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Dusty ist ein Ex-Soldat und dominanter Leopardenwandler, der im Krieg sein Gehör verloren hat. Er ist außerdem der Einzige aus seiner ehemaligen Einheit, der immer noch unverpaart ist. Da sein innerer Leopard kurz davor steht, zur wilden Bestie zu mutieren, arbeitet er als Nationalpark Ranger Assistent, um weit weg von den Menschen zu sein. Ein Notruf bringt ihn zu einer Klippe im Park, wo er einen potenziellen Selbstmörder davon überzeugen muss, nicht zu springen. Das Letzte, womit Dusty gerechnet hätte, ist, seinen Gefährten zu finden. Trace Michaels ist ein Mensch und Künstler, der immer noch unter einem drei Monate zurückliegenden Angriff leidet. Ein hartnäckiger und umwerfender Leopardenwandler bewahrt ihn davor, seinem Leben selbst ein Ende zu setzten. Zögernd lässt er sich von Dusty dazu überreden, wieder zu leben. Was er nicht erwartet hätte, ist, dass Dusty in seiner Nähe bleibt. Trace ist nicht bereit, sein Herz erneut zu riskieren, doch der hartnäckige Leopard könnte tatsächlich der eine Mann sein, auf den er sein Leben lang gewartet hat. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 27.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
ÜBER FEL FERN
LESEPROBE:
Dusty: Stille Hoffnung
Dusty ist ein Ex-Soldat und dominanter Leopardenwandler, der im Krieg sein Gehör verloren hat. Er ist außerdem der Einzige aus seiner ehemaligen Einheit, der immer noch unverpaart ist. Da sein innerer Leopard kurz davor steht, zur wilden Bestie zu mutieren, arbeitet er als Nationalpark Ranger Assistent, um weit weg von den Menschen zu sein. Ein Notruf bringt ihn zu einer Klippe im Park, wo er einen potenziellen Selbstmörder davon überzeugen muss, nicht zu springen. Das Letzte, womit Dusty gerechnet hätte, ist, seinen Gefährten zu finden.
Trace Michaels ist ein Mensch und Künstler, der immer noch unter einem drei Monate zurückliegenden Angriff leidet. Ein hartnäckiger und umwerfender Leopardenwandler bewahrt ihn davor, seinem Leben selbst ein Ende zu setzten. Zögernd lässt er sich von Dusty dazu überreden, wieder zu leben. Was er nicht erwartet hätte, ist, dass Dusty in seiner Nähe bleibt. Trace ist nicht bereit, sein Herz erneut zu riskieren, doch der hartnäckige Leopard könnte tatsächlich der eine Mann sein, auf den er sein Leben lang gewartet hat.
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 27.000 Wörter
FEL FERN
Dusty: Stille Hoffnung
Wounded Hearts: Verwundete Herzen 4
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Dusty“:
Fel Fern
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2023
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
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„Ich war also in diesem Buchladen, um ein paar Bildbände zu kaufen, du weißt schon, um meine Inneneinrichtung aufzuhübschen, als diese exzentrische lokale Berühmtheit hereinkam. Irgendein Künstler, der die Presse meidet wie der Teufel das Weihwasser …“ Dustys Date plapperte weiter, sein Mund in Bewegung, pausenlos Worte formend.
Nun, Dusty mochte ja taub sein, aber dieses eine Mal fand er, dass es ein Fluch war, Lippen lesen zu können.
Scheinbar konnte Mick – oder war es Mitch? – einfach nicht aufhören zu reden. Dusty, das letzte Mitglied seiner kleinen Gruppe aus Freunden, alles Ex-Soldaten, das noch Single war, wusste, dass er nicht wählerisch sein konnte. Nicht viele Formwandler-Singles wollten mit einem kaputten Wandler ausgehen, schon gar nicht mit einem Ex-Soldaten, der immer noch an PTSD litt. Dusty hatte die Information über PTSD nicht in sein Dating-Profil bei MatchPaws eingetragen, der Partnervermittlung, bei der er sich vor ein paar Wochen angemeldet hatte, nachdem Grover seinen Gefährten gefunden hatte. Wenn ein blinder Jaguarwandler seinen Gefährten finden konnte, dann sicher auch ein tauber Leopard. Diese Motivation funktionierte ein paar Tage lang, ehe die Depression ihren Weg zurück zu ihm fand.
„Hörst du mir eigentlich zu?“, fragte Mick – oder Mitch – schließlich und warf einen misstrauischen Blick auf Dustys Teller mit dem Salat, den er nicht angerührt hatte.
„Entschuldige, könntest du das bitte wiederholen? Falls du es vergessen hast – ich kann nicht besonders gut hören“, scherzte Dusty, nur, dass das nicht lustig war.
Sein Gehör und seinen Job als Mitglied einer paranormalen Spezialeinheit zu verlieren, war ein heftiger Schlag für ihn gewesen. Dasselbe galt für die anderen Mitglieder der Einheit, die er als seine Brüder ansah. Die meisten von ihnen waren in der Jugendfürsorge aufgewachsen und hatten keine Familie oder Rudel, das sie unterstützen konnte. Aber sie hatten einander, und ihre Fähigkeiten hatten sie wertvoll gemacht.
Dusty war der Jüngste. Er hatte gemeint, viel beweisen müssen, doch seine Brüder hatten sein Ego in Disziplin verwandelt. Der Krieg konnte einen zermürben, besonders wenn die Aufgabe beinhaltete, die Drecksarbeit zu machen, zu der niemand sonst in der Lage war.
Sie hätten alle mit Orden dekoriert zurückkehren sollen. Stattdessen was ihre Basis von einer Bombe mit Silberschrapnellen getroffen worden. An diesem Tag hatten er und die anderen Mitglieder ihrer Einheit etwas Wesentliches verloren. Wayne verlor sein Leben, Abram einen Arm, Mike ein Bein und Grover sein Sehvermögen. Schlimmer noch, dieser Verlust hatte ihre inneren Tiere aggressiv gemacht, beinahe bösartig.
Letztes Jahr hätte Dusty sich beinahe in seinem Leoparden verloren und außerdem Abram dabei fast so weit gebracht, sich in seinem Löwen zu verlieren.
Beschämt, weil er die Kontrolle verloren hatte, verbrachte Dusty schon einige Monate damit, einen Therapeuten aufzusuchen, der auf die Behandlung von Armeeveteranen spezialisiert war, doch irgendetwas fehlte immer noch. Sein Leopard fühlte sich immer noch nicht völlig bei klarem Verstand. Dusty schob es darauf, keinen Gefährten zu haben.
„Benutzt du diese Ausrede öfter, um deine Dates zu ignorieren?“, wollte Mick – Dusty legte sich darauf fest – wissen. „Komm schon. Aufwachen. Ich habe nur zugestimmt, mich mit dir zu treffen, weil du heiß bist. Aber ich werde mich nicht mit einem beschädigten Formwandler verpaaren.“
Dusty entschlüpfte ein Knurren. Der Laut klang bedrohlich genug, um Mick in seinem Sitz kleiner werden zu lassen, die Augen weit aufgerissen. Dusty lächelte, zeigte seine Zähne. Er wusste, dass ihn seine Behinderung unter Formwandlern wenig begehrenswert machte, wusste, dass Mick und andere wie er nur aus einem Grund mit jemandem wie Dusty ausgingen – Sex.
Selbst vor seiner Zeit bei der Armee hatte Dusty nie Schwierigkeiten gehabt, zu flirten. Kerle standen auf seinen Charme und sein gutes Aussehen, doch das war lange her. Er war jetzt sechsundzwanzig, immer noch jung, und doch fühlte er sich uralt. Seinen Brüdern war es sehr schwergefallen, sich ans Zivilleben zu gewöhnen, und ihm ging es genauso. Selbst nach einem Jahr wachte er in den meisten Nächten schreiend auf und die Gesichter der Toten verfolgten ihn noch immer.
Erst nachdem Abram, Mike und Grover ihre Gefährten gefunden hatten, hatte Dusty angefangen zu glauben, dass es da draußen vielleicht auch jemanden für ihn gab, jemanden, der seinen ungestümen Leoparden beruhigen und die fehlenden Teile ersetzen könnte, die der Krieg ihm genommen hatte.
Der Kampf auf feindlichem Territorium verlangte einem Mann sehr viel ab und Dusty wusste, dass es notwendig gewesen war, bestimmte Teile von sich abzutöten, um zu überleben, sein bestmögliches Ich zu sein, aber er befand sich nicht länger auf feindlichem Gebiet.
„Glaub mir, Mick. Ich weiß es“, erwiderte Dusty schließlich.
Mick erhob sich von seinem Stuhl und sorgte dafür, dass jeder im Restaurant seinen Abgang mitbekommen konnte. „Fick dich, Dusty. Und mein Name ist Mitch, Arschloch.“
Wütend stapfte Mitch davon. Dusty ignorierte die Blicke der anderen Gäste, seufzte und rief nach dem Kellner, um die Rechnung zu bezahlen. Als sie kam, starrte er auf die Summe und fragte sich, wieso er sich das selbst weiterhin antat. Er verdiente nicht sehr viel.
Dusty lebte von seiner Armeerente und hatte ein paar Gelegenheitsjobs, doch von den Lieferdiensten und Thekenjobs in Schnellrestaurants wurde er immer wieder gefeuert. Laut seiner diversen Arbeitgeber verschreckte er die meisten Kunden und hatte ein unberechenbares Temperament. Doch das war nur, weil sein Leopard es gar nicht mochte, eingesperrt zu sein.
Zurzeit arbeitete Dusty als Park Ranger-Assistent, während er seinen College-Abschluss nachholte. Aus all diesen Gründen konnte Dusty es sich nicht leisten, Verabredungen in teuren Restaurants zu haben. Er bezahlte die Rechnung und verließ schlecht gelaunt das Restaurant. Er hatte gedacht, dass er heute Nacht ein bisschen Action bekommen würde, nur dass es ihm wie ein Sakrileg erschien, einen Kerl wie Mick in seine Höhle einzuladen.
Es schien, als würden die Verabredungen mit x-beliebigen Fremden für einen One Night Stand seinen Leoparden nicht länger befriedigen. Da es ein kalter Abend war, ging er zu Fuß nach Hause. Dusty konnte nicht glauben, dass er das Wochenende möglichst schnell hinter sich bringen wollte, damit er wieder zur Arbeit gehen konnte. Er schob seine Hände in die Hosentaschen und machte sich auf den Heimweg, niedergeschlagen wie immer.
Er könnte seine Brüder anrufen, doch die waren wahrscheinlich mit ihren Gefährten beschäftigt. Dusty wollte sie nicht stören und abgesehen davon drängte Mike ihm ständig irgendwelche Blind Dates auf und Grover versuchte ihn zu überreden, sich ein Haustier anzuschaffen, um einen Gefährten anzulocken.
Grover hatte aus genau diesem Grund einen Blindenhund bekommen. Nicht dass Pancake, Groves Golden Retriever, eine große Hilfe für den blinden Jaguar wäre, doch Pancake hatte Grover zu seinem Gefährten Eric geführt.
Dusty glaubte nicht, dass er so viel Glück haben würde. Er fischte sein Handy aus der Hosentasche und sah, dass Mitch ihm in seiner Bewertung einen Stern von fünf möglichen gegeben hatte. Keine Überraschung. Dusty schloss die App und deinstallierte sie nach kurzem Überlegen. Dies funktionierte nicht, also musste Dusty einen anderen Weg finden, um seinen wahren Gefährten zu treffen.
* * * *
Während ihrer üblichen Jogging-Morgenrunde klopfte Mike Dusty auf die Schulter. „Wie ist deine Verabredung gestern Abend gelaufen?“
Nachdem Dusty sich vor einem Jahr beinahe in einen wilden Leoparden verwandelt hatte, schienen seine Brüder es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, ein Auge auf ihn zu halten. Nachdem er begonnen hatte, ihnen zu zeigen, dass er sein Tier besser unter Kontrolle hatte, ließ ihre Wachsamkeit nach, aber die Joggingrunden mit Mike genoss Dusty immer noch.
„Frag nicht“, murmelte er.
„So schlimm?“, fragte Mike in Zeichensprache, weil er wusste, dass Dusty sich sonst mehr auf das Lippenlesen als auf den Pfad vor ihnen konzentrieren musste.
Dusty verzog das Gesicht.
„Was ist mit Bowens Freund?“, fragte Mike.
Bowen war ein unterwürfiger Luchswandler und Mikes Gefährte. Dusty mochte Bowen, aber manchmal wollte ihn der Luchs unbedingt mit jemandem verkuppeln.
„Welcher? Der Friseur?“, gestikulierte Dusty zurück.
Mike seufzte. „Nein, dieser andere Typ, Jon. Sehr anständig, laut Bowen, und er arbeitet in der Notunterkunft für Formwandler.“
„Ich denke, ich brauche mal eine Pause von den Verabredungen.“
Mike nickte und akzeptierte seine Entscheidung. „Tja, lass es mich wissen.“
„Du wirst mir nicht sagen, dass ich mich beeilen soll, ehe all die Guten, wie Bowen, vergeben sind?“, fragte Dusty irritiert.
„Nein. Grover sagt, es wäre nicht gut, dich zu drängen und dass du früher oder später deinen ganz besonderen Jemand finden wirst.“
„Grover ist weise.“
Mike gluckste. Sie beendeten ihre Runde in einvernehmlichem Schweigen. Dabei liefen sie noch mehrere Male um den Park, ehe sie sich trennten. Dusty ging zurück in seine Wohnung, um schnell zu duschen und seine Ranger-Uniform anzuziehen.
Die Wohnung war gemietet und nur eine vorübergehende Lösung, bis die Rangerstation tief im Wald gebaut war. Dann konnte Dusty mit seinem Partner, einem menschlichen Ex-Polizisten namens Bill, dort einziehen. Bill und er arbeiteten gut zusammen. Bill stellte nicht viele Fragen und sie arbeiteten in Wechselschichten, was Dusty nur recht war.
Er fuhr mit seinem Motorrad durch die Vororte der Stadt und parkte seine Maschine vor der provisorischen Rangerstation, ehe er seine Patrouille begann. Die Forstverwaltung schätzte Formwandler, weil diese zur Arbeit in der freien Natur geschaffen waren. Der Aufenthalt im Wald wirkte sich auch beruhigend auf Dustys Leoparden aus, was ihm zugutekam.
Als Dusty eintrat, winkte Bill ihm von seinem Schreibtisch aus zu.
„Hey, Dusty, willst du den Fall hier übernehmen? Merkwürdiger Anruf von einem Wanderer. Er hat gefragt, wie lange es dauert, bis die Ranger nach einem Unfall zur Stelle sind und wie oft sie ein bestimmtes Gebiet patrouillieren“, erklärte Bill ihm.
Dusty runzelte die Stirn. „Jemand verletzt?“
„Er hat nichts gesagt und einfach aufgelegt, als ich ihn um mehr Informationen gebeten habe.“
„Ganz sicher merkwürdig. Ich kümmere mich darum.“ Doch zuerst würde Dusty noch mehr Fragen stellen. Er war ein erstklassiger Fährtensucher und normalerweise vor den diensthabenden Rangern bei den Wanderern, die Hilfe benötigten, doch er brauchte mehr Informationen. „Irgendeine Idee, wo sich dieser Wanderer aufhält?“
„Nein, aber ich habe im Hintergrund Wasser rauschen hören. Er könnte in der Nähe des Flusses sein.“
„Danke.“
Dusty verließ die Hütte auf dem Weg, den er gekommen war. Seine Gedanken kreisten um die möglichen Szenarien. Das war es, was er an seiner Arbeit liebte, die Gelegenheit, sich zur Abwechslung auf andere Probleme zu konzentrieren.
Die Allgemeinheit wusste, was die Aufgaben eines Rangers beinhalteten, doch was sie nicht wussten, war der härteste Teil seines Jobs – nicht gegen einen Grizzly zu kämpfen oder Wanderer zu retten, die während eines Sturms oder einer anderen Naturkatastrophe gestrandet waren, sondern die Selbstmorde.
Dusty fand den kürzesten Weg zum Cherry Fall River. Der einsame Fluss floss durch die gesamte Gegend. Mit seiner übernatürlichen Schnelligkeit erreichte Dusty ihn in der Hälfte der Zeit, die ein Mensch für die Strecke gebraucht hätte.
Dusty schnupperte nach Wanderern in der Nähe. Nur wenige Touristen kamen bis in diese abgelegene Gegend, denn sie lag zwischen dem Land des Nationalparks und den Wäldern, die Formwandlern und anderen paranormalen Geschöpfen vorbehalten waren, die in der Stadt lebten. Die meisten Paranormalen waren anständig, aber manchen gab es einen Kick, Menschen zu erschrecken, die nicht viel von ihrer Kultur wussten. Es gab allerdings auch ein paar, die fanden, dass Menschen einen guten Snack abgaben.
Wie bei Grover hatte der Verlust von einem seiner fünf Sinne bei Dusty dazu geführt, dass sich seine anderen Sinne verstärkt hatten, besonders sein Geruchssinn. Er roch Erde, Blätter, das Wasser und da war es – der schwache Geruch, der nicht zum Rest passte. Nicht paranormal – dann also ein Mensch?
Dusty folgte dem Pfad zu einer kleinen Klippe, die den Blick über den Fluss und die Stadt freigab. Das hätte ein guter Platz für Liebende sein können, wären da nicht die Warnschilder, die Wanderer darauf hinwiesen, dass die Gegend jenseits des Flusses von Formwandlern und anderen paranormalen Wesen durchstreift wurde, die es ganz und gar nicht schätzten, wenn Touristen fotografierten oder ihren Dreck hinterließen.
Dusty entdeckte die schlanke Gestalt vor sich, die nicht fürs Wandern gekleidet war. Zum einen war der Kerl dunkel gekleidet und er schien auch nicht die entsprechende Ausrüstung zu haben. Dusty erstarrte, obwohl der Mensch seine Schritte unmöglich gehört haben konnte. Der Mensch lehnte sich gefährlich nahe in Richtung Klippenkante.
