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In diesem Buch werden auf amüsante und leicht lesbare Weise ausgewählte und interessante Fortschritte der Heilkunst präsentiert - von Schädeloperationen in der Steinzeit bis zu brandaktuellen Themen wie "KI in der Medizin" oder "Nano-Docs". Der Fokus liegt dabei eher auf den handelnden Personen und dem Umfeld der medizinischen Themen als auf dem medizinischen Fachwissen. Es soll das Gefühl dafür vermittelt werden, wieso etwas wann entdeckt, erkannt oder entwickelt worden ist - und auch die persönlichen Hintergründe der Protagonistinnen und Protagonisten kommen dabei keinesfalls zu kurz.
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Seitenzahl: 908
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Danksagung
Vorwort
Vorwort des Autors
Es war einmal
Beginnen wir in der Steinzeit
Paul Broca und der trepanierte Inkaschädel
Datierung von Fossilien
Zahnbehandlungen bei den Feuersteins
Mund- und Zahnhygiene damals
Gab es in der Steinzeit Seuchen?
Der Anfang des Lebens und die Fortpflanzung
Die Bedeutung der sexuellen Fortpflanzung
Medizin in der Antike
Bier als Medizin und der Codex Hammurabi
Wer „Bier“ schreibt, muss auch „Wein“ schreiben!
Akupunktur
Prothesen im alten Ägypten
Karies und der Zahnwurm von Nippur
Mund-zu-Mund-Beatmung in der Bibel
Tumoren im alten Ägypten
Milzbrand – das persische Feuer
Der Eid des Hippokrates
Die Humoralpathologie des Hippokrates
Galen und die Verfeinerung der Viersäftelehre
Der Epidemiebegriff des Hippokrates
Der erste Kaiserschnitt?
Tetracycline – die ersten Antibiotika
Lebensrettendes Aufschlitzen - Tracheotomie
Das Mittelalter – die dunkle Zeit?
Johanniskraut – das erste Psychopharmakon
Avicenna und die Pest
Die Pest in Europa
Der Felssturz am Dobratsch und die Pest
Die Pest, die Muskatnuss und der Krieg
Hunain ibn Ishāq und die Augenheilkunde
Das Starstechen
Die erste Brille
Frauenheilkunde in der Schule von Salerno
Hildegard von Bingen – eine resolute Frau
Dschingis Khans genetischer Vorteil
Von der Renaissance bis zur Aufklärung
Die Geschichte der Reanimation
Katharina die Große lässt sich impfen
Santorio Santorio, Philippe Hecquet und die Iatrophysik
Thomas Sydenham – der englische Hippokrates und die Malaria
Sydenham und der Veitstanz
Paracelsus, der größere Celsus, das Gift und die Dosis
Leonardo da Vinci – das Universalgenie
Kräuterkundige Frau oder Hexe?
Lavoisier, der Papst der Messungen
Das Jahrhundert der Chirurgen – und anderer
Die Medizin in Zeiten der Cholera
Mary Mallon – die „Typhoid Mary“
Den Schmerz besiegen – die Narkose
William T.G. Morton - no Humbug!
Simpson und das Chloroform
Drogen in der Medizin – Opium, Morphium und Heroin
Drogen in der Medizin – Kokain
Die erste erfolgreiche Blinddarm-Operation
Das Operationsfeld der Ehre: Evan Kane operiert sich selbst
Ignaz Semmelweis, der Retter der Mütter
Louis Pasteur und die Mikrobiologie
Joseph Lister und die antiseptische Chirurgie
Parkinson und „seine“ Krankheit
Landsteiner und die Blutgruppen
Weil’s wichtig und interessant ist: Das AB0-Blutgruppensystem
Roosevelt, Rudolph, Popper und die Kinderlähmung
Der „Vater der Orthopädie“ - Adolf Lorenz
Florence Nightingale zieht in den Krieg
Conrad Wilhelm Röntgens „neue Art von Strahlen“
Die Physik der Röntgenstrahlen
Warum sind Röntgenstrahlen gefährlich?
Guido Holzknecht und die Röntgenstrahlen
Marie Curie und das Radiuminstitut
Viktor Franz Hess will hoch hinaus
Spritzen-Historie
Robert Koch – eine Legende im Zwielicht
Rudolf Virchows zelluläre Theorie
Zertrümmern statt schneiden - Jean Civiale und die Blasensteine
Färbermeister Ehrlich – der Mann, der Unsichtbares sichtbar machte
Julius Wagner-Jauregg und die Malariatherapie
Saubere Hände
Rehn nimmt sich ein Herz
Das 20. Jahrhundert
Antibiotika – das Vermächtnis des Alexander Fleming
War Fleming wirklich der Erste?
Hans Christian Gram und seine Färbung
Antibiotikafamilien
Antibiotika-Resistenzen
Otto Loewi, die Chemie und die Nervenimpulse
Die Entwicklung der Lokalanästhesie
August Bier und der “Kreuzstich”
Frederick Banting und Charles Best isolieren das Insulin
Drogen in der Medizin – Crystal Meth und Pervitin
Drogen in der Medizin – Cannabinoide
Dunkle Zeiten – die Medizin im Dritten Reich
Der Nürnberger Ärzteprozess
Als wäre nichts gewesen – Dr. Gross und Co.
Lorenz Böhler und die Unfallchirurgie
James Watson und Francis Crick stellen die DNA-Doppelhelix vor
Moderne Anästhesie
Die eiserne Lunge rettete Leben, indem sie Kranke verschluckte
Die Geschichte der Intensivmedizin
Peter Safar – der Vater der modernen Wiederbelebung
Transplantationsmedizin
Mehr als nur Nachbehandlung – die Physiotherapie
Ohne Computer geht nichts mehr - Bildgebende Verfahren - CT
Bildgebende Verfahren - MRT
Bildgebende Verfahren - PET-Scan
Bildgebende Verfahren – Ultraschall
So unhörbar laut, dass Steine zerbrechen: Stoßwellenlithotripsie
Krankmachend oder heilend – Radioaktivität
Schneiden mit Licht: Laser in der Medizin
Roboter als Chirurgen
Der Siegeszug der minimalinvasiven Chirurgie
Innovationen in der Krebstherapie
Buch des Lebens – Das Human Genom Project
Geburtenkontrolle
Ein-Kind-Politik in China
Die erste von der Menschheit besiegte Krankheit
Bakterien im Magen?
In Vitro-Fertilisation
Die Pränataldiagnostik
AIDS – die Pest des 20. Jahrhunderts?
Jetzt – und bald?
COVID
Bioengineering und 3D-Bioprinting
Die Gen-Schere CRISPR
Xenotransplantationen
„Moderne“ Unverträglichkeiten und Allergien
Modekrankheiten Burnout und Boreout?
Die Welt macht mobil gegen die „Kinderkrankheiten“
Künstliche Intelligenz in der Medizin
Kybernetik
Nano-Docs
Nachwort
Stichwortverzeichnis
Weitere Sachbücher des Autors
„Medizin in der Hand des Einfältigen ist Gift, wie Gift in der Hand eines Weisen zur Medizin wird.“
Giacomo Girolamo Casanova (1725 - 1798)
„Lachen ist die beste Medizin.“
Deutsches Sprichwort
„Von Natur aus ist Arzt, wer andere erheitern kann.“
Demokrit (460 – 370 v. Chr.)
Dieses Buch war eine Steißgeburt! Noch dazu eine, bei der es deutlich mehr als neun Monate dauerte, bis das Kind das Schwarz der Druckmaschinen erblickte. Aber ich hatte Geburtshelferinnen und Geburtshelfer:
Großer Dank gebührt nämlich – wie immer – meiner leidensfähigen Lektorin Doris Rettenegger, ohne deren Mühe dieses Buch mit etlichen Tipp- und anderen Fehlern gespickt wäre. Wenn trotzdem noch welche drinnen sind, dann vermutlich, weil ich nach dem Lektorat noch Dinge geändert habe.
Besonders danken möchte ich an dieser Stelle Dr. Christian Fürst, Facharzt für Urologie und Andrologie. Er hat nicht nur ebenfalls viele Tippfehler entdeckt, sondern freundlicherweise auch die fachliche Durchsicht bezüglich der medizinischen Fakten übernommen und ein Vorwort beigesteuert – und mir viele inhaltliche Ratschläge und Hinweise gegeben! Und ich weiß jetzt auch, dass die Mehrzahl von Tumor nicht Tumore, sondern Tumoren heißt.
Danke auch wieder an meine Familie. Einer meiner Söhne studiert ja Medizin, der andere hat gerade seinen Bachelor in Astronomie gemacht. Ersterer beschäftigt sich also mit den Leiden unserer Existenz, zweiterer damit, warum wir existieren. Ich beschäftige mich lieber mit dem Schreiben von Büchern, die zwar für unsere Existenz irrelevant sind, mir aber Spaß bereiten (hoffentlich leiden nicht meine Leserinnen darunter!) Denn: Spaß ist doch das, was das Leben lebenswert macht! Zumindest, wenn man gesund ist und existiert. Er ist gleichsam der Urknall des Universums der Zufriedenheit.
Liebe Leserinnen und Leser!
Dieses Vorwort begann mit einer unerwarteten Begegnung. Über Facebook lernte ich Günter Leitenbauer kennen, einen Menschen mit einer unbändigen Leidenschaft für unterschiedlichste Gebiete, so auch für die Geschichte der Medizin. Seine Begeisterung war ansteckend, und als er mich – einen praktizierenden Urologen aus Langenlois mit einem Faible für die Geschichten hinter diesem Handwerk – fragte, ob ich sein Manuskript Korrektur lesen könnte, war ich sofort dabei. Die Medizingeschichte ist mehr als nur trockene Fakten oder alte Namen. Es sind die Geschichten von Menschen, die mit Mut, Neugier und manchmal trotz großer Widerstände die Medizin vorangetrieben haben. Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine Reise durch diese Momente – von den Anfängen der Heilkunst bis zu den Durchbrüchen, die unser Leben heute prägen. Beim Lesen und Überarbeiten war ich fasziniert, wie lebendig Günter diese Vergangenheit erzählt. Dieses Buch ist für alle, die neugierig sind – ob Mediziner, Historiker oder einfach Menschen, die verstehen wollen, wie weit wir gekommen sind. Lassen Sie sich inspirieren von den Errungenschaften und den Fehlern, die uns geformt haben.
Dr. Christian Fürst, FEBU
Warum man das Vorwort, das man als Autor zumeist als letztes schreibt, als solches bezeichnet, ist ja im Grunde genommen eigenartig. Ja natürlich, weil es am Anfang des Buches steht, das ist mir schon klar. Es ist also inhaltlich gesehen richtig – und zeitlich gesehen falsch. Genau um die Zeit geht es aber in diesem Werk. Und ein wenig auch um den Humor, wenngleich viele der hier beschriebenen Episoden kaum als lustig zu bezeichnen sind. Ich hoffe jedoch, dass sie zumindest alle interessant sind. Schon bei den Aphorismen, die ich weiter vorne angeführt habe, tritt der Humor als bestimmendes Element der Heilung – und damit jeder Medizin – hervor. Ich habe als Physiker und Maschinenbauingenieur zwar keinerlei Recht, ein Buch über Medizingeschichte zu schreiben – und genau das soll dieses Buch auch nicht sein – aber ich glaube, man kann gerade zu diesem Thema mit etwas Augenzwinkern ein durchaus leicht lesbares, einigermaßen Spaß machendes und trotzdem auch informatives Werk schaffen. Ob mir das gelungen ist, müssen meine Leserinnen1 beurteilen.
Falls ich inhaltliche Fehler gemacht habe, sind meine Leserinnen und Leser gerne eingeladen, mir diese per Email mitzuteilen. Ich habe zwar der Recherche das mir mögliche Maß an Sorgfalt angedeihen lassen, aber vor Kunstfehlern ist man eben nie gefeit. Gröbere Verstöße bitte beim Patientenanwalt melden!
Der Umfang der Geschichte der Medizin macht es natürlich unmöglich, in einem solchen Buch auch nur ansatzweise so etwas wie Vollständigkeit zu erreichen. Das war allerdings auch nie mein Ziel. Vielmehr wollte ich ausgewählte und interessante Fortschritte der Heilkunst in einer Form präsentieren, die auch das historische Umfeld nicht außer Acht lässt, um so meinen Leserinnen weniger das Fachwissen als eher ein Gefühl dafür zu vermitteln, wieso etwas wann entdeckt, erkannt oder entwickelt worden ist. Dabei wird so Manches oft vereinfacht dargestellt, medizinische Fachausdrücke werden weitgehend vermieden, und bestimmte Dinge werden wissenschaftlich nicht ganz exakt präsentiert. Falls ich Ärztinnen unter meiner Leserschaft haben sollte, bitte ich diese hier, mir die betreffenden Unschärfen nachzusehen. Schließlich will ich ja auch selbst mein Buch am Ende noch verstehen können. Um die strenge Klientel dennoch nicht über alle Maßen zu verstören, habe ich häufig erklärende Fußnoten eingefügt, die man aber ruhig auch ignorieren darf, ohne dass dies das Verstehen des Textes stört. Ich glaube aber, dass bei einem Buch, in welchem es doch vor allem auch um die handelnden Personen geht, Fußnoten mit deren wichtigsten Daten für die Leserin und den Leser interessant sein könnten.
Wenn für das tiefere Verständnis eines Kapitels dennoch wissenschaftliche Theorien, die Kenntnis bestimmter Methoden oder Grundlagenwissen erforderlich sein sollte – manchmal lässt sich das einfach nicht vermeiden – dann habe ich diese direkt in den Text integriert: Ich hasse diese „Kästen“ mit Erläuterungen in Büchern, sie zerstören meiner Meinung nach jeden Lesefluss. Überspringen Sie solche Absätze einfach, wenn Sie möchten – das wird dem Lesespaß keinen großen Abbruch tun (hoffe ich).
Als Österreicher und glühender Europäer konnte ich nicht daran vorbei, den Fokus da und dort auf große Landsleute zu legen. Das ist oftmals nicht einmal eine Einschränkung, denn gerade in der Medizin hat unser Land sehr viele herausragende Persönlichkeiten hervorgebracht, wie auch Deutschland und ganz generell Europa. Erst durch die Vertreibung so vieler kluger Köpfe ab 1933 haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika dann langsam eine Vormachtstellung erarbeitet, die man aktuell (2025) seitens der USA aber wieder rückgängig machen möchte. Zumindest könnte man diesen Eindruck bekommen.
Die Einteilung der Kapitel ergibt sich bei diesem Buch ja fast von selbst: Was liegt näher, als diese historisch, also in zeitlicher Abfolge anzuordnen? Allerdings überschneiden sich die einzelnen Errungenschaften immer wieder zeitlich und thematisch, sodass man unmöglich eine stringent-zeitliche Abfolge einhalten kann. Zudem gibt es medizinische Bereiche, bei denen sich der Fortschritt über viele Jahrhunderte hinzieht. Dass speziell am Anfang, also für lang vergangene Epochen, Vieles auf Mutmaßungen beruht, ist angesichts der seitdem vergangenen Zeit einleuchtend, hoffe ich. Trotzdem habe ich, wo die Quellen nicht ganz klar sind, nach Möglichkeit versucht, darauf hinzuweisen.
Zum Thema Quellenangaben: Darauf habe ich wieder weitgehend verzichtet. Mir ist klar, dass das jeden wissenschaftlichen Anspruch zerstört, den ein derartiges Buch haben könnte, aber genau diesen stelle ich sowieso nicht. Manchmal allerdings führe ich die Quellen doch an, wenn es eben dem Verständnis dient – oder meiner rechtlichen Absicherung (als Quellennachweis). Dann finden Sie diese ebenfalls in der Fußzeile, und nicht etwa in einem Anhang. Auch hierfür ist der bessere Lesefluss der Grund. Übrigens enthält das Buch auch einige Wiederholungen. Das ist mir nicht etwa „passiert“, sondern ich gehe davon aus, dass vielleicht nicht alle Leserinnen das Buch in einem Zug von vorne bis hinten lesen.
Am Ende noch eine ernstgemeinte Bitte: Probieren Sie in diesem Buch beschriebene Methoden bitte nicht selbst aus. Vor allem keine chirurgischen oder medikamentösen aus der Steinzeit. Wenn Sie krank sind, gehen Sie zum Arzt! Und nein, bitte auch keine Versuche an der Katze des Nachbars oder am Kanarienvogel der Oma, und lassen Sie vor allem das Starstechen sein – was können die armen Stare dafür?
Günter Leitenbauer, November 2024 – Oktober 2025
1 Wie immer wird in diesem Buch aus sprachhygienischen Gründen nicht mit irgendwelchen Sternchen oder Doppelpunkten gegendert, sondern manchmal die männliche, manchmal die weibliche Form – und manchmal beides verwendet. Das jeweils andere Geschlecht ist (und alle sonstigen Geschlechter sind natürlich auch) mitgemeint.
Was unterscheidet die Antike36 (das Altertum) von der Steinzeit? Nun, in erster Linie die Erfindung der Schrift. Steinzeitliche Kulturen haben keine überlieferten Aufzeichnungen hinterlassen, wenn man von Höhlenmalereien einmal absieht. Wir sind daher für diese „vorgeschichtlichen Kulturen“ ausschließlich auf die Archäologie angewiesen. Das sieht ab der Antike anders aus: Schriftliche Aufzeichnungen führen hier zu einem deutlich klareren Bild über die damaligen Lebensumstände, weshalb man die Antike auch als Beginn des „historischen Zeitalters“ betrachtet. Das gilt allerdings nicht für alle antiken Kulturen, wie zum Beispiel für die Kelten, von denen wir ebenfalls keine schriftlichen Aufzeichnungen haben.
Wann begannen die Menschen zu schreiben?
Es gibt aus China Funde einzelner Schriftzeichen, die aber umstritten sind. Sie wurden auf etwa 6600 v. Chr. datiert. Auch die Tontafeln von Tărtăria in Rumänien sind sehr alt, sie wurden auf ca. 5300 v. Chr. datiert. Allerdings ist auch hier die Einordnung des Zeichensystems als Schrift umstritten – es waren wohl eher Amulette. Die ersten echten Schriften zum Zwecke der Informationsspeicherung beziehungsweise des Informationsaustausches stammen wohl aus Mesopotamien37. Es waren also die Sumerer, die zunächst (ca. 3300 v. Chr.) eine Bilderschrift entwickelten, aus der in der Folge ab ca. 2700 v. Chr. die bekannte Keilschrift entstand. Übrigens vermutlich zum Zwecke der Buchführung, und nicht für die Literatur oder Geschichtsschreibung. Diese Sumerer dürften auch das Bierbrauen erfunden haben, und das bringt uns schon zum nächsten Punkt.
Wie das erste Bier erfunden worden ist, wissen wir nicht. Möglicherweise hat jemand Getreide in Wasser eingeweicht (Getreidebrei war ein Grundnahrungsmittel) und dann darauf vergessen, worauf es zu gären begann. Oder jemand hat einfach mit Malz38 und Wasser (vielleicht mit Zusatz von Hefen) experimentiert – der Mensch ist schließlich auch durch seinen Wissensdurst (sic!) und durch seine Experimentierfreude gekennzeichnet wie keine andere Art. Es ist aber auch egal, wie das Bier erfunden worden ist – das Wichtige ist, dass man das Brauen erfunden hat! Und das vermutlich schon im frühen Neolithikum, also zur Zeit der Sesshaftwerdung oder sogar kurz davor – und mit ziemlicher Sicherheit noch bevor man das Brotbacken kannte, was ja auch verständlich ist, denn nach einem harten Tag auf der Mammutjagd war ein gutes Bier in der abendlichen Höhle genau das Richtige.
Ja, das war jetzt ein Scherz! Nehmen Sie mich nicht immer so bierernst, bitte!
