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Der Werbär Rick O’Riley glaubt, dass die Liebe nichts für ihn ist. Einen Gefährten zu haben erscheint ihm kompliziert, bis er einem eigenwilligen Menschen begegnet. Die Anziehungskraft zwischen ihm und Craig ist sofort da, doch Craig muss schließlich in sein normales Leben in der Stadt zurückkehren. Rick wird Craig jedoch zeigen, dass ein Werbär, wenn er seinen Gefährten erst einmal gewittert hat, niemals aufgibt, bis er ihm gehört. Craig ist ein Mensch mit einer Mission. Er ist bis in eine abgelegene Stadt gereist, um seinen besten Freund zur Rückkehr in die Großstadt zu bewegen, nur um festzustellen, dass das Schicksal andere Pläne für ihn hat. Die Begegnung mit einem mürrischen Werbären stand nicht auf seinem Plan, doch die prickelnde Anziehungskraft zwischen ihnen lässt sich nicht leugnen. Craig wollte sich eigentlich nur auf seine Modelkarriere konzentrieren, doch die Dinge werden kompliziert, als Herzensangelegenheiten ins Spiel kommen. Er weiß, dass Rick der Richtige für ihn ist, aber kann er das, was er liebt, für den Mann aufgeben, der sein Herz erobert hat? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 26.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Der Werbär Rick O’Riley glaubt, dass die Liebe nichts für ihn ist. Einen Gefährten zu haben erscheint ihm kompliziert, bis er einem eigenwilligen Menschen begegnet. Die Anziehungskraft zwischen ihm und Craig ist sofort da, doch Craig muss schließlich in sein normales Leben in der Stadt zurückkehren. Rick wird Craig jedoch zeigen, dass ein Werbär, wenn er seinen Gefährten erst einmal gewittert hat, niemals aufgibt, bis er ihm gehört.
Craig ist ein Mensch mit einer Mission. Er ist bis in eine abgelegene Stadt gereist, um seinen besten Freund zur Rückkehr in die Großstadt zu bewegen, nur um festzustellen, dass das Schicksal andere Pläne für ihn hat. Die Begegnung mit einem mürrischen Werbären stand nicht auf seinem Plan, doch die prickelnde Anziehungskraft zwischen ihnen lässt sich nicht leugnen. Craig wollte sich eigentlich nur auf seine Modelkarriere konzentrieren, doch die Dinge werden kompliziert, als Herzensangelegenheiten ins Spiel kommen. Er weiß, dass Rick der Richtige für ihn ist, aber kann er das, was er liebt, für den Mann aufgeben, der sein Herz erobert hat?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 26.000 Wörter
FEL FERN
Vom Bären beansprucht
Die Bären von Red Mountain 3
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Claiming His Human“:
Fel Fern
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2026
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
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Rick O’Riley wachte an diesem Morgen schlecht gelaunt auf, und sein Bär fühlte sich unruhig. Er warf die Bettdecke beiseite. Schweiß bedeckte seine Brust und seinen Rücken.
Mit zusammengekniffenen Augen konzentrierte er sich auf sein übernatürliches Gehör. Auch sein Bär war wachsam und hielt Ausschau nach jedem Anzeichen eines Eindringlings. Nur ein Fremder wäre so dumm, einen O’Riley-Werbären auszurauben.
Wenn Rick etwas entging, würden es seine Brüder Mac und Connor bemerken.
Er wartete. Eine Sekunde verstrich. Zwei.
Nichts. Rick stand auf und tappte zum Fenster. Die Sonne brach hinter der nächsten Baumreihe hervor und kündigte den Beginn eines neuen Tages an. Er grunzte und schirmte die Augen ab. Rick war erst vor wenigen Stunden nach Hause gekommen. Er hörte Gelächter unter sich und sah, wie Mac seinen Gefährten Pat gegen seinen Truck drückte und sich zu einem Kuss näherte.
Er fühlte sich wie ein Spanner und wandte sich vom Fenster ab. Rick zog sich eine Jeans an und ging nach unten. Unangenehme Stille. Innerhalb von vier Monaten hatten seine beiden Brüder ihre Gefährten gefunden und waren in die beiden Hütten auf dem Grundstück gezogen. Es fühlte sich seltsam an, allein zu leben. Nach dem Tod ihrer Eltern hatte Rick die Verantwortung für seine jüngeren Brüder übernommen und sich geweigert, das Jugendamt eingreifen zu lassen, um sie zu trennen. Dadurch isolierte er sich von Mac und Connor, denn einer von ihnen musste der Erwachsene in der Familie sein.
Ein Teil von ihm bedauerte, dass er immer nur derjenige sein würde, der zuschaute, denn Mac und Connor standen sich viel näher, verstanden einander besser. Dann erinnerte er sich, dass er wenigstens sein Versprechen an seinen Vater gehalten hatte – die Familie zusammenzuhalten.
Er hatte so lange geflucht, gekämpft und gedroht, seinen Brüdern in den Hintern zu treten, und jetzt, da sie weg waren, beunruhigte ihn das leere Haus.
Rick schnaubte und wurde noch mürrischer, als er keinen frisch gebrühten Kaffee roch. Mac wachte immer als Erster auf, und wenn Rick herunterkam, stand schon eine frische Kanne auf der Küchentheke. Er grunzte. An diese neue Situation musste er sich einfach gewöhnen. Das war alles.
Er freute sich für seine Brüder, wirklich. Rick hatte sich vor allem um Connor Sorgen gemacht, dessen Bär wilder und ungestümer geworden war als der von Mac und ihm, besonders nach dem Tod ihrer Eltern. Zu seiner Überraschung hatte Connor als Erster seinen Gefährten gefunden. Fairerweise musste man sagen, dass Danny Connor gefunden hatte.
Dann war Mac an der Reihe gewesen. Pat war der Freund aus der Jugend, den Mac verloren und wiedergefunden hatte. Rick glaubte nicht, dass ihm dasselbe passieren würde. Er brauchte sowieso keinen Gefährten. Wenn Rick Gesellschaft wollte, konnte er problemlos einen der unverpaarten Gestaltwandler in der Stadt abschleppen.
Schade, dass keiner von ihnen das Interesse seines Bären lange fesseln konnte. Rick war dazu verdammt, den Rest seines Lebens allein zu verbringen. Nun ja, das klang gar nicht so schlecht. Er hatte die Bar und seine Brüder. Das war alles, was er brauchte.
Es dauerte eine halbe Stunde, bis er endlich eine dampfende Tasse Kaffee in den Händen hielt. Rick nahm einen Schluck und spuckte ihn dann aus. Verdammt, das schmeckte ja widerlich! Hatte Mac etwa einen besonderen Trick, wenn es ums Kaffeekochen ging? Mehr Zucker und Milch halfen ein bisschen.
Mac und Pat waren inzwischen gegangen, ebenso Connor und Danny. Er hatte die beiden vorhin laut zanken hören. Endlich hatte Rick seine Ruhe.
Er öffnete das Honey Bear, die Bar, die ihm sein Vater vererbt hatte und die er und seine Brüder hartnäckig weiterführten, erst abends. Seltsam. Normalerweise verschlief Rick den ganzen Vormittag und wachte erst mittags auf, aber in letzter Zeit hatte er Schlafprobleme.
Rick holte die Morgenzeitung und wollte gerade den Sportteil aufschlagen, als er es hörte – das Rattern eines Motors. Es klang wie die Schreie eines sterbenden Tieres. Verärgert und immer noch übermüdet, schenkte er dem Geräusch keine Beachtung, doch da war es wieder.
Was zum Teufel?
Verpiss dich, bitte. Belästige jemand anderen.
Mac hatte ihm gesagt, ein Mieter würde später am Nachmittag vorbeikommen, aber es war erst neun Uhr morgens. Nur wenige Leute fuhren bis hierher, und die Red Mountains waren aufgrund ihrer abgelegenen Lage kein besonders beliebtes Touristenziel. Diese Abgeschiedenheit war einer der Gründe, warum Rick diesen Ort als sein Zuhause betrachtete. Er betrieb zwar eine Bar, aber er konnte Massen von Leuten nicht ausstehen. Ohnehin waren die meisten seiner Kunden Stammgäste und andere Paranormale.
Bestimmt ein verirrter Tourist. Gott. Rick hasste die. Wenn er so tat, als wäre niemand zu Hause, würde der Störenfried vielleicht verschwinden. Das Geräusch verstummte. Gut, aber sein Bär hatte eine neue Witterung aufgenommen. Männlich. Mensch. Eine Autotür öffnete sich, die Scharniere knarrten. Er stöhnte. Rick hatte schon immer einen besseren Geruchs- und Hörsinn gehabt als seine Brüder.
Rick knirschte mit den Zähnen. Im Ernst?
„Hallo? Entschuldigung, ist hier jemand?“, rief kurz darauf eine Männerstimme.
Rick antwortete mit einem Knurren, das man deutlich bis über die Wände seiner Hütte hinaus hören konnte. Ein Quietschen folgte, dann das erneute Knarren der Autotür.
Gut. Hoffentlich war demjenigen, der da draußen war, damit klargeworden, dass er nicht gestört werden wollte.
Zufrieden wandte er sich wieder seiner Zeitung zu, als er eilige Schritte beunruhigend nahe an der Haustür hörte. Dann klopfte es. Ignorieren half nichts, denn als er kein Wort sagte, klopfte es immer wieder eindringlicher.
„Entschuldigung? Mister Gestaltwandler? Ich weiß, dass Sie da sind.“
Er stöhnte. Dieser Mensch war verdammt hartnäckig. Vielleicht würde ihm ein kurzes Aufblitzen von Krallen und ein paar weitere Knurrlaute endlich die Botschaft vermitteln. Rick stapfte zur Haustür, und seine Laune war schlechter denn je.
* * * *
Craig Waters zögerte beim nächsten Knurren, das er als Antwort bekam. Ihm stellten sich die Haare auf den Armen auf. Alte, tief vergrabene Ängste stiegen in ihm auf, Erinnerungen an gelbe Augen in der Dunkelheit und eine schmierige Stimme, die er noch immer in seinen Albträumen hörte.
Komm her, kleiner Mensch. Komm ein bisschen näher. Ich beiße nicht.
Craig schüttelte diese Stimme ab und verdrängte die schlimmen Erinnerungen. Er war nicht mehr der verängstigte Zwölfjährige. Craig hatte zahlreiche Therapiesitzungen hinter sich, um zu verstehen, dass seine Begegnung mit Peter Royce ein Ausnahmefall gewesen war. Nicht alle Gestaltwandler waren Monster, doch die alten Ängste ließen ihn nicht los.
Die Haustür öffnete sich und gab den Blick auf einen riesigen Mann mit stechend grünen Augen und kurzem, dichtem, gewelltem schwarzem Haar frei, das sein attraktives Gesicht und sein markantes Kinn umrahmte. Craig schluckte. Meine Güte. Dieser Gestaltwandler war muskulös, gebaut wie eine verdammte Backsteinmauer, es gab kein Gramm Fett an ihm.
„Wenn du hier irgendwas verkaufst, dann verpiss dich!“
„Wow“, murmelte er. „Unverschämt.“
Der Riese verengte die Augen, seine gewaltige Brust hob und senkte sich. Der intensive Blick hätte Löcher in ihn brennen können. Craig vergaß, warum er überhaupt dort war.
„Hör auf damit!“, schnappte der Wandler.
Gott sei Dank fand Craig seine Zunge wieder. „Wie bitte? Ich mache doch gar nichts.“
„Ich kann deine Angst riechen“, sagte der Gestaltwandler emotionslos. „Es bringt meinen Bären in Wallung, also beruhig dich verdammt nochmal.“
Craig war solche derben Worte nicht gewohnt. Er hätte immer noch einfach gehen können, aber verdammt, er musste wissen, ob es Danny gut ging. Was, wenn Danny von seinem Gestaltwandler-Freund gefangen gehalten wurde? Dieser Ort lag ein ganzes Stück außerhalb des Ortszentrums. Wer wusste schon, ob Dannys sogenannter Gefährte seinen besten Freund im Keller einsperrte? Also tat er, was der große Kerl verlangte, und atmete tief ein und aus, bis er sich beruhigt hatte.
„Besser?“, fragte er sarkastisch.
Der Gestaltwandler verschränkte die Arme vor der massigen Brust. Jeder einzelne Muskel in seinen Armen schien wie ein Stahlband hervorzutreten. Craig fragte sich, wie es wohl wäre, mit den Fingern über all diese verlockende …
Craig verwarf diesen Gedanken, bevor er überhaupt Fuß fassen konnte. Angesichts seiner Vergangenheit mit Gestaltwandlern – warum zum Teufel dachte er daran, diesen prächtigen Werbären wie einen Baum zu erklimmen? Er wurde rot. Verdammt. Craig verdiente seinen Lebensunterhalt als Model. Er war an Aufmerksamkeit gewöhnt, daran, dass die Medien jeden noch so kleinen Aspekt seines Lebens dokumentierten. Warum konnte er sich nicht wie ein normaler Mensch mit diesem derben Bergmann unterhalten?
Er bezweifelte, dass der Kerl überhaupt wusste, wer er war. Danny war berühmter, oder zumindest war er es einmal gewesen, aber nachdem Danny sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, richteten sich alle Blicke auf Craig. Dank Danny schoss sein Ruhm in die Höhe und er bekam mehr Angebote, doch er vermisste seinen besten Freund.
Danny war sein Vertrauter, der Einzige, dem er sich immer anvertrauen konnte. Nach dem Vorfall, als er zwölf gewesen war, bekundeten alle nur ihr falsches Mitgefühl, aber niemand wusste wirklich, wie es ihm ergangen war oder wollte die Horrorgeschichte von seiner Vergangenheit hören.
Nur Danny war sein wahrer Freund, als er seine Modelkarriere begann. Die anderen Models nutzten sich nur gegenseitig aus, und er hatte keine Lust auf Spielchen.
„Mensch, hörst du mir zu?“
Er fuhr bei dieser Stimme hoch und runzelte die Stirn. „Mensch? Warum sagst du das so, als wären wir eine Art Plage?“, fragte er entrüstet. „Hasst du uns etwa?“
Der Gestaltwandler grunzte, und seine Augen verfärbten sich gelb. Wow. Craig wusste, das war kein gutes Zeichen.
„Ich muss ständig mit den Gefährten meiner Brüder klarkommen. Vielleicht hast du ja etwas gegen uns Gestaltwandler“, wagte der Kerl zu sagen.
„Ich möchte Danny sehen“, erklärte er.
Der Mann blinzelte mehrmals. „Du kennst Danny? Warum bin ich nicht überrascht?“
„Was zum Teufel soll das bedeuten?“
„Stell dich nicht wegen Nichtigkeiten so an, kleiner Mensch“, sagte der Gestaltwandler.
„Nun ja …“ Craig zögerte. Okay, vielleicht war er etwas verunsichert. Schließlich war er bis ins Nirgendwo gefahren, um nach seinem besten Freund zu sehen. Er hatte seine Karriere auf Eis gelegt – nun ja, das stimmte nicht ganz. Craig dachte, die Reise würde ihm auch guttun, denn er war völlig ausgebrannt. Als er merkte, dass der riesige Gestaltwandler auf eine Antwort wartete, wie ein Raubtier, das seine Beute im Visier hat, nahm er all seinen Mut zusammen und fragte: „Was meinst du damit, dass du nicht überrascht bist?“
„Ihr seid beide meinungsstark und nervtötend.“
Er schnaubte. Craig wäre beleidigt gewesen, hätte der Mann nicht so einen zuneigungsvollen Unterton in der Stimme gehabt. „Ich weiß, dass ihr ihn gefangen haltet, du und deine Brüder.“ Danny hatte ihm vor einer Weile eine E-Mail geschrieben, aber Craig wusste einfach, dass es eine Lüge war. Craig kannte Danny in- und auswendig. Dafür waren beste Freunde schließlich da. Er glaubte keine Sekunde, dass Danny sein ganzes Leben für einen Mann umkrempeln würde. Nun ja, für einen Werbären mit zwei weiteren stämmigen Brüdern.
Er hob das Kinn und fragte mit fordernder Stimme: „Wo ist mein bester Freund? Wo haltet ihr Bärenbrüder ihn fest?“
„Gefangenhalten? Was zum Teufel wirfst du mir und meinen Brüdern da vor?“, knurrte der Gestaltwandler.
„Rick, was ist los?“, fragte eine Stimme.
Craig drehte sich um und sah einen weiteren Riesen, der niemand anderen als Danny in seinen gewaltigen Armen trug. Er rannte zu seinem besten Freund, bereit zu helfen, blieb dann aber stehen. Danny lachte über etwas, das der große Mann gesagt hatte. Ihm fiel auf, dass er seinen besten Freund noch nie so glücklich gesehen hatte.
Danny sah ihn mit geweiteten Augen an.
„Baby, kannst du mich runtersetzen?“, fragte Danny den Mann.
Baby? Da war ganz offensichtlich Zuneigung zu spüren.
Kaum war er wieder auf den Beinen, starrte Danny ihn an. „Craig? Was machst du denn hier?“ Bevor er antworten konnte, ging Danny auf ihn zu und umarmte ihn stürmisch. „Oh mein Gott, Craig. Ich habe dich so sehr vermisst.“
Was auch immer er sagen wollte, es war kaum zu hören, da Danny die Umarmung verstärkte.
Danny wirkte verlegen, als er ihn losließ, und schaute überrascht, als Craig ihm gegen die Schulter boxte. Craig ignorierte das Knurren des Mannes, der vermutlich Dannys Gefährte war.
„Ich kann es nicht glauben. Ich bin hierhergekommen, um dich zu retten!“
Rick stand neben seinem Bruder Connor, der einen nachdenklichen Gesichtsausdruck hatte.
„Interessanter Morgen?“, fragte Connor ihn.
Rick fletschte die Zähne. „Ich wollte doch nur meine Ruhe haben, dann ist dieser Mensch hier reingeplatzt.“
Er verstand nicht, warum dieser Mensch ihm so leicht unter die Haut ging. Schlimmer noch, Craig – er hatte Danny nach ihm rufen gehört – hatte die Neugier seines Bären geweckt. Rick war ratlos. Kein Mensch oder Gestaltwandler hatte je das Interesse seines Tieres geweckt, doch Craigs Duft haftete ihm noch immer an, betörend und intensiv.
Rick bemerkte jedoch trotzdem die anfängliche Angst in Craigs braunen Augen. Vielleicht reagierte der Mensch so auf alle Gestaltwandler, aber er hatte das Gefühl, dass da mehr dahintersteckte. Es ging ihn jedenfalls nichts an. Craig sah aus wie Danny, als dieser in seine Miethütte eingezogen war – ein Mann, der vorgab, jemand anderes zu sein. Der Hoodie, das Hemd, die schlichte Jeans und die Turnschuhe schienen Craig nicht so recht zu passen, als wären sie nicht seine übliche Kleidung.
