Talon und der Falkner - Gale Stanley - E-Book

Talon und der Falkner E-Book

Gale Stanley

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Beschreibung

Benjamin Byrd, ein lykanischer Falkner, lebt in den Außenbezirken von Arcadia. Die Wolfswandler halten ihn für einen Freak. Sie können Bens Liebe zu Vögeln nicht verstehen, vor allem, da das Rudel mit den Kindred, Vampiren, die sich in Habichte verwandeln können, verfeindet ist. Als der Vampirhabicht Talon Crowquill in der Nähe von Bens Haus abgeschossen wird, entwickeln er und Ben einen gegenseitigen Respekt füreinander, und Ben beschließt, ihm bei der Flucht zu helfen. Aber Talon hat viel Blut verloren, und seine Wunden wollen nicht heilen. Ben bietet Talon sein Blut an, aber bevor der Habicht nach Hause fliegen kann, wird Ben verletzt und Talon kehrt zurück, um ihm zu helfen. Bens Verletzungen sind tödlich, und Talon verwandelt ihn in einen Vampir, um sein Leben zu retten. Er lässt Ben in Arcadia zurück und geht wieder in die Kolonie. Beide Männer werden krank und von Tag zu Tag schwächer. Sie ahnen nicht, dass sie eine unzerstörbare Verbindung eingegangen sind, und ihre einzige Hoffnung zu überleben darin besteht, Blutsgefährten zu werden. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 37.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

ÜBER GALE STANLEY

LESEPROBE:

Talon und der Falkner

Benjamin Byrd, ein lykanischer Falkner, lebt in den Außenbezirken von Arcadia. Die Wolfswandler halten ihn für einen Freak. Sie können Bens Liebe zu Vögeln nicht verstehen, vor allem, da das Rudel mit den Kindred, Vampiren, die sich in Habichte verwandeln können, verfeindet ist.

Als der Vampirhabicht Talon Crowquill in der Nähe von Bens Haus abgeschossen wird, entwickeln er und Ben einen gegenseitigen Respekt füreinander, und Ben beschließt, ihm bei der Flucht zu helfen. Aber Talon hat viel Blut verloren, und seine Wunden wollen nicht heilen. Ben bietet Talon sein Blut an, aber bevor der Habicht nach Hause fliegen kann, wird Ben verletzt und Talon kehrt zurück, um ihm zu helfen. Bens Verletzungen sind tödlich, und Talon verwandelt ihn in einen Vampir, um sein Leben zu retten. Er lässt Ben in Arcadia zurück und geht wieder in die Kolonie. Beide Männer werden krank und von Tag zu Tag schwächer. Sie ahnen nicht, dass sie eine unzerstörbare Verbindung eingegangen sind, und ihre einzige Hoffnung zu überleben darin besteht, Blutsgefährten zu werden.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 37.000 Wörter

GALE STANLEY

Talon und der Falkner

Gefährten in Symbiose 3

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Talon and the Falconer“:

Gale Stanley

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2022

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für Terry, der bis zum Ende gekämpft hat.

Du bist eine Inspiration für so viele Menschen. Wir vermissen dich.

Inhalt

Kapitel 1 6

Kapitel 2 14

Kapitel 3 25

Kapitel 4 37

Kapitel 5 46

Kapitel 6 52

Kapitel 7 60

Kapitel 8 66

Kapitel 9 76

Kapitel 10 85

Kapitel 11 94

Kapitel 12 104

Kapitel 13 121

Kapitel 14 128

ÜBER GALE STANLEY 137

LESEPROBE: 138

Kapitel 1

Der Vollmond hatte Benjamin Byrds Hormone, Pheromone und all die anderen Dinge in seinem Körper schon immer in Wallung gebracht. Die kalte graue Kugel zerrte an ihm wie die Gezeiten des Meeres. Sie brachte ihn dazu, verrückte Dinge zu tun. Dinge, die er normalerweise nicht tun würde. Zum Beispiel in die Wolfshöhle gehen.

Ben lebte wie ein einsamer Wolf, aber einmal im Monat setzte das Verlangen nach Gesellschaft – Sex – alle seine Nervenenden in Brand, und der Gedanke an das Rudel zog ihn an wie eine Flamme die Motte. Die Rudelmentalität war jedem Wolf in die Wiege gelegt. Es gab kein Entrinnen, nicht, wenn der Vollmond am Himmel stand.

Also machte sich Ben, bekleidet mit einer neuen Jeans und einem sauberen schwarzen T-Shirt, auf den Weg zur Wolfshöhle. Je näher er kam, desto nervöser wurde er. Er war seit neunundzwanzig Tagen nicht mehr hier gewesen, und dieser Besuch war nicht gut gelaufen. Harry, der potthässliche Rüpel, hatte sich an ihn rangemacht, und Ben hatte einen schnellen Rückzug angetreten. Harry war jetzt tot, und ein kleiner Teil von Ben war froh, dass er dem Unruhestifter heute Abend nicht mehr begegnen würde. Eine Sekunde lang fühlte Ben sich schlecht. Man sollte nicht schlecht über Tote denken, besonders nicht über jemanden, der ermordet wurde. Sein Bedauern währte jedoch nicht lange. Harry war kein netter Mann gewesen.

Da er so weit von Arcadia entfernt lebte, war Ben nicht auf dem Laufenden, aber schlechte Nachrichten verbreiteten sich schneller als andere, und wenn ein Rudelmitglied von einem seiner eigenen Leute getötet wurde, verbreitete sich diese Art von Nachricht am schnellsten von allen. Hunter Black, einer der besten Vollstrecker des Alphas, hatte Harry die Kehle herausgerissen und war abgehauen. Es hieß, dass Hunter in der Kolonie, der Heimat der Vampirhabichte, Asyl gefunden hatte. Ben kannte Hunter, und wenn er schuldig war, musste er seiner Meinung nach einen guten Grund gehabt haben.

Ben wurde langsamer, als er sich dem scheunenartigen Gebäude näherte, in dem sich die Bar und der Tanzclub des Arcadia-Rudels befanden. Er spürte, dass seine Bewegungen von Augen verfolgt wurden, aber er tat es als Paranoia ab. Ben fühlte sich in der Nähe der anderen immer besonders misstrauisch.

Als er den Club betrat, blieb Ben einige Minuten an der Tür stehen und sah sich um. Es roch bereits nach Bier, Testosteron und Schweiß. Ein paar Männer starrten ihn anzüglich an. Ben ignorierte sie und den elektronischen Beat der Tanzmusik und ging zur Bar. Ein Drink würde ihm helfen, seine Nerven zu beruhigen.

Ben suchte den Barkeeper. Kade war heute Abend da. Er hatte ihm den Rücken zugewandt und füllte Krüge mit Bier aus Fässern. Plötzlich wurde Ben sehr bewusst, wie Kades Hintern seine enge Jeans ausfüllte. Der Barkeeper richtete sich auf und drehte sich um, wobei er ein sexy Grinsen aufsetzte, als ob er genau wüsste, was Ben gedacht hatte. Ein unerwarteter und ungewollter Ruck sexuellen Bewusstseins schoss direkt in Bens Leistengegend.

Zum Teufel, nein.

Kade war ein heißer Wolf, aber er war eingebildet und arrogant, definitiv nicht die Art von Partner, die Ben suchte. Der Barkeeper machte ihn nervös. Ben spürte bereits, wie sich seine Zunge zu einem Knoten verkrampfte.

Kade stellte die Krüge auf die Theke und nahm Bens Bestellung auf. Er starrte auf Bens Hand auf der Theke. Bens Augen folgten der Richtung von Kades Blick.

„Scharfe Krallen“, lachte Ben zittrig. „Ich hatte meinen Handschuh nicht an.“

Kades verächtliches und spöttisches Grinsen verletzte ihn tiefer als die Krallenspuren auf Bens Hand. „Also, was darf’s sein, Vogelmann?“

„Bud Light“, antwortete Ben mit einer so leisen Stimme, dass der Barkeeper ihn offenbar nicht hören konnte.

„Wie war das noch mal, Vogelmann?“

„Bud Light“, sagte Ben, dieses Mal etwas lauter.

„Ein Stud Light für den Vogelmann“, sagte Kade laut. Alle lachten und der Barkeeper stellte eine Flasche vor Ben hin. „Du verbringst zu viel Zeit mit diesen verdammten Vögeln“, stieß Kade hervor. „Du brauchst einen richtigen Mann in deinem Käfig, jemanden, der deine Federn zaust.“

„Wie du?“, erwiderte Ben und seine Nackenhaare richteten sich auf. Er hasste Kades herablassende Haltung.

„So viel Glück hast du nicht“, erklärte Kade großspurig.

Fick dich! Ben biss sich auf die Lippe, griff nach dem Bier und entfernte sich von der Theke.

Ich hätte nicht kommen sollen.

Er schlüpfte durch die Menge von Leuten und bahnte sich seinen Weg zu einer schattigen Ecke, wo er sich an die Wand lehnte und versuchte, die Haltung der anderen Wolfswandler nachzuahmen. Es würde nicht funktionieren. Ben war nie wie die anderen gewesen, und egal, wie sehr er so tat, als wäre er es, jeder im Rudel wusste, dass er anders war. Zu klein. Zu ernst. Zu sehr auf Vögel fixiert.

Zwei der Tänzer fielen Ben ins Auge. Doug hatte seine Arme um Nicky geschlungen, einen süßen kleinen Omega, der mit bewundernden Augen zu seinem viel größeren Partner aufschaute. Dem verführerischen Rhythmus der Musik folgend, drückte Nicky seinen Körper gegen den von Doug. Der große, dunkle Vollstrecker verschlang ihn. Sein Mund eroberte Nickys, während seine Hände auf dem Rücken des Omega ihn noch näher an sich zogen. Dann schob er eine Hand unter den Bund von Nickys Jeans, zog ihn noch näher heran und drückte bei jeder Gelegenheit den Hintern des kleineren Mannes.

Es war heiß! Ben schwor, dass er hören konnte, wie sich Nickys Herzschlag beschleunigte. Ganz sicher tat es sein eigenes. Es war nicht nur der Sex. Die Zuneigung zwischen den beiden Männern war offensichtlich. Obwohl die Omegas vom Alpha dazu verdonnert worden waren, dem Rudel zu dienen, hatten Nicky und Doug es geschafft, eine Beziehung aufrechtzuerhalten. Irgendwie schafften sie es, dass es funktionierte. Ben brauchte den Vollstrecker und seinen Omega nur anzusehen, um das zu erkennen. Es machte Ben ein wenig eifersüchtig. Einen Geliebten zu haben, war für ihn nicht in Frage gekommen.

Warum quäle ich mich?

Den Club des Rudels zu besuchen, warf nur ein Licht auf alles, was Ben nie haben würde. Sogar die einfache Kameradschaft zwischen den Wandlern wurde ihm verwehrt. Sie nahmen ihn nie ernst. Verdammt, sie machten sich sogar über seinen Namen lustig. Im Laufe der Jahre hatten Lykaner Nachnamen von ihrer Umgebung, von Berufen, von Waldtieren angenommen ... Aber warum mussten Bens Vorfahren ausgerechnet Byrd wählen? Der Name erinnerte zu sehr an das englische Wort für Vogel und somit ihren verhassten Feind – den Vampirhabicht.

Ben genoss seine Zeit in der Wolfshöhle nie, aber mehr noch als die anderen Wandler war Ben ein Sklave des Vollmonds und des damit verbundenen Hitzezyklus. Die anderen fanden den ganzen Monat über willige Partner und Erleichterung für ihr sexuelles Verlangen. Ben tat das nicht. Es war seine eigene Schuld. Er könnte öfter in die Höhle gehen. Vielleicht einen Omega wie Nicky aufreißen, aber ein Mitleidsfick mit einem Rudelkameraden kam nicht in Frage. Sicher, er würde immerhin einen Arsch abkriegen, aber es wäre nicht dasselbe. Es gäbe keine echte Anziehungskraft oder Romantik. Es wäre so, als würde er nur die Bewegungen ausführen, ohne wirkliche Gefühle zu haben. Aber jedes Mal, wenn der Vollmond aufging und sein unheimliches Licht auf Ben warf, dachte er, dass dies die Nacht sein könnte, in der er seinen Seelenverwandten finden würde. Ja, Mondstrahlen machten ihn wahnhaft.

Er sollte sich bei Vollmond im Haus einschließen, wie die Werwölfe in den alten Horrorfilmen. Das wäre besser als den anderen zuzusehen, wie sie sich amüsieren. Lachten. Tranken.

Aufrissen.

Dafür bin ich nicht geschaffen.

Laute Stimmen von der Tanzfläche unterbrachen Bens Selbstmitleidsparty.

Oh Scheiße!

Toby, ein großer rothaariger Wolf, versuchte, sich zwischen Doug und Nicky zu drängeln. Doug schrie etwas davon, dass dies Nickys freier Abend war und dass Toby besser seine verdammten Pfoten bei sich behalten sollte. Tobys Knurren als Antwort klang nicht gerade freundlich. Der große Rothaarige war ein totales Arschloch. Ben ging ihm normalerweise aus dem Weg, wenn es irgend möglich war.

Oh-oh!

Toby packte Doug an der Schulter, drehte ihn herum und spuckte ihm ins Gesicht. Doug revanchierte sich mit einem Schlag mit links und einem rechten Haken. Toby taumelte zurück, erholte sich aber schnell und schlug kräftig zu. Es sah aus, als würde sich ein regelrechter Hundekampf anbahnen, bis Kade schließlich herbeieilte und Toby von Doug wegzog. Der knurrende Toby sah aus, als ob er nicht bereit war, den Kampf zu beenden. Er strich sich mit einem Arm über sein geprelltes Gesicht und sah Doug finster an. „Das ist noch nicht vorbei.“ Doch dann drehte er sich um und ging davon.

Ben atmete erleichtert auf. Er mochte keine Kämpfe. Aber seine Erleichterung währte nicht lange. Toby war auf dem Weg zu ihm.

Tobys kühner Blick musterte Ben unverblümt. „Du siehst gut aus, Vogelmann. Wo warst du?“ Die Augen des Rothaarigen glitten absichtlich frech an Bens Körper auf und ab und hielten an seinem Schritt an.

Bens Nerven waren angespannt wie Drahtseile. „Ich war beschäftigt.“

„Mit deinen Vögeln?“

Bens Nackenhaare stellten sich auf. Er lebte und atmete für seine Vögel. Die Vogelkunde war seine Leidenschaft. Aber er wusste, dass es Toby in den Fingern juckte, Dampf abzulassen, und er war verdammt, wenn er das Spiel des Rothaarigen mitspielte.

„Ja.“

„Du bist kein guter Gesprächspartner, was?“

„Nein.“

Toby schüttelte den Kopf. „Das ist mir egal. Ich bin nicht an deinem Vogelhirn interessiert. Es ist dein Arsch, den ich will.“ Seine Lippen verzogen sich zu einer Mischung aus Spott und Lächeln. „Ich habe eine Flasche Whiskey bei mir zu Hause. Was sagst du?“

Auf keinen Fall! Nicht mal, wenn du der letzte Wolf auf diesem Planeten wärst!

„Tut mir leid, ich wollte gerade gehen.“

Toby streckte die Hand nach Ben aus. „Ich glaube, ich kann dich umstimmen.“

Eine Welle der Beunruhigung durchfuhr Ben. Es gelang ihm, sich Tobys Berührung zu entziehen, und er wandte sich dem Ausgang zu. Kades Stimme ertönte. „Hey, Toby, sieht so aus, als ob dein Vogel aus dem Stall geflogen ist.“

Ben schlug die Tür hinter sich zu und unterbrach damit das laute Lachen. Er atmete erleichtert auf, aber verdammt, jetzt hatte er einen langen, einsamen Weg vor sich. Wegen seiner Vögel lebte Ben weit weg von Arcadia City. Normalerweise machte es ihm nichts aus, durch die Wälder zu joggen, aber die Strahlen des Mondes machten seiner Libido zu schaffen. Als er seine Hütte erreichte, spürte er, wie ihm heiß wurde, und er bedauerte fast, dass er Tobys Angebot nicht angenommen hatte. Fast.

Irritiert schritt Ben direkt in sein Schlafzimmer. Entschlossen, die gesteigerte sexuelle Erregung zu ignorieren, warf er seine Kleidung ab und kroch ins Bett. Er würde es einfach verschlafen.

Es schien, als würde er nur wenige Minuten später im Bett aufspringen, heißer als je zuvor.

Scheiße!

Ben biss die Zähne zusammen und fasste sich in den schmerzenden Schritt. Er hätte wissen müssen, dass er nie in der Lage sein würde, die Hitze zu verschlafen. Verdammt, er hatte mit diesem seltsamen Werwolfscheiß zu tun, seit er ein Kind war. Es war unmöglich, seine extreme Erregung zu ignorieren, wenn sie so unerträglich wurde. Er würde sich selbst um die Sache kümmern müssen.

Ben schwang seine Beine über die Bettkante und stand auf. Er machte sich auf den Weg ins Bad. Vielleicht würde es das Feuer in seinem Bauch lindern, wenn er etwas kaltes Wasser trank. Nachdem er genug getrunken hatte, spritzte er sich die kühle Flüssigkeit ins Gesicht und hob den Kopf, um sein Spiegelbild über dem Waschbecken zu betrachten. Seine geröteten Wangen brannten noch immer. In seinem Bauch kribbelte es weiterhin.

Seufzend nahm Ben seinen Schwanz in die Hand. Sein Körper war vielleicht nicht so groß oder so muskulös wie die von einigen der anderen im Rudel, aber sein Schwanz war eine dicke Handvoll, sogar bevor er sich füllte. Zu dieser Zeit des Monats hatte Ben keine Probleme, hart zu werden. Ohne einen Partner, ohne sich selbst zu streicheln, schwoll sein Schwanz bereits an. Während er zusah, wurde der Schaft steifer und richtete sich auf. Die rosafarbene Eichel färbte sich rot, und die Adern pulsierten entlang seiner Länge. Instinktiv umkreiste er den geschwollenen Schaft mit seinem Daumen, bevor er den Spermatropfen am Schlitz verteilte.

Gott, meine Eier tun weh!

Zeit, zur Sache zu kommen. Ben ließ seine feste Faust über die geschwollene Eichel und den steifen Schaft hinunter gleiten, bis seine Hand auf seinen Schamhaaren ruhte. Er begann langsam, aber als er seine Hand an seinem pochenden Fleisch auf und ab bewegte, wurde sein Rhythmus schneller.

Fuck. Ja.

Sein Atem ging stoßweise. Der Geruch seines Körpers und der Schweiß vermischten sich und erregten ihn noch mehr. Ein leises Knurren ertönte aus seiner Brust. Seine Schenkel spannten sich an, und seine Eier zogen sich zusammen. Die Bewegung seiner Faust verschwamm. Die Vorfreude elektrisierte ihn–

Ein Faden weißen Spermas schoss aus seinem Schlitz und spritzte in hohem Bogen auf seine Brust. Immer noch bearbeitete er seinen Schwanz, bis er schließlich erschöpft und befriedigt auf dem Boden zusammensackte. Mit zitternden Händen lehnte er seine erhitzte Stirn gegen den Porzellanthron und schloss die Augen.

Nach ein paar Minuten stand er auf, säuberte sich und kehrte in sein Bett zurück. Wenigstens war das Schlimmste seiner Hitze vorbei. Er legte sich zurück, und seine Augen fielen zu.

Vielleicht treffe ich morgen den Mann meiner Träume.

Ben seufzte wehmütig, als er einschlief. Alles Wunschdenken der Welt würde seine Träume nicht wahr werden lassen.

Kapitel 2

Ben hatte die Enten im Visier und näherte sich dem Fluss, den Wanderfalken auf seinem Lederhandschuh sitzend. Im richtigen Moment gab er das Signal, und Majestic ging zum Angriff über. Plötzlich geriet die ruhige Szene in Bewegung, als die Enten wütend schnatternd davonflogen. Jess flog ihnen mit flatternden Flügeln hinterher wie ein Torpedo, der sein Ziel im Visier hat.

Das kleine Falkenweibchen stürzte sich auf seine Beute, schlug sie mit einem ausgestreckten Fuß und kreiste dann zurück, um die Ente mit hakenartigen Krallen zu fangen. Sie krallte sich fest, während die erschrockene Stockente zurück ins Wasser tauchte und sie unter Wasser zog, bis nur noch ihr Kopf zu sehen war. Ben überlegte, ob er ihnen in den kalten Fluss hinterher springen sollte, und war erleichtert, als Jess ihre Beute aus dem Wasser zog.

Die lange Vollmondnacht war vorbei, die Sonne schien, und Ben tat, was er am liebsten tat. Alles war in Ordnung mit seiner Welt.

Plötzlich ertönte der scharfe Knall eines Gewehrs, der Ben Angst ins Herz jagte. Sein erster Gedanke galt der Sicherheit von Jess, und er untersuchte den Falken auf Anzeichen von Verletzungen. Jess, die offensichtlich aufgeregt, aber ansonsten unverletzt war, ließ die unglückliche Ente am Flussufer fallen und flog unter lautem Protestgeschrei zurück. Aus Erleichterung wurde Besorgnis. Jeder in Arcadia wusste, dass Ben ein Falkner war, und niemand in der Lykaner-Gemeinschaft würde eine Waffe auf seinen Falken richten. Wenn Jess nicht das Ziel ist, wer ist es dann?

Ein weiterer Schuss lenkte seine Aufmerksamkeit auf den sich verdunkelnden Himmel. Ein schwarzer Punkt erschien in seinem Blickfeld und verwandelte sich in einen riesigen, bedrohlichen, prähistorischen Vogel, der vom Himmel herabstürzte.

Die Ente vergessen, schwebte Jess vor seinem Gesicht und flatterte mit den Flügeln, ein sicheres Zeichen, dass sie wollte, dass er ihr folgte. Nicht, dass er überzeugt werden musste. Wenn jemand einen Vampirhabicht erlegt hatte, wollte er ihn verdammt noch mal sehen. Das könnte seine einzige Chance sein. Vampire und Lykaner hatten selten miteinander zu tun. Sie waren seit mehr Jahren verfeindet, als man zählen konnte. Ein uralter Vertrag hatte beide Gruppen in Schach gehalten – bis vor kurzem.

Der Mord an einer Lykanerin, der Gefährtin von Hunter Black, war den Vampiren angelastet worden, und obwohl keine stichhaltigen Beweise gefunden worden waren, kochten die Emotionen hoch. Wenn einer der Blutsauger auf frischer Tat ertappt worden wäre, hätte die lykanische Justiz sofortige Vergeltung gefordert. Aber manchmal war der Unterschied zwischen Recht und Unrecht nicht so eindeutig. Greifvögel waren Jäger des Himmels, natürliche Raubtiere, die das taten, wozu die Natur sie programmiert hatte. Ein so einzigartiges Wesen, das menschliche Fähigkeiten besaß, verdiente es zu leben. Vampir hin oder her, der Gedanke an ein so schönes Tier, das leblos im Dreck lag, bereitete Ben Bauchschmerzen. Selbst der schlimmste Verbrecher hätte einen Tag vor Gericht verdient, aber da war er oft anderer Meinung als das Rudel. Sie sahen die Dinge schwarz oder weiß, während er Grautöne sah. Überwältigt von Neugierde und ein wenig Angst gab er Jess ein Zeichen, ihm den Weg zu weisen.

Nach einer halben Meile Fußmarsch fand Ben Kade über einem riesigen Haufen schwarzer Federn stehend. Heute spielte der Barkeeper seine andere Rolle – den Vollstrecker. Er funkelte Ben mit einem breiten Grinsen an. „Gutes Timing. Ich kann Hilfe bei diesem Vogel gebrauchen.“

Der größte Vogel, den Ben je gesehen hatte, war ein Königsbussard mit einer Flügelspannweite von mehr als eineinhalb Meter, aber dieses Baby sah verdammt viel größer aus. Es musste das achte Wunder des Tierreichs sein. „Gehört er zu den Kindreds?“

Kade sah Ben mit gerümpfter Nase an. „Was zum Teufel denkst du denn? Er ist ganz sicher ein Vampirhabicht. Ich wette, er hätte nie gedacht, dass ein Wolf ihn mit so einem Schuss erledigen würde. Nettes kleines Geschenk für den Alpha. Die Vampire haben zwei von uns.

---ENDE DER LESEPROBE---