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Der Ex-Betrüger und dominante Werbär Bo wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und wünscht sich einen neuen Start ins Leben. Er zieht in eine andere Stadt und schließt sich sogar dem ortsansässigen Werbären-Clan an, nur um in einen Banküberfall verwickelt zu werden, als er gerade ein Konto eröffnet. Will Wilson ist ein menschlicher Bankangestellter, der in Sachen Liebe viel Pech hatte. Wills Leben verändert sich plötzlich, als er in einen Überfall gerät. Noch schockierender ist, dass ihn ein starker, todbringender Werbär vor einem Räuber rettet, der ihn töten will. In dem Moment, als Bo den hinreißenden menschlichen Bankangestellten sieht, ist es um ihn geschehen. Sein Bär weiß, dass Will sein Gefährte ist, doch wird der Mensch sich auf einen raubeinigen Werbären mit Vorstrafen einlassen? Will hat sich immer an die Regeln gehalten, doch nachdem er beinahe ums Leben gekommen wäre, will er herausfinden, ob Bo und er die Chance auf Liebe haben. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 24.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis
Prolog
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
ÜBER FEL FERN
LESEPROBE:
Durch Ehre gebunden
Der Ex-Betrüger und dominante Werbär Bo wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und wünscht sich einen neuen Start ins Leben. Er zieht in eine andere Stadt und schließt sich sogar dem ortsansässigen Werbären-Clan an, nur um in einen Banküberfall verwickelt zu werden, als er gerade ein Konto eröffnet.
Will Wilson ist ein menschlicher Bankangestellter, der in Sachen Liebe viel Pech hatte. Wills Leben verändert sich plötzlich, als er in einen Überfall gerät. Noch schockierender ist, dass ihn ein starker, todbringender Werbär vor einem Räuber rettet, der ihn töten will.
In dem Moment, als Bo den hinreißenden menschlichen Bankangestellten sieht, ist es um ihn geschehen. Sein Bär weiß, dass Will sein Gefährte ist, doch wird der Mensch sich auf einen raubeinigen Werbären mit Vorstrafen einlassen? Will hat sich immer an die Regeln gehalten, doch nachdem er beinahe ums Leben gekommen wäre, will er herausfinden, ob Bo und er die Chance auf Liebe haben.
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 24.000 Wörter
FEL FERN
Durch Ehre gebunden
Liebe unter Vertrag 4
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Bound by Honor“:
Fel Fern
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
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Ein Monat zuvor
„Da sind wir“, sagte der Taxifahrer und riss Bo Daniels damit aus dem Schlaf.
Bo rieb sich die Augen und schaute durch das Fenster des Taxis. Ein heruntergekommenes Apartmentgebäude mit Graffitischmierereien an einer Seite schaute ihm entgegen. Ein paar jugendliche Gesichter musterten das Taxi aus einer Gasse in der Nähe, Teenager, die Gras rauchten, oder welche Droge auch immer gerade beliebt war.
Fünf Jahre. So lange hatte Bo nichts mehr mit der Welt zu tun gehabt. Sechzig Monate lang hinter Gittern zu verrotten, könnte jeden Wandler verrückt machen. Sie waren nicht dazu bestimmt, eingesperrt zu sein. Vor allem Bären wollten frei sein und in der Wildnis herumstreifen, den Wind auf ihren Gesichtern spüren, mit den Tatzen herabgefallene Äste und Blätter zertreten.
Bo schloss die Augen und klammerte sich an das kostbare Bild vor seinem inneren Auge. Ein- und ausatmen, sagte er sich. Er war aus dem Knast raus, aber es fühlte sich noch surreal an.
„Sir? Das macht zwanzig fünfundsiebzig“, sagte der Taxifahrer, der etwas nervös klang.
Bo öffnete die Augen. Diesen Effekt hatte er auf die meisten Menschen. Die Leute warfen einen Blick auf seine Größe, die Tattoos und sein Gesicht, dann wollten sie wegrennen. Er zog die Plastiktüte hervor, in die die Wachleute seine alten Habseligkeiten gesteckt hatten. Der Fahrer sah noch verängstigter aus. Bo nahm seine Brieftasche aus der Tüte und fischte die Scheine, seine letzten, heraus.
„Hier, bitte. Behalten Sie den Rest.“
Der Fahrer blinzelte, reichte ihm aber rasch einen Fünfer zurück. „Nein, Mann. Sie sehen aus, als würden Sie es brauchen.“
Bo war dem Menschen dankbar, der recht anständig zu sein schien, und nickte ihm zu, bevor er seinen Rucksack nahm. Auf dem Gehweg steckte er die Tüte wieder in den Rucksack. Ein warnendes Knurren an die sich nähernden Jugendlichen, und einer von ihnen hob rasch die Hände, wie um zu sagen: Wir sind harmlos. Der eine in dem grauen Hoodie sah ihn abschätzend an, denn bedeutete er den anderen mit einer Geste, zu gehen.
Sie waren offenbar zu dem Schluss gekommen, dass Bo nichts bei sich hatte, das es wert war zu stehlen, was auch stimmte. Bo fing mit gar nichts an, war genauso gewesen wie die Idioten, die überlegten, ob es sich lohnen würde, ihn auszurauben. Letztendlich hatte er nichts bekommen außer Seelenschmerz.
Er hängte den Rucksack über seine Schulter und betrat das Gebäude. Da der Fahrstuhl kaputt war, nahm er die Treppe. Ironischerweise war Bo fitter als je zuvor. Um sich von der Monotonie im Gefängnis abzulenken, hatte er trainiert. Am Anfang hatte er dieselben Spiele mitmachen müssen wie alle anderen Insassen – wer war der größte, fieseste Mistkerl – doch nachdem er gezeigt hatte, dass er sich nicht für Politik interessierte und kämpfen konnte, ließen sie ihn größtenteils in Ruhe.
In Ruhe gelassen zu werden war gut, es gab ihm eine Perspektive, Zeit, darüber nachzudenken, was er in seinem Leben als nächstes tun wollte. Bo hatte bereits die Hälfte davon verschwendet, den falschen Leuten vertraut und alleine für diese Fehler bezahlt. Die andere Hälfte seines Lebens beabsichtigte er in Frieden zu leben.
Auf der dritten Etage angekommen, ging Bo den Flur entlang zu Lindas Wohnung. Linda war eine alte Freundin. Sie kannten sich schon lange, waren beide Kinder im Pflegesystem gewesen, aber sie war eine der Guten. Bo hob die Fußmatte vor ihrer Wohnung hoch und fand den Schlüssel.
Er nahm sich vor, Linda zu sagen, dass sie den Schlüssel an einer weniger offensichtlichen Stelle hinterlegen sollte. Bo betrat das kleine Apartment und schloss die Tür hinter sich. Der Raum fühlte sich fremd an, als würde er im Reich einer unbekannten Person stehen. Nun, er hatte nicht vor, lange zu bleiben, vielleicht ein paar Tage, um auf die Beine zu kommen.
Bleib so lange du willst, hatte Linda bei ihrer letzten Unterhaltung gesagt.
Gott, die Frau hatte ein großes Herz. Bo war verzweifelt gewesen, so unglaublich einsam, dass er sich ohne nachzudenken bei ihr gemeldet hatte. Er hatte keine Familie, und all seine Freunde hatten sich nach dem fehlgeschlagenen Raub von ihm abgewandt. Sie war seine letzte Hoffnung. Bo hatte sich keine großen Hoffnungen gemacht, aber sie war einverstanden, ihn bei sich unterkommen zu lassen.
Die alten Mitglieder seiner Crew hatten sich schließlich bei ihm gemeldet, als sie von seiner bevorstehenden Entlassung erfahren hatten. Bo hatte alle ignoriert, denn er wusste, was sie wollten. Sie würden ihn vermutlich in eine weitere unausgegorene Sache mitreinziehen. Früher einmal hatte er Jester, Reggie und Morris als seine Familie betrachtet, drei einsame Wandler mit demselben Hintergrund. Sie stahlen, töteten, erledigten die Drecksarbeit für einige der gefährlichsten Unterweltbosse der Stadt, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Bo hatte immer geglaubt, dass dies das einzige Leben war, dass sie haben konnten, dass sie alle Probleme überwinden würden, denn er hatte darauf vertraut, dass diese drei hinter ihm standen. Letztendlich hatte seine Familie ihn im Stich gelassen, als er sie am meisten brauchte. Sie hatten ihn bezahlen gelassen. Bo hätte sie verraten können, doch er hatte geschwiegen. Der Schaden war jedoch entstanden. Bo war nicht mehr der naive, großspurige Arsch von damals.
Er ließ sein Gepäck neben das Sofa fallen, dann ging er zum nächstgelegenen Fenster und öffnete es. Die Aussicht war nicht spektakulär, man konnte nur das gegenüberliegende Apartmenthaus sehen, das dem von Linda ähnelte. Dennoch, wenn Bo den Kopf ein wenig hob, konnte er den strahlendblauen Himmel sehen, Gelächter und Unterhaltungen in der Nähe hören, vermischt mit Verkehrslärm.
Bo war in der Stadt geboren und aufgewachsen. Wie die meisten Wandler hier, verließ er die Stadt, wenn sein Bär laufen musste, um raus in die Natur zu kommen. Er konnte hier bleiben, sich ein neues Leben aufbauen. Ehrlich seinen Lebensunterhalt verdienen. Verdammt, er könnte einen Gefährten finden und sich niederlassen.
Bo schnaubte.
Ja, klar. Männer wie er waren keine idealen Gefährten. Sie waren zu grobschlächtig. Zu gewalttätig. Bo taugte nur zu einer Nummer für eine Nacht, sonst nichts.
Nein, er musste an einen neuen Ort. Da Linda ihm gesagt hatte, er solle sich ganz wie zuhause fühlen, richtete er den Blick auf ihren Computer. Er schaltete ihn ein, tappte hinüber zum Kühlschrank und grinste, als er die beiden Schachteln mit Essen zum Mitnehmen entdeckte, auf denen ein Zettel mit den Worten „Hau rein“ klebte.
Linda war wirklich sehr nett.
Bo wärmte sich einen Teil der gebratenen Nudeln in der Mikrowelle auf und ließ sich vor dem PC nieder. Er öffnete den Internet Browser und tippte den Namen der Stadt ein, in der laut Gerüchten ein Bärenclan lebte, der Versager aufnahm, von dem man nicht diskriminiert wurde, wenn man eine befleckte Vergangenheit hatte.
Von Clear Water gab es eine Menge hübsche Bilder.
Er schaute sich jedes einzelne an. Sein Bär erwachte in seinem Inneren. Die meiste Zeit fiel es Bo sehr schwer, das Tier unter Kontrolle zu halten. Es regte sich ständig unter seiner Haut, wollte herausgelassen werden, frei sein. Um frei zu sein wollte der Bär ihre menschliche Seite ganz ablegen und übernehmen. Bo konnte das nicht zulassen.
Die Zeit hinter Gittern erinnerte ihn daran, dass er nur dieses eine Leben hatte, und er hatte bereits einen großen Teil darauf verschwendet, schlechte Entscheidungen zu treffen und den falschen Leuten zu vertrauen. Es war Zeit für ihn, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Bo lehnte sich im Stuhl zurück, betrachtete ein Bild nach dem anderen. Scheinbar endlose Wälder. Berge. Ein klarer blauer Himmel. Dieser Ort, dachte er, als der Bär in ihm seltsam ruhig wurde, könnte seine Heimat werden.
Dann ergriff Bo seine Gabel und aß seine erste Mahlzeit als freier Mann.
Gegenwart
Will Wilson wusste, dass er während der Arbeitszeit nicht auf sein Handy schauen sollte, vor allem, da er Bankangestellter war und ständig mit Kunden zu tun hatte. Dennoch, ihm blieben fünf Minuten, bis die Bank offiziell die Türen öffnen würde.
Er rutschte auf seinem Stuhl herum und scrollte erneut durch die elektronische Einladung. Zweifellos würde er bald auch eine per Post bekommen. Das würde seinem jüngsten Bruder Wallis ähnlich sehen. Verdammt, Wallis würde ihn wahrscheinlich zum Trauzeugen machen, so wie West und Walt – aus Mitleid vielleicht, denn eigentlich hatte Wallis jede Menge Freunde.
Seufzend schloss Will die E-Mail, öffnete seine Fotos und betrachtete die aktuellsten Schnappschüsse der Familie, die vor zwei Wochen gemacht worden waren. Das erste Bild war von ihrer Mutter, Walt, West, Wallis und ihm selbst. Das nächste zeigte wieder sie alle zusammen, dazu ihre Ehepartner und Gefährten. Er schnaubte.
Mit sechsundzwanzig war Will der älteste der Wilson-Brüder und der letzte, der die andere Hälfte seiner Seele noch nicht gefunden hatte. Walt und Sandy arbeiteten zusammen in derselben Kanzlei, nachdem sie von Kindheitsfreunden zu einem Liebespaar geworden waren. West war Cherry auf einer Online-Datingseite begegnet. Ihre Mutter war der Rehwandlerin gegenüber zunächst skeptisch gewesen, doch Cherry hatte sich als gute Partnerin für West erwiesen.
Und jetzt Wallis. Wallis war immer der böse Bube gewesen, derjenige der Wilson-Brüder, den alle Mädels und auch die Jungs in der Schule anhimmelten. Natürlich war Wallis auf einen verdammten Werwolf reingefallen. Zwar war Cody laut Wallis ein unterwürfiger Wolf, aber ein Werwolf zählte dennoch zu den Raubtierwandlern.
Er seufzte und rief die E-Mail-Einladung wieder auf. Wallis hatte einen Schnappschuss von ihm und Cody angefügt. Die beiden Männer sahen wie dämliche Models aus. Wallis hatte all das gute Aussehen geerbt, so schien es, denn Will war mittelmäßig und langweilig mit seinen braunen Haaren und Augen. Traditionelles Dating funktionierte für ihn nicht. Niemand wollte mit einem lahmarschigen menschlichen Bankangestellten ausgehen.
Selbst sein Account bei Grindr half nicht, denn seiner Meinung nach sahen die meisten Männer sich sein Gesicht an und scrollten dann weiter zu jemandem, der vielversprechender war.
Verdammt. Will hatte nicht vor, den Tag mit Selbstmitleid zu beginnen. Er seufzte, schaltete sein Handy aus und den Computer ein.
„Hartes Wochenende?“, fragte seine Kollegin Dora.
„Kann man wohl sagen.“
„Wie lief es mit deinem Date am Freitag?“, fragte sie.
Das Date. Ach ja. Der Kerl war gar nicht aufgetaucht. Will hatte den ganzen Abend im Restaurant auf ihn gewartet, bis es schloss.
