Der Betrüger - Helga Geerkens - E-Book

Der Betrüger E-Book

Helga Geerkens

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Beschreibung

Ein vorbestrafter Geschäftsmann mit abgebrochener Kaufmannsausbildung legt jahrelang reihenweise Leute aufs Kreuz. Alle möglichen Geschäftsleute, erfahrene Handwerker wie auch Ingenieure, Architekten mit Hochschulabschluss und erfahrene Unternehmer gehen ihm gleichermaßen auf den Leim. Irgendwie versteht er es, selbst findige Geschäftsleute ganz geschickt um den Finger zu wickeln, egal wie kritisch und akribisch genau diese sonst bei der Anbahnung von geschäftlichen Abschlüssen vorgehen. Wenn er ihnen ein Projekt vorschlägt, bei dem sie unheimlich lukrative Aufträge bekommen und wahnsinnig viel Geld verdienen können, schießen sie irgendwann alle Vorsichtsmaßnahmen in den Wind und fallen auf ihn rein. Man denkt in dem Zusammenhang unwillkürlich an den Spruch: "Gier frisst Hirn." Und der Betrüger ist rücksichtslos. Er langt immer wieder zu. Zu seinen Opfern gehört schließlich auch der Architekt, der den Amerikanern in Bayern vor langer Zeit mal eine Rakete geklaut und diese in Einzelteilen zerlegt per Postpaket an den sowjetischen Geheimdienst nach Moskau geschickt hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jahrelang gegen den bereits vorbestraften Geschäftsmann, bis schließlich ein unerwartetes Ereignis eintritt….

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Seitenzahl: 74

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Helga Geerkens

Der Betrüger

Kurzgeschichte

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Inhalt

1. Kapitel: Der Projektmanager

2. Die Bauplanung für die Sportstätten

3. Die kriminelle Vorgeschichte des Wolf Baumann

4. Die ersten Projekte laufen an

5. Wolf Baumann als Vertreter einer AG

6. Die Planung für das ehemalige Bahngelände

7. Noch größere Auftragsvolumen der IM GmbH

8. Die ersten Finanziers bemerken, dass sie gelinkt wurden

9. Mietschulden

10. Weitere Geschädigte des Wolf Baumann

11. Der geschädigte Heizungsbauer Ziegler

12. Der geschädigte Architekt Manfred Ramminger

13. Die Anklage

14. Kapitel: Wolf Baumann setzt sich ab

15. Kapitel: Britta bereitet ihren Abflug vor

16. Kapitel: Wolf Baumann, der betrogene Betrüger!

17. Die Rache des Betrogenen

Impressum neobooks

Inhalt

D e r B e t r ü g e r

Helga Geerkens

Kurzgeschichte 2024

Ein vorbestrafter Geschäftsmann mit abgebrochener Kaufmannsausbildung legt jahrelang reihenweise Leute aufs Kreuz. Alle möglichen Geschäftsleute, erfahrene Handwerker wie auch Ingenieure, Architekten mit Hochschulabschluss und erfahrene Unternehmer gehen ihm gleichermaßen auf den Leim. Irgendwie versteht er es, selbst findige Geschäftsleute ganz geschickt um den Finger zu wickeln, egal wie kritisch und akribisch genau diese sonst bei der Anbahnung von geschäftlichen Abschlüssen vorgehen. Wenn er ihnen ein Projekt vorschlägt, bei dem sie unheimlich lukrative Aufträge bekommen und wahnsinnig viel Geld verdienen können, schießen sie irgendwann alle Vorsichtsmaßnahmen in den Wind und fallen auf ihn rein. Man denkt in dem Zusammenhang unwillkürlich an den Spruch: „Gier frisst Hirn.“

Und der Betrüger ist rücksichtslos. Er langt immer wieder zu. Zu seinen Opfern gehört schließlich auch der Architekt, der den Amerikanern in Bayern vor langer Zeit mal eine Rakete geklaut und diese in Einzelteilen zerlegt per Postpaket an den sowjetischen Geheimdienst nach Moskau geschickt hatte.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jahrelang gegen den bereits vorbestraften Geschäftsmann, bis schließlich ein unerwartetes Ereignis eintritt….

1. Kapitel: Der Projektmanager

Wolf Baumann hatte mal wieder kein Geld, aber eine Freundin, die viel Geld verschwendete. Die Britta Kuhlmann, die ihm von Zeit zu Zeit dabei half, wenn er ein neues Business aufbauen musste. Also überlegte Wolf Baumann, der sich schon mehrfach als Projektmanager oder Generalbevollmächtigter eines großen Unternehmens betätigt hatte, ob er sich nicht ein neues Projekt im Wert von vielen Millionen EURO suchen sollte. Er musste ja schließlich irgendwie den Lebensunterhalt finanzieren.

Seine letzten Vorhaben hatte er „in den Sand gesetzt“. Daher verfügte er nicht mehr über die erforderlichen Mittel, um sich als Projektmanager zu betätigen. Aber er hatte schon einen Plan, auf welche Weise er ein neues Projekt an Land ziehen konnte. Und er glaubte, eine sichere Methode gefunden zu haben, wie er problemlos an die finanziellen Mittel für dieses Projekt kommen würde. Das würde allerdings etwas Mühe und viel Arbeit verursachen. Das machte Wolf Baumann allerdings nichts aus, denn wenn es ums Geld verdienen ging, war er nicht faul.

Zunächst musste er eine neue Gesellschaft gründen, denn die letzte hatte ja, weil sie zu viele Schulden gemacht hatte, aufgelöst werden müssen. Ein Name für das neue Unternehmen war schnell gefunden: International Marketing GmbH, abgekürzt IM GmbH. Das hörte sich nach einem florierenden internationalen Handelsunternehmen an. Da Wolf Baumann Großes vorhatte und den Interessenten als gut gehendes international tätiges Handelsunternehmen gegenübertreten wollte, musste auch ein über das Minimum hinausgehendes Stammkapital her. Er stellte er sich einen Betrag in Höhe von 500.000 € vor. Die Gesellschaft sollte in Luxemburg residieren. Also konnte sie dort auch gegründet und eingetragen werden. In Deutschland hatten er und seine Freundin schon mehrere Unternehmen aufgebaut und relativ schnell wieder liquidieren müssen. Das machte natürlich keinen besonders vertrauenserweckenden Eindruck, weshalb beide dachten, es sei besser, die Firma in Luxemburg zu gründen.

Die Gesellschaft brauchte nun einen eingetragenen Geschäftsführer. Da Wolf Baumann die Vermögensauskunft abgegeben hatte, kam er für die Stellung als Geschäftsführer nicht in Frage. Aber seine Freundin, Britta Kuhlmann, die könnte diese Position übernehmen, denn sie war zumindest in der Hinsicht ein „unbeschriebenes Blatt“. Na, ja, nicht ganz unbeschrieben, weil sie ja noch ihre letzte Handelsgesellschaft liquidierte. Aber sie befand sich jedenfalls nicht in irgendeiner Insolvenz und hatte auch noch keine Vermögensauskunft abgeben müssen. Also wurde Britta Kuhlmann als Geschäftsführerin im Handelsregister eingetragen. Der Notar wunderte sich, kannte er die Dame doch nicht. Aber, da Britta alles unterzeichnete, was man ihr vorlegte, blieb dem Notar letztlich nichts weiter übrig, als die Eintragung der Freundin als Geschäftsführerin zu akzeptieren.

Dann dachte sich Wolf Baumann, wäre es gut, wenn seine Freundin neben einem anderen guten Bekannten, der ihm noch einen Gefallen schuldete, als Gesellschafter eingetragen wurde. Im Geschäftsleben machte es immer einen besseren Eindruck machen, wenn zwei Gesellschafter eine Gesellschaft mit einem so hohen Stammkapital gründeten. Er persönlich würde wegen seiner prekären finanziellen Situation nur als Projektmanager in Erscheinung treten können, aber nicht als Geschäftsführer oder Gesellschafter, weil das sofort den Insolvenzverwalter und seine Gläubiger „aufscheuchen“ würde.

Also veranlasste er seinen guten Bekannten, den Tom Markgraf, neben seiner Freundin Britta den Gesellschaftsvertrag zu unterschreiben. Der war einverstanden, nachdem Wolf Baumann ihm versichert hatte, er habe mit der Geschäftsführung nichts zu tun und müsse auch kein Stammkapital einzahlen. Diese ganzen Formalitäten würde er, Wolf Baumann, alle regeln. Dazu sei er ja schließlich der Projektmanager und Generalbevollmächtigte, je nachdem, mit wem er gerade verhandelte.

Intern war zwischen den Beteiligten vereinbart, dass die Geschäfte ausschließlich von Wolf Baumann geführt wurden. Weder seine Freundin noch sein guter Bekannter hatten nämlich jemals ein Unternehmen dieser Größenordnung geleitet. Die Handelsgesellschaft, die Britta zu der Zeit noch liquidierte, war ebenfalls von Wolf Baumann gegründet und geführt worden. Sie selbst besaß nur einen Anteil an der Gesellschaft. Die übrigen Gesellschafter waren sehr schnell aus dem Unternehmen ausgestiegen, nachdem sie realisiert hatte, dass dort nur einer sich die Taschen füllte: Wolf Baumann.

Britta Kuhlmann und Tom Markgraf hatten mit der Geschäftsführung eines Unternehmens wenig Erfahrung und waren sich auch nicht so ganz darüber im Klaren, welche Risiken sie mit dem Abschluss des Gesellschaftsvertrages eingingen. Obwohl, Britta Kuhlmann hatte ja schon mehrfach als Strohfrau agiert, wusste also, dass man ein großes finanzielles Risiko einging. Aber Wolf Baumann hatte ihnen versichert, dass sie sich keine Gedanken machen müssten, weil er ja alles managen würde. Er würde auch dafür sorgen, dass das benötigte Stammkapital eingezahlt wurde. Die beiden Gesellschafter müssten dazu kein Bargeld beisteuern. Na, ja, sie hatten ja auch kein Bargeld in dieser Größenordnung, hätten es also auch gar nicht beisteuern können.

Ebenso wenig hatte auch Wolf Baumann 500.000 €, um das Stammkapital für die Gesellschaft aufzubringen, denn er hatte wegen zahlreicher Verbindlichkeiten, die er nicht mehr hatte bedienen können, eine Vermögensauskunft beim Gerichtsvollzieher abgeben müssen. Gleichwohl hat er veranlasst, dass seine Freundin und sein Bekannter beim Notar die eidesstattliche Versicherung abgaben, das Stammkapital sei bereits in voller Höhe eingezahlt worden, eine Versicherung, die definitiv nicht den Tatsachen entsprach. Er hatte nämlich keinen einzigen Cent eingezahlt. Aber eine Firma mit einem wohlklingenden Namen, die hatte er nun. Darüber, dass die GmbH keine flüssigen Mittel besaß und deshalb nicht eine einzige Rechnung hätte bezahlen können, machte sich Wolf Baumann keine Gedanken. Diese Situationen kannte er schon aus früheren geschäftlichen Betätigungen. Irgendwie würde er es sicher hinbekommen, dass ein anderer zahlte, ein Investor vielleicht.

Seine Freundin und sein Bekannter hatten die ganzen Papiere, die sie in aller Eile beim Notar unterschrieben hatten, gar nicht alle überblickt, hatten also nicht bemerkt, dass sie eine falsche eidesstattliche Versicherung abgaben. Sie hatten noch keine Ahnung, dass Wolf Baumann mal wieder ein „krummes Ding“ abzog. Natürlich wussten sie auch nicht, dass sie für die „Schandtaten“ des Wolf Baumann in vollem Umfang haften würden, wenn das Ganze aufflog. Britta Kuhlmann allerdings ahnte es, denn sie hatte ja schon mal hautnah miterlebt, welche „Geschäftsmethoden“ ihr Freund mitunter anwendete und wie er mit Geschäftspartnern manchmal umging.

Beide Gesellschafter wussten natürlich, dass weder sie noch Wolf Baumann einen Betrag in der Größenordnung von 500.000 EURO besaßen, machten sich hierüber aber zu dem Zeitpunkt noch keine Gedanken. Noch waren ja keine Rechnungen eingegangen. Wolf Baumann hatte ja zugesagt, dass er die Finanzen regeln würde, sie sich also um nichts kümmern müssten. Wolf Baumanns Freundin Britta glaubte vielleicht eine Zeitlang, dass das Erbbaurecht an einem Münchener Grundstück, das die von ihr liquidierte Firma besessen hatte, der neu gegründeten Firma als Stammkapital zur Verfügung stehen würde. Aber wie man mit einem Erbbaurecht an einem Grundstück ein Unternehmen betreiben konnte, das überblickte sie offenbar nicht. Deshalb hat sie erst gar nicht nachgefragt.