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Dein Mann ist jetzt meiner!
Ahnungslos stößt die hübsche Nina die Tür zum Zimmer ihrer erwachsenen Tochter Larissa auf - und bleibt wie erstarrt stehen: Selbstvergessen räkeln sich ihr Lebensgefährte Niklas und Larissa im leidenschaftlichen Liebesspiel in den Kissen! Während die beiden mit sich selbst beschäftigt sind und sie gar nicht bemerken, dreht Nina sich abrupt um und läuft über den Flur und die Treppe hinunter.
Nur fort von hier!, ist ihr einziger Gedanke, weit, weit fort! Erst nach und nach wird Nina das Ausmaß des Betrugs klar: Niklas hat ihr den liebenden Partner die ganze Zeit nur vorgespielt, um unter ihrem Dach eine Affäre mit ihrer schönen Tochter anzufangen! Und Larissa, die nach einer bitteren Enttäuschung nach Hause zu ihrer Mutter zurückkehrte, um sich von ihr trösten und aufbauen zu lassen, dankt es ihr so ...
Verzweifelt flüchtet Nina sich zu ihrer Freundin Andrea Bergen, nicht ahnend, dass sie genau damit Niklas erst die Chance gibt, seinen teuflischen Plan zu verwirklichen ...
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Seitenzahl: 123
Veröffentlichungsjahr: 2019
Cover
Impressum
Dein Mann ist jetzt meiner!
Vorschau
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige eBook-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
© 2019 by Bastei Lübbe AG, Köln
Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller
Verantwortlich für den Inhalt
Titelbild: michaeljung / iStockphoto
eBook-Produktion:3w+p GmbH, Rimpar (www.3wplusp.de)
ISBN 9-783-7325-8672-1
www.bastei-entertainment.de
www.lesejury.de
www.bastei.de
Dein Mann ist jetzt meiner!
Auch wenn ich äußerlich gefasst war und scheinbar besonnen die nötigen Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführte – innerlich bin ich bei diesem Einsatz durch die Hölle gegangen. Denn die Patientin, die meine Hilfe brauchte, war meine liebe Freundin Nina! Vor meinen Augen war Nina ohnmächtig geworden, und trotz aller Hilfsmaßnahmen schlug das EKG im Rettungswagen dann Alarm: Nulllinie! Herzstillstand! In letzter Sekunde ist es mir gelungen, Nina zu reanimieren, aber nun ringen meine Kollegen auf der Intensivstation um Ninas Leben! Und das schon seit Stunden …
Neben aller Angst, die ich um meine Freundin habe, lässt mich eine Frage nicht mehr los: Was hat Ninas schwere Magenkrämpfe ausgelöst, die ihrer Bewusstlosigkeit vorausgingen? Sie meinte, es läge an dem Fisch, den sie und ihr Sohn Max zuvor gegessen haben – doch Max zeigt keinerlei Symptome. Ihm geht es gut. Vielleicht ist mein Verdacht ja unbegründet, aber ich muss ihm einfach nachgehen – denn in Ninas Haus lebt ein Mann, der ihr alles nehmen will …
„Wie gefällt dir das?“ Nina Graf drehte sich vor dem Spiegel hin und her. Das war genau das Kleid, nach dem sie gesucht hatte.
Der Schnitt war raffiniert einfach und betonte ihre Figur, ohne aufreizend zu wirken. Der in Blau- und Türkistönen changierende Stoff, dessen Farbe sich bei Lichteinfall veränderte, erinnerte sie an die Farbe des Meeres.
Unwillkürlich dachte Nina an den Urlaub auf den Malediven. Das Kleid schimmerte wie das Meer an den romantischen Abenden auf der Terrasse ihres Überwasserbungalows. Niklas und sie hatten dort zwei glückliche, unbeschwerte Wochen miteinander verbracht. Danach war Nina sich sicher gewesen, dass sie sich ein ganzes Leben mit ihm vorstellen konnte.
Das Kleid war perfekt! Jedenfalls dachte Nina das, bis sie in das Gesicht ihrer Tochter schaute.
Larissa musterte sie mit zusammengezogenen Brauen von Kopf bis Fuß.
„Du hast wohl vergessen, wie alt du wirst.“
Das saß!
Nina wusste nicht, was sie mehr verletzte. Der abfällige Tonfall ihrer Tochter? Oder war es Larissas geringschätziges Lächeln?
Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte sie sich uralt, dabei wurde sie am Wochenende erst vierzig.
Larissa zog ein unförmiges Modell in einer beigebraunen Farbkombination aus dem Kleiderständer.
„Probier das doch mal an.“
Nina schüttelte den Kopf. Abgesehen davon, dass ihr das Kleid mindestens zwei Nummern zu groß war, gefiel es ihr auch nicht.
Ihre Tochter zuckte mit den Schultern und hängte es zurück. „Du hast eben kein Gespür für den richtigen Stil. Da du leider auch noch beratungsresistent bist, verabschiede ich mich jetzt. Ich habe noch eine Verabredung.“
Nach dieser Ansage kämpfte Nina mit den Tränen. Sie hatte keine Ahnung, was in letzter Zeit in Larissa vorging. Dabei hatte sie sich so gefreut, als ihre Tochter vor ein paar Wochen nach Hause zurückgekehrt war.
In den Jahren zuvor hatte sie zuerst in einem Internat in München gelebt und dort nach bestandenem Abitur zwei Semester lang Jura studiert.
Erst nachdem Larissa nach Hause zurückgekommen war, erfuhr Nina, dass ihre Tochter die Vorlesungen im letzten Semester schon nicht mehr besucht hatte.
„Jura ist nichts für mich, Mama“, hatte sie erklärt. „Im Wintersemester beginne ich mit einem BWL-Studium in Köln. Das ist doch auch viel sinnvoller für unsere Firma.”
Für Nina war das ein doppelter Grund zur Freude gewesen, denn bisher hatte Larissa kein Interesse an dem Familienunternehmen gezeigt, sondern sich im Staatsdienst gesehen. Entweder als Richterin oder als Staatsanwältin.
Nina sah ihrer Tochter nach. Larissa hatte sich nach ihren harschen Worten einfach umgedreht und die Boutique verlassen.
Was ist mit ihr?, überlegte Nina traurig. Sie hatte sich immer so gut mit Larissa verstanden, und früher hatte ihre Tochter sogar gesagt, sie sei nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihre beste Freundin. Auch nach Larissas Rückkehr aus München hatte Nina zuerst das Gefühl gehabt, es hätte sich nichts zwischen ihnen verändert. Larissa vertraute ihr alles an, was sie bewegte. Sie verbrachten viel Zeit miteinander, gingen zusammen shoppen, und Nina begann damit, ihre Tochter mit den Abläufen in dem familieneigenen Logistikkonzern vertraut zu machen.
Bis zu seinem Tod hatte Robert die Geschäfte geleitet.
Für Nina war es der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser gewesen, als sie Roberts Stelle eingenommen hatte. Zwar hatte sie selbst in dem Unternehmen ihre Ausbildung gemacht, aber inzwischen hatte sich so viel verändert. Aus der ehemaligen Spedition war ein riesiger Logistikkonzern geworden.
Anfangs war sie oft unterwegs gewesen, um sich bei den Geschäftspartnern vorzustellen. Ein bisschen war das auch wie eine Flucht gewesen. Sie hatte es an dem Ort, an dem sie einst mit Robert so glücklich gewesen war, nicht ausgehalten.
Max hatte in dieser Zeit gerade beschlossen, ebenso wie seine Schwester ein Internat zu besuchen, was Ninas Einsamkeit zusätzlich verstärkt hatte.
In dieser Zeit hatte sie Niklas kennengelernt. Das erste Mal hatte sie ihn in einem Hotel in Hamburg gesehen. Er hatte versucht, mit ihr zu flirten, aber damals hatte sie noch um Robert getrauert und sich nicht vorstellen können, jemals einen anderen Mann zu lieben.
Ein paar Wochen später sah sie ihn erneut. Diesmal führte der Zufall sie in Köln zusammen, und zuletzt traf sie ihn auf einer Geschäftsreise in München.
Bei all diesen Treffen war Niklas zurückhaltender als beim ersten Mal, und genau damit nahm er sie allmählich für sich ein. Nina ertappte sich dabei, dass sie seine Gegenwart genoss. Es tat ihr gut, dass er aufmerksam zuhörte, wenn sie von ihrem Schmerz über Roberts Tod sprach, und offensichtlich verstand er nur zu gut, was sie durchmachte.
Irgendwann erzählte er auch von sich, und so erfuhr sie, dass er seine Lebensgefährtin bei einem Zugunglück verloren hatte. Wenige Wochen vor der Geburt ihres ersten Kindes, auf das sie sich beide so sehr gefreut hatten.
Von da an trafen sie sich regelmäßig. Es dauerte aber noch eine Weile, bis Nina sich eingestand, dass sie sich in Niklas verliebt hatte. Mit dem Gefühl, Robert zu betrügen, musste sie trotzdem noch eine ganze Zeit lang kämpfen, ebenso wie mit dem Widerstand ihrer beiden Kinder, die keinen anderen Mann an der Stelle ihres Vaters sehen wollten.
Larissa fand sich schneller damit ab. Vielleicht lag es auch daran, dass sie damals nicht zu Hause war und mit Niklas nicht ständig konfrontiert wurde.
Max hatte damit weitaus mehr Schwierigkeiten, und sein Verhältnis zu Niklas war immer noch sehr distanziert. Dabei lebte Niklas Merburg schon seit zwei Jahren bei ihnen in der großen Villa.
„So nachdenklich?“
Nina schreckte aus ihren Gedanken auf und sah in das lachende Gesicht Andrea Bergens.
„Du siehst großartig aus!“ Andrea wies auf das Kleid, das Nina trug.
Nina zog eine Grimasse. „Larissa findet, ich bin zu alt dafür.“
„Quatsch!“ Andrea schüttelte den Kopf. „Wir sind nicht alt“, schloss sie sich selbst mit ein.
„Du bist ein paar Jahre jünger als ich“, erinnerte Nina die Notärztin.
Andrea winkte ab. „So groß ist der Altersunterschied zwischen uns nicht.“ Sie betrachtete die Bekannte noch einmal von Kopf bis Fuß.
„Meinst du wirklich, ich soll das Kleid kaufen?“ Nina war noch immer verunsichert.
Andrea lachte laut auf. „Nicht nur kaufen, sondern auch tragen!“
Nina überlegte nicht mehr lange. „Dann mache ich das jetzt“, sagte sie entschlossen.
***
Im fahlen Licht des abnehmenden Mondes ragten die kahlen Äste gespenstisch in den Himmel. Sie war allein auf dem alten Friedhof, auf dem schon lange niemand mehr beerdigt wurde. Sie fröstelte trotz der dicken Jacke, die sie trug, während sie weiter über den schmalen Gang zwischen den Grabreihen eilte. Dabei bemühte sie sich, keine Geräusche zu verursachen.
Als könnte sie hier jemanden aufwecken …
Sie lächelte nervös und eilte weiter. Dabei haderte sie mit sich selbst. Warum nur hatte sie sich auf diese dämliche Wette eingelassen? Der Preis, den sie am Ende dafür bekam, war die ganze Angst nicht wert.
Sie hatte das Ende des Friedhofs fast erreicht und konnte das schmiedeeiserne Tor schon sehen, als sie aus den Augenwinkeln eine Gestalt bemerkte, die hinter einem der alten Grabsteine hervorschnellte. Sie wollte schreien, doch da war er bereits bei ihr und …
Ein lauter Knall ließ Jule Gärtner erschrocken zusammenfahren, und das Buch fiel ihr fast aus der Hand. Es war der neue Thriller ihres Lieblingsschriftstellers Marlon Roth, den sie an diesem Abend zu lesen begonnen hatte. Gemütlich in ihrem Bett liegend, mit einem Teller voller Kekse und einem Glas Milch auf dem Nachttisch.
Sie warf einen Blick auf den Wecker. Schon kurz nach Mitternacht. Wieso schlief der Typ um diese Zeit nicht?
Wieso schläfst du um diese Zeit nicht?, raunte eine innere Stimmer ihr zu. Du musst morgen früh raus!
Jule überhörte diese Stimme einfach und konzentrierte sich auf die Geräusche jenseits der Wand.
Sie mochte ihren neuen Nachbarn nicht, obwohl sie ihn nicht kannte, ihn bisher nie gesehen hatte. Außerdem war er ihr suspekt, denn ihr war schon mehrfach aufgefallen, dass er erst nachts aktiv wurde. Wahrscheinlich war das auch der Grund, weshalb sie ihm noch nie im Treppenhaus begegnet war.
Ob er die Begegnung mit anderen Menschen scheute, weil nebenan Dinge vor sich gingen, von denen niemand wissen durfte? Und ließ er sich deshalb nicht im Hausflur blicken, damit ihn später niemand wiedererkannte?
Nina spürte, wie sich die Härchen auf ihren Armen aufrichteten. Genau so könnte einer der Thriller von Marlon Roth beginnen, aber das hier war pure, ungeschönte Realität.
Jule verübelte ihrem Nachbarn vor allem, dass er die Wohnung nebenan gemietet hatte. Sie selbst hätte diese Wohnung gern gehabt, aber im Moment war sie zu teuer für sie. Allerdings war sie in drei Monaten mit ihrer Ausbildung zur Krankenschwester fertig, und dann hätte sie die Miete für ihre Traumwohnung bezahlen können.
Als Oberschwester Bettina Eilers ihr vor vier Wochen mitgeteilt hatte, dass die Klinikverwaltung ihr nach erfolgreichem Abschluss einen Arbeitsvertrag anbieten wollte, hatte Jule die Erfüllung ihres Traumes direkt vor sich gesehen.
Gleich nach dem Gespräch mit der Oberschwester hatte sie ihren Vermieter angerufen und ihm gesagt, dass sie die Wohnung in drei Monaten mieten wollte. Doch da erfuhr sie, dass sie genau vierundzwanzig Stunden zu spät angerufen hatte. Ihr Vermieter hatte die Wohnung am Vortag neu vergeben. An einen alleinstehenden Mann, hatte sie noch erfahren, aber das war eine Information, die sie schon nicht mehr interessierte.
Ihre Traumwohnung war weg!
Früher einmal waren die beiden Mietwohnungen unter dem Dach eine große Wohnung gewesen. Es gab immer noch eine Verbindungstür, die von Jules Flur in die angrenzende Wohnung führte. Sie war verschlossen, lag verdeckt in einem Wandschrank und führte auf der anderen Seite ebenfalls erst in einen Wandschrank.
Anfangs hatte sich Jule gefragt, warum ihr Vermieter die Tür nicht einfach zugemauert hatte, später war sie darüber froh gewesen. Sie hatte nämlich festgestellt, dass ihr eigener Schrankschlüssel auch auf diese Tür passte.
Neugierig hatte sie die Wohnung nebenan inspiziert, nachdem ihr damaliger Nachbar ausgezogen war. Die Nachbarwohnung war größer und besaß ein Zimmer mehr als ihre eigene. Doch was Jule besonders faszinierte, war die Dachterrasse mit Rheinblick.
An den Sommerabenden hatte sie dort oft gestanden, ein Weinglas in der Hand, und davon geträumt, dass diese Wohnung bald ihr gehörte. In der ersten Zeit hatte sie Angst gehabt, dass sie erwischt wurde, doch sie fühlte sich zunehmend sicherer. Mehr und mehr kam sie sich auch als Wohnungsinhaberin vor. Eigentlich war alles nur noch eine Formsache, hatte sie gedacht. Oft war sie durch die Räume gegangen, hatte in Gedanken alles eingerichtet …
Dieser Typ nebenan hatte alles zerstört!
Ihr Verstand sagte ihr, dass es nicht die Schuld ihres neuen Nachbarn war, aber ihr Gefühl registrierte in erster Linie, dass ihr Traum zerbrochen war. Sie konnte die Wohnung nicht mehr mieten, und, das traf sie besonders, es gab keine Abende auf der Dachterrasse mehr.
Ihr Gesicht verzog sich zu einer ärgerlichen Grimasse, als sie nebenan Schritte vernahm. Kurz darauf war wieder ein Poltern zu hören.
Jule sprang aus dem Bett, lief zur Wand und hämmerte laut dagegen.
„Ruhe!“, vernahm sie eine Stimme von nebenan.
Das war ja unerhört! „Selber Ruhe“, rief sie empört zurück.
Danach blieb es wirklich still, und Jule beschloss, endlich zu schlafen. Doch sie hatte sich kaum ins Bett gelegt und die Nachttischlampe ausgeschaltet, als die Fantasie wieder mit ihr durchging.
Was, wenn der Typ nebenan wirklich kriminell war? Oder ein Psychopath? Oder ein Massenmörder …?
Ein psychopathischer Massenmörder!
Unwillkürlich dachte sie an Marlon Roths letzten Thriller: „Haus der Düsternis“. Auch in dem Buch hatte es eine verborgene Verbindungstür gegeben, die sich für die Bewohner einer der Wohnungen als verhängnisvoll erwies.
Jule schaltete das Nachtlicht wieder ein und sprang aus dem Bett. Barfuß lief sie zum Wandschrank, öffnete ihn und stellte erleichtert fest, dass die Verbindungstür verschlossen war. Vorsichtshalber sicherte sie die Tür.
Ihr Regenschirm passte genau zwischen die Verbindungstür und den Wandschrank. Jetzt konnte der Nachbar die Tür von der anderen Seite nicht mehr aufstoßen. Sie schloss den Schrank ab und klemmte anschließend einen Stuhl unter die kleine Klinke.
Nachdenklich betrachtete sie ihr Werk. Okay, wenn er unbedingt in ihre Wohnung eindringen wollte, würde er das auch schaffen. Aber nicht mehr lautlos, so viel war sicher. Sie ging zurück ins Bett, ließ das Licht im Flur aber an und die Schlafzimmertür weit offen stehen.
Es dauerte lange, bis sie in einen unruhigen Schlaf fiel, in dem sie von Albträumen gequält wurde.
***
„Was machen wir am Wochenende?“, fragte Werner Bergen am Frühstückstisch und sah fragend in die Runde. „Irgendwelche Vorschläge?“
„Schwimmen“, erwiderte Franzi prompt. „Es ist immer noch warm genug fürs Freibad.“
„Eigentlich dachte ich an einen Wochenendausflug.“ Diesmal schaute er Andrea an. „Du hast doch frei.“
Andrea grinste. „Du willst dich wohl vor der Party bei Nina drücken.“
Werner schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. „Die habe ich völlig vergessen.“ Er zog eine Grimasse. „Müssen wir wirklich da hingehen?“
Andrea schaute ihn überrascht an. „Natürlich feiern wir Ninas vierzigsten Geburtstag mit ihr.“
„Also gehen wir nicht schwimmen?“, wollte Franzi enttäuscht wissen.
„Die Party ist erst abends“, sagte Werner.
„Ich komme nicht mit“, sagte Hilde bestimmt.
„Aber du bist auch eingeladen.“ Andrea fragte sich, was mit ihrer Familie los war. Sie alle kannten Nina, die mit ihren Lieben am Ende der Beethovenstraße in einer schönen Villa lebte.
„Ja“, erwiderte Hilde ausweichend. „Aber einer muss ja bei Franzi bleiben.“
„Ich bleibe zu Hause“, entfuhr es Werner verdächtig schnell. „Dann kannst du mit Andrea zur Party gehen.“
Hilde grinste. „Das könnte dir so passen, mein Lieber. Du begleitest deine Frau, und ich bleibe zu Hause.“ Liebevoll lächelte sie ihre Enkelin an. „Wir beide machen uns einen schönen Abend.“
„Das habe ich völlig vergessen.“ Franzi schaute ihre Großmutter zerknirscht an. „In der Nacht schlafe ich bei Paula.“
