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Durch Liebe gebunden E-Book

Fel Fern

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Beschreibung

Nachdem er von seinem Rudel an einen gefährlichen Alpha-Werwolf verkauft wurde, ist der Omega-Wolf Rio nicht darauf gefasst, einen Gefährten zu finden. Rio sieht seinem traurigen Schicksal entgegen, doch dann fühlt er sich zu seiner Überraschung heftig zu Lucas Griffin hingezogen. Funken fliegen und Rio stellt fest, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, mit einem gemeinen Alpha verpaart zu sein, der ein Herz aus Gold besitzt. Doch eine Gefahr von außen bedroht das Glück des frischgebackenen Paares. Lucas weiß, dass er als Alpha eine gewisse Verantwortung trägt. Rio zu seinem Gefährten zu nehmen war zunächst nur eine Verpflichtung, und er hätte nicht erwartet, dass daraus so viel mehr werden könnte. Als der jahrhundertealte Feind seines Rudels, ein Werbären-Clan, sein Rudel zerstören will, indem er ihm seinen Gefährten nimmt, ergreift Lucas alle Mittel, um sich zurückzuholen, was rechtmäßig ihm gehört. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein und kann einzeln gelesen werden. Enthält Hinweise auf mpreg. Länge: rund 24.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER FEL FERN

Exklusive Leseprobe:

Durch Liebe gebunden

Nachdem er von seinem Rudel an einen gefährlichen Alpha-Werwolf verkauft wurde, ist der Omega-Wolf Rio nicht darauf gefasst, einen Gefährten zu finden. Rio sieht seinem traurigen Schicksal entgegen, doch dann fühlt er sich zu seiner Überraschung heftig zu Lucas Griffin hingezogen. Funken fliegen und Rio stellt fest, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, mit einem gemeinen Alpha verpaart zu sein, der ein Herz aus Gold besitzt. Doch eine Gefahr von außen bedroht das Glück des frischgebackenen Paares.

Lucas weiß, dass er als Alpha eine gewisse Verantwortung trägt. Rio zu seinem Gefährten zu nehmen war zunächst nur eine Verpflichtung, und er hätte nicht erwartet, dass daraus so viel mehr werden könnte. Als der jahrhundertealte Feind seines Rudels, ein Werbären-Clan, sein Rudel zerstören will, indem er ihm seinen Gefährten nimmt, ergreift Lucas alle Mittel, um sich zurückzuholen, was rechtmäßig ihm gehört.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein und kann einzeln gelesen werden. Enthält Hinweise auf mpreg.

Länge: rund 24.000 Wörter

FEL FERN

Durch Liebe gebunden

Liebe unter Vertrag 2

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Bound by Love“:

Fel Fern

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Kapitel 1

„Das ist also der Omega?“, fragte Lucas Griffin mit schroffer Stimme. Er war der Alpha-Werwolf, an den Rio von seinem eigenen Vater verkauft worden war.

Rio wagte es nicht, ihm in die Augen zu sehen. Man hatte ihm beigebracht, sich an diesem Tag von seiner besten Seite zu zeigen, aber er hatte schreckliche Angst. Nicht, dass seine Meinung wirklich zählen würde. Sein Vater sowie die anderen Mitglieder seiner Familie und seines Rudels hatten ihn immer an seine Stellung erinnert. Ein männlicher Omega-Wolf, der die Fähigkeit besaß, schwanger zu werden, diente nur einem einzigen Zweck: Rios Bestimmung war es, für Nachwuchs zu sorgen.

Er ballte die Hände an den Seiten zu Fäusten und zuckte zusammen, als ein schwieliger Finger sein Kinn anhob. Zum ersten Mal an diesem Tag sah er den Mann an, der sein Ehemann, sein Gefährte, werden sollte. Gefährte war dabei ein höflicher Ausdruck. Rios Rudel, das Rosewood-Rudel, stand in dem Ruf, fruchtbare Omega-Wölfe hervorzubringen. Omegas wurden potentiellen Verbündeten als Geschenke gegeben, um die Macht des Rudels zu stärken.

In seinem Fall war Rio zwölf Jahre alt gewesen, als sein Ausbilder ihm gesagt hatte, dass er, wenn er die Volljährigkeit erreicht hatte, mit dem Alpha des Clear Water-Rudels verpaart werden würde. Er wusste nicht mehr als die Informationen, die ihm eingebläut worden waren. Lucas war der Alpha eines der größten Rudels in der Region, dem auch einige angesehene Unternehmen gehörten. Diese Verbindung würde sowohl dem Rudel von Clear Water als auch dem Rosewood-Rudel Nutzen bringen. Rio jedoch?

Für ihn bedeutete diese Verbindung nur Furcht. Seine rebellische Seite veranlasste Rio schließlich, Lucas in die Augen zu sehen. Die waren von einem durchdringenden Grün, eine so klare Farbe, dass er nach Luft schnappen musste. Noch schlimmer, er fühlte sich entblößt, als wäre der Alpha-Wolf imstande, seine inneren Mauern zu durchbrechen und ihn zu durchschauen.

Man konnte nicht leugnen, dass Lucas Griffin fantastisch aussah. Bei einer Größe von einem Meter neunzig sah der Alpha aus, als wäre er aus Stein gemeißelt, bestand ganz aus Muskeln und hatte nicht ein Gramm Fett am Leib. Lucas trug seine dunkelblonden Haare kurz, und aufgrund der knappen Wortwechsel mit anderen Rudelmitgliedern erinnerte er Rio an einen Kommandanten beim Militär.

Gutes Aussehen bedeutete aber gar nichts.

„Ich versichere dir, dass Rio einer der besten Omegas ist, die unser Rudel zu bieten hat. Er wurde ausgebildet, in Hauswirtschaft und natürlich auch im Schlafzimmer.“

Bei diesen Worten errötete Rio aus irgendeinem Grund, obwohl Lucas diese Tatsachen wahrscheinlich ohnehin bereits bekannt waren. Die Ausbilder des Rudels schickten häufig Updates und alle nötigen Informationen an die Männer, denen Omegas wie Rio versprochen waren.

Lucas begann, mit dem Daumen über Rios glattrasiertes Kinn zu streichen, dann wanderte sein Finger nach unten und umkreiste die Stelle an seinem Hals, wo man den Puls spüren konnte. Der beschleunigte bei der Berührung des Alphas. Rio schluckte. Zum ersten Mal an diesem Tag sah er, wie ein schwaches Lächeln Lucas’ Lippen umspielte.

Er glaubte nicht, dass ein Mann wie Lucas häufig lächelte. Der Alpha mit dem kühlen Blick hatte ihn während der Unterhaltung mit Bernard nicht ein einziges Mal angesehen. Bernard war Rios Onkel und der Beta des Rosewood-Rudels. Er kümmerte sich persönlich um alle Vereinbarungen mit anderen Rudeln.

Transaktion wäre ein passenderer Ausdruck und Rio war eine Ware. Während der seltenen Gelegenheiten, wenn man ihm Zugang zum Internet gewährte, hatte er nach Informationen darüber gesucht, wie andere Rudel funktionierten, wie Omega-Wölfe bei ihnen behandelt wurden. Manche betrachteten Omegas als ein Geschenk, nicht als ein Produkt, das man verschicken konnte, um einen Deal zu besiegeln.

„Domino, bring Rio in mein Zimmer“, befahl Lucas an seinen breitschultrigen, hochgewachsenen Beta gewandt, dessen Augen die Farbe des Waldes hatten.

Er hat mich bei meinem Namen genannt, nicht Omega oder etwas Schlimmeres.

Rio wusste, dass es nichts bedeutete, dass er im Grunde genommen nicht mehr war als Vieh. Dennoch bemerkte er dieses Detail sofort.

Er rührte sich nicht von der Stelle, bis Bernard ihn schubste und ihm ins Ohr knurrte: „Du weißt, was du zu tun hast. Erfüll deine Pflicht dem Rudel gegenüber.“

Ein Rudel sollte sich um seine Mitglieder kümmern und sie beschützen, ihr Zufluchtsort sein. Doch keiner der Männer und Frauen, mit denen er aufgewachsen war, würdigten ihn eines Blickes, als Domino ihn am Ellbogen packte und auf die Treppe zu schob.

Ihm fielen die anderen Clear Water-Wölfe auf, die den Vorgang beobachteten. Dies würde sein neues Rudel sein, sein Zuhause, aber er hatte solche Angst, dass er zu zittern begann. Lucas und sein Rudel lebten auf einem Anwesen am Rande der Stadt, in der Nähe des Waldes, eine perfekte Stelle für Wandler, da sie Platz brauchten, um herumzulaufen. Im Moment befanden sie sich im Haupthaus des Rudels, und er wusste, dass der Alpha und seine Führungskräfte hier lebten.

Was stimmte nicht mit ihm?

Seine Ausbilder hatten ihn auf diesen Moment vorbereitet, dennoch erstarrte er.

Lucas, Bernard und die anderen Rosewood-Wölfe zogen sich in einen anderen Raum zurück, um sich zu unterhalten, vermutlich um die genauen Bedingungen der Vereinbarung festzulegen, und ließen ihn mit Domino und einigen fremden Wölfen alleine. Er verzog das Gesicht, erwartete einen Schlag oder eine schroffe Zurechtweisung. Seine Ausbilder hatten nie gezögert, ihn an seine Position zu erinnern, doch Domino sah ihn nur erwartungsvoll an.

„Wirst du weglaufen?“, fragte der Beta schließlich.

Wo sollte er denn hin? Er wollte etwas erwidern, denn das Anwesen war umgeben von einem riesigen Waldgebiet, ein Stück Land, auf dem er sich nicht auskannte. Seine Ausbilder hatten ihm gesagt, dass diejenigen, die ihrem neuen Zuhause entflohen, mit Bestrafung zu rechnen hatten.

Wie so oft ging seine scharfe Zunge mit ihm durch. „Denkst du nicht, dass ich, wenn ich weglaufen wollte, es schon vor langer Zeit getan hätte?“

Jemand pfiff, aber er wusste nicht, wer es war. Ihm fiel auf, dass ein paar der zurückgebliebenen Clear Water-Wölfe ihn beobachteten und vermutlich wissen wollten, wie sich die Situation entwickeln würde. Seine neuen Rudelmitglieder, korrigierte er sich, denn Bernard hatte ihn gerade ohne zu zögern an Fremde ausgeliefert.

Mut machte sich in seiner Brust breit, aber im Laufe der Jahre hatte er gelernt, seine Emotionen zu verbergen. Ein guter Rosewood-Omega war perfekt und unterwürfig, allerdings war Rio das nie gewesen.

„Es gibt noch jede Menge Hoffnung für dich“, antwortete Domino.

Rio blinzelte. „Was?“

„Als Lucas den Deal machte, erwartete ich, dass wir eine Puppe mit leerem Blick kriegen würden. Sieht aus, als hätte er ein gutes Geschäft gemacht.“

„Ich verstehe nicht. Wirst du mich nicht bestrafen, weil ich frech war?“

Domino tat das völlig Unerwartete und lachte. „Warum sollte ich das tun? Ich hätte selbst gerne einen so selbstbewussten Omega als Gefährten. Schade, dass du Lucas gehörst. Jetzt komm mit, bevor die anderen anfangen zu reden.“

„Ist es schlimm?“, fragte Rio, als er Domino eine Treppe hinauf folgte.

Sein Magen kribbelte auf seltsame Art, vor allem da er wusste, was folgen würde. Die Ausbilder hatten ihn vorbereitet. In der ersten Nacht, direkt nachdem der Austausch stattgefunden hatte, würde der Alpha, der sein Gefährte werden sollte, die Ware überprüfen wollen. Schlimmer noch, er würde sogar sein Gefährtenmal an Rio hinterlassen, ihn damit für immer mit seinem Zeichen markieren, denn ein Wandler paarte sich auf Lebenszeit.

Ein Teil seines Verstandes flüsterte, dass es gar nicht so schlimm wäre, dass Lucas anders zu sein schien als all die Alphas, von denen er gehört hatte. War das nur Wunschdenken?

Er schleppte seine Füße die Treppe hinauf und fühlte sich dabei, als wäre es das Ende der Welt. Sie erreichten einen Flur mit Zimmern zu beiden Seiten und gingen bis ans Ende. Domino öffnete eine Tür, die vermutlich zu Lucas’ privatem Bereich führte.

„Warte hier. Lucas wird herkommen, nachdem die Abgesandten von Rosewood gegangen sind.“ Domino verharrte auf der Türschwelle. „Hey, alles wird gut, in Ordnung?“

Rio wusste nicht, ob diese Worte Trost bedeuteten. Nachdem Domino die Tür geschlossen hatte, war er wieder alleine, sich selbst überlassen. Um nicht völlig von der Panik überwältigt zu werden, schaute er sich in dem Raum um. Warme Farben an den Wänden und einfache, aber gemütliche Möbel, die benutzt aussahen, füllten das Zimmer. Das wichtigste Element war eindeutig das Bett. Das wunderschöne Stück sah aus, als wäre es aus Mahagoni geschnitzt.

Rio näherte sich zögerlich dem Bett, berührte das Fußende, auf dem zwei Wölfe, einer größer und ein kleinerer, nebeneinander herliefen. Es gab weitere Schnitzereien von Bäumen, Pflanzen, Blumen und von Wölfen, die liefen, lauerten und jagten.

Der Erbauer hatte viele wohlüberlegte Details in sein Kunstwerk einfließen lassen.

„Was mache ich nur?“, stieß Rio laut hervor. Er rieb über seine Arme, die von Gänsehaut bedeckt waren. Er sollte das verdammte Bett nicht bewundern. Er betrachtete das offene Fenster. Hatte jemand vergessen, es zu schließen? Allerdings wusste er, dass er niemals vor den Wölfen des Clear Water-Rudels davonlaufen konnte. Dennoch näherte er sich dem Fenster und schaute hinaus.

Er keuchte bei der fantastischen Aussicht. Reihen von Bäumen blickten ihm entgegen, dazu die Umrisse der Clear Water Mountains. Dieses riesige Stück Land gehörte Lucas und den Clear Water-Wölfen. Das war jetzt auch sein Rudel. Er mochte zwar der Gefährte des Alphas sein, doch er würde niemals wirklich dazugehören, war nur dazu da, dem Alpha Nachwuchs zu schenken.

Rio hatte Horrorgeschichten gehört, laut denen Omegas einfach sich selbst überlassen wurden, wenn sie keine Wolfswelpen mehr hervorbrachten. Für die anderen Wölfe waren sie ersetzbar. Er hatte sich gesagt, dass er anders sein würde, dass er einen Weg finden würde, frei zu sein, aber er erkannte, wie unmöglich das war.

Verzweiflung machte sich breit und je länger er den Anblick vor dem Fenster betrachtete, desto mehr entschied er, dass er nicht an diesen Ort gehörte. Rio setzte sich auf die Bettkante und betastete die dicke Überdecke. Über der Tür befand sich eine Uhr, auf die er den Blick gerichtet hielt.

Er hatte gedacht, dass Lucas ihn lange warten lassen würde. Doch dann drehte sich der Türknauf und der Alpha trat ein. Er sah erschöpft aus. Rio setzte sich gerade hin, drückte den Rücken durch, dann stand er auf, nicht sicher, wie Lucas ihn haben wollte. Lucas richtete seine grünen Augen auf ihn, dann schloss er die Tür.

Dem Alpha schienen Kleidungsvorschriften nicht wichtig zu sein. Bernard und die anderen Wölfe hatten ihre besten Anzüge getragen, doch Lucas war in ein grünes Hemd gekleidet, das schon etwas verblichen war, und eine Jeans mit Löchern darin. Dennoch sah der Mann sehr gut aus.

„Was mache ich denn jetzt mit dir?“, sagte Lucas gedehnt.

„W-was meinst du?“ Rio hörte das Stottern in seiner Stimme und es gefiel ihm nicht, wie nervös er sich in Gegenwart dieses Alphas fühlte. „Willst du mich nicht, du weißt schon, ausprobieren?“

Lucas’ Knurren erfüllte den Raum und ließ Rio zusammenzucken. Eine Sekunde später ertönte ein Klopfen an der Tür.

„Alpha?“, ertönte Dominos Stimme. Hatte der andere Wolf die ganze Zeit über draußen vor der Tür Wache gestanden, oder war er nur zufällig in der Nähe gewesen?

„Ich sagte, ich will nicht gestört werden“, sagte Lucas mit einem Knurren in der Stimme, ohne den Blick von Rio abzuwenden.

„Verstanden“, erwiderte Domino.

Rio trat einen Schritt zurück, als Lucas sich ihm näherte. Ihm war nicht klar, dass er es immer wieder tat, bis er mit dem Rücken gegen die Wand stieß. Lucas blieb stehen, die Augen schmal.

---ENDE DER LESEPROBE---