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Hier wird über die Vorbereitung, Wissenswertes, aber vor allem über das Erlebte auf dieser Pilgerwanderung von Porto nach Lissabon berichtet. Yvonne startet in Steinebach im landschaftlich sehr schönen Westerwald und ich in Illingen in Württemberg im guten Weinland, zu unserer zweiten gemeinsamen Pilgerreise. Die Anfahrt zum Flughafen erfolgt mit dem Auto und anschließend fliegen wir mit dem Flugzeug vom Kölner Flughafen nach Porto in die berühmte Stadt des Portweins, die an der schroffen Westküste von Portugal liegt. Da wir beide schon in der schönen Stadt waren, nehmen wir uns nur zwei Tage Zeit um sie abermals zu besichtigen, danach starten wir zu Fuß den Pilgerweg von Porto nach Lissabon. Wir legen 388 Kilometer auf unserem Pilgerweg zurück und 88 km in den Dörfern und Städten vor Ort, in denen wir übernachten. Wir sehen und erleben auf dieser interessanten und schönen Pilgerreise sehr viel, aber auch kulinarisch entdecken wir einiges an Neuland. Nach dem langen Pilgerweg und der Stadtbesichtigung in Lissabon fahren wir mit dem Bus zurück nach Porto, um von dort den Heimflug anzutreten. Nach einer letzten Nacht in dieser schönen Stadt fliegen wir nach Köln, um von dort in unsere Heimatorte nach Steinebach und Illingen wieder mit dem Auto zurückzufahren. Für eine bessere erste Orientierung habe ich die wichtigsten Orte der Pilgerroute von Porto nach Lissabon auf der folgenden Karte eingezeichnet. Unsere tatsächlich gelaufene Route verlief anders, da wir auch ein wenig von der schönen Küste und dem Meer vor Portugal sehen wollten. Dies wird im Buch genau dargestellt. Im Reisebericht sind 10 Farbseiten und Kartenmaterial der Touren enthalten.
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Seitenzahl: 125
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Steinebach im Westerwald und Illingen in Württemberg
Porto
São João de Madeira
Albergaria-a-Velha
Mealhada
Coimbra
Rabaçal
Alvaiázere
Tomar
Golegã
Santarém
Porto de Muge
Vila Franca de Xira
Lissabon
Porto
Steinebach im Westerwald und Illingen in Württemberg
Autor: Wolfgang Hans Werner Pade
Liebe Leser,
mein Name ist Wolfgang Pade und Reisen ist meine große Leidenschaft, bereits mit vierzehn Jahren reiste ich, mit gleichaltrigen Freunden, allein durch Europa, mit sechzehn waren alle Länder Europas und Nordafrikas mehrfach besucht.
Egal ob mit dem Zug, Bus, Auto, Motorrad, Flugzeug, Schiff, Segelboot oder Kreuzfahrtschiff, ich wollte hinaus in die Welt, um mir diese anzuschauen, es spielte für mich keine Rolle ob ich im Zelt, einem fünf Sterne Hotel oder auf einem Segelboot, bzw. Kreuzfahrtschiff nächtigte.
Erleben wie es wo anders auf der Welt zu geht, Landschaften bestaunen, Tiere beobachten und Menschen kennenlernen, sowie deren Gebräuche, Kulturen und Lebensart zu erkunden. Das faszinierte mich schon mein ganzes Leben lang, das war meine Motivation, mein Antrieb, so bereiste ich inzwischen alle Kontinente, viele ferne Länder, mit fremdartigen Kulturen, gänzlich anderen Glaubensrichtungen, anderen Lebenseinstellungen, so wie auch mit deutlich unterschiedlichen, aber interessanten Essgewohnheiten.
Inzwischen bin ich etwas älter geworden und arbeite als Ingenieur und Manager in einem großen Konzern. Seit dem siebenundzwanzigsten Lebensjahr bin ich mit meiner Frau Silvia verheiratet, gemeinsam haben wir zwei Söhne.
Hier wird über die Vorbereitung, Wissenswertes, aber vor allem über das Erlebte auf dieser Pilgerwanderung von Porto nach Lissabon berichtet.
Yvonne startet in Steinebach im landschaftlich sehr schönen Westerwald und ich in Illingen in Württemberg im guten Weinland, zu unserer zweiten gemeinsamen Pilgerreise. Die Anfahrt zum Flughafen erfolgt mit dem Auto und anschließend fliegen wir mit dem Flugzeug vom Kölner Flughafen nach Porto in die berühmte Stadt des Portweins, die an der schroffen Westküste von Portugal liegt. Da wir beide schon in der schönen Stadt waren, nehmen wir uns nur zwei Tage Zeit um sie abermals zu besichtigen, danach starten wir zu Fuß den Pilgerweg von Porto nach Lissabon. Wir legen 388 Kilometer auf unserem Pilgerweg zurück und 88 km in den Dörfern und Städten vor Ort, in denen wir übernachten. Wir sehen und erleben auf dieser interessanten und schönen Pilgerreise sehr viel, aber auch kulinarisch entdecken wir einiges an Neuland. Nach dem langen Pilgerweg und der Stadtbesichtigung in Lissabon fahren wir mit dem Bus zurück nach Porto, um von dort den Heimflug anzutreten. Nach einer letzten Nacht in dieser schönen Stadt fliegen wir nach Köln, um von dort in unsere Heimatorte nach Steinebach und Illingen wieder mit dem Auto zurückzufahren.
Für eine bessere erste Orientierung habe ich die wichtigsten Orte der Pilgerroute von Porto nach Lissabon auf der folgenden Karte eingezeichnet. Unsere tatsächlich gelaufene Route verlief anders, da wir auch ein wenig von der schönen Küste und dem Meer vor Portugal sehen wollten. Dies wird im Buch genau dargestellt. Im Reisebericht sind 10 Farbseiten und Kartenmaterial der Touren enthalten.
Wolfgang Hans Werner Pade
Seit vielen Jahren hatte ich den Wunsch, den Pilgerweg von Porto nach Santiago de Compostela zu gehen. Die Motivation war immer da, aber der Mut, es alleine zu wagen, fehlte. Immer wieder suchte ich nach jemandem, der diesen Weg mit mir gehen würde. Doch im Familien- und Freundeskreis hielt sich das Interesse in Grenzen. Meist bekam ich nur belächelnde Kommentare oder wurde gar nicht ernst genommen. Meine Frau Silvia kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mitkommen. Unsere Kinder haben weder Zeit noch Lust, meine Eltern sind altersbedingt schon mit dem Weg zum Supermarkt gut ausgelastet.
Während eines Gespräches mit Yvonne, wir kennen uns seit einer Reha vor ein paar Jahren, kam das Thema Pilgerweg eher zufällig auf. Und plötzlich war da jemand, der genauso dachte wie ich. Auch sie hatte diesen Wunsch schon lang, aber allein loszugehen kam für sie ebenfalls nicht infrage.
So fingen wir an, gemeinsam zu planen. Der Weg sollte nicht zu anstrengend sein, ohne große Höhenmeter, einfach gut machbar. Nach längerer Recherche entschieden wir uns für den portugiesischen Küstenweg. Er passte perfekt zu uns, landschaftlich reizvoll, nicht zu fordernd und zeitlich überschaubar.
Die Zustimmung unserer Partner war schnell eingeholt, überraschend problemlos. Und damit stand fest, wir starten, gemeinsam. Ohne große Erwartungen, ohne spirituellen Hintergrund. Einfach nur unterwegs sein. Schritt für Schritt, dem Ziel entgegen, aber eigentlich doch nur, um den Weg zu erleben.
So fing das Thema Pilgerweg bei uns beiden an. Nachdem die erste Pilgerreise ein voller Erfolg war und uns viel Freude bereitete, so sehr, dass ich im Nachhinein sogar ein kleines Buch „Pilgerweg Porto - Santiago de Compostela - bis ans Ende der Welt“ darübergeschrieben habe. Ein halbes Jahr später bereiten wir die zweite Pilgerreise vor und bringen die Erfahrungen der ersten Reise mit ein. Diesmal soll der Pilgerweg von Lissabon nach Porto gewandert werden.
Da wir auf der ersten Pilgerreise, im Zeitfenster Mitte Oktober, in der letzten Woche fast nur Regen hatten, wollten wir unbedingt diese Wanderung früher antreten, um nicht wieder so lange im Regen laufen zu müssen.
Im warmen August wollen wir dieses Mal unsere Pilgerreise durchführen. Den ganz genauen Termin bestimmten wir nach der Auswahl eines günstigen Hin- und Rückfluges. Außerdem sollte die Pilgerreise nicht in den Zeitraum von Yvonne‘s Geburtstag fallen, da sie diesen gerne im Kreis der Familie verbringen möchte.
Im Durchschnitt sind alle Flüge im August teurer als die im Oktober. Es zeigte sich schnell, dass ein Gabelflug mit Hinflug von Deutschland nach Lissabon und dem Rückflug von Porto nach Deutschland viel zu teuer ist. Aus diesem Grund entscheiden wir uns für den Direktflug von Deutschland nach Porto und zurück. Dies hat zur Folge, dass wir nicht wie geplant von Lissabon nach Porto laufen, sondern in der entgegengesetzten Richtung von Porto nach Lissabon. Die Strecke ist die gleiche, aber wir laufen gegen die Beschilderung des Pilgerweges. Bin jetzt schon sehr gespannt wie gut das funktioniert.
Jeder recherchierte im Netz nach Billigflügen und einem geeigneten Zeitfenster. So kam es, dass wir vom 23. August bis 13. September günstige Flüge bei Ryanair fanden, die aber nur günstig sind, wenn wir kein Gepäck aufgeben. Da wir beide sowieso Probleme mit dem Rücken haben, ist das auch in unserem eigenen Interesse, das Gewicht des Gepäcks so gering wie möglich zu halten. Es gibt zwei Kriterien von der Airline, die eine ist die, dass das Handgepäck maximal 8 Kilogramm haben darf und das andere Kriterium, dass es in die Testvorrichtung von Ryanair passen muss. Die Maße mit einer Höhe bis 40 cm, einer Breite von 25 cm und einer Tiefe von 20 cm darf nicht überschritten werden.
Der Grund dafür ist der, dass das Gepäckstück unter den Vordersitz passen muss. Da dies nicht ganz so einfach ist habe ich mir erlaubt eine kleine Skizze mit einem Rucksack in das Buch einzustellen.
Der Billigflug bei Ryanair, vom Köln-Airport in Deutschland zum Porto-Airport in Portugal und zurück, kostet uns pro Person 126 Euro. Der Flug im letzten Jahr im Oktober kostete uns vergleichsweise nur 78 Euro. Wir buchen diese Flüge bereits Ende Januar, weil wir kein Risiko eingehen wollen, dass vielleicht später nur einer einen Platz bekommt oder evtl. ausgebucht ist. Natürlich gibt es immer wieder von Ryanair noch bessere Schnäppchen, aber dennoch ging die Sicherheit vor und wir haben sofort gebucht. Zumal der Preis uns noch akzeptabel erscheint, denn mich kostet eine Fahrkarte im Zug von Illingen in Württemberg nach Stuttgart für zwei Personen hin und zurück 40 Euro und das für 19 km Entfernung bei einer Fahrzeit von 19 Minuten pro Richtung. Da ist die Distanz vom Köln-Airport bis zum Flughafen nach Porto mit 1 600 km eine ganz andere Kategorie und der Flug pro Richtung nur über 2 Stunden und 40 Minuten dauert. Das für 63 Euro pro Richtung und pro Person ist schon ein gutes Angebot in der heutigen Zeit. Wie schon gesagt, wir haben gleich synchron gebucht, mit dem Hinflug um 14:00 Uhr vom Köln-Airport und dem Rückflug um 16:05 Uhr ab dem Flughafen in Porto.
Dies ist nicht die allerbilligste Flugverbindung, aber eine gute Flugverbindung zu vernünftigen Uhrzeiten. Natürlich müssen wir von Lissabon mit dem Bus oder Zug noch nach Porto am Flugtag oder am Vorabend des Rückfluges zurückfahren. Hier fahren sehr viele Züge auf dieser Strecke und noch mehr Busse. Die einfache Strecke kostet mit dem Bus zwischen 8 und 20 Euro pro Person und pro Richtung. Die Buchung ist frühestens 3 Monate vor dem Rückflug möglich, weil die Busunternehmen dies nicht früher zulassen und die Bahn noch vom Winter- auf den Sommerfahrplan wechselt.
Weil Yvonne schon in Porto war, aber dies eine wirklich tolle Stadt ist, werden wir die ersten zwei Nächte dortbleiben, um die Stadt zu besichtigen und uns ein wenig zu akklimatisieren. Wie gesagt, war ich im Dezember schon einmal dort und mir hat dieser Ort sehr gut gefallen und im letzten Jahr starteten wir auch die Pilgerreise in Porto und blieben drei Nächte in dieser schönen Stadt.
Nachdem der Flug bezahlt und bestätigt wurde, buchten wir ein paar Tage später gleich die ersten zwei Nächte im Hostel "So Cool Hostel Porto", in der City von Porto. Diese Unterkunft hat sogar zwei Sterne in der Bewertung und kostete uns mit Frühstück am wenigsten bei guter Qualität. Sie bietet dafür ein Bett im Schlafsaal, Bettwäsche, Handtücher und ein Frühstück, so wie ein Schließfach für das gesamte Gepäck. Inbegriffen ist sogar eine kostenfreie Stornierung bis drei Tage vor der Anreise. Im Netz bei Booking.com hat das Hostel eine super Bewertung. Da wir letztes Jahr auch dort übernachteten, wissen wir was uns dort alles geboten wird. Zwei Euro Tourismusabgabe pro Person und je Nacht müssen noch vor Ort bezahlt werden.
Da ich das letzte Mal auf der Pilgerreise den Heimvorteil mit einer kurzen Anfahrt zum Flughafen hatte, wollte ich mich revanchieren und wir fliegen diesmal ab Köln. Auf meinem Weg ab Illingen in Württemberg werde ich Yvonne mit dem Auto abholen und wir fahren gemeinsam ab Steinebach im Westerwald zum Flughafen nach Köln. Damit haben wir den Vorteil, dass wir nicht auf die meistens unzuverlässige Deutsche Bahn angewiesen sind und können sogar gemeinsam anreisen. Einen Parkplatz und den Shuttleservice zur Anfahrt zum Flughafen Köln habe ich auch gleich gebucht, denn hier heißt das Motto, um so früher buchen, desto besser sind die Angebote. Das Parken und der Shuttleservice kosten mich 66 Euro. Da es einige negative Bewertungen über den gebuchten Parkplatz im Netz gibt, bin ich sehr gespannt wie alles klappen wird.
Der Pilgerwanderweg von Lissabon nach Porto wird im Netz nicht so in den höchsten Tönen gelobt wie der Küstenwanderweg von Porto nach Santiago de Compostela, er soll aber trotzdem sehr schön sein.
Für euch habe ich in einer Karte die Strecke mit ein paar Orten zur Orientierung eingetragen, dies sollte bei der Tagesplanung der zu laufenden Strecke helfen. Ob und wo wir zwischendurch übernachten hängt sicherlich von unserer Kondition, der Motivation und ganz besonders von den Füßen ab. Mal sehen ob und wie viele Blasen wir uns laufen werden.
Inzwischen hat Yvonne fleißig im Netz recherchiert und für uns zwei einen ganz offiziellen Pilgerausweis beschafft, dieser war deutlich günstiger als er im Netz zu finden war. Ihr machte diese Recherche sehr viel Spaß und ich war froh, dass ich diese Arbeit nicht erledigen muss. Vorab wurden die Daten unserer Personalien zum Ausweisanbieter gesendet und dieser trug sie ein, stempelte den Ausweis und sendete ihn zu uns. Das klappte ganz fantastisch und deshalb hier ein Dankeschön an Yvonne. Der Pilgerausweis kommt nun regensicher in eine wasserdichte Folie, damit unterwegs nichts passieren kann.
Aber Achtung, es sollte schon ein echter Ausweis sein, keine Kopie oder sonst irgendeine Fälschung, denn dann wird am Ende der Strecke die Urkunde verweigert. Im Pilgerausweis steht mindestens der Vor- und Nachname, Handynummer und Ausweisnummer, das Startdatum des Pilgerweges und wie man den Pilgerweg bestreitet. Die meisten gehen sicherlich zu Fuß, aber auch mit dem Fahrrad, Segelboot, Rollstuhl, Pferd oder Esel ist es sogar zulässig sich auf die große und anstrengende Reise zu begehen. Mit Tieren ist die Art der Unterkunft eigentlich schon vorgegeben, denn ein Hostel nimmt sicherlich keine Pferde auf, da wird nur ein Bauernhof oder die Übernachtung im Zelt übrigbleiben. Von einem seriösen Aussteller des Pilgerausweises wird in der Regel auch gleich der erste Stempel mit Datum und Unterschrift eingetragen. Wichtig sind in einem Pilgerausweis immer die vielen Seitenzahlen für die
Stempel, denn am Morgen und am Abend muss ein Stempel hinein, um zu beweisen, dass der Pilger auch wirklich diesen Weg zurückgelegt hat. Ganz entscheidend sind als Wanderer des Pilgerweges die letzten 100 Kilometer. Sind dort Lücken oder gar fehlende Tagesstempel, so wird die Urkunde in Santiago de Compostela nicht ausgestellt.
Den Stempel erhält man von den Kirchen, den Herbergen, aber auch öffentliche Einrichtungen oder in Geschäften wie z.B. Souvenirshop oder auch in Apotheken, die den Ausweis oftmals mit großer Freude stempeln. Damit ihr keinem Betrug auflauft, zeige ich euch einen Pilgerausweis wie er aussehen muss.
Der Ausweis ist gefaltet und im Inneren sind die vorher genannten Daten und viele Seiten mit freien Stempelfeldern, so wie auf der Rückseite ein paar mögliche Pilgerwege. Der originale Pilgerausweis ist immer in spanischer Sprache erstellt und kommt aus Santiago de Compostela.
Eine ganz wichtige Vorbereitung für den Pilgerweg ist die Ausrüstung und eine Packliste, auf der ihr nichts vergessen solltet, dies kann natürlich nach eigenem Bedarf beliebig erweitert werden. Aber Achtung alles muss anschließend selber auf dem Rücken getragen werden. Deshalb gilt hier das Motto, je weniger desto besser.
Yvonne zeigte mir ihre schönen, bequemen und neuen Wanderschuhe und war stolz, dass sie diese auch noch preislich reduziert bekam, weil sie hoch in Mode im letzten Jahr waren und im Februar schon wieder eine neue Kollektion rauskommt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Farbe der neuen Modelle ein wenig anders werden, was dem Tragekomfort nicht beeinträchtigt. Meine Wanderschuhe aus der Zeit der Wanderungen in Afrika sind noch super, echtes Leder, wasserdicht mit Membranen zur Belüftung, usw.. Der Meinung war ich, brauchte deshalb kein Geld für neue Schuhe. Damit war ich sehr zufrieden und machte mir dazu keine Gedanken mehr. Ein paar Nächte darüber geschlafen, fiel mir ein, dass Ronald mein Wegbegleiter auf den Reisen in Afrika, einmal seine Schuhsohle verloren hatte, weil sich der Kleber löste und ein andermal die Sohle des Schuhs komplett mittendurch brach, weil der Gummi über die Zeit porös wurde. Das Risiko wollte ich nicht eingehen, nur weil meine Schuhe vielleicht zu alt sind. In mehreren Fachgeschäften fragte ich nach und keiner konnte mir sagen, wie ich dies prüfen kann.
Ganz in Ruhe überlegte ich und schaute mir meine Schuhsohlen der besagten Wanderschuhe etwas genauer an, dann entdeckte ich kleine Risse im Bereich des Fußballens. Anschließend machte ich den Stresstest und bog die Schuhsohle kräftig durch, sofort brach die komplette Sohle, im zweiten Schuh dasselbe. War dann froh darüber den Test gemacht zu haben, denn so konnte ich verhindern, dass mir dies während der Wanderung passiert.
