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Vom Bären gerettet E-Book

Fel Fern

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Beschreibung

Das Leben des Werbären Mac O’Riley veränderte sich schlagartig, als er vor zehn Jahren seinen Gefährten traf. Doch dann verlor er Pat, da dessen Familie wegzog. Seitdem irrt Mac ziellos umher und weiß nicht, wohin sein Leben ihn führen soll. Schließlich wendet sich das Blatt zum Guten und er erfährt, dass Pat zurück in der Stadt ist. Mac hatte seine Chance schon einmal verpasst, aber er wird Pat nicht gehen lassen, ohne den Menschen als seinen Gefährten zu beanspruchen. Für Pat gab es schon immer nur einen Mann: den umwerfend gutaussehenden und tödlichen Werbären Mac O’Riley. Die Highschool ist zwar längst vorbei, aber wegen Mac hat Pat jedes Interessen an anderen Männern verloren. Als Pat zusammenbricht und seinen stressigen Job in der Stadt kündigt, verschlägt es ihn zurück in die Red Mountains. Dort trifft er auf Mac, und es funkt sofort. Es ist kein Zufall, dass das Schicksal die beiden wieder zusammengeführt hat, und dieses Mal will Pat herausfinden, wohin der Weg sie führen wird. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 23.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Vom Bären gerettet

Das Leben des Werbären Mac O’Riley veränderte sich schlagartig, als er vor zehn Jahren seinen Gefährten traf. Doch dann verlor er Pat, da dessen Familie wegzog. Seitdem irrt Mac ziellos umher und weiß nicht, wohin sein Leben ihn führen soll. Schließlich wendet sich das Blatt zum Guten und er erfährt, dass Pat zurück in der Stadt ist. Mac hatte seine Chance schon einmal verpasst, aber er wird Pat nicht gehen lassen, ohne den Menschen als seinen Gefährten zu beanspruchen.

Für Pat gab es schon immer nur einen Mann: den umwerfend gutaussehenden und tödlichen Werbären Mac O’Riley. Die Highschool ist zwar längst vorbei, aber wegen Mac hat Pat jedes Interessen an anderen Männern verloren. Als Pat zusammenbricht und seinen stressigen Job in der Stadt kündigt, verschlägt es ihn zurück in die Red Mountains. Dort trifft er auf Mac, und es funkt sofort. Es ist kein Zufall, dass das Schicksal die beiden wieder zusammengeführt hat, und dieses Mal will Pat herausfinden, wohin der Weg sie führen wird.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 23.000 Wörter

FEL FERN

Vom Bären gerettet

Die Bären von Red Mountain 2

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Saved By the Bear“:

Fel Fern

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2025

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Prolog

Vor zehn Jahren

„Seht her, Jungs, frisches Fleisch“, sagte eine vertraute Stimme hinter Pat.

Bevor er sich umdrehen konnte, drückte ihn eine Hand gegen seinen Spind. Pat stieß einen Protestschrei aus, als große Hände seine dünnen Arme hinter seinem Rücken verdrehten. Ein stechender Schmerz durchfuhr seinen Schädel, als eine weitere Hand seinen Kopf gegen das Metall schlug.

Ihm wurde schwindelig. Pat Lane kannte diese Stimme. Oh Gott. Ausgerechnet an seinem ersten Tag an der High School musste er Joe Hoover über den Weg laufen. Pat hatte gehofft, den Mobber aus seiner Kindheit endlich loszuwerden, nachdem Joe, der zwei Jahre älter war, die Mittelschule verlassen hatte.

Er hatte gehört, dass Joe dieselbe Schule besuchte und sogar in der Footballmannschaft spielte, aber es war ein riesiges Schulgebäude. Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass sich ihre Wege kreuzen würden, oder hatte Joe ihn gar gezielt aufgesucht?

Aber was hatte Pat auch erwartet? Red Mountains war eine Kleinstadt. Fast jeder kannte jeden. Nicht zum ersten Mal wünschte er sich, sein Vater hätte den Job in der Stadt bekommen, damit Pat und seine Familie aus diesem trostlosen Örtchen wegziehen könnten.

Pat wusste, dass er nie so richtig zu den anderen Jungen in seinem Alter gepasst hatte. Er war immer zu dünn und unbeholfen gewesen, und nur wenige verstanden ihn. Wie durch ein Wunder ließ der Druck auf seinen Armen nach, und er spürte Joes heißen, fauligen Atem nicht mehr hinter sich.

Ängstlich und neugierig zu erfahren, was geschehen war, drehte er sich um und sah einen anderen Typen, mit kurzen schwarzen Haaren und stechend blauen Augen, der Joe gegenüberstand. Der Neuankömmling war genauso groß und kräftig wie Joe, nur dass er, während Joe von Fettpolstern umgeben war, aus Muskeln bestand.

„Das geht dich nichts an, O’Riley“, sagte Joe mit verengten Augen. Joe hatte zwei weitere Freunde dabei, beides ziemlich große Kerle, aber aus irgendeinem Grund hielten sie Abstand zu dem schwarzhaarigen, blauäugigen Jungen.

„Du willst doch nicht wegen eines weiteren Mobbingvorfalls für die ganze restliche Saison gesperrt werden, oder?“, fragte Pats Retter mit gedehnter Stimme. Als er lächelte, blitzte kurz etwas auf – Pat blinzelte. Das waren eindeutig spitze Zähne. Sogar die Augen des Kerls schienen einen anderen Farbton anzunehmen, blau mit goldenen Sprenkeln.

Ein Gestaltwandler, erkannte er, und sein Herz hämmerte in seiner Brust. Oh, Pat lebte schon lange genug in den Red Mountains, um zu wissen, dass die Stadt integriert war. Gestaltwandler und andere Paranormale gingen zwar vielleicht auf dieselbe Schule oder hatten denselben Arbeitsplatz wie die Menschen, aber sie blieben trotzdem in ihren eigenen Gruppen.

Obwohl Pat wusste, dass dieser Kerl ein Gestaltwandler war, beobachtete er seinen Retter aufmerksam. Nicht ein einziges Mal in seiner gesamten Mittelschulzeit war ihm jemand zu Hilfe gekommen. Selbst die wenigen Freunde, die er in seiner Kindheit gefunden hatte, hätten eher an sich selbst gedacht, als Joes Aufmerksamkeit zu erregen. Dieser O’Riley mit seinem gewinnenden Grinsen und seinem umwerfenden Aussehen würde es nicht schwer haben, jeden zu bekommen, den er wollte.

Pat wettete, O’Riley könnte jedes Mädchen in der Schule um den Finger gewickelt haben, und auch jeden Jungen, wenn er auf sie stand.

Er war weit über seinem eigenen Niveau, dachte Pat, aber warum hatte O’Riley ihn gerettet?

Selbst Joe, so massig und gehässig er auch war, war nur ein Mensch. Er hatte Joe noch nie vor einem Kampf zurückweichen sehen. Joe war zwar der König der Schläger, aber gegenüber dem Gestaltwandler, der zufällig im selben Footballteam spielte, verhielt er sich vorsichtig.

„Was bedeutet dir dieser Versager?“, fragte Joe.

O’Riley zuckte mit den Achseln. „Er? Der bedeutet mir nichts. Sieh es einfach als Sorge eines Teamkollegen.“

Joe schnaubte.

Bei diesen Worten sank Pats Herz. Er fühlte sich wie ein Idiot. Natürlich.

Warum sollte sich ein Typ wie O’Riley mit so einem Niemand wie ihm abgeben?

„O’Riley, Hoover“, bellte eine Stimme. „Gibt es ein Problem?“

Pat drehte den Kopf und sah einen Lehrer, der Joggingshorts und ein Sportshirt trug.

„Kein Problem, Coach. Joe und ich begrüßen nur einen alten Freund“, sagte O’Riley gelassen, und aus dem Augenwinkel zwinkerte ihm der Gestaltwandler zu.

Moment mal. Hatte er sich das etwa eingebildet?

Der Trainer grunzte. „Dann ab in den Unterricht! Die Glocke hat vor einer Minute geklingelt.“

Joe und seine Kumpel zogen, sehr zu Pats Erleichterung, davon, aber Pat hatte das Gefühl, Joe würde nicht so leicht aufgeben, nicht, wenn sein Lieblingssandsack in der Nähe war. Nachdem der Trainer gegangen war, war Pat allein mit seinem Retter.

O’Riley hatte gelangweilt behauptet, Pat bedeute ihm nichts, und ihm dennoch zugezwinkert. Was sollte das denn?

„Ähm, danke“, sagte er schließlich etwas unbeholfen. „Ich weiß, es bedeutet dir nichts, aber mir schon.“

„Kein Problem.“ Der Gestaltwandler musterte ihn nachdenklich. „Ich kann so einen Mist nicht ausstehen, und Joe ist dafür bekannt, Erstsemester herumzuschubsen.“

„Wir haben da so eine Art gemeinsame Geschichte“, erklärte Pat.

Der Gestaltwandler hob daraufhin die Augenbrauen, und seine Augen nahmen wieder ihre blaue Farbe an.

„Ich erkläre es dir beim nächsten Mal“, murmelte Pat.

Der Kerl grinste. Gott. Dieses Grübchenlächeln. Pat hatte eine Schwäche für Grübchen, und warum musste dieser Gestaltwandler nur so süß sein?

„Wohin gehst du?“, fragte der Wandler.

Sein Herz begann wieder zu hämmern. Das war ein gutes Zeichen, oder? Dieser Gestaltwandler hatte keine Ausrede benutzt, um zu gehen, obwohl er es hätte tun können. Er zögerte es hinaus, und das bedeutete etwas.

„Ich muss zu den Naturwissenschaftsräumen, aber ich weiß nicht, wo das Westgebäude ist.“ Klang Pat zu hilflos? Er wünschte, er könnte etwas Charmantes oder Interessantes sagen. Schade nur, dass ihm immer die Worte fehlten, wenn es darum ging, mit attraktiven Typen zu sprechen.

„Ich bringe dich hin. Ich bin übrigens Mac. Und du?“ Mac führte ihn in einen anderen Korridor, ohne seine Antwort abzuwarten.

„Ich bin Pat.“

Er streckte die Hand aus und fühlte sich wie ein Idiot. Händeschütteln? Was würde Mac nur von ihm denken? Mac schüttelte sie, hielt sie dabei fest im Griff. Ein elektrischer Schauer durchfuhr seinen Arm, und er ertappte sich dabei, wie er viel zu lange auf diese Lippen starrte, wie leicht sie ein Lächeln formten.

Er wandte den Blick schnell ab. Mac war einfach nur nett, mehr nicht. Ein Typ wie Mac würde sich doch nicht für so einen unbedeutenden Kerl wie ihn interessieren. Die Leute langweilten sich schnell in Pats Nähe. Sie gingen immer gleich wieder, als wäre die Zeit mit ihm verschwendet. Selbst seine Eltern hielten es nicht lange mit ihm aus. Nicht so Mac. Mac schenkte ihm ein Lächeln, das sein Herz schneller schlagen ließ. Ein ehrliches Lächeln.

„Kommst du mit, Pat?“

Als er merkte, dass er stehen geblieben war, nickte er und eilte Mac hinterher.

Kapitel 1

Gegenwart

„Pat, ist der Bericht fertig?“, fragte sein Kollege Barry an seinem Schreibtisch.

Pat hatte den selbstgefälligen Kerl zwar gehört, tat aber so, als ob er es nicht getan hätte. Er wünschte, er hätte sich geräuschdämpfende Kopfhörer gekauft anstatt der normalen. Pat tippte weiter, die Augen auf dem Bildschirm, und seine Nerven lagen blank. Ein kurzer Blick auf die Uhr seines Computers verriet ihm, dass das Meeting in zehn Minuten beginnen würde. Nicht genug Zeit, um die Präsentation fertigzustellen, für die er und Barry die ganze Nacht durcharbeiten sollten.

„Hey“, wiederholte Barry und legte die Hand auf Pats Schulter, doch Pat schob sie beiseite und verengte die Augen.

Er merkte, dass Barry von der Reaktion überrascht war. „Weichei-Pat“, nannten sie ihn im Büro. Seine Kollegen dachten, er würde sie nicht hören, oder sich nicht darüber ärgern, aber das stimmte nicht. Pat hatte schon vor langer Zeit gelernt, seinen inneren Schmerz zu verbergen und selbst dann zu lächeln, wenn man sich in seiner Gegenwart über ihn lustig machte. Er tat so, als könnten Worte ihn nicht verletzen. Sie ahnten nicht, wie sehr er innerlich zerbrach, sobald er allein in seiner heruntergekommenen Wohnung war.

Pat spielte diese Momente immer wieder in seinem Kopf durch und fühlte sich so elend, dass er die ganze Nacht damit verbrachte, sich in den Schlaf zu trinken.

„Verpiss dich“, sagte er mit schmalen Augen, ohne seine Stimme zu senken. „Wir sollten das doch zusammen erledigen. Wie immer lässt du mich die ganze Arbeit machen.“

Barry blinzelte, sein hübsches Gesicht verriet seine Sprachlosigkeit. Dann fing sich der Kerl schnell wieder und blickte sich um, wohl um seinen Ruf zu retten. „Komm schon, Pat. Du bist schlecht gelaunt, hast wohl gestern Abend zu viel getrunken“, sagte Barry.

Pat warf seine Kopfhörer beiseite. Die Website hatte gelogen. Klassische Musik zu hören, senkte seinen Stresspegel überhaupt nicht.

„Ich habe nicht geschlafen. Weißt du warum? Weil ich deinen Teil der Arbeit erledigen musste.“ Er presste die Worte hervor, und seine Stimme klang ihm fremd. Pat klang fast wild, nicht so unsicher wie sonst.

„Die Menschen spüren Schwäche und nutzen sie aus, nutzen dich aus. Lass es nicht zu“, flüsterte eine vertraute Stimme in seinem Kopf. Ein alter Ratschlag, den er schon lange nicht mehr gehört hatte, denn er konnte es nicht ertragen, sich an diese wundervolle Zeit in seinem Leben zu erinnern, als er sich nicht wie ein Sonderling fühlte, als er sich nicht jeden einzelnen Tag seines Lebens selbst in Frage stellen musste.

Anders als die meisten seiner Kollegen bei Smith Advertising kam er nicht von einer Eliteuniversität. Er schuftete wie ein Tier, doppelt so hart wie alle anderen, und verdiente trotzdem nur einen Hungerlohn, obwohl er schon zwei Jahre hier arbeitete. Er musste es ja wissen. Er hatte Melissa in der Teeküche bei Barry jammern hören, dass sie eine Gehaltserhöhung brauchte. Als sie dann erzählte, wie viel sie im Monat verdiente – fast doppelt so viel wie er –, war er wie vor den Kopf gestoßen gewesen. Sie hatte erst vor drei Monaten angefangen. Gerüchte besagten, sie hätte mit dem Chef geschlafen, aber diese Taktik würde für Pat niemals funktionieren.

„Was ist denn hier los?“, fragte Brandon Smith, ihr Chef. Wann war Brandon aus seinem Büro gekommen?

Mein Gott. Hatte er einen Nervenzusammenbruch? Pat hatte online darüber gelesen. Prominente hatten das, ganz normale Leute aber auch. Er konnte die Symptome einer typischen Nervenzusammenbruch-Checkliste durchaus abhaken. Depressionen, Gefühle der Hilflosigkeit und Frustration. Check. Selbstmordgedanken? Nein, so weit war er noch nicht, aber sieben Tage die Woche zu arbeiten und praktisch im Büro zu leben, könnte ihn durchaus ins Grab bringen.

Pat redete sich ein, dass es keine Rolle spielte. Er hatte ohnehin kein nennenswertes Sozialleben. Pat war beschäftigt, hatte im Büro alle Hände voll zu tun, aber das war nur Tarnung. Schon als Kind wurde er von den Leuten missverstanden. Daran hatte sich auch als Erwachsener nichts geändert. Es war, als könnten Leute wie Barry, die Täuschung und Charme wie Waffen einsetzten, Blut riechen. Ein Hai. Das musste Barrys Seelentier sein.

Er hatte sein Leben gründlich satt. Pat stand früh auf und kam spät nach Hause. Zu müde und geistig erschöpft, um irgendetwas anderes zu tun, wärmte er sich ein Fertiggericht in der Mikrowelle auf, duschte und ging ins Bett. Am nächsten Morgen musste er sich dann nur mit noch mehr Arbeit herumschlagen. Und das immer wieder.

„Pat?“, fragte Brandon besorgt.

---ENDE DER LESEPROBE---