Mein Jahr auf Planet Bali - Dian Adhini Flügel - E-Book

Mein Jahr auf Planet Bali E-Book

Dian Adhini Flügel

0,0
4,99 €

Beschreibung

Der Inhalt der Asia-Verpackung Dian ist hundert Prozent made in Germany. Aber was ist mit ihren indonesischen Wurzeln? Im abgeschiedenen Landleben fühlt sie sich in Oberbayern mehr und mehr wie ein Fremdkörper. In der Mitte ihres Lebens beginnt sie, mit einem Deko-Holzaffen Zwiegespräche zu führen und Fragen zu stellen. Wer bist du, Asian Avatar? Woher kommst du? Er ermutigt sie, ihr Superleben hier in Deutschland für eine Weile fest im Herzen abzuspeichern und ihr Herkunftsland zu entdecken. Sie beschließt, mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern für ein Jahr abzutauchen und nach Bali zu reisen. Dort will sie herausfinden, ob sie deutscher ist, als ihr lieb ist - und wieviel indonesisches Gen noch in ihr steckt. In Bali kommt sie in Berührung mit einer unsichtbaren Welt aus Gut und Böse. Sie lässt uns humorvoll teilhaben an der Leichtigkeit des Seins, aber auch an traurigen und tiefsinnigen Lektionen während der unausweichlichen Pandemie. Bali ist für sie eine gute Schule. Sie lernt vor allem sich selber kennen. Eine blog-artige, erhellende Liebeserklärung an Bali und das Leben. Mitreißend für alle, die sich ebenfalls auf den Weg machen wollen. Von der Autorenprovision spendet Dian Adhini Flügel 20% an nachhaltige Entwicklungsprojekte von chanceforchange e.V.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 229

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Über die Autorin:

Geboren 1975 in Bremen, beginnt Dian Adhini Flügel sich erst mit Mitte vierzig für ihr Herkunftsland zu interessieren. Zeitgleich machte sie einen Kreativ-Schreibkurs bei der Autorin Elvira Kolb-Precht in der Schreibschule München. Dort wurde sie geschult und motiviert, ein Buch zu schreiben.

Mein Jahr auf Planet Bali ist ihr erstes Buch. Es entstand nicht in ihrem Geburtsland Deutschland, sondern auf Bali.

Zurück in Deutschland gründeten ihr Mann und sie im September 2020 chanceforchange e.V. - ein gemeinnütziger Verein mit Schwerpunkt Hilfe zur Selbsthilfe in Indonesien und Deutschland.

Von der Autorenprovision spendet sie 20% pro Buch an nachhaltige Entwicklungsprojekte von chanceforchange e.V.

Dian Adhini Flügel

Mein Jahrauf Planet Bali

Von balinesischer Lebenskunst, deutschemBierernst, inmitten einer Pandemie

Verantwortlich: Dian Adhini Flügel

Instagram: @chanceforchange_ev

Lektorat, Korrektorat: Elvira Kolb-Precht

Umschlag, Illustration: Dian Adhini Flügel

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44,

22359 Hamburg

© 2021 Dian Adhini Flügel

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

ISBN

 

Paperback

978-3-347-21410-1

Hardcover

978-3-347-21411-8

e-Book

978-3-347-21412-5

Inhalt

Intro

Wer bin ich?

Mein persönlicher Schnelldurchlauf

Rang-tan

Mission Bali

Streng geheim

News News, Kinder!

Wenn das Ziel im Weg ist

E-Mail für dich

FAQs

Kofferwörter

Mensch ärgere dich nicht

Auf Wiedersehen

Oh Bali-ballaballa

Ganz klein in Padang Bai

Wie geht Leichtigkeit?

Asians vs. Westerners

Wir sind Bule

Canggu

All you need are friends

Ein Flaschenöffner in Penisform

Gemeinschaft

Traumpaar East and West

Oh – ein Tannenbaum in Bali

Göttliches

Toleranz ist eine Übung

Vielfalt feiern

We are family

Familienausflüge

Wayan Ti

Made Le

Ente und ich

Ibuku

Ein Quantum Geschichte

Liebe

Arm und Reich

Yin und Yang

Canggu Shortcut

Lebenskunst

I am good

Ich mag Mangroven

Instant Dschungel

Save the planet

Menschen in Bali

Thumbs up

Über Mode und Quietsche-Enten

Drei Engel für Bali

Bali-Gangsters

Teil 2 unserer Reise

Erster Januar 2020

Was ist in Schland los?

Allein in Bali

Balis Kampf gegen den Virus

German Angst

Freiheit

Ego

Denguefieber

Das verzerrte Bild der Pandemie

Chance for change

Die andere Seite von Bali

Femi

Re-entry-Schock

Danksagung

Intro

Wer bin ich?

Ich habe festgestellt, dass ich mit Mitte vierzig immer noch ein Latebloomer bin. Ein tolles Wort finde ich, viel schmeichelnder als Spätzünder.

Latebloomer sind stille Beobachter und dennoch im akkuschonenden Stand-by-Modus voll da. Durch die intensive Beobachtung ihrer Umgebung sind sie manchmal ihrer Zeit voraus. Paradoxerweise erkennen sie diese Gabe oftmals ein bisschen spät. Das späte Erwachen hat aber den Vorteil, dass sie in der Zwischenzeit an Alter und Weisheit gewonnen haben. Also kein Wunder, dass ich erst jetzt hinterfrage, was mein asiatisches Aussehen eigentlich soll. Schließlich ist der Inhalt der Asia-Verpackung doch hundert Prozent Made in Germany und ich bin seit mehr als einem Jahrzehnt wohnhaft in Bayern.

Wer bist Du, mein fremder Asian Avatar?

Ein Avatar ist ein künstlicher, grafischer Stellvertreter einer echten Person. Quasi die Hülle, die Verpackung, das Aussehen, der Körper. In meinem Fall legt der Avatar meine indonesischen Wurzeln frei, die Heimat meiner Eltern. Aber nun mal der Reihe nach.

Ich bin Dian Adhini Flügel. Indonesierin, mit deutschem Pass, in Norddeutschland geboren. Schon seit langem lebe ich in Bayern und seit sieben Jahren mit meiner Familie in Lakecity am Starnberger See. Starnberger See. Ja genau, bei den Boatpeople. Nur mit dem Unterschied, dass diesen Boatpeople das Boat gehört und zudem noch ein Häusle, mehrere Autos, Hund, Katze, Pferd…

Dank meines Mannes geht es uns auch nicht schlecht. Also nicht falsch verstehen, ich bin nicht voll des Neides oder so, überhaupt nicht. Nur fühle ich mich hier manchmal fehl am Platz.

Es heißt, Home is where the heart is! Toll. Kind und Kegel (also my heart) sind in Lakecity happy, muss ich dann auch zwangsläufig hier happy sein?

Was aber, wenn my heart in einem Avatar steckt, der mir permanent die Rückmeldung gibt, dass er so überhaupt nicht happy mit dem home ist?

Dafür eine kleine Retrospektive in die Vergangenheit, um Euch den Einstieg zu erleichtern.

Vor zirka fünf Dekaden sind mein indonesischer Vater und meine indonesische Mutter einfach mal so von Yogyakarta, das ist auf der Insel Java und Java ist eine von 17508 Inseln in Indonesien, nach Deutschland geflogen. Vom Äquator in die Hansestadt Bremen.

Wenn ich aus Spaß im Internet von Yogyakarta nach Bremen eingebe, errechnet es mir eine Flugstrecke von ungefähr 11.480 km und es erscheint keine Map, sondern gleich die ganze Weltkugel. Die Strecke ist leicht gebogen, als ob sie sich vor dem langen Weg respektvoll verneigen möchte, bis zum rot markierten Zielfähnchen, das fröhlich auf der anderen Seite winkt. Ziemlich kurze Route im Vergleich zur Realität.

Ich finde meine Eltern beeindruckend mutig.

Mein Vater arbeitete damals auf einer richtigen Tabakplantage, Hands-on pflückte er sich fleißig hoch – kann ich wohl so sagen, denn eines Tages bekam er das Angebot, für Indonesien in die Deutsch-Indonesische Tabak-Handelsgesellschaft nach Bremen zu gehen. Er nahm an und meine Mutter einfach mit. Sie ließ dafür alles stehen und liegen, ihr Studium zum Beispiel. Damals hatte ich nicht die leiseste Ahnung davon, welch abrupte Entwurzelung meine Mutter erlitt. Und sie hat nie gejammert, was einerseits gut war, andererseits auch nicht gut. Vielleicht braucht es eine ganze weitere Generation als Sprachrohr.

Meine Eltern sprachen zu dem Zeitpunkt kein einziges deutsches Wort.

1970 landeten sie tatsächlich mit unbefristeter Aufenthaltsdauer in Bremen und blieben bis heute.

Zack – kurze Zeit später, als sollte es so sein, kamen erst ich und dann meine Schwester zur Welt.

Niemals hätten meine Eltern gedacht, dass sie fast ein ganzes Leben in Deutschland leben. Es geschah einfach. Wie so vieles im Leben.

Um das Heimweh zu lindern, flogen meine Eltern mit uns regelmäßig in die Heimat nach Fernost. Darauf sparten sie fleißig.

In Erinnerung sind mir vor allem die vielen, unendlich langen und langweiligen Flüge geblieben:

Die Spucktüten der indonesischen Airline Garuda, die ich leider auf jedem Flug in Gebrauch nehmen musste, die hübschen Stewardessen, die meine vollgespuckten Tüten lächelnd entsorgten. Sie sahen meiner Mutter alle so ähnlich. Schwarzhaarig mit beneidenswertem Teint, der Königsfarbe der Nylon-Strumpfhosen: Hasel.

Der üble Geruch von Kerosin, die brutale Hitze, die uns wie ein Schlag ins Gesicht im Flughafen von Jakarta begrüßte. Ein wunderschöner Open-Air-Flughafen, der so anders war als alle Gebäude, die ich als Kind bislang in Deutschland gesehen hatte. Keine Wände, dafür verrückte Pflanzen, Wasserspiele, verspielte Dächer, Gold und riesige Ventilatoren, die beruhigend summten.

Am meisten freute ich mich aber auf die Inlandflüge. Da stiegen kurz vor Abflug indonesische Stewardessen ein. Lächelnd, in indonesischer Tracht in der Garuda-Firmenfarbe Türkis, balancierten sie einhändig souverän ein kleines Tablett. Darauf lagen in durchsichtiger Folie eingewickelte Bonbons in allen Farben, auf der Folie war zart das Logo der indonesischen Fluggesellschaft aufgedruckt, der Garuda-Adler.

Ich liebte es, die grünen Bonschen (Bonbons auf Norddeutsch) herauszupicken und strahlte mit den Stewardessen um die Wette. Traurig war ich nur immer, weil die Stewardessen nie mitflogen. Sie stiegen vorne mit vollem Tablett ein und hinten einfach wieder mit dem leeren Tablett aus.

Alle Stewardessen waren mir völlig fremd, doch ich konnte mich immer auf ihren Auftritt im Flugzeug verlassen. Für uns damals kleinen Kinder in der großen, weiten Welt war das wichtig. Ich habe sie immer darum beneidet, dass sie wieder aussteigen durften und ihnen vom Flugzeugfenster aus zugewunken.

Die indonesischen Bonschen-Stewardessen…

Das ist eine der ersten Berührungen mit Indonesien, an die ich mich erinnern kann.

Meine Eltern, Vollblut-Indonesier, gaben stets ihr Bestes, uns Kindern Indonesiens Kultur, Indonesiens Religion, Indonesiens Werte zu lehren. Und so flogen meine Schwester und ich jedes Jahr einmal zusammen mit unseren Eltern in eine Heimat, die nicht unsere war. Und meine Eltern lebten zusammen mit meiner jüngeren Schwester, mir und zwei Reiskochern ein für sie damals fremdes Leben in einem fremden Land.

Von meiner Mutter habe ich die indonesische Craziness, eine abenteuerliche und unternehmungslustige Verrücktheit, nach dem Motto: Klappt schon irgendwie. Sie selber konnte diese Eigenschaft leider nie beruflich ausleben. Selbstverwirklichung oder gar Individualität - davon träumen junge Menschen in Indonesien selbst heutzutage noch. Das Leben der Indonesier ist auf die Familie ausgerichtet und den Glauben, in unserem Fall auf eine sehr traditionelle, katholische Erziehung. So hat auch meine Mutter sich komplett uns hingegeben.

Sie hat ein sehr ausgeprägtes Bauchgefühl. Ich beschreibe das gerne als den siebten Sinn, also der Blick zu etwas hin, wo wir etwas sehen. Ich meine damit nicht das wissenschaftlich erklärte Sehen. Nicht das, was ausschließlich über die Augen in unseren Kopf findet. Meine Mutter sieht und spürt. Und zwar immer alles als Erste. Das ist eine fast mystische Gabe, die viele Indonesier haben. Manche Situationen waren für uns Kinder nicht unbedingt einfacher mit dieser Gabe unserer Mutter. Sie sah halt Dinge, die für uns unsichtbar bis absurd waren. Doch oftmals lag sie nicht ganz falsch.

Ich habe ihre orakelnde Art übernommen und manchmal wünsche ich mir, ich hätte mehr stoische Züge. Ich will nicht immer alles sofort spüren und sehen. Auf der anderen Seite wusste ich an den zahlreichen Gabelungen des Lebens dadurch immer recht schnell, welchen Weg ich nehmen musste und welche Wege ich lieber meide, welche Menschen mir guttun, welche weniger. Schon seltsam, wie wir oftmals erst zuletzt begreifen, was wir zuerst gesehen haben. Kuss, Mama.

Ich gebe zu, in mir bekannten Gefilden kann ich ganz schön bossy sein. Das habe ich von meinem Vater. Sorry Papa, Du warst ein ziemlicher Tyrann für Mama und uns Kids. Aber neulich habe ich in einem schlauen Artikel einer Anthropologin gelesen, dass Mamas dafür da sind, ihre Kinder zu bemuttern und damit zu beschützen, und Papas sich eher in der Rolle sehen, ihre Nachfolger liebevoll anzuschubsen. Das liebevoll hast Du zwar manchmal übersehen, aber es sei Dir geschenkt. Aus der Retrospektive und unter Deinen Voraussetzungen damals hast Du unser Leben mit eigenen Händen auf Deine Art vergoldet.

Für einen waschechten Indonesier ist mein Vater, ein Werder-Bremer-Fan übrigens, extrem extrem Deutsch. Aber was soll ich sagen, außer dass ich jetzt sehr dankbar dafür bin. Ich mag Disziplin, ich mag Ehrgeiz, ich mag Fleiß, ich mag Perfektion. Halt nicht alles immer so übertrieben, Mann …!

So tyrannisch und bestimmerisch mein Vater in dem einen Moment sein konnte, so wahnsinnig lustig war er im nächsten. Auch diese Erfahrung habe ich bei Indonesiern gemacht: Der Humor rettet sie alle – und mich übrigens auch. Kuss, Papa.

Meine Schwester und ich haben uns in unserer Jugend ein bisschen aus den Augen verloren. Unsere Charaktere sind sehr verschieden, unsere Interessen waren anders, unsere Freunde kamen nicht aus der gleichen Hood. Und - sie blieb auch länger in Bremen bei meinen Eltern und damit auch der indonesischen Kultur länger treu als ich. Während ich, auf meinem jugendlichen Egotrip, davon driftete, ohne mir im Klaren darüber zu sein, dass ich dabei meine kostbaren Wurzeln immer tiefer vergrub. Nun, meine Schwester ist auch definitiv die liebere von uns beiden. Kann ruhig mal gesagt werden.

Heute, als Mutter von Ti und Le, bin ich die Patentante und der größte Fan von der kleinen Tochter meiner Schwester. Die Kleine verbindet uns. Kuss, Sister.

Rückblickend sehe ich glasklar, wie schwierig es für meine Eltern gewesen sein muss, sich permanent zwischen den beiden Welten zu bewegen: Ihre eigene Erziehung fortlaufend uns zuliebe an die westliche Erziehung anzupassen. Trotz aller Bemühungen, die indonesische Fahne in unserer Familie hochzuhalten, haben es weder meine Eltern noch die zwei Reiskocher geschafft, mich tiefer zu indonesiensieren. Ich war damals nicht bereit dazu. Ich wehrte mich innerlich. Lernte Indonesisch, aß Indonesisch, besuchte Indonesien, sang die indonesische Nationalhymne, umarmte die indonesische Familie meinen Eltern zuliebe, ohne echtes Interesse. Insgeheim wollte ich hundert Prozent Made in Germany werden – sein, ohne ansatzweise zu ahnen, welch wunderbares Geschenk die Doppelwurzeln doch sind.

Erst heute als fortgeschrittene Erwachsene führe ich Zwiegespräche mit meinem indonesischen Avatar, lasse meine Fragen zu und versuche Antworten zu finden.

Kürzlich habe ich mir das indonesische Wappen, den Garuda-Adler ganz bewusst genauer angeschaut. Ein Menschtier, seine 17 Flug- und 8 Schwanzfedern stehen für den 17. August 1945. Der Tag der Unabhängigkeit Indonesiens. Darunter die fünf Grundsätze des Staats und ganz unten das Motto Indonesiens: Einigkeit in der Vielfalt.

Aktueller denn je.

Mein persönlicher Schnelldurchlauf

Um 1980 durch die Zaubertür ins Millennium.

Klein Dian aufgeregt trippelnd über den Laufsteg der Bremer Glocke, das Zentrum für kulturelle Begegnungen in Bremen. Bremisch-asiatische Deern (Plattdeutsch für junges Mädchen), barfüßig und aufgehübscht in recht einschnürender indonesischer Tracht.

Auf der einen Seite applaudierendes deutsches Publikum, auf der anderen Seite indonesische Frauen des indonesischen Vereins für Indonesier im Ausland, Dharma Wanita, und meine stolze indonesische Mutter. Ich wusste nicht, wem ich mich mehr zuwenden sollte und fühlte mich in erster Linie verkleidet. Aus Unsicherheit bemühte ich mich um ein Allerweltsgesicht, etwas müde, doch am Ende des Abends auch nicht ohne Stolz im Gesicht.

>>>fast forward

Als naiver Teenie ahnungslos auf der Toilette, mit erster Periode, dachte ich wirklich, es sei etwas ganz Schlimmes passiert. Und meine Mutter hatte nichts anderes zu tun, als jubelnd in die Küche zu rennen und Reis in einem der zwei Reiskocher zu kochen. Gelben Reis. Ein Zeichen großer Dankbarkeit, Freude und Demut! Mir war nicht nach Feiern zumute. Ich hatte zwar keine Schmerzen, doch viele, viele Fragen, die in dem Moment unbeantwortet blieben. Es musste etwas Gutes geschehen sein, so wie sich meine Mutter gefreut hatte, und etwas Besonderes, Einmaliges. Wohl doch nichts Schlimmes. Keine Sorge. Inzwischen weiß ich, was los war.

>>>fast forward

Als zahnspangiger, nordischer Backfisch war Bremen für mich damals weder Großstadt noch Dorf. Es war genau richtig, für die ersten Male meines jungen, hungrigen Lebens, eingebettet in eine Clique im Stadtteil Schwachhausen von Bremen. Schwachhausen … Ja, von wegen … Unsere Stärke war es, unterschätzt zu werden. Zugegeben, optisch hatten wir keine Chance gegen die Jugend aus dem Speckgürtel Münchens, wir waren modisch eher sehr bemüht, und Maddins Partykeller trug auch nicht unbedingt dazu bei, den Ruf des Stadtteils Schwachhausen zu widerlegen. Als ob die Zeit schon 1990 stehen geblieben wäre, standen in Reih und Glied staubige Fußballpokale neben Wanderpokalen aller Art, Bacardi-Cola-Flaschen neben gesammelten kleinen Feiglingen, schiefe Fußball-Star-Poster, Unmengen an Fanartikel vom damals großen Hoffnungsträger Werder Bremen. Musikalisch untermalt wurde das Ganze von Take That, a-ha und Nicole. Ein bisschen Frieden – ja, das war es.

Im Partykeller von Maddins Eltern war ich weg von Zuhause und doch behütet. Die Clique teilte die Liebe zu Bremen und Schwachhausen, den gleichen Humor, den Wahnsinn, die Hoffnung, dass Werder Bremen an der Spitze bleiben würde. Und an ganz schlechten Abenden teilten wir sogar unser Pils.

Der Partykeller war für mich nicht nur ein bisschen Frieden, sondern auch Freiheit zugleich. Maddins Partykeller verpasste mir unwiderruflich die norddeutsche Note und prägte mich bremischer und bremischer und bremischer.

>>>fast forward

Dian, die Abiturientin.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich die Schule und das Abitur in Bremen so aus der Rolle gebracht hätten. Aber der wilde Cocktail aus Pickeln, ersten Küssen, engem Schwofen, indonesischen Eltern und deutschen Freunden machte mich ziemlich schwindelig. Keine Chance, meiner Identität auf die Spur zu kommen.

In meiner jugendlichen Verirrung und Verwirrung war ich deshalb umso dankbarer für die ach so simple Bremer Schule und das ach noch so simplere Bremer Abitur. Denn dadurch blieb im Pubertätsnebel genügend Zeit für eine Flucht in ein Tagträumchen meiner Wahl. Das Abitur war Nebenprogramm und mit 18 Jahren irgendwie plötzlich in meiner Tasche.

>>>fast forward

Dann kam der Moment, als sich mein Vater - in Indonesien der Patron der Familie - wieder vehement einmischte und mich mit Vitamin B in eine renommierte Bremer Werbeagentur steckte. Rückblickend gesehen, hatte ich dort eigentlich nichts zu suchen. Ich bin ihm dennoch dankbar für diesen kurzen Abstecher, denn bekanntlich ist der Weg das Ziel und da ich noch nicht ansatzweise mit den Füßen auf irgendeinem Weg war, stimmte ich der Fremdbestimmung nickend zu.

Die Ausbildung zur Druckvorlagenherstellerin in dieser Werbeagentur war sicher der falsche Kanal für meine noch fest in mir schlummernde Kreativität. Der Druck, der bereits im Ausbildungsnamen steckt, die Regeln, die Eintönigkeit der echten Arbeitswelt gefielen mir nicht. Das verdiente Geld war mir nicht wichtig. Ich hatte zuhause meine Eltern als Chefs und außerhalb des Elternhauses nochmal neue Bestimmer: meine Vorgesetzten. Der berufliche Alltag ermüdete mich schnell. Ich wollte mehr und als ich das begriffen hatte, war der Leidensdruck endlich groß genug, um aus meiner Schale zu krabbeln.

>>>fast forward

Den Flaum noch auf dem nordisch-asiatischen Köpfchen, Werder Bremen grün/weiß hinter den Ohren, beschloss ich mutig, Mode-Design zu studieren. Den Überredungskünsten und Untergangsszenarien meines Vaters trotzend und mit Hilfe meiner mutigen Mutter kreierte ich zuversichtlich, selbstbewusst und mit Freude Arbeitsproben für eine Bewerbungsmappe, stellte mich an drei Fachhochschulen für Design vor, erhielt zweimal eine Zusage - in Pforzheim und in Hannover. Ich entschied mich für die Weltstadt Hannover und zog 1994 dorthin - in meine erste WG.

Was mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst war - es war die Tür zur Freiheit, aber auch der Beginn der kompletten Distanzierung zu meiner eigentlichen Kultur. Und ausgerechnet meine Eltern unterstützten mich dabei. Mein mutiges Freischwimmen hatte seinen Preis. Aber das war mir zu dem Zeitpunkt schnuppe.

>>>fast forward

Hannover war vier Semester Mode-Design-Studium mit Diplom. Hanno war meine erste WG, meine erste Beziehung, Hanno war Abnabelung, Hanno war Freiheit, Hanno war jobben, Expo, Cebit, Hanno sind meine Fashion-BFFs (Best Friends Forever), Hanno ist der Mövenpick am Kröpcke - und Hanno ist nicht Norddeutschland.

Unterm Strich war Hanno eine Zwischenstation. Eine schöne Zwischenstation, um mich zu entwickeln, auszuprobieren, kreativ zu sein. Eine herrliche, bequeme, unabhängige, sehr lustige und tüdelige Party. Mit Kräften, von denen ich heute nur träumen kann, die ich aber in meinen Zwanzigern noch nicht gezielt bündeln konnte oder wollte. Ich war ausgestattet mit der prachtvollen Ausstrahlung einer japanischen Kirschblüte, die nur einen kurzen Moment im Jahr ihren Auftritt hat.

Nur leider verschlief ich diesen Moment im Rausch des Booms damals. Verflixt.

Weg von Zuhause, in Hanno, ließ ich mich blenden von der neuen Freiheit, ließ mich fallen in den Flow des Westens, hegte und pflegte mein entdecktes Ego und zerschmolz mit meiner ersten Beziehung zu einer westlichen Person.

Das Mode-Design-Studium schulte dabei mein oberflächliches Auge. Es ging vier Semester lang tagtäglich um Klamotten. Ich lernte Einzigartigkeit, Individualität, Stil, Out of the box-Denken. Alles Werte, die der fernöstlichen Kultur fremd sind.

Und dann >>>fast forward please

Nach vier Semestern Mode-Design-Studium in Hanno und einem 1A-Diplom zog es mich weiter - also webte ich an meinem Lebenslauf, schrieb mit freundlichen Grüßen Bewerbungen an große Firmen der Modebranche, die allesamt in Bayern ansässig waren.

Und dann >>>fast forward – Stopp, landete ich 2001 das erste Mal am S-Bahnhof der Linie S6 direkt am Starnberger See. Der See, die Alpen im Hintergrund und der blau-weiße Himmel umarmten mich auf eine Art, die mich nicht mehr losließ. Und ich fühlte, dass es gut war.

>>>fast forward vom Studentenleben ins Working Level. Nur kurz.

Ich hangelte mich von einem Mode-Design-Praktikum zum anderen, vom Frauenmagazin zum Hochglanzmagazin. Ich versteckte mich in der Requisite vor verantwortungsvollen Aufgaben und glänzte interessanterweise mit asiatischen Werten wie Freundlichkeit und Zurückhaltung. Vielleicht war es die gute fernöstliche Kinderstube, vielleicht war es aber auch mangelndes Selbstbewusstsein, vielleicht war es beides, das eine bedingt durch das andere. Ja, Faulheit könnte natürlich auch ein Grund gewesen sein.

Nach vier Praktikums dieser Art sprechen wir von der Mehrzahl Praktika, und meine erste Festanstellung nach also diesen Praktika war in der deutschen PR-Abteilung eines französischen Luxusmodeherstellers in München. Dort prallte ich mit voller Wucht auf eine andere Welt: die Welt des Geldes und des Kapitalismus.

In dieser Firma wurde auf sehr hohem Niveau und beeindruckend kreativ gelehrt, was Innovation heißt und wie dieses gekonnt, konsequent und meisterhaft in kostbare Handwerksarbeiten umgesetzt wurde, die ihren sündhaft teuren Preis wert sind. Ich kam fast nebenbei in Berührung mit dem Thema Nachhaltigkeit und bekam ein Gefühl für Wertschätzung – und, einer geht noch – Achtsamkeit. Diese Erfahrungen flossen in eine Haltung, in meine Denke, sie formten meinen Stil und kitzelten mich wacher, als es vorher jemand oder etwas geschafft hatte.

>>>fast forward

Nach fast drei Jahren Öffentlichkeitsarbeit in der Firmenfarbe Orange bekam ich Lust auf andere Farben und ankerte in einer kleinen, feinen Agentur. Dort lernte ich CJ kennen, meine damaligen Chefs und Role-Models in vielerlei Hinsicht. Sie waren sehr deutsch und kosmopolitisch zugleich, mit großem Faible für Italien und Asien. Der Zeitpunkt, an dem mir zum ersten Mal auffiel, dass ich eigentlich punkten könnte, würde ich mehr über Indonesien wissen …

2006 bis zu meiner persönlichen Wende.

Ein paar Drinks weiter stieß ich über eine Handvoll Lieblingsfreunde auf den Ernst. Zum Glück habe ich ihn mit seinem Spitznamen Ente kennengelernt. Denn Ernst ist kein lustiger Name.

Ente lächelte meine pseudo-tussigen Allüren einfach weg und während ich heute immer noch nach meinem wahren Ich suche, erkannte er die kostbare Mischung der norddeutsch-indonesischen Anlagen auf Anhieb und liebte sie vom ersten Moment bedingungslos und immer fort.

Ich erkannte dafür alsbald, dass hinter Entes beeindruckender Mannes Masse eine Güte steckt, die ihn für mich einzigartig und liebenswert macht. Und bevor jemand anderes unsere geheimen Alleinstellungsmerkmale enttarnte oder zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war, schnappten wir uns ganz schnell gegenseitig von der Straße weg. Das feierten wir leidenschaftlich, ausgiebig. Wir waren Yin und Yang in Form eines zufriedenen Äffchens, in den Armen eines lächelnden Gorillas.

>>>fast forward

In Indonesien gibt es Namen für die Geburten-Reihenfolge der Kinder, wie zum Beispiel Wayan für den Erstgeborenen und Made für den Zweitgeborenen und so weiter.

So kamen im kurzen Abstand und in dieser Reihenfolge unsere kostbaren Schätze zur Welt: Wayan Ti und Made Le.

Plötzlich Mutter, irrte ich konzeptlos durch Phasen von unzähligen Phasen, mein einziger Orientierungspunkt war das gelbe U-Untersuchungsheft der Babys, das mir schwarz auf weiß bestätigte, dass alles gut war und Wayan Tis Black-beauty-Kulleraugen, seine Sumoringer-Speckröllchen sowie Made Les vor Neugierde funkelnden Augen und das freche Grinsen auf ihrem vollen Kussmund sorgten jeden Tag und jede Nacht dafür, dass meine Hormone in Schwung blieben und Ente und ich glückselig waren.

Die Babyjahre verflogen im Nu und während ich die Versorgung und Pflege der beiden schön brav aus Büchern entnahm, war die Erziehung viel kreativer und improvisierter. Instinktiv angepasst an die eigene erlebte Erziehung, intuitiv asiatisch mit dem Prädikat Made in Germany. Wayan Ti und Made Le sind äußerlich das, was ich innerlich bin. Deutsch-Indonesisch.

Sie verbanden uns wieder stärker mit unseren Familien. Sie werden auch der Grund dafür sein, dass wir uns später auf die Reise nach Indonesien machen.

>>>fast forward

Aufgewachsen in einer Stadt, studiert in einer Stadt, arbeitend in einer Stadt, beschrieb ich mich gerne selber als Stadtmensch.

Aber dann gab es diesen einen Moment im Hochsommer. Ich stand in einer elend langen Schlange vor dem Freibad mit Wayan Ti schnullernd auf dem Laufrad und Made Le quengelnd im quietschgrünen Kinderwagen. Es war abartig heiß und ich spürte, dass die Stimmung meiner zwei jungen Followers zu kippen drohte, sollten wir noch lange in der Schlange stehen müssen. Dort in der Menschenschlange vor dem Freibad wurde mir direkt klar, dass wir ausziehen müssen – aufs Land.

>>>fast forward

Was sein wird, wird sein und es kam, wie es kommen musste.

Wir zogen in das Blaue Land mit dem Starnberger See vor der Tür, in ein Architektenhaus in einem Kaff, das mehr Kühe als Einwohner hat. Mit diesem Umzug kehrte ich der Stadt den Rücken. Plötzlich war ich nicht nur Mutter, ich war auch eine der wenigen Quoten-Asiatinnen in einem sehr bayerischen Dorf - und fand es toll.

Nur ein einziges Mal wurde ich an mein für Bayern wohl sehr fremdes Aussehen erinnert, als mich eine Einheimische aus STA in ihrem großen Auto zu sich winkte und nett gemeint meinte: Sie, hier in Deutschland fährt man schnell Auto! Dabei haben die Kinder und ich auf unseren Fahrrädern nur die Straßenseite gewechselt, sogar mit Hand raus. Ich verblüffte sie mit meinem native German und fragte: Wer sind Sie?! Worauf sie verwirrt wegzuckelte.

Das war aber auch schon die einzige Irritation. Ansonsten lehrte mich das neue Landleben, dass Autos mit Heckantrieb nicht gut sind im Tiefschnee und dass es auf dem Land noch viel mehr Wetter gibt. Ich lernte, wie man Traktoren und Kühe auf der Landstraße schneidig überholt, was ein Waldkindergarten ist, dass Bio wichtig ist, was Ruhetage sind und dass ich unbedingt schicke Funktionskleidung brauchte. Am besten für die ganze Familie.

>>>fast forward

Für Wayan Ti und Made Le war es ein wahrhaftiges Bullerbü-Leben auf dem Land. Sie gediehen zu fröhlichen, gesunden, motorisch gewandten Waldkindergartenwonneproppen. Einmal WaKiGa und du bist für den Rest deiner schulischen Laufbahn im positiven Sinne versaut. Ein Grund, warum wir die Kinder später auf Alternativschulen schickten.

Auch Ente und ich lebten und liebten unser gediegenes Landleben, bis es uns zu gemütlich wurde und die Schnakenplage in unserem Kuhkaff unerträglich.

>>>fast forward

Wir wagten einen flotten und todschicken Eigenbau in Lakecity, die Krim am Starnberger See. Weder zugehörig zum Ostufer noch zugehörig zum Westufer, autonom in der südlichen Mitte des Sees und dank der Autobahn und der Werdenfelsbahn ist man ruckizucki in München.

Lakecity empfing uns herzlich mit offenen Armen. Lakecity war die Fortsetzung von Bullerbü für die Kinder. Lakecity war für Ente eine paradiesische Oase nach Feierabend. Lakecity gestattete mir meine Startup-Aktivitäten, als ich zum Beispiel eifrig schicke Funktionsbekleidung entwarf und diese an die perfekte Zielgruppe Starnberger See verkaufte. Lakecity verzieh mir auch, als ich kurz vor dem aussichtsvollen Boom des kleinen Mode-Unternehmens das Handtuch schmiss, um wieder etwas Neues auszuprobieren. Lakecity ist übertrieben schön. Und doch war ich dort so ruhelos wie nie zuvor.

>>>fast forward

Ich nahm mir ein ganzes Jahr Zeit, zu sein. Ohne übermäßige Verpflichtungen oder große Unternehmungen, rein ohne, dass viel passierte. Ich begann zu reflektieren und realisierte, wie schnell die Zeit verflogen war. Nicht, weil ich zu wenig Zeit hatte, sondern weil ich von allem zu viel hatte. Demut vermischte sich mit schlechtem Gewissen, als ich mich länger im Spiegel betrachtete.

Im selben Augenblick entdeckte ich meinen Asian Avatar.

Rang-tan

Frühling 2018.

Ich war zu früh und nutzte die Zeit, mich in einem neuen Conceptstore umzuschauen und blieb an einem in Bronze getünchten Orang-Utan stehen, der desinteressiert an mir vorbeischaute. Doch ich wusste genau, dass er mich beobachtete.

Einige Stunden später befreite ich ihn aus dem pinken Seidenpapier und dekorierte ihn sehr präsent mitten im Headquarter: dem Küchentisch, mit Blick auf die tiefschwarze, spiegelglatte Ceran-Herdplatte. Ein neuer Küchenfreund für Dich mein fremder Asian Avatar - und mich. In Gesellschaft dieser beiden fühlte ich mich nicht mehr so einsam. Erstaunlich wie schnell ich eine Beziehung zu diesem Deko-Ding, zu einem Holzaffen aufbauen konnte. Ich nehme an, es ist eine tiefe Sehnsucht in mir, von Primaten umgeben zu sein.

Ich mag Orang-Utans, Affen – Menschenaffen. Orang-Utans leben auf den indonesischen Inseln Borneo und Sumatra, sind intelligente Waldmenschen, Einzelgänger und leider extrem bedroht. In Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos ist der Orang-Utan sogar heilig.

Zugeneigt schaute ich mir meinen neuen Freund genauer an. Mir gefiel sein gekonnt in Szene gesetztes, massiv gelangweiltes Pokerface, das sagen will: Du siehst aus, als ob ich einen Drink brauche…

Schlau. Weise. Mein Humor. Welcome Rang-tan! Asian Avatar, Du und ich, wir werden lustige Zeiten miteinander haben! Ich freute mich darauf, uns kennenzulernen und erwischte mich immer häufiger dabei, wie ich Gespräche mit mir, meinem Asian Avatar und Rang-tan führte. Dabei war ich die, die redete, die, die zuhörte und die, die die Fragen stellte. Keine Sorge. Viele Fragen bleiben offen. Eine Frage gab mir am meisten zu denken:

Bin ich deutscher als mir lieb ist?!