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Nila ist ein neugieriges Mädchen mit wilden roten Locken und einer lebhaften Fantasie. Jede Nacht träumt sie sich in magische Welten voller fliegender Bücher, sprechender Tiere und schimmernder Farben. Doch eines Nachts erscheint ihr eine geheimnisvolle, goldene Eule. Sie bittet Nila um Hilfe – das Land der Träume ist in Gefahr. Die Farben verblassen, die Fantasie der Kinder schwindet, und nur Nila kann die Magie retten. Gemeinsam mit der Eule begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise durch funkelnde Wälder, leuchtende Wiesen und über schimmernde Flüsse. Dort begegnet sie fliegenden Geschichten, zerplatzenden Wünschen und den kleinen Zweifeln, die Träume verblassen lassen.
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Name: Tamara Weber
Anschrift: Paulusstr. 7, 33428 Harsewinkel
E-Mail: [email protected]
Hinweis:
Der Text wurde mit Hilfe von ChatGPT (OpenAI) erstellt und von mir überarbeitet. Das Cover wurde mit Canva AI erstellt. Die Rechte liegen bei mir.
Es war einmal ein Mädchen namens Nila mit roten Locken, die tanzen wollten. Ihre Mama kämpfte jeden Morgen mit Bürste und Spangen, aber Nilas Haare hüpften immer ihren ganz eigenen wilden Tanz auf ihrem Kopf. Nie gelang es einem Kamm, Nilas Locken zu bändigen, und ihre Mutter seufzte dann liebevoll: „Ach Nila, deine Haare sind ja genauso wild wie du!“
Nila mochte Abenteuer, doch ihre Träume liebte sie noch viel mehr. Wenn sie nachts in ihrem gemütlichen Bettchen lag und die Augen fest schloss, begann eine andere Welt für sie. In dieser Welt sprachen Bäume. Hohe Berge tanzten miteinander. Tiere erzählten Geschichten. Nila saß in ihren Träumen auf fliegenden Teppichen. Sie schwebte auf dem Rücken von riesigen Schmetterlingen und entdeckte verborgene Schätze, die bunter waren als jeder Regenbogen.
Nila wohnte mit ihrer Mutter in einem kleinen, schiefen Häuschen, das am Rande des großen grünen Waldes stand. Dort, wo die Stadt endete, hörte man am Morgen die Vögel ein fröhliches Lied zwitschern, und am Abend sangen die Grillen ihre Schlaflieder. Manchmal huschten kleine Waldtiere am Fenster vorbei, und Nila winkte ihnen dann heimlich zu. In diesem Haus fühlte Nila sich geborgen und warm.
In dieser besonderen Nacht war es aber ganz still. Nicht einmal die Grillen sangen. Der Mond, der sonst immer lieb in Nilas Zimmer schaute, hatte sich hinter dicken Wolken versteckt. Nila schlief tief und träumte gerade von fliegenden Büchern, die sie in Länder mitnahmen, deren Namen sie nie zuvor gehört hatte. Die Bücher hatten farbenfrohe Einbände. Ihre Seiten raschelten leise wie kleine Flügel, wenn sie durch die Luft schwebten. Nila saß auf einem großen Märchenbuch und lachte, während sie über leuchtende Städte und verwunschene Gärten flog.
Doch plötzlich hörte Nila eine Stimme. Ganz leise begann sie, dann wurde sie klar und drang zu ihr durch: „Nila… Nila… wach auf, kleines Mädchen!“
Nila schlug die Augen auf und blinzelte in die Dunkelheit ihres Schlafzimmers. Eine leise Stimme hatte sie geweckt. Sie setzte sich langsam auf und lauschte.
„Wer bist du?“, fragte Nila mutig in die Stille hinein. Ihre Stimme klang ein wenig heiser vom Schlaf, aber sie war fest.
Erst antwortete niemand. Dann hörte sie ein leises Rascheln am Fenster. Nila schob ihre Decke zur Seite. Sie schlüpfte mit nackten Füßen über den kalten Dielenboden und ging langsam zum Fenster. Ihr Herz pochte wie ein kleiner Trommelschlag. Sie hielt den Atem an. Jeder Schritt auf dem alten Holz knarrte leise, aber Nila hörte nur ihr eigenes, aufgeregtes Herz. Ihre Hand tastete im Dunkeln nach dem Fensterrahmen.
Am Fenster angekommen, drückte sie ihre Nase gegen die Scheibe. Draußen war es dunkel, und man konnte kaum etwas erkennen. Doch dann sah Nila sie: Auf dem Ast der alten Kastanie saß eine riesige Eule. Die Kastanie streckte ihre knorrigen Zweige direkt vor Nilas Fenster aus. Die Eule leuchtete golden. Ihre großen, runden Augen schimmerten in der Nacht wie zwei glänzende Bernsteine. Ein sanftes, warmes Licht strömte von ihr aus und erhellte den kleinen Bereich um das Fenster.
Nila schnappte vor Staunen nach Luft. „Eine goldene Eule“, flüsterte sie leise, und ihr Mund stand ein kleines bisschen offen.
Die Eule neigte ihren Kopf langsam zur Seite und sah Nila tief in die Augen. Für einen Moment schien die ganze Welt still zu stehen. Die Eule blickte Nila mit großer Freundlichkeit an.
„Nila“, sprach die Eule erneut. Ihre Stimme war sanft und klang uralt, als würde sie Geschichten von vor sehr langer Zeit erzählen. „Es ist Zeit. Mach dich bereit. Das Land der Träume braucht deine Hilfe.“
„Meine Hilfe?“, wiederholte Nila, und ihre Augen wurden ganz groß. „Aber warum meine?“
Doch ehe Nila eine Antwort bekam, breitete die Eule ihre mächtigen Flügel aus. Die Flügel waren groß und golden. Sie sahen aus wie die Flügel eines Phönix, von dem Nila schon einmal in einem ihrer Bücher gelesen hatte. Einmal schlug die Eule damit kräftig. Eine Handvoll glitzernder Sterne wirbelte auf. Dann verschwand die Eule lautlos in der Dunkelheit. Ein letzter goldener Schimmer tanzte noch kurz vor Nilas Augen.
„Warte!“, rief Nila und öffnete das Fenster. Sie streckte ihre Hand hinaus in die kühle Nacht. Aber da war nichts mehr – nur der sanfte Nachtwind, der durch ihre Finger glitt.
