Lyons Lehre der Verführung - Gale Stanley - E-Book

Lyons Lehre der Verführung E-Book

Gale Stanley

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Beschreibung

TomCats ist das heißeste Schwulenresort in Key West und der perfekte Ort für Andrew Long, um seinen Ex-Freund zu vergessen, der ihn betrogen hat. Der sexy Kater Lyon Nash liebt es, sein Resort mit einer Gruppe von Katzenwandlern zu betreiben. Er ist nicht auf der Suche nach einem Gefährten, aber der schüchterne, verklemmte Andrew entzündet einen Funken, den seine Katze nicht ignorieren kann. Captain Jack, der Kreuzfahrtmanager, fühlt sich auch von Andrew angezogen und er wettet mit Lyon, dass er den neuen Gast zuerst verführen kann. Lyon stellt seine Lehre der Verführung auf die Probe und gewinnt die Wette. Es wird heiß zwischen ihm und Andrew. Sie haben eine magische Verbindung miteinander, aber mit ihrer Beziehung ist es vorbei, als Andrew von der Wette erfährt. Erneut fühlt er sich gedemütigt und fliegt daher zurück nach New York. Immerhin nimmt er die streunende Katze mit, die er adoptiert hat, aber kann das Tier ihm helfen, den charmanten Kerl zu vergessen, den er zurückgelassen hat? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 26.700 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

ÜBER GALE STANLEY

LESEPROBE:

Lyons Lehre der Verführung

TomCats ist das heißeste Schwulenresort in Key West und der perfekte Ort für Andrew Long, um seinen Ex-Freund zu vergessen, der ihn betrogen hat.

Der sexy Kater Lyon Nash liebt es, sein Resort mit einer Gruppe von Katzenwandlern zu betreiben. Er ist nicht auf der Suche nach einem Gefährten, aber der schüchterne, verklemmte Andrew entzündet einen Funken, den seine Katze nicht ignorieren kann. Captain Jack, der Kreuzfahrtmanager, fühlt sich auch von Andrew angezogen und er wettet mit Lyon, dass er den neuen Gast zuerst verführen kann.

Lyon stellt seine Lehre der Verführung auf die Probe und gewinnt die Wette. Es wird heiß zwischen ihm und Andrew. Sie haben eine magische Verbindung miteinander, aber mit ihrer Beziehung ist es vorbei, als Andrew von der Wette erfährt. Erneut fühlt er sich gedemütigt und fliegt daher zurück nach New York. Immerhin nimmt er die streunende Katze mit, die er adoptiert hat, aber kann das Tier ihm helfen, den charmanten Kerl zu vergessen, den er zurückgelassen hat?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 26.700 Wörter

GALE STANLEY

Lyons Lehre der Verführung

TomCats: Kater auf Kuschelkurs 2

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Lyon’s Theorem of Seduction“: Gale Stanley

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2019

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für Buffy und Spike.

Neugier tötete die Katze, Zufriedenheit brachte sie zurück!

~ Englisches Sprichwort

Kapitel 1

Andrew war an der Flughafenbar, als er hörte, wie sein Flug aufgerufen wurde. Verdammt! Drei Bloody Marys und er war noch nicht betrunken genug, um an Bord zu gehen. Seine Besorgnis hatte begonnen, sobald er sein Ticket gekauft hatte und erreichte ein Crescendo, als das Taxi ihn am internationalen Flughafen John F. Kennedy absetzte.

Sein Verstand hatte zu viele Szenarien entwickelt für das, was so alles schief gehen konnte, und er konnte sich nicht zwingen, seinen Platz zu verlassen. Die Vorstellung, in einem Metallvogel gefangen zu sein, der Tausende von Metern über der Erde flog, war unnatürlich. Wenn der Mensch zum Fliegen gedacht wäre, hätte Gott ihm Flügel gegeben.

Und dann waren da noch die unbequemen Flugzeugsitze und die unmittelbare Nähe der anderen Passagiere, was ihn sich noch beengter fühlen ließ. Landungen waren auch kein Picknick. Andrew wusste, dass er sich erst entspannen würde, wenn das Flugzeug am Flughafen Miami vollständig zum Stillstand gekommen war. Der Stress würde sich im Bereich der Gepäckausgabe fortsetzen. Würde sein Gepäck da sein oder nicht? Es war immer ein Tumult. Und er versuchte immer noch, sich mit der letzten Etappe der Reise abzufinden – er würde mit einem kleinen „Inselhopper“ von Miami zum Key West International Airport fliegen und dann mit dem Taxi nach Old Town und zum TomCats gelangen.

Diese ganze Erfahrung war eine Ausdauerübung für ihn. Als Kind war er nie wirklich irgendwo hingeflogen, und als er älter wurde, hatte er nur sehr wenige Urlaube gemacht, bei denen Fliegen nötig war. Sein Ex-Freund hatte vorgeschlagen, einen Therapeuten aufzusuchen, und vielleicht hätte er das tun sollen, aber er kam nie dazu. Heute hatte er versucht, seine Nervosität durch Trinken zu lindern, aber es hatte nicht geholfen.

Und es war nicht nur Flugangst, die ihn stresste. Es schien, als würde er jedes Mal, wenn er in ein Flugzeug stieg, vor etwas oder jemandem davonlaufen. Das erste Mal war er in einem Flugzeug gewesen, als er sein Zuhause im Mittleren Westen verlassen hatte und nach New York gezogen war. Es war auch das letzte Mal gewesen, dass er seine Eltern sah. Andrew und sein Vater waren nie miteinander ausgekommen, und als er seine Sexualität nicht länger geheim gehalten und sich bei seinem Vater geoutet hatte, schlug der Mann ihm buchstäblich die Tür vor der Nase zu.

Er hatte seit Jahren nicht mehr mit seiner Mutter oder seinem Vater gesprochen. Manchmal vermisste er seine Familie, besonders in den Ferien, aber seine Eltern hatten seinen schwulen Lebensstil nie akzeptiert. Zuletzt konnten sie sich nicht unterhalten, ohne dass schreckliche Worte zwischen ihnen herumflogen. Andrew versuchte es, er tat es wirklich, aber als er sich tiefer in Wut und Depression versinken fühlte, brach seine Entschlossenheit zusammen und er wusste, dass er raus musste. Das Stipendium an einem College in New Jersey war seine Karte, um aus dem Gefängnis frei zu kommen. Er verließ den Mittleren Westen in der Überzeugung, dass eine Person manchmal das loslassen muss, was sie nicht ändern kann, und einfach weggehen sollte.

Heute folgte er erneut seinem eigenen Rat. Diesmal rannte er vor seinem Freund davon, der ihn betrogen hatte. Obwohl Gary Schluss gemacht hatte, hatte Andrew das Gefühl, er würde den letzten Nagel in den Sarg ihrer Beziehung hämmern. In seinem tiefsten, sensiblen Innern war Andrew widerwillig gewesen. Er wollte nicht, dass es passierte. Versuch es noch einmal, gib dir mehr Mühe – es war so lange sein Mantra gewesen, aber dieses Mal zwang er sich, es ein für alle Mal zu beenden.

Sein Flug wurde erneut aufgerufen. Er fühlte sich, als hätte er den Halt verloren, stand auf wackligen Füßen da, warf etwas Geld auf die Theke und ging hinaus. Die Stunden vor dem Boarding hatten seinen Herzschlag rasen lassen, aber es war nichts im Vergleich dazu, tatsächlich im Flugzeug zu sein. Seine Hände fingen an zu schwitzen, als er durch den schmalen Gang navigierte und nach seinem Platz suchte. Andrew hatte um einen Gangplatz gebeten, weil er keine Lust hatte, aus dem Fenster zu schauen, und darüber hinaus verabscheute er es, über andere Passagiere hinweg zu klettern, wenn er zur Toilette musste.

Er schnallte sich an, packte die Armlehnen und schloss die Augen, um sich auf den Start vorzubereiten. Die nächsten zweieinhalb Stunden wären schon schlimm genug, aber die zweite Hälfte der Reise wäre Folter. Wenn er darüber nachdachte, hyperventilierte er. Der ganze Stress und dabei war er sich nicht einmal sicher, ob er wirklich nach Key West wollte. In neue Situationen geworfen zu werden und neue Leute kennenzulernen, machte ihn fast so nervös wie das Fliegen. Es war wahrscheinlich einer der Gründe, warum er so lange bei Gary geblieben war. Diese Reise könnte der größte Fehler seines Lebens sein.

Auf der anderen Seite am Gang saß ein älterer Mann, der Mitte vierzig sein könnte. Der Mann war definitiv ein freundlicher Typ. Zuerst dachte Andrew, der Mann hätte Mitleid mit ihm, weil er seine Angst nicht verbergen konnte. Noch bevor das Bitte anschnallen-Zeichen aufleuchtete, stellte er sich als Michael vor und plauderte über den Gang hinweg, machte Small Talk und schenkte Andrew beruhigende Blicke. Es dauerte jedoch nicht lange, bis er Andrew mitteilte, wie gern er ihn näher kennen lernen würde. Andrew zog dominante Tops wie ein Magnet an, bevorzugte jedoch Männer, die näher an seinem Alter waren, und er war überhaupt nicht bereit, sich auf etwas einzulassen, auch wenn es nur eine flüchtige Affäre war.

Schließlich begann das Flugzeug zu sinken und Andrews Hände fingen an zu schwitzen. Landungen waren genauso schlecht wie die Starts. Was wäre, wenn das Flugzeug nicht zur richtigen Zeit auf der Landebahn auftraf? Oder es könnte schräg herunterfallen und in einem Feuerball explodieren.

Seine Angst war fast lähmend, aber er sagte sich immer wieder, dass er das durchstehen würde. Nach dem Aufsetzen verlangsamte das Flugzeug, als sich der Pilot von der Landebahn entfernte. Als sie am Terminal vorfuhren, atmete er endlich aus und entspannte sich.

Michael lebte in Miami. Er reichte Andrew eine Karte mit seiner Handynummer für den Fall, dass Andrew auf seiner Rückreise von Key West vorbeischauen wollte. Andrew steckte sie in die Tasche, aber er wusste, dass er nicht anrufen würde.

Er nahm sich Zeit und ließ Michael zuerst aus dem Flugzeug steigen. Dann holte er seine Tasche aus dem Gepäckfach und ging kurz darauf von Bord.

Der Anschlussflug wurde über eine offene Gangway vom Asphalt aus bestiegen und die Luftfeuchtigkeit warf ihn fast um. Triefend vor Schweiß stieg er in die kleine Propellermaschine und sein Herz begann zu rasen. Der Flug würde nur sechzehn Minuten dauern. Ich schaffe das. Seine Mitreisenden waren eine bunt gemischte Truppe, darunter eine Familie mit drei Kindern, zwei gutaussehende Männer, die nicht die Hände voneinander lassen konnten, und ein älteres Paar, das möglicherweise den Jahrestag seiner Hochzeit feierte.

Sie alle sahen entweder aufgeregt und gesprächig aus oder genauso verängstigt wie er. Nachdem er Michael abgewehrt hatte, wollte er nicht mit irgendjemand anderem sprechen, also entschied er sich für einen Fensterplatz. Das Flugzeug startete und bevor er seine Augen schließen konnte, erhaschte er einen Blick aus dem Fenster. Doch anstatt ihm ein Schwindelgefühl zu bereiten, fand er den Blick auf die Insel aus der Luft bezaubernd.

Die Wolken waren höher als das Flugzeug und der dünne Landstreifen vor dem blauen Wasser war faszinierend. Der Blick von oben auf die Keys, Inseln, die sich wie Perlen an einer langen Kette aneinanderreihten, war spektakulär. Er liebte die Vogelperspektive auf die Welt. Es hätte ihn beinahe dazu gebracht, seine Angst zu vergessen, und seine eigenen Probleme schienen im großen Ganzen der Dinge unbedeutend zu sein. Fast.

Ein tropisches Shangri-La erwartete ihn, aber er war noch nie in seinem Leben so gestresst gewesen. Zwei Jahre mit Gary hatten ihn emotional erschöpft. Er fühlte sich, als würde ein Elefant auf seiner Brust sitzen, und war sich nicht sicher, ob er in Form war, ein neues Kapitel in seinem Leben beginnen zu können, aber jetzt gab es kein Zurück mehr.

Eines konnte nicht geleugnet werden. Niemand konnte behaupten, dass Andrew es nicht versucht hatte. Seine Beziehung zu Gary hatte mehr Höhen und Tiefen durchgemacht als ein Fahrstuhl. An einem Tag verkündete Gary seine Liebe, am nächsten fickte er jemand anderen. Gary war so schlecht für ihn wie die Schokoladenpralinen, mit denen er sich gerne tröstete. Es schien, als ob alles, was zu gut schmeckte, am Ende schlecht für einen Mann war. Nach zu viel Gary fühlte sich Andrew krank und bereit zu kotzen. Oder vielleicht waren es nur die Bloody Marys.

Einen Mann zu recyceln hatte noch nie funktioniert, warum also hatte Andrew das betrügerische Arschloch dann immer wieder zurückgenommen? Ganz einfach. Gary war ein Meistermanipulator. Er benahm sich reumütig, wobei „benehmen“ eher „so tun, als ob“ bedeutete. Der Mann war überzeugend, das musste Andrew ihm lassen, und beharrlich – sehr beharrlich. Gary machte weiter und weiter und behauptete, er fühle nichts für den anderen Mann, bat Andrew, nicht alles wegzuwerfen, was sie zusammen hatten.

Andrew hatte dann immer angefangen, alle Streitereien zu vergessen und sich nur noch an die guten Tage und die noch besseren Nächte erinnert, wenn der Sex geiler war als ein Kater mit vier Eiern. Selbstzweifel setzten dann ein, und Andrew gab sich schließlich selbst die Schuld. Ich bin langweilig.Natürlich hat er mich verlassen.Ich werde niemals einen Mann bei mir halten können.Was stimmt bloß nicht mit mir?

Andrew hatte immer das Selbstvertrauen gefehlt, und Gary spielte mit seinen Unsicherheiten und erinnerte ihn daran, wie schwer es war, sich in einer neuen Beziehung zurechtzufinden, was für ein schmerzlicher Prozess es sein konnte. Es war wahr – zumindest für Andrew. Am Anfang musste ein Mann sein Bestes geben. Ein alter Lover war wie ein alter Schuh – bequem. Besser der Teufel, dendu kennst, als der, den du nicht kennst. Wenn Gary also wie üblich anrief und ihn wiedersehen wollte, sagte Andrew unausweichlich Ja.

Die Achterbahnfahrt mit Gary war sein ganzes Leben geworden. Er hatte aufgehört, die wenigen Freunde zu sehen, die er hatte, weil sie alle Gary hassten. Offensichtlich hatten sie den Serienbetrüger schon lange vor Andrew durchschaut. Jeder wusste, dass Gary hinter seinem Rücken rumvögelte, und als sie Andrew schließlich davon erzählten, glaubte er ihnen nicht. Dann trennte sich Gary von ihm und er wusste, dass es wahr war. Aber zu dem Zeitpunkt war Andrew total besessen und Gary war alles, was er von einem Partner zu wollen glaubte. Der Mann sah gut aus und war gebildet. Er war ein Unternehmensberater mit einem großen Kundenstamm und besaß eine teure Eigentumswohnung in Manhattan. Andrew ließ sich einige Wochen nach ihrer Trennung wieder auf Gary ein. Er hatte sich selbst getäuscht, um Garys Entschuldigungen und Liebeserklärungen zu glauben. Es war alles Schwachsinn. Er wusste jetzt, dass Gary noch nie dieselben Gefühle gehegt hatte wie er. Gary genoss das chemische High einer neuen Romanze. Er interessierte sich nicht für echte Liebe und Hingabe, und das letzte Mal war der Tropfen gewesen, der dieses Fass zum Überlaufen brachte. Gary hatte per E-Mail mit ihm Schluss gemacht. Es war eine ganz billige Nummer. Er hatte mehr als genug von Garys unreifen Possen und kurzlebiger Leidenschaft.

Diesmal war es für immer vorbei. In Wirklichkeit hatte Andrew immer gewusst, dass dieser Tag irgendwann kommen würde, aber er musste zugeben, obwohl er es erwartet und sich darauf vorbereitet hatte, tat es dennoch weh. Also war er jetzt hier, ausgelaugt und enttäuscht auf dem Weg nach Key West, um sich besser zu fühlen.

Key West war nicht seine erste Wahl. Der ursprüngliche Plan war eine Reise nach Disney World und Epcot gewesen. Andrew war besorgt, allein zu sein, und glaubte, er würde in einem überfüllten Vergnügungspark besser zurechtkommen als in einem von Paaren wimmelnden Resort. Außerdem würde es so viel zu sehen geben, dass er keine Zeit hätte, sich selbst zu bedauern. Doch als er Gay-Reisen in Florida gegoogelt hatte, tauchten immer wieder farbenfrohe Bilder von Key West auf, und die Fotos der entspannten Inselatmosphäre erregten seine ganze Aufmerksamkeit.

---ENDE DER LESEPROBE---