Der Horizont - Patrick Modiano - E-Book
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Beschreibung

Während einer Demonstration stoßen sie in einem Metroeingang zufällig zusammen, Margaret Le Coz und Jean Bosmans. Sie, geboren in Berlin als Tochter einer französischen Mutter, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, er schreibt an seinem ersten Roman. Die beiden werden für kurze Zeit ein Liebespaar. Bis Margaret Hals über Kopf aus Paris flieht. Vierzig Jahre später spürt Bosmans dieser verlorenen Liebe nach. Was ihm bleibt sind seine Erinnerungen und eine konkrete Spur, die in eine Berliner Buchhandlung führt. Patrick Modianos neues Buch – in Frankreich als sein schönster Roman über das Vergehen der Zeit gerühmt – ist die Geschichte eines jungen Paares in den unruhigen sechziger Jahren.

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MOBI

Seitenzahl:162


Hanser E-Book

Patrick Modiano

Der Horizont

Roman

Aus dem Französischen von Elisabeth Edl

Carl Hanser Verlag

Die Originalausgabe erschien 2010

unter dem Titel L’Horizon

bei Gallimard in Paris.

Die Übersetzerin dankt dem Deutschen Übersetzerfonds für die großzügige Unterstützung.

ISBN 978-3-446-24439-9

© Éditions Gallimard Paris 2010

Alle Rechte der deutschen Ausgabe

© Carl Hanser Verlag München 2013

Schutzumschlag: Peter-Andreas Hassiepen, München © Fred Van Schagen /Getty Images

Satz: Fotosatz Amann, Aichstetten

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Für Akako

Seit einiger Zeit dachte Bosmans an gewisse Episoden seiner Jugend, folgenlose, jäh abgebrochene Episoden, namenlose Gesichter, flüchtige Begegnungen. Das alles gehörte zu einer fernen Vergangenheit, doch weil diese kurzen Sequenzen nicht verbunden waren mit dem Rest seines Lebens, blieben sie in der Schwebe, in einer ewigen Gegenwart. Er würde nicht aufhören, sich Fragen zu stellen, und er würde nie eine Antwort erhalten. Diese Bruchstücke würden für ihn immer rätselhaft sein. Er hatte angefangen, eine Liste anzulegen, und trotz allem versucht, Bezugspunkte wiederzufinden: ein Datum, einen genauen Ort, einen Namen, dessen Schreibweise er nicht mehr wusste. Er hatte sich ein Notizbuch aus schwarzem Moleskin gekauft, das er in der Innentasche seines Jacketts trug, was ihm erlaubte, zu jeder beliebigen Tageszeit Aufzeichnungen zu machen, jedesmal, wenn ihm eine seiner lückenhaften Erinnerungen durch den Kopf ging. Er hatte den Eindruck, sich in einem Geduldspiel zu üben. Doch während er den Lauf der Zeit zurückverfolgte, spürte er zuweilen ein Bedauern: Warum hatte er diesen Weg eingeschlagen und nicht einen anderen? Warum hatte er zugelassen, dass sich dieses Gesicht oder jene Silhouette, die eine lustige Pelzkappe trug und ein Hündchen an der Leine führte, im Unbekannten verlor? Schwindel erfasste ihn bei dem Gedanken an das, was hätte sein können und nicht gewesen war.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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