Im Zentrum der Galaxis - Manfred Weinland - E-Book

Im Zentrum der Galaxis E-Book

Manfred Weinland

4,9

Beschreibung

Die Spur der Vernichter führt ins unerforschte Herz der Milchstraße. Als die POINT OF der Fährte folgt, stößt sie auf eine unüberwindliche Grenze im All. Doch es gibt einen Weg ins Schreckensreich jenseits der schwarzen Sonnen.

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Seitenzahl: 485

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Sammlungen



Ren Dhark

Classic-Zyklus

 

 

Die große SF-Saga von Kurt Brand

 

 

Band 7

Im Zentrum der Galaxis

 

 

Herausgegeben von

Manfred Weinland

Inhalt

Titelseite

Vorwort

Prolog

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

Ren Dhark Classic-Zyklus

Impressum

Vorwort

Für diesen zweiten Band neugeschriebener REN-DHARK-Abenteuer konnten Autoren des ›Goldenen SF-Zeitalters‹ aktiviert bzw. reaktiviert werden.

Zum einen ist dies Manfred Wegener, der schon damals, 1966, die Hefte 3 und 9 beisteuerte, die auch in den Büchern 1 und 2 vertreten sind, und zum anderen Konrad Schaef, der den Lesern vielleicht auch unter dem Namen Conrad Shepherd geläufig ist.

Unter diesem Pseudonym veröffentlichte er die Perry-Rhodan-Hefte 306, 318 und 319 sowie die Atlan-Romane 170, 188 und 189.

Werner Kurt Giesa leistete schon einen Beitrag in Buch 6. Er war Ideengeber und Chefautor der SF-Heftserie Stargate sowie Verfasser einiger in der Terra-Astra-Reihe des Pabel-Verlags erschienener SF-Romane und Perry-Rhodan-Taschenbücher.

In dieses Buch eingeflossen sind die exklusiv verfaßten Originalbeiträge der Autoren Manfred Weinland (Kapitel 1-3), Manfred Wegener (Kapitel 4-5), Werner Kurt Giesa (Kapitel 6-9) und Konrad Schaef (Kapitel 10-12).

Mit dem nächsten, dem 8. Buch werden die ›eingeschobenen‹ Neuabenteuer wie geplant abgeschlossen, so daß ab Band 9 ebenso planmäßig wieder die Aufarbeitung der Heftromane aus der Ursprungs-REN-DHARK-Serie fortgesetzt wird.

 

Manfred Weinland

Prolog

Zwischen Weihnachten und Silvester 2052 werfen unerhörte Gefahren ihre Schatten voraus, und noch niemand auf Terra vermag ihr wahres Ausmaß zu überblicken.

Erst als der parabegabte Robonenjunge Tyler einen hypnotischen Block löst, der Ren Dharks Gedächtnis seit dem Verschwinden des CAL umgibt, wird allmählich klar, daß Dhark die Daten, nach denen das Commutator-Enzephalo zur Befreiung der versklavten Menschheit gebaut wurde, nicht, wie bisher angenommen, aus eigener Kraft errungen hat, sondern mit Hilfe einer fremden Macht, die offenbar keinen Wert darauf legt, aus der Anonymität herauszutreten.

Diese Namenlosen haben damals den CAL und die beiden robonischen Kinder Pia und Edgar – Level-zehn-Qualifikanten wie Tyler – entführt. Ihre Technik scheint der irdischen haushoch überlegen zu sein – und der Mysterious-High-Tech zumindest ebenbürtig.

Komplett aber wird die allgemeine Verwirrung über diese neue Sachlage durch eine Entdeckung, mit der die geheimen Wohltäter unvermittelt ins Zwielicht rücken: Man findet nämlich heraus, daß sich hinter der Phantomortung im Giant-System, die zeitlich in etwa mit dem Verschwinden des CAL und aller Giants zusammenfiel, ein Raumschiff verborgen hat, das in seiner Konstruktionsweise jenen heimtückischen Spindelraumern entspricht, die ein Jahr zuvor, im Mai 2051, Terra angriffen und die Stadt Olan mit allen dort lebenden Menschen auslöschten!

Sollte das Commutator-Enzephalo eine Art ›Wiedergutmachung‹ für das Leid sein, das die Fremden den Menschen der Erde zufügten? Entsprang ihre damalige Aggression nur einem Mißverständnis?

Auch dies wird fragwürdig, als man am Rande des Sol-Systems das Wrack eines Spindelraumers entdeckt, das dort schon ebenso lange zu treiben scheint, wie die Bewohner Olans tot sind. Ein sonderbares Schiff, das sich durch Selbstvernichtung weiterer Erkundung entzieht und im Moment seiner Auflösung die konservierte Qual Abertausender verstorbener Menschen freigibt.

Noch vermag niemand zu sagen, welchem Zweck diese gespeicherten mentalen Energien dienen sollten.

Überreste der ehemaligen Besatzung werden an Bord des Alienschiffs nicht entdeckt. Dafür aber die mumifizierten Leichen zweier Menschen, von denen niemand weiß, wie sie überhaupt dorthin gelangt sind. Falls sie das Wrack erst nach seiner Havarie aufgesucht hätten, müßten sie mit einem weltraumtauglichen Fahrzeug gekommen sein; aber ein solches Boot ist nirgends auffindbar, weshalb die Spekulationen ins Kraut schießen.

Haben etwa überlebende Aliens das Gefährt an sich gebracht, um ihre eigene Haut zu retten?

Aber wohin zu retten?

Das irdische Vehikel verfügte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht über einen Antrieb, der einen überlichtschnellen Flug erlaubt hätte...

Mit Beginn des neuen Jahres finden sich endlich ein paar Antworten auf die überhand nehmenden offenen Fragen – auch, weil der Esperjunge Tyler von seinen traumatischen Erlebnissen unter der Oberfläche des Planeten Robon eingeholt wird.

Etwas, so sagt er, sei irgendwo im Sol-System – vielleicht sogar auf Terra selbst – ERWACHT.

Eine Gefahr, von der alle Milchstraßenvölker gleichermaßen bedroht sein könnten, und die – wie sich herausstellt – ihre Wurzeln in den noch unerforschten Regionen der Galaxis hat...

1.

Col-System, Anfang Januar 2053, Terra-Standardzeit

Der 50-Meter-Kugelraumer der Panther-Klasse – im Jargon ›Sternschnuppe‹ genannt – war mit einem Spezialauftrag unterwegs zwischen den achtzehn Planeten des Doppelsonnensystems.

Patrouillenflug!

X-Order von Terra!

X-Order, die an Tanakagara, dem neuen Stadtpräsidenten von Cattan, vorbeigemogelt worden war...

Die Crew der VESTA machte sich deswegen keine Gewissensbisse. Niemand an Bord trauerte den endlosen Stunden nach, die das ehemalige Giant-Schiff auf dem provisorischen Liegeplatz am Blue River verbracht hatte, zusammen mit einer zweiten Sternschnuppe, die dort immer noch festsaß – angeblich zum Schutz der jungen Kolonie...

»Arme Teufel.«

Wer zufällig Captain Nigel Teklas gemurmelten Ausspruch hörte, stellte vermutlich keine Verbindung zu denjenigen her, die weiter das Los der Langeweile ertragen mußten.

Aber außer seinem agilen Ersten Offizier Rupert Hawthorne achtete ohnehin kaum jemand auf die leiseren Töne aus dem Mund des Captains. Wenn der graubärtige Kommandant der VESTA Befehle aussprach, geschah dies deutlich lauter.

Momentan saß die komplette Zentrale-Besatzung des Raumers angespannt hinter ihren Instrumentenkonsolen und war damit beschäftigt, sämtliche zur Verfügung stehenden technischen Sinne nach draußen zu richten. Hinter die Schale aus purer Energie zu lauschen, mit der man sich nicht nur gegen mögliche, mit Vorsatz handelnde Feinde, sondern gegen den Feind schlechthin schützte: das aus den Fugen geratene galaktische Magnetfeld!

Noch immer wußte niemand verläßlich, was der eigentliche Auslöser der verheerenden Stürme war, die gerade diesen Teil der Milchstraße mit extremer Vehemenz heimsuchten.

Die auf dem fünften Planeten Hope – der neuen Heimat von knapp 40.000 Erdsiedlern – arbeitenden Astrophysiker jedenfalls hätten wahrscheinlich einiges dafür hergegeben, wenn die VESTA das System als ihr Instrument vermessen hätte.

Das aber war nicht der Fall. Etwas gänzlich anderes steckte hinter dem Einsatz. Etwas, woran kein Astrophysiker und kein Normalbürger auf Hope auch nur im Traum gedacht hätte.

Und das, fand Tekla, war auch besser so. Wenn sie etwas nicht gebrauchen konnten, dann war es ein weiterer Anstieg der latenten Aggressionsbereitschaft der Hope-Bevölkerung. Denn die Hoffnung, die dem Planeten einst den Namen geliehen hatte, war auf Hope kaum noch vertreten. Jeder einigermaßen klar denkende Mensch konnte sich inzwischen an seinen zehn Fingern abzählen, wann die neue Heimat im Col-System aufgegeben werden mußte. In immer kürzeren Abständen wurde die Siedlerwelt von kosmischen Strahlenstürmen heimgesucht. Eine intelligente Spezies war davon – das wußte man inzwischen sicher – bereits ausgerottet worden: Die wieselartigen Wesen vom neunten Planeten, die Plagiatoren, gab es nicht mehr, und viele, sehr viele, trauerten um die sympathischen, tapferen Geschöpfe, die vieles überstanden hatten, nicht aber eine Naturgewalt kosmischen Ausmaßes. Eine Geißel, gegen die es keinen dauerhaft wirksamen Schutz zu geben schien!

Cattan lag seit Monaten unter einer geschlossenen Energieglocke amphischer Prägung. Aber in letzter Zeit wurden während Magnetstürmen selbst unter dieser Glocke immer häufiger Spitzenwerte angemessen, die weit über der vom medizinischen Standpunkt aus noch tolerierbaren Marke lagen.

Anregungen, die amphische Feldenergietechnik gegen giant'sche auszutauschen und die Glocke dadurch widerstandsfähiger zu machen, wollte zur Zeit niemand ernsthaft diskutieren. Schon eher den Umzug von Cattan nach Deluge, in das dortige Höhlensystem der Mysterious. Deluge wurde bei besonders heftigen Strahlenorkanen von einem kontinentüberspannenden Intervallfeld verhüllt.

Aber hatte nicht das Beispiel der unterirdisch lebenden Wiesel gezeigt, daß es nirgends dauerhaft sicheren Schutz vor dem Tod aus dem All gab...?

Tekla schwenkte in seinem Sitz herum und blickte in Hawthornes kantiges Gesicht.

Sein I.O. und er vertrauten einander, und das war ein Kapital, das sich gerade in ungewöhnlichen Situationen auszahlte.

Zweifellos war diese X-Order außergewöhnlich.

»Was halten Sie davon, Eins? Will uns die Admiralität nur ein wenig Feuer unter den Hintern machen – oder steckt Ihrer Meinung nach mehr dahinter?«

Hawthorne hob die Brauen. »Mehr«, sagte er, und Tekla nickte, denn er teilte diese Ansicht.

Es machte ihn nicht nervös, aber vorsichtig. Und diese Vorsicht schien sich auf jeden Einzelnen hier zu übertragen.

Von der Laxheit mancher Gefechtsübung war nichts zu spüren. Gar nichts. Alle gingen mit einem Ernst und einer Akribie zu Werke, als hinge ihr Leben davon ab.

Vor 24 Stunden hatte sich die Admiralität der Terra-Flotte an beide auf Hope stationierte Panther-Raumer gewandt. Über Hyperwelle hatte sie die Kommandaten der Sternschnuppen zum absoluten Stillschweigen über das verdonnert, was im Zusammenhang mit sonderbaren Energie-Signaturen stand, die sowohl die VESTA als auch die VIGO aus dem Solaren System überspielt bekamen.

Signaturen, die sie – so der Befehl – unverzüglich in die Basisspeicher ihrer Ortungssysteme übernehmen sollten.

Eine Erklärung, was es mit diesen höchst exotischen Mustern auf sich hatte, war nicht mitgeliefert worden – dafür aber die dringende Aufforderung, eines der Terra-Schiffe im Col-System solle zum Patrouillenflug durch das System starten!

Tekla und Omar Narrodjo, der Captain der VIGO, hatten es untereinander ausgemacht, wer Hope – zumindest für einige Zeit – hinter sich lassen durfte.

Dabei wußte die Crew der VESTA ebensowenig über die Hintergründe dieser X-Order wie ihr Captain. Sie hatten nur eine strikte Weisung: Beim geringsten Verdacht, daß im Doppelsonnensystem etwas existierte, das auch nur entfernte Ähnlichkeit mit den übermittelten Signaturen aufwies, sollten sie umgehend nach Hope zurückkehren und zeitgleich einen Kompri-Spruch nach Terra abstrahlen...

Nigel Tekla trug die Geheimniskrämerei mit Fassung; immerhin war er lange genug Soldat, um zu wissen, daß ein streng dosierter Informationsfluß zur TF gehörte wie das Salz in die Butter.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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