Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Frauke hat es geschafft. Es war ein langer und beschwerlicher Weg ins Licht, heraus aus dem tiefsten Tal. In diesem war die Mittvierzigerin angelangt, nachdem ihre unerfüllte Ehe in die Brüche gegangen war und sie weitere Schicksalsschläge ertragen musste, wie den Tod ihres kranken Vaters sowie den Suizid ihrer Mutter. Die Ehe ihrer Eltern war ihr stets ein Vorbild. Nach dem Tod des Vaters zog sich ihre Mutter immer mehr zurück und wurde depressiv. Als Frauke das gleiche Schicksal droht, kämpft sie dagegen an. Doch bevor es besser wird, kommt es zunächst schlimmer. Bis sie ihrem Herzensmenschen begegnet. Nie die Hoffnung verlieren, das ist die Botschaft in Fraukes Autobiografie. Geholfen hat ihr dabei der starke Glauben an Jesus Christus.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 252
Veröffentlichungsjahr: 2022
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Ich bin in meinem Glauben gereift und habe ALLEN BETEILIGTEN in Liebe vergeben.
Um Menschen zu ermutigen, schreibe ich meine Lebensgeschichte, denn egal, wie schlimm die Dinge, die du erlebst, sind, es lohnt sich immer, weiterzumachen. Ich habe überlebt, weil ich wusste, dass es sich lohnt, am Leben zu bleiben – für meine Kinder und weil Gott mir die Kraft gab, am Leben zu bleiben.
Simone Grau-Hofsäß, im Oktober 2022
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Meine Cousine staunt immer: »Es ist wirklich erstaunlich, wie weit zurück du dich erinnern kannst.«
Ich war etwa zweieinhalb Jahre alt, als Mama in der Küche Kartoffeln schälte und sie ordentlich auf dem sauberen Küchentisch ausbreitete. Da war er, dieser heftige Schmerz, der mir in meiner kleinen Kindskehle so sehr den Atem nahm. Die heiße Kartoffel wanderte in einem unbemerkten Augenblick in meinen Mund. Ich sehe noch, wie Mama hektisch wurde. Dann weiß ich nichts mehr …..
Meine Eltern zogen kurz nach diesem Ereignis in ein kleines Dorf in Baden-Württemberg. Mein Großvater hatte dort ein Café-Restaurant, welches mein Papa, der gelernter Koch war, übernehmen wollte. Ich glaube, es hat ihn viel Überredungskunst gekostet, meine Mama zu überzeugen, in der Gastronomie tätig zu werden. Mama wollte immer gerne Hausfrau und Mutter von zwei Kindern sein, aber das sollte ein Traum bleiben.
Im Erdgeschoss befand sich unser Restaurant und in der Mitte lebten meine Großeltern. Wir selbst wohnten ein paar Straßen weiter. Das Obergeschoss war teilweise vermietet.
Ich würde mir heute dieselben Eltern aussuchen, denn ich habe sie sehr geliebt. Doch wie ihr noch erfahren werdet, sollte ein heftiges Schicksal unserer Familie widerfahren.
Damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt, werde ich die beteiligten Personen etwas genauer beschreiben.
Mein Papa war ein eher kleiner Mann von 1,72 Meter. Er hatte dunkelblondes bis braunes Haar, wunderschöne blaue Augen (ähnlich wie Terence Hill) und eine tolle sportliche Figur. Papa war wie ich Allergiker. Er hatte zwar nicht wie ich allergisches Asthma, aber extremen Heuschnupfen. Mama war nicht ganz so groß, maß aber immerhin 1,63 Meter. Sie trug meistens einen Bob, der, kupferrot gefärbt, ihr Markenzeichen war. Mama war sehr schlank und äußerst attraktiv.
Meine Großeltern, väterlicherseits, hatten vier Kinder. Eines davon war mein Papa, Bertram.
Der jüngste Sohn, Onkel Rudolf, lebte lange Zeit bei den Großeltern in einem Zimmer im Obergeschoss. Ihm war meine Anwesenheit nur ein lästiges Übel. Na ja, er erwachsen und ich eine kleine Zwergin, die täglich bei seinen Eltern, meinen Großeltern, herumsaß. Onkel Rudolf war Omas Nesthäkchen.
Meine Eltern hatten mit dem Restaurant von Anfang an alle Hände voll zu tun, weshalb sie mich recht früh zur Selbständigkeit erzogen.
Den langen Weg zum Kindergarten durfte ich schon früh alleine laufen. Er lag direkt am Waldrand. Manchmal hatte ich große Angst wegen der unheimlichen Geräusche, die aus dem Wald in meine Ohren drangen.
Bei den großen Aufführungen des Kindergartens konnten meistens nur meine Mama und meine Oma dabei sein. Opa war sehr krank, er hatte Kehlkopfkrebs, und Papa hatte meistens viel in der Küche zu tun. Ich war immer sehr traurig, weil mein Papa meine schönen Auftritte nie sehen konnte.
Opa war total goldig. Er maß etwa 1,63 Meter, hatte kurze, graue Haare und roch immer wundervoll nach Tabac Original. Goldig fand ich auch seine kleinen Füße – er hatte nur Schuhgröße 38.
Oma war auch nicht wirklich groß, trug immer kurze Haare mit Dauerwellen und war sehr eitel.
Das Haus von Opa und Oma, in dem unser Restaurant war, lag in einer Sackgasse. Dieser Ort war perfekt, um draußen zu spielen. Obwohl die Nachbarskinder leider alle älter waren als ich, konnte ich mich behaupten. Sie ließen mich mitspielen und akzeptierten mich. Der Umgang mit ihnen war aber nicht immer gut für mich.
Ein großer Vorteil, den ich für mich gesehen habe, war, dass mein Papa immer »ZU HAUSE«, während die Väter meiner Freundinnen morgens zur Arbeit gingen und abends wieder nach Hause kamen.
Ich, die kleine Frauke, verbrachte viele Stunden auf dem uralten Küchenstuhl mit dem roten Stoffbezug mit grünen Blumen, den wir aus Opas Café hatten. Dieser stand in der großen Küche meiner Eltern in einer Ecke direkt am Eingang.
Sobald es abends richtig voll im Restaurant wurde, habe ich mich zu Oma und Opa verkrümelt. Dort war mein Lieblingsplatz, unter dem Esszimmertisch, direkt vor dem Fernseher. Dort habe ich Onkel Rudolf am wenigsten gestört.
Ich hatte den besten Opa der ganzen weiten Welt. Leider musste ich ihn sehr oft leiden sehen, weil er, wie bereits erwähnt, Kehlkopfkrebs hatte. Einer meiner Onkel hat ihn ständig als Simulanten bezeichnet, was mich wütend gemacht hat, aber ich habe mir nichts anmerken lassen.
Für Opa war ich immer gut, so wie ich war. Onkel Rudolf hingegen drohte mir oft, wenn ich ihn weiter nerven würde, mir einen Hieb in den Ranzen zu versetzen. So bezeichnete er stets den Magen. Oma fand immer, dass ich viel zu viel trinke und viel zu viel beim Essen krümele. Hm, irgendwie hatte jeder Stress mit mir. Unter dem Esszimmertisch bin ich zum Glück manchmal gar nicht aufgefallen. Hier war es schön, es war mein sicherer Ort. Von hier aus sah ich schon als ganz kleines Kind jeden Tatort, Sexszenen, »Die Blechtrommel« und sehr gruselige Filme. Vielleicht war ich deshalb so ängstlich.
Mama war so oft der Verzweiflung nahe, weil ich vor lauter Angst nachts nicht schlafen konnte. Da war urplötzlich das Gesicht eines Mannes an der Wand im Schlafzimmer oder jemand streckte seine Hand an der Seite des Bettes hoch. Wenn ich dann endlich eingeschlafen bin, habe ich bis zu meinem neunten Geburtstag immer wieder nachts ins Bett genässt. Ständig habe ich Umstände gemacht. Mama hat alles versucht. Für jede Nacht, in der das Bett trocken geblieben war, hatte ich eine Figur für meinen Setzkasten bekommen. Meistens hatte mich meine Angst mitten in der Nacht ins Bett meiner Eltern getrieben. Hocherfreut waren sie nicht, aber was sollten sie machen?
Sie konnten sich daher auch nur im Wohnzimmer lieben, was sie oft taten. Ich hörte dann, wie sich der Schlüssel im Schloss drehte, und dann ging das Gequietsche und Gestöhne los. Die dachten wahrscheinlich, dass ich nichts mitbekomme. Die Erwachsenen waren komisch, und das zu hören, war eklig …
Ich wünschte mir damals so gerne einen Hund, einen zum Liebhaben, ganz für mich allein, aber meine Eltern meinten, dass wir zu nah an der Bahnlinie wohnten und deshalb der Hund bestimmt überfahren werden würde. So bin ich dann um den Beginn der Schulzeit zur Besitzerin meines Wellensittichs Dornröschen geworden. Dornröschen eignete sich nur leider so gar nicht zum Kuscheln
Oma und Opa haben die Zimmer im Obergeschoss des Restaurants teilweise vermietet. In einem dieser Zimmer hat Herr Müller gewohnt, ein finsterer Alkoholiker. Wenn er im Treppenhaus an mir vorbeiging, war die Angst sogleich wieder präsent. Herr Müller drückte sich immer an der Wand entlang, wenn er die Treppe nach oben nahm. Er hatte stets schmutzige Hände, mit denen er sich, weil er schwankte, an der Wand beim Treppensteigen abstützte. Danach war die Wand schwarz und dreckig. Oma hat sich sehr darüber aufgeregt. Ich versuchte, ihm stets aus dem Weg zu gehen, weil ich fürchtete, er wolle mir etwas antun.
In der Anfangszeit hatten meine Eltern auch immer mal wieder Küchenhilfen und Kellner, die im Obergeschoss gewohnt haben. Sie waren eigentlich alle nett. Einen hätte mein Papa fast umgebracht, nachdem dieser an mir vorbeigelaufen war und mich dabei unbeabsichtigt die Kellertreppe hinuntergestoßen hat. Ich spüre heute noch die harten Steinstufen in den Knochen. Zum Glück hatte ich nur ein paar Beulen davongetragen!
Ich war mächtig stolz auf meinen Papa, war er doch ein begnadeter Koch und dazu noch in seiner knapp bemessenen Freizeit ein lyrischer Tenor. Er hatte immer wieder Auftritte mit seiner Opernschule. Meistens war ich dabei nervöser als Papa.
Mama hatte keine Hobbys, dafür Kopfschmerzen. Es handelte sich wohl um Migräne. Sie plagte sie die meisten Tage in ihrem Leben. Papa bat mich dann darum, sie solange in Ruhe zu lassen. Im Laufe der Zeit ist mir aufgefallen, dass meine Mama ihre Kopfschmerztabletten verzehrt hat wie ich meine Smarties. Immer gleich mehrere auf einmal.
Einmal, als wir Kurt, Mamas Papa, besucht haben, hat er sie am Kaffeetisch angeschnauzt und ihr vorgeworfen, sie wäre tablettensüchtig. Hm, damals habe ich das zwar gehört, wusste aber nicht wirklich, worum es ging. Bei Mamas Eltern – sorry, es waren nicht wirklich ihre Eltern, es war nur ihr richtiger Papa und ihre Stiefmutter – wurden oft komische Dinge geredet. Immer wieder bekam ich mit, dass Mama sich beklagt hat, man hätte sie früher als Kind halb totgeschlagen und meinen behinderten Onkel Henry weggesperrt. Onkel Henry war lustig, er sang mir oft etwas vor, und ich glaube, er mochte mich sehr.
Mama nannte ihre Stiefmutter Erna immer eine einfältige Person. Ich wusste nicht so recht, was sie damit meinte. Da ich keine andere Oma kannte, war Erna trotzdem die Oma für mich.
Mamas Papa, also mein Opa Kurt, war mittelgroß und trug einen Bierbauch vor sich her. Ich glaube aber nicht vom Biergenuss, denn ich habe ihn nie Alkohol trinken sehen. Opa Kurt hatte eine Glatze mit einem Haarkranz in Rotblond. Er hat die meiste Zeit in seiner riesigen Garage zugebracht und unentwegt Modellautos zusammengebaut. In seiner Garage hing immer ein Kalender mit nackten Frauen, was ich als Kind äußerst befremdlich fand.
Oma Erna war ebenso klein gewachsen. Sie war weder dick noch wirklich schlank. Mit ihren blonden Haaren und den Dauerwellen sah sie meistens leicht strubbelig aus. Von Eitelkeit war bei Oma Erna gar nichts zu spüren. Sie hat sehr viel geraucht. Ich sehe noch die Schachtel Ernte 23 vor ihr auf dem Tisch liegen.
Ich musste immer auf Omas krumme Finger schauen. Sie hatte als junge Frau Akkord in einer Fabrik gearbeitet und dabei eines Tages die Finger in einer Maschine eingeklemmt. Oh Mann, der Finger hat danach echt komisch ausgesehen.
Dann war da noch Mamas jüngster Bruder, Onkel Willibald. Er war mittelgroß und total mager und hat immer so laut geredet, dass ich dachte, alle anderen wären schwerhörig.
Mama hat auch eine Schwester (die Drittgeborene). Sie hat hellrote Haare wie mein Opa und extrem viele Sommersprossen. Als Kind hatte Sie einen runden Kopf wie der Max aus »Max und Moritz« gehabt, weshalb ihr Spitzname bis heute Mäxle lautet. Für mich war sie immer Tante Mäxle. Tante Mäxle hat später lange Zeit bei meinen Eltern in der Küche geholfen und sich so etwas dazuverdient. Sie ist ein sehr introvertierter und sensibler Mensch, der mit dem Leben nur schwer zurechtkommt. Sie war laut Mamas Aussage daheim das Püppchen, das nur selten arbeiten musste.
Bei Mamas Eltern waren wir selten zu Besuch. Mama ist ab und zu samstags mit mir zum Kaffeetrinken dort gewesen, bevor es im Restaurant wieder losging. Als ich ganz klein war, habe ich auch mal dort übernachtet, weil meine Eltern viel im Restaurant zu tun hatten.
Wie ich später erfahren habe, hat sich Mama sehr für ihre Familie geschämt. Ihre richtige Mutter hat sie oft gedemütigt und fast umgebracht. Einmal stand sie mit ihrem ganzen Körpergewicht auf Mama drauf und wenn Mamas Oma nicht dazugekommen wäre, wäre meine Mama wahrscheinlich unter ihrem Gewicht gestorben oder schwer verletzt worden.
In die Schule kam ich übrigens erst mit sieben. Meine Eltern wollten mir etwas Gutes tun und mich noch ein Jahr spielen lassen. Das habe ich dann auch meistens getan – wenn ich nicht gerade unter dem Esszimmertisch bei Oma oder auf dem alten Stuhl im Restaurant saß.
Als es dann soweit war und ich mit sieben in die Schule kam, war ich echt froh. Ich wollte unbedingt lernen. Schule war toll, und ich ging sehr gerne hin. Hier lernte ich auch neue Freundinnen kennen. Mit Dagmar, der Tochter des Metzgers, lief ich jeden Tag zur Schule und wieder zurück. Sie hatte eine Schwester, die mir ganz oft auf dem Nachhauseweg solange an meinen geflochtenen Zöpfen zog, bis ich davon Nasenbluten bekommen habe.
Dagmar und ihre Schwester hatten einen Irisch-Setter, der jeden Tag alle Leute am Gartentor begrüßte. Dagmar roch immer nach Schinkenwurst, und das sagte ich ihr auch, woraufhin sie meinte, ich würde stinken wie Pommes. Nein, nett waren wir selten zueinander – das ist heute ganz anders. Heute mag ich Dagmar sehr, weil ich spüre, sie versteht, dass ich es nicht leicht hatte. Auch Dagmars Schwester gegenüber hätte ich heute keine Vorurteile mehr. Ich freue mich immer, jemanden aus der Schulzeit zu treffen.
Meine Mama hat mich immer sehr schön gekleidet und frisiert. Mein Gesicht hat geglänzt wie ein Affenpopo. Meine Haut musste schließlich mit Nivea-Crème gepflegt werden. Schon früh waren manche Kinder neidisch auf mich. Ich habe mich dann gefragt, ob mein kuschliger Platz unter Omas Esszimmertisch der Grund gewesen sein mochte. Keine Ahnung, aber es sollte noch schlimmer kommen, doch dazu später.
Wir haben am Rand des Waldes gewohnt, wo meine Freunde und ich oft gespielt haben. Wir haben uns ein Räuberlager gebaut, tote Mäuse feuerbestattet und die eine oder andere Mutprobe bestehen müssen.
Eine Zeit lang hat in unserer Nachbarschaft ein Geologe mit seiner Familie gewohnt. Sie waren sehr oft bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und ich habe mit ihrer Tochter Klara gespielt.
Klara sah lustig aus mit ihren Sommersprossen und den braunen Kulleraugen. Klaras Bruder Dieter hatte so lustige rote Haare wie Boris Becker. Meiner und Klaras Papa waren Weinkenner, was sie sehr verband. In dieser Zeit kam es sogar zwei- oder dreimal vor, dass meine Mama sich tatsächlich für ein Käffchen bei Klaras Mutter Zeit nehmen konnte.
Klara hatte einen lustigen kleinen, weißen Hund, der auf den Namen Strolch hörte. Da ich keinen eigenen Hund haben durfte, war es mir stets eine Freude, mit Strolch zu spielen.
Einmal haben wir bei den Zwillingen in der Nachbarschaft gespielt und alle haben sich nackt ausgezogen. Die Zwillinge waren sechs Jahre älter als ich. Klara war da nie dabei. War komisch, so nackt vor anderen zu sein, aber was sollte ich machen, schließlich wollte ich ja dazugehören!
Der Nachbarjunge, der zur rechten Seite des Restaurants wohnte, war auch sechs Jahre älter als ich. Er hat mir ständig seine Aufklärungsbücher gezeigt, was nichts Neues für mich war, da ich ja immer Onkel Rudolfs BRAVO unter dem Esszimmertisch gelesen habe. Ohne es mir genau erklären zu können, hat es mir gefallen, was die da auf der Seite von Dr. Sommer gemacht haben.
Merkwürdig fand ich allerdings, dass der Nachbarjunge dann unbedingt mal ganz alleine mit mir im Keller des Nachbarhauses nackt sein wollte. Er meinte, ich solle mich ausziehen und auf seine Knie setzen. Danach weiß ich nichts mehr. Da ist es absolut finster in mir.
Klara und ich waren ziemlich beste Freundinnen. Es war schön, eine gleichaltrige Freundin in der Nachbarschaft zu haben. Leider zog Klara dann nach Illingen um. Dort wohnte ihre Oma. Wir konnten uns dann nicht mehr so oft sehen. Hin und wieder hat mich ihr Onkel Frederik, der im selben Ort wie wir wohnten, mit dorthingenommen.
Es war super dort. Klaras Tante war einmal Schneiderin und hatte ganz viele Bestellbücher mit Stoffproben. Die durften wir uns teilen und dann haben wir Modezeichnungen gemacht und den Stoff aufgeklebt. Zu der Zeit wollte ich immer Modedesignerin werden.
Ich war in der Schule eine richtige Streberin. Meine Lehrer waren sehr zufrieden mit mir. Mama war da etwas kritischer. Mathe lag mir als einziges Fach nicht so wirklich, und ich musste Stunden im Nebenzimmer des Restaurants büffeln. Ich habe Mathe gehasst. Mama hat mich unentwegt das Einmaleins abgefragt. Wenn ich eine Arbeit nach Hause brachte mit der Note 1,5, dann meinte Mama, na das hätte aber auch eine eins sein können. Hm, dann hätte ich mich am liebsten wieder unter Omas Esszimmertisch verkrochen.
Und dann noch meine unbändige Lust auf Nutella. Mama machte sich immer Sorgen, ich könnte zu dick werden. Mein Spitzname in diesem Zusammenhang war auch interessant. Mama nannte mich oft Dickbeth.
Meine Eltern hatten sehr nette Stammgäste. Da waren zum Beispiel die Stuttgarter, die immer extra wegen Papas guter Küche den weiten Weg gefahren sind. Die Frau war sehr dick, sie hat doch tatsächlich jeden Tag eine Familienpackung Hanuta alleine gegessen. Die Stuttgarter hatten einen kleinen Yorkshire-Terrier mit dem lustigen Namen Trixie. Ich durfte mich immer zu ihnen an den Tisch setzen und mit ihrem kleinen Sohn Sascha spielen. Ich weiß heute noch, wie Saschas Eltern zur Vorspeise immer Papas heiß begehrtes Schneckensüppchen aßen.
Aber dann war da dieses ältere Ehepaar, das bestimmt drei- bis viermal die Woche kam – die beiden mussten ja Geld haben! Papa meinte, sie brächten ihm viel Umsatz. Sind meine Eltern deshalb oft bis in die Nacht mit ihnen im Restaurant gesessen und haben Alkohol getrunken?
Die Frau hat immer nur von Sex und von ihren schwabbeligen Brüsten geredet. Ich lag dann auf der Eckbank des Restaurants, war müde, wollte ins Bett und musste warten und warten. Ständig hat diese Person in meinem Beisein erzählt, dass sie ihre Brüste immer mit dem Sperma ihres Mannes einreiben würde. Irgendwie waren die Erwachsenen mir suspekt. Die Schwabbelbrust-Tussi hat immer meinen Papa und ihr toller Ehegatte meine Mama angemacht. Mir wurde speiübel!
Ich wollte nicht, dass sie kommen, aber sie kamen ständig zu Besuch und dann gab‘s für mich auch noch ein Bussi – pfui. Die beiden rochen immer so eklig nach Alkohol, dass mir speiübel wurde.
Je älter ich wurde, desto öfter musste ich meinen Eltern helfen. Ich habe dann die Gerichte an die Theke getragen oder abgetrocknet. Manchmal musste ich auch Knoblauch oder Kartoffeln schälen. Ihr könnt euch vorstellen, dass mir das nicht immer gefallen hat, aber heute weiß ich, dass das kein Fehler war. Meine Eltern waren fleißig und ich sollte es auch werden – ich wurde es.
Ich war und blieb ein Einzelkind. Meinen Eltern habe ich oft angedroht, ein Geschwisterchen im Katzenlauf einzusperren. Heute wäre ich froh, nicht alleine zu sein, aber dazu später.
Mama hatte sich, wie bereits erwähnt, immer zwei Kinder gewünscht und am liebsten wollte sie Hausfrau und Mutter sein. Worauf lässt man sich nicht alles aus Liebe ein?!?
Ich habe Papa sehr geliebt, aber ich muss zugeben, dass Mama immer zurückstecken musste. Papa hatte ein Hobby und Mama hatte keines. Ich frage mich noch heute, ob es ihm eigentlich bewusst war, dass das nicht okay gewesen ist. Mein Papa war extrem eifersüchtig. Mama konnte nicht mal mit unserem Kellner reden, ohne dass er ihr unterstellte, geflirtet zu haben. Warum hatte er solch eine Verlustangst? Oder sollte ich eher fragen, warum hatte er solch ein geringes Selbstwertgefühl?
Ich denke, meine Eltern haben sich sehr geliebt, auch wenn ab und zu mal die Fetzen flogen. Mama schrie dann so laut, dass sie danach heiser war. Sie drohte, in den Wald zu rennen, und schlug die Türen so fest zu, dass ich dachte, das Haus stürze ein. Papa musste manchmal noch am nächsten Tag winseln wie ein Hund, damit alles wieder gut war. Puh, Mama war ein echt sturer Bock. Mit mir machte sie es genauso. Es war besser, sich keine großen Patzer zu erlauben, sonst wurde man mit Verachtung gestraft.
Nach den ersten Jahren im Restaurant hat Papa das Obergeschoss zu einer schönen Dachwohnung ausgebaut. Ich konnte dann abends wählen, zu Oma und Opa oder ins eigene Reich zu gehen. Ich war schon damals sehr gern alleine. Das empfand ich nicht allzu schlimm für mich. Ich habe dann oft die Musik laut gedreht, dabei getanzt und gesungen und mir vorgestellt, dass ich einmal eine tolle Sängerin oder Tänzerin werden würde.
Meine Eltern haben jedes Jahr drei Wochen das Restaurant geschlossen, dann haben wir zu dritt einen wunderschönen Sommerurlaub oder die ersten Jahre auch einen Winterurlaub gemacht. Wir waren in sehr schönen Hotels mit Swimmingpool und sehr guter Küche untergebracht. In dieser Zeit haben wir uns als Familie richtig was geleistet und schöne Dinge zusammen unternommen. Wir alle liebten Italien, die Berge und später auch Urlaub im Haus meines Großonkels in Spanien bei Torrevieja.
Meine Eltern haben immer viel Wert darauf gelegt, etwas von den Menschen und der Kultur des jeweiligen Urlaubslandes kennenzulernen. Sie waren sehr weltoffen. Tourismusregionen haben sie eher gemieden und ich habe das zu hundert Prozent so übernommen. Ich brauche im Urlaub auch keinen Warsteiner-Stand oder ein Wiener Schnitzel. Campingurlaub kam auch nie für sie in Frage und für mich heute ebenfalls nicht.
Niemand in unserer Familie hat meinen Opa mehr geliebt als ich, zumindest habe ich es so empfunden. Ich habe mit ihm gelitten, wenn er wieder Schmerzen hatte wegen seiner schlimmen Erkrankung. Oft genug musste ich mitansehen, wie mein Opa wieder mit dem Rettungswagen abgeholt wurde. Er hat häufig keine Luft bekommen. Ich dachte dann, er würde ersticken.
Ich sehe das Bild noch vor mir, wenn er auf dem Sofa saß wie ein Häufchen Elend, mit den Infusionsnadeln in der Hand, und mir hat es fast genauso wehgetan wie ihm. Ständig lebte ich in Angst, ihn zu verlieren. Ich war seine Lieblingsenkelin. Er hat oft, wenn mir langweilig war, stundenlang Karten mit mir gespielt. Das zählt zu den schönen Erinnerungen, von denen wir später zehren können.
Die Mutter meines Opas, also meine Uroma, wurde 92 Jahre alt. Sie wohnte ein paar Dörfer weiter. An dem Abend, als sie starb, waren wir in der Nähe und man hat mich mit sieben Jahren kurz vor Mitternacht mit in ihr Haus geschleppt. Da stand ich nun, die kleine Frauke, neben der toten Uroma. Sie sah so merkwürdig aus. Ihr Kinn war hochgebunden mit einem Halstuch und mein Papa hielt ihr immer wieder die Hand und meinte, sie würde immer kälter werden. Ich hatte Angst. War sie jetzt ein Geist? Ich wollte weg, aber wir blieben dort gefühlt eine halbe Ewigkeit neben dem Leichnam stehen. Tage- und wochenlang hat mich dieses Bild verfolgt ... Erst recht, nachdem Oma erzählt hat, sie hätte im Traum gesehen, wie Uroma aus ihrem Sarg stieg.
Meine Oma und mein Opa hatten sieben Enkelkinder. Sie liebte während unserer Kindheit die Kinder meiner Tante mehr als mich – so empfand ich es zumindest. Meine Tante Gertraude ist ein geldgeiles, geltungsbedürftiges Luder, das über Leichen gegangen wäre. Meine Mutter nannte sie oft den »abgesägten Gartenzwerg«, wahrscheinlich weil sie gerade mal 1,54 Meter groß ist. Tante Gertraude hat zwei Söhne. Der Ältere heißt Nathaniel und das verzogene Nesthäkchen Tom. Die beiden waren grundverschieden. Leider hatte ich öfter mit ihnen zu tun, was mich zu der Zeit meiner Kindheit noch nicht so sehr gestört hatte. Mein großer Cousin Nathaniel wurde von seiner eigenen Mutter vor anderen Leuten als gestört bezeichnet und später wurde gemunkelt, dass er vielleicht schwul sei. Als ob das ein Problem wäre! Mein Onkel Heini, also sein Vater, hat sich geschämt, weil Nathaniel so gerne mit Puppen gespielt und später Symphonien gehört hatte. Tom war der King, ein richtiger Kerl! Er wollte immer Bauer werden, was er natürlich nicht geworden ist. Meine Oma hat die beiden heiß und innig geliebt. Ich kann nicht leugnen, dass mich das sehr gekränkt hat, war ich doch immerhin jeden Tag bei ihr – im Gegensatz zu den beiden.
Tante Gertraude und ihr Mann waren, wie man bei uns sagt, »neureich«. Die allerschlimmste Sorte. Nur Markenklamotten tragen, teuren Wein trinken und auf andere Menschen herunterschauen. Natürlich mit dem Glauben nix am Hut, aber an Heiligabend in der Kirche unter all den anderen Heuchlern einen auf fromm machen.
Meiner Mama bin ich unendlich dankbar, dass sie mir so viel von Jesus und von Gott erzählt und mir ihre wunderschönen religiösen Bücher gezeigt hat. Die Bilder von Jesus, gemalt mit Weichzeichner, gingen mir direkt ins Herz, und da wohnt Jesus heute noch, auch wenn mir der Teufel immer wieder den Krieg erklärt.
In der Familie meines Vaters war es wichtig, sich was leisten zu können und vor allem gut auszusehen und stets gestylt zu sein. Dicksein war total verpönt. Man hat über Dicke gelästert, über Menschen mit schlechter Haut und über Leute, die nicht so schick gekleidet waren. Mir ist das heute noch zuwider. Ich liebe die Menschen, egal wie sie aussehen. Hauptsache, sie haben ein gutes Herz.
Die Familie meiner Mutter war das komplette Kontrastprogramm hierzu. Kleidung, Haare et cetera waren unwichtig und mit der Bildung war es auch nicht weither.
Jetzt fehlt noch die ältestes Schwester meines Vaters, ich werde sie hier nur »die Schöne« nennen. Sie war schon in ihrer Jugend das begehrteste Mädchen im Ort. Wie eine Schauspielerin sah sie aus. Witzigerweise hat diese Traumfrau auch noch Herz. Ja, das gibt es, aber solche Menschen haben es im Leben sehr schwer. Ihr Mann, Onkel Rüdiger, sah aus wie der Schlagerstar Engelbert. Er war viel zu »schön« für einen Mann. Aalglatt und ohne Ecken und Kanten. Er hatte so eine komische Art an sich. Onkel Rüdiger spielte Tennis und verkehrte nur mit absoluten VIPs. Sein Leben war aber nur Sein und Schein.
Meine Mama hat sich für ihre Familie immer sehr geschämt. Ich habe das als Kind nie verstanden. Warum sollte man sich für seine Familie schämen? Kann man denn etwas dafür, wohinein man geboren wird?!? Außerdem waren sie für mich immer absolut liebenswert.
Mein Papa hatte ebenfalls nichts gegen Mamas Familie. Er war sowieso ein absoluter Familien- und Herzensmensch. Viele sagen, dass ich ihm sehr ähnlich sei. Papa war es wie mir zuwider, wenn sich seine Familie so oberflächlich verhielt. Hätte Papa zu Lebzeiten erfahren, was Mama noch Schlimmes durch ein Familienmitglied ihres Familienstammes passiert ist, hätte er keinen Fuß in deren Haus gesetzt. Dazu aber später.
Ich war ein sehr frühreifes Mädchen. An den Abend unter dem Esszimmertisch bei Oma erinnere ich mich noch genau. Ich war elf Jahre alt und ertastete einen Knubbel unter meiner Brustwarze. Weil ich dachte, jetzt hätte mich dieser doofe Krebs auch erwischt, rannte ich zu meiner Mutter. Dabei waren nur meine Brüste gewachsen. Kurz danach habe ich dann meine Regelblutung bekommen.
In der Schule war ich sehr beliebt. Ich war sehr hübsch und, wie gesagt, immer adrett gekleidet. Die Lehrer mochten mich, weil ich fleißig gelernt habe und eine sehr gute Schülerin war.
Ich habe mir bei allem Mühe gegeben, hatte früh verstanden, wie man mit Fleiß Aufmerksamkeit erhascht. Meine Lehrer mochten meine herzliche Art sowie mein Engangement bei der Schülerzeitung und bei der SMV (Schüler mit Verantwortung). Die SMV kümmerte sich um die Anliegen der anderen Schüler und versuchte danach eine gemeinsame Lösung mit den Lehrern zu finden. Natürlich gehörte es auch zur Aufgabe, Schulfeste mitzuorganisieren.
In der vierten Klasse stand der Wechsel zur weiterführenden Schule an. Ich hatte außer in Mathe nur gute Noten, daher hätte ich locker auf die Realschule wechseln können. Doch ich wollte die Schule nicht verlassen, weil ich zu der Zeit mit Bernadette befreundet war. Leider haben meine Eltern nachgegeben und so blieb ich auf der Hauptschule. Das habe ich später bereut, aber heute ist es mir vollkommen egal, weil ich meinen Weg trotzdem gegangen bin.
Bernadette hatte einen großen, äußerst hübschen Bruder. Bernd war schon neunzehn Jahre alt und hat ab und zu mal nach uns geschaut. Er war immer sehr nett zu mir. An einem Abend, als ich bei Bernadette übernachten durfte, fragte Bernd, ob wir Lust auf etwas Gruseliges hätten. Und ob! Er hat uns dann gezeigt, wie Gläserrücken funktioniert. Es war wirklich unheimlich. Wir haben Fragen gestellt, die keiner wissen konnte, und die Antworten waren, wie wir dann beim Nachschlagen im Lexikon festgestellt haben, richtig. Nach diesem Abend haben wir das noch oft wiederholt. Einmal bekam ich Angst, als das Glas meinte, bei mir würde mal etwas Schlimmes passieren.
Als meine Religionslehrerin davon Wind bekommen hatte, rief sie bei meinen Eltern an. Sie meinte, das wäre sehr gefährlich. Meine Relilehrerin mochte mich, weshalb sie von mir verlangte, diese okkulten Spielchen zu unterlassen. Ich hatte später oft Angst, dass ich wegen des Gläserrückens so viel Schlechtes erleben musste.
Es ist mir nämlich in dieser Zeit etwas ganz Merkwürdiges passiert. Ich bin eines Abends in mein Zimmer gekommen und war felsenfest davon überzeugt, dass gerade eine Schlange sich von meinem Bett auf den Boden hinabgleiten ließ. Panische Angst packte mich, und das hatte nichts mit der Psyche zu tun. Ich hatte nie in meinem Leben psychotische Züge, aber ich bin mir sicher, was ich gesehen habe. Ich kann nur jedem raten, sich niemals mit irgendwelchen okkulten Dingen einzulassen ...
Auf der Schule ging es so weiter, dass meine Eltern ein Jahr später sogar eine Gymnasium-Empfehlung für mich erhielten, ich aber nach wie vor bei Bernadette bleiben wollte. Leider hatten sich meine Eltern wieder nicht durchgesetzt. Wie ihr euch denken könnt, war ein weiteres Jahr später die Freundschaft mit Bernadette zu Ende.
Es war schön, als ich mit zwölf Jahren spürte, wie mich die Jungs anfingen zu interessieren. Ich hatte ein Auge auf die hübschen Italiener und auf die Jungs aus der neunten Klasse. Wir schrieben uns Liebesbriefchen und fragten uns gegenseitig, ob wir miteinander gehen wollten.
Mit dreizehn habe ich mich prächtig verliebt. Sein Name klang französisch. Die Meinung meines Opas, er wäre hässlich, konnte ich überhaupt nicht teilen. In mir brannte eine große Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit und so habe ich mit Petting im Alter von gerade mal dreizehn Jahren meine ersten Erfahrungen gesammelt. Mister Franzmann war ein Scheidungskind und hatte so seine Probleme. Mal hat er mit mir Schluss gemacht und dann ich wieder mit ihm. Jetzt war die Zeit des Liebeskummers gekommen. Es tat immer wieder sehr weh.
Als ich mit meinen Eltern im Sommer für drei Wochen nach Spanien (Torrevieja) in den Urlaub fuhr, hielt ich die Trennung fast nicht aus. Meine Gedanken waren nur bei Mister Franzmann. Ich habe ihm dann dort bei einem Straßenhändler eine Kette mit meinem Namen anfertigen lassen, die ich später, nach einer erneuten Trennung, in einem Briefkuvert zurückbekam.
Wir haben unsere Eifersucht gegenseitig mit anderen geweckt, bis wir endlich kapiert haben, dass das mit uns nichts werden konnte.
Ich wurde immer hübscher. Zum Leidwesen meiner Eltern war ich ein total flippiges Mädchen, das um jeden Preis auffallen wollte. Woran das wohl lag? …
