Was Machte Der Alkohol Mit Mir - Paula Levendig - E-Book

Was Machte Der Alkohol Mit Mir E-Book

Paula Levendig

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Beschreibung

Dieses Buch zeigt schonungslos, wie Alkohol das Leben verändert: körperlich, seelisch und im Alltag. Es erklärt die Mechanismen der Sucht, die Lügen, die man sich selbst erzählt, und die zerstörerische Kraft, die stille Abhängigkeit entwickeln kann – aber auch, wie der Weg zurück ins Leben möglich ist.

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Seitenzahl: 90

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhalt  
Inhalt ............................................1  
ꢀꢁꢂꢃꢄꢅ Botschaft.................................4  
Prolog – Der Erste Schluck ...........5  
ꢆꢇ Vorwort der Autorin..................8  
Kapitel 1 Die Leise Macht des  
Alkohols ......................................10  
Kapitel 2 Was im Körper passiert...15  
Kapitel 3 Die emotionale  
Abhängigkeit...............................20  
Kapitel - 4 Gesellschaft Feste  
Werbung .....................................25  
Kapitel 5 Familie und Kinder ......29  
Kapitel 6 Wenn das Trinken das  
Leben bestimmt ...........................34  
Kapitel 7 Der Punkt der Erkenntnis  
...................................................39  
Kapitel 8 Wege aus dem Kreislauf43  
Kapitel 9 Leben in Klarheit .........49  
Kapitel 10 Die schweigenden  
Freunde ......................................53  
Kapitel 11 Zusehen......................57  
Kapitel 12 Das Schweigen danach  
...................................................62  
1
Kapitel 13 Worte Gegen das  
Vergessen ....................................66  
Kapitel 14 Der Zerfall des Körpers  
...................................................71  
Kapitel 15 Die Rückkehr zu mir  
selbst...........................................76  
Kapitel 16 Der Punkt ohne  
Rückweg .....................................80  
Kapitel 17 Der stille Tod ..............85  
Kapitel 18 Im Kopf des Alkoholikers  
...................................................90  
Kapitel 19 Das Überleben der  
anderen.......................................96  
Kapitel 20 Der Weg in die Freiheit  
.................................................100  
Kapitel 21 Der neue Blick aufs  
Leben........................................105  
Kapitel 22 Ich bin stark .............108  
Kapitel 23 Er geht, ich bleibe .... 111  
Kapitel 24 Warum......................114  
Kapitel 25 Wenn die Liebe stirbt.119  
Kapitel 26 Loslassen..................124  
Kapitel – 27 Zwischen Licht und  
Schatten....................................128  
2
Kapitel 28 Hoffnung..................131  
Kapitel:29 Die Scham, die niemand  
sieht. .........................................134  
Kapitel 30 Die bescheidenen Arten  
des Alkoholismus ......................140  
Kapitel:31 Warum intelligente  
Menschen trinken .....................145  
Kapitel: 32 Kinder im Schatten der  
Sucht ........................................153  
Kapitel:33 Nächte, die Niemand  
erinnert.....................................162  
Kapitel: 34 Der Weg zurück ins  
Licht .........................................163  
Kapitel:35 Der Tod vor dem Tod 164  
Kapitel:36 Die Wunden ohne Blaue  
Flecken. ....................................166  
Kapitel: 37 Die, die mit sterben,  
ohne zu trinken .........................167  
Kapitel:38 Der stille Krieg im  
Körper.......................................168  
Kapitel:39 Versprechen, die nie  
gehalten werden. .......................169  
Kapitel: 40 Die großen Lüge der  
Normalität.................................171  
3
Kapitel: 41 Zwei Wege in dieselbe  
Sucht ........................................173  
Kapitel: 42 Die Dunkel Heit hinter  
dem Glas ...................................174  
Epilog Hoffnung .......................175  
Nachklang ................................179  
Was macht der Alkohol mit  
mir  
Untertitel: Wie ein Glas zur  
Gewohnheit wird und eine  
Gewohnheit das Leben verändert.  
Botschaft  
Alkohol verändert leise,  
schleichend, oft unbemerkt.  
Doch wer den Mut hat,  
hinzusehen, kann verstehen, was  
wirklich geschieht  
und sein Leben zurückgewinnen.  
4
Prolog – Der Erste Schluck  
Es beginnt fast immer harmlos.  
Ein Glas zum Anstoßen, ein  
Moment der Nähe, ein Lachen  
unter Freunden.  
Alkohol ist überall er begleitet  
Geburtstage, Feste, Abschiede  
und einsame Abende.  
Er scheint Wärme zu bringen,  
Mut, Entspannung.  
Und doch ist er wie ein leiser  
Dieb, der im Hintergrund wartet,  
bis man ihn nicht mehr bemerkt.  
Der erste Schluck schmeckt nach  
Zugehörigkeit.  
Er macht die Welt ein wenig  
leichter, die Gedanken weicher,  
die Sorgen kleiner.  
Er schenkt uns das Gefühl,  
dazuzugehören zur Gesellschaft,  
5
zur Runde, zu denen, die  
„dazugehören“.  
Aber schon in diesem Moment  
beginnt etwas, das man nicht  
sieht.  
Etwas, das in uns arbeitet, leise,  
unscheinbar, aber stetig.  
Mit jedem weiteren Glas  
verschiebt sich eine Grenze.  
Was einst Genuss war, wird  
Gewohnheit.  
Was einst Kontrolle war, wird  
Ausrede.  
Und was einst „nur ein bisschen“  
war, wird irgendwann zu viel.  
Alkohol verändert, lange bevor  
man es merkt.  
Er verändert, wie wir fühlen,  
denken, handeln.  
Er nimmt uns Stück für Stück das,  
was wir eigentlich sind  
6
und lässt uns glauben, wir wären  
freier, während wir uns verlieren.  
Niemand beginnt zu trinken, um  
sich selbst zu schaden.  
Und doch geschieht genau das,  
Tag für Tag, leise, schleichend.  
Erst spüren wir nur das Brennen  
im Hals.  
Später das Brennen im Leben.  
Dieses Buch ist kein Urteil.  
Es ist eine Einladung,  
hinzusehen.  
Ehrlich, mutig und ohne Scham.  
Denn erst, wenn wir verstehen,  
was der Alkohol mit uns macht,  
können wir wieder beginnen, uns  
selbst zu sehen.  
7
Vorwort der Autorin  
Ich schreibe dieses Buch, weil  
Alkohol für viele Menschen zur  
Normalität geworden ist  
und doch eine der stillsten  
Gefahren unserer Zeit bleibt.  
Er begleitet uns bei Festen, in  
Momenten der Freude, der Trauer  
oder der Langeweile.  
Er ist gesellschaftlich akzeptiert,  
sogar gefeiert und genau das  
macht ihn so gefährlich.  
Ich habe gesehen, was Alkohol mit  
Menschen macht.  
Wie er die Persönlichkeit  
verändert, das Lachen trübt,  
Familien entzweit und Träume  
zerstört.  
Wie leicht er sich in das Leben  
schleicht, bis man ihn nicht mehr  
hinterfragt.  
8
Und wie schwer es ist, ehrlich  
hinzusehen.  
Dieses Buch ist kein Urteil.  
Es ist ein Wegweiser ein Versuch,  
Verständnis zu schaffen.  
Es will Mut machen, eigene  
Gewohnheiten zu erkennen, statt  
sie zu verbergen.  
Denn der Weg aus der  
Abhängigkeit beginnt nicht in der  
Therapie,  
sondern in dem Moment, in dem  
man sagt:  
„Ich will wissen, was der Alkohol  
mit mir macht.“  
Ich widme dieses Buch allen,  
die sich selbst oder jemanden  
lieben, der trinkt.  
Und denen, die bereit sind, sich  
auf die Suche nach sich selbst zu  
begeben.  
9
Paula Levendig  
Felanitx, im Herbst 2025  
Kapitel 1 Die Leise Macht des  
Alkohols  
Alkohol ist überall.  
Er steht auf dem Tisch bei  
Familienfeiern, in Schaufenstern,  
auf Plakatwänden.  
Er wird verschenkt, gefeiert,  
empfohlen.  
Kaum ein anderes Suchtmittel hat  
eine so harmlose Maske.  
Wir nennen ihn Genuss,  
Entspannung, Belohnung.  
Doch hinter dieser Fassade liegt  
eine Macht, die stärker ist, als  
viele glauben.  
Es beginnt in kleinen Momenten.  
Ein Glas nach einem langen Tag,  
„um runterzukommen“.  
10  
Ein Sekt, um zu feiern.  
Ein Bier, um dazuzugehören.  
Niemand denkt an Abhängigkeit,  
wenn er das erste Mal trinkt.  
Denn Alkohol ist kein Fremder er  
ist gesellschaftlich willkommen,  
sogar erwartet.  
Diese Selbstverständlichkeit ist  
sein größter Trick.  
Er tarnt sich als Freund, als  
Begleiter in allen Lebenslagen.  
Er gibt das Gefühl, den Stress zu  
dämpfen, die Hemmung zu lösen,  
den Schmerz zu betäuben.  
Doch während wir uns  
entspannen, verändert sich still  
etwas in unserem Inneren.  
Das Gehirn merkt sich das Gefühl  
der Erleichterung und will es  
wieder.  
So entsteht die erste unsichtbare  
Spur, die zur Gewohnheit wird.  
11  
Die Werbung macht es uns leicht,  
zu vergessen, was Alkohol ist: ein  
Nervengift.  
Ein Stoff, der jede Zelle erreicht,  
jede Stimmung beeinflusst, jedes  
Gefühl verzerrt.  
Er wird mit Freiheit verbunden,  
mit Lebensfreude, mit Erfolg.  
Schöne Menschen auf bunten  
Plakaten, lachende Gruppen im  
Abendlicht sie erzählen eine Lüge  
in Hochglanzfarben.  
Denn was sie nicht zeigen, sind  
die leeren Blicke, die Tränen, das  
Zittern, die Scham.  
Viele Menschen sagen: Ich trinke  
nur gelegentlich.  
Aber was heißt das wirklich?  
Wann wird aus „gelegentlich“ ein  
Muster?  
Wann aus einem Glas ein Ventil,  
aus einem Ventil eine Flucht?  
12  
Die Wahrheit ist: Es gibt keinen  
sicheren Punkt, an dem man  
aufhören kann, bevor es beginnt.  
Denn Alkohol ist schleichend und  
gerade das macht ihn so  
gefährlich.  
Die leise Macht des Alkohols liegt  
nicht im Rausch.  
Sie liegt in der Normalität.  
In dem Satz: „Ach, ein Glas  
schadet doch nicht.“  
In dem Moment, in dem wir  
aufhören, zu hinterfragen.  
Er verändert nicht nur den  
Körper, sondern das Denken.  
Er verschiebt Grenzen, Werte,  
Wahrnehmung.  
Was gestern zu viel war, ist  
morgen normal.  
Was gestern Gewissen war, ist  
morgen Gleichgültigkeit.  
13  
So wächst seine Macht still,  
unsichtbar, akzeptiert.  
Doch wer einmal innehält,  
erkennt die Täuschung.  
Man sieht plötzlich, wie  
allgegenwärtig der Alkohol ist  
wie er Gespräche lenkt, Abende  
bestimmt, Stimmungen ersetzt.  
Und man beginnt zu fragen:  
Warum brauche ich etwas, um  
mich gut zu fühlen?  
Warum gehört Alkohol zu jedem  
„schönen Moment“ dazu?  
Die Antworten sind unbequem.  
Denn sie führen zu uns selbst  
zu unseren Ängsten,  
Erwartungen und Verletzungen.  
Aber genau dort, wo diese  
Fragen beginnen,  
endet die Macht des Alkohols.  
14  
Kapitel 2 Was im Körper passiert  
Der Alkohol, den wir trinken, ist  
Ethanol ein Stoff, der den Körper  
sofort verändert.  
Er gelangt über Mund, Magen  
und Darm ins Blut und in wenigen  
Minuten bis ins Gehirn.  
Von da an beginnt eine  
Kettenreaktion, die kaum jemand  
wirklich versteht,  
weil sie leise und unsichtbar  
abläuft.  
Der erste Schluck erzeugt  
Wärme.  
In Wahrheit weiten sich nur die  
Blutgefäße, und die Haut gibt  
Wärme ab.  
Der Körper kühlt aus, obwohl er  
sich warm anfühlt.  
Das Gehirn reagiert mit einem  
kurzen Gefühl von Entspannung  
nicht, weil etwas besser wird,  
15  
sondern weil die Reizleitung der  
Nervenzellen gedämpft wird.  
Alkohol täuscht.  
Er täuscht Ruhe vor, wo  
Anspannung ist.  
Er täuscht Mut vor, wo  
Unsicherheit lebt.  
Er täuscht Nähe vor, wo  
eigentlich Distanz bleibt.  
Im Gehirn wird Dopamin  
ausgeschüttet der Botenstoff für  
Belohnung.  
Wir spüren einen kurzen Moment  
von Zufriedenheit.  
Doch je öfter wir diesen Reiz  
künstlich erzeugen, desto  
schwächer reagiert das Gehirn.  
Es braucht mehr, um denselben  
Effekt zu spüren.  
So entsteht der Kreislauf der  
Gewöhnung.  
16  
Gleichzeitig sinkt der Spiegel von  
Serotonin  
der Stoff, der uns inneren Frieden  
und Zufriedenheit schenkt.  
Das Ergebnis: Nach dem Rausch  
folgt oft Leere, Gereiztheit oder  
Traurigkeit.  
Viele trinken dann wieder, um  
dieses Gefühl zu vertreiben.  
So schließt sich der Kreis Tag für  
Tag, Glas für Glas.  
Auch der Körper leidet still.  
Die Leber, unser  
Entgiftungsorgan, arbeitet  
unermüdlich,  
um den Alkohol abzubauen,  
Milliliter für Milliliter.  
Dabei entstehen Stoffe, die  
giftiger sind als der Alkohol  
selbst.