Enkeltrick mit Hindernissen - Helga Geerkens - E-Book

Enkeltrick mit Hindernissen E-Book

Helga Geerkens

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Beschreibung

Zwei junge Männer, Günther und Hasan, wollen irgendwie schnell zu Geld kommen und haben sich gedacht, dass sie sich vielleicht als Enkeltrickbetrüger betätigen könnten. Die jungen Gangster stellen sich in dieser Geschichte allerdings so dumm an, dass die älteren Herrschaften, die sie um ihr Geld erleichtern wollten, entweder gerade etwas Wichtigeres zu tun haben oder eben gar nicht auf den Trick der beiden hereinfallen, weil sie halt etwas pfiffiger sind. In Wirklichkeit allerdings erbeuten solchen Enkeltrickbetrüger viele Millionen von den Rentnern, weil sie sie auf ganz perfide Art so unter Druck setzen, dass diese nicht mehr in der Lage sind, rational zu handeln.

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EPUB
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Seitenzahl: 55

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Helga Geerkens

Enkeltrick mit Hindernissen

Kurzgeschichte

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

1. Kapitel: Willi Kiesewetter

2. Kapitel: Günni und Hasan

3. Kapitel: Oma Hildegard, das erste Opfer

4. Kapitel: Eine Kaution für den Enkel

5. Kapitel: Eine gründliche Hintergrundrecherche

6. Kapitel: Opa Wolfgang bringt das Geld zur Wache

7. Kapitel: Die Polizei ermittelt

8. Kapitel: Günni und Hasan wagen noch einen Versuch

9. Kapitel: Nun ruft der Enkel selbst an

10. Kapitel: Ein letzter Coup

Impressum neobooks

1. Kapitel: Willi Kiesewetter

Enkeltrick mit Hindernissen

Helga Geerkens

Kurzgeschichte 2024

Inhalt (Zusammenfassung)

Zwei junge Männer, Günther und Hasan, wollen irgendwie schnell zu Geld kommen und haben sich gedacht, dass sie sich vielleicht als Enkeltrickbetrüger betätigen könnten. Die jungen Gangster stellen sich in dieser Geschichte allerdings so dumm an, dass die älteren Herrschaften, die sie um ihr Geld erleichtern wollten, entweder gerade etwas Wichtigeres zu tun haben oder eben gar nicht auf den Trick der beiden hereinfallen, weil sie halt etwas pfiffiger sind. In Wirklichkeit allerdings erbeuten solchen Enkeltrickbetrüger viele Millionen von den Rentnern, weil sie sie auf ganz perfide Art so unter Druck setzen, dass diese nicht mehr in der Lage sind, rational zu handeln.

Inhaltsverzeichnis

Willi Kiesewetter ist 82 Jahre alt und immer noch topfit, fährt jeden Tag mit seinem Fahrrad zum Einkaufen, zum Friedhof und geht mehrmals am Tag mit seinem Hund Oskar spazieren, manchmal sogar mit seinem Enkel Bastian, aber mit dem nicht so gern, weil der ständig auf seinem Handy daddelt. Das nervt ihn. Man kann sich nicht so gut unterhalten, wenn der potentielle Gesprächspartner ständig nur in sein Telefon starrt und von der Umwelt und den Mitmenschen nichts mitbekommt. Aber der Opa mag ihn, denn Bastian ist anders als die anderen Kinder, die Willi Kiesewetter sonst so kennt. Er ist intelligent und wird es einmal zu etwas bringen.

Willi Kiesewetter ist Witwer. Seine Frau Mathilde ist vor zwei Jahren gestorben. Durch einen Herzinfarkt, hatte der Arzt gesagt. Seitdem lebt Willi Kiesewetter allein. Das heißt, ganz allein ist er ja nicht, weil sein Hund Oskar ja auch noch mit in seiner Wohnung lebt. Aber leider redet Oskar nicht, jedenfalls nicht in einer Sprache, die auch Willi versteht, eher in einer Art Gebärdensprache, übertönt mitunter von lautem Bellen oder anderen Geräuschen. Man ahnt in etwa, was der Hund gerade will, aber eine Unterhaltung ist das definitiv nicht.

Manchmal bekommt Willi Kiesewetter Besuch von einem seiner beiden Söhne Peter und Martin. Seltener bringen die Söhne auch seine Schwiegertöchter Marion und Gisela mit. Wenn sie zusammen kommen, muss Willi immer Kuchen für die Damen besorgen, denn ein Glas Bier lassen die sich nicht aufschwatzen. Bier zu besorgen, ist für Willi natürlich viel einfacher, denn damit kennt er sich gut aus. Aber Kuchen, da weiß er manchmal nicht so richtig, was die Damen sich so vorstellen. Willi selbst mag das süße Zeug überhaupt nicht.

Früher sind noch immer die Enkel mitgekommen, als sie noch klein waren. Peters Kinder waren die Sandra und der Bastian. Martins Kinder waren der Markus und der Oliver. Die kamen seit Oma Kiesewetters Tod kaum noch, denn mit Opa Kiesewetter kamen die Enkel, bis auf Bastian, nicht so gut zurecht. Opa war zu kritisch, wenn sie sich etwas modisch angezogen und Ringe durch die Nase gezogen haben. Das mochte Opa nicht so sehr, er hasste es geradezu und sagte ihnen das auch ganz direkt.

Bastian war eine rühmliche Ausnahme, glaubte Willi. Der Junge war begabt, denn er hatte gute Noten in Mathe und Physik, beschäftigte sich in seiner Freizeit intensiv mit der Informatik und hatte bereits ein kleines Programm für Mobiltelefone geschrieben, das sogar gekauft wurde. Der Junge würde bestimmt später mal studieren, dachte Willi. Ganz sicher würde der Bastian einen interessanten Beruf mit Zukunft ergreifen. Das hatte Willi im Gefühl.

Bastian hatte auch weder Ringe noch Ketten in der Nase oder am Auge. Selbst sein Bauchnabel war absolut metallfrei. Das imponierte dem Willi. Bastian sagte zu Willi: „Opa, das mit den Ringen und Metallen, das machen die doch nur, um in ihrer Community aufzufallen. So etwas habe ich nicht nötig.“

Bastians Schwester Sandra war noch zu jung, um mit Metallstücken herumzuhantieren. Sie spielte manchmal noch mit Puppen. Das konnte Willi ihr nicht verdenken, war sie doch gerade vor ein paar Monaten erst eingeschult worden. Mit ihr konnte Willi natürlich noch nicht über alles reden, dazu war sie noch zu jung. Aber das Mädchen war in Ordnung.

Markus und Oliver hingegen, Martins Söhne, waren faul und hatten in der Schule kaum Erfolg. Es war nur eine Frage der Zeit, wie lange sich Martin und Gisela das Drama ihrer Söhne in der Schule noch anschauen würden. Ständig mussten sie zum Sprechtag, weil einer ihrer Söhne oder sogar beide in mehr als einem Fach auf der Kippe standen.

Dann mussten sie wieder monatelang einen Nachhilfelehrer bezahlen, um den Kids die Versetzung ins nächste Schuljahr doch noch zu ermöglichen. Darüber hinaus mussten sie dann auch noch mit Engelszungen auf die Lehrer einreden, wie sehr ihre beiden Jungen zu Hause für die Schule lernten, und es wäre doch ungerecht, wenn ihre Jungs trotz des immensen Zeitaufwands für die Schule in diesem oder jenem Fach nicht wenigstens mit einer ausreichenden Note belohnt würde.

Bastian hingegen, Willis Lieblingsenkel, war das genaue Gegenteil. Er war fleißig und überaus begabt, seine Versetzung war nie in Frage gestellt. Nachhilfeunterricht hatte Bastian noch nie gebraucht. Im Gegenteil, Bastian gab oft seinen Mitschülern Nachhilfe in Mathe und Physik.

Und der smarte Junge verdiente bereits sein eigenes Geld, nicht viel, aber immerhin. Die Entwicklung des Programms für Mobiltelefone hatte ihm wenigstens schon ein paar Euro eingebracht. Und er stand ja noch am Anfang seiner Karriere. Willi war der felsenfesten Überzeugung, dass aus Bastian mal ein ganz Großer wird, vielleicht sogar ein berühmter Wissenschaftler, wer weiß?

Willi hatte es nicht so mit der Informatik. Er hatte ein Mobiltelefon, das er einigermaßen bedienen konnte. Wenn er mit dem Telefon Probleme hatte, konnte er immer Bastian fragen. Der erklärte ihm alles ganz genau. Ohne Bastian könnte Willi sein Handy glatt vergessen. Aber Bastian wusste bei jedem Problem sogleich, was zu tun war.

Bastian hatte ihm vor einigen Wochen die von ihm entwickelte App auf sein Mobiltelefon aufgespielt. Allerdings wusste Willi nicht so recht, was er damit anfangen sollte. „Damit kannst du mit einem einzigen Passwort in alle möglichen sozialen Netzwerke und sogar einkaufen. Du musst dir also nicht mehrere Passwörter merken“, hatte Bastian ihm erklärt.