Mein einziges Match - Salvatore Cofone - E-Book

Mein einziges Match E-Book

Salvatore Cofone

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Beschreibung

Dieses Buch handelt von Vaterschaft, Depression, Freundschaft und mehr, allerdings soll es keine schlechte Stimmung verbreiten, sondern euch motivieren niemals aufzugeben, wenn es um Menschen geht, die ihr liebt!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 114

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Ich hoffe die Leser/innen werden genauso viel Freude an diesem Buch haben, wie ich bei der Durchführung unseres gemeinsamen Projektes.

Vielen Dank für dein Vertrauen, Salva.

Tatiana Moyse

Dieses Buch basiert auf wahren Begebenheiten. Es erzählt die schmerzliche Trennung von meinen Kindern und dem daraus resultierendem Willen und Wunsch, die Aufmerksamkeit meiner Kinder zu erhalten, indem ich einige Wege gegangen bin, um von Ihnen wahrgenommen zu werden. Auf diesem Weg, der steinig und hart war, ereigneten sich einige lustige, skurrile und auch schockierende Momente, die ich zu bewältigen hatte. Aus Schutz ihrer Privatsphäre wurden die Namen meiner Kinder verändert.

Inhaltsverzeichnis

Mein einziges Match

Nette Worte von tollen Menschen

Mein einziges Match

Hallo liebe Leserinnen und Leser, bevor ich Sie mitnehme,auf eine Reise durch mein Leben, möchte ich mich Ihnen vorstellen und Ihnen kurz erläutern, warum es zu diesem Buch gekommen ist.

Ich heiße Salvatore Cofone, bin 39 Jahre alt, geschieden und Vater von drei wundervollen Kindern. Meinen beiden Söhnen Noah und Ben, sowie meiner Tochter Desiree.

Es war der 4. März 2014, der Tag, der mein gesamtes Leben auf den Kopf stellen sollte. Danach war nichts mehr, wie es einmal gewesen war. Es war der Moment, in dem mich meine Frau verlies und mich der gemeinsamen Wohnung verwies. An diesem Tag, begann er, der Kampf den ich bis heute ausfechte. Ich will meine Kinder wieder sehen. Bis heute habe ich meine beiden Söhne nicht mehr gesehen, habe sie nicht mehr in meine Arme schließen können. Meine Tochter, sehe ich auch so selten, dass es mir das Herz zerreißt.

Deswegen lade ich Sie auf den folgenden Seiten ein, mich auf meinem Werdegang zu begleiten, in dem ich Ihnen erläutere, wie es für mich ist, getrennt von meinen Kindern, meinem eigen Fleisch und Blut, durchs Leben zu gehen. Welche Bemühungen und Anstrengungen ich unternommen habe, um von Ihnen wahrgenommen werden zu können. Ich erzähle ihnen, wie das Wrestlingbusiness mir half, meine Depressionen zu überstehen. Welchen wundervollen Menschen ich begegnet bin, von den viele zu Freunden wurden. Ich fand Gleichgesinnte, die mich begleiteten und mir den Rücken stärkten. Dies soll einfach ein Muntermacher für Väter sein, die die Kraft nicht verlieren sollen, um ihre Kinder zu kämpfen.

Es gibt Tage im Leben, die sind einfach nur wunderschön. Sei es weil man eine Prüfung erfolgreich absolviert hatte, eine Ausbildung erfolgreich abschloss oder einfach mal irgendetwas Nettes gewonnen hatte. Doch Nichts ist mit dem Moment zu vergleichen, den Emotionen, die einen begleiten, wenn man der Geburt seiner eigenen Kinder beiwohnt. Der 15.09.2005, 10.6.2009 und 10.7.2014 waren die Tage, an denen ich sagen konnte, mir gehört die Welt. Es war atemberaubend, derjenige zu sein, der sein Kind auf den Armen an seine Brust legen konnte, um ihren Herzschlag zu spüren um mit Tränen in den Augen, das neugeborene Wunder begrüßen zu können. Ich bin dankbar und stolz, diesen Moment sogar drei Mal im Leben miterlebt haben zu dürfen.

Es dauerte seine Zeit, bis ich in die Vaterrolle hineinwuchs. Die Kinder waren im Vorfeld nicht geplant gewesen, was ich ehrlich zugeben muss, aber wenn man sie erst einmal im Arm gehalten hatte, waren allen negativen Gedanken wie ausgelöscht. Ich möchte meine Kinder nie wieder missen. Es ist das erhabenste Gefühl im Leben für mich ein Vater zu sein. Mit der Zeit lernte ich, den Alltag zu bewältigen. Ich tat alles für meine Kinder. Es begann mit dem gemeinsamen Aufstehen, gefolgt davon ihnen die Flasche zu geben oder dem Windeln wechseln. Nebenbei ging ich auch noch meinem Fulltime Job nach, wollte ich doch ein guter Ernährer für meine Familie sein. Es war eine Mammutaufgabe, seine Ausbildung abzuschließen, während man zu Hause Kleinkinder zu versorgen hatte. Ich bin überzeugt davon mein Bestes gegeben zu haben und immer für die Wünsche und Belange meiner Kleinen, da gewesen zu sein. Keine Sekunde davon möchte ich missen und würde es zu jeder Zeit wieder genauso machen.

Irgendwann kamen wir als Eltern zu der Entscheidung, uns von unserer Heimatstadt zu verabschieden und umzuziehen. Auf meiner Seite konnte man zwar nicht wirklich von einer Entscheidung, sondern von einem Zwang sprechen. Meine ehemalige Lebensgefährtin stellte mich vor die Wahl, entweder ich stimmte der Veränderung zu, die mich von meiner eigenen Familie wegreißen sollte oder ich könnte mich von meinen Kindern verabschieden. Was machte ich also ,als liebender und verantwortungsbewusster Vater? Ohne mit der Wimper zu zucken, entschied ich mich für das Glück meiner Kinder. Der Umzug barg den Verlust meiner Arbeitsstelle mit sich und so wurde ich Arbeitssuchend. Ich sollte in einer Stadt landen, die mir gänzlich unbekannt war. Für meine Frau und meine Kinder war dies nicht der Fall. Schnell fand ich einen neuen Job als Verkäufe im Mobilfunk. Meine Tage verliefen immer nach dem selben Schema. Ich ging zur Arbeit, von der ich erst spät abends nach Hause kam. Dies erlaubte mir nicht, mir ein soziales Umfeld aufzubauen. Ich hatte keine Freunde. Was tat man nicht alles um seine Familie, insbesondere seinen Nachwuchs, glücklich zu sehen?

Auch wenn es meinen Kindern gut ging und es ihnen an nichts mangelte, bemerkte ich, dass ihnen, genau wie mir, das Umfeld der eigenen, meiner Familie fehlte. Bei mir kam dazu, dass ich mich in meiner neuen Heimat einfach nur fremd fühlte. Mir fehlten meine Eltern, meine Schwester und mein Schwager. Noah und Ben ging es genauso. Sie liebten meine Familie. Die beiden Kochten gerne mit meinen Verwandten oder tobten mit ihnen herum. Auch die ein oder andere Kissenschlacht war ausgefochten worden. Dies fiel für sie, von einem auf den anderen Tag weg. Schwermütig trauerte ich dieser harmonischen Zeit hinterher. Zu dieser Zeit lag es bedauerlicher Weise nicht in meiner Macht, etwas an der Situation zu verändern. Meine Frau beharrte darauf, dass ich zu meiner erzwungenen Entscheidung stehen sollte. Dies isolierte mich mehr und mehr von meiner elterlichen Familie. Die Eifersucht meiner Ex ließ keinen Kompromiss zu, neidete sie doch die Liebe unserer Kinder zu meinen Eltern. Unter diesem Aspekt der Unzufriedenheit ließen die ehelichen Konflikte nicht lange auf sich warten. Es kam vermehrt zu Streitereien, Stresssituationen und auch Geldmangel war ein heikles Thema. Aus Kleinigkeiten wurden Konfliktthemen. Diese Auseinandersetzungen beschäftigten mich mehr und mehr und erschwerten mir mein Leben. Die geringsten Kleinigkeiten lösten die größten Debatten aus. Jede Mücke wurde zum Elefanten.

Die Routine meines Alltags wurde zu einer tonnenschweren Last. Aufstehen, die Kinder wecken, sie einkleiden, ihnen Frühstück machen, sie in den Kindergarten oder die Schule bringen, dann weiterfahren zur Arbeit, bei der mich ein vollgepackter acht bis zehn Stunden Tag erwartete. Die Entfernung von 30 km zum Job zwang mich zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn. Dies bedeutete für mich eine späte Heimkehr, meist betrat ich erst nach 22 Uhr die gemeinsame Wohnung. Damit endete mein langer Tag aber noch nicht. Der Abend und teilweise die Nacht standen noch vor mir. Vollgepackt noch mit dem Arbeitsstress, erfreute ich mich am Anblick meiner Kinder, endlich ein schöner Moment am Tag. Sie erwarteten mich an der Eingangstür und sahen mich freudestrahlend an.. Sie freute sich über meine Rückkehr. Von meiner Frau war nichts zu sehen. Dies half mir, die Gedanken des Alltags von mir abfallen zu lassen. Eines Abends, als mich das selbe Bild erwartete, überraschten meine Söhne mich, mit der Bitte ihnen etwas zu essen zuzubereiten, sie seien hungrig. Selbstverständlich begab ich mich direkt ans Werk. Auch zu dieser späten Stunde tat ich dies mit großer Freude. Auf die Nachfrage, warum sie noch kein Abendessen zu sich genommen hätten teilten sie mir mit, dass die Mama mit Desiree im Bett läge und bereits seit längeren schliefe. Dies musste ich meinen Kinder glauben. Noch immer verletzte es mich sehr, dass ich meine Prinzessin nicht in dem Arm nehmen durfte, hatte meine ehemalige Frau doch die Ängste geäußert, sie befürchte, ich könnte sie fallen lassen. Wie tief diese Bemerkung mich getroffen hatte, sollte sich im Laufe meines Lebens noch zeigen. Es hatte etwas in meinem Seelenleben ausgelöst, was bis heute nicht repariert werden konnte.

Erschwerend kam für mich dazu, dass die Kindsmutter es für die normale Herangehensweise hielt alle unsere Streitigkeiten vor den Augen unserer Kinder auszutragen. Dies Missfiel mir zunehmend. Ich plädierte immer wieder dafür, dies zu unterlassen, indem ich argumentierte es sei der falsche Ort oder gar der richtige Zeitpunkt. In meinen Augen gehörte es sich nicht, vor den Kinder zu streiten. Damit diese so wenig wie nur möglich mitbekamen, beendete ich diese Diskussionen schnellstmöglich und erstickte sie im Keim. Auch wenn dies für mich hieß, mich der Mutter meine Kinder unterzuordnen. Auf gut deutsch – ich war ein Pantoffelheld. Warum fragen sie sich? Aus Liebe zu meinem Nachwuchs. Nichts sollte mich jemals von Ihnen trennen, aber wie bekannt ist, kam es anders. In einem dieser endlosen Streitgesprächen legte meine ehemalige Frau mir nahe, mir meine Kinder doch sehr genau anzusehen. Ich solle mir gründlich überlegen, ob sie wirklich die meinen wären. Diese verstörenden, verletzenden und harten Worte lösten bei mir eine innere Panik aus, die mit nichts zu beschreiben ist. Der Gedanke, dies könnte der Wahrheit entsprechen, brachte mich an den Rande des Wahnsinns. Ich stellte mir die Frage, warum ich all dies über mich ergehen ließ? Warum saß ich hier noch und versuchte alles um meine Ehe zu retten? Erschöpft von einem langen Arbeitstag kam ich eines Abends nach Hause. Begrüßt wurde ich von meiner Ex-Frau. Sie sah mich schon mit diesen vorwurfsvollen Augen an. Sie wollte reden, was sonst? Dein Sohn, damit meinte sie meinen Ältesten Noah, habe ihr gegenüber geäußert Angst vor mir zu haben. Als Konsequenz dessen entschied sie sich dazu, mich zu bitten das gemeinsame Nest zu verlassen und für immer zu gehen. Ich lege dir keine Steine in den Weg wenn du die Kinder sehen möchtest, gab sie mir noch mit auf dem Weg. Damit wollte ich mich nicht abfinden. Ich wollte ihr nicht kampflos das Feld überlassen. Anfänglich weigerte ich mich zu gehen. Daraufhin kam ihre andere Seite wieder zum Vorschein. Sie drohte mir damit, die Polizei zu kontaktieren. Als Frau komme ich doch sowieso immer zu meinem Recht, schmiss sie mir an den Kopf. Wohin soll ich den gehen, entgegnete ich. Dank ihr hatte ich ja keinerlei Kontakt mehr zu meiner Familie. Doch ihr war das gleich. Sie blieb stur. Ich stand kurz davor unter einer Brücke zu wohnen oder gar auf einer Parkbank nächtigen zu müssen. Kurz gesagt, ich stand vor der Obdachlosigkeit. Was für eine grausige Vorstellung. Zu meinem Glück tauchte ein Bekannter bei uns auf, der mir anbot erst einmal bei ihm unterzukommen. Damit war das Horrorszenario erst einmal vom Tisch. Die Angelegenheit besser machte es allerdings auch nicht. Natürlich nahm ich die gebotene Hilfe an. Bewaffnet nur mit einem Karton, einer Bettdecke und einem Kissen, verließ ich also mein Heim. Am Treppengeländer standen, die von mir heißgeliebten Söhne und fragten, Papa, wo willst du hin? Sie wollten nicht das ich gehe. Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört? Ob ich einfach nur zur Arbeit, einer Sitzung oder Fortbildung ging. Doch steht eine Trennung ins Haus, bricht dieser Satz, insbesonders wenn es das letzte ist, was man von seinen Kindern zu hören bekommt, einem das Herz. Es fühlt sich an, als würde alles über mir zusammenbrechen. Der erste Gedanke, der mir kam: Wie soll es den jetzt nur weitergehen? Eine Schwere legte sich wie ein Schleier über mich. Dieser Satz war es, der sich für immer in meinem Herzen einbrennen sollte.

Die Wohnung meines Retters befand sich in unmittelbarer Nähe der Wohnung, die ich jahrelang mein Heim nannte. Als ich mich bei ihm einquartiert hatte, flossen mir die Tränen unaufhaltsam übers Gesicht. Mir schmerzte die Brust und ich konnte nicht aufhören zu Schluchzen. Der Schmerz in meiner Brust wurde so schmerzend und stechend, dass ich ihn nur verdrängen wollte und ich legte mich ins Bett. Es war so intensiv, dass ich vermutete, ich könnte einen Infarkt erleiden. Ich wollte einschlafen und nie wieder erwachen. Die Ereignisse des Tages brachen über mich herein und etwas in mir zerbrach. Gefühlt erschien mir die Nacht unendlich zu sein. Kontinuierlich pochte der Schmerz unter meinem Thorax, malträtierte mich. Die Uhrzeit kann ich nicht genau benennen, lasst es gegen zwei oder drei gewesen sein, übermannte mich die Müdigkeit und ich schlief endlich ein. Wie ferngesteuert verließ ich um halb neun, mit dem Klingeln des Weckers, das Bett. Ich fühlte mich schuldig, überhaupt wieder erwacht zu sein. Warum bist du erneut aufgewacht? Wäre ich nicht besser einfach von dieser Welt entschwunden? Es hätte mich von allen Qualen befreit.

Auf Anraten meines Bekannten, der sich sichtlich Sorgen über meinen gesundheitlichen Zustand machte, suchte ich elanlos und teils gezwungen einen Arzt auf. Es sollte sich als gute Entscheidung herausstellen. Als die ärztlichen Untersuchungen, die auch eine Kontrolle meiner Herzströme per EKG zur Folge hatte, abgeschlossen war, teilte der Mediziner mir mit, dass ich tatsächlich einen leichten Infarkt erlitten hatte. Mit der Diagnose konfrontiert, bestätigte sich der Verdacht, den ich in der vergangenen Nacht hatte. Er wollte wissen, weshalb ich so lange gewartet hatte und nicht direkt ein Krankenhaus aufgesucht hätte. Schockiert nahm er meine Aussage entgegen, es wäre doch