Hinterhofgeschichten - Gay S. Hunter - E-Book

Hinterhofgeschichten E-Book

Gay S. Hunter

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Beschreibung

Es geht um Erotik - von Mann zu Mann. Der Student Daniel nimmt uns auf seine erotische Reise mit und seine lustvollen Erlebnisse nehmen uns gefangen, Wir sind dabei - hautnah - und erfahren nebenbei auch Alles, was Daniel sonst noch bewegt.

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Seitenzahl: 44

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Gay S. Hunter

Hinterhofgeschichten

Hemmungslos

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Burn Out

Besinnungstage

Campusfreuden

Hinterhofgeschichten

Ein Samstag – etwa 2 Jahre danach

Impressum neobooks

Burn Out

Müde. Ich bin so unendlich müde. In 2 Wochen wird die Abschlussprüfung für Physik an der Uni sein. Ich lerne nur noch. Kämpfe pausenlos mit dem Wegdriften, dem Ausblenden, Verblassen. Auf Arbeit, Unterwegs, zu Hause. Nur Schlafen kann ich nicht. Es ist Folter, Fluch, Sühne. Nur für was?. Freunde habe ich nicht. Ich rede nicht viel. Auf der Uni nicht, unterwegs nicht, zu Hause nicht. Aber es war gut so. Ich war gut so. Das sonore Brummen des Motors zieht mir die Lider hinunter. Sekunden gebe ich mich dem seeligen Dunkel hin, bis mir der Verstand die Augen auf und den Wagen wieder in die Fahrbahnmitte reißt. Fest fixiere ich zwei rote Punkte, die vor mir in die Nacht tanzen. Die Augenhöhlen, in denen sie glühen, versuche ich auszublenden, auch das bleckende Grinsen darunter. Als die Fratze näher zu kommen scheint, löst der Schreck meinen Fuß vom Gas und ich lasse alle Fenster surrend nach unten. Eisiger Nordwind peitscht kleine Kristalle durch den Wagen. Das hilft mir, mich auf die Rücklichter meines Vordermannes zu konzentrieren. Holzkreuze fliegen an mir vorbei. Kerzen. Blumen. Stofftiere. Ich erinnere mich an den furchtbaren Unfall vor knapp einer Woche. Der Fahrer war eingeschlafen. Er und sein Sohn waren sofort tot. Für einen Moment bin ich hellwach. Mein unbekannter Führer hält immer noch seine Laternen in die Dunkelheit. Das Ortseingangsschild schält sich aus der Finsternis. Jetzt ist es nicht mehr weit. Die alte Transitstrecke bis zu dem verwitterten Wartehäuschen, das schon dreimal gebrannt hatte. Ein Wunder, das jedesmal die alte Eiche direkt daneben verschont wurde. Die Kreuzung ist zwar unübersichtlich, aber um diese Zeit ist in dieser Gegend niemand mehr unterwegs. Ausser ich. Und er. Vorsichtig in die Kurve. Das Schlackepflaster ist zu dieser Jahreszeit die blanke Schmierseife. Gerade möchte ich mich bei meinem nächtlichen Begleiter lichthupend bedanken, als auch er in die Allee zu unserer, zu meiner Reihenhaussiedlung biegt. Wen er wohl besucht? Als ich die ersten Häuser passiere, drossel ich die Geschwindigkeit. Wie auch der Wagen vor mir. Aus irgendeinem Grund möchte ich nicht, dass der Fahrer mich sieht, wenn ich aussteige. Ich nehme mir vor, die kleine Schlippe zum Hintereingang unseres Hauses zu nehmen. Etwas eng für den 6er, aber es wird schon gehen. Was kümmert mich der Lack, ich will nur noch ins Bett. Ich verliere meinen Vordermann erfreulicherweise aus den Augen, biege in die Schlippe und da ist er wieder. In meiner Schlippe, auf dem Weg zu meinem Hintereingang. Niemand sonst wohnt hier hinten. Ich bremse und er biegt unbeirrt in unseren Hof. Ich steige aus und laufe die wenigen Meter bis zur Einfahrt. Niemand zu sehen. Er muss also schon im Haus sein. Auf der Treppe finde ich mal wieder meine Schlüssel nicht. Vor mir liegt ein Katalog. Für Särge.

Besinnungstage

Ich weiss noch genau, warum ich mich entschieden habe, an den Besinnungstagen im nahegelegenen Kloster teilzunehmen. Aber als ich den Aushang am schwarzen Brett meiner Uni sah, fühlte ich mich von der Idee drei Tage Auszeit vom Unileben zu nehmen geradezu magisch angezogen. Nicht zuletzt wegen meines Erlebnisses mit dem Katalog für Särge, Ich musste Abschalten – 2 ganze Tage ohne die Physik würden mir gut tun. Der erste Tag im Kloster begann mit einem gemeinsamen Abendessen der Teilnehmer – danach konnte man in die Bibliothek oder den Garten gehen gehen. Bis auf einen anderen jungen Mann – Timo, wir kannten uns von der Uni – waren sonst nur Studentinnen da.

Kurz nach neun war ich endlich auf meiner Bude. Schnell versank ich in meinem dicken Roman. Giorgio wohnte in Rom und erlebte die verrücktesten Abenteuer. Mit dem hätte ich echt gern getauscht. Um zehn Uhr klappte ich den Wälzer zu und löschte brav das Licht. Der Juli-Mond schien durchs offene Fenster bis in die letzte Zimmerecke. Unter die Bettdecke verkriechen war nicht. Wegen der schwülen Abendluft hatte ich sogar mein T-Shirt abgestreift.

Das Licht der Kerze hat eine eigentümliche Wärme, viel stärker als die kleine Hitze von verbrennendem Bienenwachs, viel intensiver als der bloße Schein eines brennenden Dochtes. Das Licht einer Kerze ist erfüllt von einem Zauber, der nicht nur unsere Augen, sondern unsere Herzen erreicht, nicht nur unsere Haut, sondern unsere Seele erwärmen kann und mit dem Rhythmus des flackernden Scheines zu eine Lied werden kann, zu einer Melodie und Harmonie.An der Grenze zwischen wachsein und Schlaf, gebe ich mich im Shein der Kerze meinen Gedanken und Erinnerungen hin….

Ich habe schon immer gerne in diesem Licht mit Dir – meinem Ex-Freund - gebadet, als du noch Teil meines Lebens warst. Ich habe es genossen, in deinem schönen Gesicht Helligkeit und Schatten zu beobachten, die der Kerzenschein darauf tanzen lässt. Spiegelt sich der Kerzenschein in den Augen eines leidenschaftlichen Mannes, wird daraus ein Gewitter, dessen gewaltige Blitze einen nicht erschlagen, aber für immer verwandeln können. Richtet er seinen Blick auf das lustvoll geschwollene Glied des Mannes, den er liebt: welche Wärme, welche Kraft, welche Gier wird wohl entfesselt? Schwellen seine Hoden, pulsieren bis zum Platzen gespannt alle noch aufgehaltenen Säfte, die hinaus zu schleudern erwartungsvoll es ihn unendlich drängt?»Leck mich!« schreien seine Lenden.»Küss mich!«