon, Richtung Burg.

Ich drehte mich und schwamm so schnell weiter, wie ich konnte, Flussabwärts. Ich sah kurz hinter mir, der Mann hatte aufgeholt. Fast hatte er mich wieder gefangen. Ich holte Luft und tauchte unter. Der Mann trat nun Wasser und sah sich suchend um. Ich tauchte und versuchte, das andere Ufer zu erreichen. Fast hatte ich es geschafft, schon freute ich mich, als ich eine stahlharte Hand um mein Fußgelenk fühlte. So sehr ich auch um mich trat, der Mann ließ mich nicht los. Dann bekam er mich an den Schultern zu fassen. Er zerrte mich ans Ufer und weiter aus dem Fluss. Schweratmend warf er mich auf den Rasen und setzte sich neben mich.

„Verdammtes Weibsstück“ schnauzte er unendlich wütend. „Bist du verrückt geworden? Weißt du, wie hoch die Brücke ist. Du hättest sterben können!“ schrie er jetzt. Mann, konnte der Kerl laut werden.