Copyright © 2024 Gabriela Stark
Gerne darfst du meine Arbeit teilen, wenn du darauf hinweist, woher du das hast. Also einfach eine Quellenangabe setzen: Keltischer Jahreskreis Samhain, Gabriela Stark, Aromakologin mit Verlinkung auf www.gabriela-stark-aromakologin.com Ich schreibe für Menschen, die ehrlich und fair meine Duftarbeit wertschätzen.Meine Duftarbeit ist urheberrechtlich geschützt. Die Bilder sind meine Inspirationen, die ich mit Cliparts, www.canva.com, www.creativa.fabrica.com und www.stablediffusionweb.com gestaltet habe.Die Autorin übernimmt keine Haftung für Schäden jeglicher Art, die direkt oder indirekt bei der Anwendung vorgestellten Rezepturen und Duftbeschreibungen entstehen können. Alle Rezepturen wurden zwar von mir erprobt und für gut befunden, dennoch liegt es außerhalb meines Bereiches, wenn Rohstoffe verwendet werden, die nicht den Anforderungen an ein ätherisches Öl entsprechen, ätherische Öle unsachgemäß verwendet werden oder individuelle Befindlichkeiten, wie z.B. Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Allergien gegen bestimmte Düfte vorliegen. Gabriela Stark Sterngasse 12 67240 Bobenheim-Roxheim www.gabriela-stark-aromakologin.com
Contents
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Vorwort
In die Stille gehen
Was bedeutet Samhain für dich?
Samhain Impuls – Nornenzeit
DIY – Nornengeflüster
Das historische Samhain
Samhain Impuls – „Süßes oder Saures“
Wie zelebrierst du Halloween?
Ahnengeschichte in Irland
Ahnenkraft
Die Ahnenpflanzen zu Samhain
DIY – In die eigene Kraft kommen
Ritualarbeit - Bringe Licht hinein
Ritualarbeit – die Lösung liegt in dir
Die Magie von Samhain
Skorpionzeit
Samhain Impuls – Vergänglichkeit
DIY – Skorpionkraft
Die magische Zahl Neun
DIY – Samhain
Dío de los Muertos
Pflanzenverbündete Mexikos
Nutze die Zeitqualität
Vorwort
Für die einen ist es „Süßes oder Saures“ und eine große Party und für andere ist es Samhain, eines der ganz großen und heiligen keltischen Feste. Es geht um Ahnenkraft, die guten und bösen Geister in der Realität oder der Anderswelt und um deine Sicht der Dinge.
Denn der 01. November oder die Nacht davor, das geht eigentlich nicht so unbelastet an den Menschen vorbei. Der November-Anfang ist immer still, fast schon unheimlich still und manchmal, wenn das Wetter noch mit Regen und tiefem Nebel aufwartet, schon fast gruselig.
Ich nehme dich mit, auf die Spuren des keltischen Samhain, der wilden Halloween-Geister und du erfährst, wie du mit deinen Ahnen in Kontakt kommen kannst. Du bekommst die magischen Düfte vorgestellt, mit denen du die guten Geister in dein Leben ziehst und welche, mit denen du die Vampire auf Abstand bekommst.
Es ist egal, ob du an Samhain in die Stille gehst oder Party feierst, nur der November ist der Anfang einer Zeitqualität, in die es sich lohnt bewusst hineinzuspüren.
Ich wünsche dir magische Momente
Gabriela Stark
In die Stille gehen
Es ist schon egal, ob du auf dem Weg zur Arbeit, bei der Jogging- oder Hunderunde bist – du merkst schon – es wird stiller. Das Vogelgezwitscher lässt nach, allein noch die vielen Gänse und Krähen auf den Feldern – zumindest bei uns in der Rheinebene – einige Raubvögel auf der Suche nach der Maus oder dem Hamster. Es blühen nur noch wenige einzelne Blumen am Wegesrand und die Bäume haben sich superschön verfärbt und werfen nun ihr Laub ab. Alles wird still und bereitet sich auf die Winterruhe vor.
Ich merke, wie ich einfach in die Stille eintauche. Spüre den Wandel, das vermeintliche Sterben, das Vergehen – im Wissen, dass im Frühjahr alles wieder neu geboren wird, auflebt und blüht. Es ist wunderbar, diesen scheinbar leeren Raum zu genießen, und einfach mal nichts tun. Die Stille auf sich wirken lassen.
Kannst du dir vorstellen, wie leicht und dennoch voller Magie, Wunder und Fülle es sich anfühlt?
Auf der körperlichen Ebene kommen der Kopf und die Gedanken zur Ruhe, das Bauchgefühl harmonisiert sich und du bist im Einklang mit dir selbst. Ein wunderbares Gefühl, dazu die Stille und Leere, die auch nicht mit irgendwas gefüllt werden muss.
Einfach sein und zu sich selbst finden! Ich komme aus diesen Momenten der Stille unglaublich gestärkt zurück.
Es gibt eine ganze Reihe von Düften, die dich hier wirkungsvoll unterstützen. Die dich zwar in die Stille eintauchen lassen, dennoch dafür sorgen, dass du nicht in die Tristesse und Melancholie gleitest. Die dein Herz erfreuen und die dir Kraft geben, in den sehr trüben Novembertagen. Denn Stille bedeutet nicht kraftlos zu sein, sondern Kraft und Kreativität aus dieser Zeitqualität zu schöpfen.
Ätherische Öle
die dich hier unterstützen, sind hier generell alle Baum- und Zitrusöle und natürlich die Lieblingsdüfte, die du sehr magst.
Würziger Anis, lichtvolle Bergamotte, tiefdunkle Blutorange, Himalaya Zeder, die die Kraft des Himalayagebirges eingefangen hat, lebensspendender Kardamom, Lariciokiefer, die die Wildheit und Ungestümheit der tiefen Wälder in sich trägt, das sanfte Licht der Mimose, schutzgebender Neroli, die Balance gebende Rosengeranie, das spirituelle Sandelholz, die schützende Weißtanne und die powervolle Zitrone.
Räucherpflanzen
Gerade bei den einheimischen Räucherpflanzen bietet sich der Propolis als Abrundung hervorragend an. Er bringt deinen Mischungen eine unglaubliche Tiefe, Sanftheit und Berührtheit.
Die besonderen Novemberdüfte sind hier die Elfenkraft der Alantwurzel, der kraftvolle Beifuß, das Licht des Bernsteins, die Magie des Fichtenharzes, die Kraft der großen Göttin in den Holunderblüten und im Mariengras, die schützende Kraft des Johanniskrautes und der Königskerzen und der spirituelle Ysop.
Was bedeutet Samhain für dich?
Ist es Samhain, Halloween oder das christliche Allerseelen?
Meine tiefsten Kindheitserinnerungen verknüpfen sich daran. In meiner Kindheit war Süßes oder Saures kein Thema, es war auch nicht Samhain, sondern das christliche Allerseelen.
Der 01. November war der Tag, wo ich mit meinen Eltern auf den Friedhof ging, um den Ahnen zu gedenken. Die Grablichter anzuzünden, um etwas Licht in die Dunkelheit zu bringen, die Blätter vom Grab meiner Großeltern und anderer Verwandten wegzufegen und kurz innezuhalten.
Dazu erzählten meine Eltern ihre Gedanken und Erinnerungen um diesen geliebten Menschen, was ihnen in diesem Moment halt so einfiel. Manchmal war auch Trauriges dabei und manchmal fielen Tränen, weil auch die Worte fehlten.
Manchmal war es auch tiefer Schmerz, du musst wissen, dass meine Eltern Jahrgang 1928 und 1934 waren, sie also durch einen Weltkrieg gehen mussten, meine Großeltern durch zwei Weltkriege und Weltwirtschaftskrise. Der Erste Weltkrieg war 1914 – 1918, die Weltwirtschaftskrise begann mit dem New Yorker Börsencrash 1929 und reichte bis in den Zweiten Weltkrieg 1939 – 1945 hinein.
Ein kleines Ritual, das sich jährlich wiederholte. Die Stimmung auf dem Friedhof hatte manchmal wirklich etwas gruseliges, wenn der Nebel und feinster Regen sich niederschlug und du wirklich spüren konntest, dass hinter diesem Nebel sich noch mehr verbirgt. Nichts sicht- oder hörbares, gruseliges, wie wunderschönes, verborgen hinter dem Schleier der Zeit und zur Anderswelt.
Friedhöfe haben für mich heute noch eine unglaubliche Anziehungskraft. Es ist ein Ort der Ahnenkraft, des Friedens, der Aussöhnung und wenn du auf einer Bank sitzt, kannst du das Flüstern hören. Das Flüstern des Windes, der Vögel, der Pflanzen, der Bäume und auch der Ahnen. Friedhöfe sind kraftvolle Orte, auch wenn du ihnen die Düsternis ansiehst. Es sind Orte, wo die Kräfte herrschen, die Heilung bringen können, wie auch selbst Heilung benötigen.
Eine Alternative, die heute angeboten wird, sind die sogenannten Friedwälder. Meine Eltern und Schwiegereltern haben sich dafür entschieden und ruhen nach einem langen Leben an einem gemeinsamen Baum. Zu einem Teil des Waldes zu werden, inmitten der beseelten Natur, das ist so wunderschön.
An unserem Familienbaum haben wir schon Rehe gesehen. Blumen darfst du natürlich nicht pflanzen in einem Friedwald, nach Absprache habe ich allerdings den Engel in Pflanzengestalt – eine Angelika – an den Ort gebracht. Denn die einheimischen Pflanzen des Waldes stehen dir hier zur Verfügung. Sie wacht nun über den Ort, denn die Pflanze hat sich munter weiterverbreitet und gibt Schutz, einen heiligen Raum und bringt viel Licht in diesen beseelten Ort.
Samhain Impuls – Nornenzeit
Jetzt im November ist Nornenzeit. Die drei Nornen der germanischen Mythologie, die den Schicksalsfaden weben und über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wachen oder anders ausgedrückt drei alte Weiber sinnieren über Zeitqualitäten.
In der germanischen Mythologie ist es ein magischer Ort, dort am Fuß der Weltenesche Yggdrasil, wo die drei Nornen den Weltenbaum mit Wasser am Leben und gesund erhalten, geschöpft aus der Quelle des Urdbrunnen, der Quelle des Schicksals, die unter einer der unzähligen Wurzeln des Weltenbaumes entspringt.
Nornenzeit ist Schicksalszeit. Zeit, über das eigene Schicksal selbst zu bestimmen, das Geschick im Leben und über deine Lebenszeit nachzudenken. Die Zeit, die du bereits verbracht hast, die Zeit, die du jetzt lebst, und die Zeit, die zukünftig vor dir liegt – das ist die Nornenzeit.
An Allerseelen beginnt es mit der Ahnenzeit, also dem Rückblick in deine Vergangenheit und vor allem den Einblick in deine Wurzelkraft. Verwurzelung, nicht nur im Leben, sondern in deine Kraft und Stärke. Geschöpft aus dem, was dich ausmacht, was du bist und wie du dich selbst siehst.
Der Rückblick in deine Vergangenheit beginnt mit deinen Ahnen, also Eltern, Großeltern und die Menschen, die davor waren. Es ist deine Familiengeschichte, die hier ganz stark am Wirken ist. Denn vieles von deinen Sichtweisen, auch Lebensgewohnheiten, entspringt direkt aus deiner Ahnenlinie.
Wie die drei Nornen dich hier unterstützen können
Die drei Nornen symbolisieren die Vergangenheit (Urd), Gegenwart (Verdandi) und Zukunft (Skuld). Es geht um die Erkenntnis, welchen Einfluss deine Ahnen auf dich hatten und wie du dein Leben bisher gelebt hast. Die Transformation dieser Erkenntnisse in deine Gegenwart, damit du deinen Schicksalsfaden neu ausrichten kannst und damit Wissen, Weisheit und Reife in die Zukunft führst.
In der Zeitqualität des keltischen Jahresrades sind wir hier bei Samhain. Es geht darum die Erkenntnisse deiner Ahnenkraft aus der Vergangenheit (Urd) in die Gegenwart und jetzige Realität zu bringen. In der Realität sind wir dann bei der Wintersonnenwende, wo das neue Licht (Erkenntnis – Verdandi) geboren wird. In den darauffolgenden Rauhnächten wird die Zukunft (Skuld) geschaut und manifestiert.
Das Wirken der Nornen am Weltenbaum ist ein kosmisches Wirken mit den guten Kräften, die sich hier verbinden lassen. Wenn du Yggdrasil hier als Universum deutest, bist du schon ganz nah, an unseren heutigen Mythen, die besagen, dass alles im Universum miteinander verwoben ist. Auf allen Ebenen, durch alle Zeiten hindurch und hier bist du auch beim hermetischen Prinzip „Wie oben – so unten“, dass die Weltenesche, wie auch jeder Baum, mit seinen Wurzeln tief in der Erde und die Äste in den Himmel ragend, repräsentiert.
DIY – Nornengeflüster
Die Edda ist das berühmteste Werk über die skandinavische Götterwelt um Odin, Thor und Loki und den Heldensagen, wie z.B. das Nibelungenlied um Siegfried den Drachentöter. Gleich am Anfang der Edda steht das Gedicht der Nornen – der Seherin Gesicht. Es hat eine Länge von 57, 63 oder 66 Strophen, je nach Niederschrift der Edda und ist bekannt als das Lied der Völuspa oder Volospa.
Die bekanntesten Strophen, die immer zitiert werden:
Strophe 13Eine Esche weiß ich,sie heißt Yggdrasil, die hohe, benetzt mit hellem Naß,von dort kommt der Tau,der in Täler fällt;immergrün steht sieam Urdbrunnen.
Strophe 14Davon kommen Frauen,vielwissende,drei aus dem Seedort unterm Wipfel.Urd heißt die eine,die andre Verdandi:Sie schnitten Stäbe;Skuld hieß die dritte.Sie legten Lose,das Leben bestimmten sieDen Geschlechtern der Menschen,das Schicksal verkündend.
Zum Räuchern
1 Teil Mistel1 Teil Habichtskraut1 Teil Beifuß1 Teil Harz von Lärche, Kiefer, Fichte, Tanne½ Teil Hopfen oder -drüsen,alternativ etwas Moos1 Teil Wacholderbeere
Ätherische Öle
2 Tropfen Lärche alternativ Kiefer, Fichte, Tanne1 Tropfen Wacholderbeere2 Tropfen Ysop1 Tropfen Eichenmoos1 Tropfen Myrrhe
in den Diffuserin 50 ml Basisöl, davon10 ml in einen Roll-On
So wirkt der Pflanzenspirit
Sich mit den Nornen zu verbinden, bedeutet Reife, Weisheit und Erkenntnis zu erlangen. Über das eigene Schicksal, welche Menschen, Tiere, Pflanzen und auch Orte dich weitergebracht haben und wie eng oder schicksalhaft, das alles zusammenhängt. Es geht um Erinnerung, Gedankenspiele, Zukunftsschau und einfach durch den Nebel blicken. Was hat dich wirklich bewegt in der Vergangenheit und kannst du den Faden zur Gegenwart weben? Die Gegenwart im Hier und Jetzt, wo du handelst, redest und deinen Beschäftigungen nachgehst?
Es ist die innere Zufriedenheit und der Erfolg das Tagwerk erledigt zu haben, der deine Zukunftsfäden weben lässt. Natürlich ist der Wunsch immer nach Veränderung da, wenn es nicht mehr passt oder du unzufrieden bist.
Still werden – hier denkst du immer an eine Meditation. Nur, es geht auch anders. Besonders bei stupiden und dauerhaften Tätigkeiten, denkst du hier ans putzen oder stricken oder in mittelalterlichen Zeiten spinnen am Spinnrad oder Weben, schaltet sich der Verstand ab und dein Geist geht auf die Reise. So kannst du bei unglaublich vielen Arbeiten in deinem Tagwerk meditieren und ins Reich der Nornen gelangen, um wichtige Fragen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu klären. Immer geht es um unsere Verwurzelung im Leben, unseren Lebens- und Schicksalsfaden zu verstehen und zu finden.
Mit der Mistel kannst du durch den Nebel schreiten und in die Anderswelt blicken. Keine andere Pflanze vermag so dich so in die Zwischenwelt zu bringen, wie die Mistel. Das Habichtskraut schärft deine Sinne, macht dich fokussierter und lässt dich an deine Essenz kommen. In der ätherischen Ölmischung bekommst du diese Wirkung mit dem Ysop. Mit dem Beifuß bekommst du einen großartigen Helfer, der dich nicht nur deinen heiligen Schmerz erkennen lässt, sondern dich auch mutig die Dinge angehen lässt, die getan werden müssen.
Ein Teil des Waldes als Symbol für die Weltenesche Yggdrasil, das bekommst du mit dem Harz von Lärche, Fichte, Kiefer oder Tanne. Besonders das Harz hat heilende Eigenschaften, da es die Symbiose ist, die hier greift. Der Baum des Waldes heilt sich mit seinem Harz von seinen Wunden, wie du deine seelischen Verletzungen damit heilen kannst. Die Wacholderbeere gibt dir Odin’s Kraft, Mut und Weisheit und lässt dich den Nornen beim Flüstern zuhören. Sie lässt dich in deine Kraft kommen, still werden, damit die Pflanzendevas der Mischung ihre Einsichten und Weisheiten an dich weitergeben können.
Das historische Samhain
S
---ENDE DER LESEPROBE---
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Vorwort
In die Stille gehen
Was bedeutet Samhain für dich?
Samhain Impuls – Nornenzeit
DIY – Nornengeflüster
Das historische Samhain
Samhain Impuls – „Süßes oder Saures“
Wie zelebrierst du Halloween?
Ahnengeschichte in Irland
Ahnenkraft
Die Ahnenpflanzen zu Samhain
DIY – In die eigene Kraft kommen
Ritualarbeit - Bringe Licht hinein
Ritualarbeit – die Lösung liegt in dir
Die Magie von Samhain
Skorpionzeit
Samhain Impuls – Vergänglichkeit
DIY – Skorpionkraft
Die magische Zahl Neun
DIY – Samhain
Dío de los Muertos
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