Unter ihrer Kontrolle 1 - Kitty Rogue - E-Book

Unter ihrer Kontrolle 1 E-Book

Kitty Rogue

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Beschreibung

Was als geregeltes Zusammenleben beginnt, entwickelt sich schleichend zu einem Machtgefüge, das kaum Raum für eigene Entscheidungen lässt. Sie setzt Regeln. Sie erwartet Gehorsam. Und sie versteht es, Nähe und Kontrolle so miteinander zu verweben, dass Widerstand zunehmend sinnlos erscheint. Der Ich-Erzähler gerät Schritt für Schritt in ein System aus Abhängigkeit, emotionaler Manipulation und stiller Disziplinierung. Was zunächst als Schutz und Orientierung empfunden wird, verändert allmählich die Wahrnehmung von Freiheit, Verantwortung und persönlicher Grenze. Unter ihrer Kontrolle – Teil 1 ist ein psychologisch intensiver Roman über Machtverhältnisse in Beziehungen, über schleichenden Verlust von Selbstbestimmung und über die Frage, wie weit Menschen bereit sind zu gehen, wenn Kontrolle Sicherheit verspricht. Diese Geschichte richtet sich an ein erwachsenes Publikum und erzählt von dunkler Nähe, emotionaler Spannung und inneren Grenzerfahrungen – ohne einfache Antworten, aber mit nachhaltiger Wirkung.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Unter ihrer Kontrolle 1

Disziplin, Macht und ein Leben ohne Wahl

von Kitty Rogue

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt nach § 5 TMG und § 55 RStVKitty Roguec/o COCENTERKoppoldstraße 186551 AichachDeutschlandE-Mail: [email protected]

© 2025 Kitty Rogue. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Figuren, Ereignisse und Handlungen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Prolog – Zurück ins Elternhaus

Der Geruch von Zitronenpolitur und kühler Autorität traf mich schon, als ich durch die Tür trat. Ich hatte vergessen, wie das Haus meiner Tante riecht. Wie eine Bibliothek, in der man nicht lachen darf.

„Du bist spät, Leo.“

Sie stand im Flur, schmal, aufrecht, in einem der strengen Kleider, die sie immer trug. Ein dunkelblauer Rock, der bis zu den Knöcheln reichte, eine weiße Bluse, zugeknöpft bis zum Hals. Ihre Augen, die Farbe von gefrorenem Teichwasser, musterten mich von oben bis unten. Ich fühlte mich wie ein verschmutzter Gegenstand, den man gerade reingetragen hatte.

„Der Bus kam nicht, Tante Hilde.“

Sie ging einen Schritt auf mich zu. Die High Heels machten keinen Laut auf dem frisch gewachsten Parkett. Nur das leise Rascheln ihres Rocks. Ihr Parfüm war nicht blumig, nicht süß. Es roch nach Macht.

„In diesem Haus, Leo“, sagte sie und ihre Stimme war so kühl wie ihr Blick, „gibt es keine Ausreden. Es gibt nur Regeln.“

Sie streifte mit einer perfekten, roten Nagelspitze über die Schulter meines Jacketts. Ein kaum wahrnehmbares Zucken ging durch meinen Körper.

„Dein Zimmer ist im ersten Stock, links. Das war früher das Arbeitszimmer deines Onkels.“ Sie betonte das „war“, als sei mein Onkel nicht nur tot, sondern aus der Welt gelöscht.

„Bringen Sie Ihr Gepäck nach oben. Waschen Sie sich. Um sieben gibt es Abendessen. Später werden wir über Ihre Zukunft sprechen.“

Sie drehte sich um und ging den Flur entlang, ohne sich noch einmal umzudrehen. Ihr Rücken war eine gerade, unnachgiebige Linie. Die Tür zum Wohnzimmer schloss sich sanft hinter ihr.

Ich stand allein in der Halle. Mein Rucksack fühlte sich plötzlich schwer an, beladen mit den Fehlern, die mich hierher verschlagen hatten. Die Universität war vorbei. die Party, der Streit, die Polizei. Mein Vater hatte geweint. Meine Mutter war schweigend geblieben. Und dann hatten sie angerufen. Tante Hilde.

Tante Hilde, die nie Kinder bekommen hatte. Tante Hilde, deren Mann vor zehn Jahren gestorben war. Tante Hilde, die immer von Disziplin gesprochen hatte, wenn andere Menschen von Liebe redeten.

Ich ging die gewundene Treppe hoch. Die Stufen knarrten nicht. Alles hier war perfekt gewartet. Mein Zimmer war groß, aber karg. Ein Bett mit einem steif aussehenden Überzug, ein Schrank, ein Schreibtisch mit einem einfachen Stuhl. An der Wand hing ein altes Bild von meinem Onkel. Ein strenger Mann mit gleichen, wasserblauen Augen.

Ich warf den Rucksack aufs Bett. Durch das Fenster sah ich den perfekt gepflegten Garten. Nicht ein einziges Blatt war auf dem Rasen. Alles war in Reih und Glied. Ich hatte das Gefühl, ins Gefängnis gekommen zu sein. Ein sehr sauberes, äußerst ordentliches Gefängnis.

Und als ich im Spiegel über dem Waschbecken mein eigenes Gesicht sah, zerzaust von der Reise, mit dunklen Ringen unter den Augen, fragte ich mich, ob ich nicht vielleicht genau dort hingehörte.

Kapitel 1 – Die Hausordnung

---ENDE DER LESEPROBE---