Endspurt Klinik: Atmungssystem - Endspurt Klinik - E-Book

Endspurt Klinik: Atmungssystem E-Book

Endspurt Klinik

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Beschreibung

Sicher durchs 2. Staatsexamen! In Endspurt Klinik sind alle prüfungsrelevanten Themen gut strukturiert und verständlich zusammengefasst, ohne überflüssiges Drumherum. So sparst du Zeit und kannst dich gezielt vorbereiten.

  • Vom IMPP seit Frühjahr 2012 geprüfte Inhalte sind im Text hervorgehoben.
  • In den IMPP-Fakten-Kästen werden alle Prüfungsthemen komprimiert dargestellt – die Anzahl der Ausrufezeichen zeigt an, wie häufig der Inhalt gefragt wurde
  • Lerntipps, Merke-Boxen, Praxistipps und weitere Hervorhebungen bieten dir Unterstützung beim Lernen.
  • Lerne im Zusammenhang: Leitsymptome, die spezifische Pharmakologie und auch spezielle Themen der klinischen Chemie, Chirurgie, Radiologie und Pathologie sind bei den jeweils passenden Fachgebieten/Organsystemen einsortiert.
  • Jedes Skript ist in überschaubare Lernpakete unterteilt, abgestimmt auf den Lernplan in via medici, wo du auch die passenden IMPP-Fragen kreuzen kannst. Unser Lernplan bringt dich in 100 Tagen zur 2. ÄP.

In der 4. Auflage wurden alle Inhalte auf den aktuellen Stand gebracht und neue Frageninhalte eingearbeitet.

Dieses Skript ist ganz der Pneumologie gewidmet – zuerst lernst du die diagnostischen und therapeutischen Grundlagen sowie die wichtigsten Leitsymptomen. Anschließend sind die häufigsten Krankheitsbilder von Lungen, Lungenkreislauf, Pleura und Mediastinum beschrieben.

Allgemeine und spezielle pneumologische Notfälle und deren Akuttherapie (z.B. Lungenembolie, Lungenödem, Inhalationstrauma, Ertrinkungsunfall) sowie Inhalte zu Beatmung und Atemwegsmanagement findest du im Skript 12 AINS. Die Fremdkörperaspiration wird in Skript 14 Pädiatrie I beschrieben. Die Traumatologie von Lunge und Thorax findet sich in Skript 11 Orthopädie und Unfallchirurgie.

Mehr Infos zu via medici, Aktualisierungen zu den Skripten und zahlreiche Prüfungstipps gibt’s unter thieme.de/endspurt-klinik.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 284

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Endspurt Klinik: Atmungssystem

Skript 3

Katharina Buschulte, Jürgen Hallbach, Bertold Renner

4., vollständig überarbeitete Auflage

48 Abbildungen

Auf zum Endspurt!

Es ist so weit – vor dem PJ steht nur noch die letzte Hürde an: die 2. ärztliche Prüfung (M2). Du hast nach all den Strapazen des Medizinstudiums keine Lust mehr, dicke Bücher zu wälzen, um dich prüfungsfit zu machen? Dann laufe mit Endspurt in die Zielgerade ein! Ideal abgestimmt mit unserer digitalen Lernplattform via medici bieten die Endspurt-Skripten schwerpunktmäßig jene Inhalte, auf die das IMPP mit seinen Examensfragen in den letzten Jahren abgezielt hat, und noch mehr, um optimal auch auf neue IMPP-Fragen sowie das Mündliche vorzubereiten.

Für die 4. Auflage von Endspurt Klinik haben wir die Lerninhalte in 20 Skripten aufgeteilt, die du parallel zu via medici nutzen kannst. Dabei haben wir die meisten Leitsymptome, die spezifische Pharmakologie und auch spezielle Themen der klinischen Chemie, Chirurgie, Radiologie und Pathologie bei den jeweils passenden Fachgebieten/Organsystemen einsortiert. Dadurch kannst du alle Facetten der Diagnostik, Klinik und Therapie im Zusammenhang lernen.

Um den Umfang bewältigbar zu halten, haben wir die Endspurt-Inhalte sehr kurz gefasst und aufs Wesentliche reduziert. Insbesondere haben wir detailliertes Klinikwissen zu speziellen Verfahren oder Kontraindikationen und Wechselwirkungen vieler Medikamente bewusst weggelassen. Zudem wird ein Thema, selbst wenn es prüfungsrelevant ist, möglichst nur an einer Stelle behandelt, auch wenn es prinzipiell zu mehreren Fächern passt.

100-Tage-Lernplan: Jedes Skript ist in mehrere Lerntage untergliedert. Diese sind abgestimmt auf den Lernplan in via medici, wo du jeweils die Kreuzsitzungen zu den Inhalten des Vortags findest (https://viamedici.thieme.de/lernplaner). So kannst du nach jedem Lerntag prüfen, ob du den Inhalt verstanden und behalten hast. Unser Zeitplan bringt dich in 100 Tagen zum 2. Staatsexamen. Darin enthalten sind 3 Tage „Zwischencheck“, an denen du ausschließlich Fragen zu den bis dahin gelernten Inhalten kreuzt, und am Ende 9 Tage Generalprobe mit 3 Examina aus den letzten Jahren. Die Einteilung der Lerntage ist natürlich nur ein Vorschlag – wie gut du beim Lernen vorankommst, hängt maßgeblich von deinem Vorwissen und deiner persönlichen Lerngeschwindigkeit ab.

Im Endspurt-Paket sind 3 Monate Zugang zu via medici enthalten. Wenn du nur einzelne Skripten gekauft hast, erkundige dich bei deiner Uni, ob sie ihren Studierenden via medici kostenlos zur Verfügung stellt, oder erwirb privat einen Zugang. Im via medici Lernplan werden übrigens stets die neuen Examensfragen ergänzt, damit dir keine Frage entgeht!

Prüfungsrelevante Inhalte:Inhalte, zu denen das IMPP seit Frühjahr 2012 Fragen gestellt hat, sind an der jeweils passendsten Stelle gelb hervorgehoben. Auch die meisten älteren Prüfungsinhalte seit 2008 sind gelb markiert.

IMPP-Fakten

IMPP-Fakten-Kästen sind zum Wiederholen der Altfragen-Inhalte oder für die ganz Eiligen unter euch gedacht. Sie listen alle gelb markierten Aussagen des vorangehenden Abschnitts nochmals auf.

Die Anzahl der ! zeigt an, wie häufig der Inhalt von 2012 bis Frühjahr 2023 gefragt wurde:

! Hierzu gab es 1 Frage.

!! Dieser Sachverhalt wurde 2-mal gefragt.

!!! Zu diesem Thema stellte das IMPP 3 Fragen.

!!!! Ein Lieblingsthema des IMPP – 4-mal oder öfter gefragt.

Lerntipps und Co: bieten weitere Unterstützung beim Lernen.

Lerntipp

Hier findest du Hinweise darauf, welche Inhalte auch mündlich besonders gern gefragt werden, welche Tücken in bestimmten IMPP-Fragen auf dich warten, oder hilfreiche Merksprüche.

Definition:

Diese Kästen definieren kurz und knapp Krankheitsbilder und weitere Schlüsselbegriffe.

Merke:

Besonders wichtige Sachverhalte sind in Merke-Kästen nochmals hervorgehoben.

Vorsicht:

„Stolperfallen“ oder potenziell gefährliche Verwechslungsmöglichkeiten sind mit „Vorsicht“ gekennzeichnet.

Praxistipp:

Hier findest du Fakten, die du später in der Anwendung im klinischen Alltag brauchen wirst.

Fehlerteufel: Solltest du in unseren Skripten etwas entdecken, das nicht richtig ist, freuen wir uns über jeden Hinweis! Schicke deine Fehlermeldung bitte an [email protected] oder schreibe einfach ein Feedback zu dem entsprechenden via medici Lernmodul. Du kannst auch das Formular auf www.thieme.de/service/feedback.html benutzen. Wir werden alle Fehler in einem Erratum sammeln und auf www.thieme.de/endspurt online stellen. Und sollten dir unsere Skripten gefallen: Lob ist natürlich ebenso willkommen ☺.Alles Gute und viel Erfolg für dein Examendas Endspurt-Team

Skript 3: Atmungssystem

Dieses Skript ist ganz der Pneumologie gewidmet – Zuerst lernst du die diagnostischen und therapeutischen Grundlagen sowie die wichtigsten Leitsymptome. Anschließend sind die häufigsten Krankheitsbilder von Lungen, Lungenkreislauf, Pleura und Mediastinum beschrieben.

Die allgemeinen und speziellen pneumologischen Notfälle und deren Akuttherapie (z.B. Lungenembolie, Lungenödem, Inhalationstrauma, Ertrinkungsunfall) sowie Inhalte zu Beatmung und Atemwegsmanagement findest du hingegen im Skript 12 AINS. Die Fremdkörperaspiration wird in Skript 14 Pädiatrie I beschrieben. Die Traumatologie von Lunge und Thorax befindet sich in Skript 11 Orthopädie und Unfallchirurgie.

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Auf zum Endspurt!

Skript 3: Atmungssystem

Teil I Grundlagen

1 Leitsymptome

1.1 Atemnot (Dyspnoe)

1.1.1 Einteilung

1.1.2 Ätiologie

1.1.3 Symptomatik

1.1.4 Diagnostik

1.2 Husten

1.2.1 Ätiologie und Einteilung

1.2.2 Diagnostik

1.2.3 Differenzialdiagnosen

1.3 Atemrhythmusstörungen

1.4 Paradoxe Atmung

1.5 Stridor

1.5.1 Ätiologie

1.6 Trommelschlägelfinger und Uhrglasnägel

1.6.1 Ätiologie

2 Diagnostik

2.1 Labordiagnostik und Mikrobiologie

2.1.1 Labordiagnostik

2.1.2 Mikrobiologie

2.2 Blutgasanalyse (BGA)

2.2.1 Grundlagen

2.2.2 Befunde

2.3 Lungenfunktionsdiagnostik

2.3.1 Spirometrie

2.3.2 Ganzkörperplethysmografie

2.3.3 Pharmakologische Provokationstests

2.3.4 Diffusionskapazität

2.3.5 Spiroergometrie

2.4 Konventionelle Röntgendiagnostik

2.4.1 Dorsoventrale Thoraxübersichtsaufnahme

2.4.2 Seitaufnahme

2.4.3 Übersichtsaufnahme im Liegen

2.4.4 Knöcherner Thorax/Hemithorax

2.5 Röntgen-Thorax: Normalbefund

2.6 Röntgen-Thorax: Wichtige Leitbefunde

2.6.1 Verschattungsmuster im Lungenparenchym

2.6.2 Verkalkungen

2.6.3 Intrapulmonale Rundherde

2.6.4 Intrapulmonaler Ringschatten

2.6.5 Zwerchfellveränderungen

2.6.6 Fremdmaterial

2.7 Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT)

2.7.1 Computertomografie des Thorax

2.7.2 Magnetresonanztomografie des Thorax

2.8 Szintigrafie

2.9 Bronchoskopie und Thorakoskopie

2.9.1 Bronchoskopie

2.9.2 Thorakoskopie

3 Pharmaka

3.1 Bronchodilatatoren

3.1.1 β2-Sympathomimetika

3.1.2 Parasympatholytika

3.1.3 Nicht selektive Phosphodiesterase-Hemmstoffe (Methylxanthine)

3.2 Antituberkulotika

3.2.1 Grundlagen

3.2.2 Erstrangmedikamente

3.2.3 Zweitrangmedikamente

4 Chirurgische Eingriffe

4.1 Eingriffe an der Pleura

4.1.1 Pleurapunktion

4.1.2 Thoraxdrainage

4.1.3 Pleurodese

4.2 Lungenresektionen

4.2.1 Indikationen

4.2.2 Präoperative Vorbereitungen

4.2.3 Operatives Vorgehen

4.2.4 Komplikationen

Teil II Lungen und Lungenkreislauf

5 Erkrankungen der Bronchien

5.1 Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)

5.1.1 Ätiologie und Pathogenese

5.1.2 Symptomatik

5.1.3 Komplikationen

5.1.4 Diagnostik

5.1.5 Differenzialdiagnosen

5.1.6 Therapie

5.2 Hyperventilationssyndrom

5.2.1 Ätiologie

5.2.2 Pathogenese

5.2.3 Symptomatik

5.2.4 Diagnostik

5.2.5 Therapie

5.3 Bronchiektasen

5.3.1 Ätiologie

5.3.2 Pathogenese

5.3.3 Symptomatik

5.3.4 Komplikationen

5.3.5 Diagnostik

5.3.6 Pathologie

5.3.7 Therapie

5.3.8 Präventive Maßnahmen

5.4 Atelektasen

5.4.1 Ätiologie

5.4.2 Symptomatik

5.4.3 Komplikationen

5.4.4 Diagnostik

5.4.5 Differenzialdiagnosen

5.4.6 Therapie

5.5 Akute Bronchitis

5.5.1 Ätiologie

5.5.2 Symptomatik

5.5.3 Komplikationen

5.5.4 Diagnostik

5.5.5 Differenzialdiagnosen

5.5.6 Therapie

5.6 Asthma bronchiale

5.6.1 Epidemiologie

5.6.2 Ätiologie

5.6.3 Pathogenese

5.6.4 Symptomatik und Einteilung

5.6.5 Komplikationen

5.6.6 Diagnostik

5.6.7 Differenzialdiagnosen

5.6.8 Therapie

5.6.9 Therapie des akuten Asthmaanfalls

5.6.10 Prävention

5.7 Chronische Bronchitis und chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen (COPD)

5.7.1 Epidemiologie

5.7.2 Ätiologie

5.7.3 Pathogenese

5.7.4 Symptomatik

5.7.5 Komplikationen

5.7.6 Diagnostik

5.7.7 Einteilung

5.7.8 Differenzialdiagnosen

5.7.9 Therapie

5.7.10 Verlauf und Prognose

5.7.11 Prävention

6 Erkrankungen des Lungenparenchyms

6.1 Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS)

6.1.1 Ätiologie

6.1.2 Pathogenese

6.1.3 Symptomatik

6.1.4 Einteilung

6.1.5 Diagnostik

6.1.6 Therapie

6.1.7 Prognose

6.2 Lungenemphysem

6.2.1 Ätiologie

6.2.2 Pathogenese

6.2.3 Symptomatik

6.2.4 Komplikationen

6.2.5 Diagnostik

6.2.6 Pathologie

6.2.7 Therapie

6.3 Pneumonie

6.3.1 Einteilung

6.3.2 Ätiologie

6.3.3 Pathogenese

6.3.4 Erregerspektrum

6.3.5 Symptomatik

6.3.6 Komplikationen

6.3.7 Diagnostik

6.3.8 Pathologie

6.3.9 Therapie

6.3.10 Verlauf und Prognose

6.3.11 Prävention

6.4 Weitere Pneumonien

6.4.1 Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie

6.4.2 Aspirationspneumonie

6.4.3 Legionellenpneumonie

6.5 Lungenabszess

6.5.1 Einteilung

6.5.2 Ätiopathogenese

6.5.3 Erregerspektrum

6.5.4 Symptomatik

6.5.5 Komplikationen

6.5.6 Diagnostik

6.5.7 Differenzialdiagnosen

6.5.8 Therapie

6.6 Tuberkulose

6.6.1 Epidemiologie

6.6.2 Ätiologie

6.6.3 Einteilung

6.6.4 Pathologie und Pathogenese

6.6.5 Symptomatik

6.6.6 Diagnostik

6.6.7 Differenzialdiagnosen

6.6.8 Therapie

6.6.9 Prävention und Meldepflicht

7 Interstitielle Lungenerkrankungen

7.1 Überblick

7.1.1 Epidemiologie

7.1.2 Ätiologie

7.1.3 Pathogenese

7.1.4 Symptomatik

7.1.5 Diagnostik

7.1.6 Therapie

7.2 Pneumokoniosen

7.2.1 Ätiologie

7.2.2 Pathogenese

7.2.3 Symptomatik

7.2.4 Komplikationen

7.2.5 Diagnostik

7.2.6 Differenzialdiagnosen

7.2.7 Therapie

7.3 Idiopathische interstitielle Pneumonien (IIP)

7.3.1 Idiopathische pulmonale Fibrose (IPF)

7.3.2 Kryptogene organisierende Pneumonie (COP)

7.4 Exogen-allergische Alveolitis (EAA)

7.4.1 Epidemiologie

7.4.2 Ätiologie

7.4.3 Pathogenese

7.4.4 Symptomatik

7.4.5 Diagnostik

7.4.6 Pathologie

7.4.7 Differenzialdiagnosen

7.4.8 Therapie

7.5 Sarkoidose

7.5.1 Epidemiologie

7.5.2 Ätiopathogenese

7.5.3 Symptomatik

7.5.4 Komplikationen

7.5.5 Diagnostik

7.5.6 Pathologie

7.5.7 Differenzialdiagnosen

7.5.8 Therapie

7.5.9 Verlauf und Prognose

8 Erkrankungen des Lungenkreislaufs

8.1 Lungenödem

8.1.1 Ätiopathogenese

8.1.2 Symptomatik

8.1.3 Diagnostik

8.1.4 Therapie

8.2 Lungenembolie

8.2.1 Ätiologie

8.2.2 Pathogenese

8.2.3 Symptomatik

8.2.4 Einteilung

8.2.5 Diagnostik

8.2.6 Differenzialdiagnosen

8.2.7 Therapie

8.2.8 Prognose

8.3 Pulmonale Hypertonie und Cor pulmonale

8.3.1 Ätiologie

8.3.2 Pathogenese

8.3.3 Einteilung

8.3.4 Symptomatik

8.3.5 Diagnostik

8.3.6 Therapie

8.3.7 Verlauf und Prognose

9 Tumoren der Bronchien und Lungen

9.1 Gutartige Lungentumoren

9.2 Bronchialkarzinom

9.2.1 Epidemiologie

9.2.2 Ätiologie

9.2.3 Pathogenese

9.2.4 Einteilung

9.2.5 Symptomatik und Komplikationen

9.2.6 Diagnostik

9.2.7 Pathologie

9.2.8 Differenzialdiagnosen

9.2.9 Therapie und Prognose

9.2.10 Prävention

9.3 Lungenmetastasen

Teil III Pleura und Mediastinum

10 Pleura

10.1 Pneumothorax

10.1.1 Einteilung und Ätiologie

10.1.2 Pathogenese

10.1.3 Symptomatik

10.1.4 Diagnostik

10.1.5 Therapie

10.1.6 Verlauf und Prognose

10.2 Pleuritis

10.2.1 Ätiologie

10.2.2 Einteilung und Pathogenese

10.2.3 Symptomatik

10.2.4 Diagnostik

10.2.5 Therapie

10.3 Pleuraerguss

10.3.1 Einteilung

10.3.2 Ätiopathogenese

10.3.3 Symptomatik

10.3.4 Komplikationen

10.3.5 Diagnostik

10.3.6 Therapie

10.4 Pleuramesotheliom

10.4.1 Ätiologie und Risikofaktoren

10.4.2 Pathogenese

10.4.3 Symptomatik

10.4.4 Komplikationen

10.4.5 Diagnostik

10.4.6 Pathologie

10.4.7 Differenzialdiagnosen

10.4.8 Therapie

10.4.9 Verlauf und Prognose

10.4.10 Prävention

11 Mediastinum

11.1 Mediastinitis

11.1.1 Formen und Ätiopathogenese

11.1.2 Symptomatik

11.1.3 Diagnostik

11.1.4 Therapie

11.1.5 Prognose

11.2 Tumoren im Mediastinum

11.2.1 Epidemiologie und Tumorarten

11.2.2 Symptomatik

11.2.3 Diagnostik

11.2.4 Therapie

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum

Quelle: © M. Mauch/Thieme |

Teil I Grundlagen

1 Leitsymptome

2 Diagnostik

3 Pharmaka

4 Chirurgische Eingriffe

1 Leitsymptome

1.1 Atemnot (Dyspnoe)

Atemnot

Synonyme: Luftnot, Kurzatmigkeit

Definition:

Atemnot ist ein subjektives Gefühl, das mit einer erschwerten Atemtätigkeit verbunden ist und als unangenehm oder bedrohlich wahrgenommen wird.

Definition:

Orthopnoe ist eine Atemnot, die im Liegen auftritt. Die Atemnot bessert sich in aufrechter Position des Körpers und unter Einsatz der Atemhilfsmuskulatur. Die Orthopnoe ist ein wegweisendes Symptom der Herzinsuffizienz.

1.1.1 Einteilung

Atemnot kann akut innerhalb weniger Stunden auftreten oder chronisch über Wochen bis Monate bestehen. Die akute Form der Dyspnoe ist dabei immer als eine Notfallsituation anzusehen.

Abhängig vom Belastungsgrad unterscheidet man:

Belastungsdyspnoe: Ausmaß der Atemnot ist abhängig vom Grad und von der Art der Belastung.

Ruhedyspnoe: bereits in Ruhe auftretende Atemnot, Zeichen für fortgeschrittene bzw. schwere Krankheitsbilder.

1.1.2 Ätiologie

Die Ursachen für das Auftreten einer Dyspnoe sind vielfältig ( ▶ Tab. 1.1 ).

Tab. 1.1 

Mögliche Ursachen von Dyspnoe (Auswahl)

Ursache

Begleitsymptome und klinische Befunde

Diagnostik

Atemwege und Lunge

Trachealstenose , Laryngospasmus, Larynxödem, Fremdkörperaspiration

inspiratorischer Stridor

Anamnese, Auskultation, ggf. Thorax-CT, Endoskopie

Asthma bronchiale

anfallsartige Luftnot mit exspiratorischem Giemen

Anamnese, Auskultation (Giemen, Pfeifen, Brummen), Lungenfunktionstests (obstruktive Ventilationsstörung), Allergietestung

COPD/Lungenemphysem

exspiratorische Belastungsdyspnoe, chronischer Husten mit Auswurf, evtl. Zeichen einer Rechtsherzinsuffizienz

Anamnese (Raucher!), Auskultation (Giemen, Pfeifen, Brummen), abgeschwächtes Atemgeräusch bei Emphysem, Lungenfunktionstests (obstruktive Ventilationsstörung), Röntgen-Thorax (tief stehendes Zwerchfell)

Pneumonie

Husten, Fieber, Ruhedyspnoe

Auskultation (feinblasige Rasselgeräusche, Bronchialatmen, Bronchophonie, evtl. Pleurareiben), Labor (Leukozyten und CRP ↑), Röntgen-Thorax (frisches Infiltrat)

interstitielle Lungenerkrankung

Belastungsdyspnoe, trockener Husten

Auskultation (Knisterrasseln), Lungenfunktionsprüfung (restriktive Ventilations- und Diffusionsstörung), Belastungsuntersuchungen (verminderte O2-Aufnahme), HR-CT (Milchglastrübung, streifige und nodulöse Strukturvermehrung), Serologie, Lungenbiopsie

zentraler endobronchialer Tumor

in- und exspiratorische Belastungsdyspnoe, Husten, Gewichtsverlust

Thorax-CT, Bronchoskopie

Lungenembolie

akute Ruhedyspnoe, evtl. atemabhängiger Thoraxschmerz

Anamnese (z.B. Operation? Thrombophilie?), Zeichen einer tiefen Beinvenenthrombose, Labor (D-Dimer), ▶ Ventilations-/Perfusionsszintigrafie, Thorax-CT

chronisch-pulmonale Hypertonie

Belastungsdyspnoe, Zeichen einer Rechtsherzinsuffizienz

Echokardiografie, Rechtsherzkatheter

Pleura

Pleuraerguss

Belastungsdyspnoe, vermindertes Atemgeräusch, Dämpfung

klinische Untersuchung, Röntgen-Thorax/Sonografie

Pneumothorax

Belastungsdyspnoe, Schmerzen, aufgehobenes Atemgeräusch, obere Einflussstauung und Schock bei Spannungspneumothorax

klinische Untersuchung, Röntgen-Thorax

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Linksherzinsuffizienz mit Lungenödem

weißlich-schaumiges Sputum, Orthopnoe

Echokardiografie

Herzinfarkt

plötzliche vernichtende Schmerzen

EKG, Labor (kardiale Biomarker)

Herzrhythmusstörungen

Schwindel, Synkopen, „Herzstolpern“

(Langzeit-)EKG

Myokarditis

Anamnese (Leistungsminderung ca. 1–2 Wochen nach grippalem Infekt)

EKG, Echokardiografie, kardiale MRT

Thorax

einseitiger Zwerchfellhochstand, -lähmung: Phrenikusparese (z.B. iatrogen, Trauma), Hepatomegalie

Belastungsdyspnoe oft ohne wesentliche Symptome

Röntgen-Thorax, Sonografie (Zwerchfellbewegung)

beidseitiger Zwerchfellhochstand: z.B. Adipositas, Aszites, Hepatosplenomegalie

schwere Ruhedyspnoe

Thoraxsonografie (Zwerchfellbewegung)

weitere Ursachen

metabolische Azidose

(z.B. diabetische Ketoazidose)

schwere Ruhedyspnoe mit max. Hyperventilation

Azidose trotz Hyperventilation (paCO2 ↓, paO2 ↑), Hyperglykämie

Hyperventilationssyndrom

Ruhedyspnoe mit neurologischen (z.B. Pfötchenstellung), kardialen und gastroenteralen Symptomen

paCO2 ↓

Veränderungen am Bewegungsapparat

Deformitäten von Thorax oder Wirbelsäule

Inspektion, Röntgen-Thorax, Lungenfunktionstest (restriktive Ventilationsstörung)

Aufenthalt in großer Höhe

Belastungsdyspnoe, auch bei gut trainierten Personen, nächtliche Hypoxie, Lungen- und Hirnödem

Belastungsdyspnoe ↑, Leistungsfähigkeit ↓

Atemnot in der Schwangerschaft (physiologisch)

1. Trimenon: hormonell bedingte Hyperventilation, 3. Trimenon: Zwerchfellbehinderung

1. Trimenon: paCO2 ↓, 3. Trimenon: Vitalkapazität ↓

CO-Vergiftung

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Ruhedyspnoe, Angina pectoris, etc.

Hb-CO ↑, Cave: Pulsoxymeter zeigt normale O2-Sättigung

Blausäurevergiftung

Kopfschmerzen, Schwindel, bei schwerer Vergiftung: Hyperpnoe, dann Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit und Atemlähmung

Anamnese, Bittermandelgeruch (Marzipan) der Atemluft, Cave: Pulsoxymeter kann falsch hohe O2-Sättigung anzeigen

1.1.3 Symptomatik

Die Patienten atmen sichtbar angestrengt mit einer Tachypnoe (erhöhte Atemfrequenz, > 20 Atemzüge pro Minute). Das Sprechen fällt ggf. schwer. Häufig sitzen die Patienten mit senkrechtem Oberkörper und setzen die Atemhilfsmuskeln unterstützend ein. Abhängig von der jeweiligen Ursache können verschiedene Begleitsymptome bestehen.

Praxistipp:

Bei Säuglingen und Kindern sollte man immer auf folgende, v.a. in diesem Alter typische Dyspnoe-Zeichen achten:

Nasenflügeln

interkostale und juguläre Einziehungen

nach hinten geneigter Kopf

vermehrter Einsatz der Atemhilfsmuskulatur.

1.1.4 Diagnostik

Anamnese:

Dauer und Intensität der Luftnot

Zeitpunkt bzw. Verlauf des Auftretens

erstmalig → prinzipiell alle Ursachen möglich

anfallsartig → Asthma bronchiale, Hyperventilationssyndrom

chronisch → COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankung

progredient → Anämie, maligne Erkrankung, Lungenfibrose, neurologische Erkrankung

Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankung, chronische Bronchitis, Asthma bronchiale, Stoffwechselerkrankung)

Auslöse- und/oder Risikofaktoren:

körperliche Anstrengung

Exposition gegenüber Allergenen (z.B. Tierhaare, Hausstaub, Pollen)

Exposition gegenüber Stäuben (v.a. beruflich)

Infektion

Stress

Körperposition

Nikotinabusus

Alter des Patienten

Begleitsymptome

Medikamenteneinnahme.

Körperliche Untersuchung:

Inspektion mit Beurteilung von Allgemeinzustand, Atemfrequenz und -muster, Thoraxform sowie von Zyanose- und Herzinsuffizienzzeichen

Messung von Puls und Blutdruck

Perkussion: Lungendämpfung

Auskultation: Beurteilung von Atem- und Atemnebengeräuschen sowie Herzgeräuschen.

Bei der akuten Dyspnoe (häufig Notfallsituation!) stehen die orientierende Anamnese und die körperliche Untersuchung im Vordergrund. Dabei muss vorrangig auf Begleitsymptome und die Auskultationsbefunde geachtet werden:

einseitig aufgehobenes Atemgeräusch, hypersonorer Klopfschall, evtl. mit Schmerzen → V.a. Pneumothorax

„Brodeln“ und schaumiger Auswurf → V.a. Lungenödem

exspiratorisches Giemen mit verlängertem Exspirium, anamnestisch bekanntes anfallsartiges Auftreten, jüngerer Patient → V.a. Asthma bronchiale

sehr leises Atemgeräusch und Giemen → V.a. Status asthmaticus („silent lung“).

Weitere Diagnostik:

Pulsoxymetrie (Sauerstoffsättigung?)

Laborwerte: Entzündungswerte, kardiale Biomarker (Troponine, BNP), D-Dimere, Blutbild (Anämie?), Kreatinin und Harnstoff, Blutzucker

▶ Blutgasanalyse (Azidose oder Alkalose? Respiratorische Insuffizienz?)

Röntgen-Thoraxaufnahme (Infiltrat? Lungenstauung? Pleuraveränderungen? Zeichnungsvermehrung? Lungenemphysem? Raumforderungen? Herzinsuffizienzzeichen?)

EKG (Infarkt? Zeichen einer Rechts- oder Linksherzbelastung? Rhythmusstörungen?)

Echokardiografie (Größe der Herzhöhlen? Hypertrophie? Funktion der Ventrikel und Herzklappen?)

Lungenfunktionsprüfung (Restriktive oder obstruktive Ventilationsstörung? Diffusionsstörung?)

sonstiges: Sputumdiagnostik, Belastungs-EKG, CT oder MRT des Thorax, Herzkatheter, Bronchoskopie etc.

IMPP-Fakten

! Bei Säuglingen und Kindern sollte man immer auf folgende, v.a. in diesem Alter typische Dyspnoezeichen achten: Nasenflügeln, interkostale und juguläre Einziehungen, nach hinten geneigter Kopf, vermehrter Einsatz der Atemhilfsmuskulatur.

! Eine mögliche Ursache für einen einseitigen Zwerchfellhochstand kann eine Schädigung des N. phrenicus sein.

! Bei Dyspnoe sollte, insbesondere präoperativ, eine Blutgasanalyse durchgeführt werden.

! Als Tachypnoe wird eine gesteigerte Atemfrequenz (mehr als 20 Atemzüge pro Minute) bezeichnet.

1.2 Husten

1.2.1 Ätiologie und Einteilung

Abhängig von der Dauer unterscheidet man akuten (< 2 Wochen), subakuten (2–8 Wochen) und chronischen Husten (> 8 Wochen). Bei Husten, der mehrmals jährlich für eine Dauer von bis zu 2 Wochen auftritt, spricht man von rezidivierendem akutem Husten.

Die häufigsten Ursachen des akuten Hustens sind virale Infektionen der oberen und/oder unteren Luftwege.

Zum chronischen Husten führen typischerweise Erkrankungen der Atemwege bzw. Lunge wie die chronische Bronchitis (Raucherhusten), die COPD oder das Asthma bronchiale.

1.2.2 Diagnostik

Anamnese:

zusätzliche Symptome wie Dyspnoe und/oder Hämoptoe, Fieber, Gewichtsverlust, Thorax- oder Gliederschmerzen, Leistungsknick

auslösende Faktoren (Reizstoffe?) oder örtliche Abhängigkeit des Hustens

Nikotingenuss (Pack years?)

Medikamente (ACE-Hemmer?)

Berufsanamnese.

Spezielle Anamnese:

Hierbei geht es v.a. um den Charakter (trocken, produktiv, bellend, anfallsartig, mit begleitendem Stridor oder Blutbeimengungen) und die zeitliche Dimension (morgendlich, nächtlich, postprandial) des Hustens, die gegebenenfalls Hinweise auf die Ursache geben können.

Körperliche Untersuchung: Allgemeinzustand, Zeichen von Dyspnoe, Zyanose, Hypoxie (Uhrglasnägel, Trommelschlägelfinger) oder Emphysem, Auskultation und Perkussion der Lungen.

Labordiagnostik und apparative Diagnostik: Jeder unklare akute Husten mit schwerem Krankheitsbild bzw. in Verbindung mit sog. Alarmzeichen (Dyspnoe, Hämoptoe, hohes Fieber, Hinweis auf Pneumonie) und jeder Husten, der länger als 8 Wochen dauert, sollten weiter abgeklärt werden:

Röntgen-Thorax

▶ Lungenfunktionsprüfung

ggf. ▶ Blutgasanalyse

ggf. bakterielle Diagnostik bei eitrigem Sputum

bei V.a. Tuberkulose: Mikroskopie und Kultur von Sputum und Magensaft.

Besteht weiterhin Unklarheit, können Bronchoskopie oder weiterführende diagnostische Maßnahmen (abhängig vom Verdacht) Aufschluss bringen.

1.2.3 Differenzialdiagnosen

Tab. 1.2 

Mögliche Ursachen von akutem und chronischem Husten

mögliche Ursachen

Begleitsymptome und klinische Befunde

Diagnostik

akuter Husten

akute Bronchitis (meist viral)

Schnupfen, Halsschmerzen, Husten zuerst trocken, dann produktiv

klinische Diagnose

typische Pneumonie

Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Husten trocken oder produktiv

Auskultation, Leukozyten↑, CRP↑, frisches Infiltrat im Röntgen-Thorax

Lungenembolie

plötzliche Dyspnoe, atemabhängiger Thoraxschmerz, plötzlicher Reizhusten

D-Dimere, Perfusions-Ventilations-Szintigrafie (Mismatch), Thorax-CT, Pulmonalisangiografie

Pleuritis

Reizhusten, atemabhängige Schmerzen; bei Pleuraerguss: Verschwinden der Symptomatik und Dyspnoe

Auskultation (Pleurareiben), Röntgen-Thorax/Sonografie

Pneumothorax

Dyspnoe, Zyanose, trockener Husten

Röntgen-Thorax

Aspiration/Inhalation von Reizstoffen

trockener Reizhusten

Anamnese

Fremdkörperaspiration

plötzlicher Husten, Stridor, Giemen, abgeschwächtes Atemgeräusch, häufiger bei Kindern

Röntgen-Thorax, Bronchoskopie

Laryngitis acuta (Pseudokrupp)

bellender Husten in der Nacht, Stridor (inspiratorisch und exspiratorisch), Dyspnoe, Heiserkeit, Auftreten bei Kleinkindern

Anamnese, Inspektion, Auskultation

Pertussis

anfallsartig stakkatoartiger Husten

Labor (Leuko-, Lymphozytose), Pertussis-Antikörper

chronischer Husten

Asthma bronchiale

anfallsweise Dyspnoe, trockener Husten (auch nachts), exspiratorisches Giemen

Anamnese, Auskultation (trockene Rasselgeräusche, verlängertes Exspirium), ▶ Lungenfunktionsprüfung, Allergiediagnostik

chronische Bronchitis, COPD

Dyspnoe, produktiver Husten, häufige Exazerbationen

Anamnese (Nikotin), Auskultation (Rasselgeräusche, verlängertes Exspirium), Blutgasanalyse, Lungenfunktionsprüfung (obstruktive Ventilationsstörung)

interstitielle Lungenkrankheiten

Belastungsdyspnoe, trockener Husten

Berufsanamnese, Auskultation (Knisterrasseln), Lungenfunktionsprüfung (restriktive Ventilationsstörung); Diffusionsstörung, Belastungsuntersuchungen, Thorax-CT (milchglasartige Infiltrate oder Fleckschatten)

Linksherzinsuffizienz

Orthopnoe, nächtlicher Husten

EKG, Röntgen-Thorax

Lungentuberkulose

subfebrile Temperatur, Müdigkeit, Nachtschweiß, hartnäckiger Husten

Sputumdiagnostik, Röntgen-Thorax

Bronchiektasen

Husten mit morgendlichem maulvollem Auswurf, Hämoptysen

typisches Sputum (eitrig, fötid), Thorax-CT

Mukoviszidose

produktiver Husten, Diarrhö, Dystrophie bei Kindern

Röntgen-Thorax, Schweißtest

gastroösophagealer Reflux

trockener Husten, Sodbrennen, Verstärkung im Liegen

Gastroskopie, 24-h-pH-Metrie

chronische Rhinitis/Sinusitis

meist trockener Husten

Nasennebenhöhlen-Röntgen, -CT

medikamentös bedingt

oft attackenweise trockener Husten

Absetzen der Medikamente (z.B. ACE-Hemmer)

1.3 Atemrhythmusstörungen

Definition:

gekennzeichnet durch eine veränderte (pathologische) Atemtiefe, Atemfrequenz oder kurzfristige Atempausen.

Cheyne-Stokes-Atmung: z.B. bei Enzephalitis, zerebralen Durchblutungsstörungen, Linksherzinsuffizienz. Das zentrale Atemzentrum ist gestört.

Biot-Atmung: z.B. bei Erhöhung des intrakraniellen Drucks. Das zentrale Atemzentrum ist schwer beeinträchtigt.

Kußmaul-Atmung: zur Kompensation metabolischer Azidosen, z.B. bei ketoazidotischem Koma.

Schnappatmung: z.B. bei hypoxischer Hirnschädigung (während des Sterbeprozesses).

Seufzeratmung: periodische Atmung, z.B. bei obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom und Obesitashypoventilation.

Atemtypen

Abb. 1.1

(Quelle: Arastéh et al., Duale Reihe Innere Medizin, Thieme, 2018)

1.4 Paradoxe Atmung

Paradoxe Atmung

Synonyme: Schaukelatmung, Froschbauchatmung

Definition:

Atemstörung, bei der eine zur physiologischen Atembewegung umgekehrte (paradoxe) Bewegung von Thorax und Abdomen auftritt.

Ätiopathogenese: Zur paradoxen Atmung kommt es nach traumatischen Verletzungen des Brustkorbs mit Rippenserienfraktur und daraus resultierender Thoraxinstabilität.

Über der Fraktur entstehen aufgrund des negativen intrathorakalen Drucks inspiratorische Einziehungen, d.h. während des Einatmens wird die Thoraxwand im Bereich der beweglichen Rippenstücke einwärts gesogen, während des Ausatmens bewegt sie sich auswärts. Alternativ kann der paradoxen Atmung eine Erschöpfung der Atemmuskulatur (→ fortgeschrittenes Lungenemphysem bzw. COPD, bei Säuglingen: Atemnotsyndrom) zugrunde liegen. Gegen den hohen Atemwegswiderstand muss durch Bauchmuskelkontraktionen angestrengt „angeatmet“ werden. Es kommt zu jugulären, interkostalen und supraklavikulären Einziehungen.

IMPP-Fakten

! Kommt es infolge eines Thoraxtraumas zur inspiratorischen Einziehung der Thoraxwand spricht man von paradoxer Atmung.

1.5 Stridor

Definition:

inspiratorisches oder exspiratorisches Pfeifen oder Giemen, das auf Entfernung wahrgenommen werden kann.

1.5.1 Ätiologie

Ein inspiratorischer Stridor entsteht bei Verengungen im Bereich des Larynx und der Trachea (z.B. durch einen Fremdkörper, Struma oder Quincke-Ödem), der exspiratorische Stridor bei Verengungen der tiefen Atemwege (z.B. Asthma bronchiale, COPD oder Tumoren).

Beim Neugeborenen ist eine Laryngo- oder Tracheomalazie aufgrund des noch unreifen Knorpelgewebes die häufigste Ursache eines inspiratorischen Stridors.

Die wichtigsten Ursachen für inspiratorischen Stridor und Dyspnoe beim Kleinkind sind eine Fremdkörperaspiration, Krupp-Syndrom und die Epiglottitis.

Praxistipp:

Die Stärke des Stridors geht mit der Dringlichkeit der Erkrankung einher.

1.6 Trommelschlägelfinger und Uhrglasnägel

Definition:

Bei den Trommelschlägelfingern handelt es sich um eine Auftreibung der Fingerendglieder infolge einer Vermehrung des Periosts.

Definition:

Uhrglasnägel sind in Längsrichtung verstärkt gekrümmten Fingernägel.

Uhrglasnägel und Trommelschlägelfinger

Abb. 1.2

(Quelle: Gortner, Meyer, Duale Reihe Pädiatrie, Thieme, 2018)

1.6.1 Ätiologie

Merke:

Trommelschlägelfinger und Uhrglasnägel sind Zeichen von Erkrankungen, die mit einer chronischen Hypoxämie einhergehen.

Sie können auftreten bei:

malignen oder chronischen Lungenerkrankungen: Bronchialkarzinom (paraneoplastisches Syndrom), Lungenfibrose, Lungenemphysem, Mukoviszidose, Bronchiektasen, Pleuratumoren

Herzerkrankungen: Herzvitien mit Rechts-links-Shunt (Fallot-Tetralogie), chronische Herzinsuffizienz

chronische Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Polyposis coli, Kolontumoren.

Selten sind Trommelschlägelfinger idiopathisch und familiär gehäuft, ohne dass eine organische Erkrankung vorliegt.

IMPP-Fakten

!!! Trommelschlägelfinger und Uhrglasnägel können unter anderem bei malignen oder chronischen Lungenerkrankungen (z.B. Bronchialkarzinom, Bronchiektasen) und zyanotischen Herzvitien (z.B. Fallot-Tetralogie mit Rechts-links-Shunt) auftreten und sind Zeichen für eine chronische Hypoxämie.