Weiter denn je - Manfred Weinland - E-Book

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Manfred Weinland

4,8

Beschreibung

Die erste Begegnung mit einem Vertreter der so lange gesuchten Mysterious verlief mehr als erschütternd. Die schier unbezwingbare Superrasse aus den Tiefen des Alls ist angeblich vollständig besiegt und geknechtet. Diese Vorstellung läßt Ren Dhark nicht ruhen. Die Expedition, die er startet, führt ihn und seine Begleiter Weiter denn je.

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Seitenzahl: 444

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Sammlungen



Ren Dhark

Drakhon-Zyklus

 

 

Band 14

Weiter denn je

 

 

von

 

Alfred Bekker

Werner K. Giesa

Uwe Helmut Grave

Manfred Weinland

 

nach einem Exposé von

Hajo F. Breuer

Inhalt

Titelseite

Prolog

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

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Impressum

Prolog

Ende Januar 2059 hat sich für Ren Dhark ein Kreis vollendet. Im August des Jahres 2051 entdeckte er auf dem Kolonialplaneten Hope erstmals die Spuren einer technisch extrem hochentwickelten außerirdischen Zivilisation. Weil das fremde Volk zwar viele Artefakte hinterlassen hatte, aber keinen einzigen Hinweis auf seine Herkunft oder auf sein Aussehen, hatte es bald den Namen »Mysterious« weg – die Geheimnisvollen.

Wertvollste Hinterlassenschaft der Mysterious war ein ringförmiges Raumschiff mit phantastischen Eigenschaften. Unter Ren Dharks Kommando nahmen es die Menschen in ihren Besitz und tauften es auf den Namen POINT OF. Dieses Schiff sollte den Grundstock bilden für eine Flotte von Ringraumern, die die Terraner überall im Weltall entdeckten und in ihre Dienste nahmen.

Es gelang Ren Dhark, die Erde den biologischen Robotern zu entreißen, welche den Heimatplaneten der Menschheit besetzt hatten und seine Bewohner angeblich retten wollten, indem sie sie zu willenlosen Sklaven machten. Auch diese »Giants« genannten BioMaschinen entpuppten sich später als eine Hinterlassenschaft der Mysterious.

Daß die Menschheit und alle anderen Völker der Milchstraße tatsächlich Rettung brauchten, wurde rasch klar, als das Strahlungsfeld der Galaxis immer mehr entartete. Ren Dhark startete zu einer großen Forschungsreise, in deren Verlauf er die Sterneninsel Drakhon entdeckte, die mit unserer Milchstraße zu kollidieren drohte.

Es stellte sich heraus, daß Drakhon erst im Jahr 1805 irdischer Zeitrechnung am Rand der Galaxis aufgetaucht war – herausgerissen aus seinem eigenen Kontinuum. Bei seiner fieberhaften Suche nach der Ursache dieser Naturkatastrophe stieß Ren Dhark einmal mehr auf Spuren der Mysterious. Er fand Beweise dafür, daß die Geheimnisvollen vor rund 1000 Jahren das überschwere Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße manipuliert hatten, um mit dieser »Waffe« einen Krieg zu gewinnen.

Doch diesmal hatten sich die Mysterious zu weit vorgewagt: Als sie entdeckten, daß eine Galaxis aus einem anderen Kontinuum in das unsrige gerissen und die Milchstraße früher oder später vernichten würde, flohen sie mit unbekanntem Ziel.

Bei seiner verzweifelten Suche nach Verbündeten im Kampf gegen den Weltuntergang fand Ren Dhark in der Galaxis Drakhon das Volk der Rahim, das über extrem starke Parakräfte verfügte. Mit Hilfe der Rahim gelang es letztlich, Spezialschiffe hinter den Ereignishorizont des entarteten Schwarzen Loches zu bringen und einen Teil seiner Masse zu neutralisieren.

Allerdings ließen die besonderen Bedingungen innerhalb des Ereignishorizontes die Rahim wahnsinnig werden. Sie hätten das Gravitationszentrum der Milchstraße vollends zerstört, wären sie nicht im letzten Moment von einem geheimnisvollen Mann namens Jim Smith besiegt worden.

Die Rahim verloren ihr Leben, als sich das Schwarze Loch wieder normalisierte. Die Galaxis Drakhon »schlüpfte« aus unserem Kontinuum zurück in ihr eigenes. Die Gefahr war besiegt!

Ren Dhark hielt es für seine Pflicht, Jim Smith zu danken, obwohl dieser Mann auf der Erde schon unangenehm als Datendieb aufgefallen war. Man ging davon aus, daß es sich bei ihm um einen Abenteurer handelte, der auf einem namenlosen Planeten ebenfalls ein Ringschiff der Mysterious gefunden hatte, ohne es der Regierung auszuhändigen.

Doch dann sprach Smith die Worte, die Ren Dhark für den Rest seines Lebens nicht mehr vergessen sollte: »Ich bin einer aus dem Volk, das ihr die Mysterious nennt.«

Am liebsten wäre Dhark sofort zu den Worgun geflogen, wie dieses Volk sich selbst nennt. Aber da kam es zu einer unvorhersehbaren Krise, als die Phant-Viren der Cyborgs mutierten und ihre Träger zu töten drohten…

1.

Bin ich wirklich der Diener zweier Herren? ging es Colonel Frederic Huxley durch den Kopf. Ren Dhark, der Commander der Planeten, hatte ihn einst mit einem Lächeln so genannt. Und eine gewisse Berechtigung hatte diese Bezeichnung auch. Schließlich war er als Terraner Mitglied des Hohen Rates des Nogk-Imperiums.

Ein einzelner humanoider Abgeordneter unter 500 reptilienähnlichen, mit Libellenköpfen ausgestatteten und etwa 2,50 Meter großen Nogk.

Aber Huxleys Worte wurden im Rat inzwischen sehr ernstgenommen.

Und das lag nicht nur an der freundschaftlichen Beziehung, die ihn mit Charaua, dem noch nicht einmal seit einem terranischen Standardjahr regierenden neuen Herrscher des Nogk-Imperiums verband. Huxley hatte sich allgemein Respekt unter den Nogk erworben. Seitdem er mit dem ihm unterstehenden Forschungsraumschiff FO-I 2052 per Zufall das Charr-System, die alte Heimat der Nogk entdeckt hatte, war es ihm gelungen, intensive Kontakte zu diesem Volk herzustellen. Seine eingehende Beschäftigung mit dessen Kultur hatte es möglich gemacht, eine Brücke zwischen Terranern und Nogk zu schlagen. Eine Brücke, die sich bis heute als stabil erwiesen hatte, waren die Nogk doch gegenwärtig die zuverlässigsten Verbündeten der Menschheit.

Eine Tatsache, die nicht zuletzt durch den Umstand gestützt wurde, daß es einen gemeinsamen Feind gab: Die insektoiden Grakos, auch Schatten genannt, die die Galaxis mit ihrem Vernichtungsfeldzug heimgesucht hatten.

Immer wieder hatten die Nogk im Verlauf ihrer Geschichte ihre Heimatsysteme verlassen müssen, wenn deren Sonnen durch einen unbekannten Feind zur Explosion gebracht worden waren.

Wer dieser Feind war, blieb letztlich immer noch unklar.

Viele glaubten, daß es sich bei ihm um die Grakos gehandelt hatte. Aber Huxley hegte erhebliche Zweifel daran. Und mit diesen Zweifeln war er keineswegs allein.

Im Juni 2057 waren die Nogk in Richtung Andromeda aufgebrochen, um endlich eine dauerhafte Heimat zu finden. Huxley hatte dabei den Geleitschutz befehligt. Aber das Unternehmen war fehlgeschlagen. Zwischen der Milchstraße und Andromeda hatte das sogenannte Exspect, eine Energiebarriere, die etwa 245 000 Lichtjahre in den Leerraum hineinragte, den Exodus der Nogk zumindest vorerst gestoppt.

So hatte die kosmische Reise der Nogk zunächst im Corr-System ihr vorläufiges Ende gefunden. 17 Planeten umkreisten den 360 Millionen Kilometer durchmessenden roten Riesen, das Zentralgestirn dieses weit draußen im Leerraum zwischen den Galaxien gelegenen Systems. Vier von ihnen waren von den Nogk mit ihrer überlegenen Technologie umgeformt worden. Die Wasserwelten Corr VIII und IX dienten als Lebensmittelproduzenten. Auf Corr VII, auch Kraat genannt, was so viel wie »Herberge« bedeutete, hatten die Nogk Wohnstätten für die sie begleitenden Terraner errichtet. Dort herrschten für Menschen angenehme klimatische Bedingungen.

Corr VI schließlich, der auf den Namen Reet getauft worden war, stellte das Zentrum dessen dar, was als das Nogk-Imperium bezeichnet wurde.

Reet war die Wohnwelt der Nogk.

Und hier befanden sich auch der Regierungssitz des Nogk-Herrschers Charaua und der Tagungsort des Rates der 500.

Huxley blickte kurz auf sein Chrono.

Nach irdischen Maßstäben waren es noch zwei Stunden bis zur nächsten Sitzung dieses Rates. Einer Sitzung, in der es um äußerst wichtige Fragen gehen würde, von deren Entscheidung die Zukunft des Nogk-Volkes abhing.

Huxley war schon seit Stunden damit beschäftigt, sich auf diese Sitzung mental vorzubereiten und an seiner Rede zu feilen.

In meiner Situation ist es besonders schwierig zu argumentieren, dachte er. Die Lage des Imperiums hat sich stabilisiert, die Wirtschaft boomt und nach dem Ende der verheerenden Energiestürme in der Galaxis könnten wir auch wieder daran denken, weitere Planeten zu kolonisieren…

Huxley lächelte mild.

Du hast wirklich »wir« gedacht, als du über die gegenwärtige Lage der Nogk sinniertest! ging es ihm durch den Kopf. Ein Blick in den Spiegel hätte dicheines besseren belehren können, meldete sich ein leicht sarkastischer Kommentator in seinem Hinterkopf. Oder hast du je einen Nogk mit grauen Haaren auf dem Libellenkopf gesehen?

Huxley unterdrückte ein Gähnen.

Er hatte jetzt viele Stunden am Stück und mit höchster Konzentration gearbeitet, sich schier den Kopf über einzelne Formulierungen zerbrochen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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