Loki - Gale Stanley - E-Book

Loki E-Book

Gale Stanley

0,0
4,49 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Loki ist ein Puma-Wandler, ein Produkt von Mischgenetik. Er wurde in einem geheimen Militärkomplex geboren, in dem ein verrückter Wissenschaftler tierische und menschliche DNA miteinander vermischt. Als eine Gasexplosion das Labor verwüstet, entkommt eine Reihe von Hybriden und bringt die Menschen in eine gefährliche Situation. Der Verteidigungsminister beschließt, die Finanzierung von Dr. Shepards Forschung einzustellen. Shepard braucht Geld und stellt seine neue Technologie vor, einen Neurochip, der die Formveränderung verhindert. Doch der Minister will Beweise dafür, dass die Hybriden in der Lage sein werden, in der Außenwelt wie Menschen zu funktionieren. Als Loki von einer der Wachen ins Visier genommen wird, beschließt Shepard, ihn als Testperson zu benutzen. Er implantiert einen Chip und schickt Loki mit Captain Thomas Sawyer nach Hause. Loki weiß, dass seine beste Chance zu entkommen darin besteht, sich dem Captain anzunähern, doch der Plan geht nach hinten los, als er sich in seinen neuen Meister verliebt. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 39.000 Wörter

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2022

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

ÜBER GALE STANLEY

LESEPROBE:

Loki

Loki ist ein Puma-Wandler, ein Produkt von Mischgenetik. Er wurde in einem geheimen Militärkomplex geboren, in dem ein verrückter Wissenschaftler tierische und menschliche DNA miteinander vermischt. Als eine Gasexplosion das Labor verwüstet, entkommt eine Reihe von Hybriden und bringt die Menschen in eine gefährliche Situation. Der Verteidigungsminister beschließt, die Finanzierung von Dr. Shepards Forschung einzustellen.

Shepard braucht Geld und stellt seine neue Technologie vor, einen Neurochip, der die Formveränderung verhindert. Doch der Minister will Beweise dafür, dass die Hybriden in der Lage sein werden, in der Außenwelt wie Menschen zu funktionieren. Als Loki von einer der Wachen ins Visier genommen wird, beschließt Shepard, ihn als Testperson zu benutzen. Er implantiert einen Chip und schickt Loki mit Captain Thomas Sawyer nach Hause. Loki weiß, dass seine beste Chance zu entkommen darin besteht, sich dem Captain anzunähern, doch der Plan geht nach hinten los, als er sich in seinen neuen Meister verliebt.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 39.000 Wörter

GALE STANLEY

Loki

Hybriden 3

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Loki“:

Gale Stanley

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2022

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für Jonathan, dessen Geist in jedem Buch lebt.

Kapitel 1

Loki biss die Zähne zusammen und wartete auf den ersten Hieb mit der Peitsche. Er hatte die Grenze überschritten – schon wieder. Und jetzt musste er den Preis dafür zahlen. Die Peitsche pfiff durch die Luft. Eine Sekunde später biss sie in sein Fleisch. Der Stich brannte wie Feuer, aber er gab keinen Laut von sich. Er würde Kane nicht die Genugtuung geben, ihn aufschreien zu hören.

Die Peitsche landete erneut, dieses Mal auf seinem Hintern. Tränen stiegen ihm in die Augen, aber er blinzelte sie weg. Ein dritter Schlag. Diesmal wickelte sich das Leder um seine Oberschenkel. Lokis Kopf zuckte zurück, aber er blieb stumm. Noch zweimal schnitt die Peitsche in ihn hinein, und dann hörte alles auf. Seine Qualen sanken zu einem brennenden Schmerz herab, aber Loki wusste, dass seine Bestrafung gerade erst begonnen hatte.

Als er über seine Schulter blickte, sah er Kane, der erwartungsvoll lächelte. Die Peitsche war wie eine Schlange um seine Hand gewickelt. Es war eine gewaltige Waffe, lang und stark geflochten.

Auf Lokis Haut bildeten sich Schweißperlen. „Worauf wartest du noch?“ Seine Worte kamen mit röchelnder Luft heraus.

Kane lachte. „Ich ruhe nur meinen Arm aus, du wertloser Schwanzlutscher. Ich werde dir alles geben, was du verdienst.“

„Du brauchst mehr als nur eine Pause für deinen Arm. Gib Curt doch mal einen Versuch.“ Loki spuckte in die Richtung des anderen Wächters.

„Verdammter Klugscheißer“, murmelte Kane. „Es wird Zeit, dass du lernst, mich zu respektieren.“

Von allen Wärtern in diesem Höllenloch war Kane der sadistischste. Er genoss es, die Hybriden zu schlagen und sie zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Die anderen kooperierten, aber nicht Loki. Er würde die Peitsche jederzeit Kanes widerlichem Schwanz vorziehen. „Eher sterbe ich.“

„Na gut.“

Jetzt hab ich’s getan. Tief einatmend drehte sich Loki wieder zur Wand und lehnte seine Stirn an den Stein. Er hörte sein eigenes Herz in seinen Ohren klopfen. Er hoffte, dass Kane ihn dieses Mal töten würde. Die Peitsche schlug wieder und wieder auf ihn ein. Loki tat sein Bestes, um sich vorzubereiten, aber sein Körper spannte sich an und zitterte bei jedem Schlag.

„Er nimmt es wie ein Mann. Das muss man ihm lassen“, sagte Curt zu Kane.

Bei diesen Worten verspürte Loki ein seltsames Gefühl von Stolz. Wenigstens schrie er nicht oder bettelte um Gnade.

„Hmpf! Ich fange doch gerade erst an.“ Kane keuchte. „Sein Hintern wird aufreißen, bevor ich fertig bin.“

Bald gab es nichts mehr außer Loki und der Peitsche. Verloren in einer Welt des Schmerzes, entglitt ihm die Realität. Der Raum um ihn herum wurde dunkel…

Loki kam zu sich, als Curt die Fesseln von seinen Handgelenken löste, und er sank auf den Boden. Fast blind vor Schmerz, sog er tief Luft ein. Die Peitsche hatte ihn nicht getötet, aber sie hatte ihn fast gebrochen. Loki schmeckte Blut. Mehrmals war er kurz davor gewesen, sich auf die Zunge zu beißen, aber am Ende hatte er es geschafft, ohne einen Laut von sich zu geben. Wenigstens das hatte er.

„Nimm deinen Pussyarsch vom Boden.“ Kane kicherte. „Steh auf wie ein Mann.“

„Vielleicht will ich dein hässliches Gesicht nicht sehen“, spuckte Loki.

Kane gab ein Knurren von sich. „Hilf ihm auf, Curt.“

„Vielleicht solltest du es lassen“, protestierte Curt. „Der Doc wird nicht glücklich sein, wenn du ihn umbringst.“

„Leck mich. Shepard muss sich nicht mit seiner überheblichen Art herumschlagen“, knurrte Kane. „Stell ihn auf die Beine.“

„Du bist der Boss.“

Die Schläge ließen Loki zu schwach werden, um sich zu wehren. Curt zerrte ihn an den Achseln hoch und stieß ihn zurück gegen die Wand. Der Abrieb von kaltem Stein auf rohem Fleisch ließ Loki verstummen, während er auf den nächsten Schlag wartete. Obwohl er ihn erwartet hatte, zuckte er zusammen, als Kanes Faust seinen Kiefer traf. Er versuchte, die Hände zu heben, aber Kane zog ihn von der Wand weg und schlug ihn dann erneut dagegen. Diesmal rutschte Loki die Wand hinunter, wobei Teile seines Fleisches auf dem Stein zurückblieben. Er schloss die Augen und biss die Zähne gegen den Schmerz zusammen.

„Sieh mich an, du Freak.“

Loki öffnete die Augen und fand Kanes verbranntes und entstelltes Gesicht nur Zentimeter von seinem eigenen entfernt. Der Wächter war wütend, seine Narben waren röter und auffälliger als je zuvor.

„Sieh dir diese Narben gut an, du verdammter Mischling. Ich habe sie bekommen, als ich versucht habe, Dr. Shepards Freakshow zu retten, als das Feuer ausbrach. Was mit mir passiert ist, war deine Schuld.“ Er tippte mit einem Finger auf Lokis Brust.

Das ist nicht wahr. Kane war vor den Flammen geflohen. Er wollte sich selbst retten. Der Einzige, der in dieser Nacht versucht hatte, Loki zu retten, war Adam.

„Bist du taubstumm, One-Zero-Seven?“ Kane knallte Lokis Kopf gegen die Wand.

In diesem Moment wollte Loki nicht sterben. Er wollte nur den Hurensohn vor ihm töten. In seinem Kopf machte er eine Liste mit allen Gründen, warum Kane sterben sollte. Er stellte sich die Gesichter all der Hybriden vor, die Kane im Laufe der Jahre geschlagen hatte, jedenfalls derer, an die er sich erinnern konnte – One-Zero-Six, One-Nineteen, One-Twenty-Seven ... und natürlich Adam, Dr. Shepards leiblicher Sohn, und der Einzige von ihnen, der einen richtigen Namen hatte. Der große Wolfshybrid hatte Loki aus seiner Zelle geholt, ihn von den Flammen weggetragen und ihm gesagt: „Bleib hier, Loki. Ich komme wieder und hole dich.“ Aber Loki wurde von Soldaten weggeschleppt, mit einer Beruhigungsspritze betäubt und in einen Transporter geworfen. Als er aufwachte, lag er in Ketten und war in diesem neuen Gefängnis eingesperrt. Er hatte keine Ahnung, warum Adam ihn Loki genannt hatte, aber es gefiel ihm, und er nahm es als seinen Namen an. Für alle anderen war er immer noch One-Zero-Seven, aber es reichte, dass er wusste, dass er einen Namen hatte.

Lokis Mund war trocken, aber er schaffte es, genug blutigen Speichel zu produzieren, um Kane ins Gesicht zu spucken.

„Verdammte Scheiße“, murmelte Kane. Seine Nasenflügel blähten sich auf, als er mit dem Handrücken über seine verzerrte Wange rieb. Dann packte er Lokis Kehle und drückte zu.

Loki spürte, wie ihm die Luft abgeschnitten wurde, und er begann zu würgen. Instinktiv griff er nach Kanes Armen, aber der Wächter hatte ihn eisern im Griff. Seine Umgebung begann zu verblassen. Töte mich, du Wichser. Töte mich…

* * * *

Jedes Mal, wenn eine Meldung von General Knox kam, bedeutete das Ärger, aber Doktor Joseph Shepard konnte den Mann, der die Hand am Geldhahn hatte, kaum ignorieren. Knox hatte enge Beziehungen zum Kabinett des Präsidenten. Ein gutes Wort beim Verteidigungsminister, und Shepards gentechnische Experimente erhielten reichlich Geld. Im Gegenzug versprach Shepard, Supersoldaten für das Militär zu produzieren. Die Vereinbarung funktionierte gut, bis ein Feuer Shepards Anlage zerstörte. Eine Reihe von Versuchspersonen entkam und wurde immer noch vermisst. Die Finanzierung von Shepard, die von der Zufriedenheit des Ministers abhing, war auf ein Minimum geschrumpft. Der Arzt hatte eine andere Möglichkeit. Der Abgesandte eines fremden Landes war an ihn herangetreten. Das Angebot war sehr großzügig, aber Shepard wollte die Staaten nicht verlassen. Er traute seiner eigenen Regierung nicht, wie sollte er da Ausländern trauen?

Shepard klopfte an die Tür des Generals, und eine laute Stimme von der anderen Seite forderte ihn auf, einzutreten. Er ging hinein und stellte sich an den übergroßen Mahagonischreibtisch. Es gab mehrere Stühle, aber der Arzt wartete auf eine Einladung von Knox. Shepard beneidete den General um seine Einrichtung. Auch wenn der einzige Schaden durch Rauch entstanden war, hatte man viel Geld in die Renovierung des gesamten Bürokomplexes gesteckt. Die Regierung hatte für Shepards Einrichtungen nicht so viel getan. Nach der Gasexplosion war alles in ein ehemaliges Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden, das in den fünfziger Jahren vom FBI aufgegeben worden war, als man es für unbewohnbar erklärte. Es gab Hunderte von Einzelzellen, ein Bürogebäude und ein Krankenhaus – alles in verschiedenen Stadien des Verfalls. Es war völlig unzureichend und weit entfernt von den modernen Einrichtungen und den gläsernen Zellen, in denen sie bisher untergebracht waren. Das Ganze war eine Katastrophe, und Shepard beschloss, diese Aufforderung als Gelegenheit zu nutzen, um Hilfsgüter zu erbitten.

Der General zog eine große Show ab, indem er einen Stapel Papiere durchwühlte. Shepard schürzte seine Lippen. Zum Teufel mit ihm, er verschwendet meine Zeit. Knox zeigte gerne, dass er die Kontrolle hatte. Shepard hatte dieselbe Taktik selbst schon oft angewandt. In mancher Hinsicht waren er und Knox sich sehr ähnlich, aber körperlich konnten sie nicht unterschiedlicher sein. Knox war gebaut wie ein Stier und hatte die Persönlichkeit eines Bären.

Der General hob schließlich den Kopf. Sein breites Gesicht verzog sich zu einer überraschten Miene, als hätte er vergessen, dass Shepard da war. „Ah, ja ... Dr. Shepard. Nehmen Sie Platz. Haben Sie sich schon in der Crusade Base eingelebt?“

Der Arzt ärgerte sich, setzte sich aber ruhig hin. Die Crusade Base war ein Name, den sich der General ausgedacht hatte, weil ihm der positive Beigeschmack gefiel. Hinter Knox’ Rücken nannten Shepard und seine Mitarbeiter ihr neues Zuhause die Hundehütte. Es roch auf jeden Fall danach, und sie hatten alle das Gefühl, dass sie dorthin geschickt worden waren, weil sie auf der Scheißliste des Generals standen.

Shepard holte tief Luft, bevor er sprach. „Nicht wirklich. Der Ort ist eine Katastrophe. Ich möchte so bald wie möglich wieder hierher ziehen. Bis dahin brauche ich mehr Geld für die Renovierung.“ Die Worte hingen in der Luft, ohne dass der General eine Antwort gab. Shepard räusperte sich und fuhr fort. „Ich brauche einen Zeitplan. Wie sieht es mit dem Wiederaufbau des alten Labors aus?“

„Wer hat etwas von Wiederaufbau gesagt? Die Crusade Base ist Ihr fester Standort.“

„Was!“ Shepard erhob sich von seinem Stuhl.

„Setzen Sie sich, Doktor!“

Shepard ließ sich in den Stuhl zurücksinken. „Die neue Einrichtung ist völlig unzureichend.“

„Es muss reichen, Doktor. Wir können Sie hier nicht mehr gebrauchen. Es ist zu gefährlich.“

„Meine Forschung hat das Feuer nicht ausgelöst, sondern Ihre Leute.“

„Es geht nicht um das Feuer. Ich will Ihre Tiere nicht mehr auf der Basis haben. Es sollte eine geheime Operation sein, aber ich hätte wissen müssen, dass so etwas nicht geheim bleiben würde. In der Nacht des Brandes musste ich mehr Truppen anfordern. Meine Soldaten waren beunruhigt. Sie konnten nicht verstehen, warum sie nackte Männer wie Vieh zusammentrieben. Alle möglichen Gerüchte machten die Runde, und ich musste ihnen etwas sagen.“

Shepard fiel die Kinnlade herunter. „Sie haben ihnen von meiner Forschung erzählt? Dass ich die DNA von Tieren mit der von Menschen verbinde?“

„Machen Sie sich nicht lächerlich. Ich habe ihnen gesagt, dass es sich bei den Zielpersonen um Mörder handelt, um Schwerverbrecher, die sich als Versuchspersonen zur Verfügung gestellt haben, in der Hoffnung auf eine Strafminderung. Der Minister und ich sind uns einig, dass die Geschichte glaubwürdiger ist, wenn die Schwerverbrecher in einem Gefängnis untergebracht sind.“

Shepard hatte sich davor gefürchtet, aber er war nicht überrascht. Er spürte, wie sich ein Spannungskopfschmerz einstellte. „Dann brauche ich mehr Geld für die Renovierung.“

„Ihre Finanzierung ist noch nicht genehmigt worden.“ Knox wechselte schnell das Thema. „Gibt es etwas Neues über den Fledermaushybriden?“

Shepard schmunzelte innerlich. Ein Fledermaushybrid war entkommen und hatte sich mit einem Menschen angefreundet. Das Militär hatte sie bis zum Haus des Verräters verfolgt, aber sie waren bereits geflohen. Wenigstens war der letzte Fehler nicht seine Schuld gewesen. Es war alles auf einen weiteren FUBAR des Militärs zurückzuführen. „Sie müssten es besser wissen als ich, General.“

Knox schnaufte und schob die Papiere vor sich her. „Wir arbeiten daran.“

„Wegen meiner Finanzierung …“

„Der Verteidigungsminister ist unzufrieden mit der derzeitigen Situation. Er will konkrete Ergebnisse. Ihre Experimente laufen seit Jahren, ohne wirklichen Nutzen für das Militär. Wenn wir Ihre Hybriden nicht in Dienst stellen können, wozu sind sie dann gut?“

Der Arzt klopfte auf die Armlehne seines Stuhls. Nach dem Fiasko der unerwarteten Gestaltveränderung zog er es vor, nicht über seine Forschung zu sprechen, bevor sie nicht gründlich getestet worden war, aber jetzt hatte er keine Wahl. Wenn er die benötigten Materialien nicht bekam, würde es keine Tests und keine Forschung geben. „Sie können dem Minister sagen, dass ich an einer Methode zur Kontrolle der Verwandlungen arbeite.“

Die Augenbrauen des Generals hoben sich. „Ich dachte, Sie kontrollieren die Gestaltwandlung mit Drogen.“

„Ja, aber die Ergebnisse sind vorübergehend. Sie hängen von der rechtzeitigen und konsequenten Verabreichung der Medikamente ab. Ich habe nach einer dauerhaften Lösung gesucht.“

„Erzählen Sie mir mehr.“

„Ja, nun ...“ Dieser Idiot würde die technischen Aspekte seiner Arbeit nicht verstehen. Shepard könnte genauso gut mit einem Affen sprechen. Er musste sich kurz fassen. „Wie Sie vielleicht gehört haben, arbeiten Wissenschaftler an künstlichen Verbindungen zwischen Gehirnzellen und Muskeln, in der Hoffnung, gelähmte Gliedmaßen wieder bewegen zu können.“

„Ja, ja, ich habe darüber gelesen. Was hat das mit uns zu tun?“

Shepard seufzte. „Ich bin noch einen Schritt weiter gegangen. Ich habe einen Chip entwickelt, der die Anweisungen des Gehirns an die Muskeln, die die Bewegung steuern, blockiert. Der Neurochip sagt den Muskeln, dass sie sich nicht bewegen sollen. Das Wichtigste ist, dass es eine dauerhafte Lösung ist. Es sei denn, er wird entfernt, aber das würde mehr Fachwissen erfordern als die Entfernung eines Ortungschips.“

„Das klingt vielversprechend, aber wird es die anderen Fähigkeiten der Hybriden beeinträchtigen?“

„Nein. Die Eigenschaften, die ich meinen Hybriden ursprünglich geben wollte – Stärke, verbesserte Sinne und tierische Gerissenheit – bleiben erhalten.“

„Gut. Das eröffnet eine Reihe von Möglichkeiten. Ich nehme an, dass Sie die Bewegung nicht nur stoppen, sondern auch erzwingen können.“

„Wenn Sie meinen, ob ich einem Hybridsoldaten befehlen kann, zu töten, ist das möglich. Aber es erfordert einen fortschrittlicheren Chip, der mit einem Computer verbunden ist–“

„Ja, ja, aber Sie arbeiten daran?“

„Ich war gerade dabei, den Neurochip zu testen, als das Feuer ausbrach und ich die meisten meiner Daten verlor. Ich brauche Geld und mehr Zeit.“

„Uns geht beides aus. Die Explosion und die Tatsache, dass die Hybriden frei herumlaufen, machen den Minister nervös. Wenn ich ihm nicht zeige, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wird er Sie komplett stilllegen.“

Shepards Herz sank. Seine Forschung war alles für ihn. „Nicht jetzt. Nicht, wenn ich endlich Fortschritte mache.“

„Ich stimme zu, aber wir müssen ihm etwas geben.“ Der General hielt inne und schien zu überlegen. „Haben Sie noch welche von diesen Chips?“

Shepard nickte zögernd.

„Gut, dann testen wir es an einem Ihrer Tiere. Ich werde dafür sorgen, dass der Minister informiert ist.“

„Das ist unmöglich. Sie sind noch nicht so weit. Die gesamte Ausbildung, auch die militärische, wurde unterbrochen, als sie mit der Formwandlung begannen.“

Der General winkte seine Einwände ab. „Wir haben keine Zeit für all das. Manchmal funktioniert Motivation besser als Training. Wir werden einem Ihrer Geschöpfe einen Anreiz geben, sich zu benehmen – Freiheit.“

„Sie machen Witze!“

„Kontrollierte Freiheit, versteht sich. Er wird draußen mit einem meiner Männer leben.“

„Haben Sie jemanden im Kopf?“

Die Augen des Generals funkelten. „Ja. Captain Thomas Sawyer. Er ist Ausbilder in unserem Kampftrainingszentrum und kennt sich sowohl im Nahkampf als auch im Umgang mit Waffen aus. Außerdem ist er homosexuell. Das ist die perfekte Tarnung. Niemand wird Verdacht schöpfen, wenn ein anderer Mann mit ihm im Haus wohnt.“

Shepard runzelte die Stirn. „Aber ist er nicht der Verantwortliche, der den Fledermaushybriden entkommen ließ?“

„Sie übertreiben, Doktor. Laut Sawyers Bericht war der Hybrid weg, bevor sein Team eintraf. Auf jeden Fall hat es ihn dazu gebracht, sich beweisen zu wollen. Er wird es nicht noch einmal vermasseln wollen.“

„Nun, Sie mögen Sawyer vertrauen, aber ich tue es nicht.“

Knox zuckte mit den Schultern. „Er war immer ein guter, loyaler Soldat. Andererseits, Menschen ändern sich.“ Knox räusperte sich. „Überlassen Sie es mir, mich um ihn zu kümmern. Ich werde sein Haus mit Alarmanlagen und Wanzen ausstatten lassen. Sie kümmern sich um Ihren Teil. Dann vereinbaren wir einen Termin, an dem er den Hybriden abholen kann.“

Shepard hielt den Plan für absurd, aber Knox hatte seine eigenen Pläne, und wenn der General sich einmal entschieden hatte, gab es kein Zurück mehr.

Kapitel 2

Loki geriet in einen Hagelsturm, und jedes Eiskorn verursachte einen stechenden Schmerz in seinem Körper. Seine Augen flogen auf, und er konnte sehen, dass er immer noch in seiner Zelle war – aber er war nass. Kälte drang von den Steinen nach oben und ließ Lokis Körper erkalten, bis sein Fleisch so eisig war wie sein Herz. Wütend blinzelnd sah er auf und erblickte Kane mit einem Eimer in der Hand. Curt stand hinter ihm, mit einem Satz Hand- und Fußschellen. Die Fesseln würden Loki das Gehen ermöglichen, ihn aber am Laufen oder Treten hindern.

„Wach auf, Dornröschen. Vielleicht kommt dein Prinz heute.“ Kane grinste und kippte den Eimer. Salzwasser ergoss sich über Lokis rohes Fleisch.

Loki biss die Zähne gegen den Schmerz zusammen und wünschte sich nichts sehnlicher, als Kanes Herz herauszureißen, aber die Kette an seinem Fußgelenk hinderte ihn daran, nahe genug heranzukommen. Wenn er Kane nur ein wenig näher heranlocken könnte. So zu tun, als wäre er von den Schmerzen überwältigt, wäre nicht schwer. Loki rollte sich in eine fötale Position zusammen und lag wimmernd auf dem Boden seiner Zelle.

„Was hast du erwartet? Einen Kuss?“ Kane schnaubte. „Komm schon, du Weichei, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit. Ich habe dich gerade geduscht, aber du musst trotzdem trainieren.“

Loki blieb auf der Seite ausgestreckt liegen.

„Komm schon, du fauler Freak.“ Kane rückte ein wenig näher.

In Loki tobte ein Sturm. Seit dem Brand waren die Vorräte knapp geworden. Lokis Medikamentendosierung war herabgesetzt worden – einschließlich der Medikamente, die seine Verwandlung kontrollierten. Die Schläge hatten sein Adrenalin in die Höhe getrieben und die beruhigenden Sedativa, die noch in seinem Körper waren, verbraucht. Lokis Puls und Herzschlag beschleunigten sich, sichere Anzeichen für eine bevorstehende Verwandlung. Selbst wenn er es wollte – was er nicht tat – konnte Loki die Naturgewalt in seinem Inneren nicht unterdrücken.

„Scheiße. Er hat einen Anfall“, murmelte Curt. „Tu etwas.“

„Scheiße, verdammt!“ Kane trat noch einen Schritt näher. „Stirb mir bloß nicht weg.“

Lokis Genick knackte und er rollte seinen Kopf hin und her. Seine Arm- und Beinknochen verdrehten sich und knackten. Die Geräusche waren wie splitterndes Holz, aber gedämpft durch Schichten von Muskeln und Fleisch. Braunes Fell breitete sich über seine Gliedmaßen aus, und ein langer schwarzer Schwanz ragte aus seinem Rücken. In wenigen Sekunden hatte Lokis Puma seine menschliche Gestalt ersetzt. Berauscht vom Geruch von Kanes Angst, fuhr Loki seine Krallen aus und schlug mit einer Pfote nach seinem Feind, wobei er die unversehrte Seite von Kanes Gesicht zerfetzte. Kane stieß einen markerschütternden Schrei aus, der von den Steinwänden widerhallte, und bedeckte sein Gesicht mit den Händen. Blut färbte seine Finger.

Loki hörte kaum, wie Curt um Hilfe schrie oder wie sich die Tür hinter den Männern schloss, als sie aus der Zelle rannten. Seit Wochen hatte er von diesem Moment geträumt, und jetzt, wo er endlich da war, war er berauscht von der Macht. Er knurrte und machte einen Ausfallschritt zur Tür. Die Ketten hielten ihn zurück, und Eisengitter trennten ihn von den Wachen, aber die verängstigten Blicke auf ihren Gesichtern gefielen seinem Puma.

---ENDE DER LESEPROBE---