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Sie wollte nur verstehen, warum er sie ansah, als würde er mehr in ihr sehen, als sie selbst je zugelassen hatte. Doch in dieser Nacht lernt Maya, wie schnell ein Blick zu einer Wahrheit wird, die man nicht mehr zurücknehmen kann. Jonas ist kein Mann der lauten Worte. Er führt mit Stille, mit Nähe, mit einer Präsenz, die wie ein unsichtbarer Griff um die Sinne liegt. Maya spürt ihn lange bevor er sie berührt — und als seine Hand ihren Puls findet, beginnt eine Reise, die sie nie geplant hat. Zwischen Atem, Spannung und flüsternden Befehlen entfaltet sich ein Spiel aus Macht, Hingabe und innerer Zerbrechlichkeit. Jonas bringt ihren Körper dazu, zu sprechen, lange bevor ihr Verstand begreift, was geschieht. Jede Berührung ist eine Lektion. Jede Regung eine Prüfung. Und jeder Moment ein Schritt tiefer in die Erkenntnis dessen, was sie wirklich will. "Die Nacht des Erwachens" ist der erste Teil der Reihe Erzogen zur Geilheit — eine psychologisch intensive, sinnlich-dunkle Dark-Romance-Erotik über Führung, Vertrauen und die gefährliche Kunst, loszulassen. Für alle, die D/s-Dynamiken lieben, stille Dominanz, intime Nähe und erotische Kontrolle.
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Seitenzahl: 25
Veröffentlichungsjahr: 2025
Erzogen zur Geilheit Teil 1:
Die Nacht des Erwachens
von Kitty Rogue
Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStV Kitty Rogue c/o COCENTER Koppoldstraße 1 86551 Aichach Deutschland E-Mail: [email protected]
© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.
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Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Der Abend war eine glühende Kohle im Ofen der Nacht. Die Luft im Raum war schwer, fast flüssig vor Hitze, und trug das Duftgemisch von abgekühltem Tee und der subtilen, moschusartigen Note von Jonas’ Haut. Maya saß auf dem alten Ledersofa, die Knie eng aneinander gepresst, und fühlte das Gewicht seines Blickes auf sich, eine physische Last, der sie sich nicht entziehen konnte.
Er saß ihr gegenüber im Sessel, nicht nah genug zum Berühren, aber nahe genug, dass sie die winzigen Details seines Gesichts lesen konnte: den feinen Schweißfilm auf seiner Schläfe im fahlen Licht der stehenden Lampe, die Art, wie sein Hals sich beim Schlucken bewegte, das fast unsichtbare Zucken in der Ecke seines Mundes, wenn er ihr eine Frage stellte. Er hatte seit fünf Minuten nichts gesagt. Die Stille war ein Gewand, das er über sie gelegt hatte, dicht und schwer, und sie erstickte langsam darunter.
Ihr Herz klopfte einen wilden, panischen Rhythmus gegen ihre Rippen, ein Trommeln, das sie fürchtete, er könnte es hören. Ein feuchter Schweißfilm bildete sich auf ihrer Oberlippe. Sie wischte ihn unbewusst mit der Zunge weg. Das war ein Fehler. Sie sah, wie sein Blick sich auf ihren Mund richtete, wie sich seine Pupillen minimal erweiterten. Ein leises, kaum wahrnehmbares Aufziehen seiner Mundwinkel. Ein Flackern von Macht in seinen Augen.
Sie wusste nicht, wie es passiert war. Nur wenige Wochen war es her, da war er ein Fremder gewesen, eine interessante, fast einschüchternde Figur am Rande ihres Freundeskreises. Ein Mann, der zu viel wusste, zu ruhig beobachtete, dessen Worte wie scharf geschliffene Werkzeuge waren, die genau die richtigen Nerven in ihr trafen. Er hatte sie nicht umgarnt mit Komplimenten oder großen Gesten. Er hatte sie einfach… gesehen. Hineingesehen in die leeren Räume in ihr, die sie selbst kaum kannte, geschweige denn jemandem gezeigt hätte. Und er hatte begonnen, sie mit leisen Fragen zu füllen.
"Was fühlst du gerade, Maya?", fragte er, seine Stimme ein tiefes, ruhiges Murmeln, das die Luft vibrieren ließ. Es war keine einfache Frage. Es war eine Falle. Ihre Gedanken waren ein Chaos aus Angst und einer fremden, prickelnden Aufregung, die sich wie warme Lava unter ihrer Haut ausbreitete. Die Wahrheit zu sagen – "Ich habe Angst vor Ihnen, und ich will, dass Sie mich berühren" – war unmöglich.
