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Das Jahr 1634 stellte für die kleine Reichsstadt Giengen eine Zäsur dar, denn nach der großen Schlacht bei Nördlingen brannte am 5. September die ganze Stadt nieder, bis auf vier kleine Häuser. Die gesamte Einwohnerschaft war vor und während des Brandes geflohen, größtenteils nach Ulm, aber auch in andere Orte (bis nach Straßburg). Wie viele beim Brand und der vorhergehenden kaiserlichen Besatzung starben, ist unbekannt. In dieser Reihe sollen vornehmlich diejenigen Familien vorgestellt werden, die vor dem Brand in Giengen ansässig waren. Die Nachkommenlisten sind Ausflüsse meiner Forschungstätigkeit, die sich vornehmlich auf die im Evangelischen Pfarrarchiv Giengen befindlichen Kirchenbücher beziehen. Darüber hinaus wurde die einschlägige Literatur genutzt. Die hier vorgestellte Nachkommenliste beginnt im 15. Jahrhundert mit einem fiktiven Stammvater Kindsvater in Giengen, und reicht über 16 Generationen.
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Seitenzahl: 1979
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Die alte Giengener Familie
KINDSVATTER
Nachkommenliste
Genealogische Studie
von
Ulrich Stark
Erstellt im Zeitraum von 1998 bis 2023
Titelbild:
Wappen vom Kanzeldeckel der Stadtkirche Giengen
für die Gebrüder Kindsvatter in Ulm
[Stadtkirche Giengen]
Texte: © Copyright by Ulrich Stark
Umschlaggestaltung: © Copyright by Ulrich Stark
Verlag: Ulrich Stark, J.S.Bach-Str.28, 89537 Giengen
Druck: epubli ein Service der neopubli GmbH, Berlin
Vorwort
Das Jahr 1634 stellte für die kleine Reichsstadt Giengen eine Zäsur dar, denn nach der großen Schlacht bei Nördlingen brannte am 5. September die ganze Stadt nieder, bis auf vier kleine Häuser. Die gesamte Einwohnerschaft war vor und während des Brandes geflohen, größtenteils nach Ulm, aber auch in andere Orte (bis nach Straßburg). Wie viele beim Brand und der vorhergehenden kaiserlichen Besatzung starben ist unbekannt.
In dieser Reihe sollen vornehmlich die Familien vorgestellt werden, die vor dem Brand in Giengen ansässig waren. Die Nachkommenlisten sind Ausflüsse meiner Forschungstätigkeit, die sich vornehmlich auf die im Evangelischen Pfarrarchiv Giengen befindlichen Kirchenbücher beziehen. Darüber hinaus wurde die einschlägige Literatur genutzt.
Die Liste ist nicht bis ins letzte Detail wissenschaftlich überprüft. Sie stellt eine schriftliche Dokumentation meiner Familienfoschung dar. Um Zeiten mit wechselnden Computer-programmen zu überdauern ist ein Papierausdruck immer noch eine der besten Methoden zu Sicherung der Ergebnisse.
Für die Nachkommenliste wurde ein Nummernsystem (modifiziertes NGSQ System) verwendet, bei dem die erste Person die Nummer 1 und die Kinder Nummern 1, 2, 3, 4 usw. sind. Personen mit Kindern erhalten ein + vor ihre Nummer als Hinweis, dass weiter unten nähere Informationen zu finden sind. Für mehr Informationen über eine Person, die als Kind gelistet ist, geht man zur selben Nummer der nächsten Generation. Sucht man die Eltern einer Person, geht man zur selben Nummer der vorigen Generation. Die Namen sind einmal je Generation ausgegeben.
Verwendete Abkürzungen:
Datenschutz:
Von 20 bekannten Generationen sind hier 16 aufgeführt.
Details zu lebenden Personen im Alter bis 100 Jahren sind nicht aufgeführt. Dort steht dann der Zusatz „keine Details (Datenschutz)“.
Nachkommenliste der alten Giengener Familie KINDSVATTER
(Stand: 17.09.2023)
1. NN. KINDSVATTER *um 1440, Giengen ?, Quelle: AL Mieg.
Kinder:
2. i NN. KINDSVATTER *um 1470.
3. ii Bonifatius KINDSVATTER *um 1475.
Zweite Generation
2. NN. KINDSVATTER *um 1470, Giengen, Quelle: AL Mieg. 1501 studiert ein Martin Kindsvater aus Giengen an der Universität Leipzig und 1509 in Heidelberg als "Dom. Martinus". Ein Leonhard Kindsvatter in Österreich erhebt am 20.10.1536 in Giengen Erbanspruch wegen der verstorbenen Witwe Pfundstein [RP1, S.222´]. Im 15.Jh. war "Meister Hans Kindsvater aus Giengen" Arzt in Nördlingen.
Kinder:
4. i Johannes KINDSVATTER *1500.
ii Dominikus KINDSVATTER *um 1510, Giengen, Quelle: SWDB.17,68, Golschenschaumeister, †nach 1565. Bürger zu Giengen. Filiation lt. O.Haug, Eintragung Metzingen. "Dominikus Kongsvatter, Golschenschaumeister, ist zu den Wiedertäufern zu zählen, da er sich weigert, vor dem Rat einen Eid abzulegen." [RP 3.195 vom 4.11.1550]. 1549 Bierschauer. 1537 als Zeuge genannt [RP2.010´]. Noch 1565 im Ratsprotokoll genannt.
3. Bonifatius KINDSVATTER *um 1475, Giengen, Quelle: AL Mörike, Augenarzt, oo Agnes NN., *um 1480, Schorndorf ?, Quelle: AL Mieg, †nach 1561. Bonifatius gestorben: vor 30.01.1546, Schorndorf. Bürger, Augenarzt ("Oculista"), Untervogt in Schorndorf; als besoldeter Augenarzt bestellt am 23.4.1499 (Württ. Medic. Korrespondenz - Schorndorf Blatt 1905, S.919, dort die Bestallung); hat Urfehde geschworen wegen fremder Kriegsdienste am 5.3.1532 (ebenda 1907, S.71). Tut Pflicht als Untervogt 1534 Assumpt. Mariä Abend, erste Lfg. 22.12.1534, letzte 12.12.1536. Alter Vogt 21.3.1537; als "Diener" bestellt 22.3.1537, 11.5.1538, noch 22.7.1542, Alter Vogt 11.7.1544. War als Augenarzt "Diener von Haus aus" um 1536 bei Landgraf Philipp von Hessen; (NWDB§2768; Veröffentl. d. hist. Komm. f. Hessen u. Waldeck Bd.16, 2 [1936] S.60). Aufs neue als Diener bestellt 22.3.1537, "man hat ihn lassen bleiben bei der Pflicht, so er amtshalben getan." 11.5.1538 wohl wieder als Untervogt, noch 1540 Juli 23., Untervogt noch 1541 (nach Palm S.200), letzte Lfg. 22.Juli 1542. Alter Vogt 11.7.1544. Seine Witwe Agnes wird genannt 30.1.1546, 8.3.1554, noch 1561 (Lagerbuch Schorndorf).(AT Pfeilsticker Bd.II S.773) Vgl. Faber 85 C38. Dr. W. Bardili: "Stammt wohl aus Giengen an der Brenz. Vielleicht ein Onkel von Johannes Kindsvatter, Bürger und Inwohner in Giengen (oo vor 1533); dessen (jüngerer) Sohn, der Pfarrer Tobias Kindsvatter, ist der Stammvater der Reutlinger Kindsvatter." [AL Mieg]. 1559 schickt ein Jakob Kindsvatter aus Schorndorf ein Augenwasser an Geronimus Oberridt inn der Canntzley zu Stuttgart. Er erwähnt seinen Bruder Abraham Kindsvatter, gesessen zu Heiteren im Elsass (unweit Basel), der wohl aus Arzt ist. Jakobs Schwager ist Georg Keller in Stuttgart. Es gibt offenbar noch einen dritten Bruder. [Die Amerbachkorrespondenz, Bd.XI (2010) S.198 Anm.3, S.232f, Anm.6] Abraham Kindsvatter (Hauptmann Hohentwiel) oo Barbara NN. [Familienstiftung Merkel-Zeller] [AT Mörike 2700; AT Hegel 1900; AT Schelling 1756; AT Mieg]. Agnes: Genannt 30.01.1546, lebt noch 1561.
Kinder:
5. i Jakob (Jost) KINDSVATTER *um 1505.
Dritte Generation
4. Johannes KINDSVATTER *1500, Giengen, Quelle: FamReg.IIa,5, Bürger zu Giengen, †nach 1534. "Die Familie stammt von hier" (Vgl. Reutlinger Geschichtsblätter 1894, Nr.4, S.69f). Kindsvatter auch in Schorndorf (1499-1574). Im Familien-Register Giengen sind nur die Kinder Johannes, Judith und Tobias verzeichnet. Am 20.10.1536 erhebt ein Leonhard Kindsvatter in Österreich Erbansprüche [Ratsprotokoll Bd.1, S.222´]. Goldschmied. 1558 nimmt er den Garten des verstorbenen Alexander Schmid an [RP05-037v].
Kinder:
6. i Johannes KINDSVATTER *1527.
ii David KINDSVATTER *um 1528, Giengen, Quelle: Jahrbuch`91, Gold- und Silberschmied, †nach 1568. Schaumeister der Gold- und Silberschmiede. Verkauft 1568 völlig überschuldet seine Behausung um 345 Gulden. Ein David Kindsvatter ging als Goldschmiedgeselle nach Nürnberg und wurde 1614 in Dresden 'entleibt', wodurch dem Nürnberger Rat noch einige Unannehmlichkeiten entstanden [Barthelmeß]. Kindsvater war Goldschmiedegeselle, der - ohne Meister zu sein - zunächst in einem Vorort Nürnbergs eine auf bestimmte Arbeiten spezialisierte Werkstatt betrieb. Seine beiden Söhne Martin und Hans erwarben in Nürnberg das Meisterrecht als Goldschmiede. [Mittlg. Dr. Schürer, Germ.Nationalmuseum Nürnberg, 03.06.2009]
7. iii Judith KINDSVATTER *um 1528.
iv Samuel KINDSVATTER *um 1529, Giengen, Quelle: Jahrbuch`91, Goldschmiedmeister. War 1544 beim Ulmer Goldschmiedmeister Lorenz FENTZEL eingestanden.
8. v Tobias KINDSVATTER *1541.
5. Jakob (Jost) KINDSVATTER auch bekannt als: Jos oder Jodokus *um 1505, Schorndorf, Quelle: Al Mieg, Untervogt in Schorndorf, oo vor 1533, Ursula NN., *um 1505, Schorndorf ?, Quelle: AL Schelling. Jakob gestorben: Schorndorf. 1545 in der Türkensteuerliste zu Schorndorf "Jost" genannt. 1552 in der Musterungsliste zu Schorndorf "Jacob" genannt. [AL Weizsäcker; Al Hegel; AL Mörike 1350; AL Schelling 878 (Jodokus)] Untervogt in Schorndorf 1547 ungefähr 1 Jahr lang. Eigenhändiges Schreiben an Herzog Ulrich v. 23.9.1549. [HStAS 'Spanisch Kriegsvolk' B 7 Bl.92] [AT Pfeilsticker II S.773]
Kinder:
9. i Agnes KINDSVATTER *1528.
10. ii Philipp KINDSVATTER *um 1540.
Vierte Generation
6. Johannes KINDSVATTER *1527, Giengen, Quelle: FamReg.IIa.13, Gewandschneider, oo 03.07.1553, in Giengen, Maria HEERBRAND, *um 1529, Giengen, (Tochter von Andreas HEERBRAND und Barbara MARTIN) Quelle: FamReg.IIa.13, †10.02.1606, Giengen. Johannes gestorben: 05.10.1606, Giengen. Gewandschneider, Tuchhändler und Handelsmann zu Giengen.
Kinder:
11. i Bonifatius KINDSVATTER *um 1554.
12. ii Johannes KINDSVATTER *1555.
13. iii Barbara KINDSVATTER *um 1560.
14. iv Bartholomäus KINDSVATTER *um 1565.
7. Judith KINDSVATTER *um 1528, Giengen, Quelle: FamReg.IIa,9, oo um 1552, Johannes WALDERSHOFER, *um 1530, Giengen ?, Quelle: FamReg.IIa,9, Schneider in Giengen.
Kinder:
15. i Johannes WALDERSHOFER *um 1555.
8. Tobias KINDSVATTER *1541, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,730, Stadtpfarrer Reutlingen, oo 06.08.1564, in Tübingen, Maria KIENLIN, *um 1545, Tübingen, (Tochter von Stefan KIENLIN und Elisabeth HIERSCH) Quelle: FamReg.Ia,730. Tobias gestorben: 12.02.1607, Reutlingen. Imm. 19.5.1559 Tübingen "ex Gienga oppido". - Stip. 18.5.59. - B.a. 26.8.60. - MFABacc.: "Giengensis". - M.a. 12.8.62. - Rep.graecus; vorher repetiert er grammaticam latinam. - "Tobias Kindsvater aus Giengen, Diacon der Stadt Ebingen, von 1563 bis 1564. Pfarrer zu Remmingsheim von 1564 bis 1575. Stadtpfarrer zu Pfullingen von 1575 bis 1577. Zuletzt [seit 4. Mai 1577] Oberprediger in der Reichsstadt Reutlingen." [Magenau 169-170]. "Er unterschrieb 1577 die Konkordienformel. Bei seinem Aufzug in Reutlingen [am 4. Mai 1578] wütete die Pest, und er leistete mit Lebensgefahr den Kranken große Dienste. Die Stadt Reutlingen hatte ihn sich von Württemberg erbeten, und er stand über 30 Jahre seinen Ämtern vor. Starb also nach 1607" [Drehmann, FamReg.Ia,730]. Sein Epitaph in der Marienkirche Reutlingen wurde 1729 ein Opfer des großen Brandes. In den Giengener Kirchenbüchern ist Johannes als sein Vater und 1542 als Geburtsjahr angegeben. Lit.: BWKG 1892,61; WJB 1905,II,87; RGB 1894,69f.; SWDB 17,16. "Imm. Tübingen 19.5.1559, Stip. 18.5.1559, B. 26.8.1560, M. 12.8.1562, Rep. grammaticam latinam und graecus Tübingen 1562, D Ebingen 1564, Pf. Remmingsheim 1565, Pf. Pfullingen März 1576, StPf. Reutlingen 4.5.1577, HauptPred. und Sup. ebd. 1588-+, FC" [Pfarrerbuch Herzogtum Württemberg #4217] Maria: Im Giengener Familienregister heißt sie KIENLER und stammt aus Schnaitheim.
Kinder:
i Johannes KINDSVATTER *um 1568, Remmingsheim, Quelle: FamReg.Ia,730, Magister. Imm. Tübingen 13,6,1582; Bacc. 23.3.1586; Magister 13.9.1588;
ii Magdalene KINDSVATTER *1570, Remmingsheim, Quelle: SWDB.17,67, oo Johann MAURER, *1571, Reutlingen, (Sohn von Sebastian MAURER und Anna NEUFFER) Quelle: SWDB.17,67, Pfarrer in Reutlingen, †21.07.1638, Reutlingen. Johann: Imm. Tübingen 18.3.1587, Bacc. 19031589, Magister 10.2.1591; 5 1/2 Jahre im Ausland, R. u. Adj. in Reutlingen 1598, Pfarrer in Wannweil 1609, Pfarrer in Unterhausen 1618, Hausen o.V. 1626-1638+. Lit.: BWKG 1921,206,208,210f.; GHSW II,1,350; Gymn.Prog.Reutlingen 1886,36.
iii Maria KINDSVATTER *1573, Remmingsheim, Quelle: PfB w.Reichsst.
iv Anna KINDSVATTER *15.01.1575, Remmingsheim, Quelle: PfB w.Reichsst.
16. v Johann Georg KINDSVATTER *um 1577.
vi Samuel KINDSVATTER *02.09.1578, Reutlingen, Quelle: FamReg.Ia,730, Dr.jur. in Cannstatt, oo 03.02.1624, in Cannstatt, Regina KÄLBLIN, *um 1600, Cannstatt ?, Quelle: PfB w.Reichsst. Samuel begraben 26.07.1635, Cannstatt. Imm. Tübingen 6.9.1593; Bacc. 31.3.1596; Magister 15.2.1598; JUD, Advocat in Cannstatt [NWDB§2774].
9. Agnes KINDSVATTER *1528, Schorndorf, Quelle: AL Schelling, oo 1545(?), Joachim BINDER, *um 1520/25, Schorndorf, (Sohn von Michael BINDER) Quelle: Al Mieg, Handelsmann, †1587, Schorndorf. Agnes gestorben: vor 1574, Schorndorf. Joachim: Handelsmann und Ratsherr (Senator) in Schorndorf. [AL Weizsäcker, S. 36; AL Hegel 474/75; AL Mörike 674/675; G. Todt]
Kinder:
17. i Kunigunde BINDER *1551.
18. ii Anna Maria BINDER *12.08.1574.
10. Philipp KINDSVATTER *um 1540, Schorndorf, Quelle: Faber.85.§.38, Augenarzt in Schorndorf.
Kinder:
i Katharina KINDSVATTER *um 1575, Schorndorf, Quelle: Faber.85.§.38, oo Johann TAFEL, *21.04.1574, Schorndorf, Quelle: Faber.85.§.38.
Fünfte Generation
11. Bonifatius KINDSVATTER *um 1554, Giengen, Quelle: FamReg.IIa.4, Handelsmann in Giengen, †1627. Siegelt 1586 als Ratsherr, 1606 Ratsherr, 1610 Bürgermeister [JB1991 S.22]. Stiftet (ohne Jahreszahl) 20 fl. für Arme. Im rekonstr. FamReg. Giengen offenbar fälschlich Sohn J. Georg angegeben (der 1603 in Lauingen als Handelsmann heiratet). 1626 Stadtrechner.
Kinder:
19. i Ulrich KINDSVATTER *um 1575.
20. ii Johannes Jacob KINDSVATTER *um 1575.
12. Johannes KINDSVATTER *1555, Giengen, Quelle: FamReg.IIa,279, Bürgermeister zu Giengen, oo Trinit. 1584, in Dinkelsbühl, Barbara Maria MAYER, *um 1560, Dinkelsbühl, (Tochter von Ulrich MAYER) Quelle: DFA 33, S.54. Johannes gestorben: 10.11.1627, Giengen. Spitalpfleger. 1627 stiftet er 200fl., davon 100 fl. für Arme und 100 fl. für einen Theologie-Studenten (Kindsvatter-Stiftung). Gewandschneider und Bürgermeister zu Giengen. Mutmaßlicher Verfasser einer (nach 1830 verschollenen) Hauschronik.
Kinder:
21. i Johann Ulrich KINDSVATTER *um 1585.
ii Anna Maria KINDSVATTER *14.04.1590, Giengen, Quelle: DFA23, oo Johann Ludwig WINTERBACH, *um 1590, Rothenburg o.T. ?, Quelle: DFA23, Bürgermeister. Anna gestorben: 28.11.1646, Crailsheim. Johann: Älterer Bürgermeister zu Rothenburg o.T.
iii Euprosina KINDSVATTER *um 1595, Giengen, oo Johann HÜBNER, *um 1590, Segnitz/Main ?, Bürgermeister in Segnitz, †nach 1656. Euprosina gestorben: nach 1656. Filiation nur vermutet. Mit Bürgermeister Hübner in Segnitz/Main verheiratet. Das Paar stiftete 1656 einen vergoldeten Abendmahlskelch in die wieder aufgebaute Stadtkirche Giengen.
13. Barbara KINDSVATTER *um 1560, Giengen, oo Ruland BÖCKH, *um 1555, Giengen, (Sohn von Martin BÖCKH und Katharina EDELMANN) Quelle: R.H.Seitz,2015, Ratsherr zu Giengen. Ruland: Goldschmied und Ratsherr in Giengen.
Kinder:
22. i Johann BÖCKH *um 1580.
14. Bartholomäus KINDSVATTER *um 1565, Giengen, Quelle: AL Kuhr, Handelsmann in Ulm, oo 20.10.1623, in Giengen, Magdalena KALLHART, *09.08.1577, Ulm, Quelle: H.Ehing (Ulm). Bartholomäus gestorben: 11.01.1648, Ulm. Stammt aus Giengen. Ihm wird am 15.04.1647 der Aufenthalt in Ulm auf ein weiteres halbes Jahr bewilligt, gegen Zahlung von 5 Goldgulden. Er war ein Flüchtling beim Giengener Stadtbrand 1634. Bürger (1623/48), Ratsherr und Handelsmann (1648) in Giengen. Filiation unsicher.
Kinder:
23. i Hans Ulrich KINDSVATTER *um 1590.
ii Maria Jakobina KINDSVATTER *um 1600, Giengen, Quelle: AL Kuhr, oo (1) 16.11.1624, Leonhard STAUDT, *um 1600, Giengen oder Rothenburg ?, Quelle: AL Kuhr, †vor 1641, oo (2) 22.06.1641, Leonhard RAUP, *um 1600, Rothenburg ?, Quelle: AL Kuhr. Maria gestorben: Rothenburg. Wohl zur Hochzeit mit Leonhard Staudt 1624 erschien folgender Druck: Fruticetum Literatissimi Sponsi Leonhardi Staudii Rotemburgo-Tuberani, Philonomi, Et ... Mariä Jacobinä Filiä ... Bartholomäi Kindsvatteri, Civis ac Negociatoris in Imperiali Gienga spectatissimi ... Foecundum Ac Secundum Metrica oo melica hac apprecatione Volunt Musä Rotemburgenses. XVI. Kal. Xbr. A.O.R. M. DC. XXIV - Rothenburg 1624 - 4 Bl.
15. Johannes WALDERSHOFER *um 1555, Giengen, Quelle: FamReg.IIa,10, Schneider.
Kinder:
24. i Michael WALDERSHOFER *um 1580.
25. ii Johannes WALDERSHOFER *um 1585.
26. iii Elisabeth WALTERSHOFER *um 1586.
27. iv Bartholomäus WALDERSHOFER *um 1595.
16. Johann Georg KINDSVATTER *um 1577, Reutlingen, Quelle: FamReg.I,698, Handelsmann in Lauingen, oo 16.05.1598, in Lauingen, Anna Margaretha KOCH, *um 1575, Schnaitheim ?, (Tochter von Hans Jakob KOCH und Maria NN.) Quelle: SWDB.17,67, †12.01.1641, Reutlingen. Johann gestorben: 23.05.1647, Reutlingen. Bürger und Handelsmann (1598-1620) auch Ratsherr (1618-1620) in Lauingen. Bei der der Pfalz-Neuburger Gegenreformation vertrieben, zog er zu seiner Schwiegermutter Maria Koch nach Schnaitheim 1620-22. Sein Abschiedsbrief von Lauingen datiert vom 28.10.1620. Er bittet am 25.9.1622 in seiner Geburtsstadt Reutlingen um das Bürgerrecht und wird 1631-33 und 1643-46 Bürgermeister dort. (Vgl. auch Bl.f.württ. Kirchengeschichte 1892,S.61,62). Tuchscherer und Kramer in Reutlingen.
Kinder:
28. i Anna Maria KINDSVATTER *24.02.1599.
29. ii Magdalena KINDSVATTER *03.11.1603.
30. iii Samuel KINDSVATTER *um 1605.
iv Elisabeth KINDSVATTER *um 1605, Lauingen, Quelle: FamReg.Ia,698, oo 20.09.1637, Jakob STENGLIN, *um 1605, Reutlingen ?, Quelle: FamReg.Ia,698, Magister in Reutlingen.
v Johann Jakob KINDSVATTER *um 1610, Lauingen, Quelle: SWDB.17,67. 1631 aus Lauingen ausgewandert nach Ulm (SWDB.11,47). Vgl. auch H.Seitz, Reformation und Gegenreformation im Fürstentum Pfalz-Neuburg, in: 475 Jahre Fürstentum Pfalz-Neuburg, 1980, S.43ff.
17. Kunigunde BINDER *1551, Schorndorf, Quelle: AT Hegel, oo 1582, Johannes BAUR, *um 1550, Aich (Nürtingen), (Sohn von Lorenz BAUR und Anna HAHN) Quelle: AT Hegel, Vogt in Nürtingen, †23.08.1610, Nürtingen. Kunigunde gestorben: 16.05.1621, Esslingen. auch: Kunagathe. Johannes: Geistlicher Verwalter in Böblingen 1586, Hausküchenmeister 1594, Vogt in Nürtingen 1607.
Kinder:
31. i Johann Philipp BAUR *28.05.1582.
32. ii Johann Jakob BAUR *21.07.1585.
18. Anna Maria BINDER *12.08.1574, Schorndorf, Quelle: AL Schelling, oo 31.01.1595, in Schorndorf, Veit Johann BREITSCHWERT, *12.06.1565, Backnang, (Sohn von Veit BREITSCHWERT und Anna BUOB) Quelle: AL Schelling218, Dr.jur.utr., Geheimrat, †17.03.1631, Tübingen. Anna gestorben: 10.10.1634, Tübingen, begraben 11.10.1634, Stuttgart. Veit: 1622 Geheim Rat und Syndikus des Schwäbischen Kreises in Stuttgart. Epitaph in der Stuttgarter Hospitalkirche. Er wurde 62 Jahre alt. [DGB 30,49,69; Faber 8,86; G. Schweizer, G. Todt] Dr.jur.utr., Regierungsrat, etc.
Kinder:
33. i Anna Agnes BREITSCHWERT *21.05.1600.
34. ii Praxedis BREITSCHWERT *um 1600.
Sechste Generation
19. Ulrich KINDSVATTER *um 1575, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,713, Goldschmied, Ratsherr, oo (1) um 1603, in Giengen, Anna HILSENBECK, *um 1575, Giengen, (Tochter von Hans HILSENBECK) Quelle: FamReg.Ia,713, †1608, Giengen, oo (2) um 1608, Anna MUSER, *1585, Königsbronn, (Tochter von Georg MUSER) Quelle: FamReg.Ia,713, †18.03.1663, Giengen. Ulrich gestorben: 1625, Giengen. Bürger und Goldschmied, Zunftmeister der Schmiede Ratsherr und Almosenpfleger in Giengen. Filiation nicht ganz sicher. Drehmann gibt Sohn Bonifatius an, dessen Vater ist aber J. Jakob K. in Ulm. Anna: Name evtl. auch MOSER. 29.8.1637: Sie hat ihre Magd eine Hure, Eheverderberin, Unholdin und "Ziegelabschneiderin" gescholten. Letzteres Schimpfwort deswegen: als die Magd einmal krank war, stand sie plötzlich vom Bett auf und hat einem Pferd die Zügel abgeschnitten. Zwei Stunden später sei das Pferd verendet [RP 7.59].
Kinder von Anna HILSENBECK:
35. i Anna Maria KINDSVATTER *1603.
Kinder von Anna MUSER:
ii Johann Ulrich KINDSVATTER *1609, Giengen, Quelle: JB Gg 1991 S.14, Spitalschreiber in Ulm, †nach 1663. Vor 1637 Stadtrat(?) in Ulm und dort verheiratet. 1652 Spitalschreiber in Ulm. In Ulmer Quellen ist ein Ratsherr dieses Namens nicht zu finden. 1638 bezeichnet ein "H. Kindsvatter" den Ulmer Gefreiten Emanuel Braun als seinen Schwager.[RP Giengen]
36. iii Barbara KINDSVATTER *1613.
iv Euphrosina KINDSVATTER *1615, Giengen, Quelle: JB Gg 1991 S.14, oo (1) 10.10.1642, in Ulm, Hans Christoph KRÄMER, *16.10.1603, Ulm, Quelle: JB Gg 1991 S.14, Bürger und Glaser in Ulm, †17.06.1662, Ulm, oo (2) 02.06.1663, in Ulm, Martin BECKELER, *04.11.1626, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden, Goldschmied in Ulm. Euphrosina gestorben: 10.08.1681, Ulm. Keine Kinder in Ulm. Hans: Im Jahrbuch Giengen 1991 (S.14) fälschlich mit STRÖMER angegeben. Hüttenglas in Ulm. Martin: Goldschmied und Gegenschreiber im Weinstadel in Ulm. 1663 Witwer
37. v Apollonia KINDSVATTER *17.04.1624.
20. Johannes Jacob KINDSVATTER *um 1575, Giengen ?, Quelle: H.Ehing, Senden, Handelsmann in Ulm, †vor 1632, Ulm. H.Ehing, Senden, vermutet seine Herkunft aus Giengen. Dort ist er jedoch nicht auffindbar. Filiation deshalb unsicher. Wegen des Namens Bonifatius seines Vaters und seines Sohnes jedoch wahrscheinlich.
Kinder:
38. i Bonifatius KINDSVATTER *um 1605.
21. Johann Ulrich KINDSVATTER *um 1585, Giengen, Quelle: FamReg.Ia78/103, Schneider und Handelsmann, oo Januar 1611, in Giengen, Ursula MAYER, *1587, Giengen, (Tochter von Georg MAIER) Quelle: FamReg.Ia,103, †22.10.1637, Giengen. Johann gestorben: 29.10.1637, Giengen. Handelsmann, seit 1628 Ratsherr, Gewandschneider und Zunftmeister, Tuchscherer, Schneider- und Krämer-Zunftmeister zu Giengen. 1628 war er in Nattheim Pate auf der Hochzeit des Amtmannes Hans Sigmund Koch (Sohn des Schnaitheimer Forstmeisters Jakob Koch) und der Katharina Wächter (Tochter des Langenauer Wirts Matthäus Wächter). Koch war verwitwet (Magdalena). Aus beiden Ehen starben die Kinder früh. Weitere Paten waren: Herzog Julius Friedrich (Schloßherr der Oggenhauser untern Herrschaftshälfte); Freiherr David von Stein zu Niederstotzingen (Obervogt zu Heidenheim); Anna Katharina Frischlin (Untervögtin zu Heidenheim); Christina Beck (Ehefrau des Klosterverwalters David Beck zu Königsbronn). Er war im September 1630 als Ratsmitglied bei den Verhandlungen Giengens mit dem Kloster Herbrechtingen über die Steuern und Abgaben. Verhandlungspartner auf der Gegenseite war u.a. der Giengener Kastenvogt des Klosters Herbrechtingen Daniel Roggenburger. Er traf 1637 Jakob Heerbrand auf dem Weg nach Lauingen. Seine Schwäger sind: Ludwig Winterbach und Lorenz Dietrich. [RP 7.106] 19.12.1637: "Herr Ulrich Kindtsvatters, Methsieders, seeliger Kinder begehren Vormünder ..." [RP7,111]. Ursula: 9 Kinder, wovon 3 früh verstarben. Eintrag im Totenbuch: "Ursula, Herrn Johann Ulrich Kindsvatters gewesne Hausfraw, haben mideinand gehaust 26 Jahr 9 Monat, 9 Kind gezeuget, 3 Söhn und 6 Töchter, so leben 1 Sohn 5 Töchter, alt 50 Jahre."
Kinder:
i Anna Maria KINDSVATTER *Ende 1611, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,103, †08.11.1637, Giengen.
ii Johannes KINDSVATTER *um 1613, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,103, †16.08.1635, Giengen.
39. iii Euphrosina KINDSVATTER *1614.
40. iv Barbara KINDSVATTER *1615.
v Ursula KINDSVATTER *1618, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,38, oo 09.07.1638, in Giengen, Johannes HEERBRAND, *1610, Giengen, (Sohn von Jakob HEERBRAND und Barbara BOZENHARDT) Quelle: FamReg.Ia,38, Metzger, Ratsherr, †05.06.1681, Giengen. Ursula gestorben: April 1686, Giengen. keine Kinder. Johannes: Ab 1680 Ratsherr und Kirchenpfleger. Totenbucheintrag: "Die 26. Mai [1681] H. Johann Heerbrand, B., Metzger, deß Raht0, so Ao. 1610 von Jacob Heerbrand Metzger Zunfftmeister u. Anna Botzenhardtin geborn, u. nach empfangener H. Tauff wol erzogen, Hatte vom Vatter dz Mezgerhandw. Ward verehlichet Ao. 1638 d. 9. Juli mit J. Ursula Kindßvätterin, H. Ulrich Kindßvatters see. Tochter, hauset mit Ihr wol biß daher, schier 43 Jahr ohne Kinder oder LeibsErben. Ward Rahtßherr und KastenPfleger 4 Jahr, ward letztlich etwas melancholisch. Lag etlich Wochen an verzehrender Kranckheit, u. starb davon im 71. Jahr seines Alters."
41. vi Johann Philipp KINDSVATTER *1619.
42. vii Johann Ulrich KINDSVATTER *1621.
viii Margareta KINDSVATTER *um 1622, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,103, oo 1645, in Crailsheim, Georg KLINGLER, *um 1620, Crailsheim ?, Müller zu Crailsheim. Georg: 1645 Witwer.
Kinder:
43. i Rebekka BÖCKH *um 1610.
23. Hans Ulrich KINDSVATTER *um 1590, Giengen, Quelle: Chonik Mayer, Gegenschreiber in Ulm, oo (1) 14.11.1614, in Giengen, Agnes BLOSS, *06.08.1580, Lauingen, (Tochter von Johannes BLOSS und Anna KREEL) Quelle: H.Ehing (Ulm), †03.07.1642, Ulm, oo (2) 28.11.1642, in Ulm, Magdalena BACHMANN, *07.09.1613, Ulm, (Tochter von Jodokus (Jos) BACHMANN und Barbara WÖRTZ) Quelle: H.Ehing (Ulm). Hans gestorben: 03.10.1656, Ulm. Wurde 1628 Ratsherr in Giengen. Ist nach der Nördlinger Schlacht nach Ulm geflohen und wurde dort Gegenschreiber im Spital (1645/48/55); Hospitalamtsschreiber in Ulm (1656). Wappen am Kanzeldeckel in der Stadtkirche Giengen.
Kinder von Magdalena BACHMANN:
i Hans Christoph KINDSVATTER *11.09.1643, Ulm, Quelle: H.Ehing (Ulm), †1643, Ulm. Taufpaten: H. Georg Zech, des Rts / Magd. Hans Gg. Bachmännin.
44. ii Hans Georg KINDSVATTER *17.08.1645.
iii Johannes Ulrich KINDSVATTER *08.06.1650, Ulm, Quelle: H.Ehing(Senden).
iv Maria Barbara KINDSVATTER *23.06.1655, Ulm, Quelle: H.Ehing(Senden).
24. Michael WALDERSHOFER *um 1580, Giengen, Kürschner, Ratsherr, †1630/1635. Vielleicht auch erst 1635 (beim Stadtbrand) gestorben. 1629 erstmals Ratsherr. Filiation unsicher.
Kinder:
45. i Judith WALDERSHOFER *um 1625.
ii Margaretha WALDERSHOFER *um 1625, Giengen, Quelle: Ehing (Senden), †01./05.01.1673, Ulm. Jungfrau. Leichpredigt in Ulm. 16. Juli 1658 (Freitag). Für Margreth Weldeschhoferin H. Michael Weldeschhofers see. Tochter zu Ulm, deren alda dz Burgerrecht geschenckht sein soll, würdt durch Veit Bretzgern umb ein Geburthsbrief angehalten, der ihr verwilligt. [RP09,S.282’] Margaretha WALTERSHOFERIN von Giengen, ward Burgerin den 12. Novemb: Ao 1658. Globte auff die Ordnung, und ist ihr daß Burgerrecht auß Gnaden geschenckht worden. [StadtA Ulm A 3738 1658].
25. Johannes WALDERSHOFER *um 1585, Giengen, Quelle: FamReg.IIa,638, Schneider, oo 1607, in Giengen, Anna ZOLLER, *1583, Hürben, (Tochter von Michael ZOLLER und Margareta NN.) Quelle: FamReg.IIa,638, †05.03.1677, Giengen. Johannes gestorben: 07.02.1640, Giengen. 1637 als Memminger Torwart angenommen. Totenbucheintrag: "Die 7. Februarii [1640] Johannes Waldershofer Schneider hatt gehauset 35 Jahr, Kinder gezeuget, einen Sohn und eine Tochter, so noch im Leben, alt 55 Jahr." Anna: Totenbucheintrag: "Die 5. Martii [1677] Anna Weldershoferin Wittib so Ao. 1583 geborn, von Michael Zollern von Hürben Baurn. Ward dahero BaurAnna genandt, Ihr Mutter hieß Margreth. Ward alhie verehlichet Ao. 1607 mit Johannes Welderßhofer B. u. Schneidern alhie, 31 Jahr, gebahr Ihm 1 Sohn, der gewandert, u. weiß man nicht ob er noch lebt, u. 1 Tochter, Veit Brezgers Sailers Haußfraw, die Sie in langwührigen 39jährigen Witwenstand bei sich gehabt u. versorgt hat von der Tochter 7 Encklen, und von 3 derselben 10 Uhrencklen gsehen u. erlebt. Communicirte 4 Wochen vor ihrem End noch in der Kirchen, nahm ab und starb im 44sten Jahr ihres Alters, in Chro seelig."
Kinder:
i Johannes WALDERSHOFER *um 1610, Giengen, Quelle: FamReg.IIa,638, †nach 1640. Auf der Wanderschaft verschollen.
46. ii Margareta WALDERSHOFER *1618.
iii Anna WALDERSHOFER *um 1625, Giengen, Quelle: RP 09, 206, †nach 1656. Erhält das obere Bett im Testament ihrer Mutter.
26. Elisabeth WALTERSHOFER *um 1586, Giengen, Quelle: FamReg.IIa,660, oo 1606, Matthäus KÖBLE, *um 1575, Giengen ?, Quelle: FamReg.IIa,660, Blättersetzer, Weber, †vor 1642. Matthäus: Lebt in Giengen.
Kinder:
47. i Matthias KÖBLE *um 1606.
48. ii Ursula KÖBLE *1616.
49. iii Martin KÖBLE *vor 1606.
27. Bartholomäus WALDERSHOFER *um 1595, Giengen, Quelle: RP 09, 313', Weber in Giengen, oo um 1625, in Giengen, Barbara GÖCKELMANN, *um 1600, Giengen, Quelle: RP 09, 313', †vor 1659. Bartholomäus gestorben: vor 1659. Filiation unsicher. Ist 1659 bereits verstorben. Zahlte 1654 Nachsteuer, ist also aus Giengen weggezogen. Barbara: Ist 1659 bereits verstorben.
Kinder:
i Anna WALDERSHOFER *vor 1630, Giengen, Quelle: RP 09, 313', oo 26.04.1659, in Ulm, Hans Georg DÜRRLEBER, *20.08.1605, Ulm, (Sohn von Hans DÜRRLEBER und Susanna BRIEGEL) Quelle: FamReg.III,58b, †26.07.1681, Ulm. Anna gestorben: 24.05.1665, Ulm. Soll 1659 2 fl. Nachsteuer geben. Sie wohnt nicht in Giengen und versteuert damit einen ererbten Acker. Die Ulmer Kirchenbücher nennt sie Wellenschofferin (1659), Weldenhofferin (1665). [H.Ehing(Senden)]
28. Anna Maria KINDSVATTER *24.02.1599, Lauingen, Quelle: PfB Haug,411, oo (1) 07.09.1619, in Heidenheim, Michael DÖLLIN, *um 1595, Lauingen, Quelle: PfB Haug,411, Pfarrer, †um 1625, Neubronn an der Leine, oo (2) 30.10.1633, in Reutlingen, Balthasar BECK, *20.10.1592, Reutlingen, (Sohn von Hans BECK und Margareta HAFFNER) Quelle: SWDB.17,66, Seiler, †08.01.1649, Reutlingen. Anna gestorben: nach 02.11.1634, nicht in Reutlingen. Sie starb wohl nach 8.1.1649 [SWDB.17,66]. Michael: Imm. Wittenberg 23.4.1617, Magister 16.3.1619; Pfarrer in Neubronn/Aalen 1619-25; Am 6. Juli 1619 wurde er in Hall auf Bitten der Herren Adelmann von Adelmannsfelden geprüft und mit einem befriedrigendem Zeugnis versehen M. Michaelis Döllinus Lavinganus (Kapitelbuch Hall). Lit.: BWKG 1890,88. Genannt: Dellimus. 1577 ist ein Bernhard Döllin zu Veitriedhausen (bei Lauingen) verstorben.
Kinder von Balthasar BECK:
50. i Anna Maria BECK *02.11.1634.
29. Magdalena KINDSVATTER *03.11.1603, Lauingen, Quelle: FamReg.Ia,644, oo um 1632, in Giengen, Ulrich BRAUN, *um 1603, Giengen, (Sohn von Benedict BRAUN und Agnes KEISS) Quelle: FamReg.IIa,644, Zinngießermeister, †06.01.1657, Giengen. Magdalena gestorben: 27.10.1671, Giengen. Sie kam im 6. Lebensjahr zu ihrem Vetter Johann Kindsvatter, dem sie im Alter und Krankheit aufwartete. Er war Bürgermeister (s.FamReg.IIa,279). Ulrich: Bürger und Schmied zu Giengen, Kannengießer und Schmiedezunftmeister, auch Eherichter. "Nach dem großen Stadtbrand 1634 sah er, wie andere Giengener Bürger auch, wohl in der zerstörten Stadt keine Existenzmöglichkeit mehr. Ein Jahr später versuchte er, wahrscheinlich vergeblich, in Esslingen [es muß heißen: Reutlingen] eine Niederlassung zu gründen. Es gibt Nachweise seiner Tätigkeit in Giengen auch nach 1635. Auf Braun gehen die beiden ältesten nachgewiesenen Zinnarbeiten aus der Zeit um 1640 zurück. Es handelt sich dabei um balusterförmige Eichmaße. Dennoch endete mit Ulrich Braun die Epoche einer Zinngießerdynastie, die in Giengen hohes Ansehen genoß und wichtige Ämter bekleidete." [Der Zinngießer, Giengen 1998] Er flieht beim Stadtbrand 1634 mit Familie nach Reutlingen, da der Schwiegervater dort Bürgermeister war und kehrte 1641 nach Giengen zurück.
Kinder:
51. i Benedikt BRAUN *1631.
52. ii Anna BRAUN *1632.
iii Johann Georg BRAUN *um 1633, Giengen, Rotgerbergesell z.Giengen, †08.02.1657, Giengen.
53. iv Ursula BRAUN *1635.
v Ulrich BRAUN *01.01.1641, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,287, Schuhmacher-Zunftmeister, oo 21.10.1668, in Giengen, Anna Maria HOPPHAN, *1638, Herbrechtingen, (Tochter von Georg HOPPHAN und Ursula HECK) Quelle: FamReg.Ia,287, †24.05.1718, Giengen. Ulrich gestorben: 20.10.1693, Giengen. Untergänger. Anna: In beiden Ehen keine Kinder verzeichnet.
30. Samuel KINDSVATTER *um 1605, Lauingen, Quelle: AL Grathwohl, Handelsmann, Ratsherr, oo (1) 24.11.1630, Anna Maria BECK, *um 1605, Reutlingen ?, (Tochter von Georg BECK) Quelle: AL Grathwohl, †07.03.1635, oo (2) 29.01.1636, in Reutlingen, Anna Maria SCHMID, *20.05.1601, Metzingen, Quelle: DGB 146 S.265, †12.12.1660, Reutlingen. Samuel gestorben: 13.09.1651, Reutlingen. (Siehe DGB 41 S.57; 146 S.265). War 1650 und 1651 Stadtrichter. Anna: Sie wurde wegen Hexerei verbrannt. Ein Reutlinger Frauenschicksal aus dem 17. Jahrhundert fällt besonders ins Auge: Anna Maria Hochstetter, genannt Kindsvatterin. Sie war zwar nicht arm und alleinstehend – ihr dritter Ehemann, Christoph Hochstetter, war als Krämer nicht unvermögend – aber mit 60 Jahren war sie 1660, als ihr der Prozess gemacht wurde, eine alte Frau. Schon zur Zeit ihrer ersten Ehe mit Salomon Kurtz war Gerede aufgekommen, sie habe ihren Ehemann betrogen und sei schuld an seinem frühen Tod. Damals war sie noch davongekommen. In ihrer zweiten Ehe war sie wohl durch die Stellung ihres Mannes als Stadtrechner geschützt. Nach seinem Tod lebte jedoch die üble Nachrede wieder auf: Mit „zauberischen Leuten“ sollte sie Umgang gehabt haben, ein in Hexenprozessen oft wiederholter Vorwurf. Eine verdächtige Frau sollte von anderen verdächtigen Personen in die Hexerei hineingezogen worden sein. Im Fall von Anna Maria war dies der im Gefängnis sitzende Urban Fassnacht. Unter Folter hatte er gestanden, dass sie drei Jahre lang seine Gespielin gewesen sei. Gemeinsam mit seinem 13-jährigen Sohn Ulrich und Anna Marias 15-jähriger Tochter hätten sie an Hexentänzen teilgenommen. Anna Maria und ihre Tochter bestritten die Vorwürfe, Urbans Sohn aber schmückte sie noch aus. Selbst vor Hexerei-Vorwürfen gegen Kinder und Jugendliche schreckte man damals nicht zurück. So kam es, wie es kommen musste: Anna Maria und ihre Tochter wurden aufgefordert, freiwillig zu gestehen. Als das ohne Erfolg blieb, schritt man zur Folter. Anna Maria wurde mit auf dem Rücken zusammen gebundenen Händen an einem Seil vom Boden hochgezogen, eineinhalb Stunden ließ man sie so hängen. So erzwang man das Geständnis, dass sie zweimal mit Urban Fassnacht Ehebruch getrieben habe. Als sie wieder auf dem Boden stand, widerrief sie das Geständnis. Zehnmal wiederholten ihre Peiniger diese schreckliche Prozedur: Folter – Geständnis – Widerruf – zwei Monate lang. Die Zeit zwischen den schrecklichen Verhören verbrachte Anna Maria in Ketten im Hexenstüblein im Tübinger Tor. Sie war körperlich und seelisch am Ende, fast verrückt vor Angst und Schmerzen. Immer neue Schrecken kamen hinzu. Als Hexe wurden ihr die Haare abgeschnitten. Weil es bei der Verhandlungsführung nicht vorwärts ging, wurden neue Kommissare bestimmt. Der Rat der Stadt schickte die Ortsgeistlichen zu der Inhaftierten, um sie zu einem Geständnis zu bewegen. Auch ihnen gegenüber beharrte Anna Maria darauf, sie habe nur aus Angst vor der Folter gestanden und die Unwahrheit gesagt. Trotzdem wurde sie weiter gefoltert. Schließlich machte Anna Maria, nach drei Monaten von Haft und Folter zermürbt, die Aussage, sie gebe alles zu. Sie wolle gerne sterben, wenn nur ihre Tochter freigelassen werde. Auch ein Gnadengesuch der Hochstetter-Verwandten an den Rat der Stadt blieb erfolglos. Am 31. Oktober 1660 wurde das Todesurteil über Anna Maria gesprochen, aber nicht sofort vollstreckt. Weitere schreckliche sechs Wochen blieb die Todeskandidatin im Tübinger Tor in Haft. In ihrer Verzweiflung sah sie keinen anderen Ausweg und stürzte sich am 14. Dezember 1660 vom Turm des Tübinger Tors in den Tod. Doch selbst als Tote wurde sie weiter bestraft. Nachdem ihr Leichnam im Zwingerhof gefunden worden war, wurde er auf den Schinderkarren geladen, vom Scharfrichter auf den Marktplatz gefahren. Dort wurde die tote Hexe der Volksmenge präsentiert. Und damit alles seine bürokratische Richtigkeit hatte, wurde vom Rathaus aus vom Stadtschreiber Hess die Liste der angeblichen Schandtaten der Hexe Anna Maria Hochstetter und ihr Todesurteil verlesen: „Hierauf soll ihr selbst zur wohlverdienten Straf…, aber zum abscheulichen Exempel ihr Körper zu Pulver verbrannt werden“ – so nachzulesen in der Chronik des Lorentius Hoffstetter von 1691. Das Hab und Gut der Toten wurde konfisziert. Die Bereicherung am Besitz der Opfer war ein beliebter Anreiz, Frauen der Hexerei zu bezichtigen. Die Jahre 1660 bis 1667 waren mit 22 Todesurteilen und zwei Suiziden die schlimmsten der Hexenverfolgung in Reutlingen. Es waren die Jahre, in denen Johann Philipp Laubenberger Bürgermeister war. Er war dadurch an die Macht gekommen, dass er die Frau seines Konkurrenten, des Apothekers Efferen, der Hexerei bezichtigt hatte. Die Frau hatte sich durch Flucht nach Tübingen retten können. Efferen hatte sein Bürgerrecht in Reutlingen und seine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt aufgegeben.
Kinder von Anna Maria SCHMID:
54. i Samuel KINDSVATTER *02.10.1640.
31. Johann Philipp BAUR *28.05.1582, Markgröningen, Quelle: SWDB.22,312, Syndikus in Reutlingen, oo 1618, in Tübingen, Veronika WEINGÄRTNER, *um 1585, Quelle: SWDB.22,312. Johann gestorben: 21.09.1635, Reutlingen. Veronika: verwitwete PLEBST.
Kinder:
55. i Johann Matthäus BAUR *um 1620.
56. ii Johann Jakob BAUR *20.04.1621.
32. Johann Jakob BAUR *21.07.1585, Köngen, Quelle: AT Hegel 118, Landschaftseinnehmer, oo 09.05.1625, in Stuttgart, Regina Magdalena BÄR, auch bekannt als: BEER *um 1600, (Tochter von Georg BÄR und Regine Magdalene HÜNGERLIN) Quelle: AT Hegel 119. Vogt in Nürtingen 1610, Geistlicher Verwalter 1613, Landschaftseinnehmer 1618.
Kinder:
57. i Regine Magdalene BAUR *11.04.1631.
33. Anna Agnes BREITSCHWERT *21.05.1600, Augsburg, Quelle: Faber 8/106, oo 01.11.1624, in Stuttgart, Martin NEUFFER, *31.03.1594, Münsingen, (Sohn von Johannes NEUFFER und Anna BLOSS) Quelle: Gastel, Rektor in Tübingen, †26.07.1638, Tübingen. Anna gestorben: 20.05.1639, Tübingen. Martin: Rektor der Universität Tübingen 1636/37. Immatrikulierte in Tübingen April 23, 1609, Bacc. August 28, 1610, Dr. jur. Feb. 26, 1621. Gräflicher Oettingenscher Rat, dann Professor des Lehens- und Strafrechts in Tübingen bis 1630. Portrait: Scholl, Bildnisse (Abdruck: Reprint der Neufferschen Stammtafeln, 1961). [Neuffer-Buch Nr. 113; A: Weizsäcker 1146/1147; G. Schweizer, G. Todt.].
Kinder:
58. i Anna Maria NEUFFER *05.09.1629.
59. ii Martin NEUFFER *18.07.1631.
60. iii Anna Agnes NEUFFER *04.10.1636.
34. Praxedis BREITSCHWERT *um 1600, Augsburg ?, Quelle: Verw. Schiller, oo 04.09.1627, in Stuttgart, Wilhelm Christian FABER, *25.09.1599, Wertheim, (Sohn von Sebastian FABER und Cordula Praxedis REINHARDT) Quelle: Verw. Schiller, Oberrat, †23.10.1667, Stuttgart. Praxedis gestorben: 05.10.1647, Stuttgart. Wilhelm: Lic.jur. 1623, Dr.jur. 1626, württembergischer Rat 1627, Oberrat 1633, Konsistorialdirektor in Stuttgart 1654.
Kinder:
61. i Sebastian Friedrich FABER *10.11.1629.
62. ii Georg Friedrich FABER *06.11.1635.
63. iii Johann Christoph FABER *1637.
Siebte Generation
35. Anna Maria KINDSVATTER *1603, Giengen, Quelle: FamReg.II,301b, oo 1626, in Giengen, Gabriel GEROLD, *um 1600, Giengen, (Sohn von Matthias GEROLD und Maria MARTIN) Quelle: JB Gg 1991 S.14, Metzger, †01.03.1675, Giengen. Anna gestorben: 07.03.1660, Giengen. 7 Kinder, wovon 4 früh verstarben. Gabriel: Bürger und Metzger in Giengen. Am 25.1.1674 Taufzeuge bei Hans Jörg Rucker (+ 29.6.1732) S.d. Hans Rucker, Nagler u. Magdalena Döllin. Eintrag im Totenbuch: "Die 1. Martii [1675]. Gabriel Gerold, Metzger alt, so Ao.1600 von Matthias Gerold Metzgern und Maria Martinin geborn. Haußete mit der verwittibten Mutter d. Ao. 15 an und metzget ledig 11 Jahr. Ward verehlichet Ao.1626 mit Anna Maria Kindßvätterin 35 Jahr, zeüget 12 Kinder, 9 Söhn, 3 Töchtern, Verließ 1 Tochter und 2 Söhn im Leben, deren einer tags hernach auch gestorben. Ward Witwer 14 Jahr d. Ao.61. Hatte ein Lüneburgischen krancken Furier, der gestorben im Quarttier. Ward sambt dem Sohn kranckh an Hitziger Kranckheit 6 Tag. Starb 75 Jahr alt."
Kinder:
i Ulrich GEROLD *um 1628, Giengen, Quelle: FamReg.II,301b, †20.06.1639, Giengen.
64. ii Apollonia GEROLD *um 1630.
iii Anna Maria GEROLD *28.09.1634, Ulm, Quelle: FamReg.II,301b, †02.10.1635, Giengen. Taufpaten: Johs. Deirer, Giengen / Anna Barb. Geroldin.
iv Anna Maria GEROLD *05.03.1638, Giengen, Quelle: FamReg.II,301b, †29.04.1638, Giengen.
v Ulrich GEROLD *25.10.1639, Giengen, Quelle: FamReg.II,301b, †14.01.1640, Giengen.
65. vi Gabriel GEROLD *09.04.1641.
66. vii Georg GEROLD *11.07.1643.
36. Barbara KINDSVATTER *1613, Giengen, Quelle: JB Gg 1991 S.14, oo 08.10.1644, in Giengen, Christoph FRITZ, *1614, Giengen, (Sohn von Christian (Christoph) FRITZ und Katharina NATTER) Quelle: JB Gg 1991 S.14, Weber, †20.03.1663, Giengen. Barbara gestorben: 24.07.1690, Giengen. Stand zuletzt im Almosen und wohnte in St.Peter. Ihr Eintrag im Totenbuch lautet: "Barbara Diller geb. KindsVäterin. Gebohren Anno Christi 1615 alhier zu Giengen; Parentes waren: Ulricus Kindsvatter, Tuchscherer, und Ursula Mayerin, welche Sie alsobalds zur H. Tauff befordert, hernach zur Kirchen u. Schulen mit zunehmendem Alter angehalten und in allem guten sonsten christlich aufferzogen. Verheyrathete sich Ao. 1643 den 8. Augusti mit Leonhardt Diller, Müller, hausete anfangs im Frankenland, nachgehends hier wol christlich u. friedlich, gebahr 4 Kinder 2 Söhne u. 2 Tochter, von welchen die 2 Söhne u. 1 Tochter im Leben, so lang Gott wolle. Von den Söhnen hat Sie 20 Encklin erlebet, die Tochter aber ledigen Standes hinterlassen; nachdem Sie bishero in die 4 Jahr im Witwenstand gelebet, alß eine fromme friedliche Gott u. seines Wortes liebende Matron, welche bleich alles Gute mit Warheit nachgesagt werden. Nahm ab mit zunehmendem Alter an ihren Kräften, wurde ohngefähr vor 7 Wochen krank an der Ruhr, legte sich zu Bette, empfing das Heil. Abendmahl, bafhl sich Gott ihrem treuen Schöpfer, u. starb sanfft u. seelig zwischen 9 - 10 Uhr abends das 20. Sept. 1690 nach dem Sie Ihr ganzes Alter gebracht auff 75 Jahr. Quiescat in Pace !"
Kinder:
i Christianus FRITZ *14.06.1645, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,123, †04.06.1646, Giengen.
ii Hans Ulrich FRITZ *21.05.1647, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,123, †11.03.1678, Giengen.
iii Christian FRITZ *06.07.1650, Giengen, Quelle: JB Gg 1991 S.14, Goldschmied in Ulm, †nach 1664. Er kommt am 29.6.1664 in Ulm in die Lehre bei Martin BECKELER, Goldschmiedmeister in Ulm.
67. iv Anna Katharina FRITZ *21.10.1653.
37. Apollonia KINDSVATTER *17.04.1624, Giengen, Quelle: JB Gg 1991 S.14, oo 14.06.1647, in Giengen, Simon WALCH, *1613, Giengen, (Sohn von Hans WALCH und Katharina BEURER) Quelle: JB Gg 1991 S.14, Weber, Schulmeister, †24.04.1683, Giengen. Apollonia gestorben: 19.10.1682, Giengen. 15 Kinder, wovon 6 früh verstarben. Simon: Bürger, Weber und Mesner in Giengen. 1649-54 Schulmeister in Hermaringen, dann Mädchenschulmeister in Giengen.
Kinder:
i Anna Katharina WALCH *04.04.1648, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,152. Weiteres unbekannt.
ii Anna Ursula WALCH *21.02.1649, Hermaringen, Quelle: FamReg.Ia,152, †07.09.1668, Giengen. ledig.
68. iii Katharina WALCH *12.08.1650.
69. iv Johannes WALCH *18.11.1651.
v Margareta WALCH *16.10.1654, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,152, oo 06.06.1683, Johannes Paulus MERZ, *um 1655, Regensburg ?, Quelle: FamReg.Ia,152. Johannes: beide weggezogen nach Regensburg.
70. vi Euphrosina WALCH *24.10.1658.
vii Anna Maria WALCH *11.05.1662, Hermaringen, Quelle: FamReg.Ia,152, oo (1) 23.11.1717, in Giengen, Daniel SCHWEGELBAUER, *02.10.1687, Giengen, (Sohn von Georg SCHWEGELBAUER und Barbara HÜSLER) Quelle: FamReg.II,181b, Kupferschmied, †21.07.1770, Giengen, oo (2) 29.05.1688, in Giengen, Peter GAUGENMAYER, *07.12.1646, Lauingen, (Sohn von Andreas GAUGENMAYER und Margareta LÖFFLER) Quelle: FamReg.Ia,388, Bleicher zu Giengen, †14.03.1715, Giengen, begraben Hohenmemmingen. Anna gestorben: 20.03.1737, Giengen. Keine Kinder mit Daniel Schwegelbauer. 4 Kinder mit Peter Gaugenmayer, die jedoch alle früh verstarben. Daniel: mit seiner erste Ehefrau keine Kinder.
viii Simon WALCH *30.07.1664, Hermaringen, Quelle: FamReg.Ia,152.
ix Apollonia WALCH *22.08.1666, Hermaringen, Quelle: FamReg.Ia,152.
x Anna Ursula WALCH *04.10.1668, Hermaringen, Quelle: FamReg.Ia,152. FamReg.Ia,671
38. Bonifatius KINDSVATTER *um 1605, Quelle: H.Ehing, Senden, Handelsmann in Ulm, oo (1) 05.06.1632, in Ulm, Anna Magdalena ECKHOLD, *20.10.1608, Ulm, (Tochter von Carl ECKHOLD und Agnes MERTZ) Quelle: H.Ehing, Senden, †29.11.1642, Ulm, oo (2) 16.05.1643, in Ulm, Dorothea RITTER, *17.02.1608, Ulm, (Tochter von Matthias RITTER und Katharina GIENGER) Quelle: H.Ehing, Senden, †30.10.1662, Ulm. Bonifatius gestorben: 08.05.1662, Ulm. H.Ehing, Senden, vermutet seine Herkunft in Giengen. Dort sind jedoch diese Personen nicht auffindbar, möglicherweise stammt seine Familie aus Lauingen. Ratsprotokoll Giengen: Herr Bonifaci Kindtsvatter in Ulm hat in Giengen Zinszahler (2.3.1638). Er ist Vetter von Hans Nüßeler. Giengener Bürger haben bei Bonifacio Kindsvatter zu Ulm Fahrnis liegen, die sie verkaufen sollen, falls „die Kindsvatterische Erben ihren Bürgen Simon Hedingern in 14 Tagen nit zahlen“. (21.5.1641) Herr Bonifacius Kindsvatter zu Ulm klagt gegen die Küstlerischen Erben „wegen einer Schuldt vom Vatter undt Schwäher herrüerendt.“ (13.10.1643) Dorothea: Keine Verwandtschaft mit dem Ulmer Handelsmann Elias Ritter (1534-1588). Taufpatin eines Giengener Kindes 1647 (Christian Bottinger).
Kinder von Anna Magdalena ECKHOLD:
i Anna Maria KINDSVATTER *09.06.1634, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden, oo 23.09.1662, in Ulm, Dietrich HEILBRONNER, *vor 1638, Zell u.Aichelberg, (Sohn von Ludwig HEILBRUNNER) Quelle: H.Ehing, Senden, Apotheker in Ulm.
ii Jakob Ulrich KINDSVATTER *03.08.1635, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden. Offenbar früh verstorben.
iii Anna Madgalena KINDSVATTER *26.09.1636, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden, †vor 1646, Ulm.
iv Agnes KINDSVATTER *02.11.1638, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden, †20.10.1662, Ulm.
v Juliana KINDSVATTER *01.01.1641, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden, oo 27.07.1687, in Ulm, Ernst GOCKEL, *26.09.1624, Ulm, (Sohn von Balthasar GOCKEL und Susanna MÜNDLER) Quelle: Gänßlen S.223, Dr.jur., Dr.phil., †18.10.1693, Ulm, begraben 22.10.1693, Ulm. Ernst: Er studierte in Tübingen, erwarb dort die Magister- und 1649 die Doktorwürde und war anschließend bei zahlreichen Grafen und Herren (Johann Friedrich, Magnus, Siegfried, Wolfgang Julius, Johann Ludwig und Philipp Maximilian, von Hohenlohe und Gleiche, zu Landenburg, Kranichfeld u.a.) tätig. Am 16.6.1671 erhielt er für jährlich 60 Gulden eine Anstellung als Ratsadvokat in Ulm (Ein vorhergehendes Aufnahmegesuch war durch Ratsbeschluß vom 31.3.1671 abgelehnt worden. Im gleichen Dekret wurden ihm für die Widmung seiner Disseratation 12 Reichstaler zuerkannt). Hier war er Schulvisitator und von 1688-1692 auch Eherichter. Bei Weyermann (I,267) werden von ihm 13 Werke aufgeführt. Seine Kinder sind anscheinend früh verstorben. (s. Leube S.8 IV 7a-7i) 1659 stiftete er in die Giengener Stadtkirche den heute noch vorhandenen Hochaltar. Aufgrund der Streitigkeiten über den Platz der Aufstellung desselben wurde er "Zankaltar" genannt.
Kinder von Dorothea RITTER:
vi Dorothea Catharina KINDSVATTER *10.01.1645, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden.
vii Anna Magdalena KINDSVATTER *12.04.1646, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden. Wohl früh verstorben.
viii Bonifatius KINDSVATTER *16.07.1648, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden, †vor 1650, Ulm.
ix Bonifatius KINDSVATTER *14.04.1650, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden.
39. Euphrosina KINDSVATTER *1614, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,78, oo 10.05.1641, in Giengen, Johannes ZIEGLER, *15.06.1613, Niederstotzingen, (Sohn von Urban ZIEGLER und Anna KNABER) Quelle: FamReg.Ia,78, Ochsenwirt zu Giengen, †26.12.1692, Giengen. Euphrosina gestorben: Sept. 1688, Giengen. Johannes: Zunftmeister. Ein Hans Ziegler, Bierbrauer lieh sich am 22.4.1691 zusammen mit Math. Keck, Bierbrauer, bei der Spitalpflege 200 Gulden bei jährlichem Zins von 10 Gulden. Erhält 1641 Bürgerrecht in Giengen.
Kinder:
71. i Ursula ZIEGLER *04.03.1643.
ii Anna ZIEGLER *26.10.1644, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,369, oo (1) 05.12.1676, in Giengen, Simon KISTLER, *18.05.1614, Giengen, (Sohn von Johann KISTLER und Barbara MAYER) Quelle: FamReg.Ia,80, Weißgerber, Bürgermeister, †04.10.1691, Giengen, oo (2) 26.09.1693, in Giengen, Johann Martin NÜSSELER, *26.04.1645, Giengen, (Sohn von Johann NÜSSELER und Anna Maria ZÖSCHLIN) Quelle: FamReg.Ia,369, Weißgerber, Bürgermeister, †03.06.1722, Giengen. Anna gestorben: 19.05.1722, Giengen. Kinderlos. Simon: Hospitalpfleger, ab 1680 Bürgermeister, Stättrechner, Geheimer Rat. Pflegtochter des Simon Kistler mit seiner ersten Frau Margareta Ensle war Anna Maria Schatzmann (geb. 14.8.1639 in Bopfingen) oo1667 J.G.Müller. Als einer der beiden Einunger (etwa: Polizeibehörde) verhörte er 1675 zusammen mit Hans Bernhardt die denunzierte Apollonia Gabel. Ratsherr (ab 1662) Simon Kistler ist Weißgerber (1641/52/56 genannt). Eintrag im Totenbuch: "Die 5. Octobr. [1691] Montag nach dem XVII. Trin. mittags um 12 Uhr. Herr Simon Kistler, älterer Bürgerm[eiste]r und Stättrechner. gebohren in Giengen A. 1614 den 18. Mai von Johann Kistler, Weißgerber und Zunfftmeister, und Barbara Mayerin. Wurde getaufft, hernach wol erzogen, und zum Weißgerberhandwerkh angehalten, welches Er erlernt und darauff 7 Jahr gewandert. Verehlichte sich das 1.mal A. 1641 den 24. Mai mit Margr. Enßlinin, von Bopfingen; und nach tödtlichem Ableiben derselben das 2.mal A. 1676 den 5. Xbr. mit Fr. Anna Zieglerin. Hausete in beeden Ehen, friedlich, wol und glückseelig, doch ohne allen Erben. Wurde Ao. 1661 in Rath genommen; und A. 1680, nach dem Er von den untersten Pflegen immer höher auffgestiegen, zum Bürgerm[eiste]r erwehlt, leztlich Ao. 1686 zur Stättrechnerey verordnet, welchen Ämtern allen und jeden Er mit sonderm Fleiß, Treu u. Lob obgelegen u. verwaltet. War sonsten ein fleißiger Kirchengänger; liebete Gottes Wort, insonderheit aber dabey deß seel. Arndts Bücher, Vom wahren Christenthum, welche Er etliche Mal außgelesen. Ward einige Zeit her an Flüßen baufällig, sonderlich ließ sich Mittwoch den lezten Sept. ein hefftiger Catharr verspühren, welcher ihm sehr zusezte u. abmattete, endlich auch das Lebenslicht ersticklet; welches geschehen, da Er Sonntag morgens zwischen 6 – 7 Uhr seelig verschieden, alt 77 Jahr, 5 Monat, weniger 14 Tag." Johann: Ratsherr ab 1687, Bürgermeister ab 1692, auch Stättrechner in Giengen. Er legte den Grundstein beim Bau des Glockenturm der Stadtkirche Giengen (2.Mai 1702). Eintrag im Totenbuch: "Die 3. Junii [1722] Mittwoch nach Trinitat. mittag 12 Uhr begraben. Herr Johann Martin Nüsseler, Burgermeister und Stättrechner. Gebohren allhier in Giengen Ao. Chr. 1645, die 26. Aprilis, von weyl. tit. H. Johannes Nüsseler, Burgermeister und Stattrechner, und Fr. Anna Maria Zöschlin, beede längst seel. Nach Heil. Tauffe wol und christlich erzogen. Lernte das Weißgerberhandwerckh, wanderte darauf etl. Jahr. Verehelicht 1.mal Ao. Chr. 1668, den 19. Octobr. mit weyl. Fr. Elisabeth Heinzelmännin, in die 25 Jahr, christlich und friedlich, zeugete X Kinder, waren 4 Söhn, und Töchtern, von welchen allen noch im Leben 1 Sohn Johannes, und 1 Tochter Elisabeth; welche beede dann, so wol alß der vor ½ Jahr verstorbene Sohn, H. Joh. Martin, Durlach, Pfarrer zu Rußheim, ihme mit XIII Enkl. und 1 Urenkl. erfreuet. 2.mal verehlicht mit weyl. Frauen Anna Zieglerin, damals H. Simon Kistlers, Consules Wittib Ao. Chr. 1693, den 26. Sept., hausete in das 29. Jahr auch wol und friedlich, doch ohne Kindern. Kam in den Rath Ao. 1687, den 28. Febr., wurde zu einem Burgerm. erwehlt A. 1692, den 14. Martii, verwaltete die vertraute Pflegen und Ämter jederzeit getreu und gewissenhafftig, suchte der Statt Bestes, wie Er dann ein gar beständiger, dabey frommer, gottfürchtiger und redlicher Mann gewesen. Bekam vor 4 Jahren auf der Rückreise von Cl. Nereßheim die Apoplexiam; erhohlete sich aber bald wieder, außer daß die linke Seiten in etwas gelähmt blieben. Ein Jahr hernach stellete sich selber Schlag wieder ein; und darauf nach ½ Jahr wiederum zum dritten Mal, lähmte die linke Seiten und Zungen, und verursachte großes Zittern an der linken Hand; mußte sich dahero fast immer zu Bette halten, war gedultig und bettet steths herzlich; hatte doch noch guten Verstand, sein Hauß und Oeconomie zu regieren, befahl sich Gott täglich ja stündlich; empfing dz H. Abendmal vielfältig, und lest vor 6 Wochen. Am Sonntag Trinitatis kam der Schlagfluß zum 4ten Mal, begleithet mit einem Steckfluß, an welchem er zulezt seelig in Chro. Jesu gestorben Montag den 1. Junij, mittag 11 Uhr, alt 77 Jahr, 1 Monat und 6 Tage. – Text funebr. Psalm 67 fos. 20 seq."
72. iii Urban ZIEGLER *16.10.1646.
40. Barbara KINDSVATTER *1615, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,108, oo 08.08.1642, in Giengen, Leonhard DILLER, *1619, Crailsheim, (Sohn von Johann DILLER und Margareta WAGNER) Quelle: FamReg.Ia,108, Klingelmüller, †25.01.1687, Giengen. Barbara gestorben: 20.09.1690, Giengen. Leonhard: 19 J. auf seines Vaters Mühle, die übrige Zeit hier meist auf der Klingelmühle (ab1659). 1673 gibt es einen neuen Spitalmüller. 1674 wird Lenhardt Düller "geweßter Spittalmüller" genannt. 1675 ist Georg Rößlin Spitalmüller.
Kinder:
73. i Georg Martin DILLER *11.05.1659.
74. ii Johann Michael DILLER *22.04.1646.
iii Apollonia DILLER *16.01.1653, Zietenbach, Quelle: FamReg.Ia,108, †07.01.1712, Giengen. Ledig. Ihr Eintrag im Totenbuch lautet: "Die 9. Januarij [1712] Samstag vor 1. Epiphan., Mittag 12 Uhr begraben - Jfr. Apollonia Dillerin. Gebohren zu Tieffenbach bey Crailsheim, hochfürstl. brandenburg-onolzbach. Herrschaft, Ao. Chr. 1653 d. 16. Januarij, besage deß Tauffscheins auß dem Kirchenbuch zu besagtem Tieffenbach, und zwar von weyl. Leonhard Diller, Miller, und Barbara Kindtsvätterin, beede längst in Gott seelig. Zog zeitlich in ihren jungen Jahren mit ihren l. Eltern, auß dem Frankenland herfür in ihrer Mutter Vatterland allhier in Giengen, ward christlich und wol erzogen, lernte wol Lesen u. Schreiben, Gesänge, Catechismum, u. sonst ihres Glaubens Rechenschaft, wuchs so wol zu einem schönen ohnbefleckten Leib in ihrer Jugend, alß auch zu einer gottgeseeligten, frommen u. keuschen Seelen. Bekam etwa in ihrem zwanzigsten Jahr einen beschwerl. Hauptfluß, und, weil diser sich in die Nase setzte, von demselben den Krebß, von welchem ihr nach u. nach die Nase ganz weggefreßen, und sonst ihre Schöne alle verzehret worden. Trug diß ihr Creuz mit großer Gedult biß an ihr End; und je mehr Sie davon gedrückt u. betrübet gewesen, je mehr suchte sie ihre Freude und Trost in Gott und seinem Wort; blieb immer zu Hauße, außer wenn Sie zur Kirchen gangen, so täglich geschehen, weil sie noch gehen können. Wurde letztlich mit Husten, und spec. mit einem Catharro suffocativo beschwehrt, an welchem Sie sanft z. seelig in Xro Jesu entschlaffen, Donnerstag, den 7. Jan. abend 3 Uhr, alt fast 59 Jahr. - Text funebr. Apot. VII Vers 15."
41. Johann Philipp KINDSVATTER *1619, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,194, Bäcker-Zunftmeister, oo 16.02.1652, in Giengen, Katharina SÜSS, *13.10.1619, Giengen, (Tochter von Hans SÜSS und Elisabeth SCHWEGELBAUER) Quelle: FamReg.Ia,194, †24.06.1689, Giengen. Johann gestorben: 05.06.1683, Giengen. Totenbucheintrag: "Die 6. Junii. Johann Philipp Kindsvatter, Beckh und Zunfftmeister ist gebohren 1619 von Herrn Johann Ulrich Kindsvattern, Tuchscherern und Ursula Meyerin; nach der H. Tauff wohl erzogen, lernete in der Schulen, neben dem Catechißmo, schreiben, lesen, rechnen, hernacher zu Ulm das Beckenhandwerkh; ward ehelich 1652 den 12. Febr. mit Catharina Süssin, relicta vidua, zeugete mit ihr 5 Kinder, 2 Söhn und 3 Töchtern, deren noch 1 Sohn und 2 Töchtern in dem Leben; hat von der ältesten im Ehestand lebenden Tochter 5 Encklen erlebet; ward lange Zeit sohend, lag letztlich 13 Wochen, an verzehrender Kranckheit, communicirte vor kurtzer Zeit, und starb seelig, 64 Jahr alt." Katharina: Ihr Eintrag im Totenbuch lautet: "Ad. d. 24. Junij [1689] - Catharina Kindtsvatterin ist ao. 1619 den 13. Octobr. gebohren, ihr Vatter seel. hieß Hanß Sieß, Bürger und Beckh alhier, ihre Mutter Anna Schwegelbeurin, wurdt in Gottesfurcht wohl erzogen, kam nach unserem Brandt, anfänglich nach Ulm, von dar auf Stuttgardt und endlich wieder anhero, hielt sich nach ausgestandenem Krieg, Hunger und Pest an Kinderschlichen diente wohl 24 Jahr, wardt ao. 1653 den 15. Febr. mit Philipp Kindsvattern, Becken, verehlicht, mit deme sie auch 34 Jahr gehauset, erzielet 5 Kinder, 2 Söhn und 2 [müsste heißen: 3] Töchtern, davon noch 1 Sohn und 2 Töchtern verheürath in dem Leben, sahe von ihnen 13 Enklen; wurdt bey 2 Jahr hero immer kruncklich, bereitete sich christlich zum Sterben, und verschied alt und lebenssatt nach viel außgestandenem Creutz in Christo sanfft und seelig, alt 70 Jahr."
Kinder:
i Hans Ulrich KINDSVATTER *27.11.1652, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,194, †20.03.1653, Giengen.
75. ii Anna KINDSVATTER *04.03.1654.
76. iii Ursula KINDSVATTER *28.01.1656.
iv Euphrosina KINDSVATTER *23.06.1661, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,194, †vor 1683.
77. v Hans Ulrich KINDSVATTER *05.05.1664.
42. Johann Ulrich KINDSVATTER *1621, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,178, Pflugwirt, Ratsherr, oo 17.07.1650, in Giengen, Anna STROBEL, *1623, Augsburg, (Tochter von Andreas STROBEL) Quelle: FamReg.Ia,178, †27.09.1679, Giengen. Johann gestorben: 23.05.1677, Giengen. Brauer und Pflugwirt. Ab 1666 Ratsherr, Hospital-, Kirchen- und Kastenpfleger. Eintrag im Totenbuch: "Die 23. Maii [1677] Herr Ulrich Kindßvatter, deß Rahtß u. der Zeit HospitalPfleger, ist Ao. 1621 von H. Ulrich Kindßvattern, Handelsmann, Gewandtschneidern u. Zunfftmeistern, alß Sohn u. Ursula Meyrin geborn, Herr Johann Kundßvatters, Burgermeisters Enckel, ein Breü. Ward verehlichet Ao. 1650 mit Anna Stroblin von Augspurg zeüget 4 Kinder, 2 Söhn, 2 Töchter, davon noch ein Sohn gleiches Namens u. 2 Töchtern beneben der Wittib leben, von der einen Tochter hat Er 4 Encklen gesehen. Ward Ao. 1656 in Raht erwehlt, anfangs AlmosenPfleeger, folgends 2. Kasten-, 3. Kirchen- u. leztlich HospitalPfleeger. Ward bei 6 Jahren her von übel infizirter Leber sochend verzehrt an Fleisch u. Kräfften, lag 14 Tag, und starb 56 Jahr alt."
Kinder:
i Johannes KINDSVATTER *31.08.1650, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,178, †18.10.1650, Giengen.
78. ii Anna Maria KINDSVATTER *05.03.1652.
79. iii Euphrosina KINDSVATTER *19.02.1657.
80. iv Johann Ulrich KINDSVATTER *15.01.1659.
43. Rebekka BÖCKH *um 1610, Dinkelsbühl, Quelle: FamReg.Ia,852, oo 29.10.1632, in Dinkelsbühl, Wolfgang Friedrich ENSSLIN, *31.10.1609, Weiltingen, (Sohn von Friedrich ENSSLIN und Margaretha KERLER) Quelle: SBFW.16,446, Stadtschreiber, Syndikus, †22.08.1670, Giengen. Rebekka gestorben: 1639, Bopfingen. In Giengen ist 1 Kind verzeichnet. Wolfgang: 1621 Gymnasium in Ulm, 1626 Hochschule Altdorf, Not.Caes.Publ. 1632 schwedischer Stadtschreiber in Dinkelsbühl, 1636 Stadtschreiber in Bopfingen, 1646 Stadtschreiber und Syndikus in Giengen. Württembergisch Weiltingischer Rat. [J.Sauer,S.54].
Kinder:
i Johann Friedrich ENSSLIN *04.02.1635, Dinkelsbühl.
44. Hans Georg KINDSVATTER *17.08.1645, Ulm, Quelle: OSB Öllingen, Pfarrer in Böhringen, oo vor 1682, Margareta NEIDHARDT, *um 1650, Ulm ?, Quelle: OSB Öllingen. Taufpaten: H. Georg Zehe, des Rats u. OG / Magd. Hans Jac. Bachmännin. Student. Pfarrer, wohl in Unterböhringen. Vater war in Giengen "Ratsverwandter" (Ratsherr) [RP10,193]. Erhält als Student 1668 9 fl. für seine decizierte Disputation "de charitatis praestantia". [Stadtrechn.1668,S.235]
Kinder:
81. i Eitel Albrecht KINDSVATTER *23.01.1682.
45. Judith WALDERSHOFER *um 1625, Giengen, Quelle: H.Ehing, Senden, oo 15.03.1653, in Ulm, Michael GASSNER, *30.10.1624, Ulm, (Sohn von Leonhard GASSNER und Martha ZETZNER) Quelle: H.Ehing, Senden, Nestler. Judith gestorben: 29.08.1664, Ulm. Name auch: WELTERSSCHOFER.
Kinder:
i Anna Susanna GASSNER *03.12.1656, Ulm, Quelle: H.Ehing, Senden.
46. Margareta WALDERSHOFER *1618, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,79, oo 10.05.1641, in Giengen, Veit BREZGER, *1618, Giengen, (Sohn von Georg BREZGER und Barbara PREISS) Quelle: FamReg.Ia,79, Seiler, †11.03.1694, Giengen. Margareta gestorben: 28.06.1678, Giengen. Veit: Bürger und Zunftmeister in Giengen.
Kinder:
82. i Martin BREZGER *04.04.1642.
ii Johann Georg BREZGER *27.10.1643, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,360, Weber, oo 10.02.1668, in Giengen, Margarethe HODUM, *1646, Leipheim, (Tochter von Ruland HODUM und Anna RENNER) Quelle: FamReg.Ia,842, †25.02.1717, Giengen. Johann gestorben: 10.11.1700, Giengen. Margarethe: Alle 4 Ehen blieben kinderlos.
83. iii Anna BREZGER *04.12.1646.
84. iv Johannes BREZGER *31.12.1650.
v Michael BREZGER *10.12.1653, Giengen, Quelle: FamReg.Ia,79, †vor 1678, wo ?.
85. vi Andreas BREZGER
