In der Gewalt des Feindes - Justine Morgan - E-Book

In der Gewalt des Feindes E-Book

Justine Morgan

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Beschreibung

In der Gewalt des Feindes Die schöne Rebellin Maribel soll den bösen Diktator mit einer Bazooka erledigen, doch sie wird von seinen Leuten gefangen genommen. Sie wehrt sich gegen die starke Anziehungskraft, die der geheimnisvolle Wachmann Alejandro auf sie ausübt. Keineswegs will sie sich mit einem der ruchlosen Männer des Feindes einlassen. Hinzu kommt, dass der Diktator eigene dunkle Interessen an ihr hat. Würde einer von ihnen herausfinden, dass Maribel die Schwester des Rebellenführers Joaquin Sanchez ist, so wäre dies ihr sicheres Todesurteil. Währenddessen versucht der glutäugige Rebell Juan verzweifelt, Maribel so schnell wie möglich zu befreien, da er berechtigterweise mit ihrem mysteriösen Verschwinden rechnen muss. Die stark vernachlässigte, bereits an Scheidung denkende, schöne junge Frau des Diktators überrascht ihn dabei. Er muss einiges für die sexuell Ausgehungerte tun, damit sie ihn nicht verrät. Mit vollem (Körper-)Einsatz Die junge Natalia arbeitet im Außendienst. Nachdem der Buchhaltung ein Missgeschick passiert, wird sie zum Einkaufschef des Kunden geschickt, um diesen zu beschwichtigen. Dies geschieht auf völlig andere Weise als geplant. Wicked Ways – Die Versteigerung Die hübsche Leah wird von der Nachtklubbesitzerin Jennifer in ihrem Club versteigert. Ihr Besitzer für eine Nacht darf alle Dienste von ihr fordern. Bonusstory: Red is Beautiful Die Nachtklubbesitzerin Jennifer, die auch einen Erotikversandhandel betreibt, nimmt ihren geschätzten Stammkunden Markus mit nach Hause. Doch sie hat auch ein besonderes Anliegen: Sie will die neuen Sextoys aus ihrem Sortiment an ihm ausprobieren.

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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In der Gewalt des Feindes

Justine Morgan

Copyright©undUrheberrecht November 2012 Justine Morgan Copyright Coverabbildung Andrey Kiselev / Fotolia / Adobe StockKorrektorat Anti-Fehlerteufel

[email protected] Morganc/o Autorenservice GorischekAm Rinnersgrund 14/58101 GratkornÖsterreichNo portion of this book may be reproduced in any form without written permission from the publisher or author, except as permitted by E.U. copyright law.

Contents

1.In der Gewalt des Feindes2.Mit vollem (Körper-)Einsatz3.Wicked Ways – Die Versteigerung4.Bonusstory: Red is Beautiful

Landmarks

Cover

In der Gewalt des Feindes

Maribel,dieSchwesterdes Rebellenführers Joaquin Sanchez Escudero und seine beste Scharfschützin, schlug sich mit einer Bazooka nachts durch den Dschungel.

Sie strich sich mit dem Handrücken über die Stirn. Trotz der Schwüle hatten sich die Spitzen ihrer großen Brüsten unter dem engen schwarzen Tanktop aufgerichtet. Sie trug camouflagefarbene Cargohosen und hatte ihr taillenlanges, leicht rötlich schimmerndes dunkelbraunes Haar zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden.

Glücklicherweise besaß sie eine außergewöhnlich gute Nachtsicht, die neben ihren anderen Fähigkeiten einen weiteren Grund darstellte, warum sie für die wichtige Mission ausgewählt worden war.

Zwar hatte sie ein Nachtsichtgerät dabei, doch aus Furcht, dadurch entdeckt zu werden, verwendete sie es nur, wenn sie selbst kaum noch etwas erkannte, was durchaus vorkam unter dem mehrstöckigen Blätterdach der teilweise von Orchideen und anderen Epiphyten bewachsenen, hohen Bäumen. In diesen wenigen Fällen dürfte jedoch die Gefahr, gesehen zu werden, relativ gering sein, weil das Blätterdach fast undurchdringlich war. Allerdings musste sie sich vor den Patrouillen des Feindes in Acht nehmen.

Außerdem durfte sie sich ja auch nicht verirren. Jemanden in diesem Dickicht zu jagen, war nicht unbedingt einfach, zumal auch noch ganz andere Gefahren hier lauerten.

Maribel musste den Diktator Moreno Pérez auslöschen, der vor einem Jahr durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war und seitdem die Menschen durch hohe Steuern ausbeutete, aber nichts tat, um einen Aufschwung oder den Fortschritt anzukurbeln. Feinde schaffte er sich durch als Unfälle getarnte Morde vom Hals. An Skrupellosigkeit war er nicht zu überbieten. Dennoch hatte er es geschafft, sich nach außen hin eine einigermaßen weiße Weste zu bewahren – soweit dies für jemanden, der auf gewaltsame Weise die Macht erlangte, möglich war. Mitwisser wurden spurlos beseitigt.

Maribel war vorsichtig, da es hier gefährliche Tiere wie Schlangen, Jaguare und giftige Frösche gab, die sie dennoch Moreno vorzog. Jaguare waren sowohl tag- als auch nachtaktiv, bevorzugten jedoch die Nacht, sodass Maribel besonders auf der Hut war. Kürzlich war erst einer in der Nähe ihres Rebellenlagers gesichtet worden.

Sie zuckte leicht zusammen, als sie unweit von sich das Rattern von Rotorblättern vernahm.

»¡Qué Demonios …!«, fluchte sie leise. Maribels Herz schlug schneller, Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn, ihre Brüste hoben und senkten sich aufgrund ihres schnellen Atems.

Das mussten die Helikopter des Diktators sein, denn sonst besaß hier keiner welche. Verdammt, sie suchten bereits nach ihr! Dabei war sie so vorsichtig gewesen, nicht von den Patrouillen im Wald entdeckt zu werden. Sie musste ihren Bruder informieren, dass es womöglich einen Verräter in den eigenen Reihen gab. Gleich nach ihrer Rückkehr würde sie dies tun – sofern sie diese Mission überlebte.

Die Äste der Bäume und Sträucher peitschten gegen ihre nackten Arme und ihre in Cargohosen steckenden Beine, als sie zwischen ihnen hindurch rannte. Die Luft war stickig und heiß. Vor Nervosität knabberte sie an ihrer vollen Unterlippe.

Der Feind kam näher. Der Wind der Rotorblätter riss an den Ästen der Bäume und an Maribels im Nacken zusammengebundenem langen Haar. Noch schienen sie sie nicht gesehen zu haben, doch sie suchten sie, das war eindeutig. Es war eine Frage der Zeit, bis eine Kugel sie niederstrecken würde.

Nur noch ein paar Minuten lang musste sie überleben und ein wenig näher ans Landhaus des Diktators herankommen, da man mit der Bazooka nur aus kurzer Distanz genau treffen konnte. Leider waren dort die Bäume weniger dicht, sodass sie kaum Deckung und dadurch wenig Zeit haben würde. Doch sie hatte Glück: Im Schlafzimmer des Diktators brannte Licht, was ihr das Zielen in der Dunkelheit sehr erleichtern würde. Sie rannte noch ein paar Meter vorwärts bis zur Hecke, die den kleinen Garten umgab, legte sich das Rohr mittig auf die Schulter, zielte und schoss.

Der Rückstoß der Rakete warf Maribel beinahe um, doch glücklicherweise hatte sie damit gerechnet und sich entsprechend breitbeinig hingestellt. Ein gewaltiger Schlag erklang, als die Granate einschlug. Obwohl der Rückstrahl sie blendete, konnte sie den Feuerball erkennen, der am Obergeschoss des Hauses aufwallte. Die Granate hatte ihr Ziel mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit getroffen!

Sie vernahm ein Rascheln im Gebüsch und das Klicken, das erklang, wenn Waffen entsichert wurden. Rasch ließ sie klopfenden Herzens die Bazooka fallen und hob die Hände. Die Mission war erfüllt.

Juan Santiago Mendez widmete sich ganz der kleinen Chica, die sich unter ihm auf dem Lager in seinem Zelt wand. Mit einfachen Mitteln hatte er sich einen Tempel der Lust erschaffen inmitten des schwülen Grüns des Regenwaldes. Ein Moskitonetz schützte vor ungebetenen Gästen, ein paar bunte Kissen und eine rote Decke verliehen eine persönliche Note in dem ansonsten eher spartanisch eingerichteten Zelt. Es gab sonst nur eine Truhe mit ein paar Kleidungsstücken, Shampoo, Seife und einer Ersatzdecke. Ansonsten befanden sich hier nur Nahrungsvorräte, Waffen, Reservemunition und seine Sturmlampe.

Seine Aufgaben hatte Juan erfüllt, alles ging seinen Lauf. Warum sollte er sich also nicht jetzt eine kleine Entspannung gönnen? Wer wusste schon, wie lange die stets trügerische Ruhe andauern würde?

Luciana wand sich unter ihm und stöhnte. Ihre dunklen Augen waren lustverhangen und die vollen glänzenden Lippen leicht geöffnet, als sie zu ihm aufblickte. Ihr langes schwarzes Lockenhaar war wild um ihren Kopf gefächert. Er liebte es, darin zu wühlen und die seidig weiche Flut durch seine Finger rinnen zu lassen. Auch mochte er Lucianas Duft. Vielleicht würde er heute sogar von ihrer Mitte kosten. Jede Frau schmeckte und roch ein wenig anders. Doch zuerst wollte er in ihrer feuchten, samtigen Hitze versinken. Sein Penis zuckte bereits bei dem Gedanken daran, wie heiß und willig sie jetzt schon war.

Luciana war sehr attraktiv und leidenschaftlich. Ihre üppigen Formen hatten es ihm angetan, doch bedeutete sie ihm nicht mehr als die anderen Frauen, die ihm nicht nur wegen seines guten Aussehens, sondern auch weil er der beste Mann des Rebellenführers Joaquin Sanchez Escudero war nachliefen. Zwar sagte er nicht Nein zu ihnen, doch sehnte er sich nach der Frau, die ihn um seiner selbst willen begehrte. Denn allzu bewusst war er sich, dass Luciana auch Joaquin schöne Augen machte. Doch der schien sie zu ignorieren. Im Moment störte Juan sich nicht daran. Er benutzte Luciana so, wie sie es mit ihm tat. Solange er sich keinen Illusionen hingab, war das für ihn in Ordnung.

Luciana stöhnte. Der Duft ihrer Erregung stieg zu ihm auf und erhöhte seine eigene. Hingebungsvoll widmete er sich ihren dunklen Brustspitzen, nahm eine nach der anderen in den Mund, sog daran und umspielte die harte Papille, während er mit den Händen ihren prallen Hintern knetete.

Eine seiner Hände schob er zwischen ihre Beine, wo feuchte Hitze ihn einladend empfing. Er ließ seinen Daumen sachte auf ihrem harten Kitzler kreisen und schob einen Finger in ihre enge Höhle, die sich sogleich gierig um ihn schloss. Luciana wand sich laut stöhnend unter ihm und hob ihm ihr Becken entgegen, sodass sein Finger tiefer in sie hineinglitt. Sie wollte und brauchte ihn dringend.

Die Frauen liebten ihn, da er nicht nur auf seine eigene Befriedigung aus war, sondern auch auf deren Bedürfnisse einging, egal wie sehr sein Penis nach schneller Erfüllung verlangte. Das war nicht immer einfach, doch meist lohnenswert, zumal er auch die Intensität seines eigenen Höhepunktes dadurch steigerte.

Luciana keuchte. Nässe quoll aus ihrer Spalte, als er einen weiteren Finger in sie schob. Ihr G-Punkt war leicht angeschwollen. Eigentlich war es kein Punkt, sondern eine kleine Fläche, die leicht hervorstand. Doch auch daran, dass die Haut an dieser Stelle merklich rauer war als die umliegende, hätte er ihn ohne größere Schwierigkeiten gefunden. Er stimulierte ihn zuerst vorsichtig, da er nicht wusste, wie fest Luciana es mochte.

»Soll ich etwas mehr Druck ausüben?«, fragte Juan leise. Nachzufragen hatte bisher nie geschadet. Jene Frauen, die daraufhin schockiert oder verstimmt reagierten, waren ohnehin nicht die passenden Bettgefährtinnen für ihn …

Sie nickte, sichtlich dankbar für seine Offenheit. So rieb er ihren G-Punkt mit etwas mehr Druck, während er seinen von ihren Säften feuchten Daumen auf ihrer Klitoris tanzen ließ. An ihrer Reaktion merkte er, dass es diesmal richtig war. Ihre Feuchtigkeit nahm zu, rann geradewegs aus ihr heraus und zwischen ihren Pobacken hinab. Luciana keuchte und wand sich. Ihre vollen Lippen waren leicht geöffnet, ihr Blick unfokussiert.

»Ich möchte dich tief in mir spüren, wenn ich komme«, sagte sie mit rauer Stimme. Ihr Leib bebte vor Erregung. Sie stand kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Auf Juans Lippen trat ein Lächeln. Genau so wollte er sie haben.

»Gerne, pequeña mia.« Juan rieb seine dicke Eichel an ihrem feuchten Eingang und verteilte ihre Säfte über die Länge ihrer Spalte, was Luciana verrückt machte. Ihre Venuslippen waren dunkel, angeschwollen und feucht. Sie hatte sich dort rasiert. Auf ihrer Scham war nur ein schmaler Streifen gestutzten schwarzen Haares zu sehen. Die großen, durch die Erregung violett verfärbten inneren Labien glitzerten von ihrem Lustsaft.

Sie hob die Hüfte an, um seinen Penis in sich aufzunehmen, doch Juan wollte sie noch ein wenig auf die Folter spannen. Immer wieder glitt er wenige Zentimeter in sie, nur um sich sogleich wieder zurückzuziehen. Er tat dies so lange, bis sie vor Lust fast verging und um seinen Penis bettelte.

»Por favor … komm in mich. Ich brauche dich. Jetzt. Ganz tief. Nimm mich. Bitte fick mich!« Ihre rauchige Stimme war ein einziges Flehen und ihr hübsches Gesicht verzerrt vor Lust.

Juan schob ein Kissen unter ihr Becken, damit er die sensible Stelle an ihrer Vorderwand besser würde erreichen können, weitete den Spalt zwischen ihren Venuslippen und glitt mit einem festen Stoß tief in ihre samtige, enge Hitze.

Sie war bereits unheimlich feucht. Er nahm sie mit tiefen, kurzen Stößen, sodass seine Eichel stets mit etwas Druck über ihren G-Punkt glitt. Es erregte ihn zu sehen, wie ihre inneren Labien bei jeder seiner Bewegungen mitgingen und seinen harten Schaft umfingen, der glitzerte von ihrer Feuchtigkeit.

Luciana hob ihm ihre Hüfte entgegen, während ihre Hände seine muskulösen Schultern und Arme erkundeten. Sie war unheimlich eng und heiß. Jeder Stoß sandte ein lustvolles Kribbeln durch seinen Unterleib. Er rieb Lucianas volle, im Rhythmus ihrer Leidenschaft wogenden, milchkaffeebraunen Brüste und sog an den dunklen, harten Nippeln.

Luciana warf den Kopf mit der schwarzen Lockenpracht wild hin und her. Ein Stöhnen, das fast wie ein Schluchzen klang, entrang sich ihrer Kehle. Ihr Gesicht war vor kaum noch erträglicher Lust verzerrt wie in höchster Agonie. Sie schlang die Beine um seine Hüften, damit er noch tiefer in sie glitt.

»¡Cielo!«, entfuhr es ihr, als ihr Innerstes um ihn herum zu zucken begann. Er musste sich sehr beherrschen, um nicht sogleich ebenfalls zu kommen und seinen Samen tief in sie hineinzupumpen.

»He, Juan, der Chef ruft«, erklang eine Männerstimme draußen vor dem Zelt, die er als die Manuels erkannte. Juan stieß mehrere derbe Flüche aus. Glücklicherweise sah der Mann nicht herein. Er kannte Juan allzu gut und wusste sicher, womit dieser jetzt beschäftigt war …

»Gleich«, keuchte Juan. Er zog sich aus Luciana zurück, nahm seine mittlerweile schmerzhaft harte Länge zwischen beide Hände, rieb sie dreimal kurz und spritzte in hohem Bogen auf ihre vollen Brüste. Dabei traf er auch ihr Kinn und ihren Mund. Luciana streckte gierig ihre Zunge heraus, um die sämigen Tropfen aufzufangen.

Sie leckte sich die Lippen. »Das nächste Mal kannst du in mich reinspritzen, denn ich trage die Spirale. Ich will mit deinem Samen vollgepumpt werden.«

»Dann freue ich mich auf das nächste Mal. Tut mir leid, Chica, aber ich muss los. Du kannst noch ein wenig hier bleiben, wenn du willst.«

Luciana setzte sich auf. Feuchtigkeit quoll zwischen ihren noch immer dunkel angeschwollenen Venuslippen heraus. »Wann kommst du zurück?«

Er hob die Achseln. »Keine Ahnung, kommt darauf an, was los ist. Wenn es nicht lange dauert, gibt es noch einen Nachschlag für dich, meine Süße, doch kann ich dir nichts versprechen.«

»Das wäre schön.«

Er schenkte ihr ein Lächeln, das sie erwiderte. »¡Adiós!«

»¡Hasta luego!«

Hastig nahm er seine Hose, ein Hemd und ein Tuch und verließ nackt das Zelt, das sich auf einer kleinen Lichtung im Wald befand. Manuel war bereits wieder gegangen, da er sich auf sein Erscheinen beim Boss verließ. Juan galt als einer von Joaquins zuverlässigsten und besten Männern. Verschwitzt wollte er sich dem Chef nicht präsentieren, so sprang er schnell in den Fluss hinter dem Zelt, tauchte kurz komplett ins kalte Wasser ein, das seinen Leib abkühlte, wusch sich und stieg wieder heraus.

Nach dem Abtrocknen und Ankleiden suchte er Sanchez' Zelt auf. Es war nicht viel größer als sein eigenes und, wie er wusste, vorwiegend zweckmäßig eingerichtet.

An manchen Tagen war er des Vagabundenlebens überdrüssig, zu dem ihm das Rebellendasein verdammt hatte. Heute war wieder einer davon. Er fragte sich, wie das Leben sein könnte, wenn die Diktatur nicht mehr existierte. Vielleicht würde sich das ja bald zeigen. Er konnte es nur hoffen.

Der Rebellenführer Joaquin Sanchez Escudero erwartete ihn bereits im Zelt, das nur spärlich von einer Sturmlampe beleuchtet wurde. Ein leichter Rumgeruch lag in der Luft. Auch Joaquin war in khakifarbene Hosen und ein ebensolches Shirt gekleidet.

Neben Joaquin standen Manuel und Sergio; Letzterer war Juans Erzfeind, der es schon lange auf seine Position als Sanchez' rechte Hand abgesehen hatte. Missbilligend und neugierig zugleich beäugte ihn Sergio aus den eng zusammenstehenden dunklen Augen und zwirbelte sein dünnes Oberlippenbärtchen.

Zu Juans Überraschung schickte Sanchez beide hinaus mit den Worten, dass deren Gespräch beendet sei.

»Was gibt es, Jefe?«, fragte Juan.

Joaquin sah ihn ernst an. »Maribel wurde vom Feind gefangen genommen.«

Verdammt, die Aktion war also schiefgelaufen. Er hatte große Hoffnungen auf Maribel gesetzt. Sie war eine ihrer besten Scharfschützen und sah nachts ausgezeichnet. Wenn sie es nicht geschafft hatte, so wäre dies auch keinem anderen gelungen. Er machte sich Sorgen um sie.

»Ist sie verletzt?«, fragte Juan.

»Nicht soweit wir wissen. Sie scheint sich rechtzeitig ergeben zu haben, nachdem sie den Schuss abgefeuert hat.«

»Es ist ihr also doch noch gelungen?«

Joaquin atmete erschöpft aus und fuhr sich mit den Fingern durch das kurz geschnittene dunkelbraune Haar, das denselben Rotschimmer besaß wie das Maribels. Er hatte Ringe unter den Augen. »Sie hat leider nur seinen Schornstein weggepustet. Das verdammte Schwein lebt noch.«

»¡Mierda!« Juan ballte die Hände zu Fäusten. Wie er den schmierigen Diktator hasste!

Joaquin nickte. »Sie hatte nur einen Schuss und es war dunkel wie in einem Hurenarsch. Gewiss hat sie das Nachtsichtgerät nur in absoluten Notfällen eingesetzt – trotzdem haben sie sie zu früh aufgespürt, wie auch immer ihnen das gelungen ist. Maribel ist gut, verdammt gut. Das hätte nicht passieren dürfen. Dieser gewiefte Moreno scheint uns immer einen Schritt voraus zu sein.«

Juan sah seine eigene Sorge um Maribel in Joaquins Blick widergespiegelt.

»Wird er sie am Leben lassen?«, fragte Juan leise. Seine Stimme bebte nicht, doch Joaquin kannte ihn gewiss gut genug, um zu wissen, wie schwer ihm diese Frage fiel.

Joaquin hob die Achseln. Kummer und Betroffenheit lagen in seinem Blick. »Das hoffe ich. Seit sie sich in seinem Haus befindet, weiß ich leider nicht mehr, wie es ihr ergangen ist oder was sie mit ihr machen. Zwar konnte ich ein paar derzeit leider noch lockere Kontakte knüpfen, doch keine zu jenen, die zum engsten Kreis gehören. Das Haus ist eine verdammte Festung. Uns läuft die Zeit davon.«

»Selbst eine Festung hat immer eine Schwachstelle.« Fast immer, doch Juan wollte positiv denken. Keineswegs würde er die Flinte vorzeitig ins Korn schmeißen.

Joaquin strich sich durchs Haar. »Leider habe ich nicht genügend Leute, um den Diktator zu überfallen – sonst hätte ich das längst getan, würde es nicht so vielen das Leben kosten. Daher zähle ich auf dich, Juan. Du bist mein bester Mann. Befreie meine Schwester aus den Händen des Diktators!«

»Ich werde mein Bestes geben und nicht eher ruhen, bis ich Maribel gefunden und befreit habe.« Juan würde, sollte es sich als notwendig erweisen, sogar sein Leben für Maribel geben, da er sie schätzte und ehrte. Auch er sorgte sich aufrichtig um sie, nicht nur weil sie Joaquins Schwester war und zu seinen besten Leuten gehörte.

»Ich hoffe sehr, dass du bald Erfolg haben wirst. Ich hätte sie nicht allein gehen lassen oder jemand anderen schicken sollen.« In Joaquins Stimme lag Bedauern.

»Dann wäre die Gefahr, entdeckt zu werden, für sie noch größer gewesen. Eine andere Person hätte auch keinen Erfolg gehabt. Sie war die beste Wahl für diese Aktion. Ich frage mich allerdings, warum sie entdeckt wurde. Der Plan war doch todsicher.«

»Das habe ich mich auch schon gefragt, doch leider noch nicht herausgefunden. Kein Plan ist todsicher. Ich werde das Lager umziehen, noch bevor ihr zurückkommt.«

»Ist das wirklich notwendig? Maribel würde dich niemals verraten.«

»Das ist es leider aus verschiedenen Gründen. Ich würde ihr mein Leben anvertrauen, doch weiß ich auch, was extreme Schmerzen und Folter bewirken können. Moreno ist zu allem fähig, vor allem, wenn er herausfindet, dass sie meine Schwester ist. Außerdem will ich das Lager ohnehin aufspalten. Wir scheinen einen Maulwurf hier zu haben, zwar in keiner der Schlüsselpositionen, doch es gibt hier jemanden, der wichtige Informationen an Moreno weitergibt. Möglicherweise ist es mein Halbbruder Fernando, möglicherweise aber auch nicht. Auf jeden Fall habe ich ihn und ein paar andere unter Beobachtung und streue gezielt Falschinformationen aus, in der Hoffnung, ihn damit zu enttarnen.«

Juan nickte. Das war wohl einer der Gründe, warum Joaquin alle anderen aus dem Zelt geschickt hatte. »Gute Taktik. Nur leider ist dein Zelt nicht abhörsicher.«

Joaquin hob die Achseln. »Nicht ganz, doch im Moment laufen Manuel und Mariana Patrouille um mein Zelt. Beide gehören zu den Leuten, denen ich am meisten vertrauen kann. Doch sollten die hier ausgetauschten Informationen trotzdem nach außen gelangen, so ist der Kreis der Verdächtigen äußerst eng.«

»Das wird auch den feindlichen Spion warnen.«

»Gewiss, doch im Moment sehe ich keine andere Möglichkeit. Ich darf keine Zeit verlieren. Maribel muss so schnell wie möglich gerettet werden, denn Moreno ist alles zuzutrauen. In einer Woche trifft sich ein Mittelsmann – voraussichtlich Manuel – hier an dieser Stelle mit dir, der dich zu unserem neuen Lager führen wird. Solltest du Maribel früher befreien können oder sollte sie tot sein, so hinterlasse eine Nachricht für uns. Du weißt wo.«

Sie hatten einen hohlen Baumstamm im Dschungel als Versteck für ihre Nachrichten vereinbart. Sollte aktuell etwas anstehen, kam täglich einer ihrer Leute vorbei, um nachzusehen, ob sich eine Mitteilung darin befand. Auch gab es einen Verschlüsselungscode.

Juan nickte. »Er wird Maribel nicht gleich töten.«

»Das hoffe ich. Sollte er erfahren, wer sie ist, kann ich leider nicht ausschließen, dass er sie foltern oder als Geisel verwenden wird.«

»Ich gehe gleich los. Je früher ich sie dort rausschlage, desto besser.«

»Nicht bewegen oder wir schießen!«, vernahm Maribel eine Männerstimme hinter sich.

Ihr Herz schlug schneller, während sie den Schritten der Männer lauschte, die sich ihr näherten. Wenn sie nur eine falsche Bewegung machte, war sie tot. Sie vernahm die Rufe der Leute, die das Feuer im Dachgeschoss des Hauses löschten. Gerne hätte sie den Kopf umgewandt, um es genauer betrachten zu können, da sie aus den Augenwinkeln nur den Widerschein der Flammen erkennen konnte. Doch daran war leider nicht zu denken, wollte sie nicht erschossen werden. Ihre Mundwinkel zuckten, da sie ein Lächeln unterdrückte. Sie hatte wahrscheinlich Morenos Arsch gegrillt! Die Tage der Gewaltherrschaft waren nun hoffentlich gezählt.

Ein gut aussehender, glutäugiger Mann mit langem Haar trat zu Maribel, nahm ihr die Pistole weg, die sie an der Hüfte trug, und tastete sie überall ab, während die Läufe zahlreicher Pistolen und Uzis auf sie gerichtet waren. Als seine Finger versehentlich ihre linke Brust streiften, stellte sich ihre Papille auf. Ihre körperliche Reaktion auf ihn irritierte sie. Normalerweise war sie in einer derartigen Situation nicht so leicht zu erregen. Doch seine Ausstrahlung und sein männlicher Duft verwirrten ihre Sinne.

Er bückte sich und zog die zwei Messer aus den Halterungen an ihren Schienbeinen. Dann tastete er sie gründlich nach weiteren Waffen ab. Dass er sie dabei nicht begrapschte, verlieh ihm einen Bonuspunkt bei ihr.

In seinem Blick flackerte kurz etwas auf, was sie wissen ließ, dass er ihr gegenüber nicht gleichgültig war. Unter anderen Umständen könnte sie sich einiges mit diesem Mann vorstellen, doch daran wollte sie jetzt nicht denken. Gewiss war er, auch wenn er nicht so auf sie wirkte, ein ebenso skrupelloses Schwein wie die anderen, sonst würde er nicht für Moreno arbeiten. Es ging ums blanke Überleben.

Er steckte die Messer ein und drehte Maribel die Hände auf den Rücken, wo er sie mit den Handschellen fixierte. Sie würde das über sich ergehen lassen, es war ja nicht für lange. Sie wäre gewiss bald wieder frei, jetzt, wo der Diktator hoffentlich tot war. Doch leider war sie sich immer noch nicht hundertprozentig sicher, richtig getroffen zu haben. Es ging alles zu schnell. Bisher hatte sie keine Rufe vernommen, die dies bestätigen würden, und jetzt war es zu dunkel, um etwas zu erkennen. Das Feuer schien wieder eingedämmt worden zu sein.

»Die Kleine ist jetzt sauber!« Seine Stimme war angenehm dunkel und erotisch. Es war eine Stimme, die man als Frau im Schlafzimmer hören wollte, wie sie einem schmutzige Fantasien ins Ohr flüsterte, die man sogleich mit Begeisterung umsetzen würde … Sie stellte sich vor, seinen Leib zu erkunden, ihn zu schmecken und zu erfahren, wie er sich unter ihr anfühlte und welche Laute seinen Lippen entwichen, wenn er kam und tief in sie hineinspritzte.

Maribel verdrängte die erotischen Gedanken, die allein die Nähe dieses Mannes in ihr erzeugte. Wenn er nicht auf der falschen Seite stehen würde, hätte sie durchaus schwach werden können … Doch jetzt war nicht daran zu denken. Zwar würde in Kürze das Regime hoffentlich fallen, doch noch war dies offenbar nicht geschehen. Es war allerdings nur eine Frage der Zeit.

Der Garten war nicht besonders groß. Rosen, Nelken, weiß blühendes Spathiphyllum, Lederfarn und eine rot blühende Bromelienart wuchsen darin. Obwohl ihre Blütenkelche sich bereits geschlossen hatten, erfüllten ihre Düfte noch die Luft, vermengt mit dem Geruch der urwüchsigen Flora des Waldes.

---ENDE DER LESEPROBE---