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Mitternacht ist kein Zeitpunkt. Sie ist ein Zustand. In Mitternachtsgeheimnisse 2 kehren die Begegnungen zurück, die keine Namen brauchen. Hinter verschlossenen Türen, in Hotelzimmern, Treppenhäusern und anonymen Wohnungen entfalten sich Gespräche, Berührungen und Entscheidungen, die tagsüber keinen Platz haben. Hier geht es nicht um Romantik, sondern um Nähe im Dunkeln. Um Macht, die nicht laut werden muss. Um Lust, die entsteht, wenn Kontrolle freiwillig abgegeben wird. Jede Szene steht für sich – und doch verbindet sie ein gemeinsamer Kern: das Wissen, dass manche Geheimnisse nur nachts ausgesprochen werden können. Mitternachtsgeheimnisse 2 ist explizite, ruhige Erotik über Verlangen, Entscheidung und das Ziehen klarer Grenzen im Schatten der Nacht. ⚠️ Nur für Erwachsene. Enthält explizite sexuelle Inhalte.
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Seitenzahl: 88
Veröffentlichungsjahr: 2026
Mitternachtsgeheimnisse 2
Wenn die Begierde flüstert
von Kitty Rogue
Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStVKitty Roguec/o COCENTERKoppoldstraße 186551 AichachDeutschlandE-Mail: [email protected]
© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Die kalte Luft der Hotellobby klatschte mir ins Gesicht, als ich die schwingenden Glastüren durchschritt. Neonlicht flackerte von der maroden Rezeption und färbte den abgenutzten Teppich in schmutzige Grüntöne. Ein müder Mann mit Augen wie Blutergüsse blickte von seiner Zeitung auf, zuckte aber kaum mit einer Wimper, als ich meinen schweren Koffer auf den Tresen stellte.
„Ein Zimmer für eine Nacht“, sagte ich, meine Stimme heiser vom langen Fahren.
Er blätterte langsam seine Zeitung um. Das Rascheln war das einzige Geräusch im leeren Raum. „Wir haben nichts.“
„Ich habe angerufen.“
Er blickte auf, sein Blick schien mich zu durchbohren. „Niemand hat angerufen.“
Ich zog mein Portemonnaie heraus, legte einen Stapel Scheine auf den Tresen. „Ganz sicher.“
Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, verschwand aber so schnell wie es gekommen war. Er griff nach einem alten, vergilbten Schlüsselbund, der an einem roten Faden baumelte. „Dann Zimmer 314. Dritter Stock. Der Fahrstuhl funktioniert nicht.“
Mein Finger fuhr über den kalten Metallschlüssel. Die Nummer 314 eingraviert. „Danke.“
Ich schleppte den schweren Koffer die knarrenden Stufen hinauf. Der Flur im dritten Stock war fast dunkel, nur ein einziges, flackerndes Licht an der Decke warf lange Schatten an die Wände. Die Teppichböden rochen nach Staub und Verfall. Meine Finger zitterten leicht, als ich vor der Tür mit der Messingziffer 314 stehenblieb. Das Schloss knackte leise, als ich den Schlüssel umdrehte.
Der Raum dahinter war nicht das, was ich erwartet hatte. Keine abgenutzte Hotelzimmereinrichtung, kein verstaubtes Fenster, keine muffige Luft. Stattdessen drang ein warmer, vanilleartiger Duft auf mich zu. Die Wände waren in ein tiefes Samtrot getaucht, das im Licht von Dutzenden Kerzen schimmerte. Und in der Mitte des Raumes stand ein Mann.
Er trug nur eine schwarze Hose, sein Oberkörper war von einer Mischung aus Narben und Tätowierungen bedeckt, die im flackernden Licht wie lebendige Schlangen tanzten. Seine Augen, dunkel und unergründlich, musterten mich von Kopf bis Fuß, als hätte er mich schon ewig erwartet. Ich stand wie erstarrt im Türrahmen, mein Herz raste, ein wildes, unkontrolliertes Trommeln in meiner Brust.
„Endlich bist du da“, sagte er. Seine Stimme war ein raues Murmeln, das durch meine Knochen zu vibrieren schien. „Ich habe schon auf dich gewartet.“
Er trat einen Schritt näher. Die Luft zwischen uns knisterte vor einer unsichtbaren Spannung. Ich konnte den Geruch von ihm wahrnehmen – nach Leder, nach Rauch und nach etwas anderem, etwas Uraltem und Gefährlichem. Ich wollte schreien, weglaufen, aber mein Körper gehorchte mir nicht. Meine Füße waren wie in den Boden eingewachsen.
„Wer… wer bist du?“, stammelte ich.
Ein amüsiertes Grinsen umspielte seine Lippen. „Ich bin der Grund, warum du hier bist. Du weißt das. Nur möchtest du es nicht zugeben.“
Er streckte die Hand aus, seine Finger lang und dünn, die Nägel sauber und dunkel lackiert. „Komm.“
Ein Befehl. Keine Bitte. Und mein Körper reagierte, bevor mein Verstand es verhindern konnte. Mein Finger berührte seinen. Die Berührung war wie ein elektrischer Schlag, der mich durchflutete, eine Mischung aus Furcht und einer unerklärlichen, tiefen Begierde. Er zog mich sanft, aber unerbittlich in den Raum hinein, die Schwere des Schlüssels in meiner Hand das einzige, was mich noch mit der realen Welt verband.
Die Tür schloss sich mit einem leisen, endgültigen Klicken hinter mir. Das Geräusch hallte in der Stille wider, während er mich in die Mitte des Raumes führte. Die Kerzen flackerten und warfen unsere Schatten riesig an die Samtwände. Er ließ meine Hand los, sein Blick bohrte sich in mich.
„Zieh dich aus.“
Wieder ein Befehl. Meine Finger zuckten, mein Verstand schrie: Nein! Ein Fremder, ein schäbiger Raum, dieser Mann… doch meine Hände bewegten sich von selbst. Die Reißverschlüsse meiner Jacke öffneten sich, der Stoff glitt über meine Haut und fiel zu Boden. Meine Bluse folgte, dann mein Rock. Jeder Gegenstand, der meinen Körper verließ, fühlte sich an wie eine abgeschälte Schicht, die mich von der Welt trennte, bis ich nur noch in Unterwäsche und Strümpfen vor ihm stand, zitternd, nackt bis auf die letzten, dünnen Barrieren.
Sein Blick wanderte langsam über mich, ein hungriges, besitzergreifendes Schauen. Er nickte knapp, ein kaum merkliches Zeichen der Zufriedenheit. Ein leises Geräusch unterbrach die Stille. Das Knarren von Holz.
Aus den Schatten an der Wand traten weitere Gestalten. Drei Männer, alle ebenso halb nackt wie er, die Körper gezeichnet von Narben und Tätowierungen. Sie umkreisten mich langsam, wie Wölfe, die ihre Beute einkreisen. Die Luft im Raum verdichtete sich, wurde dick von ihrem gemeinsamen Atem, von den Blicken, die mich wie Nadeln stachen. Die Scham brannte auf meinen Wangen, ein heißes, errötendes Feuer, das sich in meine Brust fraß. Ich wollte meine Arme vor mir schützen, mich verstecken, aber meine Glieder blieben starr, gefangen in unsichtbaren Fesseln.
Der Erste trat vor mich. Sein Finger fuhr über meine Schulter, ein kalter, harter Strich, der eine Gänsehaut auf meiner Haut hinterließ. „So weich“, murmelte er, mehr zu den anderen als zu mir. Ein Zweiter ergriff mein Handgelenk, seine Handgriffe wie eiserne Klammern, und zog meinen Arm hoch, damit sie mich alle betrachten konnten. Der Dritte kniete sich vor mich nieder, sein Gesicht auf einer Höhe mit meinem Bauch, und atmete tief ein, als wollte er meinen Geruch in sich aufsaugen.
Ich schloss die Augen, versuchte, wegzudenken, aber ihr Körpergeruch, die Wärme ihrer Körper, die leisen, rauen Atemzüge – alles drang in mich ein, erfüllte mich, bis ich nicht mehr wusste, wo ich aufhörte und sie begannen. Ein Griff an meinem BH. Ein Ruck. Der Stoff riss, die Schnallen knackten. Ich zuckte zusammen, ein erstickter Laut kam über meine Lippen. Lachen. Ein tiefes, vibrierendes Lachen, das von den Wänden zurückkam.
„Sie wehrt sich nicht“, sagte eine Stimme. „Sie will es.“
Eine Hand glitt in meinen Slip, die Finger drückten, fuhren über mich, erforschten mich ohne Gnade. Ein Schauer durchfuhr mich, eine Mischung aus Schrecken und einer aufkeimenden, beschämenden Lust. Mein Körper reagierte, verriet mich, während mein Verstand schrie. Eine andere Hand griff in mein Haar, zwang meinen Kopf nach hinten. Augen auf. Sie wollten, dass ich zusah.
„Sieh uns an“, zischte der Erste, der mich hierher gelockt hatte. „Sieh, was wir mit dir tun.“
Seine Finger klemmten sich um mein Kinn, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt. Seine Augen brannten in meinen. „Dein Körper schreit danach. Dein Geist mag lügen, aber deine Haut sagt die Wahrheit.“
Eine andere Hand zerrte an meinem Slip, bis auch dieser zerriss. Ich stand nun nackt vor ihnen, die Kerzenlichter tanzten auf meiner Haut, machten jede Wimper, jeden Fehler, jede Erregung sichtbar. Ich war ein Objekt, ein Ding, das sie begutachteten, das sie in Besitz nahmen.
Einer von ihnen trat hinter mich, seine Brust an meinem Rücken, sein Atem im Nacken. Er verschränkte seine Arme vor meiner Brust, drückte mich an sich. Ich spürte seinen Herzschlag, ein schnelles, wildes Pochen gegen meine Schulterblätter. „Spürst du das?“, flüsterte er. „Das ist Leben. Das ist Begierde. Und es gehört jetzt dir.“
Er ließ eine Hand gleiten, langsam, über meinen Bauch, tiefer. Seine Finger fanden mich, geöffnet, nass. Ein leises, triumphierendes Grinsen von ihm. Ein Schrei, der sich in meiner Kehle festsetzte. Ich schloss die Augen wieder, aber der Mann vor mir riss sie auf, seine Finger bohrten sich in meine Wangen. „Nein“, befahl er. „Du siehst zu. Du siehst zu, wie du uns gehörst.“
Die Hände waren überall. An meinen Brüsten, die kneteten und zerrten. Zwischen meinen Beinen, die stießen und drückten. An meinem Hintern, der fest umfasst wurde. Ich war der Mittelpunkt eines Sturms aus Haut und Schweiß und stöhnender Lust. Die Scham war verschwunden, ersetzt durch eine hitzige, überwältigende Hingabe. Mein Körper gehörte nicht mehr mir. Er war ein Instrument, und sie waren die Musiker, die darauf spielten, wild und ohne Rücksicht.
Sie legten mich auf den Boden, auf den kalten, harten Holzboden. Die Kerzen flackerten über mir, ihre Gesichter waren maskenhafte Schatten über mir. Einer kniete sich zwischen meine Beine, drängte sie auseinander. Ich spürte die Härte von ihm an meiner Öffnung, pochte, pochte, pochte im Takt meines Herzens. Dann stieß er ein. Ein Aufschrei entwich mir, ein Schrei aus Schmerz und seltsamer, überwältigender Erleichterung.
Sie nahmen mich nacheinander, während die anderen zusahen, ihre Hände auf meinem Körper lagen, mich festhielten, mich formten. Es war kein Akt der Zuneigung. Es war ein Ritual. Eine Besitzergreifung. Ich war der Altar, auf dem sie ihre finsteren Götter anbeteten. Mit jedem Stoß, mit jeder Berührung, mit jedem gequälten Laut, der aus meinem Mund kam, löste sich ein weiteres Teil von mir. Der Mensch, der ich war, löste sich auf, und etwas Neues, etwas Uraltes und Düsteres, trat an seine Stelle.
Ich war nicht mehr die Frau, die in diesem Hotel eingecheckt hatte. Ich war eine Dienerin. Ein Objekt. Eine Hure. Und ich liebte es.
Als der Letzte von mir wich, lag ich zitternd und erschöpft auf dem Boden, mein Körper von Schweiß und anderen Flüssigkeiten bedeckt. Die Männer standen über mir, ihre Brust heben und senkten sich im Takt ihres Atems. Ihr Blick war nicht mehr hungrig, sondern zufriedener. Besitzergreifend.
Der Erste, der mich hierher gelockt hatte, hockte sich neben mich. Seine Finger fuhren durch meine nassen Haare, eine sanfte, fast zärtliche Geste, die sich wie eine Drohung anfühlte. „Schau dich an“, sagte er leise.
Er nahm mein Kinn und zwang mich, mein Spiegelbild in einem großen, dunklen Glas zu betrachten, das über einem Kamin hing, den ich vorher nicht bemerkt hatte. Das Gesicht, das mir entgegenblickte, war nicht meines. Die Augen waren weit und leer, die Lippen geschwollen und geöffnet. Auf meiner Haut sah ich die Abdrücke ihrer Finger, die roten Flecken, die Bisse. Ich war gezeichnet. Markiert.
„Dein Gesicht gefällt mir“, murmelte er. „Das Gesicht einer Frau, die ihre wahre Natur gefunden hat.“
