Der Despot im Weltall - Helga Geerkens - E-Book

Der Despot im Weltall E-Book

Helga Geerkens

0,0
5,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Der KGB war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die am effektivsten organisierte kriminelle Bande Russlands. Dieser Geheimdienst, also eigentlich seine Bediensteten, waren deshalb in der Lage, sich nach dem Zerfall der Sowjetunion die lukrativsten Vermögensstücke des zerfallenden Landes zusammenzuraffen, denn staatliches Vermögen beiseite zu schaffen, das war auch schon zu Zeiten der Sowjetunion das hauptsächliche Betätigungsfeld dieses Geheimdienstes. Die Mitarbeiter dieses Geheimdienstes wussten, wie man Vermögen raubt, sichert und außer Landes schafft. Sie waren bandenmäßig organisiert. Einer dieser Bandenmitglieder war der russische Präsident. Er wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion auch Mitglied einer der Nachfolgeorganisationen des KGB, nämlich des FSB. Und diese kriminellen Burschen wie auch der russische Präsident als der Oberkriminelle, der Boss der Bande, haben infolge der intelligenten Anschläge aus der Ukraine im Mai 2025 einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen, der den russischen Diktator zu einer Witzfigur zusammenschmelzen ließ. Im Mai 2025 ist nämlich ein riesiges Datenleck in der modernsten russischen Atomwaffenbasis in Jasny offengelegt worden mit allen technischen Details. Westliche Geheimdienste haben auf diese Weise die Möglichkeiten erlangt, sämtliche Schwachstellen auszuloten und die russischen Atomraketen noch vor deren Abschuss zu zerstören. Damit ist die atomare Abschreckung des russischen Despoten endgültig dahin! Das ist Teil der Realität, und dann folgt eine Phantasiegeschichte, die leider nicht der Realität, sondern nur meiner Phantasie entspringt. Die Phantasiegeschichte endet schließlich in einer Katastrophe, für die Russen natürlich, nicht aber für uns und für die Ukraine. Der Ukrainekrieg endet, und der Despot findet sich plötzlich in einer Umlaufbahn des Jupiter, saust also fortwährend mit einer irren Geschwindigkeit um diesen Planeten herum.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 170

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Helga Geerkens

Der Despot im Weltall

Eine Phantasiegeschichte mit satirischen Elementen

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

1. Einleitung

2. Die militärische Spezialoperation

3. Endlose Blamagen für den Despoten

4. Der Despot lässt seine Gegner killen

5. Die Aggressoren schießen sich selbst ins Abseits

6. Ukrainische Spezialoperationen

7. Das Seebeben und die finanziellen Folgen

8. Der britische Geheimdienst wird aktiv

9. Anschläge auf Politiker und Oligarchen

10. Der Despot erneuert sein atomares Arsenal

11. Die Suche nach den Verantwortlichen

12. Streng geheime Baupläne neuer Nuklearwaffen

13. Die Briten informieren die Amerikaner

14. Die russische Welt

15. Kontaktaufnahme zu Kim

16. Besuch bei Lukaschenko

17. Beim Diktator in Peking

18. Die Südamerikareise des russischen Präsidenten

19. Versuch, die EU-Sanktionen zu umgehen

20. Der Despot trifft den amerikanischen Präsidenten

21. Rückzug der Russen aus der Ostukraine

22. Der fliegende Palast des Despoten

Impressum neobooks

1. Einleitung

Der Despot im Weltall

Helga Geerkens

Eine Phantasiegeschichte mit satirischen Elementen

Inhalt (Zusammenfassung)

Der KGB war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die am effektivsten organisierte kriminelle Bande Russlands. Dieser Geheimdienst, also eigentlich seine Bediensteten, waren deshalb in der Lage, sich nach dem Zerfall der Sowjetunion die lukrativsten Vermögensstücke des zerfallenden Landes zusammenzuraffen, denn staatliches Vermögen beiseite zu schaffen, das war auch schon zu Zeiten der Sowjetunion das hauptsächliche Betätigungsfeld dieses Geheimdienstes. Die Mitarbeiter dieses Geheimdienstes wussten, wie man Vermögen raubt, sichert und außer Landes schafft. Sie waren bandenmäßig organisiert. Einer dieser Bandenmitglieder war der russische Präsident. Er wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion auch Mitglied einer der Nachfolgeorganisationen des KGB, nämlich des FSB.

Und diese kriminellen Burschen wie auch der russische Präsident als der Oberkriminelle, der Boss der Bande, haben infolge der intelligenten Anschläge aus der Ukraine im Mai 2025 einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen, der den russischen Diktator zu einer Witzfigur zusammenschmelzen ließ. Im Mai 2025 ist nämlich ein riesiges Datenleck in der modernsten russischen Atomwaffenbasis in Jasny offengelegt worden mit allen technischen Details. Westliche Geheimdienste haben auf diese Weise die Möglichkeiten erlangt, sämtliche Schwachstellen auszuloten und die russischen Atomraketen noch vor deren Abschuss zu zerstören. Damit ist die atomare Abschreckung des russischen Despoten endgültig dahin!

Das ist Teil der Realität, und dann folgt eine Phantasiegeschichte, die leider nicht der Realität, sondern nur meiner Phantasie entspringt. Die Phantasiegeschichte endet schließlich in einer Katastrophe, für die Russen natürlich, nicht aber für uns und für die Ukraine. Der Ukrainekrieg endet, und der Despot findet sich plötzlich in einer Umlaufbahn des Jupiter, saust also fortwährend mit einer irren Geschwindigkeit um diesen Planeten herum.

Inhaltsverzeichnis

Der russische Präsident hat sein Handwerk, das ihn letztlich zum Autokraten gemacht hat, beim sowjetischen KGB erlernt. Der sowjetische Geheimdienst hatte natürlich selbst zu Gorbatschows Zeiten nichts mit Frieden und Glasnost zu tun, ebenso wenig mit Perestroika. Er blieb bis zuletzt ein Geheimdienst, der schmutzige Methoden anwandte, um das System und seine Macht zu erhalten. Dafür sorgten die Offiziere des KGB, die stets im Untergrund operierten. Lügen und Betrügen, das war ihr grundlegendes Handwerk.

Schon zu Zeiten des KGB waren dessen Mitarbeiter, die sich wie Mitglieder einer kriminellen Bande verhielten, damit befasst, überall dort, wo sie ihre Feinde vermuteten, russische Propaganda und Lügen mit Hilfe von Trollfabriken zu verbreiten. Also in ganz Europa, aber auch im eigenen Land, denn auch die eigenen Bürger wurden, wenn sie Kritik äußerten, als Feinde betrachtet, als innere Feinde sozusagen. Die „Geheimagenten“ haben also dafür gesorgt, dass Kritiker schnell für viele Jahre in einem sowjetischen Gefängnis verschwanden. Im übrigen befassten sie sich hauptsächlich mit dem Zusammenraffen der Vermögensgegenstände anderer, genauer gesagt: mit Raub und Diebstahl von Staatseigentum. Daneben betrieben sie, wie alle staatlichen Bediensteten in der Sowjetunion, natürlich Korruption zur persönlichen Bereicherung. Zur Sowjetzeit war die Propaganda auf die damals verfügbaren Medien beschränkt, während die Regierung nach dem Zerfall der Sowjetunion vermehrt auf soziale Medien gesetzt hat, wodurch die Beeinflussung der Bevölkerung natürlich noch erheblich verstärkt und vereinfacht wurde.

Seit dem Zerfall der Sowjetunion nennt sich der Geheimdienst allerdings FSB, SWR oder GRU. Aus dem sowjetischen ist ein russischer Geheimdienst geworden. Er ist natürlich kein bisschen besser als der sowjetische Geheimdienst, im Gegenteil. Im FSB, zu dem auch der russische Präsident zuletzt gehörte, werden in erster Linie nach Art eines Inlandsgeheimdienstes die Attentate auf die eigenen Staatsbürger organisiert, also der bekannte Sturz aus dem Fenster oder vom Balkon und ähnliche Missetaten. Oder es werden Strafverfahren gegen unschuldige, aber missliebige Bürger konstruiert und Beweismittel gefälscht oder untergeschoben. Die Bediensteten der Geheimdienste agieren exakt wie Kriminelle einer verschworenen Bande.

Viele dieser Bandenmitglieder des FSB führen aber auch Auslandsaufträge durch, wie etwa der Agent Krasikow, der vor einigen Jahren im Berliner Tiergarten den tschetschenisch-georgischen Flüchtling und politischen Gegner des russischen Präsidenten im Auftrag eben jenes russischen Präsidenten erschossen hat. Wahrscheinlich sind das ähnlich wie bei der militärischen Spezialoperation dann geheimdienstliche Spezialoperationen des russischen Präsidenten. Jedenfalls war der Tiergartenmörder für den russischen Präsidenten so wichtig, dass er ihn nach seiner Verurteilung freigekauft hat, indem er mehrere deutsche und europäische und sogar einige russische Dissidenten zum Austausch aus den russischen Gefängnissen überstellt hat. Nicht nur das, als ob er seine Ambitionen gegenüber der deutschen Regierung noch einmal klarstellen wollte, hat der russische Präsident diesen Auftragskiller nach dem Freikauf auch noch persönlich am Flughafen begrüßt. Wie sich verschworene Bandenmitglieder eben begrüßen.

Der GRU ist der militärische Dienst, der in aller Regel Attentate und auch Hackerattacken im Ausland durchführt. Dort ist meistens zuständig für Sabotageakte, Mordanschläge und ähnliche unfreundliche Akte die berüchtigte Hackerabteilung des GRU, die Abteilung APT29155. Wie die Spezialagenten des FSB führen auch diese unfreundlichen Zeitgenossen im Ausland Attentate gegen Opponenten der Regierung für und im Auftrag des Präsidenten durch. Wie etwa die Giftanschläge auf politische Gegner in London.

In Europa sind die russischen Geheimdienste berüchtigt wegen ihrer Brutalität und ihrer fürchterlichen penetranten Propaganda, einer Lügenmaschinerie bisher unbekannten Ausmaßes, die sich wie eine Hydra besonders über die sozialen Medien in der Öffentlichkeit ausgebreitet hat. Und schließlich wegen ihrer ungeheuren Sabotageakte auf die kritische Infrastruktur. Welche Attentate auf ihr Konto gehen, ist den europäischen Ermittlungsbehörden im einzelnen so genau nicht bekannt, denn auch wenn die Geheimdienste der europäischen Länder durchaus in der Lage sind, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und die Sicherheitsbehörden die Täter vor Ort gelegentlich auch festnehmen können, so weiß die Öffentlichkeit immer noch nicht sehr viel über das Ausmaß der russischen Beeinflussung in Europa. Und man hat den Eindruck, dass auch die Ermittlungsbehörden die Verantwortlichen für die Anschläge in den meisten Fällen nicht kennen. Nur den Auftraggeber, den kennen sie natürlich.

Was die Ermittlungsbehörden definitiv wissen, dass es in den überaus meisten Fällen russische oder weißrussische Geheimdienstagenten sind, die die Attentate verüben. Unter anderem sind die russischen Hacker in staatlichem Auftrag für die Cyberangriffe auf die olympischen Winterspiele in Südkorea verantwortlich, für die Angriffe auf das österreichische Außenministerium und auf den deutschen Bundestag. Speziell für die russischen Hackerangriffe dienen die Abteilungen APT 28, APT 29 und APT 44, die allesamt vom GRU gesteuert werden. Sie haben auch die Angriffe auf die SPD-Parteizentrale, auf die Bundeswehroffiziere, mehrere Unikliniken und verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen verübt.

Und die Agenten der russischen Dienste sind bekannt für ihre geschickten Manöver beim Verstecken ihrer Beute aus kriminellen Geschäften, Korruption und Drogenhandel in europäischen Steuerparadiesen, also dort, wo die Oligarchen und die russischen Politiker, allen voran der russische Präsident, ihr Vermögen gebunkert haben. Während die russische Bevölkerung zumindest in den östlich gelegenen Landesteilen kaum genug zu essen hat, verfügen der Präsident und seine Entourage über ein immenses Milliardenvermögen, welches die Beteiligten im Laufe der Jahrzehnte durch Korruption und illegale Transaktionen, bestehend im wesentlichen aus kriminellen Aktivitäten, zusammengerafft haben, selbstverständlich auf Kosten der russischen Bevölkerung, die dieses Vermögen größtenteils erwirtschaftet hat, ohne davon jemals profitieren zu können. Durch die unterschiedlichen kriminellen Aktivitäten der Geheimdienste kommt immer mehr Vermögensmasse hinzu, die meistens im europäischen Ausland investiert wird. Zur eigenen Wirtschaft scheint die russische Geheimdienstelite kein besonders großes Vertrauen zu haben. Angesichts der Entwicklungen infolge des Ukrainekrieges muss man den Geheimdiensten zugestehen, dass ihre Annahme durchaus richtig war. Russische Geheimagenten scheinen also nicht gänzlich unbedarft zu sein.

2. Die militärische Spezialoperation

Der aus dem KGB zu Zeiten der Sowjetunion hervorgegangene Alleinherrscher und imposante Feldherr führt selbstverständlich keinen Krieg gegen die Ukraine. Nein, versichert er unwidersprochen, denn er leitet dort lediglich eine militärische Spezialoperation der russischen Streitkräfte innerhalb eines Staatsgebietes, dass er Kleinrussland nennt. Aus dieser Logik heraus bestreitet der russische Diktator natürlich, dass sein Militär auf seinen Befehl in die Ukraine einmarschiert ist, das Land also angegriffen und überfallen hat. Der russische Präsident behauptet stattdessen, die Menschen im Westen würden manipuliert. In Wahrheit habe Russland nur deswegen im Donbass eingegriffen, ja eingreifen müssen, weil ukrainisches Militär die Einwohner des Donbass terrorisiert habe. Russland habe diesen Menschen helfen müssen, sie vor den Angreifern aus der westlichen Ukraine und aus der Regierungspartei beschützen müssen! Es habe die Attacken und Übergriffe der ukrainischen Militärs abwehren müssen! Die Ukrainer hätten ja nicht einmal eine legitime Regierung, die derartige Manöver hätte befehlen dürfen. Die derzeitige Marionettenregierung werde von Russland nicht anerkannt.

Sicher, es herrscht kein normaler Krieg in der Ukraine, sondern die russischen Soldaten zerbomben und zerstören das gesamte Territorium, als ob sie daraus eine einsame Wüstengegend machen wollten. Ganze Regionen werden unbewohnbar gemacht. Es wird mit allen möglichen Mitteln gekämpft einschließlich der Folterung der Zivilbevölkerung. Gerade die Zivilbevölkerung wird besonders in Mitleidenschaft gezogen. Gegen sie richten sich nämlich die meisten militärischen Angriffsszenarien, denn die Militärspitze Russlands will schließlich den Widerstand dieser Zivilbevölkerung gegen ihre brachiale militärische Invasion brechen. Diese Art von Kriegsführung gegen alle Bestimmungen des Völkerrechts ist keine Besonderheit, jedenfalls nicht für das russische Militär. Die russische Führung hat sich noch nie um internationale Vereinbarungen oder Vorschriften des Völkerrechts gekümmert. Sie führt ihre Kriege immer auf dieselbe brutale Art und Weise, indem sie besonders die Zivilbevölkerung malträtiert. Diese menschenverachtende militärische Taktik von systematischen Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung kennzeichnet den Krieg der Sowjets in Afghanistan und die späteren russischen Kriege in Tschetschenien, Syrien, Georgien und einigen afrikanischen Staaten. Und sie wird selbstverständlich auch in der Ukraine angewandt. Offensichtlich wurde das ja bereits nach den ersten Wochen in den Dörfern und Vorstädten in der Umgebung der Hauptstadt Kiew, beispielsweise in Butscha. Brutalität gegen eine unbewaffnete Zivilbevölkerung, das ist die typische Art der russischen Kriegsführung, weil russische Soldaten andere Taktiken nicht beherrschen.

Genau weiß der oberste Feldherr das vermutlich selbst nicht mehr, was sein Militär dort in der Ukraine eigentlich anstellt. Aber er will das Stückchen Erde, das dem ukrainischen Volk gehört, unbedingt haben. Das ist eines der vorrangigsten Ziele dieses Diktators. Dies will er durch Raub und Erpressung gewaltsam durchsetzen. In erster Linie interessieren den russischen Alleinherrscher offenbar die gewaltigen Bodenschätze der Ukraine und natürlich die lukrative Großindustrie in der Ostukraine. Das ganze Territorium soll möglichst schnell heim ins russische Großreich! Der russische Präsident träumt seit Jahrzehnten von einem mächtigen Weltreich, das er allein beherrscht und das alles bisher Dagewesene gewaltig übersteigt. Er will vermutlich in die Geschichte eingehen als der Alleinherrscher einer großartigen, riesigen, ständig in Ausdehnung begriffenen Weltmacht, vor der alle anderen Staaten großen Respekt haben. Gegenüber den amerikanischen Präsidenten hat er sich immer schon unterlegen gefühlt. Aber damit soll nun definitiv Schluss sein. Er will nicht länger eine Regionalmacht von untergeordneter Bedeutung regieren.

Natürlich war die Invasion aus russischer Sichtweise auch dringend erforderlich, weil der Diktator den wachsenden Einfluss der Europäischen Gemeinschaft in der Ukraine, die ja seiner maßgeblichen Auffassung nach zu seinem eigenen Weltreich gehörte, auf keinen Fall weiter dulden konnte. Die russischen Oligarchen und die Geheimdienste brauchten schließlich das ukrainische Hinterland mit seinen vielen Großunternehmen und den Banken als Geldwaschmaschine für geheimdienstliches Kapital aus kriminellen Geschäften. Eine Frechheit seitens der Europäischen Gemeinschaft, seinem Kleinrussland eine Mitgliedschaft in ihrem Verein anzubieten!

Und Russland brauchte die Ukraine mit ihren wirtschaftlichen Werten, vor allem den vielen Rohstoffen und den Unternehmen der Rüstungsindustrie und der Elektronik. Zahlreiche vormals sowjetische Unternehmen der Rüstungsindustrie und Raumfahrttechnik in der Ostukraine hatten russische Eigentümer. Mit der Annäherung der Ukraine an die Europäische Gemeinschaft wurde es für die Russen immer schwieriger, ihre wirtschaftlichen Interessen in diesem ihrem Kleinrussland durchzusetzen. Ukrainische Behörden schauten nämlich seit einiger Zeit etwas genauer auf die Art der Geschäfte, die die Russen in der Ostukraine betrieben. Einen Selbstbedienungsladen, wie ihn die Oligarchen nach dem Zerfall der Sowjetunion in Russland errichtet hatten, konnten die russischen Geheimdienstler dort also nicht mehr erwarten. Im Gegenteil hatte die ukrainische Regierung doch großes Interesse an der Korruptionsbekämpfung. Sie war ja gehalten, die von der Europäischen Gemeinschaft gestellten Vorgaben einzuhalten. Ohne Korruption aber florierte das Geschäftsmodell der Oligarchen nicht.

Um sein militärisches Ziel zu erreichen, hat der russische Präsident zu Beginn seiner sogenannten militärischen Spezialoperation zunächst seine riesige Militärhorde mitsamt Panzern, Panzerfahrzeugen und Artilleriegeschützen in Bewegung gesetzt und mit geringfügigen Mengen Munition und noch geringfügigeren Mengen an Treibstoff ausgestattet, weil die Aktion ja bestimmungsgemäß schon nach wenigen Tagen erfolgreich beendet werden sollte. Länger würde seine glorreiche Sowjetarmee für die Eroberung von Kleinrussland bestimmt nicht benötigen, glaubte der oberste Feldherr, obwohl er aus dem Tschetschenienkrieg eigentlich wissen musste, dass seine Armee nicht einmal einer Freiwilligenarmee, bestehend aus nicht einmal zweitausend Freizeitkämpfern aus Grosny gewachsen war.

Zu einem seiner Generäle sagte der Despot, bevor er die Truppen aufmarschieren ließ: „Sergej Wladimirowitsch, du bist mir verantwortlich dafür, dass diese treuen Rekruten, die ich dir in das Kampfgebiet geschickt habe, keinen Unsinn anstellen, sondern mir das ganze Land, das riesige Territorium Kleinrusslands, das ich für meine großartigen Planungen unbedingt brauche, schnellstens erobern!“ „Jawoll, mein Präsident! Sie können sich auf mich verlassen!“

Für den Eroberungsfeldzug brauchten sie, die russischen Rekruten, nach der Vorstellung ihrer Militärspitze keine besondere Verpflegung, sondern lediglich Benzin- oder Dieselvorräte in geringerem Umfang, nur so viel, dass es bis ins Kampfgebiet hinein reichte. Was des Präsidenten Militärangehörige für die Eroberung brauchten, sollten sie sich gefälligst unterwegs bei der ukrainischen Bevölkerung beschaffen. Kleinrussland hatte ja genug Ressourcen. Das Ausplündern der Zivilbevölkerung hatten die Militärs schließlich in Tschetschenien lange genug geübt. Darin waren sie also seit Jahrzehnten umfassend geschult. Konkrete zeitliche Vorgaben hatte der Diktator seinen Generälen nicht gemacht, aber die wussten auch ohne besondere Anweisungen, dass sie schnellstens Erfolge vorzeigen mussten.

Der Diktator ließ also das zu überfallende Land durch seine berüchtigte Militärhorde mit seinen weltbekannten Panzerfahrzeugen und weiteren schwerem Militärgerät umzingeln, um am folgenden Tag dort einzumarschieren. Die Umzingelung erfolgte im Rahmen öffentlichkeitswirksamen Militärshow, bei der seine großartigen Generäle dem staunenden Publikum im Zuge einer Parade zeigen konnten, wie aufsehenerregend, beeindruckend und atemberaubend die gewaltige militärische Ausrüstung des russischen Diktators daherkam. Erst nach dieser Militärshow erfolgte einen Tag später der Einmarsch.

Die Operation selbst war kein großes Ding, denn seine Militärs waren ja hervorragend ausgebildet im systematischen Abknallen von widerstandsfähigen Zivilisten, der systematischen Ausplünderung der Bewohner, der Erpressung von Informationen und Finanzen durch Folter und noch einigen anderen Taktiken, die sie schon vorher in Tschetschenien und Syrien erfolgreich geprobt hatten. Wenn ihr begnadeter Präsident mit der Halbinsel Krim nicht genug hatte, dann mussten sie eben den Rest des Landes noch zusätzlich erobern. Im Prinzip war den russischen Militärangehörigen dies seit über zehn Jahren bekannt, denn sie hatten schließlich seit mehr als zehn Jahren in wechselnder Besetzung und ohne offizielle Militäruniform regelmäßig Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung in der Ostukraine ge- und verübt. Während ihr Präsident in seiner Propaganda stets behauptete, für die Angriffe seien keine russische Soldaten verantwortlich, sondern ukrainisches Militär, wussten seine Militärangehörigen es natürlich besser.

Trotz der massiven Einflussnahme auf die ukrainische Zivilbevölkerung leisteten die ukrainischen Militärangehörigen und sogar die ukrainische Zivilbevölkerung seit Beginn der Invasion entgegen aller Erwartungen der Regierungsspitze Russlands massiven Widerstand gegen die wilde Militärhorde des russischen Präsidenten. Eine solche Behandlung wollten sie sich keinesfalls gefallen lassen. Natürlich wollten sie auch ihren möglichen Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft nicht gefährden. Deshalb wehrten sie sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Ukrainer verjagten sogar aus einigen Gebieten die russischen Eindringlinge, die sich bereits nach wenigen Wochen aus vielen Regionen wieder zurückgezogen haben, um sodann auf der Halbinsel Krim und im Donbass, Luhansk und weiteren Teilgebieten mehr oder weniger Fuß zu fassen. In diesen Gebieten haben sich die russischen Militärs praktisch eingenistet und zwar als ungebetene Gäste sozusagen.

Den Widerstand der Ukrainer hatte der oberste Feldherr in diesem Ausmaß vor der Invasion eigentlich nicht erwartet. Des Präsidenten Berater hatten jedenfalls keinen nennenswerten Widerstand der Zivilbevölkerung und des Militärs für möglich gehalten. Im Gegenteil hatten sie vermutet, die ukrainische Bevölkerung würde russisches Militär freudestrahlend empfangen. Davon konnte natürlich keine Rede sein. Stattdessen wurden sie als ungebetene Gäste betrachtet. Das hatten die großartigen Planer der russischen Geheimdienste in ihrem Größenwahn überhaupt nicht in Erwägung gezogen, hatten sie „Kleinrussland“ doch immer als ihren Hinterhof mit einer Marionettenregierung betrachtet. Dort konnte man ungestört die aus kriminellen Geschäften und Korruption stammenden Gelder waschen, indem man sie in Immobilien oder Unternehmen anlegte. Diese Marionettenregierung besaß ja nicht einmal ein ordnungsgemäß ausgestattetes Militär!

Wegen des hauptsächlich durch Zivilisten geleisteten Widerstandes dieser Marionettenregierung musste nun die Militärspitze schnellstens für den Nachschub von Treibstoff und Munition sorgen. Die Invasion war, das hatte nun auch die russische Regierungsebene begriffen, kein Spaziergang. Bald musste die Militärspitze auch für den Austausch von Gerätschaften wie Panzern, Raketen und Artillerie sorgen, denn die ukrainischen Militärangehörigen hatten nicht die geringsten Probleme damit, die russischen Panzer und sonstigen Waffensysteme zur Explosion zu bringen oder sie auf andere Weise vollkommen zu zerstören. Nur die benötigten Lebensmittel und sämtliche technischen Geräte, die haben die russischen Soldaten natürlich nach altbekannter Manier in den Häusern der überfallenen Ukrainer geplündert.

Dagegen konnten sich die Zivilisten, die in den überfallenen Häusern wohnten, zumeist ältere Leute und Kinder, naturgemäß nicht verteidigen, besaßen sie doch in aller Regel kaum die dazu erforderlichen Waffen. Dieser Teil der Zivilbevölkerung, hauptsächlich alte Leute und Kinder, musste sich naturgemäß vor den russischen Militärhorden in Sicherheit bringen, in den U-Bahnschächten oder, wenn welche vorhanden waren, in Bunkern. Auf dem Weg dahin wurden sie häufig von den marodierenden russischen Militärs als leichtes Ziel einfach abgeknallt. Darin waren sie überaus erfolgreich, die russischen Soldaten, im Abknallen von vulnerablen Gruppen der Zivilbevölkerung, während sie in direkter Konfrontation mit ukrainischen Soldaten häufig das Weite gesucht haben.

Und es kam zu systematischen Plünderungen, wie man sie schon aus Tschetschenien kannte. Viele ukrainische Haushalte wurden ihrer wertvollen Einrichtung, insbesondere technischen Geräten, und Lebensmittelvorräte beraubt. Nach der für russische Soldaten typischen Verwüstung des gesamten Hauses nach der Plünderung wurden häufig die Immobilien auch noch gesprengt, mit Minen „gesichert“ oder einfach abgebrannt.

So kam es vermehrt zu Vorfällen wie: „Mütterchen, verschwinde, lass mich Waschmaschine, Fernseher, Computer, Essensvorräte und Treibstoff mitnehmen, sonst brenne ich dir dein Haus unter dem Hintern weg!“ „Aber lass mir wenigstens etwas Brot und Milch da. Wie soll ich sonst hier in dieser Hölle überleben?“ „Nein, Mütterchen. Das brauchen wir alles. Wenn du sonst nichts mehr hast, musst du eben hungern oder verrecken!“ Allerdings wurden die Zivilisten nicht nur systematisch ausgeplündert, das russische Militär hat sie auch ganz systematisch ermordet, indem es Raketen und sonstige Flugkörper gezielt auf Menschenansammlungen vor Bahnhöfen oder Geschäften geschossen hat.

So richtig aber kamen die russischen Militärangehörigen mit der Eroberung aber nicht weiter, obwohl sie alles geplündert haben. Immer wieder kamen ihnen die ukrainischen Militärangehörigen dazwischen. Deshalb kamen die russischen Soldaten nur langsam vorwärts. Vorsorglich hat der russische Despot die entsprechenden Regionen, selbstverständlich auch die noch nicht eroberten Gebiete der Ostukraine, schon wenige Monate nach der Invasion annektiert, damit seine Militärhorde wenigstens so etwas wie einen Plan hat, was noch zu erobern bleibt. Er weiß, dass seine Militärangehörigen nicht besonders intelligent sind, zumal er ja selbst dafür gesorgt hat, dass die Kompanien durch Häftlinge aus den Strafanstalten aufgefüllt wurden. Das hatte zwangsläufig zur Folge, dass nicht alle Soldaten eine Militärakademie absolviert hatten. Als „Kanonenfutter“ waren sie ja trotzdem geeignet. Bei den Privatarmeen, die der Despot zusätzlich noch beauftragt hatte, war völlig unbekannt, ob und welche Ausbildung die Mannschaften durchlaufen hatten. Die benötigten dann letztlich für die Eroberung einer einzigen Stadt sogar mehrere Jahre und hatten in ihren Einheiten nur noch wenige Überlebende. Offenbar hatten die meisten vorher im afrikanischen Dschungel gekämpft, kannten sich also mit der Guerillataktik aus, ansonsten hätte die Eroberung wahrscheinlich Jahrzehnte erfordert.