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Das kompakte Handbuch zu Ihrer Kamera mit 211 farbigen Abbildungen! Es zeigt Ihnen, was alles in Ihrer Olympus E-3 steckt und wie Sie die Kamera in der Fotopraxis sicher und zielführend bedienen. Der Autor erklärt nicht nur den Nutzen der vielen Funktionen, Menüs und Programme der Olympus E-3, sondern führt Sie auch in die grundlegenden Themen Schärfe, Belichtung und Lichteinsatz ein. Und auch beim Aufbau Ihres eigenen DSLR-Systems lässt Sie das Buch mit seinem umfangreichen Zubehörratgeber nicht im Stich. Hierbei handelt es sich um das Originalmanuskript mit zusätzlichen Kapiteln!
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Seitenzahl: 209
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Inhalt
Titel
Vorwort
Loslegen mit der Olympus E-3
Kamera auspacken
Kurzanleitung, Garantiekarte und Software
Videokabel, USB-Kabel, Akku und Ladegerät
Akku laden und einlegen
Akku einlegen
Kamera einschalten
Live View
Akku für den Notfall
Objektive anschließen
Four-Thirds-System
Four-Thirds-Objektive
Objektiv entriegeln und wechseln
Der Live-CMOS-Sensor
Ultraschallreinigung des Sensors
Speicherkarte einlegen
CompactFlash- und xD-Karten
High-Speed-Speicher
Serienbilder speichern
Auslöser drücken
Im Live-View-Modus
Programmwahl
Einstellung und Funktionen
Aufnahmemenü 1
JPEG, JPG
Aufnahmemenü 2
Autofokusmodus
Autofokusmessfeld wählen
BKT: Bracketing
Wiedergabemenü
PictBridge und DPOF
Einstellungsmenü 1
A: Autofokus & Co.
Wirkungsweise des AF-Hilfslichts testen
B: Belegung von Tasten und Drehrädern
C: Auslösung
D: Display / Fernbedienung / PC
E: Belichtung
F: Individuelle Blitzeinstellungen
G: Kompression / Farbe / Weißabgleich
H: Aufnahmen und Löschen
I: Utility
Einstellungsmenü 2
INFO-Taste bei Wiedergabe
INFO-Taste bei Aufnahme
Verwacklungsschutz
Faustformel
Unterschiede bei der Kamerahandhabung
Verwacklungsschutz aktivieren
Licht und Schärfe
Belichtungsautomatik
Richtige Belichtung
Vor der Automatik sind alle Karten grau
Richtige Fokussierung
Phänomen Schärfentiefe
Programmautomatik
Blendenöffnung und Belichtungszeit
Blendenvorwahl (A, Zeitautomatik)
Zeitvorwahl (S, Blendenautomatik)
Manuelle Einstellung (M)
High Key und Low Key
Belichtungskorrektur
Schärfung
Quelle der Unschärfe
RGB
Weißabgleich
Kaltes Licht ist heiß
Neutral oder romantisch?
Landschaft, Architektur, Weitwinkelaufnahmen
Harmonische Bildaufteilung
Blendenvorwahl vs. Motivprogramm
Arbeiten mit Belichtungsreihen
Arbeiten mit Weitwinkelobjektiv
Fotografieren mit Weitwinkelobjektiv
Einstürzende Neubauten
Experimente mit Perspektive
Spezialfall Fisheye-Objektiv
Makro-, Nah- und Portraitaufnahmen
Fokus im Nahbereich: diffizil
Makrofotos nur mit Stativ
Porträtfotos mit Makroobjektiv
Teleaufnahmen und Sport
Verwacklungsgefahr bei Sportfotos
Lieber Rauschen als Verwischen
Vorsicht Datenstaugefahr
Mittenbetonte Messung
Schnappschüsse, Menschen, Tiere
Hohe Empfindlichkeit auf Partys
Mehr Einfluss auf die Kameraparameter
Fotografieren mit Blitz – und ohne
Vor- und Nachteile des Blitzens
Mittel gegen rote Augen
Fotografieren mit Vorblitz
Näher ran ans Motiv
Grenzen des Blitzgeräts
Blitz mit Beleuchtung kombinieren
Wenn der „zweite Vorhang“ fällt …
TTL, AUTO und manuell
Zusatzblitzgeräte an der E-3
Blitzgerät aus dem Sortiment von Olympus
Blitzgerät mit Synchronzoom
Schluss mit dem AF-Blitzstakkato
Die Leitzahl: PS des Blitzgeräts
Berechnung der Leitzahl
Spezialblitze für Makrofotos
Fotolampen
Kaltspiegelreflektoren gegen Brandgefahr
Fotoleuchten mit Energiesparlampen
Weißabgleich für Leuchtstoff-Fotoleuchten
Stative für Spiegelreflexkameras
Kugelkopf: Flotter als Schwenkköpfe
Kopfüber aufnehmen
Praxis der Nachtaufnahme
Richtig belichten im Dunkeln
Nachtaufnahmen sind rauschkritisch
Schwierig: Scharf stellen im Dunkeln
Rotlichtnutzer sehen mehr
Kleine Objektivkunde
Four-Thirds-Objektive
Olympus-Objektive
Sinnvolles Zubehör
Kamerataschen und -rucksäcke
Speicherkarten und Kartenlesegeräte
Ersatzbatterien
Schutz- und Unterwassergehäuse
Schutzfolien
Suchermuschel
Reinigungsgeräte
Filter und Vorsatzlinsen
UV-/Skylightfilter, Polfilter und Graufilter
Telekonverter und Zwischenringe
Olympus-Infrarotfernauslöser RM-1
Olympus HLD-4 Power Grip
Die Technik der RAW-Fotografie
Grenzen der Bildbearbeitung
Gratiszugabe Olympus Master
Updaten von Kamera und Objektiven
Rudimentäre Bildbearbeitung
Kontraste anheben
Olympus Studio: Die Deluxe-Version
Farbsäume korrigieren
Bekannt, gut, aber teuer: Adobe Camera Raw und Lightroom
Farbstiche eliminieren
Silkypix – die japanische Alternative
Grenzen von RAW
DNG – das digitale Negativ
Profis und das DNG-Format
Index
Impressum
Das kompakte Handbuch zu Ihrer Kamera
211 Abbildungen
Wolf-Dieter Roth
Miller E-Books
Olympus €-3 war das zweite einer Reihe von Büchern über die technisch innovativen Olympus-Kameras, das ich aus Begeisterung für dieses digitale Spiegelreflex-System geschrieben habe. Ich selbst war mit der Olympus €-330 auf dieses DSLR-System (engl: digital single-lens reflex) umgestiegen: Einerseits wegen der Live View, des Monitorbilds, das zuvor nur einfache digitale Kompaktkameras, doch keine digitale Spiegelreflexkamera bot, das ich aber sehr schätze, weil mich „Sucherguckerei“ als Brillenträger eher nervt. Andererseits wegen der hier verfügbaren extremen Weitwinkeloptiken und der generell hohen optischen Qualitäten, die zu diesem Preis kein anderes DSLR-System bot.
Olympus €-3 wurde etwa 1000 Mal verkauft und gehört zu einer erfolgreichen Reihe von Büchern über Olympus-DSLR-Kameras. Dass Olympus €-3 nicht die Verkaufszahlen meiner anderen Olympus-Bücher erreichte, hatte auch konzeptionelle Gründe: Die „Foto-Pockets“ waren sehr knapp gehalten und richten sich an Einsteiger, die Olympus E-3 ist jedoch eine Profikamera. Außerdem sind die Verkaufszahlen teurerer Profikameras natürlich geringer als die preiswerterer Einsteigerkameras – und damit auch die der zugehörigen Kamerabücher.
Damals wollte sich kein anderer Autor mit dieser zuvor jahrelang nur noch für Kompaktkameras bekannten Traditionsmarke beschäftigen. Leider änderte sich dies mit dem Erfolg: Ein Autor, der früher neben allen anderen Systemen auch gelegentlich über Olympus-Kameras geschrieben hatte, wurde nun auf Anregung seines Verlags wieder aktiv und der Lektor meines Verlags ersetzte mich über Nacht durch einen neuen Autor, der nicht wie ich erst nach Feierabend, nach Abwicklung meines Tagesjobs, mit ihm telefonieren konnte.
Der Verlag setze in den Folgejahren nun alles daran, dass ich auch bei anderen Verlagen nicht mehr über Olympus-Kameras schreiben durfte, weil der Markt für nunmehr drei Autoren und Verlage nicht groß genug war und die Qualität der anderen Bücher anscheinend nicht ausreichte, um diese ohne juristische Mittel ausreichend zu verkaufen:
Man verbot mir kurzerhand auf dem Rechtsweg, weiter meine eigenen Fotografien in meinen Büchern zu verwenden. Die Rechte hieran waren unbemerkt mit dem „Kleingedruckten“ im Vertrag an den Verlag übergegangen und als dieser bei einem späteren Olympus-Kameramodell (€-620) mit dem neuen Autor zwei „Konkurrenzbücher“ zu meinem bereits erschienenen €-620-Buch herausbringen ließ, machte dies die Anwendung des Wettbewerbsrechts möglich: Mein €-620-Buch wurde wenige Tage vor Weihnachten 2009 aus dem Handel zurückgerufen und die gesamte noch nicht verkaufte Auflage vernichtet. Statt des erhofften Honorars für ein Jahr Arbeit sollte ich nun sogar noch Schadensersatz zahlen!
Der neue Autor meinte dann, ich solle mich doch nicht grämen, sondern mit meinen Lieben Weihnachten feiern – doch genau das war mir aufgrund des Honorarausfalls und der angekündigten Schadenersatzforderungen nicht möglich.
Jetzt, etliche Jahre später – bei Kamerabüchern, die sich nur ein halbes Jahr wirklich gut verkaufen, ist dies eine Ewigkeit – habe ich endlich die Rechte an meinen Fotografien zurückerhalten und veröffentliche nun die Originalmanuskripte. In diesem Buch finden sich also teils andere Formulierungen als in den gedruckten Exemplaren sowie Kapitel, die seinerzeit vor dem Druck gestrichen wurden, um die geplante Seitenzahl nicht zu überschreiten. Sie bekommen also noch etwas mehr fürs Geld. In diesem Buch sind dies unter anderem die Kapitel über RAW-Bearbeitung und Olympus-Software sowie einiges Zubehör.
Der Grund für diese Wiederveröffentlichung ist, dass ich all die Jahre von Lesern um die Originalmanuskripte gebeten worden war, da einige der Bücher nie veröffentlicht wurden, andere ausverkauft waren, doch ich meine Manuskripte eben nicht mehr aus der Hand geben durfte. Ein Geschäft werde ich mit den alten Büchern jetzt zwar nicht mehr machen, aber es soll ein Dank an meine Leser sein, die mit den Büchern trotz einiger konzeptioneller Einschränkungen – sie waren fast alle auf 128 Seiten im Postkartenformat beschränkt – recht zufrieden waren und jahrelang oft höhere dreistellige Summen für die wenigen nicht vernichteten, gebraucht gehandelten Exemplare gezahlt haben.
Als E-Book gibt es natürlich Einschränkungen beim Layout – alle Bilder sind gleich groß/klein und Info-Kästen oder Bildunterschriften sind als solche grafisch nicht so klar erkennbar wie in einem gedruckten Buch. Doch immerhin geht es inzwischen überhaupt, so viele Fotos gut erkennbar in ein E-Book zu packen und ein E-Book-Leser, ein Handy oder ein Tablet sind inzwischen tatsächlich so wie ein Taschenbuch als Begleiter zur Kamera auch unterwegs nutzbar.
Neue Olympus-Kamerabücher sind von mir nicht geplant – ich habe kein Interesse an weiteren Auseinandersetzungen mit meinem ehemaligen Verlag und dessen neuen Autor und sehe ebenso wie die Käufer, die sich seinerzeit lautstark über die merkwürdige Olympus-Kamerabuch-Inflation beschwerten, keinen Sinn darin, mich auf einem doch leider eher kleinen Nischenmarkt auch noch mit Konkurrenten streiten zu müssen – auch meine Bücher konnten die Verbreitung der Olympus-Kameras leider nicht wesentlich erhöhen.
Mit diesem Buch zu Ihrer Olympus-Kamera wünsche ich Ihnen aber nun viel Freude und Hilfe beim Fotografieren!
Buchloe, Frühjahr 2013 Wolf-Dieter Roth
Endlich – die neue Kamera ist zuhause und liegt ausgepackt auf den Tisch. Was jetzt? Ganz einfach, lesen Sie das erste Kapitel dieses Foto-Pockets, dann erfahren Sie, wie ihre neue digitale Kamera tickt: Technische Grundlagen, die ersten Einstellungen für den Start und die wichtigsten Handgriffe für die ersten Aufnahmen.
Was sind die Gründe dafür, dass Sie sich die Olympus E-3 zugelegt haben? Sie möchten einfach nur eine digitale Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven, die auf dem neusten Stand der Technik ist und mit über 10 Megapixeln Auflösung und schnellem Autofokus herausragende Bildqualität liefert? Sie haben bereits Erfahrungen mit analogen Spiegelreflexkameras gemacht und wollen deshalb die Qualität eines Spiegelreflexsuchers nicht mehr missen? Sie kennen den Komfort der früheren OM-Spiegelreflexkameras von Olympus und möchten diesen auch im Digitalzeitalter behalten?
Sie haben bereits Erfahrungen mit digitalen Kompaktkameras gemacht und möchten die bessere Bildqualität einer professionellen Spiegelreflexkamera, ohne deshalb den Komfort des Live-Monitorbilds aufgeben zu müssen? Sie sind am besonders reichhaltigen, ohne Kompromisse auf digitale Bildsensoren berechneten Objektivsortiment von Olympus interessiert, in dem auch Superweitwinkel kein Problem darstellen? Sie bevorzugen einen Bildstabilisator in der Kamera statt fünf davon in entsprechend teureren und schwereren Objektiven? Oder Sie haben bereits eine Kamera und Objektive des Olympus-E-Systems und wollten Ihre Ausrüstung modernisieren?
Als Kit besonders günstig: die Kombination aus E-3 und lichtstarkem und dank SWD schnellen Standardzoom 12 bis 60 mm
Was auch immer Ihr Kaufmotiv war, Sie haben nun eine der interessantesten Digital-Spiegelreflexkameras, die zurzeit zu bekommen ist.
Dieses Buch soll allen, die Fotografie nicht professionell oder als Haupthobby, sondern als eine „schöne Nebensache“ betreiben und daher nicht Stunden schmökern wollen, die Olympus E-3 im Speziellen ebenso wie die über das „Knipsen“ hinausgehende Fotografie allgemein etwas näherbringen. Fotografieren ist keine Geheimwissenschaft, aber eine gute Kamera und eine Gebrauchsanleitung alleine machen auch noch keinen guten Fotografen. Und auch wenn es mit der digitalen Fotografie leichter geworden ist, zu experimentieren und aus Fehlern zu lernen, so haben sich die eigentlichen Grundlagen nicht geändert.
Zwar richtet sich die Olympus E-3 eigentlich nicht an Neulinge in Sachen digitaler Spiegelreflexfotografie, doch genau deshalb unterstützt sie diese auch weniger als die einfacheren Modelle der E-Serie. Hier hilft dieses Buch, indem es sicherheitshalber auch mal Dinge erklärt, die „alte Hasen“ eigentlich wissen, aber ambitionierte Quereinsteiger vielleicht noch nicht. Und keine Sorge: Auch und gerade eine „Profikamera“ ist einfach zu bedienen – wer beruflich fotografiert, braucht ein einfach und schnell zu bedienendes Gerät.
Handlich, übersichtlich und wirklich einfach zu bedienen – die Olympus E-3
Angenehm übersichtlich: Zwei Rändelräder vorn und hinten zur manuellen Einstellung von Parametern und der Menüwahl, Auslöser, Tasten für Beleuchtung, Weißabgleich, Belichtungskorrektur und Empfindlichkeit rechts sowie zur Wahl von Automatikmodus, Serienaufnahmen, Autofokus- und Blitzeinstellung, zum Blitzausklappen und Funktionsdruckknopf links bieten alle Funktionen, auf die der Fotograf schnell zugreifen muss.
Durchdachte Anordnung der Bedienelemente
Zur Olympus E-3 wird neben der Garantiekarte und einer gedruckten Anleitung auch eine Kurzeinführung auf DVD-Video mit Statements einiger Fotografen mitgeliefert, während der Unsitte, eine Anleitung nur auf CD-ROM beizulegen, nicht entsprochen wird: Die CD-ROM enthält vielmehr die Software Olympus Master 2 und eine Testversion von Olympus Studio. Die gedruckte Anleitung ist allerdings nicht so robust wie dieses Buch und für eine Reise nur bedingt geeignet.
Garantiekarte, Anleitung, DVD-Demovideo (30 Minuten) sowie die Software Olympus Master 2 und eine Testversion von Olympus Master Studio
Videokabel und USB-Kabel sind bei der Olympus E-3 im Gegensatz zu anderen Kameras des E-Systems gleichzeitig verwendbar. Nützlich ist dies, wenn die von der Software Olympus Studio ab Version 2.1 gebotene Video-Live-View genutzt werden soll, bei der die Software die Kamera steuert und das Live-View-Bild als Videosignal an einen TV-Monitor geleitet wird.
Das Standardladegerät BCM-2 lädt einen leeren Akku jedoch in fünf Stunden schonend und vollständig auf. Es ist sehr kompakt und leicht: gut für die Reise.
Netzkabel, Videokabel, USB-Kabel, Akku BLM-1 und Ladegerät BCM-2
Wie bei fast jedem modernen tragbaren Elektronikgerät sollte vor der Benutzung als Erstes der Akku der E-3 vollständig geladen werden, was bis zu fünf Stunden dauert. Wer hier ungeduldig ist und gleich mit ungeladenem Akku loslegen will, verkürzt unnötig dessen Lebensdauer. Also erst mal den Akku ins Ladegerät setzen, dieses mit dem Netzkabel an eine Steckdose anschließen und in Ruhe dieses Buch und die Kameraanleitung lesen. Erst wenn die Kontrollanzeige am Ladegerät von Rot auf Grün umschaltet, ist der Akku betriebsbereit und kann in die Kamera eingesetzt werden.
Erst laden, dann fotografieren: Solange die rote Lampe leuchtet, ist Fotopause.
Dass der Akku nicht in der Kamera geladen wird, mag auf den ersten Blick umständlicher erscheinen, ist jedoch sehr vorteilhaft, wenn man sich noch einen zweiten Akku anschafft und beispielsweise auf einer Veranstaltung fotografiert: Ist ein Akku leer, kommt er ins Ladegerät undder zweite in die Kamera.
Ein Akku sollte immer in der Kamera verbleiben. Im Gegensatz zu Einwegbatterien ist kein Auslaufen zu befürchten, doch andernfalls geht das eingestellte Datum verloren. Damit der Akku außerhalb der Kamera nicht versehentlich an Metallteilen kurzgeschlossen wird, was Brände auslösen kann, wird eine Schutzabdeckung mitgeliefert.
Die Form bestimmt, wie der Akku ins Kameragehäuse gesteckt werden muss, Verpolung ist ausgeschlossen. Um den Akku zu entnehmen, müssen Sie das verriegelte Batteriefach öffnen und zusätzlich den rosa Schnapper entriegeln. Der Akku springt dann aus seinem Fach. Unbeabsichtigtes Auswerfen des Akkus oder Wackelkontakte, die zu Datenverlust führen, werden so vermieden.
Der Akku der Olympus E-3 ist in der Kamera sicher verpackt.
Ist der Akku geladen, unten in der Kamera verstaut und ist ein Objektiv montiert, lässt diese sich einschalten. Der Einschalter ist der Hebel rechts unterhalb des Monitors. Er ist bei der E-3 extra etwas abgelegen angebracht, angeblich auf vielfachen Kundenswunsch, um versehentliches Ein- oder gar Ausschalten der Kamera zu vermeiden. Verwechseln Sie ihn nicht mit dem Schalter zum Öffnen des Speicherkartenfachs rechts daneben.
In Sachen „Einschalter“ ist Olympus übrigens gebranntes Kind: eine der ersten Olympus-Digitalkameras sah zwar endlich einmal aus wie eine Kamera, nicht wie ein Taschenrechner wie die damals üblichen Casio-Knipsen, doch hatte sie den Einschalter ausgerechnet da, wo normale Kameras den Auslöser haben! Verständlich also, dass man heute sehr genau über die Anordnung des Einschalters nachdenkt.
Einen Programmwahlschalter wie die meisten Digitalkameras hat die E-3 nicht. Dies irritiert zunächst, doch ist dieser in der Praxis das am meisten ungewollt verstellte Bedienelement an den üblichen Digitalkameras, ob Kompakt- oder Spiegelreflex-Modell: Wie viele Aufnahmen sind schon daneben gegangen, weil sich wieder einmal nach einem unbemerkten Dreher ein „Portraitmodus“ oder die falsche Automatik zugeschaltet hatte. Szenen-/Motivprogramme hat die E-3 ohnehin nicht, da sie für Profifotografen gedacht ist, die nicht auf solche Voreinstellungen zurückgreifen. Die Umschaltung zwischen den Betriebsarten P, A, S, M und der BULB-Belichtung erfolgt stattdessen durch Drücken des MODE-Tasters und gleichzeitigem Drehen eines der Rändelräder. Welches, kann der Fotograf selbst festlegen, ab Werk ist es das hintere. Das klingt komplizierter, ist es aber nicht und passiert bestimmt nicht aus Versehen, wie das Verstellen eines klassischen Programmwahlschalters.
„Live View“ ist die Möglichkeit, auf dem Kameramonitor bereits vor dem Auslösen ein Bild zu sehen, nicht erst danach das Ergebnis und so zum Fotografieren nicht durch den Sucher gucken zu müssen. Dies ist bei Weitwinkel- und Makroaufnahmen besonders nützlich – Olympus hat diese Funktion mit der E-330 populär gemacht. Vorher gab es dieses Live-Bild auf dem Monitor aus technischen Gründen nur bei einfachen Kompakt-Digitalkameras, aber nicht bei Spiegelreflex-Modellen.
Zu beachten ist, dass Olympus in der deutschen Anleitung der E-3 den Begriff „Motivansicht“ für „Live View“ verwendet. In diesem Buch wird diese falsche und ungebräuchliche Übersetzung nicht verwendet sondern der bislang auch bei Olympus übliche englische Begriff; bislang gibt es für „Live View“ keinen eingeführten deutschen Ausdruck.
Lieferzustand der Olympus E-3: Der Monitor ist nach innen geklappt und so geschützt und verborgen.
Auf dem Display, das sich auf der Kamerarückseite befindet, erscheinen alle wichtigen, aktuell eingestellten Aufnahme- und Kameraparameter – aber noch kein Livebild. Um dieses anzuzeigen, ist die Taste IOI rechts unter dem Monitor zu drücken. Um wieder ein Bild im Sucher oder die Parameter auf dem Monitor sehen zu können, ist IOI erneut zu drücken. Dann können Sie unter anderem ablesen, welche Messmethode die Kamera bei der Ermittlung von Belichtung und Entfernungseinstellung verwendet, welcher Weißabgleich und welches Bildformat eingestellt sind.
Leider ergibt sich bei jedem Wechsel zwischen Live View und Sucherdarstellung eine kurze Verzögerung durch eine automatisch ausgelöste Ultraschall-Sensorreinigung. Wieso Olympus diese bei der E-3 nicht nur beim Einschalten, sondern auch beim Wechsel zu Live View und zurück auslösen lässt, ist nicht ganz klar. Der ebenfalls bei jedem Einschalten der Live View auftauchende Hinweis, den Sucher mit dem Schieber links daneben zu schließen, um Meßfehler zu vermeiden, kann dagegen mit einem kurzem Antippen des Auslösers vorzeitig weggeblendet werden. Der Hinweis erscheint auch, wenn der Sucher längst verschlossen ist. Nicht gewarnt wird dagegen vor verschlossenem Sucher im Normalbetrieb – das verursacht zwar keine Messfehler, aber möglicherweise Verwirrung und eine Suche nach einem vergessenen Objektivdeckel…
Der Monitor der E-3 ist dreh- und schwenkbar. Er kann entweder nach innen gedreht sein, wenn die Kamera in rauer Umgebung genutzt werden soll, keine Anzeigen nötig sind und der Sucher genutzt wird. Dann kann er seitlich ausgeklappt und nach oben oder unten verdreht werden, was praktisch ist, um mit Live View über Kopf oder am Boden zu fotografieren. Er kann auch um 180° nach vorne gedreht werden, um beispielsweise für Selbstportraits ein hilfreiches Live-View-Bild zu liefern. Und schließlich kann er in dieser um 180° gedrehten Position auch wieder eingeklappt werden, um nun als Display für die Einstellungen oder Live-View-Monitor zu dienen, ohne abzustehen. Dies dürfte seine Position im Fotoalltag sein.
Der Monitor ist ausgeklappt und kann so auch nach oben, nach unten und für Aufnahmen mit Selbstauslöser auch um 180° nach vorne geklappt werden
Wird der Monitor nach dem Drehen um 180° wieder eingeklappt, so hat er eine sichere Position erreicht, wie sie an den meisten Kameras Standard ist, und kann nun als Display für gewählte Einstellungen und Fotos dienen.
Ist er wie im Lieferzustand nach innen geklappt, schalten sich dann sinnlose Funktionen wie Live View und Info-Display automatisch ab. Die Kameraeinstellungen sind dann nur noch auf der – mit der darüber befindlichen Taste „Light“ auch beleuchtbaren – LCD-Funktionsanzeige auf der Oberseite der Kamera oder im Sucher erkennbar.
Wer den Schnappschuss seines Lebens nicht infolge leerer Akkus verpassen will, kann sich als „Notfallbatterie“ den Batteriehalter LBH-1 anschaffen. In diesen passen drei Lithium-Zellen CR-123A, die sich ungenutzt auch in Jahren nicht entladen. Allerdings sollte man keine zu sehr verbrauchten Zellen einlegen, da die E-3 ohne vorherige Warnung beim Auslösen abschaltet, wenn die Batteriezellen keinen ausreichenden Strom liefern. Die Batteriewarnung der E-3 ist auf den regulären Akku BLM-1 abgestimmt und versagt hier. Auf der Abbildung ist oben der geöffnete LBH-1 zu sehen und darunter der reguläre Akku BLM-1 mit abgenommener Schutzabdeckung.
Der Batteriehalter LBH-1.
Auch wenn Sie die Kamera nicht einzeln als sogenannten Body, sondern im Set mit einem Objektiv erworben haben, ist dieses zunächst nicht montiert, sondern getrennt verpackt. Aber keine Sorge, Sie müssen später nicht vor jedem Transport das Objektiv wieder abnehmen und die Blinddeckel aufsetzen. Allerdings ist es infolge der Hebelwirkung und des Platzbedarfs empfehlenswert, vor dem Transport in Kamerataschen ein Normal- oder Weitwinkelobjektiv zu montieren und nicht gerade ein Telezoom.
Nach dem Auspacken hat man Kamera und Set-Objektiv zunächst getrennt vor sich.
Die roten Punkte an Objektiv und Kamerabajonett zeigen an, wo das Objektiv an die Kamera angesetzt werden muss. Zum Verriegeln des Objektivs wird es nach dem Ansetzen nach links gedreht, bis die Verriegelung einschnappt.
Das Objektivbajonett der E-3wurde von Olympus komplett neu entwickelt. Es handelt sich um das sogenannte Four-Thirds-System, zu dem neben Olympus zurzeit auch Sigma und Leica/Panasonic Objektive anbieten, später sollen noch andere Fabrikate hinzukommen.
Logo des Four-Third-Systems.
Four-Thirds-Objektive haben für den gleichen Bildeindruck exakt die halbe Brennweite eines Kleinbildobjektivs. Die Objektive tragen keine auf das Kleinbild-Äquivalent umgerechneten Brennweitenmarkierungen – die „Normalbrennweite“ liegt also bei 25 mm statt der 50 mm eines Kleinbildobjektivs.
Mit dem OM-Adapter MF-1 können alte Olympus-Kleinbildobjektive unter Verlust der Automatikfunktionen angeschlossen werden.
Im Gegensatz zu anderen Systemen können an der E-3 keine für Kleinbildkameras bestimmten Objektive montiert werden, auch nicht mit Adaptern, von der älteren Olympus-OM-Baureihe einmal abgesehen, die dabei aber jeden Automatikbetrieb verliert.
Klassische Kleinbildobjektive liefern in die Kamera insbesondere bei Weitwinkellinsen stark divergierende Lichtstrahlen – auf Film kein Problem, wohl aber für Digitalkamerasensorchips.
Die Linsen der Four-Thirds-Technik sind hingegen völlig neu für die Digitaltechnik berechnet. Klassische Objektive für Kleinbildfilm zerstreuen das Licht am Ende, um mit einer kleinen Linse den Film komplett auszuleuchten. Doch Digitalsensoren funktionieren nur gut, wenn das Licht möglichst senkrecht auf ihre Oberfläche trifft.
Four-Thirds-Objektive erzeugen senkrecht auf den Sensorchip auftreffende Lichtstrahlen – für Filmkameras konstruierte Linsen liefern dagegen an Digitalsensorchips außerhalb der Bildmitte schlechtere Ergebnisse.
Four-Thirds-Objektive zerstreuen das Licht nur minimal, was an der E-3 die digitaltypischen Unschärfen und Vignettierungen (Abdunklungen) in den Bildecken speziell bei Weitwinkelobjektiven vermeidet. Dieses System hat deshalb einen im Durchmesser deutlich über dem Sensor liegenden Bajonettverschluss, die Objektive sind aber infolge der halben Brennweite dennoch deutlich kleiner als ihr Kleinbild-Äquivalent.
Der Name „Four Thirds“ kommt übrigens von einer historischen Methode, die Größe von Bildsensoren zu bezeichnen (entsprechend einer 4/3-Zoll-Kameraröhre), und hat nichts mit dem Bildformat 4:3 zu tun, das im Four-Thirds-System anstelle des 3:2 der Kleinbildfotografie oder des 16:9 der Breitbildfernseher genutzt wird.
Der Entriegelungsknopf für das Objektiv befindet sich links am Bajonett. Der Knopf muss gedrückt werden, während das Objektiv nach rechts gedreht wird. Die E-3 sollte vor dem Objektivwechsel stets abgeschaltet werden, da sie beim Wiedereinschalten den Sensor von eventuell eingedrungenem Staub reinigt und die Objektivdaten ausliest. Zudem schaltet die Kamera die Live View ab, wenn man eingeschaltet das Objektiv wechselt.
Der Entriegelungsknopf für das Objektiv.
Der CMOS-Sensor (Complementary Metal Oxide Semiconductor) ist neben dem CCD-Sensor (Charged Coupled Device) das am häufigsten in Digitalkameras eingesetzte Bilderfassungselement. Die Olympus E-3 besitzt einen CMOS-Sensor mit über 10 Megapixeln Auflösung, der – vor der Einführung der Live View bei der E-330 durch Olympus untypisch für digitale Spiegelreflexsysteme – auch ein Live-Vorschaubild für den Monitor liefern kann. Der E-3-Sensor ist eine rauschärmere und besser die Farben trennende Fortentwicklung des Sensors der E-410 und E-510.
Der Olympus E-3-CMOS-Sensor
Hierbei sind der geringere Energiebedarf der CMOS-Technik, was die Erwärmung des Sensors und damit das Bildrauschen in Grenzen hält, und ihre Tauglichkeit für das Auslesen von Videosignalen von Vorteil.
Der Sensor und der davorsitzende Spiegel.
Der Sensor und der davorsitzende Spiegel sind bei der Olympus E-3 deutlich kleiner als der Durchmesser des Objektivbajonetts, da die Lichtstrahlen beim Austritt aus dem Objektiv nicht zerstreut werden wie bei Kleinbildfilmkameras.
Der Live-CMOS-Sensor der Olympus E-3 kann beim Wechseln des Objektivs Staub abbekommen. Dieser Staub verursacht dann dunkle Flecken und Punkte auf Ihren Bildern, die bei jedem Bild an den gleichen Stellen zu sehen sind – ein großes Problem in der Digitalfotografie.
Bei der manuellen Reinigung durch den Benutzer, wie im Handbuch beschrieben, besteht die große Gefahr, die Kamera zu beschädigen – beispielsweise wenn ein Reinigungspinsel vom bei Akkuschwäche herunterklappenden Spiegel eingeklemmt wird.
Deshalb bietet die Olympus E-3 eine normalerweise ausreichende automatische Ultraschallreinigung des Sensors, die in der ersten Sekunde nach dem Einschalten der Kamera sowie beim Umschalten auf Live-View und zurück abläuft – die blaue Anzeige „SSWF“ (Super Sonic Wave Filter) über dem Programmwahlschalter leuchtet kurz auf. Der abgeschüttelte Staub sammelt sich auf einem Klebestreifen in der Kamera – vergleichbar einem Fliegenfänger –, der erst nach vielen Jahren intensiver Benutzung „gefüllt“ ist und vom Service gewechselt werden muss.
Damit der Staub tatsächlich dort landet, sollten Sie die Kamera beim Einschalten waagerecht halten. Falls sich im Lauf der Zeit dennoch dunkle Flecken und Punkte auf Ihren Bildern zeigen, kann eine manuelle Reinigung notwendig werden. Sollten Sie dagegen helle oder farbige Punkte auf Ihren Bildern vorfinden, sollten Sie die Pixelkorrektur aus dem Kameramenü aufrufen oder – bei Langzeitbelichtungen – die Rauschunterdrückung einschalten.
Was nun noch fehlt, ist eine Speicherkarte, was die Kamera nach dem Einschalten auf dem Display moniert und die Aufnahme verweigert. Alibi-Speicherkarten mit wenigen MByte, auf die gerade einmal eine oder zwei Aufnahmen passen, legt Olympus im Gegensatz zu anderen Kameraherstellern nicht bei.
Die E-3 hat auf der rechten Gehäuseseite unter einer Schutzklappe einen Einschub für CompactFlash-Speicherkarten und einen für das nur von Olympus und Fuji benutzte xD-Format. Auch Microdrives können eingesetzt werden – Minifestplatten in CompactFlash-Bauform, die etwas dicker sind, mehr Strom benötigen und erschütterungsempfindlich sind. Deshalb sind sie bei den heutigen günstigen CompactFlash-Preisen jedoch nicht mehr interessant. Die Kamera kann auch mit CompactFlash-Speicherkarten mit Kapazitäten über zwei GByte umgehen – wichtig für die Aufnahme von RAW- oder TIFF-Bildern.
CompactFlash und xD im direkten Größenvergleich.
Während die xD-Karte vom Typ H mit 1 GByte bereits ihre heutige Maximalkapazität erreicht hat, sind bei CompactFlash-Karten mittlerweile 16 GByte und mehr lieferbar. Die abgebildete 256-MByte-Karte wäre für die Olympus E-3 eher unterdimensioniert.
xD-Speicherkarten sind dagegen zwar mechanisch deutlich kleiner, aber teurer, langsamer, nur in kleineren Kapazitäten zu haben und schwerer zu wechseln. Daher kann die Anschaffung einer einzelnen xD-Karte für die E-3 als „Notreserve“ durchaus sinnvoll sein, wenn die CompactFlash-Karten voll sind oder versehentlich vergessen wurden. Ansonsten ist aber CompactFlash das sinnvollere Format.
CompactFlash- und xD-Speicherkarten gleichzeitig verwenden.
Die von der Olympus E-3 nutzbaren CompactFlash-Karten sind im Gegensatz zu Microdrives sehr robust. Außerdem können sowohl xD- als auch CompactFlash-Speicherkarten verwendet werden. Es können beide Kartentypen gleichzeitig eingesteckt werden; im Menü der E-3 ist dann einzustellen, welche Karte die Kamera aktuell zum Speichern benutzen soll.
